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Erfolgreiche Teilnahme an der Erwachsenenpädagogischen Qualifizierung (EPQ)
Eintrag vom: 16.03.2017

 

An zehn Seminaren haben sie teilgenommen, etliche Aufgaben erledigt und in verschiedensten Sprachkursen hospitiert - nun halten die beiden Dozentinnen Yen Yu Huang und Heike Stellmach ihr Zertifikat in den Händen. Stolz - und das zu Recht. Gemeinsam mit Melisa Karabegovic, die ebenfalls an der VHS im Kreis Herford unterrichtet, haben die beiden an der umfassenden Qualifizierungsmaßnahme des Landesverbandes der Volkshochschulen von NRW teilgenommen. Diese hat das Ziel, Kursleitende ein solides, methodisches Handwerkszeug zu vermitteln. Im modularen Seminarsystem der EPQ haben die beiden sowohl fachübergreifende Grundkenntnisse in Erwachsenenpädagogik als auch fachspezifisches Know-how zur Gestaltung von Kursen und Seminaren erworben. Was ihnen am besten gefallen hat? Schwer zu sagen. Im Grunde genommen war alles sehr hilfreich - sagt Frau Huang. Die gelernte Bankkauffrau kommt aus Taiwan und unterrichtet nun Chinesisch an der VHS. Dem stimmt Heike Stellmach zu, die nun als Englischdozentin an der VHS tätig ist. Ein Ordner voller Notizen, Anregungen, Ideen und Unterrichtsplanungen lädt immer wieder zum Blättern und Nachschlagen ein - eine wirklich wahre Hilfe. Auch der rege Austausch mit den anderen Kolleginnen und Kollegen sei sehr unterstützend.
Im September 2017 wird ein neuer Durchgang angeboten. Ihr Interesse ist geweckt? Weitere Informationen geben Ihnen gern Andrea Dohmann und Ulrike Koebke.
Die VHS im Kreis Herford bietet die EPQ im Verbund an mit den Volkshochschulen Bad Salzuflen, Bielefeld, Detmold, Gütersloh, Lemgo, Lippe-Ost und Lippe-West, Löhne, Lübbecker Land , Minden / Bad Oeynhausen, Ravensberg, Reckenberg-Ems, Verl / Harsewinkel / Schloß Holte-Stukenbrock.
 




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Der deutsche Glaubenskrieg - Martin Luther, der Papst und die Folgen
Eintrag vom: 10.03.2017

Superintendent Michael Krause, VHS-Fachbereichsleiter Frank Schragner und Gastredner Tillmann Bendikowski

Foto:VHS

"Der deutsche Glaubenskrieg - Martin Luther, der Papst und die Folgen" - der Historiker und Journalist Tillmann Bendikowski präsentierte vor rund 200 Gästen sein gleichnamiges Buch in der Bünder-Ennigloher Kreuzkirche.
Die Begrüßungsrede hielt Superintendent Michael Krause. Er berichtete von seinen aktuellen Erfahrungen mit der "Kirchenspaltung", die er während seiner letzten Romreise gemacht habe. Beim Gebet könne man eigentlich keinen Unterschied mehr zwischen den Katholiken und Protestanten sehen - so Krause.
Tillmann Bendikowski nahm diese These gleich auf und sagte, dass aus historischer Perspektive betrachtet die Zeit des "Religionsfriedens" nach dem zweiten Weltkrieg erst eine sehr kurze sei.

Und so verdeutlichte Bendikowski in seinem Vortrag anhand von einer Fülle von historischen Beispielen wie sehr Ablehnung und Vorurteile bei Protestanten und Katholiken gepflegt wurden beginnend mit Luthers Thesenschlag, über den 30-jährigen Krieg bis hin zum Westfälischen Frieden über die Industrialisierung und bis in die Weimarer Republik hinein.
So gab es im 19. Jahrhundert den Berliner Buchhändler, Verleger und Schriftsteller Friedrich Nicolai, der eine Forschungsreise in den katholischen Süden unternahm und die Katholiken mit folgenden Worten klassifizierte: "Man siehet sogar nicht selten Wallfahrter, die zufolge eines gethanen Gelübdes (ex vot) den hohen Berg auf den Knieen heraufrutschen… Wozu soll dieß nützen? Vor wenigen Jahren sahe man noch vermummte Büßer, nämlich Leute, welche, um unbekannt zu bleiben, einen Lappen mit Löchern vor den Augen, vors Gesicht hiengen, und um Sünden zu büßen, ein schweres hölzernes Kreuz den Berg hinaufschleppten. Kann man den Aberglauben höher treiben?". An Kopfvermessungen glaubten beide Religionsgemeinschaften zu erkennen, ob es sich um einen Katholiken oder Protestanten handelte.
Auf eine Nachfrage aus dem Publikum, was man als Protestant angesichts dieser Schilderungen denn feiern könne, berichte Bendikowski vom Beitrag der katholischen Kirche zum Lutherjahr. Vor einigen Domgebäuden seien Parcours aufgestellt, an denen man nach 3 Gebeten einen Ablass erhält. Gegen diesen Ablasshandel aufgestanden zu sein, das sei etwas, was Protestanten zu Recht feiern können.
Die Volkshochschule im Kreis Herford hatte in Kooperation mit dem Ev. Kirchenkreis Herford und der Ev.-Luth. Philippus-Kirchengemeinde Bünde zu dieser Lesung im Luther-Jahr 2017 eingeladen.


 




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Frauenmärzprogramm 2017
Eintrag vom: 08.03.2017

Foto: (c)_pixabay

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März ist auch in diesem Jahr wieder das Frauenmärzprogramm mit zahlreichen Veranstaltungen im Kreis Herford erschienen. Die Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen im Kreis Herford hat in Zusammenarbeit mit Frauengruppen, -initiativen und Frauen aus Vereinen, Parteien und Organisationen das umfangreiche Frauenmärzprogramm 2017 organisiert. Selbstverständlich ist auch die VHS mit vielen interessanten Angeboten beteiligt.

Alle Veranstaltungen finden Sie hier
 




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Religionen und Kulturen der Welt
Eintrag vom: 27.02.2017

Neugierig: Der 46-Jährige Herforder Jorg Thomas lernt viel auf seinen Reisen. Besonders faszinierend findet er den asiatische Raum und dessen Religionen und Kulturen. Foto: Lena Vanessa Niewald

In 28 Jahren um die Welt
Weltenbummler: 53 Länder hat der Erdkundelehrer Jorg Thomas schon bereist. Als nächstes stehen Südindien und Neuseeland auf seiner Wunschliste


Herford. Gebratene Ameisen in Thailand, Skorpion in London oder Robbe in Grönland: Jorg Thomas hat schon viel Exotisches auf dem Teller gehabt. Der Erdkunde- und Biologielehrer aus Herford ist ein Weltenbummler. Quer durch die Welt ist er schon gereist. "53 Länder sind es mittlerweile, die ich besucht habe", sagt er stolz. Heute Abend referiert der 46-Jährige in der Volkshochschule über seine Reise durch das südasiatische Land Bhutan.

Angefangen hat alles als Thomas 18 Jahre alt war. Damals machte er sich mit seiner damaligen Freundin und einem Rucksack auf in die große weite Welt. Immer im Hinterkopf die Frage: "Gibt es einen Gott?" Auf der Suche nach Antworten besuchte er zahlreiche fremde Länder, lernte deren Religionen und Kulturen kennen und fand letztendlich nach dem Aufenthalt in Indien und Bhutan seinen Sinn des Lebens.

»Die Malediven lohnen sich nicht«

Die letzte große Reise führte ihn in den südasiatischen Raum. Dafür hatte er sich vier Jahre vorbereitet, viel gelesen und ein Jahr nachbereitet. Jetzt will er sein Wissen an seine Schüler und alle Interessenten weitergeben. Vor allem in Indien habe er viel gelernt: "Ich habe verstanden, warum Leute arm und reich sind."

Seine Vorliebe für Entdecker-Reisen teilt er mit seiner Familie. Gemeinsam mit ihr unternimmt der Lehrer geschichtliche Kurztrips in Deutschland und Europa. Strandurlaub hingegen ist eher nichts für den zweifachen Vater. "Ich kann nicht den ganzen Tag am Strand liegen. Da würde ich die Krise kriegen." Dementsprechend fällt sein Urteil über die Malediven auch eher kritisch aus. "Die Malediven lohnen sich nicht", behauptet Thomas und lacht.

Sein enormes Wissen und seine Erlebnisse kommen vor allem bei seinen Schülern in der Jöllenbecker Realschule gut an. "Sie hängen oft an meinen Lippen, wenn ich von meinen Reisen erzähle". An Anschauungsmaterial mangelt es dem 46-Jährigen auf jeden Fall nicht. Kultgegenstände aus aller Welt zieren die Wände und Vitrinen in seinem Fachwerkhaus. "Ich kann zu fast allen Unterrichtsthemen Material zum Anfassen mitbringen." Dementsprechend wird das Handgepäck dann auch mal um das ein oder andere Kilo schwerer.

Seine Sammleraffinität begann schon als Kind. Er bat seinen Vater, einen geschossenen Fasan ausstopfen zu lassen. Seit dem stehen und hängen allerlei ausgestopfte Tiere in den Zimmern des Biologielehrers. " Ich gebe eine Menge Geld dafür aus."

Seine nächste Reise hat Thomas auch schon im Kopf: Südindien oder Neuseeland sollen es werden. Am liebsten während eines Sabbatjahres. Vielleicht reichen ihm aber auch sechs Monate, überlegt er und sucht sein Wunschziel auf dem Globus.

© 2017 Neue Westfälische 09 - Herford, Freitag 17. Februar 2017, von Anastasia von Fugler



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Systemische Beratung - Praxisorientierte Fortbildung für Fachkräfte in psychosozialen Berufen
Eintrag vom: 22.02.2017

Systemisches Denken und Handeln liefert Fachkräften in unterschiedlichsten Arbeitskontexten sehr wirksame Strategien für die Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und Gruppen. Ab dem 16. März bietet die VHS eine praxisorientierte Fortbildung in Systemischer Beratung an, in der Interessierte ihre Beratungskompetenz erweitern und erproben können. Wie sind Veränderungsprozesse zu gestalten, so dass vorhandene Ressourcen produktiv genutzt und gesteckte Ziele erreicht werden? Getreu dem Motto "Gut gefragt - ist halb gelöst ..." vermitteln die beiden erfahrenen Experten Uwe Holdmann und Dirk Rottmann Zusammenhänge und Sachverhalte in spielerisch-leichter Form.
 



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Eintrag vom: 21.02.2017

Foto: Mathias Jung im Universum Bünde

Es ist wieder soweit! Der erfolgreiche Autor und Lebensberater Dr. phil. Mathias Jung kommt auf Einladung der VHS auch dieses Jahr ins Universum Bünde. In seinem Vortrag am Donnerstag, den 9. März, um 20.00 Uhr wird uns der renommierte Beziehungsexperte wieder einmal Tipps und Anregungen für das Leben zu zweit geben.
Es ist die große Liebe - wenn da nur nicht diese Ärgerlichkeiten wären: Er oder sie kommt dauernd zu spät, hört nicht zu oder lässt einem keine Luft mehr zum Atmen. Die Liebe ist eine Baustelle! Es braucht immer wieder kleine Instandsetzungsarbeiten - Zeichen der Zuwendung, Rituale, aber auch Streitkultur ...
Lassen Sie sich die intelligenten, lebensklugen, ermutigenden und humorvollen Anregungen des gelernten Psychologen und Philosophen nicht entgehen! Sie dürfen gespannt sein auf einen außergewöhnlichen Abend mit einem außergewöhnlichen Mann ...

 



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50 Jahre Besatzung - Israel, Palästina und die deutsche Außenpolitik
Eintrag vom: 10.02.2017

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Volkshochschule im Kreis Herford fand ein Vortrag von Raif Hussein statt zum Thema "50 Jahre Besatzung - Israel, Palästina und die deutsche Außenpolitik" statt. Themen zum Israel-Palästina-Konflikt im Programm zu haben, verlieren bedauerlicherweise seit vielen Jahren nicht an Aktualität, stellte Monika Schwidde in Ihrer Begrüßung fest, gab es doch gerade am Morgen die Nachricht, dass Israels Parlament trotz vieler Proteste und politischer Warnungen ein Gesetz verabschiedet hatte, das illegale Siedlungen auf Palästinensergebiet legalisiert. Der Referent, Raif Hussein, Vorsitzender der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e. V. (DPG) und Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinde Deutschland e.V. (PGD) http://raif-hussein.de/zur-person/, regelmäßig als Berater aller Parteien in Berlin gefragt, zeigte dem sachkundigen Publikum anschaulich die Entwicklung der Besatzung mit Siedlungs- und Mauerbau auf.

 



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Keywords: Israel, Palästina

Andreas Englisch gibt auf Einladung der Volkshochschule im ausverkauften Universum Einblicke in das Leben der Päpste
Eintrag vom: 10.02.2017

Kleines Bühnenbild, große Wirkung: Andreas Englisch wusste mit seiner Art das Publikum im Universum zu begeistern. - Foto: Maurice Arndt

Bünde. Herzlich über den Vatikan gelacht - das wird bei dem ein oder anderen sicher einige Zeit zurückliegen. Für die zahlreichen Gäste des ausverkauften Universums war es gerade erst vorgestern Abend.

Päpstliche Satire

Andreas Englisch nahm sein Publikum mit in seine Welt. Als Vatikanexperte kommt Englisch immer wieder in Kontakt mit dem Papst, begleitet diesen auch auf seinen Auslandsreisen. Der Experte, der zu Beginn seiner Karriere "nicht viel Interesse an der katholischen Kirche" hatte, ist mittlerweile Fachmann und Kritiker für alles, was in und um den Vatikan passiert.

Mit viel Humor und zum Teil sehr pointiert ließ er das Publikum an seinen persönlichen Erlebnissen aus dem Vatikan teilhaben. Dabei las er nicht aus einer seiner vielen Biografien über die Päpste Johannes Paul II., Benedikt XVI. oder Franziskus vor, sondern sprach frei über seine Erinnerungen.

In bester Plauderstimmung erzählt der Autor zum Beispiel, wie er während eines Papstbesuchs in Rio de Janeiro an der Copacabana badete und seine Ausweiskarte verlor, oder dass Papst Benedikt mit ihm nicht über Fußball reden wollte und er sich wohl oder übel mit der katholischen Kirche auseinandersetzen musste.

Es gelingt Englisch, mit pointierter Kritik an Papst und Kirche immer wieder Gelächter und Applaus im Publikum zu erzeugen. Im Zentrum dieser Kritik steht Papst Franziskus. Jedoch nicht als Kritisierter, sondern als Kritiker. Denn Franziskus sei nicht nur ein Reformer der Kirche. "Franziskus führt regelrecht Krieg gegen die Kurie!", stellt Englisch fest.

Er möchte bei seinem Vortrag das Vorurteil widerlegen, dass sich auch unter Papst Franziskus nichts in der Kirche verändert habe. Sein liebstes Beispiel dafür ist der lateinamerikanische Bischof Calvin Felix: "In seinem Slum pflegte Felix die Kranken und Armen. Franziskus machte ihn zum obersten Geldhüter der katholischen Kirche, damit er das Geld an Arme und Kranke verteilt", sagt Englisch.

Abschließend rief der Autor zu größerer Einheit unter evangelischen und katholischen Christen auf, denn, "wie Franziskus sagen würde: ?Die Gemeinsamkeiten sind viel mehr wert, als das Trennende.?"

Die Lesung von Andreas Englisch wurde in Kooperation der Volkshochschule (VHS) im Kreis Herford und des Fördervereins des Universums realisiert. "Wir sind sehr froh, dass Andreas Englisch uns in der Provinz besucht hat. Wir hatten bei seinem Management auf gut Glück angefragt", sagt Frank Schragner von der Volkshochschule.

Zur Person

Andreas Englisch wurde 1963 geboren.
Nach seinem Abitur 1983 studierte er Literaturwissenschaft und Journalistik in Hamburg.
1987 kam er nach Rom, seit 1995 begleitet er Päpste auf ihren Reisen.
Er ist als Printjournalist für verschiedene Medien tätig, als Fernsehjournalist arbeitet er für verschiedene Sender, darunter RTL, ARD und ntv.
Er ist Buchautor und veröffentlichte diverse Biografien zu Päpsten, beispielsweise "Franziskus- Zeichen der Hoffnung".

© 2017 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Donnerstag 09. Februar 2017, von Maurice Arndt

 

Der Papst und die Kurie
Kenner des Vatikans gibt Einblick in katholische Schaltzentrale

Bünde (BZ). Wenn Andreas Englisch über das Verhältnis zwischen Papst Franziskus und der römischen Kurie spricht, nimmt er kein Blatt vor den Mund: Dann spricht er von »Krieg« und einer »de-facto-Kirchenspaltung«. So auch Dienstagabend im Universum.

Dem Förderverein des Universums und der Volkshochschule im Kreis Herford war es gelungen, den langjährigen Vatikankorrespondenten und bekannten Buchautor nach Bünde zu holen. An die zwei Stunden erzählte er vom Leben in der Schaltzentrale der katholischen Kirche.

»Ich ging 1987 nach Rom, um Italienisch zu lernen«, berichtete Englisch. »Als das Geld aufgebraucht war, brauchte ich einen Job und bewarb mich als Vatikankorrespondent, ohne irgendeine Ahnung von Theologie oder der Kirche.« Seitdem begleitete er Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus auf ihrem Weg und bekam auch Einblick in Interna.

Mit teils humoristischen Anekdoten näherte sich Englisch so dem ernsten Thema des Abends, der Auseinandersetzung zwischen dem Papst und der Kurie. »An dem Abend, als Bergoglio gewählt wurde und auf die gepanzerte Mercedes-Staatskarosse verzichtete, rätselten wir Korrespondenten noch: Ist der spleenig, soll das nur so ein Zeichen sein?« Einige Tage später aber sei klar geworden: »Der will Krieg führen gegen die Kurie.«

Franziskus verzichte auf zahlreiche Bedienstete und Annehmlichkeiten, wohne bis heute in seinem alten Gästezimmer, habe die Essgewohnheiten radikal verändert, machte einen Slumpfarrer aus Brasilien zum Kardinal und Herrn über die kirchlichen Konten. Andreas Englisch: »Franziskus bricht mit Regeln, die seit Jahrhunderten bestehen. Für die Kurie war all das Affront.«

Seinen Krieg angezettelt habe er dann mit der schon berühmten Weihnachtsansprache 2014, in der er von »geistlichem Alzheimer« sprach und den Kurienkardinälen vorwarf, den Kern ihrer Aufgabe vergessen zu haben. »Sowas hätten wir nie für möglich gehalten«, bekannte Englisch. »Das war der Point of no Return. Es war klar, dass er seitdem gegen 90 Prozent seines Apparates anregieren muss.«

Schon in seiner Zeit als Erzbischof sei Bergoglio ein Rebell gewesen, so Englisch: »Aber er kann den Kampf gegen die Kurie nur führen, weil Sie - die normalen Menschen - auf seiner Seite stehen. Er kann mit den Menschen umgehen. Benedikt XVI. konnte das nicht, er fürchtete sich vor den Massen und zog sich zurück.« Der deutsche Papst sei schwach, habe im Grunde nur seine theologischen Studien betreiben wollen, und sei von der Kurie entmachtet worden. Dennoch: »Ich will nicht als der große Ratzinger-Kritiker auftreten«, sagte Englisch. Er habe positive Erfahrungen mit allen drei Päpsten gemacht.

(c) Bünder Zeitung, 09.02.2017, von Raffael Steffen




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Dänisch und Schwedisch in den Osterferien
Eintrag vom: 09.02.2017

Die glücklichsten Menschen der Welt leben in Dänemark - das besagt eine Studie aus dem Jahr 2016. Die Sonne, das Meer, entspannte Arbeitszeiten - das, was in Dänemark zum Leben gehört, wirkt sich auf ihre Zufriedenheit aus. Wenn Sie eine Reise in dieses Land planen und nicht sprachlos dastehen möchten, bieten wir Ihnen in den Osterferien einen Einstiegskurs an in die dänische Sprache. Der Kurs findet in der Zeit vom 18. bis 22. April täglich statt in der Zeit von 09.30 Uhr bis 15.00 Uhr. Alle Informationen zum Kurs finden Sie hier (Kursnummer M3025.3B). Planen Sie eine Reise nach Schweden, dem Land, in dem Menschen Feste und freie Zeit in vollen Zügen genießen und möchten auch hier nicht sprachlos dastehen? Dann bieten wir Ihnen einen Einstiegskurs an in der Zeit vom 10. bis 13. April täglich von 09.30 Uhr bis 15.00 Uhr. Alle Informationen zum Kurs finden Sie hier (Kursnummer M3852.3B).

Foto: Seemann / Morguefile




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Integrieren wie ein richtiges Einwanderungsland
Eintrag vom: 08.02.2017

Am 31. Januar 2017 lud die Volkshochschule Dr. Jens Schneider zum Thema "Integrieren wie ein richtiges Einwanderungsland?" ein. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum und dem Förderverein der VHS statt. 42 Zuhörerinnen und Zuhörer folgten der Einladung in das Kreishaus Herford. Herr Dr. Schneider hat freundlicherweise die Vortragsfolien zur Verfügung gestellt, welche Sie hier zum Download finden.

 

Präsentation

 




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VHS sucht Reinigungskraft
Eintrag vom: 03.02.2017

Wir suchen für die Reinigung von Unterrichts- und Sanitärräumen eine Reinigungskraft, Mo. - Fr. 06:00 Uhr - 08:00 Uhr oder nach Absprache. Umgehende schriftliche Bewerbung an VHS im Kreis Herford, Münsterkirchplatz 1, 32052 Herford und bewerbung@vhsimkreisherford.de. Infos  05221 / 5905-32 ab 7. Februar.




Keywords: Stellenanzeige, Reinigungskraft

Erzieher*in gesucht
Eintrag vom: 01.02.2017

Für eine unserer Offenen Ganztagsgrundschulen in Herford suchen wir zum nächstmöglichen Termin eine Erzieherin / einen Erzieher als Bezugserzieher*in für eine Jahrgangsteilgruppe in Teilzeit (ca. 20 Stunden/Woche)

Aufgaben:
• Begleitung einer festen Schulkindergruppe im Zeitrahmen von ca. 11.45 - ca. 16.00 Uhr
• Verantwortliche Betreuung der täglichen Lernzeit
• Selbstständige Organisation jahrgangsübergreifender Spiel- und Sportangebote
• Elternarbeit

Wir erwarten: Besonderes Engagement und die Fähigkeit zur selbstständigen Arbeit in einem multiprofessionellen Team

Anforderungen: Abgeschlossene Ausbildung zur/zum Erzieher*in
Es handelt sich um eine befristete Stelle bis zum 31.07.2018 - eine Verlängerung des Vertrages wird angestrebt. Die Vergütung ist angelehnt an TVöD.

Schriftliche Bewerbungen richten Sie bitte an: mueller@vhsimkreisherford.de




Keywords: OGS; Erzieher, Erzieherin, Stellenanzeige

Über Luther, den Papst und Allah - Volkshochschule bietet Vorträge zu aktuellen Themen des Weltgeschehens
Eintrag vom: 01.02.2017

Foto: (c) Tillmann Bendikowski

Kreis Herford (HK/hil). Politik und Gesellschaft und die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen des Weltgeschehens stehen ganz oben auf der Agenda der Vortragsreihe der Volkshochschule. Ob religiöser Extremismus, das Spannungsverhältnis zwischen Israel und Palästina, die Menschenrechtsverletzungen in China oder der Glaubenskrieg zur Zeit der Reformation: Mit Beginn des neuen Semesters bietet die VHS im Kreis Herford erneut eine breite Vielfalt an Vorträgen und Lesungen.

»Israel, Palästina und die deutsche Außenpolitik« heißt es am 7. Februar um 19 Uhr. Mit der Siedlungspolitik führt Israel jedwede Versöhnung und jede Möglichkeit einer Zweistaatenlösung ad absurdum. Wie verhält sich die Bundesregierung? Wie kann die deutsche Außenpolitik zu einer Veränderung beitragen? Referent Raif Hussein ist Vorsitzender der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und ein Experte um das unversöhnliche Gegen- statt Miteinander im Nahen Osten.

Wer macht die Politik: Mensch oder Maschine? Wird künstliche Intelligenz in Zukunft die Wirtschaft dominieren, die Politik beherrschen und die Menschen verdrängen? Diese Frage beleuchtet Yvonne Hofstetter am 9. Februar um 19 Uhr anhand brisanter Szenarien und Beispiele. Hofstetter ist seit 1999 in internationalen Softwareunternehmen tätig und für die Positionierung von Multi-Agentensystemen zuständig.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei ist das prominenteste Beispiel für die Menschenrechtsverletzungen im »großen Reich der Mitte«. Doch nicht nur Prominente sind Opfer chinesischer Politik: Die Herforder und Bünder Gruppe von Amnesty International setzt sich für eine Bürgerrechtlerin ein, deren Rechte seit Jahren von der Regierung missachtet werden. Der Vortrag von Olaf Diedrich beginnt am 13. Februar um 19.30 Uhr.

Auch die VHS geht nicht am 500-jährigen Jubiläum der Reformation vorbei. Historiker Dr. Tillmann Bendikowski spricht am 21. Februar um 19 Uhr über Martin Luther, den Papst und die Folgen des Glaubenskrieges zwischen Katholiken und Protestanten. Seine Frage: Wie können die Erfahrungen aus diesen religiös motivierten Konflikten zu einem friedlichen Miteinander von Religionen beitragen?

Diskriminierung und menschenverachtende Verhaltensweisen finden in allen gesellschaftlichen Gruppen statt. Diese Beobachtung macht eine Studie der Universität Bielefeld. Das Ergebnis zeigt, dass Menschenfeindlichkeit nicht erst mit der Flüchtlingskrise begonnen hat. Darüber erzählt die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Uni, Daniela Krause, am 14. März um 19 Uhr.

Der letzte Vortrag der VHS-Reihe am 31. März um 18 Uhr greift den religiösen Extremismus auf. Als die »Generation Allah« werden Jugendliche bezeichnet, die sich radikalisieren und für den IS in den Krieg ziehen und Terror verbreiten. Was können Politik, Gesellschaft und insbesondere auch die Schulen dagegen tun? Referent und Buchautor Ahmad Mansour ist arabischer Israeli und berichtet über seine eigenen Erfahrungen und seine Präventionsarbeit mit Berliner Jugendlichen.

Während der Vortrag über den Glaubenskrieg in der Kreuzkirche in Bünde-Ennigloh, Kempenstraße 14, gehalten wird, finden alle anderen Vorträge in der VHS in Herford, Münsterkirchplatz 1, statt.

(c) Westfalen-Blatt/Herforder Kreisblatt, 01.02.2017, von Bärbel, Hillebrenner




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Ein Haus für alle - Integrationszentrum eröffnet – Regierungspräsidentin lobt Arbeit
Eintrag vom: 30.01.2017

Regina Schlüter-Ruff (Initiative Willkommen), Ulrike Berger (Bezirksregierung Detmold), Regierungspräsidentin Marianne ThomannStahl, Bürgermeister Thomas Meyer, stellvertretender Landrat Hartmut Golücke und Integrationskoordinatorin Sandra Werner (von links) haben am Freitagmittag der Integrationszentrum »Haus der Kulturen« an der Brandstraße in Enger eröffnet. Fotos: Christina Bode

 

Enger(WB). Mitten in der Stadt und mitten in der Gesellschaft: Das Haus der Kulturen an der Brandstraße in Enger soll Anlaufpunkt für Flüchtlinge, aber auch für Bürger werden. Am Freitag ist das Integrationszentrum eröffnet worden.

Viele Engeraner, Vertreter aus Politik und Vereinen kamen zum Festakt und zum anschließenden Tag der offenen Tür, um sich ein Bild von den neuen Räumen zu machen, in denen zuvor die Buchhandlung Kuhlmann ansässig war. Auch Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl folgte der Einladung der Stadt. Sie lobte das große Engagement der Verwaltungsmitarbeiter und auch der vielen Ehrenamtlichen in den vergangenen Jahren. »Das Projekt ist eines von zwölf in Ostwestfalen-Lippe, das vom Land NRW gefördert wird. Es ist aber das erste, das fertig wurde«, lobte sie. Das Land übernimmt 175?000 Euro der Kosten, 45?000 Euro zahlt die Kommune selber. Das Zentrum biete Flüchtlingen den richtigen Rahmen, nach ihrer Ankunft eine erste Basis zu finden. Aber auch für Engeraner, um sich zu engagieren und mit den Neuankömmlingen in Kontakt zu treten.

Nach Ansicht von Regina Schlüter-Ruff, Sprecherin der Initiative Willkommen, hätte das Integrationszentrum schon eher öffnen können. Sie freue sich aber, dass Integrationskoordinatorin Sandra Werner schon vieles auf den Weg gebracht habe und offen mit den Ehrenamtlichen zusammenarbeite. Sandra Werner ist seit zwei Monaten im Dienst. Ihr Ziel ist es, Flüchtlinge zu fördern, damit ihnen die Integration leichter fällt. »Gleichzeitig möchte ich auch Brücken zu Engeranern bauen, für die ich auch immer erreichbar bin«, sagte sie. Zehn Jahre habe sie in verschiedenen Ländern auf allen Kontinenten gelebt und wisse genau, wie schwierig es sei, sich in einer neuen Kultur zurechtzufinden.

Bürgermeister Thomas Meier und Hartmut Golücke, stellvertretender Landrat, betonten ebenfalls, dass das Haus ein Treffpunkt für Menschen aller Nationalitäten werden soll. »Wir wollen geflüchtete Menschen nicht an den Rand der Gesellschaft drücken, sondern sie mitten unter uns haben«, sagte Meyer. 280 Menschen aus 28 Herkunftsländern wohnen derzeit in Enger.

"Gutes Konzept"
Monika Schwidde, Leiterin der Volkshochschule im Kreis Herford: "Nicht nur die Idee, sondern auch das Gebäude sind toll! Es ist zentral, hell und ein perfekter Ort, um hier zu lernen und sich zu begegnen. Für uns ist es schön, hier Kurse anbieten zu können. Ich glaube, das Konzept kann gut funktionieren." Foto: Christina Bode

(c) Westfalen-Blatt, Enger, 28.01.2017, von Christina Bode




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Wenn Lesen und Schreiben zur Qual werden - VHS im Kreis Herford am OWL-Bündnis für Alphabetisierung beteiligt
Eintrag vom: 30.01.2017

Wenn Lesen und Schreiben zur Qual werden
VHS im Kreis Herford am OWL-Bündnis für Alphabetisierung beteiligt

Bielefeld(WB). »Ich habe erst mit 36 Jahren richtig lesen und schreiben gelernt«, sagt Jutta Stobbe. Heute ist sie 59 und wirbt für Alphabetisierungskurse. Gestern haben sich Volkshochschulen in OWL zu einem Bündnis für Alphabetisierung zusammengeschlossen.

»Ich wollte meinen Söhnen bei den Hausaufgaben helfen können, ihnen auch mal Geschichten vorlesen«, erinnert sich die damalige Bielefelderin, die heute in Holzminden lebt. Kurzschuljahre auf der Dorfschule hatten es ihr schwer gemacht, schriftlich zu kommunizieren. »Ich wusste, wenn das in meinem Umfeld bekannt wird, hat das Konsequenzen.«

Doch sie wagte den Schritt. Drei Jahre besuchte sie VHS-Kurse in Bielefeld, nahm zusätzlich noch Privatstunden. Mit Erfolg: Sie legte eine Meisterprüfung in Hauswirtschaft ab, arbeitete dann als Ausbilderin an einer Berufsschule.

»Deutschlandweit gibt es 7,5 Millionen deutschsprachige funktionale Analphabeten«, beschreibt Marion Döbert die Dimension. Sie ist Alphabetismus-Expertin bei der VHS Bielefeld. Dort können Erwachsene in derzeit 14 Kursen lesen und schreiben lernen. In diesem Umfang ist das OWL-weit einmalig, ja westfalenweit sogar vorbildlich.

Viele Betroffene kommen zum Lernen deshalb aus dem Umland. »Das Problem ist, dass ein Kurs eigentlich erst mit mindestens zehn Teilnehmern eingerichtet werden darf«, sagt Christel Giesecke, zuständige Beraterin bei der VHS Bielefeld. In Bielefeld beginnt mal aber schon mit sechs. Ein bis zwei Betroffene suchen sie pro Woche für eine Beratung auf, erklärt Giesecke. Zumeist innerhalb von zwei Wochen könne ein Platz vermittelt werden. Die Kurse sind - anders als bei vielen anderen Volkshochschulen - kostenlos. Sieben VHS in der Region (Bielefeld, Paderborn, Kreis Herford, Ravensberg (Halle), Lippe Ost, Lippe West sowie Bad Salzuflen) haben sich gestern zum »Kompetenzkreis OWL zur Alphabetisierung« zusammengefunden. Weitere sollen hinzukommen. Es ist das 17. Bündnis dieser Art in NRW.

Es will die Kursangebote vor Ort ausweiten, den Austausch der Beteiligten fördern und eine Lobby für Analphabeten sein. Die Politik hat das Thema erkannt. Bund und Länder haben die Dekade für Alphabetisierung (2016-2026) ausgerufen mit dem Ziel, die Zahl der Schreibe- und Lese-Unkundigen spürbar zu senken. Denn bislang besuchen von den geschätzt 14 Prozent der deutschsprachigen Erwachsenen, die nicht richtig lesen und schreiben können, gerade einmal ein Prozent entsprechende VHS-Kurse.

»Es ist erstaunlich, wie gut Menschen ihren Analphabetismus am Arbeitsplatz verbergen können«, sagt Helga Lütkefend von der VHS im Kreis Herford. Marion Döbert berichtet aus der Praxis: »Wir hatten hier eine Landschaftsgärtnerin, die wollte nicht befördert werden, da sie dann Dienstpläne schreiben musste.« Auch Reinigungspersonal und Bauarbeiter seien häufig betroffen. Die zunehmende Dokumentationspflicht bringe sie in Bedrängnis: »›Früher musste ich nur putzen, heute muss ich auch aufschreiben, was ich putze‹, hat mir mal eine Frau gesagt.

(c) Westfalen-Blatt, 27.01.2017, von Bernd Bexte




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Ein Blick in die Blauen Seiten lohnt
Eintrag vom: 26.01.2017

Start ins zweite Semester: Frank Schragner (Gesundheit und politische Bildung, v. l.), Stephanie Müller (kaufmännische Qualifizierung, Natur und Umwelt), VHS-Leiterin Monika Schwidde, Helga Lütkefend (Alphabetisierung, Familien- und Schulbildung, Pädagogik), Adile Gündogdu (Deutsch als Zweitsprache) und Mark Stocksmeyer (stellv. VHS-Geschäftsführer und zuständig für den Bereich EDV/Technik) präsentieren ein attraktives Volkshochschulprogramm für das zweite Halbjahr. FOTO: RALF BITTNER

Volkshochschule: Zu Semesterbeginn starten besonders viele Kurse an der VHS, ab 1. Februar etwa ein Abiturtraining im Fach Mathematik. Vorträge und Exkursionen runden das Angebot ab

Kreis Herford. "Klüger geht immer" ist das Volkshochschulteam um Monika Schwidde überzeugt und nutzt den Beginn des zweiten Semesters im Bildungsjahr 2016/17 für den Hinweis, dass in diesen Tagen viele neue Angebote starten. Ein Blick in die Blauen Seiten oder auf die Homepage www.vhshf.de lohnt sich also jetzt besonders.

Anfang Februar beginnen Kurse in 19 verschiedenen Sprachen, darunter Klassiker wie Englisch, Französisch oder Spanisch, aber auch Exotisches wie Suaheli oder Latein. Kurse in Arabisch oder Kurdisch sind bei Menschen, die sich mit Geflüchteten beschäftigen, gefragt. Einige Sprachen können bei südländischen Kochabenden oder landeskundlichen Vorträgen vertieft werden. Im Gesundheitsbereich treten neue Angebote zur Stressbewältigung neben Etabliertes wie Hatha-Yoga oder Tai-Chi. Sushi oder afghanische Küche sind neu im Bereich der Kochkurse.

Vielfältig sind die Möglichkeiten zum Erwerb berufsbezogener Schlüsselqualifikationen wie Kommunikation, Selbstpräsentation oder die Bewältigung von Prüfungsangst. Im Februar beginnt ein Kaufmännischer Zertifikationslehrgang Finanzbuchhalter.

Im umfangreichen EDV-Programm gibt es Windows-, Max- oder Office-Einsteigerkurse, aber auch in Themen wie Bildbearbeitung, Webdesign, Programmierung. "Neben den Basiskursen gibt es in diesem Bereich so viele maßgeschneiderte Kurse zu speziellen Themen, dass wir in den Blauen Seiten nur andeuten, was wir leisten können", sagt Mark Stocksmeyer, zuständig für den Bereich EDV und IT. In vielen Bereichen bietet die VHS in Absprache mit Einzelpersonen, Firmen oder Gruppen auch "Bildung auf Bestellung".

Abiturtrainings im Fach Mathematik und Angebote im Bereich Vorstudium OWL, das in Kooperation mit der FH Bielefeld angeboten wird, sind wichtige Themen im Bereich Pädagogik. Rechenschwäche, Jungenförderung, Medienkompetenz oder Vater-Kind-Frühstücke in Bünde und Spenge sind weiter Angebote dieses Fachbereichs.

Ein besonderes Anliegen sind VHS-Leiterin Monika Schwidde die Angebote im Bereich Alphabetisierung wie "Lesen und Schreiben" für den Beruf. Bei etwa 750.000 funktionalen Analphabeten in Deutschland sei es besonders wichtig, dass Menschen, die auf dieses Angebot aufmerksam werden, Menschen, die nicht oder schlecht lesen können, auf diese Kurse hinweisen.

Neben den Kursen gibt es wieder naturkundliche Wanderungen und Exkursionen. Los geht es mit einer Winterwanderung im Bereich Hundebach am 26. Februar. Auch Vorträge zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen, etwa zum Thema "Rassismus in der Mitte des Gesellschaft" mit Daniela Krause von der Universität Bielefeld am 14. März gehören zum Angebot. "Der deutsche Glaubenskrieg. Martin Luther, der Papst und die Folgen" lautet der Titel eines Vortrags von Tillmann Bendikowski am 21. Februar in der Kreuzkirche Bünde-Ennigloh. Der Vortrag ist ein Beitrag zum Lutherjahr.

Gefragte Vorträge

In einem eigenen Faltblatt bewirbt die VHS Vorträge und Workshops zum Thema "Politik und Gesellschaft".
Der darin beworbene Vortrag von Andreas Englisch über Papst Franziskus am 7. Februar im Universum Bünde ist ausgebucht.
Die darin angekündigte Lesung mit Podiumsdiskussion "Generation Allah. Umdenken im Kampf gegen religiösen Extremismus" mit Ahmad Mansour wurde vom 26. Januar auf den 31. März, 18 bis 20.15 Uhr, verschoben.

Eine Übersicht über das gesamte Programm, Ergänzungen oder Terminveränderungen gibt es im Internet auf www.vhshf.de

© 2017 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 26. Januar 2017, von Ralf Bittner

 

Spanisch-Unterricht in der Volkshochschule und mittendrin die Fachbereichsleiter: (von links) Frank Schragner, Stephanie Müller,                                                                                      die Chefin Monika Schwidde, Helga Lütkefend, Adile Gündogdu und Mark Stocksmeyer. Foto: Bärbel Hillebrenner

Suaheli lernen und Sushi rollen
Volkshochschule startet Semester mit neuen Kursen und interessanten Referenten

Kreis Herford(HK). VHS bedeutet Vielfalt. Die Bildungseinrichtung im Kreis Herford lässt nichts unversucht, um den Bürgern ein Programm zu allen Themen des Lebens zu bieten. Das Frühjahr-Semester startet in diesen Tagen - und damit viele neue Kurse.

Selbst vor Exoten macht die Volkshochschule nicht Halt: Besucher können neuerdings auch Suaheli lernen oder Sushi rollen. »Wenn die Nachfrage da ist, versuchen wir einen Dozenten zu finden und einen Kurs zu starten. Das geht auch mit wenigen Teilnehmern, das kalkulieren wir ein«, sagt Leiterin Monika Schwidde. Suaheli sei vor allem für jene Menschen interessant, die zum Beispiel nach Ostafrika reisen, um ihr Patenkind oder ihre Partnergemeinde zu besuchen.

Fast alle Angebote stehen im dicken blauen Heft - aber es kommen immer wieder neue hinzu. »Gerade die politischen Referenten wollen wir auch kurzfristig dazwischen bekommen«, erklärt Fachbereichsleiter Frank Schragner. So konnte zum Beispiel Ahmad Mansour engagiert werden, der am 31. März über den islamischen Extremismus spricht und mit den Zuhörern diskutieren will. Über das »Ende der Demokratie« und die Übernahme der Politik durch künstliche Intelligenz referiert Yvonne Hofstetter am 9. Februar. »Großes Interesse hatte der Vortrag über Papst Franziskus von dem Vatikan-Korrespondent Andreas Englisch. Der ist mit 250 Karten aber bereits ausverkauft«, sagt Monika Schwidde.

Dem Papst könnte man aber auch mit einem Italienisch-Kurs nahe kommen - oder doch lieber mit Latein, das spricht Franziskus ja auch. Arabisch oder Kurdisch stehen im Sprachenbereich ebenfalls zur Auswahl. »Anfang Februar beginnen Kurse in 19 Sprachen«, berichtet die VHS-Leiterin und zahlreiche Standardkurse sind wieder dabei.

Ein Standardprogramm besteht auch seit Jahren im EDV-Bereich. »Was an Programmen aber neu auf dem Markt ist, versuchen wir mit aufzunehmen«, erklärt Mark Stocksmeyer. Sei es in der digitalen Fotografie, in der Bildbearbeitung oder beim Programmieren von Apps für Android-Geräte.

Wer nicht nur auf sein Tablet starren möchte, der kann sein Auge in der Natur entspannen und gleichzeitig schulen. Exkursionen und Wanderungen gibt es zu den Themen Kräuter oder Bäumen, Vogelkunde oder Fledermäusen. Wer dann noch Muskelentspannung oder Dance-Aerobic bucht, dem ist seine Gesundheit dankbar. »Und Yoga ist und bleibt der Dauerbrenner«, so Frank Schragner.

Berufliche Weiterbildung und Qualifizierung wird weiterhin groß geschrieben an der VHS. Stephanie Müller: »Seit Jahren wird der Zertifikatslehrgang Finanzbuchhalter angeboten. Grundlagenkurse stehen jedes Semester im Programm.« Junge Menschen - angehende und schon aktive Studenten - können ihre Mathekenntnisse trainieren. Oder in dem Fach auch fürs Abi lernen. Wer das in der Gruppe nicht machen möchte, nutzt »Bildung auf Bestellung«. Monika Schwidde erklärt: »Wir bieten immer auch maßgeschneiderte Schulungen an, entweder als Einzeltraining oder aber auch für Firmen.« Wer Interesse hat, die VHS hilft weiter: www. vhsimkreisherford.de

(c) Herforder Kreisblatt, 27.01.2017, von Bärbel Hillebrenner




Keywords: Pressegespräch, Frühjahrssemester, Blaue Seiten, Programmheft

Generation Allah - Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen
Eintrag vom: 23.12.2016

Der renommierte Psychologe und Islamismusexperte Ahmad Mansour referiert auf Einladung der VHS am Donnerstag, den 26. Januar, um 19 Uhr, in der VHS am Münsterkirchplatz 1. Deutsche Jugendliche radikalisieren sich oder ziehen gar für den IS in den Krieg. Was bringt sie dazu? Und was können wir dagegen tun? Bislang stehen Politik, Gesellschaft und besonders die Schulen diesen Fragen hilflos gegenüber. Kein Wunder, denn die Debatten werden falsch geführt, Ahmad Mansour in seinem neuesten Buch nachdrücklich zeigt. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen und seiner konkreten Präventionsarbeit erläutert der Autor in seinem Buch beeindruckend, dass eine Veränderung möglich ist und plädiert für eine Reform des praktizierten Islam. "Mein eigener Islam ist offen für Kritik, er macht mir keine Angst und anderen auch nicht."

Weitere Infos finden Sie hier

 




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VHS sucht Schulungsräume für Deutschkurse
Eintrag vom: 22.12.2016

Die Volkshochschule im Kreis Herford sucht baldmöglichst Schulungsräume für weitere Deutschkurse. Sie sollten mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, ca. 30 bis 50 qm groß und möglichst bereits für Schulungsbetrieb ausgestattet sein. Die zur Verfügung stehenden Kapazitäten reichen bei weitem nicht aus, so dass zusätzliche Räume angemietet werden sollen, die von montags bis freitags ganztägig für Unterricht zur Verfügung stehen. Die VHS freut sich über alle Tipps zur Unterbringung von Kursen.  Bitte Mail an guendogdu@vhsimkreisherford.de!




Keywords: Räume, Deutsch

Weihnachtsferien
Eintrag vom: 20.12.2016

Ab dem 23. Dezember 2016 ist die Volkshochschule im Kreis Herford geschlossen.
Am 3. Januar 2017 sind wir gerne wieder für Sie da!




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Gut vorbereitet ins Abitur!
Eintrag vom: 19.12.2016



Foto (c) VHS im Kreis Herford

Angst vor der Mathematik- oder Deutschklausur im Abi? Ein Grummeln in der Magengegend und schlaflose Nächte vor jeder Prüfung? Die Abiturvorbereitungskurse der VHS wollen hier Abhilfe schaffen. Rechtzeitig ab Januar 2017 können sich Schülerinnen und Schüler an der VHS gezielt auf die Abiturprüfungen in Mathematik und Deutsch vorbereiten. Darüber hinaus bietet ein Seminar den angehenden Prüflingen die Chance zu lernen, wie sie sich nicht nur das Lernen erleichtern, sondern auch die Prüfungen gelassener meistern können.

Alle weiteren Informationen zu den Kursen finden Sie unter Abiturvorbereitung und Prüfungsangst bewältigen.




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Niederländisch-Dozent/innen gesucht
Eintrag vom: 19.12.2016

Interesse, bei uns zu unterrichten?
Wir suchen ab Februar engagierte und freundliche Niederländischdozentinnen und -dozenten.

Bei entsprechender Qualifikation wenden Sie sich bitte an Andrea Dohmann, 05221/5905-12,
dohmann@vhsimkreisherford.de

 




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Sie wollen studieren – wir bereiten Sie darauf vor!
Eintrag vom: 16.12.2016



VHS im Kreis Herford und Fachhochschule Bielefeld kooperieren
Sie wollen studieren und wichtige Basiskompetenzen auffrischen, um sich den Einstieg ins Studium zu erleichtern? Sie müssen für die Aufnahme Ihres Wunschstudiums Zugangsprüfungen in Englisch, Deutsch und Mathematik bestehen? Das "Vorstudium OWL" bietet Ihnen die Möglichkeit, sich individuell und gezielt darauf vorzubereiten.
Basiskompetenzen in Mathematik benötigen Studierende in vielen Studiengängen. Das begehrte Mathematiktraining startet bereits am 20. Januar, gefolgt von Trainings im Bereich Schlüsselqualifikationen und einem vielfältigen Angebot an Englisch- und Deutschkursen. Angesprochen werden nicht nur Interessierte mit Abitur oder Fachhochschulreife, sondern auch diejenigen ohne Hochschulreife, aber mit beruflicher Qualifizierung. Selbst eingeschriebene Studierende, die Wissenslücken erkannt haben, sind eingeladen teilzunehmen.

Das "Vorstudium OWL" ist ein Kooperationsprojekt der VHS im Kreis Herford, der Fachhochschule Bielefeld und der Wirtschaftsförderung der Stadt Herford. Veranstaltungsort ist die VHS in Herford.

Nähere Informationen und Anmeldung im Internet unter www.vorstudium-owl.de oder telefonisch unter 05221 / 5905-16.

Flyer zum Download


Prof. Dr. Jörn Loviscach von der FH Bielefeld zu Besuch beim "Vorstudium Mathematik"; Foto: (c) VHS im Kreis Herford




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Mit mehr Selbstbewusstsein ins neue Jahr
Eintrag vom: 16.12.2016



Wenn "mehr Selbstbewusstsein" auf Ihrer Wunschliste für 2017 ganz oben steht, könnte sich ein Blick in unser Januar-Programm lohnen. Die VHS bietet Ihnen gleich zu Jahresbeginn zwei Seminare, in denen Sie Ihr Selbstvertrauen und Ihre "Selbstwirksamkeit" stärken können.
In dem Workshop mit Julia Niewöhner am 19. Januar können Sie erfahren und erproben, wie Sie zukünftig mit mehr Gelassenheit, Klarheit und innerer Sicherheit leben und handeln können.


Julia Niewöhner, Dipl.- Pädagogin und Coach

"Ich will so werden wie ich bin! - Kompetentes Selbstwirksamkeitsmanagement" ist der Titel des zweitägigen Seminars mit Daniel Hinz und Dirk Rottmann am 21. und 28. Januar. Hier können Sie neue Strategien erwerben, um sich selbst ein Stück näher zu kommen. Ziel ist, eine "selbst"-bewusste Wahrnehmung und Interaktion zu entwickeln und die eigene Selbstwirksamkeit zu erhöhen, d. h. die Überzeugung, dass Sie das, was Sie tun wollen auch wirklich tun können!


Daniel Hinz, Dipl.-Sozialpädagoge, Case Manager (DGCC) und Systemischer Berater


Dirk Rottmann, Familien- und Sozialtherapeut, Systemischer Supervisor, Fachberater für sozialpädagogische Lebensgemeinschaften

Weitere Informationen finden Sie unter

Mit mehr Selbstbewusstsein ins neue Jahr

und

Ich will so werden wie ich bin!

Flyer zum Download




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Über den Tellerrand schauen
Eintrag vom: 16.12.2016

Über den Tellerrand schauen - das machen im wahrsten Sinne des Wortes derzeit rund 15 Mädchen und Jungen in der Volkshochschule. Die Kinder  bereiten emsig zusammen unter der Leitung der Sozialpädagogin Petra Scholz & Gastdozent*innen Gerichte ihres eigenen Landes, aber auch Gerichte aus anderen Ländern  zu. Das Projekt hat das Ziel, den Kindern Möglichkeiten zu eröffnen, andere Länder und Kulturen kennenzulernen und dadurch eine weltoffene und tolerante Sichtweise zu entwickeln. "Über den Tellerrand geschaut" ist ein Projekt, das die Volkshochschule im Kreis Herford zusammen mit dem Verein Pro Regio e.V. Bad Salzuflen für Kinder und Jugendliche durchführt. Gefördert wird es aus Mitteln des Deutschen Volkshochschulverbundes International.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




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VHS-Dozentin Anja Birne beschreibt "Die heilsame Kraft des Gartens"
Eintrag vom: 24.11.2016

Anglophile Damen: Bettina Dreyer, Anja Birne, Ute Buchholz, Dorothee von Zabeltitz,SabineVoß-Rullkötter,IngridKerber (v.l.)beim Afternoon-Tea mit selbst gemachtem Gebäck.
FOTO: VANESSA JANSEN

Die heilsame Kraft des Gartens
Garten-Journalistin: Anja Birne hat zehn Jahre lang bei der "Landlust" gearbeitet. Die Herforderin schreibt jetzt Bücher und organisiert Reisen nach Südengland


Herford. Der eigene Garten und die romantische Seite des Lebens auf dem Land sind seit einigen Jahren starke Trendthemen, die sich auch in der Medienlandschaft niedergeschlagen haben. So ist die Erfolgsstory des Magazins "Landlust" aus Münster bespiellos. Die Herforder Gartenjournalistin Anja Birne hat daran mitgeschrieben. Von 2005 bis 2015 hat sie als Redakteurin das Ressort Garten maßgeblich mitgestaltet. Jetzt konzentriert sie sich darauf, Gartenreisen mit Schwerpunkt England zu organisieren und zu begleiten sowie Bücher zu schreiben. Gerade hat sie für ihren Bildband "Romantische Gartenreisen in England" die Auszeichnung "Bester Gartenreiseführer 2016" auf Schloss Dennenlohe verliehen bekommen.

Auszeichnung: Bester Gartenreiseführer des Jahres 2016

Anja Birne wurde 1961 in Paderborn geboren, hat Abitur gemacht, eine Gärtnerlehre absolviert und Gartenbau in Osnabrück studiert. Ihre "gärtnerischen Wanderjahre" führten sie als Einkäuferin für eine große Baumschule ins Ammerland und als Ingenieurin sowie Ausbilderin der Gärtnerei "Naturwuchs" nach Bielefeld. 1990 kam sie nach Herford, um eine Familie zu gründen.

1994 hat Anja Birne für Kunden ihre erste Reise zu besonderen Gärten in Südengland organisiert. "Da war es mit englischen Gärten um mich geschehen", erinnert sie sich. "England ist das Land mit der längsten Tradition in der Gartenkultur. Es gab früher regelrechte Pflanzenjäger in den Kolonien. Alle, die Herrenhäuser besaßen, wollten die neuesten Entdeckungen aus fernen Ländern wie China und Amerika haben. Große Gärten waren ein Statussymbol, aber es gab wohl auch echte Pflanzenliebhaber." Auch die Gentlemen seien sich nicht zu schade gewesen, selbst zu gärtnern. Anfang des 20. Jahrhunderts seien hier die tollsten Staudenbeete entstanden.

In der ersten Landlust über die Christrose geschrieben

Die Gartenexpertin war dann mit Freunden viel in Südengland unterwegs - man mietete Cottages, unternahm Wanderungen , lernte Pubs mit Live-Musik und die Tea-Time mit den tollen Kuchen kennen. Und man kam über die Gärten, deren Besichtigung der Verein "National Garden Scheme" durch ehrenamtliches Engagement möglich macht, viel mit Leuten in Kontakt.

Ab 2003 arbeitete Anja Birne freiberuflich als Gartenplanerin und Gartenjournalistin, schrieb Bücher und organisierte Reisen. Ihr erstes Buch behandelte historische Stauden. Der Landwirtschaftsverlag wurde auf sie aufmerksam. Sie schrieb zunächst Artikel fürs Wochenblatt, dann auch für die 2005 gegründete Landlust - zunächst als freie Autorin, ab 2008 als Redakteurin.

In der ersten Ausgabe, die mit einer Auflage von 85.000 Stück startete, hat sie über die Christrose geschrieben. Nach vier bis fünf Jahren setzte der Boom ein und heute ist die monatliche Auflage höher als die wöchentliche des Nachrichtenmagazins Spiegel. Auch für die Leser der Landlust organisierte sie Gartenreisen.

Nach dem Ende ihrer Landlustzeit wurde Anja Birne vom Callwey-Verlag angesprochen, ob sie nicht Bücher schreiben möchte. Themen hatte und hat Anja Birne genug. Anfang 2016 erschien dann das Englandbuch und "es schlug ein wie eine Bombe". Schon im Februar erhielt sie den Preis und die Auflage bewegt sich in Richtung 10.000 Stück. Mit der Auszeichnung kamen für die Herforderin zahlreiche Einladungen zu Buchpräsentationen.

Das über 200 Seiten starke Buch ist zugleich Bildband und Reiseführer zu Gärten in Kent, Sussex, Hampshire, Cotswolds, Somerset und Cornwall. Anja Birne stellt Land und Leute vor, hat selbst die stimmungsvollen Fotos in England aufgenommen. "Ich habe meine ganze Erfahrung mit Gartenreisen eingebracht und viele Geheimtipps gegeben."

Fünf Herforderinnen zelebrieren den Afternoon-Tea

Verheißungsvoll ist auch der von der Münsteraner Food-Fotografin Vanessa Jansen fotografierte Rezeptteil des Buches mit 30 Rezepten zum Afternoon-Tea. Denn der Nachmittagstee ist, so die Einleitung, "der krönende Abschluss eines heiteren Reisetages mit Gartenfreunden . . . Tea ist für uns mehr als ein Getränk."

Ein Freundeskreis mit den Herforderinnen Sabine Voß-Rullkötter, Ute Buchholz, Dorothee von Zabeltitz, Bettina Dreyer und Ingrid Kerber hat bei der Auswahl der Rezepte und der fotogenen Umsetzung in der Küche geholfen. "Wir können alle gut backen und gut links fahren", freut sich Anja Birne. Alle sind anglophil und gemeinsam unternimmt man auf der Insel im Bulli Recherchetouren für die nächsten Reisen.

In der Hiddenhauser Kulturwerkstatt haben die Damen schon einen Vortrag über die Teestunde mit Buffet gehalten. Im Februar wird Anja Birne bei der Volkshochschule in Herford am Münsterkirchplatz einen "Englischen Nachmittag für Gartenfreunde und Genießer" und üppigem Afternoon-Tea ausrichten.

Zwei bis drei Mal im Jahr organisiert Anja Birne dreitägige Gartenseminare mit Top-Referenten bei der Landvolkshochschule Freckenhorst.

Anja Birne ist überzeugt, dass die Arbeit im Garten und die Beschäftigung mit Gärten nicht nur Spaß macht, sondern auch heilsam ist: "Der Garten bringt einen runter auf die elementaren Dinge des Lebens. Man ist mit der Natur im Takt, erlebt die Jahreszeiten, sieht, wie Gemüse und Obst reif wird und man akzeptiert auch, wenn es im Herbst melancholischer in der Natur wird. Den Kontakt haben leider viele Menschen verloren."

Derzeit plant Anja Birne einen Therapiegarten für eine Klinik in Bad Oeynhausen. Im nächsten Herbst will sie auch ein Seminar zum Thema Gartentherapie anbieten.

Therapiegarten für Bad Oeynhausener Klinik in Planung

Zeit für den eigenen Garten bleibt Anja Birne dabei wenig. Am Herzen liegt ihr aber, dass "die Welt wieder grüner wird" und in den Gärten etwas für Vögel und Insekten getan wird. So empfiehlt sie für den Herbst, nicht alles so ordentlich aufzuräumen und auch mal Schnittholz und Steinhaufen liegen zu lassen.

© Von Frank-Michael Kiel-Steinkamp, 2016 Neue Westfälische 09 - Herford, Donnerstag 24. November 2016



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Engagement am bundesweiten Vorlesetag
Eintrag vom: 19.11.2016

Am bundesweiten Vorlesetag waren wir auch dieses Mal wieder in einer Grundschule vertreten, an der die VHS Träger des Offenen Ganztages ist. Klar, dass Monika Schwidde als Leiterin dort besonders gern in die Rolle der Vorleserin schlüpft. Der bundesweite Vorlesetag fand zum 13. Mal statt. Er gilt als das größte Vorlesefest Deutschlands. Die Initiatoren möchten Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken. http://www.vorlesetag.de/




Keywords: Vorlesetag

VHS und Stadt Herford informieren: Fassadendämmung = Richtig Dämmen - Heizkosten senken & Behaglichkeit steigern
Eintrag vom: 18.11.2016

Foto: (c) Stadt Herford

Eine energetisch sanierte Fassade kann beim Einfamilienhaus bis zu 25% Energie einsparen, beim Mehrfamilienhaus sogar 50%. Da Haushalte durch Beheizung zu einem hohen Anteil an Emissionen beitragen, ist eine energetische Sanierung sinnvoll für den Geldbeutel und für das Klima.

Im Rahmen der Klimaschutzaktivitäten zur energetischen Gebäudesanierung organisiert die Stadt Herford in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW und der Sparkasse Herford einen Informationsabend zum Thema Fassadendämmung Richtig Dämmen - Heizkosten senken & Behaglichkeit steigern am 29. November um 18 Uhr in der Aula der Volkshochschule Herford (Münsterkirchplatz 1).

Mario Lichy wird im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW das Thema Fassadendämmung näher beleuchten. Er wird unter anderem verschiedene Dämmstoffe und -möglichkeiten präsentieren und die richtige Herangehensweise an solch eine Maßnahme aufzeigen. Anschließend wird Dietmar Köller von der Sparkasse Herford Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten präsentieren, die Hausbesitzer nutzen können, wenn sie sich für eine Fassadendämmung entscheiden.

Alle interessierten Bürger, Haus- und Wohnungsbesitzer sind herzlich eingeladen sich am 29. November über das Thema zu informieren, der Eintritt ist frei.
Ansprechpartnerin: Laetitia Müller, 05221 189-1571




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IT-experte Mark Stocksmeyer zum Thema
Eintrag vom: 16.11.2016

Sind Sie in der nahen Vergangenheit schon mal auf den Begriff "VR" aufmerksam geworden?
Nein, wir reden hier nicht von "Volks- und Raiffeisenbanken", sondern vielmehr über den Begriff der virtuellen Realitäten in medientechnischer Hinsicht.
Befasst man sich etwas näher mit der "VR", dann fällt sofort auf, dass in diesem Zuge noch weitere Begrifflichkeiten auftauchen. Dies sind u. a. erweiterte Realität (augmented reality), 360°-Sichten, -Fotos und -Videos. Ich möchte Ihnen in diesem Artikel kurz einzelne Begriffe erläutern, um Ihnen den Bereich der "VR" näherzubringen.

Die Nutzung von "VR" ist kein neues Thema. Viele Anwendungsbereiche finden sich seit Jahren im professionellen gewerblichen und im militärischen Bereich wieder. Z. B. beim Entwerfen von neuen Autos, arbeiten die Ingenieure vor Ort in sogenannten 360°-Räumen. Hier haben sie die Möglichkeit, das neue Design im 3D-Objekt zu begutachten und Veränderungen direkt per Software am Objekt durchzuführen. Der Nachteil an diesem Konstrukt ist, dass die technische Ausstattung sehr kostenintensiv ist und viel Platz benötigt. In den letzten Jahren sind VR- oder 3D-Brillen, die der Nutzer direkt vor den Augen trägt, immer attraktiver, preiswerter und kleiner geworden. Dies hat sicher auch mit der fortschreitenden Miniaturisierung im Bereich der Elektronik zu tun.
Mit diesen Brillen ist es fortan nicht mehr nötig, Objekte in großen Räumen mit aufwändiger Technik zu präsentieren und zu designen. Aber nicht nur im gewerblichen, auch im privaten Bereich halten die VR-Brillen Einzug. Mit ihnen sind virtuelle Besuche touristischer Orte, Achterbahnfahrten, Tauchgänge und Flüge ins All möglich und ohne dass Sie Ihren Aufenthaltsort verändern müssen - eben virtuell.

Technisch funktioniert das Ganze so. In den guten VR-Brillen sind mehr oder weniger hochauflösende Minidisplays verbaut - jeweils eins pro Auge, welches ein speziell angepasstes Videobild der jeweiligen Szenerie, abspielen. Diese Videobilder werden generiert durch einen Computer, eine Spielekonsole oder auch ein modernes Smartphone. Die Wirkung des Bildes ist faszinierend und groß, da das Display jeweils direkt vor dem Auge positioniert ist. Die gesamte VR-Brille ist aus lichtundurchlässigem Material gebaut und liegt eng am Kopf an, damit werden fast alle äußerlichen Eindrücke unterbunden und man befindet sich in seiner "eigenen kleinen virtuellen Realität". Weiterhin sind Bewegungssensoren verbaut, die Dreh- oder Kippbewegungen des Kopfes erkennen. Die Bewegungen werden von einer Software direkt als Veränderung des Videobildes in der Brille umgesetzt, so kann man sich dann auch in der virtuellen Realität umschauen, umdrehen oder den Standort verändern. Damit das Ganze perfekt funktioniert, muss das Video oder das Bild, welches auf die Brille gesendet wird ein 360°-Video oder -Bild sein. Solche Videos oder Bilder lassen sich mit speziellen 360°-Kameras erzeugen.

Bei der "erweiterten Realität" (augmented reality) wird z. B. das echte Kamerabild mit computer-generierten Objekten überlagert, angereichert oder vermischt. Damit profitiert der Nutzende von zusätzlichen und passend zum Kamerabild eingespielten Information oder Details. Dies funktioniert nicht nur mit 3D-Brillen, zahlreiche Apps für Smartphones nutzen die "augmented reality" und blenden Informationen, zusätzlich zum Kamerabild mit ein (z. B. Wikitude). Auch große Firmen, wie z. B. IKEA, nutzen diese Möglichkeiten. Mit diesen Apps können Sie z. B. das Sofa, welches Ihnen vorschwebt, virtuell und live mit Ihrem Smartphone in Ihrem Wohnzimmer platzieren und von allen Seiten betrachten. So können Sie schon im Vorfeld entscheiden, ob das Möbelstück zu Ihnen und dem Raum passt. Weitere Informationen und Beispiele finden Sie z. B. in der Wikipedia unter: http://vhs.bz/zetxf

Und ob digital oder doch analog, viele spannende Kursangebote finden Sie bei Ihrer VHS. Auch zum Thema "VR" und "3D" werden wir zukünftig Kurse anbieten.

Artikel für City Live, November 2016


 




Keywords: VR , Virtuelle Realität

VHS und Pro Familia laden zu Vortrag über Finanzen in der Familie ein
Eintrag vom: 08.11.2016

Josef van Lay und Pro Familia-Geschäftsführerin Maike Husemann laden zum Vortrag "Geld oder (und) Liebe" ein. Foto: Salomon

Geld ist ein Tabu-Thema

Bünde (BZ/sal). Die Kommunikation über den Umgang mit Geld und in der Partnerschaft wird häufig vermieden, weiß Josef van Lay von der Pro-Familia-Beratungsstelle in Bünde. Er sagt: »Geld ist in vielen Beziehungen wirklich ein absolutes Tabuthema.« Vor allem Frauen sprechen mit ihren Partnern nur selten darüber, sagt van Lay und nennt ein praktisches Beispiel aus seiner Berufserfahrung: »Eine 25-Jährige lebt mir ihrem Freund zusammen. Obwohl sie weniger verdient als er, übernimmt jeder die Hälfte der Mietkosten. Die Frau schämte sich, mit ihrem Freund darüber zu sprechen, wohl weil ihre Eltern früher auch immer über Geld gestritten haben.« Der Paarberater riet der jungen Frau, das Thema mit ihrem Partner trotzdem offensiv zu erörtern - und dieser zeigte auch Verständnis. Van Lay: »Trotzdem ist vor allem bei Frauen die Angst groß, dieses Thema anzusprechen.« Gleiches habe der Pro-Familia-Mitarbeiter auch erlebt, wenn es um das Thema gemeinsame Kontoführung bei Paaren gehe. Oder wenn ein Paar kurz vor eine Trennung steht und es um die Aufteilung der Finanzen gehen soll.

In dem Vortrag »Geld oder (und) Liebe« will Van Lay dieses Themenbereich gegenüber Interessierten erörtern und ein Modell zum partnerschaftlichen Umgang mit Geld aufzeigen. Der Vortrag mit anschließender Diskussion findet am Dienstag, 15. November, um 18.30 Uhr in der Pro Familia-Geschäftsstelle im Kreis Herford, Bahnhofstraße 6 in Bünde, statt. Eine Anmeldung (Telefon 05223/992223) ist erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

In der Pro Familia-Geschäftsstelle informieren geschulte Mitarbeiter Interessierte zudem zu den Themen Sexualität, Partnerschaf, Trennungs- und Schwangerschaftberatung. Offene Sprechstunden werden montags und freitags von 9.30 bis 11.30 Uhr sowie dienstags und donnerstags, 15.30 bis 17.30 Uhr, angeboten.

(c) WB/BZ Bünde, 08.11.2016, Salomon



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Veranstaltungsreihe zum Thema „Liebe und Partnerschaft“
Eintrag vom: 07.11.2016

"Das Leben wird bunter …" Sie sind jenseits der 50 und auf der Suche nach einem neuen Liebesglück? Sie leben in einer Partnerschaft und fragen sich, was Sie tun können, um eine Beziehung auch über die Jahre lebendig zu erhalten. Sie haben den Eindruck, dass beim Thema Geld die Liebe aufhört, und möchten sich damit nicht abfinden?
Unsere Veranstaltungsreihe zum Thema "Liebe und Partnerschaft" startet am Mittwoch, den 9. November, um 19:30 Uhr mit dem Vortrag "Indian Summer - das Leben wird bunter! - Neue Beziehungsmodelle, Online Dating und Tipps für Singles ab 50" in der VHS in Herford. Im Vortrag des Familientherapeuten Wilhelm Bulthaup am Donnerstag, den 10. November, um 19:30 Uhr in der Stadtbücherei Enger erfahren Sie nicht nur, wie Sie Ihre Beziehung lebendig erhalten, sondern auch, wie Sie "Beziehungsfallen" vermeiden und als Paar zu einer gelungenen Verständigung finden können. Und schließlich geht der Bankkaufmann und Paarberater Josef van Lay am Dienstag, den 15 November, um 18:30 Uhr in seinem Vortrag "Geld oder (und) Liebe" in der pro familia Beratungsstelle Bünde der Frage nach, wie Paare partnerschaftlich mit Geld umgehen können.

Weitere Informationen und Anmeldung im Internet unter www.vhsimkreisherford.de oder telefonisch unter 05221/5905-32.

Foto: Herbst_2_(c)_davidpwhelan_morguefile (2)




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Fahrt zur Betriebsbesichtigung der Firma Reemtsma
Eintrag vom: 03.11.2016

Trotz rückläufiger Tendenz werden rein statistisch von jedem Bundesbürger jährlich noch immer gut 1.000 Zigaretten konsumiert. Mit gut 10.000 Mitarbeitern deutschlandweit und dem immens hohen Steueraufkommen stellt die Branche damit nach wie vor einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar.
(Foto: Reemtsma)

Nicht auf blauen Dunst …
… sondern auf Einladung der Firma Reemtsma bricht VHS-Dozent Jörg Militzeram 15. November mit den Teilnehmern seiner offen ausgeschriebenen Veranstaltungsreihe "Fahrten mit Betriebsbesichtigung" in Richtung Hannover-Langenhagen auf. Und das es dabei im wahrsten Sinne des Wortes auch um "blauen Dunst" geht, liegt in der Natur der Sache. Denn schon lange stand der Besuch einer Zigarettenproduktion auf der Wunschliste der "Betriebs-Besichtiger" aus dem Kreis, der einst eine Hochburg der deutschen Zigarren-Industrie darstellte. Neben dem intensiven Einblick in moderne Betriebsabläufe kann dann vielleicht auch die sich aufdrängende Frage geklärt werden, warum die ehemaligen Zigarrenproduzenten in der Region nicht auch Zigaretten hergestellt haben. Im Anschluss steht dann noch ein Besuch der Hannoveraner Innenstadt auf dem Tagesprogramm, die nach der Mittagspause bei einem Stadtrundgang näher vorgestellt wird.
Für diese VHS-Veranstaltung am 15. November stehen noch einige Restplätze zur Verfügung. In den modernen Reisebus kann sowohl in Bünde, als auch Herford zugestiegen werden. Weitere Informationen und Anmeldung entweder im Internet unter www.vhsimkreisherford.de oder telefonisch unter 05221 590532.







 



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Rhetorik − Technik und Praxis der freien Rede
Eintrag vom: 02.11.2016

Dozentin Wiltraud Johanning-Natzke

Sie geraten in Panik, wenn Sie vor einer Gruppe sprechen sollen? Ihnen stehen die Schweißperlen auf der Stirn, weil Sie auf einer Feier eine Rede halten oder Kollegen von Ihrem Projekt überzeugen müssen? Dann besuchen Sie unseren Workshop "Rhetorik − Technik und Praxis der freien Rede" am Samstag, den 5. und 12. November in der VHS in Herford. Das Motto: "Reden − überzeugen − begeistern!" Die Kommunikationstrainerin Wiltraud Johanning-Natzke wird Sie in die Bedingungen rhetorischer Kommunikation einführen. Sie erlernen den Aufbau einer Rede, die Anfertigung von Stichwortmanuskripten und praktisches Redeverhalten. Außerdem erfahren Sie, wie Sie souverän und überzeugend auftreten, Ihre Gestik, Haltung und Stimme effektiv einsetzen − und nicht zuletzt − wie Sie Ihre Redeangst überwinden können.



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Sieben Filme zu aktuellen Themen
Eintrag vom: 24.10.2016

Filmfestival: "über winden" heißt eine Spiel- und Dokumentarfilmreihe zu politischen und sozialen Themen im Capitol. Organisiert wird die Reihe von "Arbeit und Leben", Initiativen und Bildungsträgern. Zu sehen sind die Filme montags ab. 31. Oktober

Zum neunten Mal präsentiert Arbeit und Leben in Kooperation mit dem Capitol und einer Reihe von Basisinitiativen und Bildungseinrichtungen eine Reihe mit aktuellen Dokumentar- und Spielfilmen zu politischen oder gesellschaftlichen Themen. Überschrieben istdie Reihe mit über winden". Bis auf "Honig im Kopf" (Mittwoch, 16. November, 15 Uhr), präsentiert von Verdi, und die bereits ausgebuchte Schulvorstellung von "Nach dem Brand" (Filmpartner Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus) laufen alle Filme montags um 19.30 Uhr im Capitol-Kino, Elisabethstraße 1a. Im Anschluss an die Filme stehen die jeweiligen Filmpartner für Fragen und Gespräche zur Verfügung, ein Rahmen der, so die Veranstalter, vom Publikum gern angenommen werde. Am Montag, 31. Oktober, startet die Reihe mit dem preisgekrönten Film "Son auf Saul". Der 107-minütige Spielfilm erzählt vom Auschwitz- Häftling Saul Ausländer, der zum Sonderkommando gehört. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Menschen in die Gaskammer zu drängen. Filmpartner ist die Volkshochschule im Kreis Herford. Die Amnesty International Gruppe Herford ist Partner des Films "Agrocalypse" am 7. November. Er zeigt, wie der Anbau von Gen-Soja in Brasilien die Lebensgrundlage der Menschen zerstört und so Menschen produziert, die aus wirtschaftlicher Not zu Flüchtlingen werden. Mit dem Film "The true Cost" gehen der Verdi-Ortsverein Herford und Arbeit und Leben als Filmpartner der Frage nach, wie Pullover oder Hosen für unter 10 Euro produziert werden können. Die Partner informieren jedoch nicht nur über Produktionsbedingungen in der Textilindustrie, sondern unterstützen konkret die Finanzierung eines Gewerkschaftshauses in Karatschi. Informationen dazu gibt es nach dem Film, der am 14. November gezeigt wird. "Kaltes Land" erzählt die wahre Geschichte von Josey Aimes, die im Bergbau Minnesotas arbeitet und dort auf vielfältige Weise von sexuellen Übergriffen betroffen ist. Filmpartnerinnen am 21. November sind die Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen und die Frauen- und Mädchenprojekte im Kreis. "Le Havre" heißt der Spielfilm von Aki Kaurismäki am 28. November. Er erzählt von einem Schriftsteller, der mit Hilfe von Freunden und Nachbarn einen afrikanischen Flüchtlingsjungen vor den Behörden versteckt, ein beschwingtes Märchen vom guten Menschen. Filmpartner sind die IPPNW Herford (Ärzte in sozialer Verantwortung) und die Flüchtlingsbegleiter- und Friedensgruppe Herford. Außer dem Nachmittagsfilm "Honig im Kopf" ist der Eintritt frei, ein Austritt erwünscht. Das Programm liegt vielerorts aus, kann aber auch von www.aul-herford.de heruntergeladen werden.

Foto: Großer Veranstatlterkreis: Ursprünglich von der "Aktion Mensch" initiiert, wird die Filmreihe unter Federführung
von Arbeit und Leben weitergeführt. Manfred Horn (3. v. l.) kümmert sich um die Organisation.
FOTO: RALF BITTNER

NW, Freitag, 21.10.2016




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Alte Techniken neu entdecken
Eintrag vom: 20.10.2016

Frank Schragner (von links), Sonja Voss und Andrea Dohmann stellen die Workshops an der Werburg vor. Foto: Christina Bode

Spenge (bo). Wer erfahren möchte, wie Menschen in der Renaissance und Barockzeit gekocht und dekoriert haben, der hat jetzt im Werburg-Museum Gelegenheit dazu. Zusammen mit der Volkshochschule bietet Museumspädagogin Sonja Voss Workshops an. »Alle Kurse binden sich thematisch an das Museum und die Exponate an«, erklärt Sonja Voss. Frank Schragner, Fachbereichsleiter Gesundheit bei der VHS, betont, dass die Reihe künftig weiter ausgebaut werden solle. »Sie bilden eine schöne Brücke von der früheren zur heutigen Zeit«, ergänzt seine Kollegin Andrea Dohmann, Fachbereichsleiterin Sprachen.

Für folgende Kurse können sich Interessierte anmelden:

BAROCKE GENÜSSE

Zum guten Ton in adeligen Haushalten gehörten damals exotische Speisen und Gewürze. »Zu den damals exotischen Genüssen zählt aber auch das eine oder andere heute sehr gängige Lebensmittel, zum Beispiel Kaffee und Schokolade«, erklärt Sonja Voss. Kakao, Pralinen und Marzipan können Teilnehmer dieses Kurses selber herstellen. Samstag, 5. November, 16.30 bis 19.30 Uhr, 30 Euro, Anmeldung bis 31. Oktober (Kurs-Nr. M7966.8A).

ROLLSTEMPELDEKORATION

»Wanddekorationen mit Schablonen und Rollstempeln sind wieder in Mode«, weiß Andrea Dohmann. Einige Reste der damaligen Rollstempeldekoration sind im Herrenhaus der Werburg erhalten. Anhand der historischen Formen und Muster oder auch nach aktuellen Vorlagen können Teilnehmer ihre eigenen Stempelrollen herstellen. »Während früher mit Kautschuk gearbeitet wurde, verwenden wir Linoleum und Moosgummi «, sagt Sonja Voss. Freitag, 11. November, 17 bis 20 Uhr, 20 Euro, Anmeldung bis 4. November (Kurs-Nr. M8186.8A).

ZINNGIESSEN

In diesem Kurs wird einer der schönsten archäologischen Funde der Werburg ins Zentrum gerückt, wie Sonja Voss sagt. Mithilfe des Blomberger Pilgerzeichens habe sich der heutige Bau des Herrenhauses genauer datieren lassen. In diesem Workshop wird die Technik des Zinngießens mit Formenbau, Guss und Endbearbeitung vorgestellt und ausprobiert. Samstag, 12. November, 15 bis 18 Uhr, 31 Euro, Anmeldung bis 4.  November (Kurs-Nr. M8187.8A).

IPAD ODER BEUTELBUCH

Für das kommende Jahr ist dieser Kurs geplant, in dem Beutelbücher hergestellt werden. Es handelt sich um Hüllen, die um Bücher gebunden wurden, damit man sie wie einen Beutel am Gürtel tragen kann. Freitag, 10. März, 17 bis 20 Uhr und Samstag, 11. März, 15 bis 18 Uhr, 56 Euro, Anmeldung bis 24. Februar (Kurs-Nr. M8188.8B). Anmeldungen für die Kurse nimmt die Volkshochschule unter Telefon 05221/5 90 50 entgegen.

(C) Christiana Bode, HK 20.10.2016

Barocke Genüsse neu entdecken

Geschichtsliebhaber aufgepasst: In Zusammenarbeit mit dem Spenger Werburg- Museum bietet die Volkshochschule im Kreis Herford im November drei Workshops an, die die Kultur der Barockzeit wieder zum Leben erwecken. Im historischen Ambiente der Werburg nehmen die Teilnehmer die Tischkultur, das Handwerk und die Künste jener Epoche unter die Lupe. Los geht es am Samstag, 5. November, mit dem Workshop "Barocke Genüsse". Dabei möchte Museumspädagogin Sonja Voss gemeinsam mit den Teilnehmern den Kochlöffel schwingen. "Ich habe Rezepte ausgesucht, die für jeden Geschmack etwas bieten", macht sie neugierig. "Wir wollen uns mit exotischen Speisen und Gewürzen beschäftigen, die in der Barockzeit aufkamen." Zu diesen damals exotischen Genüssen zählt auch das eine oder andere heute sehr gängige Lebensmittel: etwa Kakao und feine Pralinen. "Im Workshop wollen wir Kakao selber rösten", sagt Sonja Voss. Der Kursus beginnt um 16.30 Uhr und endet um 19.30 Uhr. Die Veranstalter bitten um Anmeldungen bis zum 31. Oktober. "Die Angebote binden sich thematisch an die Exponate im Haus", sagt Voss. "Ein Haus, das die Zeit des Barock vorstellt." So ist es etwa im Workshop "Rollstempeldekoration" am Freitag, 11. November. "Einige Reste von Rollstempeldekorationen sind als Baubefunde im Herrenhaus der Werburg erhalten." Sie sollen den Einstieg in diesen Kursus bilden. Orientiert an den historischen Mustern fertigen die Kursteilnehmer eigene Stempel und Schablonen. Und auch dafür hat Museumspädagogin Sonja Voss eine historische Vorlage parat: "Die Rollstempel aus Kautschuk sind ungefähr einhundert Jahre alt." Der dreistündige Kursus beginnt um 17 Uhr. Anmeldungen sind bis zum 4. November einzureichen. Im Workshop "Zinngießen" am Samstag, 12. November, rückt einen der schönsten archäologischen Funde der Spenger Werburg in den Mittelpunkt: das Blomberger Pilgerzeichen. "Wir schauen uns die historische Vorlage genau anundprobieren esdannselbst zu fertigen", sagt Sonja Voss vom Werburg-Museum. So möchte sie zunächst die Technik des Zinngießens mit Formenbau, Guss und Endbearbeitung vorstellen. Schließlich gehen die Teilnehmer dann selbst ans Werk. Der Kursus startet um 15 Uhr und dauert etwa drei Stunden. Die Veranstalter bitten um Anmeldungen bis zum 4. November. Mehr Informationen zu den kostenpflichtigen Workshops gibt es bei der Volkshochschule im Kreis Herford unter Tel. (0 52 21) 5 90 50 oder per EMail unter info@vhsimkreisherford. de. Sonja Voss vom Werburg- Museum ist unter s.voss@spenge.de zu erreichen.

(C) KAI-SÖREN KERKHOFF, NW 20.10.2016




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Integrationskraft gesucht +++ Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache
Eintrag vom: 18.10.2016

Der Zweckverband Volkshochschule im Kreis Herford sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine fachlich wie menschlich überzeugende Persönlichkeit als
eine Integrationskraft (Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache)
Zu den Aufgaben gehören:

- Planung und Organisation von Deutschkursen
- Beantragung und Abwicklung von Deutschkursen beim BAMF
- Projektakquise, Beantragung von ESF-Mitteln etc.
- Einstufungsberatung und Einstufungstests
- Verwaltungstechnische Organisation und Begleitung von Prüfungen
- Eigene Prüfungstätigkeit
- Ggf. Unterricht in Integrations- und anderen Deutschkursen

Wir erwarten:
- Umfangreiche praktische Erfahrungen in dem Bereich DAF/DAZ
- Aktuelle Kenntnisse über Bestimmungen und Förderungsstrukturen von Integrationskursen
- Prüferlizenzen telc
- Zulassung als Lehrkraft für BAMF-geförderte Kurse
- Teamfähigkeit, Flexibilität und hohes Engagement
- Einsatzbereitschaft, auch zu Arbeitszeiten in den Abendstunden und am Wochen-ende

Wir bieten einen interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsplatz mit 39 Wochenstunden an einer leistungsstarken VHS.

Die Stelle ist auf 18 Monate befristet. Die Bezahlung erfolgt nach TVöD 9.

Es wird die Bereitschaft erwartet, sich hinsichtlich der Arbeitszeitgestaltung den Erfordernissen des Arbeitsplatzes anzupassen. Bewerbungen von Menschen mit einer Schwerbehinderung sind ausdrücklich erwünscht.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne die Fachbereichsleiterin A. Gündogdu zur Verfügung, 05221 5905-33.

Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte digital (bewerbungen@vhsimkreisherford.de) bis zum 30.10.2016 an den

Zweckverband VHS im Kreis Herford, Verbandsvorsteher,
Münsterkirchplatz 1, 32052 Herford

 




Keywords: Integrationskraft, Deutsch, Zweitsprache

Weltmädchentag am 11. Oktober - Frühehen auch in Deutschland ein Problem
Eintrag vom: 11.10.2016

Norma Driever von Terre des Femmes (3. von links) und die Vertreterinnen von Gleichstellungsstellen, Standesamt, Schulsozialarbeit und VHS


Der Internationale Mädchentag, der in jedem Jahr am 11. Oktober auf die weltweit vorhandenen Benachteiligungen von Mädchen hinweist, verfolgt das Ziel, die Situation von Mädchen zu verbessern. Anlässlich des Weltmädchentags machten die Gleichstellungsstellen der Stadt und des Kreises Herford, die Schulsozialarbeit des Kreises Herford und die Volkshochschule in einer Veranstaltung in der VHS auf die Problematik der Frühehen aufmerksam.
"Wer Mädchen früh verheiratet bringt sie um die Möglichkeit selbstbestimmt zu leben. Mädchen erleben nach einer frühen Heirat oftmals häusliche und/oder sexualisierte Gewalt und müssen entweder die Schule oder die Ausbildung abbrechen und verlieren damit die Chance einen Beruf auszuüben, der sie (finanziell) unabhängig macht." Die Stimme von Norma Driever, der Vertreterin der Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES (TDF) klang eindringlich und sehr besorgt, als sie die Position der Menschenrechtsorganisation erklärte. Mit einer Unterschriftenaktion hatte TERRE DES FEMMES 2015 auf dieses in vielen Ländern der Erde anzutreffende Phänomen aufmerksam gemacht. "Und längst kennen wir auch in Deutschland das Problem der Zwangs- bzw. Frühverheiratung von Mädchen" ergänzte die Schulsozialarbeiterin Nina Turtschi.
Nicole Barke vom Standesamt der Stadt Herford informierte an diesem Abend über das Eherecht. Grundsätzlich erkenne der deutsche Staat ausländische Eheschließungen an, wenn diese nach dem geltenden Heimatrecht vorgenommen wurden. Nicht anerkannt würden aber Eheschließungen, die gegen unsere öffentliche Ordnung (ordre public) verstoßen, heißt es im Einführungsgesetz des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), Art. 6. Nach aktuellem deutschen Recht besteht die Ehemündigkeit ab dem 18. Lebensjahr. Mit Genehmigung des Familiengerichts kann eine junge Frau ausnahmsweise ab Vollendung des 16. Lebensjahres heiraten, wenn der Ehemann volljährig ist (§1303 BGB).
Nach Ansicht von TERRE DES FEMMES verstoßen Eheschließungen von minderjährigen Mädchen, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, generell gegen unseren "ordre public" und können nicht anerkannt werden. Ob eine Eheschließung von 16- und 17jährigen Mädchen anerkannt wird, ist bei der aktuellen Gesetzeslage eine Frage des Einzelfalles.
"Deshalb fordern wir die Durchsetzung des Mindestheiratsalters auf 18 Jahre ohne
Ausnahme in Deutschland und weltweit!" so Norma Driever. Um diese Forderung adäquat umzusetzen, müsse Deutschland nicht nur dafür sorgen, dass Ehen in Deutschland unter 18 Jahren nicht mehr geschlossen werden, es dürften auch keine im Ausland geschlossenen Ehen mit Minderjährigen mehr anerkannt werden.
 

Weitere Informationen unter:

Terres des femmes - Schwerpunkt Frühehen

Zahl der Kinderehen steigt - ntv-Bericht zum Weltmädchentag




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Mehr als nur Spanplatten - Mit der VHS zur Betriebsbesichtigung
Eintrag vom: 07.10.2016

Mit gut 1.000 Mitarbeitern zählt die Firma Egger zu den größten Arbeitgebern im sauerländischen Brilon. Das Werksgelände umfasst auf fast 600.000 qm neben unterschiedlichen Produktionslinien auch ein eigenes - wie sollte es anders sein - holzbefeuertes Kraftwerk.
Foto: (c) Egger

 

Am 25. Oktober geht VHS-Dozent Jörg Militzer mit den Teilnehmern seiner offen ausgeschriebenen Veranstaltungsreihe "Fahrten mit Betriebsbesichtigung" auf große Fahrt. Ins sauerländische Brilon führt die nächste Besichtigungs-Tour, bei der der Besuch eines der größten Hersteller von Holzwerkstoffen in der Region auf dem Programm steht. Das österreichische Familienunternehmen Egger betreibt seit dem Jahre 1990 im Süden Westfalens, nah der Zentren von Holzwirtschaft und Möbelindustrie, eine umfangreiche Produktion unterschiedlichster Holzwerkstoffe. Da schon lange neben Massivholz und Spanplatte eine ganze Reihe weiterer, aus dem nachwachsenden Naturprodukt hergestellter Materialien zu Einsatz kommt, kann das Unternehmen mit unterschiedlichen Produktionslinien, einem eigene Sägewerk und Stromproduktion aufwarten.
Für diese VHS-Veranstaltung stehen noch einige Restplätze zur Verfügung. In den modernen Reisebus kann sowohl in Bünde, als auch Herford zugestiegen werden. Weitere Informationen und Anmeldung entweder im Internet unter www.vhsimkreisherford.de oder telefonisch unter 05221 5905-32.

 



weitere Informationen hier


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VHS im Kreis Herford besucht das krz - Moderner Dienstleister in historischem Umfeld
Eintrag vom: 05.10.2016



Am 4.10.2016 besuchte eine Gruppe der Volkshochschule im Kreis Herford das krz. Wohl jeder in der Region hat schon einmal ein Schriftstück aus dem Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg / Lippe (krz) in Händen gehalten, dennoch ist das umfassendeTätigkeitsfeld des ostwestfälischen Service-Providers beim Bürger weitestgehend unbekannt. Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung informierten sich daher die Herforder über die Arbeit des krz, das im Hintergrund für die Kommunen als IT-Dienstleister wirkt. In den Räumlichkeiten der ehemaligen Scheune vom Braker Schloss erhielten sie in einem Vortrag Einblicke in die Leistungen und Services aus Lemgo.
"In regelmäßigen Abständen bietet die VHS Besichtigungen bei Unternehmen an, die für die Region wichtig sind. Wie das krz mit seiner Unterstützung der Kommunen", zeigt Jörg Militzer die Motivation für den Termin in Lemgo auf. Nach allgemeinen Informationen zur Geschichte, den kommunalen Eigentümern und den Kunden des Zweckverbandes informierte der stellvertretende krz-Geschäftsführer Wolfgang Scherer über das umfangreiche Leistungsangebot der Lemgoer Einrichtung. Die Besucher zeigten sich sehr interessiert und stellten viele Fragen zur Arbeit ihres kommunalen IT-Dienstleisters. Zum Abschluss führte Geschäftsbereichsleiter Dirk Niemeyer durch das Druck- und Kuvertierzentrum und demonstrierte seine Hochleistungsdrucker und Kuvertierstraßen im laufenden Betrieb.
"Wir haben einen sehr interessanten und informativen Vormittag erlebt. Dass sich hinter den drei Buchstaben krz solch umfangreiche Leistungen und so ein moderner Arbeitgeber verbergen, hat uns beeindruckt". Mit diesen Worten dankte Jörg Militzer im Namen der Gruppe dem stellvertretenden Geschäftsführer für die Gastfreundschaft.




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Erlebnisreise nach Apulien
Eintrag vom: 29.09.2016

Ähnlich sonniges Wetter, wie wir es derzeit in Deutschland haben, genießen gerade auch die Menschen verschiedenster VHS-Italienisch-Kurse in Apulien. Unter der Leitung von Beatrice Rietschel haben sie eine 7-tägige Erlebnisreise gebucht. Und Erlebnisse gibt es so einige: Besichtigt wird das Wahrzeichen Apuliens, das Castel Monte; die Stadt Lecce, die aus so vielen barocken Bauwerken besteht, dass sie auch gern Florenz des Südens genannt wird; Matera, wo Mel Gibson die Außenaufnahmen des bekannten Films "Die Passion Christi" drehte. Damit seien an dieser Stelle nur einige Ausflugsziele genannt. Trotz vollem Besichtigungsprogramm bleibt natürlich immer wieder Zeit zum Verweilen und auch Zeit für eine gute Tasse Cappuccino. Ausgangsort all dieser Ausflüge ist die Trulli-Hauptstadt Alberobello. Im historischen Zentrum von Alberobello befinden sich rund 1000 Trulli. Trulli sind diese eigentümlichen, meist weißgetünchten Rundbauten und das Wahrzeichen dieser Region. Allein oder zu zweit bewohnen die Teilnehmenden unserer Erlebnisreise diese niedlichen Herbergen, die so gemütlich und liebevoll eingerichtet sind, dass man sie eigentlich gar nicht mehr verlassen möchte. Einhellige Meinung der Reisenden: Die "Hacke" Italiens ist einfach "Spitze".
Die Erlebnisreise findet in Kooperation mit Apulien-Reisen.de statt.




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Im VHS-Tonstudio produziert: Jesus auf Plattdütsk - Arbeitskreis veröffentlicht Hörbuch mit Texten zu Weihnachten
Eintrag vom: 27.09.2016

Pastor Reinhard Ellsel hat die Texte geschrieben, die sowohl in dem Buch als auch auf der Doppel-CD enthalten sind. Über das neue Hörbuch freuen sich Ewald Kröger und Heinz Schlüter, Vorsitzender des Arbeitskreises "Plattdütsk in de Kerken".
Foto: Hartmut Horstmann

Herford(HK). Ein Engel verkündet die Geburt des Messias. Wer schon immer wissen wollte, wie sich dies in plattdeutscher Sprache anhört, sollte zu einem neuen Hörbuch greifen: "Dat graute Geschenk."

Mit dem Hörbuch ergänzen die Initiatoren eine Buch-Veröffentlichung aus dem vergangenen Jahr. Dies befinde sich bereits in der dritten Auflage, sagt Herausgeber Ewald Kröger. Etwa 2300 Exemplare sind verkauft.

Das Buch besteht aus Texten, die Pastor Reinhard Ellsel geschrieben hat. Sie sind in hoch- und plattdeutscher Sprache abgedruckt und beziehen sich auf Figuren der Weihnachtskrippe. Ob Maria, das Jesuskind oder die Heiligen drei Könige: Alle Texte haben etwas mit der Verkündung der frohen Weihnachtsbotschaft zu tun. Angereichert beziehungsweise aufgelockert wird das Hörbuch durch die Weihnachtsmusik des Trios Sorrelina aus Spenge. Sie verleihe dem Ganzen einen meditativen Charakter, meint Ewald Kröger.

Die Zahl der Menschen, die aktiv plattdeutsch sprächen, gehe immer mehr zurück, bedauert er. Es gehe daher jetzt darum, die Sprache als Kulturgut zu erhalten. Über die neue Doppel-CD sagt er: "Sie ist ein schönes Dokument für die Zukunft." Erschienen ist das Hörbuch in einer Auflage von 1200 Exemplaren. Es enthält 61 Stücke, unterteilt in zwölf Themen zur Advents- und Weihnachtszeit. Die Gesamtspielzeit liegt bei mehr als 80 Minuten.

Für die Beteiligten der Arbeitsgemeinschaft "Plattdütsk in de Kerken" ist die Einspielung des Hörbuchs mit einem besonderen Anliegen verbunden. "Jedes Plattdeutsch ist anders", betont Hermann Peithmann aus Hille-Südhemmern. Woraus folgt: Die Lesenden tragen die Geschichten in ihrem jeweiligen lokalen Dialekt vor. So liest Magdalena Obrock in Rödinghauser Platt, auch Bremer Platt ist zu hören - und Holsener Platt und Gütersloher Platt...

Die Vielfalt der Dialekte wird hörbar. Dass das Projekt Plattdeutsches Hörbuch nicht auf die lange Bank geschoben werden konnte, ergibt sich auch aus der Altersstruktur der Teilnehmer. So ist der älteste Vortragende, der auf der Doppel-CD zu hören ist, 91 Jahre alt - ein Alter, in dem der eine oder andere darüber nachdenkt, sein Wissen an die Nachgeborenen weiterzugeben. Gerade das individuell Gesprochene, das eben nicht in einem Buch allgemein Nachzulesende, macht den Reiz der Doppel-CD aus. "Wir mussten uns beeilen", betont Ewald Kröger. Wie heißt es doch so schön: Es gilt das gesprochene Wort!

(c) Von Hartmut Horstmann, Herforder Kreisblatt, 23. September 2016

Die Klangfarben des Plattdeutschen
"Dat graute Geschenk": 60 Beiträge plus Vorspann finden sich auf einer neuen Weihnachts-CD

Kreis Herford. Jetzt ist sie raus, die erste Hörbuch-CD im Doppelpack. Die Arbeitsgemeinschaft "Plattdütsk in de Kerken" der evangelischen Kirche von Westfalen hat nach einem Jahr ihrer ersten Buchveröffentlichung "Dat graute Geschenk" nun auch eine gleichnamige Doppel-CD veröffentlicht. Die wurde nun auch im Kreiskirchenamt Herford vorgestellt. Einige Tage zuvor war im Gemeindehaus Schnathorst in Anwesenheit von Mitwirkenden, Sponsoren, Vertretern der Kirchen, Gemeinden und Städte in Westfalen vorgestellt worden.

Heinz Schlüter, Pfarrer im Ruhestand und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, beschrieb mit Witz und "up Platt" den "Werdegang eines einzigartigen und außerordentlich tollen Projektes". Zunächst seien alle 2014 skeptisch gewesen, ob man wirklich ein plattdeutsches Weihnachts-Bilderbuch auf den Markt bringen sollte. "Wer wird das schon kaufen, haben wir uns alle gefragt." Also habe man auch gezittert, als es im Oktober 2015 erschien. Doch kaum war der Monat vorbei, war die erste Auflage vergriffen und dann die zweite vor Weihnachten ebenso. Das Buch enthält 24 Gedichte und Geschichten, die von Pfarrer Reinhard Ellsel in Hochdeutsch verfasst und danach von vielen Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft aus ganz OWL in ein ortstypisches Plattdeutsch übersetzt wurden. So entstand die Idee von Ewald Kröger, die Dialekte nachhaltig zu bewahren. Nun sind alle Texte auf der Hörbuch-CD von den Mitgliedern auf Plattdeutsch gesprochen worden - musikalisch umrahmt mit Weihnachtsliedern des Trio Sorellina. "Das Booklet ist dicker als ein Pixi-Buch, weil es so viele Infos und Bilder enthält", meinte Kröger lachend. Er machte auch auf den meditativen Charakter aufmerksam, der "zustande kommt, weil die Musik auch Bezug zu den Texten nimmt!" Acht Monate Arbeit hätten sich gelohnt. Kröger: "Das Plattdeutsch soll als Kulturgut erhalten bleiben."

"Damit ist das Plattdeutsche in der Reformation mittendrin", ergänzte Pfarrer im Ruhestand "Dulli" Dullweber. Die Landeskirche sei im Plattdeutschen schwach, also hätten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft den Auftrag, "als Bodenpersonal Platt tou kürn. Wi künnt so wietermaken!"

Die Fotografien der Krippenbilder stammen von Angelika Böhne-Braun. Viele Helfer hätten auch zur Klärung von Urheber- und Veröffentlichungsrechten beigetragen. Das Booklet gestaltete Dietmar Pieper, die Audio-Aufnahmen wurden vom Tonstudio Kornboden unterstützt.

Das Weihnachtsbilderbuch geht in die dritte Auflage. Die Hörbuch-CDs sind im Buchhandel erhältlich.

Weitere Informationen gibt es bei Ewald Kröger unter Tel. (0 57 44) 14 77.

© 2016 Neue Westfälische 09 - Herford, Freitag 23. September 2016




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Europaweit anerkannte Spanisch-Zertifikate am Friedrich-List-Berufskolleg überreicht
Eintrag vom: 26.09.2016

Stolz nahmen 21 Schülerinnen und Schüler des Friedrich-List-Berufskollegs in Herford ihr Spanisch-Zertifikat von der Schulleiterin Frau Krumsiek-Flottmann entgegen. Neben ihrem regulären Spanisch-Unterricht hatten sich die Absolventinnen und Absolventen auf dieses telc Zertifikat auf dem Niveau A1 vorbereitet. Die VHS als zertifiziertes Prüfungszentrum nahm Anfang Juli den Test ab und prüfte Hörverstehen, das Textverständnis, das Schreiben und natürlich allem Voran das Sprechen. Offenbar verlief die Prüfung erfolgreich - wie die Zertifikatsverleihung zeigte. Die Volkshochschule freut sich über die guten Ergebnisse und über die angenehme Kooperation mit dem Berufskolleg

Foto: Matthias Menzel / Friedrich-List-Berufskolleg




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Der Pantomime Elie Levy referierte auf Einladung der VHS über die Körpersprache des Menschen
Eintrag vom: 23.09.2016

Er braucht nicht viel, um eine Bühne zu füllen: Elie Levy weiß, dass die ganze Welt eine Bühne ist. Die Besucher in Bünde ließ er an seinen Gedanken teilhaben. Foto: Nicolas Bröggelwirth

Die ganze Welt ist eine Bühne

Bünde. Jeder Mensch lügt etwa 200 mal am Tag. Die meisten merken es nicht einmal. Sie lügen mit den Augen, mit den Mundwinkeln, mit der Stirn. Sie verstecken die Wahrheit hinter Stühlen, Gläsern und zwischen ihren Füßen. Nur zehn Prozent der Leute können gut lügen, weil sie viel Übung haben und es gewohnheitsmäßig machen. Alle anderen begehen Fehler. Und Elie Levy kennt sie fast alle.

Bescheiden wirkt der Mann auf der Bühne. An diesem Abend spielte er einmal kein Theater, an diesem Abend unterrichtete er. Dabei quoll das Wissen nur so aus ihm heraus. Der Redefluss des Wahlhamburgers ist kaum zu bremsen. Auf Einladung der Volkshochschule des Kreises Herford erzählte er vor etwa 120 Gästen im Universum von seinen Erfahrungen. Diese durften zwar mit humorvollen Geschichten versehen sein, aber man merkte, dass ihm das Thema selbst doch sehr ernst war.

Jeder Mensch sendet ununterbrochen Signale aus. Neben der Körperhaltung sind die Augen und der Mund die wichtigsten Indikatoren. Wie Paul Watzlawick in seinen 5 Axiomen zur Kommunikationstheorie sagte: "Man kann nicht nicht kommunizieren." Genau das versucht der in Frankreich ausgebildete Profidarsteller zu vermitteln. Und gerade die Erziehung und Sozialisation führt oft dazu, dass man auch unbewusst falsch interpretiert.

"Viele Gesten werden in verschiedenen Kulturen auch unterschiedlich verstanden", so Levy. "Aber Kleinkinder zum Beispiel wissen genau, wann man lügt." Es ist erstaunlich, wie viel man in eine Brille und ihre Benutzung hineinorakeln kann, wenn man sie mit den Augen eines Levy sieht. "In gewissen Kulturen ist das Tragen einer Brille sogar eine Beleidigung."

Neben der Theorie gab der ehemalige Straßenkünstler, der auch Workshops für Führungskräfte oder medizinisches Personal leitet, aber auch praktische Tipps. Wie verhält man sich bei einem Vorstellungs-Gespräch? Wie soll man sitzen, wenn man von der Polizei verhört wird, und welche Tricks wendet der Polizist an?

"Wohin aber nun mit den Händen?" Die Regeln, die Levy aufstellt, können einen verzweifeln lassen, wenn man wirklich alles richtig machen will. Ständig zu hoch, ist schlecht, ständig zu tief, ist schlecht, hinter dem Rücken geht gar nicht, Japaner reden kaum mit den Händen, Völker im mediterranen Raum sehr viel. Halte niemals lange ein Glas zwischen Dich und Deinen Gesprächspartner. Wenn Du Streit vermeiden willst, stelle Dich nicht vor einen Gegner, sondern neben ihn. Du darfst ihn am Rücken berühren, aber nicht überall und nicht zu lange. Es ist eine Wissenschaft.

Der Pantomime erklärt in seinem Programm, mit dem er seit 2012 unterwegs ist, die Tricks der Fernseh-Moderatoren und Politiker, ihre Gangarten und Dinge, auf die man achten muss, um zu verstehen, was sie wirklich denken. Fast unmerklich erklärt er so die ganze Welt zur Lüge, zum Schauspiel, zum Theater. Die ganze Welt ist ein Bühne.

Von der Spiegel-Methode bis hin zum Columbo-Prinzip sind viele seiner Erkenntnisse zwar nicht neu, werden aber mit angenehm zurückhaltender und einer fast aristokratischen Komik vermittelt. "In der Davidstraße auf der Reeperbahn laufen Männer anders als in der Fußgängerzone. Warum ist das so?"

© 2016 Neue Westfälische 11 - Bünde, Freitag 23. September 2016, von Nicolas Bröggelwirth




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10. Kulturnacht: Weniger Orte und Angebote bringen den Teilnehmern mehr Interesse durch die Besucher. Angebote in der Volkshochschule und im Kunstverein setzen neue Akzente
Eintrag vom: 23.09.2016

Waltraud Rau: Sie zeigt Aquarelle - und wie sie entstehen.
Foto:Ralf Bittner

Eine Nacht voller Entdeckungen

Herford. Das von der Tanzschule Roemkens mit Gastgruppen gestaltete Tanzfestival im Elsbach Haus ist ein Publikumsmagnet der Herforder Kulturnächte, und so freute sich Kulturanker-Vorsitzender Hans-Jürgen Buder dort über viele Gäste bei der Eröffnung und dankte Vereinen und Akteuren für ihr Engagement.

Nach der Papierform schien ausgerechnet die Jubiläumskulturnacht etwas schwach auf der Brust: zwei Chöre nicht dabei, die Markthalle als zweiter zentraler Ort nicht nutzbar, kaum Interesse bei den bildenden Künstlern des Künstlerforums, sich in der Volkshochschule als Ersatzausstellungsort zu präsentieren, eine krankheitsbedingte Absage der Band im Bitter.

Die Tanzshow fesselte mit Rock?n?Roll-, Streetdance- oder Lindy-Hop-Show und Mittanzangeboten bis in die späte Nacht. Schon um 14 Uhr hatte Galerist Claus-Dieter Tholen in seiner Galerie im Elsbach Haus die Ausstellung mit Werken Pedro Barrocals eröffnet. "Das war eine richtige Entscheidung", sagt er: "In dem Trubel wäre ich untergegangen." Anlässlich des dritten Geburtstags seiner Galerie verteilte Künstler "Weizenfeld" Brötchen mit Bautzener Senf, ein scharfer Kommentar zu den aktuellen Ereignissen. Freundlicher geht Künstler Lukas Julius Keijser aufs Publikum zu. Er verkauft gedruckte Rosensträuße als Aktion. Zur Eröffnung der Ausstellung mit Werken Bernhard Streiters kamen abends 50 Leute: "Ich bin mit dem Tag zufrieden", sagt Tholen.

Leiser und konzentrierter geht es in der Musikschule zu, wo sich Gitarrenensembles der Musikschule, das Herforder Zupforchester und die Bielefelder Folkgruppe Bellakände mit Musik aus europäischen Ländern und Südamerika präsentieren. Auch das Marta lockte mit Mitmachangeboten, Kurzfilmen und verlängertem freien Eintritt.

"Ich verstehe nicht, warum ich die einzige Künstlerin bin, die sich auf den neuen Ort eingelassen hat", sagt Waltraud Rau: "Die Bedingungen, um meine Kunst zu zeigen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sind in der VHS besser als in der Markthalle. Es kommen weniger Leute, aber die sind wirklich interessiert."

Mit einer Lesung Dagmar Hotfiels aus dem unter Pseudonym erschienen Buch "Sexofrän" zweier Herforder Autorinnen, gibt es eine kleine Premiere. Applaus des Publikums lässt das Duo jetzt überlegen, die Anonymität aufzugeben. Die VHS empfiehlt sich als Veranstaltungsort für Lesungen, Ruhiges und Gespräche. Und warum nicht den Interkulturellen Chor in der eigenen Aula auftreten lassen?

Mit eigens eingerichteter Cocktailbar, Softdrinks und Musik der bestens aufgelegten Big Band des Friedrichs-Gymnasiums lockt der Kunstverein ins Daniel-Pöppelmann- Haus, mehr als 150 Besucher waren es bis 20.30 Uhr. "Ein schöner Erfolg", findet Sarah Heitkemper, die sich dafür eingesetzt hatte, dass sich der Verein wieder an der Kulturnacht beteiligt. Ein Erfolg auch für die Big Band, denn mit ihrem Sound begeistert sie den Künstler Heiner Meyer, der sich vorstellen kann, ein Projekt mit der Band zu machen. Kontakte im Netzwerk knüpfen, ist ein Anliegen der Kulturnacht - hier scheint es funktioniert zu haben.

Über ungewöhnlich großes Interesse freut sich Jörg Timmermann, Chorleiter des Gospelchores "Call him up". "Es sind sind viele neue Gesichter in die Petrikirche gekommen", sagt er. Und die erleben eine Überraschung, nämlich den Gospelchor "Good News" aus Vlotho zur Einstimmung, und den Herforder Chor mit einer Premiere: Coldplays "Viva La Vida" achtstimmig. Hatte bei den Organisatoren unausgesprochen die Frage im Raum gestanden, ob die kompaktere Kulturnacht so funktioniert, scheint sich wieder einmal das Sprichwort zu bewahrheiten: Weniger ist manchmal mehr.

© 2016 Neue Westfälische 09 - Herford, Montag 19. September 2016, von Ralf Bittner

Eine Tour durch alle Seiten der Kultur
Lange Nacht mit Chorgesang, Tänzen und bildender Kunst

Herford(HK). Mit seinen energiegeladenen Tanzauftritten kristallisierte sich das Elsbachhaus als lebendiges Zentrum der 10. Herforder Kulturnacht heraus. Alle Auftritte und Ausstellungen fanden ihre Liebhaber.

Der Gesang der elfjährigen Lea Husemann zum "Cup Song" eröffnete die Kulturnacht im Elsbachhaus. Zusammen mit Sophia Colucci klatschte sie den Takt des Liedes und sorgte für einen kraftvollen Auftakt. Nicht ohne Grund habe sich die Tanzschule Roemkens für diesen Einstieg entschieden, erklärte Tanzlehrerin Bettina Riedel: "Rhythmus steht für Kraft und die findet sich auch in der Kultur." Zahlreiche Tanzschüler zeigten ihr Können und lockten den Abend über viele Besucher zum Tanzfestival. Der stellvertretende Bürgermeister Andrea Rödel freute sich über den großen Anklang: "Mit so vielen Menschen hätten wir nicht gerechnet." Hans-Jürgen Buder vom Kulturanker betonte: "Wir wollen alle Schattierungen der Kultur präsentieren und das nicht nur für Menschen mit weißen Haaren. Die Stadt lebt nur dann, wenn jungen Leute sie beleben."

Das schafften die überwiegend jungen Tänzer im Elsbachhaus ohne Probleme. Von dort verlief sich das Ganze. Einige Herforder waren mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf den Straßen rund um das Quartier unterwegs. "Mir gefällt, dass wir uns verschiedene Sachen angucken können, kommen und gehen können, wie es uns passt", sagte Dirk Landsmann, der mit seinen drei Töchtern die Kulturnacht erkundete. Auch von außerhalb nahmen Besucher die Möglichkeit wahr, freien Eintritt in die Ausstellungen im Marta zu bekommen. Die Gedenkstätte Zellentrakt und die Gemeinschaftsausstellung "Zwei" von Kirsten Serowski und Anita Buchholz öffneten ihre Türen.

Wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, konnte neue Gruppen für sich entdecken. "Die Kulturnacht ist eine klasse Möglichkeit, weil es viel zu erleben gibt", sagte Andrea Litke. Sie war begeistert von der Big-Band des Friedrichs-Gymnasiums, die im Daniel-Pöppelmann-Haus auftrat. Unter anderem spielten die Schüler die Tatort-Melodie und "Satisfaktion". Die Musikschule Herford hatte gleich einen ganzen Konzertabend vorbereitet, bei dem die Zupfinstrumente im Vordergrund standen. Mehrere Chöre, wie "Die Unerhörten" und der Interkulturelle Chor der VHS, nutzen die Akustik der Herforder Kirchen. "Ich denke, wir konnten von der Kulturnacht profitieren", meinte Jörg Timmermann, Chorleiter von "Call him up". So lauschten zur späten Stunde etwa 200 Besucher in der Petrikirche dem Gospelchor.

Bereits eine Woche zuvor konnte sich das Herforder Publikum anlässlich des Jubiläums mit verschiedenen Veranstaltungen einstimmen. Hans-Jürgen Buder hält dies für ein gutes Konzept: "So bekommen die Künstler die Möglichkeit, ohne Unterbrechung längere Auftritte am Stück zu spielen."

(c) Herforder Kreisblatt, 19. September 2016, von Sophie Hoffmeier und Thomas Meyer




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Für Groß und Klein: Der "Tag des Geotops" vom Förderverein für das Dobergmuseum und der Volkshochschule im Kreis Herford lockte zahlreiche Besucher zum Doberg
Eintrag vom: 23.09.2016

Faszinierend: Einen Ammoniten und einen Seeigel hat sich die achtjährige Nina ausgesucht. "Ich finde es spannend, dass das wirklich ein versteinertes Tier ist", sagte sie.
Foto: Corinna Schwandhold

Einblicke ins älteste Wahrzeichen

Bünde. Der Doberg gehört für viele Bünder ebenso als Wahrzeichen zur Zigarrenstadt wie die Laurentiuskirche oder das Denkmal "Tönnies und Steinmeister" in der Nähe des Rathauses. "Die meisten kennen ihn, viele wissen aber nicht um seine Bedeutung", sagt Museumsleiter Michael Strauß. Gerade ältere Bünder schätzten den Doberg zwar als Naherholungsgebiet, doch sei seine "geowissenschaftliche Bedeutung noch wichtiger". Um diese wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken, lud der Förderverein für das Dobergmuseum in Kooperation mit der VHS im Kreis Herford am Sonntag zum "Tag des Geotops" ein.

"Geotop klingt nach Biotop", erklärte Rainer Ebel vom Förderverein am Sonntag. "Tatsächlich geht es aber um Geologie. Ein Geotop vermittelt die Entwicklung der Erde und des Lebens", sagte der Vorsitzende des Fördervereins. Entsprechend ist der Doberg eines von rund 4.000 Geotopen in Nordrhein-Westfalen, da seine 140 Meter mächtigen Meeresablagerungen Aufschluss über zehn Millionen Jahre Erdgeschichte geben.

Gemeinsam mit weiteren Experten führte Ebel jeweils kleinere Gruppen über die Wege im Doberg, die betreten werden dürfen. Dabei erklärte er nicht nur, dass im Doberg alle drei Stufen des alttertiären Zeitalters zu sehen sind, das vor 33 Millionen Jahren begann und vor 23 Millionen Jahren endete. Er beschrieb auch die Geschichte der Erforschung des Dobergs, dessen geologische Bedeutung seit 200 Jahren das Interesse von Wissenschaftlern weckt.

Auch die Folgen des Mergelabbaus in der Zeit von 1734 bis in die 1950er-Jahre erklärte Ebel, der die Veränderungen des heutigen Naturschutzgebiets ansprach. Dazu hatten auch einige Zuhörer Geschichten zu berichten, wie der 93-jährige Helmut Färber. Er erinnert sich noch daran, wie er in den 1930er-Jahren mit seinen Mitschülern und Freunden am Hügel rodelte. "Früher war der Hauptkegel des Dobergs so gut wie frei, er war nur mit etwas Buschwerk bewachsen", erzählte er. Entlang des Weges habe es früher auch eine kleine Quelle gegeben. "Die ist aber versiegt, als ein ansässiger Betrieb ein Schwimmbad für seine Mitarbeiter gebaut hat."

Doch nicht nur für die Erwachsenen lohnte sich am Sonntag ein Ausflug zu Bündes "Berg", der nur deshalb entstanden ist, weil in dem Gebiet Erdreich für die Gewinnung von Mergel abgebaut worden ist. Auch für die jungen Gäste hatte sich der Förderverein einiges einfallen lassen. Wolfgang Herzog organisiert gerne Ausflüge zu Steinbrüchen für Kinder und hatte am Sonntag kleine Fossilien als Geschenke für kleine und große Besucher parat. Unter den Fossilien, die zum Teil noch unpräpariert waren, suchte sich die achtjährige Nina einen Ammoniten und einen Seeigel aus. "Ich finde es spannend, dass das wirklich ein versteinertes Tier ist", sagte sie.

Angesichts dieses bunten Programms für Groß und Klein lockte der "Tag des Geotops" am Wochenende viele Besucher an, wie Rainer Ebel zufrieden feststellte. "Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass der Doberg eine Sehenswürdigkeit ist, die man pflegen muss."

Programm für Kinder
Für die Jugendgruppe Dobergmuseum organisiert Wolfgang Herzog vom Förderverein zahlreiche Ausflüge und Veranstaltungen.
Als nächstes ist ein Ausflug zu einem Steinbruch Anfang Oktober geplant, bei dem die Kinder und Jugendlichen selbst nach Fossilien suchen dürfen.
"Dabei gibt es keine Altersgrenzen", sagt Herzog. Auch Erwachsene, die sich für das Thema interessieren, sind willkommen.
Für Fragen steht Herzog zur Verfügung. Informationen gibt es unter Tel. (0 52 23) 7 92 22 39.

Von Corinna Schwanhold © 2016 Neue Westfälische 11 - Bünde, Dienstag 20. September 2016




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Interesse, bei uns zu unterrichten?
Eintrag vom: 15.09.2016

Wir suchen ab sofort engagierte und freundliche Spanischdozentinnen und -dozenten auf Honorarbasis.

Bei entsprechender Qualifikation wenden Sie sich bitte an Andrea Dohmann, 05221/5905-12, dohmann@vhsimkreisherford.de




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Sprachen lernen an Ihrer VHS
Eintrag vom: 06.09.2016

Ab September können Sie 19 Sprachen an Ihrer Volkshochschule lernen. Von Arabisch über Englisch und Französisch, Kurdisch und Suaheli bis Türkisch. Lernen können Sie am Vormittag oder Abend, am Wochenende, in kurzer und knackiger oder in intensiver Form. Und wenn Sie nicht wissen, welcher Kurs der Richtige für Sie ist, beraten wir Sie gern. 

Weitere Informationen hier.




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Andreas Englisch erst am 7. Februar im Universum
Eintrag vom: 05.09.2016

© Riccardo Musacchio & Flavio Ianniello


Kreis Herford/Bünde. Die VHS im Kreis Herford weist mit Bedauern darauf hin, dass die für den 13. September im Universum in Bünde geplante Veranstaltung mit Andreas Englisch "Der Kämpfer im Vatikan - Papst Franziskus und sein mutiger Weg" verschoben werden muss. Das Management von Herrn Englisch teilte dazu mit, dass "Andreas Englisch leider alle Termine vom 11. bis 15. September absagen muss". Die so gut wie ausverkaufte Veranstaltung wird am 7. Februar 2017 nachgeholt. Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit.



weitere Informationen hier


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Erfolgreich kommunizieren mit NLP - Basis-NLP-Ausbildung jetzt auch mit Zertifikat
Eintrag vom: 01.09.2016

NLP-Trainer Nikolai Hotzan +++

Ob beruflich oder privat: Gute Kommunikation zahlt sich aus! Wer erfolgreich kommuniziert, löst Probleme und Konflikte. Bewährte Methoden dafür bietet das Neurolinguistische Programmieren (NLP). NLP ist aber mehr als eine bloße Technik für gelungene Kommunikation. Es ist interessant für alle, die überzeugend kommunizieren, wirkungsvoll auftreten, ihre Ängste überwinden und ihre Ziele erreichen möchten. NLP bietet Modelle und Techniken, um auch in schwierigen Situationen angemessen reagieren und auf "Erfolgskurs" bleiben zu können.

Interessiert? Dann laden wir Sie zu einem kostenlosen Informationsabend am Donnerstag, den 8. September, in die VHS nach Herford ein. Informieren Sie sich bei dem erfahrenen NLP-Trainer Nikolai Hotzan über die verblüffenden Möglichkeiten des NLP, die Basis-NLP-Ausbildung und die Ausbildung zum NLP Practitioner. Beide Ausbildungen starten im Oktober. Sie werden nach den Richtlinien des DVNLP e.V. (Deutscher Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren e.V.) durchgeführt und zertifiziert.

Zur Einstimmung das Feedback einer Teilnehmerin, die im April 2016 die NLP Master-Ausbildung an der VHS abgeschlossen hat:

"Ich habe bis 17.4.2016 an der NLP Masterausbildung bei der VHS in Herford teilgenommen - das war eine herausragende Weiterbildung für mich. Der Trainer Nikolai Hotzan hat es auf besondere Weise verstanden, neben der strukturierten und sehr kompetenten Vermittlung der notwendigen Fachinhalte jedem Teilnehmer einen persönlichen Entwicklungsweg zu ermöglichen. Ich habe dies als sehr nachhaltige Bereicherung für mein Leben erlebt und kann daher nur wünschen, dass möglichst viele Menschen in den Genuss solcher Expertise kommen."

Unsere NLP-Angebote auf einen Blick


Zusätzliche Dokumente zur Veranstaltung

Informations-Flyer



Und noch ein Tipp:

Mit einem Bildungsscheck können die NLP-Weiterbildungen gefördert werden!




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Workshops im Werburg-Museum Spenge
Eintrag vom: 31.08.2016

Bekanntlich hat im Juni diesen Jahres das historische Museum an der Werburg in Spenge eröffnet. Was liegt da näher als eine Reihe an interessanten Veranstaltungen mit diesem Museum für Sie zu planen? Themen, die sowohl damals modern waren als auch heute wieder aktuell sind? So verspricht ein Kochkurs "barocke Genüsse". In der Barockzeit gehörten ausgefallene und exotische Speisen und Gewürze zum guten Ton in adeligen Haushalten. Zu den damals exotischen Genüssen zählt auch das eine oder andere heute sehr gängige Lebensmittel wie Kaffee und Schokolade. In einem kulinarischen Workshop können Sie selbstgerösteten Kakao und feine Pralinen für sich entdecken (Kursnummer M79668A). Im Werburger Herrenhaus sind einige Reste von Rollstempeldekorationen als Baubefunde erhalten geblieben. Damals waren sie offenbar ganz aktuell - und auch heute sind sie es wieder. Im Workshop Rollstempeldekoration (Kursnummer M81868A) können Sie eigene Stempel und Schablonen entwerfen. In dem Workshop Zinngießen (Kursnummer M81878A ) wird die Technik des Zinngießens mit Formenbau, Guss und Endbearbeitung genauer vorgestellt und an einfachen Formen praktisch ausprobiert. Ähnlich wie heute trug man schon im Mittelalter wichtige Informationen immer bei sich. Heute nutzt man das Smartphone, damals ein sogenanntes Beutelbuch. Im Workshop Ipad oder Beutelbuch (Kursnummer M81888B) können Sie ein Beutelbuch nach mittelalterlichem Vorbild selbst gestalten. Das Werburg-Museum Spenge und die Volkshochschule freuen Sie über Ihr Interesse!

Fotonachweis: Werburg-Museum Spenge / Voss




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Werburger Kreativ-Tage mit Ausstellung beendet
Eintrag vom: 30.08.2016

Noor hat ihre Silhouette mit dem ausgestaltet, was ihr wichtig ist; Tiere und die Natur spielen eine zentrale Rolle im Leben der jungen Frau.

Rosemarie Oberschelp (links) und Ute Hamker haben unter fachkundiger Anleitung von Sergej Poweliza Figuren aus Brennholz-Stücken gearbeitet.

Fotos: Daniela Dembert

Neben Charakterköpfen auch mal entspannt

Spenge (dd). Viel kreatives Potenzial hat sich vom 16. bis 25. August an der Spenger Werburg entladen. In dieser Zeit hat die Volkshochschule (VHS) des Kreises Herford die Werburger Kreativ-Tage veranstaltet, deren Ergebnisse jetzt in einer offenen Präsentation vorgestellt wurden. Seit neun Jahren initiiert die VHS die Workshopreihe, deren Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung von Künstlern und Handwerkern mit unterschiedlichsten Materialien arbeiten. "In diesem Jahr hatten wir einen Schwerpunkt im Bereich der Malerei. Das Angebot ist auch abhängig davon, welche Dozenten wir gewinnen können. Im kommenden Jahr möchten wir noch andere Kurse wie beispielsweise Filzen oder Weidenflechten anbieten", erzählt die VHS-Fachbereichsleiterin für Sprachen, Kultur und Gestalten, Andrea Dohmann. Sechs Kurse sind in diesem Sommer zustande gekommen. Es wurde mit verschiedenen Farben und Techniken gemalt und gezeichnet, gebastelt, Figuren aus Stein gehauen und Holz bearbeitet.

Beim Abschlussfest der Kreativ- Tage stellten die Kursteilnehmer ihre gefertigten Werke vor und staunten selbst nicht schlecht über das, was sie auch ohne Vorkenntnisse geleistet haben. "Ich habe gedacht, etwas Einfaches machen zu müssen, sonst würde das nichts. Am ersten Tag war ich abends total geschafft, am zweiten fiel die Anspannung ab und ich konnte im Kurs entspannen und genießen", blickt Rosemarie Oberschelp zurück auf den Kurs zur fantasievollen Holzbearbeitung, in dem sie unter Anleitung von Sergej Poweliza drei Figuren geschaffen hat.

Poweliza lobte neben der Kreativität seiner Schützlinge vor allem die Atmosphäre im Workshop: "Am zweiten Tag war die Gruppe schon wie eine Familie und es wurde viel gemeinsam gelacht", berichtet er. Ähnlich zufrieden klingen auch die Resumees aus den anderen fünf Workshops. Ursula Gronemeyer etwa hat am Bildhauer-Workshop unter dem Motto "Charakterköpfe aus Stein" teilgenommen.

 

Westfalen-Blatt Enger-Spenge, 27. August 2016, Daniela Dembert




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Kinder aus geflüchteten Familien genießen einen Ferien-Mal-Spaß auf der Werburg
Eintrag vom: 22.08.2016

"Eeeeej" kreischt en kleiner afghanischer Junge. Sein albanischer Freund hat versehentlich beim Papier schöpfen den nassen Schwamm auf sein Werk gelegt. "Entschuldigung" heißt es sofort von dieser Seite und schon wird wieder zusammen gelacht, gemalt, sich konzentriert und gebastelt. Rund 12 Mädchen und Jungen aus Syrien, Albanien, Afghanistan und Albanien sind zusammengekommen, um bei herrlichem Sonnenschein auf der idyllisch im Grünen gelegenen Werburg Collagen zu erstellen, zu malen und Papier zu schöpfen. Die Kinder haben auf diese Weise nicht nur zwei wundervolle Vormittage verbracht, ihnen wurde auch die Möglichkeit gegeben, durch die kreativen Tätigkeiten ihre schlimmen Flucht-Erlebnisse ein Stück weit zu verarbeiten. Die Grafikdesignerin Christine Sordel-Brockmann leitete diesen Workshop mit Unterstützung von Michaela Hoffmann. Finanziert wurde die Veranstaltung vom Förderverein der VHS im Kreis Herford. Wenn auch Sie solche oder ähnliche Projekte unterstützen möchten … der Verein freut sich immer über neue Mitglieder. Informationen über den Verein finden Sie hier.

Die Artikel aus der Presse finden Sie hier und hier.

Foto: Gerhard Hülsegge Westfalenblatt 20.08.2016

 

 




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Pantomime Elie Levy lüftet Geheimnisse der Körpersprache
Eintrag vom: 18.08.2016

"Wer erfolgreich agieren will, sollte die nonverbale Kommunikation souverän beherrschen ...," so Elie Levy, einer der renommiertesten Pantomimen unserer Zeit, seit 30 Jahren zu Gast auf deutschen und internationalen Bühnen - und am 21. September auf Einladung der VHS auch zu Gast im Universum Bünde!

Der vielseitige Künstler mit israelischen Wurzeln ist ein ausgewiesener Profi in Sachen Körpersprache. Aufschlussreich, amüsant und mit unverwechselbarem Charme wird er in seiner zweistündigen Vorstellung einen breiten Überblick über die verschiedenen Facetten der nonverbalen Kommunikation geben und die oft unbewussten Botschaften entschlüsseln. Elie Levy, der seinen Körper virtuos beherrscht, zeigt mit anschaulichen Beispielen und in vielen spontanen Improvisationen, was Körpersprache alles ausdrücken und wie man sie bewusst einsetzen kann.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Weitere Informationen zu Elie Levy finden Sie hier: www.elielevy-körpersprache.de

 

 




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Klüger geht immer - mit der VHS
Eintrag vom: 18.08.2016

»Klüger geht immer« - mit der VHS

Die Blauen Seiten liegen aus - 1322 Veranstaltungen auf 240 Seiten zusammengefasst

Stellten das neue VHS-Programm vor: VHS-Leiterin Monika Schwidde (vorne von rechts) sowie Helga Lütkefend (stellvertretende Leiterin)
und das VHS-Team mit (von links) Ulrike Koebke, Stephanie Müller, Andrea Dohmann und Frank Schragner. Foto: Ralf Meistes

H e r f o r d (HK). Selbstverständlich lässt sich das Jahresprogramm der VHS einfach in Zahlen zusammenfassen: 14 000 Exemplare der Blauen Seiten liegen jetzt aus. Auf 240
eng bedruckten Seiten sind nicht weniger als 1322 Veranstaltungen zusammengefasst. Um wirklich die Vielfalt des VHS-Angebotes zu entdecken, lohnt ein Durchblättern des
Programmheftes in jedem Fall. Gestern stellten VHS-Leiterin Monika Schwidde und ihr Team  das neue Jahresprogramm vor.

Das Heft trägt den Slogan »Klüger geht immer!«
18 verschiedene Sprachen können in den verschiedenen Kursen erlernt werden. Das Angebot reicht von A wie Arabisch bis derzeit T wie Türkisch. Neben den gängigen Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch wird seit diesem Jahr auch Suaheli angeboten. Mit Kurdisch soll demnächst eine 19. Sprache folgen. Und da das reine Grammatik lernen oder Vokabeln büffeln auch mal sehr trocken sein kann, gibt es auch interessante landeskundliche Veranstaltungen. Wer sich beispielsweise für die englische Sprache und das britische Königshaus interessiert, der dürfte Ende November bei dem Abend »Tales from Buckingham Palace« genau richtig sein.

Aufgrund des enormen Flüchtlingszuzugs ist auch die Zahl der Integrationskurse deutlich gestiegen. Von vier Kursen in 2015 auf derzeit 14 Integrationskurse, die im Durchschnitt von 15 Teilnehmern besucht werden. Ab dem 29. August beginnen zwei neue Integrationskurse. Darüber hinaus bietet die VHS eine breite Palette von Sprachprüfungen an, die auch von
Menschen genutzt werden, die zuvor keinen VHS-Kurs besucht haben.

Im Bereich EDV, Technik, Medien dürften sich vor allem Hobbyfotografen für den Kurs interessieren, der sich mit dem Programm »Affinity Photo« beschäftigt, das als Konkurrent zu »Photoshop « angesehen wird. Unter dem Stichwort »Berufsbezogene Weiterbildung« befindet sich eine breite Angebotspalette: von der Vorbereitung auf Ausbildung, Studium und Beruf bis zu Schlüsselqualifikationen wie Selbstpräsentation und Kommunikation. »In dem Zusammenhang freuen wir uns auf eine Veranstaltung am 21. September im Universum Bünde. An diesem Abend wird der Pantomimen-Künstler Elie Levy über die Geheimnisse der Körpersprache informieren«, sagte Helga Lütkefend.

Unter der Überschrift »Natur und Umwelt« finden die Leser vogelkundliche Exkursionen, Gartenseminare, aber Interessierte können in der Sternwarte am Friedrichs-Gymnasium in Herford auch einen Blick in die Sterne wagen. Im Fachbereich Gesundheit werden ab diesem Jahr wieder Yoga-Kurse für Kinder angeboten. Ebenfalls neu ist das Whiskeytasting, also das Probieren von Whiskysorten.

Die Blauen Seiten liegen unter anderem in Rathäusern, Bibliotheken und Buchhandlungen im Kreis Herford aus. Weitere Informationen gibt es auch unter www.vhsimkreisherford.de.

So vielfältig ist das VHS-Angebot: In der Volkshochschule können Yoga-Kurse (Foto links) besucht werden. Neuerdings auch für Kinder. Darüber hinaus gibt es Fledermaus-Beobachtungen (Foto Mitte). Und wer Englisch lernt und sich für die Royals interessiert, ist bei »Tales from Buckingham Palace« genau richtig. Fotos: dpa


Westfalen-Blatt, Herford, 17.08.2013 / Den kompletten Artikel sehen Sie HIER

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Klüger mit den "Blauen Seiten"

Volkshochschule: Ab sofort ist das Jahresprogramm mit mehr als 1.300 Veranstaltungen an vielen Orten im Kreis erhältlich. Das Motto lautet diesmal Klüger geht immer!

Gruppenbild mit Brillen: VHS-Leiterin Monika Schwidde (vorne r.) und ihre Bereichsleiter Helga Lütkefend (vorne l.), Ulrike Koebke (hinten v. l.), Stephanie Müller, Andrea Dohmann und Frank Schragner mit den Blauen Seiten vor dem VHS-Gebäude. FOTO: RALF BITTNER

Von Ralf Bittner

Kreis Herford. 1.322 Veranstaltungen listen die Blauen Seiten, das Jahresprogramm derVolkshochschule(VHS)im Kreis, auf. Diese liegen ab sofort an vielen Orten im Kreis aus. "Auch wenn wir derzeit oft als Anbieter von Integrations- und Deutschkursen für Zuwanderer im Gespräch sind, bieten wir wie jedes Jahre eine breite Palette von Angeboten aus verschiedensten Bereichen an", sagte VHS-Leiterin Monika Schwidde. "Nach Bedarf und Aktualität werden sicher noch Angebote dazu kommen."
Traditionell stark ist das AngebotanFremdsprachen.18 sind im Programm, darunter neu Suaheli für Menschen, die oft nach Ostafrika reisen. Ein Kurdisch-Kursus ist in Vorbereitung. Englisch wird auf verschiedenen Niveaus vom Business-Englisch bis zu Kursen für Wiedereinsteiger angeboten.
Hier empfiehlt Fachbereichleiterin Ulrike Koebke, die Einstufungstests und Informationsgespräche zu nutzen, um den passenden Kurses zu finden.

Stark nachgefragt sind auch Angebote im EDV-Bereich. Fototechnik, Datenbanken oder neu eine Einführung in das "Kollaborative Arbeiten mit Google&Co" sind einige Beispiele aus diesem Bereich. Breit aufgestellt ist auch die Sparte "Berufsbezogene Weiterbildung". Das Angebot reicht hier von Buchhaltungs- Lehrgängen, Kurse in wissenschaftlicher Kommunikation an der Hochschule bis zu Angeboten aus dem Bereich Psychologie und Motivation. Unter anderem wird Pantomime Elie Levy im Bünder Universum in die Geheimnisse der Körpersprache einführen. "Die Veranstaltung findet bereits am 21. September statt und ist ein früher Höhepunkt im Jahresprogramm", sagte Helga Lütkefend, die diesen Bereich verantwortet. Wieder angeboten wird auch ein vom Land geförderter Kursus "Lesen und Schreiben für den Beruf".

"Im Bereich Gesundheit haben wir besonders viele treue Nutzer der 272 Kurse", sagte Frank Schragner. Trotzdem gibt es auch hier Neues: Crossout - ein Outdoor-Training,
Selbstbehauptung für Frauen nach dem WenDo-Konzept, und Yoga kann auch wieder für Kinder angeboten werden. Auch Kochen fällt in diesen Bereich. Neben Einführungen
ins vegane Kochen oder die Vorstellung exotischer Landesküchen - neu ist in diesem Jahr die irische Küche - gibt es auch ein Whiskey-Tastting.

Erweitert wurde auch das Angebot an naturkundlichen Exkursionen durch Kooperationen mit dem BUND oder dem Paläontologischen Arbeitskreis Bünde. Wer also
Vögel oder Fledermäuse beobachten, Pilze oder die Welt der Fossilien kennen lernen möchte, findet jetzt ein vergrößertes Angebot.
Vorträge und Lesungen machen einen großen Teil des Programms im Bereich "Politik und Gesellschaft" aus.

Schon am 13. September porträtiert Andreas Englisch Papst Franziskus. "Der Kämpfer im Vatikan" heißt sein Vortrag in Bünde. Zeit-Autorin Petra Pinzler berichtet am 3. November vom "Unfreihandel". Mit dem Vortrag "Emanzipation im Islam" von Sineb El Masar am 8. November in Herford und Cigdem Akyols Vortrag zur Biografie Erdogans am 23. November ebenfalls in Herford, blickt die VHS angesichts der aktuellen Ereignisse verstärkt Richtung Vorderer Orient.
"Gerade im Bereich politische Bildung kommen oft noch aktuelle Angebote dazu", sagte Monika Schwidde. Neben deminspirierenden Blick in die "Blauen Seiten" lohne sich daher immer wieder der Blick auf die Internetseiten der Volkshochschule.

Die Volkshochschule im Kreis Herford
Die Blauen Seiten mit dem VHS-Jahresprogramm liegen ab sofort in Rathäusern, Bibliotheken, Buchhandlungen und Geldinstituten zur Mitnahme aus.
- VHS-Träger ist der Zweckverband Volkshochschule im Kreis Herford.
- Ihm gehören alle Kommunen im Kreis außer Löhne an, und es werden auch überall Veranstaltungen angeboten.
- Informationen über die Angebote auf www.vhsimkreisherford.de oder unter Telefon (0 52 21) 5 90 50.

Neue Wesfälische, Herford, 18.08.2016 / Den kompletten Artikel sehen Sie HIER

 




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Motto: Mach dir ein Bild
Eintrag vom: 18.08.2016

Ölmalerei im Sommer - ein Angebot der Volkshochschule im Kreis Herford

 

zum Lesen auf das Bild klicken





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Kreative Tage an der Werburg
Eintrag vom: 11.08.2016

Zeitungsbericht vom 11. August 2016 im Herforder Kreisblatt




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Italienisch und Spanisch in intensiver Form
Eintrag vom: 04.08.2016

Möchten Sie Italienisch oder Spanisch in intensiver Form lernen? Für den Urlaub, für den Beruf oder aus reiner Freude am Lernen von Sprachen? Nach den Sommerferien haben Sie an Ihrer VHS die Gelegenheit. Ein Italienischkurs für Anfangende wird ab 29. August bis 1. September täglich von 8.30 Uhr bis 12.15 Uhr angeboten, ein Wochenendkurs ab 10. September, jeweils samstags und sonntags von 10.00 bis 13.15 Uhr. Ein Spanischkurs wird in der Zeit vom 12. bis 16. September täglich in der Zeit von 9:00 bis 14:30 Uhr angeboten. Für den Spanischkurs kann auch Bildungsurlaub nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz (AWbG) beantragt werden. Die Kurse werden von erfahrenen Muttersprachlern geleitet. Und wenn Sie Gefallen an der Sprache gefunden haben, so können Sie gern in einen weiterführenden Kurs einsteigen.

Nähere Informationen zu dem Intensivkurs Italienisch finden Sie hier (Kurs-Nr. L37473B)
Nähere Informationen zu dem Kurs Italienisch am Wochenende finden Sie hier (Kurs-Nr. M37303A)
Nähere Informationen zu dem Intensivkurs Spanisch finden Sie hier (Kurs-Nr. M38823A)




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Pantomime Elie Levy lüftet Geheimnisse der Körpersprache
Eintrag vom: 27.07.2016



"Wer erfolgreich agieren will, sollte die nonverbale Kommunikation souverän beherrschen ...," so Elie Levy, einer der renommiertesten Pantomimen unserer Zeit, seit 30 Jahren zu Gast auf deutschen und internationalen Bühnen - und am 21. September auf Einladung der VHS auch zu Gast im Universum Bünde!

Der vielseitige Künstler mit israelischen Wurzeln ist ein ausgewiesener Profi in Sachen Körpersprache. Aufschlussreich, amüsant und mit unverwechselbarem Charme wird er in seiner zweistündigen Vorstellung einen breiten Überblick über die verschiedenen Facetten der nonverbalen Kommunikation geben und die oft unbewussten Botschaften entschlüsseln. Elie Levy, der seinen Körper virtuos beherrscht, zeigt mit anschaulichen Beispielen und in vielen spontanen Improvisationen, was Körpersprache alles ausdrücken und wie man sie bewusst einsetzen kann.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier M4061.1A

Weitere Informationen zu Elie Levy finden Sie hier: www.elielevy-körpersprache.de



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Dozentinnen und Dozenten für den kaufmännischen Bereich gesucht
Eintrag vom: 27.07.2016




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Die neuen Blauen Seiten sind da !
Eintrag vom: 26.07.2016

Nachdem Mitte Juli die neuen Veranstaltungen schon im Internet veröffentlicht wurden, ist jetzt auch die gedruckte Version der "Blauen Seiten" da.

Ab heute in allen Geschäftsstellen der VHS erhältlich.

In den kommenden Tagen liegt das Jahresprogramm 2015/2016 dann auch in Rathäusern, Bibliotheken, Buchhandlungen, bei Banken und Sparkassen zum Mitnehmen aus.
Übersicht Auslagestellen:  http://vhs.bz/qbdpl

Viel Spaß beim Stöbern ...




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Selbstbehauptung für Mädchen: VHS-Ferien-Workshop für 14- bis 18-Jährige
Eintrag vom: 15.07.2016

Wollen Mut machen "NEIN " zu sagen: Frank Schragner (VHS-Fachbereichsleiter Gesundheit) und Karola
Althoff-Schröder (Gleichstellungsbeauftragte) laden Mädchen zum Wendo-Workshop ein.
FOTO: Mirijam Scharlibbe


Der entschlossene Weg der Frauen

Herford. Ein entschlossener Gesichtsausdruck, ein lautes "Nein", eine entschiedene Abwehrhaltung - das können Lebensretter sein. Für Mädchen und jungen Frauen, die belästigt oder bedrängt werden, ist die beste Selbstverteidigung ihre eigene Stärke und Entschlossenheit. Wie sie die richtig einsetzen müssen, können 14- bis 18-Jährige Mitte August in einem zweitägigen Ferien-Workshop lernen.

"Wir wollten ein öffentliches Angebot, speziell für die Zielgruppe der Jugendlichen , weil es das bisher in Herford nicht gibt", erklärt Karola Althoff-Schröder. Gemeinsam mit Frank Schragner, Fachbereichsleiter Gesundheit bei der Herforder Volkshochschule (VHS), hat sich die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt für das Seminar stark gemacht. Am 16. und 17. August sollen zwölf Mädchen im Trainingsraum 502 der VHS am Münsterkirchplatz das Wendo-Konzept erlernen.

Wendo ist ein feministisches Konzept zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen. Übersetzt heißt Wendo "Weg der Frauen" (Wen, einer Abkürzung für das englische women; Do, japanisch für Weg) und wird in Deutschland seit Anfang der 80er Jahre von Frauen verbreitet und weiterentwickelt. Beim Workshop in Herford wird Britta Limberg aus Paderborn die Mädchen unterrichten - mit Rollenspielen, Gesprächen, Körperübungen und Selbstverteidigungstechniken.

"Den Mädchen soll beigebracht werden, wie sie auch schon durch Mimik und Sprache Grenzen setzen können", sagt Althoff-Schröder. Gerade Jugendliche würden heute früher in Situationen kommen, in denen sie sich eventuell wehren müssen. "Das Ausgehverhalten hat sich verändert. Heute gehen viele schon mit 16 und dem Muttizettel in die Disco."

Wie sich eine Frau verhält, wenn sie belästigt oder angegriffen wird, sei keine Generationen-, sondern eine Typ-frage, sagt Althoff-Schröder: "Auch ganz selbstbewusste Mädchen können in solchen Situationen ins Schleudern kommen, vielleicht gerade, weil sie denken, dass ihnen so etwas nicht passiert."

Das zweitägige Seminar passt Althoff-Schröder zufolge gut in die aktuelle "Nein-heißt-Nein-Debatte". Eine Verschärfung des Sexualstrafrechts sei längst überfällig gewesen, so die Gleichstellungsbeauftragte. Sie begrüßt es, dass jetzt auch die verbale Abwehr vor Gericht anerkannt wird. "Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist schon lange in jeder Form strafbar. Das es jetzt auch für Übergriffe im öffentlichen Raum mehr Klarheit gibt, ist richtig und wichtig."

Lehrer, die einen Workshop gesondert für ihre Schülerinnen anbieten wollen, oder Vereine und andere Frauengruppen können auch eigene Seminare mit der VHS vereinbaren. Ansprechpartner dafür ist Frank Schragner, Tel. (0 52 21) 59 05 24.

© 2016 Neue Westfälische 09 - Herford, Freitag 15. Juli 2016, von Miriam Scharlibbe



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VHS-Integrationskurse in Bünde
Eintrag vom: 08.07.2016

Unterricht: Das Erlernen der deutschen Sprache gilt als Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration von Asyl-
suchenden in die Gesellschaft.
FOTO: ANDREAS ZOBE

Grünes Licht für Sprachkurse
Politik: Bis Herbst soll die VHS drei Sprachkurse für Flüchtlinge anbieten, die aufgrund ihrer Herkunft durch das Bundesamt für Migration nicht gefördert würden

Bünde. Ein großer Teil der in Bünde lebenden Asylbewerber nimmt an Sprachkursen teil, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert werden. Das trifft aber nur auf Flüchtlinge aus Syrien, Iran, Irak und Eritrea zu. Nach Bünde sind aber Menschen aus mehr als 20 Staaten gekommen.

Der Ausschuss für Generationen und Soziales der Stadt Bünde hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, Geld für drei Sprachkurse bereitzustellen, die noch bis Herbst durchgeführt werden sollen. 8.100 Euro soll die Stadt Bünde dafür zur Verfügung stellen.

Zielgruppe sind dabei Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren, die über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen und aus vorgenannten Gründen bislang vom BAMF keine Förderung für Integrationskurse erhalten haben. "Auch für die Flüchtlinge ist es unerlässlich, sich im täglichen Umgang mit Behörden, Banken, beim Einkaufen, bei Arztbesuchen und in Schulen auf Basis grundlegendster Sprachkenntnisse verständigen zu können", so Bündes Erster Beigeordneter Günther Berg in einem Schriftstück für den Ausschuss.

Einen Kursus von 100 Stunden zu je 45 Minuten schlägt die Volkshochschule vor und legte ein Angebot über 2.700 Euro je Kursus vor. Derzeit erfüllten 185 Flüchtlinge in der Stadt die Voraussetzungen zur Teilnahme an diesen Sprachkursen. Bei vorgeschlagenen 22 Teilnehmern pro Kursus müssten neun Kurse durchgeführt werden. Personell sei diese Anzahl Kurse bis Herbst nicht zu schaffen, weshalb zunächst drei geplant sind, heißt es von Seiten der Volkshochschule.

Die Verwaltung und die politischen Gremien in Bünde wollen aus den drei Kursen, deren Finanzierung beschlossen wurde und die bis Herbst durchgeführt werden sollen, Erfahrungen ziehen und gegebenenfalls Geld für weitere Kurse im kommenden Jahr bereitstellen.

© 2016 Neue Westfälische 11 - Bünde, Freitag 08. Juli 2016, Gerald Dunkel

 




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Als 400 Herforder in Asien dienten
Eintrag vom: 06.07.2016

Foto: Neue Westfälische/Verein für Herforder Geschichte

Vortrag: Verein für Herforder Geschichte und die Volkshochschule laden am 7. Juli um 19 Uhr ein

Kreis Herford (nw). Für Donnerstag, 7. Juli, 19 Uhr laden der Verein für Herforder Geschichte und die Volkshochschule zu einem Vortrag in den Historischen Sitzungssaal des Kreishaus, Amtshausstraße 2 in Herford, ein. Dort erzählt Jos Kaldenbach von den vielen Herfordern, die mit der Vereinigten Ostindischen Kompanie in Asien waren.

Ein kleines Land wie Holland, das sich zeitweise zur stärksten Wirtschaft Europas entwickelte, gab es nur mit deutscher - und auch Herforder - Hilfe. Die Republik der sieben Vereinigten Niederlande konnte sich im 17. Jahrhundert zur Weltmacht entwickeln, weil Saisonarbeiter die Defizite im heimischen Arbeitsmarkt wettmachten.

Das größte Unternehmen der Welt in dieser Zeit war die Verenigde Oostindische Compagnie (VOC/OIC), die mittels Aktien so viel Kapital auch von Deutschen sammelte, dass sie Schiffe, Geld und Güter nach Ost- und Westindien und Umgebung schicken konnte, um Handel zu treiben. Tauschhandel war dabei sehr wichtig, aber auch Silber, Gold und seltene Produkte - manchmal "peperduur" (sündhaft teuer) - wurden genutzt.

Kaldenbach hat bei seinen Recherchen etwa 400 Herforder gefunden, die im 17. und 18. Jahrhundert in der VOC aktiv waren. Er wird ihre bisher weitgehend unbekannten Schicksale mit ihren Daten, Berufen, Schiffen, Sterbefällen und ihrer manchmal glücklichen Rückkehr im Vortrag schildern.

Die vielen Hunderttausende Deutsche, die in der VOC als Soldat, Seemann oder Händler mitfuhren - fast die Hälfte der Gesamtbelegschaft -, wurden bereits digital erfasst, auch auf Deutsch (. Bei der Suche nach den Nachnamen ist aber viel Fantasie erforderlich: Die Schreiber, die einen Namen in deutschem Dialekt hörten, schrieben, wie sie es hörten.

Das ganze 18. Jahrhundert ist jetzt schon komplett - aus den VOC-Soldbücher - im Internet zu finden, das 17. Jahrhundert nur teilweise, weil es in der VOC nicht vollständig überliefert ist.

Alle 4.789 Musterungsbücher wurden an Land aufbewahrt, deshalb war es einfach, zu den zwei Dritteln der VOC-Bediensteten, die untergingen oder anderswie starben, genealogische Daten zu ermitteln. Unter den Toten waren etwa 300.000 Deutsche. Viele starben an sehr entfernten und unerwarteten Orten.

© 2016 Neue Westfälische 09 - Herford, Mittwoch 06. Juli 2016



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Werburger Kreativtage
Eintrag vom: 05.07.2016

Die Künstler Peter Leiss (von links), Christine Sordel-Brockmann, Doro Köster, Elke Eickhoff, Andrea Dohmann (VHS-Fachbereichsleiterin) und Rosali Müller freuen sich auf die Kreativ-Tage an der Werburg vom 16. bis 25. August. Das Guts-Ensemble regt - das hat die Erfahrung gezeigt - bei vielen Menschen die Fantasie an. Im Hintergrund das Herrenhaus mit dem neuen Museum.
Foto: Gerhard Hülsegge

Spenge(WB). Künstlerisch begabte Zeitgenossen können sich vom 16. bis 25. August wieder in Spenge aktiv betätigen. Die Volkshochschule (VHS) veranstaltet zum 9. Mal die Werburger Kreativ-Tage.

»Es liegen bereits knapp 20 Anmeldungen für die neuen Kurse vor«, sagt Fachbereichsleiterin Andrea Dohmann. Seit 2008 bietet die VHS im Kreis Herford die Möglichkeit, in idyllischer Umgebung des ehemaligen Rittergutes (neuerdings auch mit Museum) unter professioneller Anleitung zu malen, zu zeichnen oder zu handwerkern. Zehn Kurse sind in diesem Jahr in der letzten Woche der Sommerferien geplant. Zwei der zehn Workshops richten sich speziell an Kinder.

Neu im Angebot ist unter anderem die Beschäftigung mit Drachen. Am Montag, 22., und Dienstag, 23. August, möchte Doro Köster, Künstlerin aus Bielefeld, mit Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren dem Geheimnis der Flieger im Wind auf die Spur kommen. Drachen können gemalt, gezeichnet oder auch geklebt werden. Zum Extra-Angebot für Kinder gehört auch der Ferien-Mal-Spaß mit Christine Sordel-Brockmann aus Spenge. Sie leitet auch den Kurs »Aquarell trifft Fotografie« (22./23. August von 10 bis 16 Uhr) . »Wir malen und zeichnen nach Fotos«, verrät Sordel-Brockmann. Und sie weiß auch schon, was sie erwartet: »Kinder wollen immer Tiere.«

»Natürlich zeichnen« heißt ein neuer Kurs, den Elke Eickhoff aus Herford am 17./18. August leitet. Die freischaffende Künstlerin ist zum zweiten Mal bei den Kreativ-Tagen an der Werburg mit dabei. Auf spontane Krickeleien als Lockerungsübung für Hand und Auge folgen schnelle und langsame Skizzen der Umgebung. Der Kurs findet wetterabhängig drinnen (in der Werburg-Scheune) oder draußen statt.

Neben Rosali Müller (Malen mit Pastellkreide), Sylvia Middel (Charakterköpfe aus Stein) und Sergej Poweliza (Holz neu entdecken) will Peter Leiss (70) aus Paderborn mit Interessierten »Metall in Form bringen«. Für Annegret Beckmann, Vorsitzende des Kulturausschusses des Rates der Stadt Spenge, sind die Werburger Kulturtage »identifikationsstiftend für die Stadt«. Am Dienstag, 25. August, von 17 bis 18.30 Uhr ist ein Abschlussfest mit Präsentation geplant. Anmeldungen nimmt die VHS bis 11. August unter Telefon 05221/59050 entgegen. Das Programm ist auch Internet zu finden. www.vhsimkreisherford.de

Westfalen-Baltt, Ausgabe Spenge, 01.07.2016, von Gerhard Hülsegge

 

Wilde Drachen und Köpfe aus Kalkstein
Neunte Auflage: Die Volkshochschule im Kreis Herford lädt Mitte August wieder zu den
Werburger Kreativtagen ein. Diesmal stehen zehn Kurse zur Auswahl


Spenge. Kunstvolles aus Metall, wilde Drachen aus Papier und fantasievoller Schmuck aus Holz - vom 16. bis 25. August steht an der Spenger Werburg wieder alles im Zeichen von Kunst und Kreativität: Dann lädt die Volkshochschule (VHS) im Kreis Herford wieder zu den Kreativtagen ein. Es ist bereits die neunte Auflage der Veranstaltung. "In diesem Jahr planen wir zehn Kurse", sagt Andrea Dohmann von der Volkshochschule.

Mit Ölfarben können die Teilnehmer in einem der beiden Workshops von Elke Eickhoff experimentieren (16. und 19. August). In ihrem anderen Kursus am 17. und 18. August dreht sich alles ums Zeichnen. "Dann werden wir mit verschiedenen Materialien arbeiten - mit Tusche und Feder oder auch mit Bleistift oder Kohle", sagt die freischaffende Künstlerin aus Herford. Naturstudien können dann zu Papier gebracht werden. "Oder erste Schnellskizzen von Menschen."

Im Kursus von Christine Sordel-Brockmann trifft Aquarell auf Fotografie (22. und 23. August). "Es wird ja immer gern nach Fotos gemalt - das ist eine gute Basis für ein Bild", sagt sie. Im Kursus würden die Teilnehmer dann lernen, wie sie das Bild am besten umsetzen, wie sie Spannung erzeugen oder Farbkontraste erzielen könnten.

Charakterköpfe können die Kreativen im Kursus von Sylvia Middel (19 bis 21. August) aus Kalkstein herausmeißeln.

Im Workshop von Peter Leiss wiederum dreht sich alles um die verschiedenen Metalle (16. bis 18. August). Aus Messing, Kupfer oder Eisen können die Kursteilnehmer dann Kunstobjekte für den Garten oder Schönes für die Wohnung formen.

Bei den Werburger Kreativtagen kann man aber auch Holz ganz neu entdecken. Im Workshop von Sergej Poweliza (22. bis 24. August) lassen sich mit Fantasie und handwerklichem Geschick besondere Kunst- und Schmuckgegenstände aus unscheinbarem Holz zaubern.

Rosali Müller wiederum lädt zum Malen mit Pastellkreiden ein (20. und 21. August). In ihrem Workshop lernen die Teilnehmer die grundlegenden Techniken kennen.

Malerei und Zeichnung kombiniert Doro Köster in ihrem Kursus (24. und 25. August). Thematisch dreht sich dann alles um Fahrräder. "Das sind interessante Gebilde. Sie bieten uns eine Unzahl von Formen, Linien und Flächen an, mit denen wir kreativ spielen können", berichtet sie.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder zwei Kurse für Kinder: Zum "Ferien - Mal - Spaß" lädt Christine Sordel-Brockmann die jungen Künstler am 17. und 19. August ein. Dann können die Kinder mit knallbunten Sommerfarben malen, aber auch mit verschiedensten Materialien basteln und gestalten.

Im zweiten Kinderkursus der Werburger Kreativtage, den Doro Köster am 22. und 23. August anbietet, stehen Drachen im Mittelpunkt. Die Kinder können die Fabelwesen zeichnen, malen oder eine Collage gestalten.

© 2016 Neue Westfälische 10 - Enger-Spenge, Montag 04. Juli 2016, von Mareike Patock




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Werburger Kreativtage
Eintrag vom: 15.06.2016

Werburg in Spenge

In den letzten beiden Wochen der Sommerferien, genauer gesagt vom 16. bis 25. August, finden die diesjährigen Werburger Kreativtage in Spenge statt. Regionale Künstlerinnen und Künstler bieten rund zehn Kreativkurse an, wie sie unterschiedlicher kaum sein können: von zarter Aquarell- und Pastellmalerei über Holz- und Steinbildhauerei bis hin zu Metallarbeiten! Alle Informationen zu den Kursen finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der Werburg in Spenge!




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Hohe Hürden der Integration
Eintrag vom: 09.06.2016

Maximal 25 Menschen dürfen pro Integrationskurs angemeldet sein.
Foto: Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Deutsch lernen: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gibt Kursanbietern strenge Vorgaben. Teilnehmer warten teils monatelang auf Zulassung

Kreis Herford. Jeden Tag wird Adile Gündogdu mit derselben Frage konfrontiert: Wann startet mein Deutschkurs? Die Leiterin des Fachbereiches Deutsch an der Volkshochschule (VHS) im Kreis Herford muss viel Geduld aufbringen, denn die VHS ist eine der ersten Anlaufstellen für Flüchtlinge, die darauf drängen, hierzulande Fuß zu fassen. Sprachkenntnisse sind dafür das A und O. Doch die Wartelisten für einen Platz im Integrationskurs sind lang - die bürokratischen Hürden hoch.

Jeder Zuwanderer muss beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen Antrag auf Zulassung zu einem Integrationskurs stellen. Bei der Antragserfassung helfen die Kursanbieter oder auch der Integration Point im Jobcenter Herford.

Allein die VHS hat seit Februar 290 Anträge gestellt, auf 50 gab es bislang eine Rückmeldung. "Bis zur Bearbeitung haben die Antragsteller eine Wartezeit von zum Teil acht bis zwölf Wochen", weiß Andreas Feuchert, Leiter des Integration Points. Die Zusage hat daraufhin eine Gültigkeit von drei Monaten - innerhalb dieser Zeit muss ein Kurs zur Verfügung stehen. Keine leichte Aufgabe, denn gleichzeitig sind die Auflagen vom BAMF für die Kursträger hoch.

"Es gibt Vorgaben für die Räume, die Teilnehmerzahl, die Qualifikation der Dozenten und die Vergütung", zählt Adile Gündogdu auf. Ein Raum muss zum Beispiel über ausreichendes Tageslicht verfügen. Die Vorgaben gingen so weit, dass die Mitarbeiter des BAMF auf die Art der Leuchtstoffröhren blicken und Flecken im Teppich monieren - "dadurch konnten wir bestimmte Räume nicht nutzen", meint Gündogdu. Zudem sei die vom BAMF vorgeschriebene Vergütung für die Dozenten niedrig, so sei es schwierig neue Dozenten zu gewinnen.

Zwölf Integrationskurse mit etwa 180 Teilnehmern biete die VHS derzeit an. Die laufenden Kurse sind alle voll belegt. "Etwa die Hälfte der Teilnehmer sind Flüchtlinge", sagt Gündogdu. Bis Ende des Jahres werde die VHS etwa 16 Kurse anbieten, schätzt sie. In den vergangenen Jahren habe es im Vergleich lediglich drei bis vier Kurse gegeben. "Der Anstieg liegt durchaus an der steigenden Zahl von Flüchtlingen", weiß VHS-Leiterin Monika Schwidde.

Kreisweit gibt es zehn Träger die derzeit 44 Integrationskurse anbieten. Im vergangenen Jahr habe es insgesamt 45 gegeben. Andreas Feuchert geht davon aus, dass es in diesem Jahr bis zu 100 Kurse geben muss, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Um den vielen Flüchtlingen im vergangenen Jahr etwas anbieten zu können, hatte die Bundesagentur für Arbeit Ende 2015 Basis-Sprachkurse für Flüchtlinge finanziert. Diese sollten der ersten Orientierung dienen und konnten von Flüchtlingen besucht werden, die keinen Aufenthaltstitel hatten, aber eine hohe Bleibeperspektive. Die VHS im Kreis Herford hatte 15 dieser Einstiegskurse angeboten. Diese umfassten 320 Stunden.

Die Teilnehmer der Kurse haben nun erste Deutschkenntnisse - müssen aber dennoch einen Integrationskurs besuchen, denn dieser ist für Menschen mit Aufenthaltserlaubnis verpflichtend. So zählen auch sie wieder zu den Antragsstellern.

© 2016 Neue Westfälische 09 - Herford, Donnerstag 09. Juni 2016, von Christina Römer




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Mehr Ressourcen für die Weiterbildung - Landesregierung hat Hilferuf gehört
Eintrag vom: 08.06.2016

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat in ihrem Entwurf für den zweiten Nachtragshaushalt 2016 zusätzliche 6,25 Millionen Euro für die gemeinwohlorientierte Weiterbildung beschlossen. Weiterbildungsministerin Sylvia Löhrmann erklärte dazu: »Wir unterstützen damit die gemeinwohlorientierte Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen, die Herausforderungen der Zuwanderung zu bewältigen«.

Damit ist der Forderung des Gesprächskreises für Landesorganisationen der Weiterbildung in NRW Rechnung getragen worden, in die Struktur der Einrichtungen zu investieren, um die massiv gewachsenen Aufgaben im Bereich Integration auch personell abfedern zu können.
Begrüßt wird außerordentlich, dass die Landesregierung den Hilferuf der Weiterbildungslandschaft gehört hat.

Pressemitteilung:
Ministerin Löhrmann: Wir stärken die Weiterbildung in Zeiten gestiegener Zuwanderung
Rund 6,25 Millionen Euro zusätzlich für die gemeinwohlorientierte Weiterbildung


Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:
Mehr Ressourcen für die Weiterbildung - mit dieser guten Nachricht im Gepäck reist Weiterbildungsministerin Sylvia Löhrmann an diesem Sonntag zur Festveranstaltung der Volkshochschule Ahlen. Anlass ist das 25. Jubiläum der entwicklungspolitischen Veranstaltungsreihe "Wie weit ist Afrika?", bei der unter anderem auch Dr. Auma Obama zu den geladenen Gästen zählt. Die Landesregierung hat in ihrem Entwurf für den zweiten Nachtragshaushalt 2016 zusätzliche 6,25 Millionen Euro für die gemeinwohlorientierte Weiterbildung beschlossen. Weiterbildungs-ministerin Sylvia Löhrmann erklärte dazu: "Wir unterstützen damit die gemeinwohlorientierte Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen, die Herausforderungen der Zuwanderung zu bewältigen."
Vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags sollen jährlich rund 6 Milli-onen Euro mehr für die gemeinwohlorientierten Angebote des Weiterbildungsgesetzes zur Verfügung stehen. Davon entfallen eine Million Euro auf die Einrichtungen der Eltern- und Familienbildung im Geschäftsbereich des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport und fünf Millionen Euro auf Volkshochschulen und Weiterbildungseinrichtun-gen in der Zuständigkeit des Ministeriums für Schule und Weiterbildung. Damit wird die strukturelle Kürzung um fünf Prozent bis 2019 herabge-setzt.
Ministerin Sylvia Löhrmann sagte: "Das verschafft den Einrichtungen Planungssicherheit und hilft vor Ort, die gemeinwohlorientierten Ange-bote wie beispielsweise zur Grundbildung, zur politischen Bildung, zur arbeitswelt- und berufsbezogenen Weiterbildung sowie zur Eltern- und Familienbildung langfristig zu planen und durchzuführen."
Außerdem sollen im zweiten Nachtragshaushalt 2016 weitere 250.000 Euro für zusätzliche Sprachkurse für geflüchtete Erwachsene zur Verfügung gestellt werden. "Damit unterstützen wir den wichtigen Beitrag, den Weiterbildungseinrichtungen für die Integration von zugewanderten Menschen in NRW leisten. Sprache ist der Schlüssel für die Teilhabe in der Gesellschaft", so Ministerin Löhrmann.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.land.nrw




Keywords: Weiterbildung, Landesregierung

Basketball: Guillermo de la Puente lernt in der Sommerpause an der VHS in Herford.
Eintrag vom: 07.06.2016

Mit viel Eifer dabei: Guillermo De La Puente (li) mit Sprachlehrerin Christa Knöner. Foto: Yvonne Gottschlich

Menschen aus den verschiedensten Ländern mit verschiedensten Motivationen lernen an der Volkshochschule Deutsch. Und jeder Mensch hat seine eigene Geschichte. So auch Guillermo de la Puente, der zusammen mit 20 anderen Menschen einen Integrationskurs an der VHS im Kreis Herford besucht.

Ein Profi wie kein anderer
Der Spanier hat einen Sprachkurs bei der Volkshochschule belegt und lernt deutsch


Herford. "Er ist anders als die anderen Profis bei uns", kündigt Mitspieler Julian Schütz den Spanier Guillermo de la Puente an. Warum das so ist, erklärte er auch gleich: "Unsere Saison ist zu Ende, aber Guillermo ist immer noch hier in Herford", lacht Schütz, der von der Halle ins Teammanagement wechselt.

"Normalerweise sind unsere Profis im Sommer nicht hier, aber Guillermo hat schon für die kommende Saison zugesagt und fühlt sich hier sehr wohl", erklärt Schütz weiter. "Ich lerne Deutsch", sagt der Spanier stolz. Seit August 2015 ist er in Herford bei der BBG aktiv. "Anfangs lief es nicht so gut, aber wir haben uns gesteigert", sagt er langsam, aber auf deutsch. Seit kurzem drückt er die Schulbank: "Ich habe jeden Tag drei Stunden Sprachkursus", sagt er. "Er versteht sehr viel, wenn man langsam spricht", lächelt Schütz und hilft gelegentlich aus. "Aber Guillermo fordert mich immer wieder auf, dass wir deutsch mit ihm sprechen sollen", sagt Schütz. "Er ist sehr bemüht, sich hier zu integrieren, das waren wir bisher nicht so gewohnt", freut Schütz sich, der Guillermo de la Puente begleitet und ihm bei der Integration hilft.

"Wahrscheinlich mache ich mir mehr Gedanken um meine Zukunft als die anderen", zuckt er nur die Schultern. "Für mich ist es selbstverständlich, dass ich die Sprache lerne und mich hier integriere. Mir gefällt die Stadt", sagt der Basketballer. Viermal in der Woche wird trainiert, dazu kommen Kraft- und Fitnesstraining. "Da bleibt noch Zeit zum lernen", erklärt der 25-jährige Spanier.

"Er ist sympathisch und einfach anders. Ich kenne viele Mitspieler, die lange in Deutschland waren, die Sprache aber trotzdem nie gelernt haben", sagt Schütz über de la Puente. In der Mannschaft wird überwiegend englisch gesprochen, "aber für mein Masterstudium muss ich besser deutsch sprechen können", sagt der Schüler. In seiner spanischen Heimat in Madrid hat er seinen Bachelor in Wirtschaft abgeschlossen, demnächst soll in Paderborn der Master folgen.

Bis 2013 spielte de la Puente in Madrid, trug das Trikot von Eurocolegio Casvi und CD Codibar Rivas. "Danach bin ich nach Finnland in die 2. Liga gewechselt", berichtet er von de Jahren 2013 bis 2015. "Mit BC Jyvaskyla bin ich in die erste Liga aufgestiegen und habe noch ein Jahr dort berichtet der Basketballer.

Finnisch hat er nicht gelernt: "Ich spreche nur wenige Worte", lacht er verschmitzt. Bei den Herfordern wurde der Spanier sofort Stammspieler, erzielte durchschnittlich mehr als 14 Punkte und holte mehr als 9 Rebounds pro Spiel.

In der Sommerpause hat er viel Zeit zum Lernen. "Wir spielen viel Basketball oder ich grille mit Freunden, aber ich lerne auch viel", sagt der Spanier. Derzeit wohnt er allein in einer Wohnung, die ansonsten von den drei Profispielern der BBG gemeinsam genutzt wird. "Langweilig ist mir nicht", sagt er bestimmt. "Ich gehe auch gerne ins Kino", lacht er.

Bei Christa Knöner, Guillermo de la Puentes Lehrerin im Sprachkursus der Volkshochschule, ist er fleißig: "Er ist immer mit viel Freude bei der Sache und ein guter Schüler", freut sie sich über seinen großen Einsatz. Neben den 600 Stunden Sprachkurs gehören auch 60 Stunden Orientierungskurs dazu. "Hier lernen wir vom Leben in Deutschland, gerade geht es um die Geschichte Deutschlands und den Sozialstaat", so de la Puente.

© 2016 Neue Westfälische, 09 - Herford, Dienstag 07. Juni 2016, von Yvonne Grottschlich




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Frauengeschichtstag in der VHS: Historikerin spricht über Damenstift und Äbtissinnen
Eintrag vom: 07.06.2016

Veranstalterinnen und Referentin: (von links, stehend) Lore Wörmann,
Angelika Bielefeld, Ingrid Otterpohl und Ella Kraft sowie (sitzend)
Dr. Teresa Schröder-Stapper und Volkshochschul-Leiterin Monika
Schwidde. Foto: Jana Budek

Große Bedeutung für die Stadt

Herford (HK). Die Bedeutung des Damenstifts für die Entwicklung der Stadt Herford sei nicht zu unterschätzen. Diese Meinung vertritt die Historikerin Dr. Teresa Schröder-Stapper. Sie war die Referentin des Frauengeschichtstags am Samstag. "Vier Frauen und ein Stift - Die letzten 100 Jahre des kaiserlich frei-weltlichen Stifts in Herford" lautete das Thema des Tages. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Frauengeschichtsgruppe "EigenSinn".

Sachkundig und unterhaltsam erzählten Lore Wörmann, Annika Krüger, Angelika Bielefeld, Ingrid Otterpohl und Ella Kraft im Wechsel mit der Referentin vom Leben der hochadeligen Damen. Dies waren: Charlotte Sophie von Kurland, Äbtissin von 1689 - 1728, die unablässig für die Unabhängigkeit des Stifts stritt und die meiste Zeit im Exil leben musste. Als Nachfolgerin kam Johanna Charlotte von Brandenburg-Schwedt. Sie "ergab" sich dem Drängen des Königs und verzichtete auf ihre weltlichen Herrschaftsrechte zugunsten Preußens. Und doch bedeutete ihre Herrschaft eine neuerliche kulturelle Blüte, verbunden mit einem Ausbau des Stifts.

Ihr folgte 1750 Hedwig Sophie Auguste von Holstein-Gottorf, die zugleich auch Pröbstin in Quedlingburg war und deren Anwesenheit daher eher nur sporadischer Natur war. Als letzte Äbtissin regierte Friederike Charlotte Leopoldine Luise von Brandenburg-Schwedt, auch Prinzessin von Preußen genannt. Schon als Fünfjährige wurde sie Stiftsdame in Herford, mit neun Jahren zur Nachfolgerin bestimmt und 1764 als Äbtissin inthronisiert. Ab 1766 bis zu ihrem Tod im Jahr 1808 lebte sie dauerhaft in Herford.

Darüber hinaus gab die Historikerin Teresa Schröder-Stapper einen Einblick in das höfische Leben des Hochadels und deren politische Verflechtungen. In ihrer Dissertation "Fürstäbtissinnen" beschäftigt sich die 34-Jährige intensiv mit der politischen und gesellschaftlichen Stellung der Äbtissinnen der Damenstifte Essen, Quedlingburg und Herford während des 17. und 18. Jahrhunderts.

Der bisher vorherrschenden Meinung, dass die Institution Stift in der Frühen Neuzeit vor allem als Versorgungseinrichtung für adelige Töchter galt, stellt sie entgegen, dass die Einkünfte der Stifte viel zu gering gewesen wären, um einen standesgemäßen Unterhalt der Frauen sichern zu können. Vielmehr wurden diese Kosten von den Herkunftsfamilien bestritten. Und auch wenn das Stift und die politische Stellung der Äbtissin zunehmend bedeutungsloser wurde, so die Historikerin weiter, dürfe dies heute nicht über deren Bedeutung für die Entwicklung der Stadt Herford hinwegtäuschen. Mehr noch - so sei zumindest ihr Eindruck als Auswärtige - spiele das Stift bis heute eine nicht zu unterschätzende Rolle im Geschichtsbewusstsein der Stadt und sei in ihr noch an vielen Orten präsent. "Man könnte da viel draus machen", lautete das Fazit von Schröder-Stapper.

Herforder Kreisblatt, Jana Budeck, 07.06.2016

Das Ende des Herforder Damenstifts und die letzten vier Äbtissinnen
6. Frauengeschichtstag: Historikerin Teresa Schröder-Stapper beschäftigte sich mit der Rolle der Herrscherinnen des Stifts. Dabei gilt das 18. Jahrhundert als Zeit des Niedergangs mit zunehmender Entmachtung

Herford. "Fast 1.000 Jahre lang herrschten in Herford Frauen über - zugegebenermaßen wenig - Land und Leute", sagte Historikerin Teresa Schröder-Stapper beim 6. Frauengeschichtstag in der Volkshochschule. Eingeladen hatte die Frauengeschichtsgruppe in Kooperation mit der VHS.

Etwas mehr als 50 Zuhörerinnen waren der Einladung gefolgt. Frauen der Geschichtsgruppe stellten den Besucherinnen die Biografien der letzten vier Äbtissinnen Charlotte Sophie von Kurland (1689-1728), Johanna Charlotte von Anhalt-Dessau (1729-1750), Hedwig Sophie Auguste von Holstein-Gottorf (1750-1764) und Friederike Charlotte Leopoldine Luise von Preußen (1764-1802, angegeben sind die Amtszeiten) vor. Schröder-Stapper, die sich in ihrer Dissertation "Fürstäbtissinnen" (2015) mit den Damenstiften Herford, Quedlinburg und Essen in der Zeit von 1648 bis 1802/03 beschäftigt hatte, übernahm die Aufgabe der wissenschaftlichen Einordnung.

"Den Damenstiften erging es grundsätzlich nicht wie anderen kleineren und mindermächtigen geistlichen oder weltlichen Herrschaften", sagte die Historikerin: "Alle hatten zunehmend Probleme, sich in der Zeit der Territorialstaatsbildung gegen die großen weltlichen Nachbarn zu behaupten und wurden schließlich entmachtet." Sowohl das Reich als auch die geistlichen Fürstentümer seien als Störfaktor für den Landesausbau und aufgrund ihrer Überlebt- und Unzeitgemäßheit zunehmend als Kuriositäten wahrgenommen worden. "Der Regierungsantritt der Markgräfin Charlotte von Brandenburg markiert eine wichtige Zäsur", sagte Schröder-Stapper. Mit ihrer Unterschrift unter ein vom preußischem König ausgefertigtes Revers besiegelte sie faktisch die Unterordnung des Stifts unter die preußische Herrschaft. Noch ihre Vorgängerin Charlotte Sophie von Kurland hatte vehement um die Unabhängigkeit gestritten. Trotz der Unterordnung erlebte das Stift unter der Herrschaft der Markgräfin noch einmal eine kulturelle Blüte. In diese Zeit fällt auch der Ausbau des Stifts zu einer kleinen barocken Residenz.

"Die zunehmende politische Ohnmacht und die schlussendliche Auflösung des Stifts dürfen nicht über dessen Bedeutung für die geschichtliche Entwicklung von Stadt und die gesamte Region hinwegtäuschen", lautet ein Teil des Fazits der Historikerin. "In der Gegenwart gilt die Besetzung höchster politischer Ämter durch Frauen als Kennzeichen von Modernisierung und Gleichberechtigung", sagte sie, "die Geschichte der Äbtissinnen zeigt nachdrücklich, dass Frauen über 1.000 Jahre selbstverständlich als politikfähig und fähig zur Herrschaftsausübung galten und auch Macht ausübten."

Dieses widerspreche der weit verbreiteten Vorstellung, dass Frauen in Deutschland erst 1919 mit der Einführung des allgemeinen, gleichen und gemeinen Wahlrechts Politikfähigkeit erlangt hätten. Die Äbtissinnen könnten gerade in Zeiten von Frauenquote und Frauen in Regierungsämtern als Vorreiterinnen gelten. Auch wenn die Historikerin den Eindruck hat, dass das Stift und die Äbtissinnen im Geschichtsbewusstsein und Stadtbild in Herford recht präsent seien, gelte es auch diesen Aspekt bei der Betrachtung der Geschichte herauszustellen.

"Die Frauengeschichtsgruppe Eigensinn hat mit ihrer Arbeit viel dazu beigetragen, die Rolle der Stiftsdamen ins Bild der Öffentlichkeit zu holen", sagte VHS-Leiterin Monika Schwidde.

© 2016 Neue Westfälische09 - Herford, Dienstag 07. Juni 2016, von Ralf Bittner

 

 




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VHS-Bildungssommer
Eintrag vom: 04.06.2016

Wer die Sommermonate für die eigene Weiterbildung nutzen möchte, Körper und Geist durch Kreativitäts- und Gesundheitsangebote fördern oder endlich mal beginnen möchte, Italienisch oder Spanisch zu lernen, ist bei der VHS im Kreis Herford an der richtigen Adresse.
Schon lange beschränkt die Volkshochschule ihr Programmangebot nicht mehr auf das Frühjahrs- und Herbstsemester. In der Ferienzeit, wenn viele Urlaub haben, präsentiert die VHS auch in diesem Jahr wieder eine breit gefächerte Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.
So finden sich im Rahmen des Bildungssommers von Juni bis September viele Angebote von Pilates, Zumba oder Crossout, Golf- und Tennis-Schnupperkurs, Outdoortrainings oder aber Buchführung, Dreisatz, Bruchrechnung, Programmierung oder Bildbearbeitung. "Kreativ mit dem iPad" richtet sich ausdrücklich an junge Leute, aber auch "SCHRATCH - Erstes grafisches Programmieren" und Selbstverteidigung. Nicht zu vergessen die Werburger Kreativtage im August auf dem idyllischen Werburggelände in Spenge. Und wer den prominenten Vatikan-Insider und Autor Andreas Englisch live erleben möchte, kann sich ab sofort für den 13.09.16 an allen bekannten Vorverkaufsstellen des Widutickets oder auch online Karten reservieren.
Alle Angebote finden Sie unter http://www.vhs-bildungssommer.de




Keywords: Bildungssommer

Deutschkurs für Flüchtlinge: 17 junge Männer und Frauen aus sieben Ländern haben mit sehr guten Ergebnissen das Zertifikat
Eintrag vom: 02.06.2016

Haben Deutsch gelernt: 17 Männer und Frauen mit ihren Lehrern und einigen Mitgliedern vom Verein International. Zehn Prüflinge schlossen mit der Note "sehr gut" ab.             FOTO: MEIKO HASELHORST

Ein wichtiges Dokument

Bünde (nw). Sechs Monate lang hatten die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Schulbank im Dietrich-Bonhoeffer-Haus gedrückt und Deutsch gebüffelt. Die Mühe hat sich gelohnt: Nach schriftlichen und mündlichen Prüfungen halten jetzt alle stolz ihr Zertifikat "Deutsch A1 für Zuwanderer" in Händen - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur gelungenen Integration.

Der angebotene Sprachkurs ist eine Kooperation zwischen der Volkshochschule im Kreis Herford, dem Verein "International Bünde e.V." und der Evangelisch-Lutherischen Lydia-Kirchengemeinde - finanziell unterstützt von "Unser Herz schlägt hier", einer Herforder Stiftung für Bürger im ganzen Kreisgebiet.

Zehn der Prüflinge schlossen die Prüfung mit der Note "sehr gut" ab. Dazu mussten sie mindestens 90 von 100 möglichen Punkten erreichen. Unter diesen zehn Besten schafften zwei der Teilnehmerinnen gar 99 beziehungsweise alle 100 Punkte. Sechs weitere Prüflinge erreichten die Note "gut", also mindestens 80 Punkte. Überwiegend lag die erlangte Punktzahl bei 85 oder mehr. Ein Prüfling bestand mit 66 Punkten - aber bestanden ist bestanden.

In einem weiteren Deutschkurs hatten bereits acht weitere Männer und Frauen das Zertifikat "Deutsch A1 für Zuwanderer" erreicht.

Schüler aus Albanien, Ägypten, China, Eritrea, Marokko, Syrien, Tschetschenien

Die aus Albanien, Ägypten, China (Uigurien), Eritrea, Marokko, Syrien und Tschetschenien stammenden Flüchtlinge rechtfertigten durch ihren großen Erfolg das in sie gesetzte Vertrauen, wie es in einer Mitteilung des Vereins heißt. Besonders zu danken sei neben dem Geldgeber auch der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bünde-Lydia, die im Dietrich-Bonhoeffer-Haus die Räumlichkeiten für den genannten und weitere Sprachkurse zur Verfügung stellte - und weiterhin stellt. "Außerdem unterstützt sie die Kursarbeit durch Fahrkostenzuschüsse für einzelne Teilnehmer, Materialien, Hausmeister sowie für das Personal des Gemeindebüros", heißt es in der Mitteilung.

Die Gruppe der Lernenden hatte sich aus Handwerkern und Verwaltungsfachleuten mit Berufserfahrung, einem Diplomkaufmann, Studenten beziehungsweise Absolventen des Studiums der Betriebswirtschaft und einer Medizinerin mit abgeschlossenem Studium zusammengesetzt. "Sie sind entschlossen, weiter zu lernen und streben auf der Grundlage ihres großen Erfolges das drei Stufen höher liegende Zertifikat B 2 an", so die Mitteilung. Dafür würden sie etwa 25 bis 30 Stunden wöchentlich Deutsch im Rahmen ihres Kurses lernen. Außerdem, so heißt es, würden sie diese Lernbemühungen durch Aktivitäten im Freizeitbereich ergänzen, indem sie vielfältige Möglichkeiten suchten, das Erlernte zu praktizieren.

Alle Teilnehmer, so der Verein, seien "aufgrund ihrer beruflichen Qualifikationen, insbesondere aber aufgrund ihrer Einsatzbereitschaft, ihres Willens, sich sprachlich, beruflich und allgemein in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft".

Der Sprachkurs wird seit dem 18. April ausschließlich mit Mitteln des Vereins "International Bünde e. V." und der fortwährenden Unterstützung der Lydia-Kirchengemeinde weitergeführt. Staatliche Mittel stehen für den Kurs nicht zur Verfügung.

© 2016 Neue Westfälische
11 - Bünde, Donnerstag 02. Juni 2016

Prüfungen bestanden
Teilnehmer eines Deutsch-Sprachkurses erhalten Zertifikate

Bünde(BZ). Deutsch zu lernen ist gar nicht so einfach. Doch die 17 Teilnehmer eines Sprachkurses in Kooperation zwischen der Volkshochschule im Kreis Herford, dem Verein International Bünde und der evangelischen Lydia-Kirchengemeinde haben ihre Deutschprüfungen nun bestanden

Unter den aus Albanien, Ägypten, China, Eritrea, Marokko, Syrien und Tschetschenien stammenden Flüchtlinge sind Handwerker und Verwaltungsfachleute mit Berufserfahrung, ein Diplomkaufmann und Studenten aus dem Bereich Betriebswirtschaft und Medizin. Sie streben nun das nächsthöhere Zertifikat B2 an und wollen weiter lernen, um sich zu integrieren und bald schon ihren Beruf oder ihr Studium wieder aufzunehmen.

Der Unterricht findet im Dietrich-Bonhoeffer-Haus statt. Die Schüler lernen 25 bis 30 Stunden in der Woche, sprechen aber auch gern schon in ihrer Freizeit Deutsch um sich stetig zu verbessern. Eine Teilnehmerin berichtet: "Wir lernen hier nun seit sechs Monaten und ich bin glücklich, schon so gut Deutsch sprechen zu können."

Dabei werden sie von Lehrern und dem Verein International unterstützt, in dem sich Ute Fröhlich im Besonderen für die Flüchtlinge engagiert. Der Verein lebt von Spenden, um die Lernmöglichkeiten finanzieren zu können. Die Stiftung "Unser Herz schlägt hier" hat für die Flüchtlingsarbeit 4000 Euro gespendet damit die Qualifikationen der Zuwanderer in Zukunft ein Gewinn für die Gesellschaft sind. Durch die guten Ergebnisse, den Willen und die Lernbereitschaft der Teilnehmer steht dieser Zukunft wohl nichts mehr im Weg.

Ute Fröhlich setzt sich schon lange für die Flüchtlinge ein und erklärt: "Menschen, die bereit sind und den Mut haben, ihre angestammte Heimat zu verlassen, weil das Leben dort zu gefährlich ist und aufgrund von Korruption und Kriminalität keine Zukunft mehr möglich ist, sollte man unterstützen. Dieser Mut und diese Risikobereitschaft muss gewürdigt werden." Der Verein International Bünde trägt unter anderem dazu, bei ihnen neue Perspektiven zu ermöglichen und den Weg ins Berufsleben durch Sprachkurse zu erleichtern.

Von Rabea Sobolewski, Westfalen-Baltt, Bünder Zeitung 2. Juni 2016




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Voiron zu Gast in Herford
Eintrag vom: 01.06.2016

Soyez les bienvenus, Herzlich Willkommen … hieß es am vergangenen Montag in der festlich geschmückten Aula der Volkshochschule. Rund 30 Gäste aus Voiron, der französischen Partnerstadt des Kreises Herford, wurden begrüßt. Der Leiter, Mitarbeitende und Teilnehmende der französischen Volkshochschule, der université pour tous, besuchen derzeit eine Woche lang Ostwestfalen. Organisiert wurde diese Reise auf privater Ebene von der langjährigen VHS-Dozentin Gudrun Streit. Frau Streit hat ein abwechslungsreiches Programm für die Französinnen und Franzosen zusammengestellt, wie zum Beispiel eine historische Stadtführung, einen Besuch des MARTA-Museums, und auch der Besuch der Herforder Brauerei darf natürlich nicht fehlen. Nicht fehlen durfte natürlich auch ein offizieller Empfang im VHS-Gebäude am Münsterkirchplatz. So hieß es auch "Soyez les bienvenus" von Herrn Golücke, dem stellvertretenden Landrat des Kreises Herford, der Leiterin der VHS Monika Schwidde und der Fachbereichsleiterin Andrea Dohmann. Auch alle Französisch-Dozentinnen und Dozenten sowie einige Teilnehmende waren gekommen, um die Gäste zu begrüßen. Bei Crémant und kleinen, kulinarischen Köstlichkeiten entstand ein reger Austausch über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der hiesigen und der dortigen VHS-Arbeit.
Wir wünschen unseren Gästen eine angenehme Zeit in Deutschland voller spannender Eindrücke und schöner Momente.

   

  

  



(Einen Eindruck von dem Empfang finden Sie in dieser Bildergalerie und in den Artikeln der Zeitungen)

Besuch aus Frankreich
40 Jahre Partnerschaft zwischen Kreis Herford und Voiron

Herford (HK/wst). Mit einem Empfang in der Volkshochschule Herford haben 28 Dozenten und Hörer der Université Pour Tous aus der französischen Partnerstadt Voiron am Montag ihren Besuch im Kreis Herford begonnen. Neben der VHS-Leiterin Monika Schwidde und dem stellvertretenden Landrat Hartmut Golücke erwarteten Lehrkräfte und Kursteilnehmer die französischen Gäste.
"Für viele Franzosen ist das der erste Besuch in Deutschland. Jetzt hoffen wir, dass sich private Kontakte und Freundschaften entwickeln", sagte Gudrun Streit, die die Besucher aus Voiron während ihres Aufenthaltes im Werrekreis betreut. Hartmut Golücke registrierte erfreut, dass sich die Franzosen das 40. Jahr der Partnerschaft zwischen dem Kreis Herford und der Stadt Voiron für ihren Besuch ausgesucht hatten. Ebenso wie der Leiter der Université Pour Tous, Jacques Mistral, ging der stellvertretende Landrat in einer Rede auf die Feierlichkeiten anlässlich des 100. Jahrestages der Schlacht von Verdun mit Präsident Hollande und Kanzlerin Merkel ein, um dann die deutsch-französische Freundschaft zu loben.
Noch bis Freitag werden sich die Besucher aus Voiron im Kreis Herford aufhalten. Auf ihrem Programm stehen unter anderen eine Besichtigung des Nixdorf-Museums in Paderborn und des Museums Marta in Herford sowie eine Fahrt zum Hermannsdenkmal in Detmold und zu den Extern Steinen.

Herforder Kreisblatt, 1. Juni 2016

Dozenten der Volkshochschule Voiron zu Gast
Herford (fm). Seit 40 Jahren gibt es die Partnerschaft zwischen dem Kreis Herford und der französischen Stadt Voiron. Zum ersten Mal besuchte jetzt eine Delegation aus 28 Dozenten der "Université pour Tous du Voironnais" - dem Gegenstück zur Volkshochschule - den Kreis Herford. Sie wurden gestern in der Aula der VHS vom stellvertretenden Landrat Hartmut Golücke (v. r.), VHS-Chefin Monika Schwidde, Dozentin Gudrun Streit und Fachbereichsleiterin Andrea Dohmann empfangen. Der Präsident der Schule aus Voiron, Jacques Mistral, bekam ein Buch mit Luftbildern geschenkt. Golücke und Mistral betonten den Wert der Partnerschaft in einer Zeit von Krisen und Terrorismusgefahr.

Neue Westfälische, 31. Mai 2016




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Plattdeutsch erhalten - VHS-Gruppe trifft sich
Eintrag vom: 20.05.2016

In der Gaststätte »Zum Nonnenstein« hat das gemeinsame Heringessen
stattgefunden. Foto: Bünder Zeitung

Plattdeutsch erhalten
Gruppen treffen sich zum Heringsessen

Rödinghausen (BZ). Die Mitglieder der Plattdeutschgruppe der Landfrauen und der Volkshochschule Rödinghausen haben sich in der Gaststätte »Zum Nonnenstein« zum gemeinsamen Heringsessen getroffen. Es hat bei den beiden Gruppen schon Tradition, den Abschluss des Wintersemesters gemütlich ausklingen zu lassen.

Unter der Leitung von Magdalena Obrock treffen sich die Gruppen, um die plattdeutsche Sprache zu erlernen und weiter zu vertiefen. Es ist nach Ansicht der Teilnehmer ein wichtiges Kulturgut, das nicht verloren gehen darf.

Das Plattdeutsch ist mal deftig, mal humorvoll, es trifft aber oft den Kern der Sache haargenau. Alle Teilnehmer sind mit viel Spass und Freude dabei. Im September beginnt das neue Semester und alle Interessierten sin herzlich eingeladen.


Bünder Zeitung, 20. Mai 2016




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Artikel "Online Banking" vom VHS-Experten im Stadtmagazin
Eintrag vom: 25.04.2016

Das Konto immer im Blick - Online Banking. Die Zahl der Banken, die nur noch online erreichbar sind und bei denen Beratungsgespräche online oder per Telefon geführt werden, steigt. Entsprechend verringert sich die Dichte der lokalen Bank- und Sparkassen-Filialen. Kleinere Zweigstellen verschwinden ganz, wodurch viele Menschen gezwungen sind, weitere Wege zur eigenen Bank zurück zu legen oder neue Möglichkeiten zu nutzen. Zu diesen gehört allen voran auch der Zugriff auf das eigene Bankkonto über das Internet - "Online Banking".
Aktuell gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten online auf ein Bankkonto zuzugreifen und Funktionen zu nutzen.
1. Per Internet-Browser über den Computer, das Notebook oder dem mobilen Endgerät:
Bei dieser Möglichkeit ist es lediglich erforderlich, Zugang zu einem Internet-Browser (Internet-Explorer, Firefox, Chrome, Safari, usw.) mit bestehender Internetverbindung zu haben. Über den Aufruf der entsprechenden Bank-Anmelde-Webseite gelangen die Kunden, nach Eingabe spezieller Anmeldedaten, meist direkt in den Bereich der eigenen Finanzübersicht. Aus dieser Hauptübersicht lassen sich dann ganz einfach weitere Funktionen, wie z. B. Anzeige der Umsätze, Zugriff auf Kontoauszüge, SEPA-Überweisung, Auslandsüberweisung, Daueraufträge, usw. starten. Ein eigener Bereich steht dem Kunden dann auch für eine direkte und sichere Kommunikation mit dem Bankberater zur Verfügung. Wichtig zu erwähnen ist, dass alle Dokumente, wie z. B. Kontoauszüge, usw. natürlich auch ausgedruckt werden können.
2. Per mobiler App über das Smartphone oder Tablet:
Smartphone- oder Tablet-Apps gibt es für jeden Einsatzzweck. Auch im Bereich des "Online Banking" können Kunden auf eine Vielzahl von speziellen Programmen für das eigene mobile Endgerät zurückgreifen. Diese Apps findet man in den entsprechenden Stores der Smartphone-Hersteller (Apple: App-Store, Google: Play Store, Microsoft: Microsoft Store). Grundsätzlich muss hier unterschieden werden zwischen bankeigener App (z. B. Online-Filiale+ der Volksbank) und App von Drittanbietern (z.B. Outbank für iOS). Die bankeigenen Apps erhalten die Kunden in den Stores meist kostenlos und sind speziell auf das Banking bei der einen Bank zugeschnitten. Apps von Drittanbietern sind in den meisten Fällen nicht kostenlos. In der Regel bieten diese einen etwas größeren Funktionsumfang und die Möglichkeit, Konten von unterschiedlichen Banken gleichzeitig anzulegen. Die o. g. Standardfunktionen bringen aber alle Apps mit.
3. Per eigenständiger Software über den Computer oder das Notebook:
Bei dieser, wahrscheinlich am wenigsten genutzten Variante, wird auf dem Computer eine eigene Banksoftware installiert. Der Zugriff auf das Konto erfolgt dann über dieses spezielle Programm. Auch diese Programme sind überwiegend nicht kostenlos, bieten alle o. g. Standardfunktionen und einige Zusatzfunktionen an. Hier liefert ein Blick in die Leistungsbeschreibung der Software die nötigen Informationen.

In der Praxis gelten für alle o. g. Varianten gleiche Voraussetzungen. Um auf ein Bankkonto online zugreifen zu können, muss das entsprechende Konto von der Bank für "Online Banking" freigeschaltet sein. Es werden Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) benötigt. Aufträge oder Aktionen, z. B. eine SEPA-Überweisung, die über den Browser oder eine App ausgeführt werden sollen, müssen immer mit einer sogenannten Trans-Aktions-Nummer (TAN) bestätigt werden. Dieser Vorgang ist bei allen Banken und Aktionen erforderlich und bietet dem Kunden ein hohes Maß an Sicherheit. In wenigen Fällen werden diese TANs von den Banken in Listenform auf Papier bereitgestellt, was nicht mehr dem heutigen Sicherheitsstandard entspricht. Üblicherweise bieten die Banken aber andere Systeme, wie z.B. TAN per SMS, an. Hier erhält der Kunde zur Bestätigung der Aktion eine TAN als SMS auf das eigene Smartphone.

Wichtig, beim Thema "Online Banking" ist, dass Grundregeln beachtet werden müssen, durch die das Thema Sicherheit deutlich verbessert wird. Klar ist aber auch, dass es einen vollkommenen Schutz nie geben wird. Seien Sie daher aufmerksam und reagieren Sie z. B. nicht auf Phishing-Mails ("Unter Phishing versteht man Versuche, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen und damit Identitätsdiebstahl zu begehen. [Wikipedia]).

Bei weiteren Fragen rund um das Thema "Online-Banking" oder Sicherheit steht Ihnen Ihr Bankberater zur Verfügung. Auch in unserem VHS-Programm finden Sie Angebote zum Thema.




Keywords: Citylive; City Live, Online-Banking

Frauengeschichtstag am 4. Juni in der VHS Herford
Eintrag vom: 21.04.2016

Die Arbeitsgruppe Frauengeschichte und die Herforder Volkshochschule veranstalten den 6. Frauengeschichtstag am 4. Juni: (von links) Ella Kraft, Ingrid Otterpohl, Angelika Bielefeld, Monika Schwidde, Lore Wörmann und Karola Althoff-Schröder. Foto: Bärbel Hillebrenner

Vier Äbtissinnen und ein Stift
Frauengeschichtstag am 4. Juni in der Volkshochschule - Anmeldung bis zum 15. Mai

Herford(HK/hil). Launisch sollen sie gewesen sein, nicht regierungsfähig und als »Dummchen« verkannt. Mit diesen Vorurteilen über vier Herforder Äbtissinnen räumt der 6. Frauengeschichtstag am 4. Juni in der VHS auf.

In den letzten 100 Jahren des »Kaiserlich freien weltlichen Stifts« haben vier Fürstäbtissinnen regiert: Charlotte Sophie von Kurland (1689-1728), Johanna Charlotte von Brandenburg-Schwedt (1729-1750), Hedwig Sophie Auguste von Holstein-Gottorf (1750-1764) und Friederike Charlotte Leopoldine Luise von Brandenburg-Schwedt (1764-1802). Wie verlief ihr Leben? Aus welcher Adelsfamilie stammen sie? Wie haben ihre Herrschaftsfamilien in der Dynastie zueinander funktioniert? Mit diesen und vielen anderen Fragen hat sich die Historikerin Dr. Teresa Schröder-Stapper in ihrer Doktorarbeit befasst. »Sie hat Archive gewälzt, einen ganz anderen Blickwinkel auf die Fürstäbtissinnen bekommen und dadurch deren Zeit in einem neuen Licht betrachtet«, sagt Angelika Bielefeld von der Arbeitsgruppe Frauengeschichte. Sie ist durch Zufall auf die Historikerin aus Essen gestoßen und konnte sie sofort für den Frauengeschichtstag in Herford begeistern.

Am 4. Juni soll von 9.30 bis 17 Uhr die Geschichte der vier Fürstäbtissinnen lebendig werden. Angelika Bielefeld, Ella Kraft, Ingrid Otterpohl und Lore Wörmann werden die adeligen Frauen in Dialogen, Erzählungen, Rollenspielen und Bildern portraitieren, Dr. Teresa Schröder-Stapper wird die Zeitreise durch das 18. Jahrhundert mit ihren Recherchen ergänzen. Damit die Veranstalter planen können, müssen sich Teilnehmer des Frauengeschichtstages bis zum 15. Mai anmelden bei der Volkshochschule in Herford, Telefonnummer 05221?/590?50.


Herforder Kreisblatt, 21.04.2016, Bärbel Hillebrenner



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VHS-Geschichtswerkstatt: Jörg Militzer forscht über interessanten Aspekt der Stadtgeschichte
Eintrag vom: 12.04.2016

Ortshistoriker Jörg Militzer mit der Broschüre, die sich unter anderem dem Thema Fischzucht in Bünde widmet. Im Hintergrund der Steinmeisterteich, der früher zur Fischzucht diente. Foto: Hilko Raske

Als im Park noch Fische gezüchtet wurden

Bünde(BZ). Das Flüsschen Else prägt das Bild der Stadt Bünde. Dass es einst einen Ortsteil namens Fischerstadt und im heutigen Steinmeisterpark eine bedeutsame Fischzucht gegeben hat, dürften allerdings die wenigsten Bünder wissen. Ortshistoriker Jörg Militzer hat sich damit auseinandergesetzt. Das Ergebnis seiner Forschung konnte er nun präsentieren.

20 Seiten ist die Broschüre stark, die den Titel »Im Elsetal« trägt. Damit lehnt sich der Ortshistoriker an eine Sonderbeilage des »Bünder Tagesblattes« an, einer Zeitung, die bis in die 1950er Jahre noch in Bünde erschien. »Die Idee zu dieser Broschüre ist in der VHS-Geschichtswerkstatt entstanden«, erzählt Militzer. Realisiert und finanziert habe er sie dann aber selber. Drei Aufsätze sind es, die der geschichtlich interessierte Leser in der Broschüre findet: »Die Fischerei auf der Eltz«, das Unternehmenporträt »Die Else-Fischzüchterei« und eine Kurzbiografie über Walter Steinmeier. »Die Else ist reichlich befischt worden«, so Militzer. Das Fischen sei aber durchaus nicht etwas für jedermann gewesen. »Die Fischereirechte gehörten zum ›Edelsitz Hölzerne Klinke‹.« Ältere Bünder dürften sich noch an den Hauptsitz erinnern - das Gebäude befand sich praktisch gegenüber der heutigen Gaststätte Zur Klinke. In den 1960er Jahren sei der Fachwerkbau, von dem noch einige wenige Fotos existieren, abgetragen worden. Heute befindet sich an gleicher Stelle die Altentagesstätte Klinkstraße 18b. »Im Bereich der ›Hölzernen Klinke‹ scheint eine Art gewerbsmäßige Fischerei betrieben worden zu sein«, vermutet Militzer. Dafür spreche unter anderem, dass die Familie Hüffmann ganz in der Nähe eine Gaststätte mit dem Namen »Fischerstadt« betrieben habe. Dieses Gebäude gebe es heute auch nicht mehr - es habe dem Ausbau der Kreuzung Klinkstraße/Levisonstraße weichen müssen.

Die Geschichte der Stadt Bünde ist im 19. und frühen 20. Jahrhundert auch wesentlich durch die Familie Steinmeister geprägt worden. August Steinmeister (1820-1874) zog gegen 1857 nach Bünde, wo er als Teilhaber der Zigarrenfabrik Steinmeister & Wellensiek zu beträchtlichem Wohlstand gelangte. »Sein Sohn August Steinmeier junior dürfte zu den eifrigsten Unternehmern aus der Reihe der Familienangehörigen gezählt haben.« Auf dem Gelände zwischen Nordring und Else - dort, wo heute Freibad, Steinmeisterpark, BTW-Halle und das Else-Stadion sind - habe er insgesamt 59 Teiche anlegen lassen, in den unter anderem Hechte, Karpfen, Lachse und Forellen gezüchtet wurden. Diese »Steinmeister’sche Fischzuchtanlage« sei immerhin so bekannt gewesen, dass Professor Hermann Landois, der Gründer des Münsteraner Zoos, 1894 einen ausführlichen Bericht darüber verfasst habe. Für die Aufzucht sei sogar extra ein Bruthaus gebaut worden. Dies stehe heute noch und sei inzwischen das DLRG-Vereinsheim.

Nach dem Tod von August Steinmeier junior im Jahr 1914 sei die Familie aber nicht mehr wirklich an der Fischzucht interessiert gewesen. In der Folge seien auch Beteiligungen an den Vorgängerfirmen von Staloton, Imperial und Fleischwaren Wolf & Co. - später Dörfler - verkauft worden. »Ein Teil der Fläche des Fischzuchtbetriebes wurde in den 1930er für die Errichtung des Schwimmbades übernommen.« Von den zahlreichen Fischteichen sei nur noch der große im Steinmeisterpark übrig geblieben.

Die Broschüre »Im Elsetal - Neues von gestern« ist reich mit historischen Fotos bebildert. Sie ist gegen eine Schutzgebühr von 3 Euro im Stadtmarketingbüro (Rathaus) erhältlich.

Die Broschüre »Im Elsetal - Neues von gestern« ist reich mit historischen Fotos bebildert. Sie ist gegen eine Schutzgebühr von 3 Euro im Stadtmarketingbüro (Rathaus) erhältlich.

Westfalen-Blatt/Bünder Zeitung, 08.04.2016, von Hilko Raske



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VHS-Vortrag: Jurazeit – Blüte des Erdmittelalters
Eintrag vom: 11.04.2016

Diese Skelette eines Mamenchisaurus (vorne) und eines Omeisaurus sind im Museum Zigong zu sehen. Dr. Eckhard Mönnig (kleines Foto) wird am Freitag, 15. April, im Bünder Dammhaus über die Giganten aus der mittleren Jurazeit referieren. Foto: Eckhard Mönnig
 

Dr. Eckhard Mönnig referiert im Dammhaus über Fossilien, Kontinentalverschiebung und Fundstellen

Bünde(BZ). Liebhaber des Kinofilms »Jurassic Park« kommen demnächst bei einem Vortrag im Bünder Dobergmuseum auf ihre Kosten. Am kommenden Freitag, 15. April, referiert Dr. Eckhard Mönnig vom Naturkundemuseum Coburg über das Thema "Jurazeit - Blüte des Erdmittelalters".

"Die erdgeschichtliche Periode des Jura liegt 200 bis 140 Millionen Jahre zurück und umfasst einen Zeitraum von 60 Millionen Jahren. Durch den Kinofilm 'Jurassic Park' denken viele Menschen bei Jura zuerst an Dinosaurier", sagt der Geologe. Obwohl die meisten der im Film dargestellten Saurier in der Kreidezeit lebten, habe man doch ein ungefähres Bild, wie es zu dieser Zeit auf der Erde ausgesehen haben mag. Weitere Kenntnisse verschafften das Fernsehen, die Lektüre populärwissenschaftlicher Bücher oder das Sammeln von Fossilien.

"Ganz andere Vorstellungen hatte man, als 1795 Alexander von Humboldt den Begriff Jura in die Geologie eingeführte. Schon damals wusste man, dass es sich beim Jura um Sedimentgesteine handelt, die in einem Urmeer abgelagert wurden und erklärte die Fossilien als Überreste der Sintflut", informiert Eckhard Mönnig.

Erst im 19. Jahrhundert hätten die Forscher ein Bild der jurassischen Lebewelt entwickelt, wie wir es heute kennen. Im 20. Jahrhundert folgten weitere wichtige Erkenntnisse, so die Theorie der Kontinentalwanderung von Alfred Wegener und die Altersdatierung der Gesteine durch radioaktive Isotope. Gegenwärtig würden mit Hilfe geochemischer Analysen und astronomischer Modelle immer genauere Aussagen zu Klima und Landschaft der Jurawelt möglich.

Der Vortrag im Bünder Museum soll den Zuhörer auf eine Reise zu den schönsten Jura-Aufschlüssen der Erde führen. "Anhand klassischer Fundstellen werde ich erklären, wie die Geologen, ausgehend vom 19. Jahrhundert, die Gesteine und Fossilien dieses Zeitalters nach und nach erforschten", so Mönnig. Dabei habe sich das Bild von dieser Zeit und seiner Lebewelt stetig gewandelt.

In den Coast Mountains von Kanada sollen die Zuhörer etwas über Kontinentalverschiebung und Gebirgsbildung erfahren, in Europa seien hingegen Hinweise auf Treibhausklima und Massensterben im Unter-Jura zu finden, in den Anden von Argentinien gebe es die Möglichkeit absoluter Altersdatierungen.

"Indien lag im Jura auf der Südhalbkugel, und in China besuchen wir spektakuläre Fundstellen von Dinosauriern. Natürlich gibt es auch einen Abstecher ins Weser- und Wiehengebirge, wo wir in der auffälligen Schichtung der Gesteine astronomische Zyklen wiedererkennen", verspricht der Referent.

Dr. Eckhard Mönnig arbeitet am Naturkunde-Museum Coburg und ist dort Kustos der geologischen und archäologischen Sammlungen. Seit dem Studium gilt sein wissenschaftliches Interesse dem Jura-System. Von 2004 bis 2012 war er Vorsitzender der Subkommission für Jura-Stratigraphie, seit 2012 ist er Sekretär der deutschen Stratigraphischen Kommission und sogenanntes "Voting Member" in der Internationalen Jurakommission.

Den Vortrag bietet die Volkshochschule im Kreis Herford in Zusammenarbeit mit dem Paläontologischen Arbeitskreis Bünde an. Beginn ist am 15. April um 20 Uhr im Dammhaus des Museums, Fünfhausenstraße 8-12. Der Eintritt beträgt sechs Euro. Eine Abendkasse ist eingerichtet.

Westfalen-Blatt/Bünder Zeitung, 09.04.2016, von Kathrin Brinkmann



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Kindeswohl - VHS unterschreibt Kooperationsvertrag
Eintrag vom: 06.04.2016

Vertreter der Grundschulen, der OGS und des Jugendamtes unterschreiben den Kooperationsvertrag.
Abläufe beim Verdacht der Kindeswohlgefährdung sind hier klar geregelt.
Foto: Christina Ueckermann

Wenn das Kindeswohl gefährdet ist
Grundschulen, OGS-Träger und Jugendamt unterschreiben Kooperationsvertrag - mehr Nachfrage nach Beratung

Herford (HK). Blaue Flecke, Fehlzeiten im Unterricht oder Wesensveränderungen: Es gibt verschiedene Indikatoren, die auf eine Kindeswohlgefährdung hinweisen. Um im Verdachtsfall Sicherheit zu haben, haben die Schulleiter der Grundschulen, Vertreter der OGS-Partner und des Jugendamtes gestern einen Kooperationsvertrag unterschrieben.

In diesem Vertrag ist genau geregelt, wen Lehrer und Erzieher ansprechen können, sollten sie den Verdacht haben, einer ihrer Schützlinge wird zu Hause misshandelt oder vernachlässigt. Schon in der Vergangenheit hätten die Mitarbeiter des Jugendamtes und die Schulen gut zusammengearbeitet, sagt Andreas Spilker, Leiter des Jugendamtes. »Mit dem Vertrag wollen wir nun eine Verbindlichkeit schaffen, um klar zu zeigen, dass Lehrer und Erzieher mit ihren Beobachtungen nicht allein gelassen werden«, erklärt er.

Schon wenn ein Mitarbeiter ein schlechtes Bauchgefühl hat, könne er sich beim Jugendamt melden, erklärt Carolin Aring von der Stabsstelle Bundeskinderschutzgesetz im Jugendamt. Bei einem Gesprächstermin werde dann geklärt, welche Anhaltspunkte vorliegen, bevor im schlimmstem Fall ein Schutzplan ausgearbeitet wird, der an den Bedürfnissen des jeweiligen Kindes ausgerichtet ist. »In diesem Plan können zum Beispiel Gesprächstermine mit den Eltern vereinbart werden, ebenso wie Vorschläge von Einrichtungen, die bei der Erziehung oder bei Problemen helfen können«, berichtet Aring.

Neuerdings können die Schulen vorab eine anonyme Beratung in Anspruch nehmen. »Die Hemmschwelle, den Fall anonym zu schildern, ohne das Jugendamt ganz offiziell einzuschalten, ist nicht so hoch«, sagt Annette Sliwinski, Leiterin der Grundschule Oberingstraße. Sie habe die Erfahrung gemacht, dass diese Beratungstermine kurzfristig vereinbart werden können und die Jugendamt-Mitarbeiter oft wertvolle Tipps geben könnten, wenn Lehrer und OGS-Mitarbeiter verunsichert seien. Die Nachfrage an den Schulen nach Beratung sei in den vergangenen Jahren gestiegen, sagt Carolin Aring. Während 2014 acht Beratungen stattgefunden haben, seien es bis März 2016 schon fünf gewesen. Kooperationsverträge dieser Art seien darüber hinaus auch mit Kinderärzten, Hebammen und Kindertagespflegeeinrichtungen geschlossen worden. Die weiterführenden Schulen sollen künftig ebenfalls ins Boot geholt werden.

Herforder Kreisblatt, 06.04.2016, von Christina Ueckermann




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Dozentinnen und Dozenten für den Gesundheitsbereich gesucht
Eintrag vom: 01.04.2016

Interesse, bei uns zu unterrichten? Wir suchen im Fachbereich Gesundheit Verstärkung für folgende Themengebiete: Yoga, Internationale Küche, Gesunde Ernährung, Fitnesskurse. Bei entsprechender Qualifikation bitte Mail an: schragner@vhsimkreisherford.de




Keywords: Dozentinnen; Lehrkräfte

Zweckverbandsversammlung tagt am 6. April 2016
Eintrag vom: 01.04.2016

Am Mittwoch, den 6. April 2016, um 17.00 Uhr findet in der Aula der VHS, Herford, Münsterkirchplatz 1 die 4. Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Volkshochschule im Kreis Herford statt. Auf der Tagesordnung stehen der Jahresabschluss des Zweckverbandes VHS im Kreis Herford für das Jahr 2014, der Entwurf der Haushaltssatzung und des Haushaltsplanes des Zweckverbandes für das Haushaltsjahr 2016, die Bestimmung eines Prüfungsamtes für den Zweckverband VHS im Kreis Herford sowie Aktuelles aus der VHS-Arbeit.




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Den Wandel gestalten
Eintrag vom: 30.03.2016

Kompetenzen für den Unternehmenserfolg

Alles ist im Wandel: Märkte, Technologien und demografische Strukturen. Zunehmend bestimmt der Wandel den Unternehmensalltag. Ob Familienbetrieb oder Weltkonzern - Unternehmen müssen in der Lage sein, Unternehmensstrukturen und -strategien laufend an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.

Know-how für eine erfolgreiche Gestaltung dieses Wandels bieten im April gleich zwei Fortbildungen für Fach- und Führungskräfte: Online Marketing vom 13. bis 15. April und Change Management als Herausforderung am 23. April. Geleitet werden die Seminare von Heino Schello, Interim-Manager für Unternehmensführung, Marketing & Vertrieb, mit über 30 Jahren Erfahrung in unterschiedlichen Branchen.
Die dreitägige Weiterbildung "Online Marketing" eröffnet Fach- und Führungskräften aus den Bereichen Marketing, Vertrieb und Personal neue Einblicke und ermöglicht einen zukunftsorientierten Unternehmensauftritt.

Im praxisorientierten Workshop "Change Management" zeigt der Dozent mit einem geschulten Blick für das Machbare und Sinnvolle auf, wie Veränderungsmanagement professionell betrieben werden kann und Stolpersteine und Barrieren überwunden werden können.

Foto: © Heino Schello




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Volkshochschule: Integrationsrat fördert Unterricht für Asylbewerber, die eigentlich keinen Anspruch auf Deutschkurse haben
Eintrag vom: 16.03.2016

Wissbegierig: Der aus Afghanistan stammende Jawid Hosseinx (v. r.) und der in Guinea aufgewachsene Daouda Bah lassen sich von Lehrer Anthony
Michael Lawal die Grundkenntnisse in Deutsch beibringen. FOTO: PETER STEINERT

Hoffnung erleichtert das Lernen

Kreis Herford. Die Landessprache Fulla war Zuhause angesagt. Zudem studierte Daouda Bah Französisch. Doch weder mit der einen noch der anderen Weise stößt er in Deutschland auf offene Ohren. Mit Deutsch jedoch lässt sich etwas anfangen. Deswegen sitzt der 24-Jährige aus Guinea in einem Raum der Volkshochschule und lernt. Möglich gemacht hat das der Integrationsrat.

"Bei einigen Flüchtlingen dauert es sieben Monate, bis ein Asylantrag bearbeitet worden ist, bei anderen anderthalb Jahre", weiß Adile Gündogdu. "In dieser Zeit kann sich viel verändern", ergänzt die VHS-Dozentin. Ihr saßen in der Vergangenheit immer wieder Flüchtlinge gegenüber, die zwar Deutsch lernen wollten, dazu aber keine Möglichkeit hatten. "Deutschkurse werden für Flüchtlinge aus Irak und Iran sowie Eritrea und Syrien gefördert. Nicht aber für Menschen aus anderen Ländern wie Afghanistan, Somalia, Albanien oder etwa Guinea", sagt Adile Gündogdu.

Aus Afghanistan stammt Jawid Hosseinx. Der Vater des 21-jährigen Mathematikstudenten arbeitete für die internationalen Hilfstruppen und beseitigte Landminen. Damit machte er sich die Taliban zum Feind. "Bei uns herrscht Krieg", sagt Jawid Hosseinx, der vor einem halben Jahr nach Deutschland floh und in Herford strandete.

Auch wenn es deutsche Politiker anders sehen - für Menschen wie Jawid Hosseinx ist Afghanistan ebenso kein sicheres Land, wie Guinea für Daouda Bah. Der gehört mit seiner Familie zum Volksstamm der Fulla. Da die Regierenden diese Minderheit mit Fäusten und Waffen bekämpfen, verließ Daouda Bah sein Heimatland.

Und nun sitzt er mit Jawid Hosseinx und zwölf weiteren Schülern in einer Klasse mit weiß getünchten Wänden vor einer großen Tafel, auf der sich Lehrer Anthony Michael Lawal bis zur Vergangenheitsform voran gekämpft hat.

200 Deutschstunden umfasst dieser Kurs, an dessen Ende die Schüler einfache Wörter oder vertraute Themen verstehen. Oder womöglich Standardformulare ausfüllen können. Auch wenn "deutsche Sprache schwere Sprache" ist, die Hoffnung auf ein besseres Leben lässt den Flüchtlingen vieles leichter erscheinen.

"Noch ist über die Asylanträge der Einzelnen nicht entschieden worden. Doch bis dahin müssen diese Menschen irgendwie ihren Alltag in Deutschland schmeißen", sagt Pala Ismikan vom Integrationsrat.

"Für jeden Menschen sollte es die Perspektive geben, um Deutsch lernen zu können", sagt Dogan Koracan. Der Vorsitzende des Integrationsrats hofft auf zusätzliche Unterstützer. "Wir gehen mit gutem Beispiel voran, in der Hoffnung andere Geldgeber zu finden", sagt die zweite Vorsitzende des Integrationsrats, Dilek Kaymak.

Die Notwendigkeit scheint gegeben. Denn nach wie vor sitzt VHS-Dozentin Adile Gündogdu Flüchtlingen gegenüber, für die im Deutschunterricht kein Platz ist.

Glück hatte dagegen Daouda Bah. Der Westafrikaner profitiert von der Förderung des Integrationsrats. Der 24-Jährige erklärt, wie er den Alltag in Deutschland bewältigt: "Entschuldigung, darf ich eine Frage stellen? Und dann sagst du, was du fühlst."

Von Peter Steinert, © 2016 Neue Westfälische 09 - Herford, Mittwoch 16. März 2016




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VHS organisiert mit - Vater-Kind-Frühstück im Familienzentrums Kirchlengern
Eintrag vom: 16.03.2016

Vortrag: "Väter sollen sich aktiv in die Kindererziehung einbringen", sagt Harald Meves während des Vortrages
vor den 50 Kindergartenvätern. FOTO: MYRIAM DOMKE-FEINER

"Väter müssen sich aktiv einbringen"
Familienzentrum Kirchlengern: Kindergärten Auf der Wehme und Amselweg luden zum Frühstück ein.
100 Väter und Kinder machten mit

Kirchlengern (df). Wenn der Vater mit dem Sohne - beim Vater-Kind-Frühstück des Familienzentrums Kirchlengern natürlich auch mit der Tochter - einen Vormittag gemeinsam verbringen können, dann findet das in beiden zum Familienzentrum gehörenden Kindergärten großen Zuspruch.

Kindergartenleitung Anke Lückingsmeier und ihre Kolleginnen hatten am Samstagvormittag im Gemeindehaus alle Hände voll zu tun, die insgesamt 100 hungrigen Kinder und Väter mit Brötchen, Eiern und Saft zu versorgen. Nach dem fröhlichen Frühstück gingen die Knirpse in den Kindergarten auf der Wehme zum Spielen.

Auf die etwa 50 Väter wartete der Erziehungsexperte und Kabarettist Harald Meves mit einem Vortrag zum Thema: "Zusammen wachsen - Väter und ihre Kinder". Meves skizzierte zunächst Erziehungsgrundlagen, die für Väter wie Mütter gelten. Wie wird ein Kind so wie es ist? Diese Frage stellte Meves, um sie sogleich aus pädagogischer Sicht zu beantworten.

Meves zählte verschiedene Komponenten auf, die Kinder und ihr Verhalten nachhaltig prägen. "Unter anderem lernen Kinder am Modell. Was leben wir unseren Kindern vor? Welche Rollenbilder bieten Väter heutzutage?", fragte Meves seine Zuhörer. Durch veränderte Lebensumstände habe sich das Selbstverständnis vieler Väter verändert. Männer würden später Väter, hätten im Schnitt weniger Kinder, es gäbe häufiger Trennungen der Eltern, Väter wollten sich mehr in die Erziehung einbringen. "In der Kürze eines solchen Vortrages wird es natürlich auch immer etwas klischeehaft", sagt der Erziehungsexperte entschuldigend.

Väter seien oft risikobereiter als Mütter und hätten auf viele Dinge eine andere Sicht. Beide Komponenten - das Vorbild der Mütter wie das der Väter - seien für die Kinder gleich wichtig. Meves - selbst Vater eines erwachsenen Sohnes - hatte viele Ratschläge und Tipps für die Kindergartenväter in petto. Der Humor durfte dabei nicht fehlen, dafür sind Vorträge von Harald Meves bekannt. Ganz nach seinem Motto "Erziehung gelingt immer noch am besten mit Geduld und Humor", war aus dem Gemeindehaus regelmäßig schallendes Gelächter zu hören.

© 2016 Neue Westfälische 11 - Bünde, Mittwoch 16. März 2016




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VHS-Dozent Ulrich Müller verstorben
Eintrag vom: 16.03.2016

Ulrich Müller ist im Alter von 79. Jahren verstorben.

Trauer um Ulrich Müller
Als VHS-Dozent und pensionierter Oberstudienrat hielt der 79-Jährige viele Vorträge

Bünde(BZ). Er hat die deutsch-schwedische Freundschaft wie kein Anderer gepflegt und ist vielen Bündern durch seine Schwedisch-Sprachkurse bei der Volkshochschule sowie Lichtbildvorträge bei Vereinen und Altenclubs bekannt. Am Freitag ist Ulrich Müller im Alter von 79 Jahren gestorben.

Noch am Nachmittag vor seinem Tod hatte der Vater einer Tochter und zweifache Großvater einen Vortrag beim Union-Hilfswerk in Enger über Namibia gehalten. Der frühere Geografie- und Deutschlehrer des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums wäre am 30. April 80 Jahre alt geworden. Am späten Abend des 11. März ist er friedlich eingeschlafen.

Das Kollegium des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums reagierte bestürzt auf Müllers Tod. »Mehrfach war er Leiter der Oberstufe und hat viele Schüler auf ihrem Weg zum Abitur begleitet und beraten«, sagte Jens Ransiek. Bis heute sei Müllers Konterfei, das Schüler eines Abiturjahrgangs von ihm gezeichnet haben, in der Schule zu sehen. Im Kollegium sei Müller als leidenschaftlicher Geograph bekannt gewesen, der mehr als 30 Jahre die Geschicke der Erdkundefachschaft geleitet habe. Auch seine Fußballbegeisterung habe er im Interesse der Schule eingesetzt, indem er viele Jahre die Schulfußballmannschaft betreut und auf vielen Wettkämpfen - nicht selten gekrönt von Meisterschaftstrophäen - erfolgreich begleitet habe. »Aufgrund seines unermüdlichen Engagements ist unsere Schule ihm zu großem Dank verpflichtet und wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren«, sagte Ransiek.

Der pensionierte Oberstudienrat war 47 Jahre für die Volkshochschule Herford tätig. Später engagierte er sich auch für die Volkshochschulen Bad Salzuflen, Bad Oeynhausen und Bielefeld. Müller hatte zudem den Schüleraustausch zwischen Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums und der Äppelvikschule in Stockholm ins Leben gerufen und leitete seit 1974 Studienreisen durch die Welt.

Ulrich Müller bereiste mehr als 60 Länder. Zwei Jahre lang unterrichtete er im Auftrag des Goethe-Instituts Deutsch in Schweden. Auch nach seiner Rückkehr nach Deutschland blieb der Bünder dem Land treu. Mehr als 100 Reisen hat er durch Schweden unternommen.

Eine seltene Ehrung wurde Müller im Oktober 2007 zuteil, als er den schwedischen Zivilorden »Nordstern« für seine umfassenden Verdienste um die nachhaltige Entwicklung der Freundschaft zwischen Schweden und Deutschland in mehr als vier Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg verliehen bekam. Der Orden zählt zu den höchsten Auszeichnungen, die das skandinavische Königreich an Ausländer vergeben kann. Durch seine exzellenten Kontakte und seine ostwestfälische Hartnäckigkeit hatte Müller erheblichen Anteil am Zustandekommen der Städtepartnerschaft zwischen Espelkamp und der mittelschwedischen Stadt Bor?s.

Die Beerdigung ist an diesem Freitag, 18. März, um 13 Uhr auf dem Feldmarkfriedhof.


Von Kathrin Brinkmann, Bünder Zeitung, 15.03.2016

Das Land im Norden lag ihm am Herzen
"Bünder Schwede": Ulrich Müller starb mit 79 Jahren. Er arbeitete für die VHS und organisierte den Austausch am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

Bünde (ds). Als "Bünder Schwede" ist er vielen Menschen über die Stadtgrenzen hinaus ein Begriff. In zahllosen Vorträgen für die Volkshochschule vermittelte er anschaulich seine Eindrücke über das Land im hohen Norden, aber auch über andere Teile der Welt, in die es ihn zog. Am vorigen Freitag verstarb Ulrich Müller unerwartet im Alter von 79 Jahren.

Seit dem Frühjahrssemester 1968 war der gebürtige Lübbecker ununterbrochen für die VHS Herford mit Sprachkursen in Schwedisch und Lichtbildervorträgen in der gesamten Region unterwegs. Dafür wurde er 2013 besonders geehrt. Von 1967 bis 2000 unterrichtete der Oberstudienrat am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium (FvSG) die Fächer Deutsch, Erdkunde und zeitweilig auch Sport. "Im Mittelpunkt standen stets die Schüler, die ihn für sein Engagement sehr geschätzt haben", teilt das FvSG mit.

Viele Schüler habe er auf ihrem Weg zum Abitur begleitet und beraten. Unvergessen seien seine Auftritte als Clown beim Abizirkus 1990 oder als Primaballerina bei der Abi Horror Picture Show 1993. "Bis heute ist sein Konterfei, das Schüler eines Abiturjahrgangs von ihm gezeichnet haben, im Flur im 1. Obergeschoss zu sehen. Symbolträchtig ist daneben ein Elch abgebildet."

Diese Darstellung hebe auf einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit an der Schule ab, der Förderung der schwedischen Sprache in Form einer Arbeitsgemeinschaft und der damit verbundene Austausche mit der "Äppelviksskolan" in Stockholm. Über Jahrzehnte sei der Austausch bei den Schülern sehr beliebt gewesen. "Seine Begeisterung für die Welt und Reisefreude galt dabei nicht nur den Schülern, sondern auch dem Kollegium.

Königlicher Nordsternordenals Anerkennung

Seine Fußballbegeisterung habe er im Interesse der Schule eingesetzt, indem er viele Jahre die Schulfußballmannschaft betreut und auf Wettkämpfen - nicht selten gekrönt von Meisterschaftstrophäen - begleitet habe. Aufgrund seines unermüdlichen Engagements sei ihm das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium zu großem Dank verpflichtet und werde ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Die wohl größte Ehre wurde Müller am 18. Oktober 2007 zuteil: In Berlin erhielt er den Königlichen Nordsternorden - verliehen von der Schwedischen Botschafterin Ruth Jacoby. König Carl XVI. Gustav selbst hatte Müller nach langem Auswahlverfahren für die hohe Auszeichnung vorgeschlagen. "Sie sind ein hervorragendes Beispiel für jemanden, der sich um die schwedische Gesellschaft und die deutsch-schwedischen Beziehungen verdient gemacht hat", lobte die Botschafterin.

Doch Ulrich Müller blieb weiter bescheiden - so wie ihn die Menschen kannten und schätzten. Viele hörten seine Vorträge, die er im Rahmen des Kurgastprogrammes im Kurhaus Wilmsmeier hielt. Ob es "Die Steinernen Wälder zwischen Kumning und Hongkong", "Kapstadt und das Weinland" oder die legendäre Seidenstraße war - Müller verstand es, seine Zuhörer zu begeistern.

Nach der Schließung des Kurhauses (inzwischen ist ein Käufer gefunden) mussten die Vorträge zwischenzeitlich in die Altentagesstätte an der Klinkstraße verlegt werden - die Resonanz war ähnlich gut.

Und auch das mag diejenigen, die ihn gut kannten, wenig wundern: Noch am Tag seines Todes soll er einen Vortrag in Enger gehalten haben.

Ulrich Müller hinterlässt seine Ehefrau Monika und Tochter Stefanie. Zur Familie gehören auch zwei Enkelkinder. Die Trauerfeier findet am Freitag, 18. März, um 13 Uhr in der Feldmarkkapelle statt.

Dieter Schnase, © 2016 Neue Westfälische 11 - Bünde, Dienstag 15. März 2016

 




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Weiterhin Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache gesucht
Eintrag vom: 11.03.2016

Die VHS im Kreis Herford sucht für den Ausbau des Integrationskursangebotes weitere Lehrkräfte auf Honorarbasis für Deutsch als Zweitsprache.

Sie sollten

• eine BAMF-Zulassung haben

• engagiert, freundlich und empathisch sein
• möglichst Erfahrung im Unterrichten und interkulturelle Kompetenz mitbringen
• uns für die Dauer von mindestens einem Integrationskurs zur Verfügung stehen

Wir bieten
• eine kontinuierliche Weiterbildung
• eine Mitarbeit in einem motivierten, freundlichen Team
• ein professionelles Arbeitsumfeld in einer modernen Einrichtung

Vorstellbar sind sowohl Kurse im Vormittags- als auch im Nachmittagsbereich. Auch Team-Teaching ist möglich!
Antwort bitte an bewerbungen@vhsimkreisherford.de

Näheres zu den Anforderungen, die das Bundesamt an Lehrkräfte stellt, finden Sie hier:
http://www.bamf.de/DE/Infothek/Lehrkraefte/lehrkraefte-node.html

In der Integrationskursverordnung (IntV) sind die Zulassungsvoraussetzungen für Lehrkräfte genau definiert.
Lehrkräfte, die im Integrationskurs Deutsch als Zweitsprache unterrichten, müssen ein erfolgreich abgeschlossenes Studium Deutsch als Fremdsprache oder Deutsch als Zweitsprache vorweisen (§ 15 Absatz 1 IntV).
Soweit diese fachlichen Qualifikationen nicht vorliegen, ist eine Zulassung zur Lehrtätigkeit nur möglich, wenn die Lehrkraft an einer vom Bundesamt vorgegebenen Zusatzqualifizierung teilgenommen hat (§ 15 Absatz 2 IntV).
Lehrkräfte, die in einem Alphabetisierungskurs unterrichten, müssen neben einer Zulassung nach § 15 Abs. 1 oder 2 IntV zusätzlich eine ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung im Bereich der Alphabetisierung nachweisen können (§ 15 Absatz 3 Satz 2 IntV i.V.m. Artikel 2 Abs. 2 der Änderungsverordnung).
Lehrkräfte im Orientierungskurs müssen eine für die Vermittlung der Ziele nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 IntV ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung nachweisen (§ 15 Absatz 3 Satz 1 IntV).

Zulassung von Lehrkräften in Integrationskursen (§ 15 Absatz 1 und 2 IntV)

Lehrkräfte, die über ein in Deutschland abgeschlossenes DaF/DaZ-Studium verfügen, werden gemäß § 15 Absatz 1 IntV sofort zugelassen.
Weitere Zulassungsmöglichkeiten und ggf. notwendige Zusatzqualifizierungen sind der neuen Matrix zu entnehmen: http://vhs.bz/tw1we




Keywords: DAZ, Lehrkräfte; Integrationskurse

VHS-Kurs: Arabisch für Anfänger
Eintrag vom: 11.03.2016

Arabisches Alphabet: Die vier Buchstaben Dhal, Dal, Zay und Ra (v. l.) sehen sich zwar sehr ähnlich, werden aber unterschiedlich ausgesprochen, erklärt VHS-Dozentin Nagham
Al Asi. Das Zay etwa (gelbes Schild, 1. Buchstabe) klingt wie das S in Siegfried. Das Dal hingegen (grünes Schild, 2. Buchstabe) entspricht einem D, bei dem die Zunge an die Zähne gedrückt wird. Al Asi lässt ihre Schüler die Buchstaben immer wieder schreiben und sprechen. "Nur so bekommen sie ein Gefühl dafür." FOTOS: HANNA PASSLICK

Flüchtlingskrise: In den Volkshochschulen der Region wächst das Interesse an arabischen Sprachkursen.
Der Stoff hat es in sich. Doch die Sprachschüler betrachten ihre Teilnahme als Investition in die Zukunft

Bielefeld. Bei der Aussprache holpert es noch. Mal liegt die Zunge nicht richtig am Gaumen, mal krächzt es zu schwach aus dem Hals. "Zugegeben, die arabische Sprache ist für Anfänger eine Herausforderung", sagt die Bielefelder VHS-Dozentin Nagham Al Asi. Aber ihre Schüler wollen es lernen, so wie offenbar Hunderte andere in OWL.

Die Flüchtlingskrise sorgt für ein wachsendes Interesse an der arabischen Sprache. Das Teilnehmerfeld der Sprachschüler an Volkshochschulen in der Region ist bunt gemischt, vertreten sind alle Alters- und Berufsgruppen. In vielen Städten sind Arabischkurse seit Jahresbeginn ausgebucht. Im Kreis Herford und in Bielefeld werden auch für kommende Kurse bereits Wartelisten geführt.

Sedef Balkanli hat Glück gehabt. Die Gymnasiallehrerin aus Steinhagen hat einen Platz im Arabischkurs für Anfänger bei Nagham al Asi in Bielefeld ergattert. Balkanli unterrichtet eine internationale Klasse mit Flüchtlingen. Doch die Kommunikation bereitet ihre Probleme. "Die Kinder kommen aus Syrien oder dem Irak und sprechen weder deutsch noch englisch", so die Pädagogin. Deshalb lerne sie jetzt die Muttersprache ihrer Schüler. Damit könne sie vielleicht noch keine längeren Gespräche führen. "Aber ich bin wenigstens dazu in der Lage, Schüler und Eltern zu Beginn willkommen zu heißen und ihren Start hier zu erleichtern."

Die junge Lehrerin findet großen Gefallen an der arabischen Sprache. Das Erlernen neuer Buchstaben sei zwar mühsam und das Lesen von rechts nach links ungewohnt. "Aber die Aussprache ist leicht und die Sprache klingt warm und melodisch." Ihre Lernmotivation sei allerdings hauptsächlich beruflicher Art. Damit reiht sich Balkanli in eine Vielzahl von Sprachschülern ein, die sich von Arabischkursen Erleichterungen im Berufsalltag erhoffen. Ein eher ungewohntes Bild, sagt Dozentin al Asi.

Die Irakerin kam vor 16 Jahren selbst als Flüchtling nach Deutschland. Seit 2006 gibt sie in Bielefeld Arabisch-Unterricht. Früher seien die Menschen in ihre Kurse gekommen, weil sie einen Ehepartner mit arabischen Wurzeln hatten und dessen Sprache lernen wollten. "Andere Gründe waren geplante Urlaubsreisen, berufliche Beziehungen nach Dubai oder die schlichte Neugier auf eine fremde Kultur", sagt die Dozentin. Heute interessiere sich plötzlich jeder für ihre Muttersprache.

Das bestätigt auch Ulrike Koebke von der VHS in Herford. "An unseren Arabischkursen nehmen Kinderärzte und Pfleger teil, aber auch Sozialarbeiter, Grundschullehrer, Verwaltungsmitarbeiter oder ehrenamtliche Helfer. Menschen eben, die viel mit Flüchtlingen zu tun haben." Sie alle würden den Sprachkurs als Investition in die Zukunft betrachten.

Veränderungen bei diesen Sprachkursen nimmt auch Kerstin Strothmann von der VHS in Bielefeld wahr. Arabisch gehöre zwar zum Grundkanon der Volkshochschule. Doch das Teilnehmerfeld sei jünger und zunehmend größer geworden. "Zu einem Schnupperabend für Arabisch etwa kamen zuletzt so viele Besucher, dass wir gar nicht genug Stühle hatten."

Von Hanna Paßlick, © 2016 Neue Westfälische 09 - Herford, Freitag 11. März 2016



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Info-Veranstaltung zur Prüfung telc Deutsch B2 Webinar
Eintrag vom: 09.03.2016

Sie möchten die allgemeinsprachliche Prüfung telc Deutsch B2 ablegen? In einem Webinar Mitte März können Sie sich genau über diese Prüfung informieren. Sie lernen die einzelnen Prüfungsteile kennen und erhalten wertvolle Tipps, wie Sie sich am besten vorbereiten können - und all das kostenfrei und bequem zu Hause vom Sofa aus. Weitere Informationen finden Sie hier (Kursnummer L30860B).

Eberhard Zimmermann




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Herforder Kleinbahn - In der VHS wird am 10. Mai der Friedrich-Korte-Film gezeigt
Eintrag vom: 01.03.2016

Die Haltestelle Bergertor um 1965: Die Gaststätte ist mit dem Abbruch der Haltestelle verschwunden. Dort befindet sich heute der Rosenpark am Hinckley-Ufer. Foto: EMR

Vor 50 Jahren kam das Aus für die Kleinbahn
Nostalgietour im Bus am 22. April - In der VHS wird am 10. Mai der Friedrich-Korte-Film gezeigt


Herford (HK). Auf den Spuren der Herforder Kleinbahn: Eine Erinnerungstour im Bus bietet das Kleinbahnmuseum Enger für den 22. April an. An diesem Tag jährt sich die Stilllegung des letzten Streckenabschnitts zum 50. Mal. Daher haben die Bahnfans einen historischen Bus gechartert. Da die Kapazität mit 22 Plätzen sehr begrenzt ist, empfiehlt sich eine sofortige Anmeldung - und zwar beim Vereinsvorsitzenden Gerd Althoff unter Tel. 05224/980041. Eine Karte kostet 24 Euro. Start der dreistündigen Tour von Herford nach Spenge und zurück ist am alten Herforder Kleinbahnhof (Am Kleinbahnhof 5). Aktueller Mieter des Gebäudes ist die Betriebskrankenkasse HMR.
Sollte die für 17 Uhr geplante Bustour sofort ausgebucht sein, ist eine weitere Fahrt am gleichen Tag denkbar. Um ein gewisses Flair zu wahren, habe man sich für einen alten Bus entschieden, erläutert Matthias Rasche vom Kleinbahnmuseum. Wie überaus groß das Interesse am Thema »Kleinbahn« ist, hatte sich vor einem Jahr im Kino Capitol gezeigt. Dort wurde Friedrich Kortes 90-Minuten-Film über die letzten Tage der Kleinbahn gezeigt. Drei Termine in verschiedenen Kinosälen waren notwendig, um den Bedarf halbwegs abzudecken. Mehr als 1000 Interessierte hätten den Film gesehen, sagt Mathias Polster vom Herforder Geschichtsverein. Wer ihn damals verpasst hat, kann ihn sich am 10. Mai ab 19 Uhr in der Aula der Volkshochschule anschauen.
Sicher ist, dass die letzte Fahrt im Abschnitt von Spenge nach Herford an einem Freitag erfolgte - und zwar am 22. April. Mitunter wird auch der 24. April 1966 genannt - aber das sei ein Sonntag gewesen, erläutert Matthias Rasche. Und am Wochenende habe es damals keinen Schienenverkehr mehr gegeben. Der Wegfall war für den Betreiber kein Problem, da sowohl die Bahn als auch das Konkurrenzunternehmen Bus in der Verantwortung der EMR lagen. Ab 1951 waren EMR-Busse parallel zur Bahn verkehrt. Deren Streckenlänge von Wallenbrück bis Vlotho betrug etwa 40 Kilometer.

Von Hartmut Horstmann, (c)  Herforder Kreisblatt, 25.02.2016

 



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VHS-Vortrag: Vom Polizeigriff zum Polizeiübergriff
Eintrag vom: 29.02.2016

Können einem Angst einjagen: Polizisten in ihrer Schutzausrüstung, wie sie unter anderem die Beamten der Einsatzhundertschaft aus Bielefeld bei besonderen Lagen tragen.
Foto: Barbara Franke


Interview: Polizeihauptkommissar Olaf Diedrich aus Bünde hält am Montagabend einen VHS-Vortrag über Polizeigewalt im Gymnasium am Markt. Er engagiert sich seit Jahren für Amnesty International

Bünde. "Nichts zu Verbergen" heißt eine Kampagne der Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Zu ihr gehört auch Olaf Diedrich, der am Montagabend im Auftrag der Volkshochschule ( VHS) im Gymnasium am Markt einen Vortrag unter dem Titel "Polizeiliche Übergriffe - ein strukturelles Problem?" halten wird. Olaf Diedrich kommt aus Bünde und ist Polizeihauptkommissar in Bielefeld.

Herr Diedrich, kann ein Polizeibeamter überhaupt objektiv über das Thema Polizeigewalt referieren?

OLAF DIEDRICH: In unseren Berichten wird Fehlverhalten ja nicht entschuldigt. Es werden Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie man aus Sicht von Amnesty International solche Einsätze sicherer machen kann und wo noch Lösungspotenziale sind. Die finde ich durchaus vernünftig. Der Bericht, der der Veranstaltung am Montag zugrunde liegt, ist von 2010. Bei dem Vortrag wollen wir das noch einmal in die Öffentlichkeit bringen.

Werden Sie sich am Montagabend auch auf aktuelle Geschehnisse im Kreis Herford beziehen?

DIEDRICH: Die aktuellen Dinge, die hier im Kreis Herford vorgekommen sein sollen, werden nicht Bestandteil des Vortrags sein. Teilweise sind sie noch im Ermittlungs- oder Gerichtsstatus. Da kann und da möchte ich auch gar nichts zu sagen. Dazu kenne ich auch nicht mehr als in der Zeitung steht. Und das ist eindeutig zu wenig, um als Vertreter der Organisation Amnesty International, die gewisse Ansprüche an sich hat, dazu etwas zu sagen.

Vorfälle aus welchen Ländern werden Thema des Abends sein?

DIEDRICH: Es geht dabei schon überwiegend um Deutschland. Es gab im Jahr 2010 einen recht umfangreichen Bericht. Da wurden entsprechende Problemfelder aufgetan. Nämlich, dass es in gewissen Situationen immer wieder zu Übergriffen kommt.

Welche Situationen sind das?

DIEDRICH: Es gibt diese schmale Brücke vom Polizeigriff zum Polizeiübergriff. Die wird hin und wieder überschritten. Das ist das Problem, das wir erkannt haben. Und was dahinter steht, ist für die Polizisten in Einsätzen, sich häufig in der Anonymität zu verstecken.

Anonymität, weil die Polizisten bei manchen Einsätzen mit Uniform und Helm nicht einfach zu identifizieren sind?

DIEDRICH: Die sehen dann wirklich alle gleich aus. Mit dieser Körperschutzausstattung sieht man nicht mal mehr, ob Mann oder Frau. Für den Betroffenen ist das dann natürlich schwierig zu sagen, von wem er geschlagen oder getreten worden ist, als er zum Beispiel auf dem Boden lag. Und wer weiß, dass er sich in dieser Anonymität etwas erlauben kann wie zum Beispiel das Überschreiten der Grenze von Polizeigriff zu Polizeiübergriff, der macht es auch irgendwann.

Wann ist denn die Verhältnismäßigkeit der Mittel von einem Polizisten zum Beispiel bei einer Demonstration überschritten, wenn er angegriffen wird?
DIEDRICH: Eindeutige Situationen wären zum Beispiel, wenn ein Mensch gefesselt auf dem Boden liegt, aber trotzdem weiter geschlagen oder getreten wird. Es kann zwar auch mit einem Gefesselten immer noch Probleme geben, wenn der vielleicht um sich spuckt. Wir hatten neulich den Fall in Bielefeld, dass wir jemanden mit Tuberkulose hatten, der bewusst um sich spuckte und versuchte, die Kollegen zu beißen, obwohl er schon gefesselt war. Insofern ist auch die Tatsache, dass jemand gefesselt ist, immer nur ein Anhalt. Es ist aber immer etwas anderes, jemanden unter Kontrolle zu bringen, weil er spuckt, oder ihm nachher noch einen mitzugeben, weil er gespuckt hat. Das ist eben dann zu viel.

Wird von Polizisten in solchen Situationen oder auch bei Demonstrationen, wenn sie unter Umständen mit Steinen beworfen werden, nicht sehr viel verlangt, an manchen Stellen vielleicht zu viel?

DIEDRICH: Es wird sehr viel verlangt, zu viel aber auch wieder nicht. Deswegen ist das auch kein Job, den jeder machen soll, den jeder machen kann. Und deswegen wird das auch "professionelles Einschreiten" genannt.

Sie sprachen eingangs Lösungsmöglichkeiten an, Einsätze sicherer zu machen. Welche Möglichkeiten gibt es da?

DIEDRICH: Es gibt zum Beispiel die Rückennummern auf den Jacken. Das ist jetzt in NRW umgesetzt worden. Es ist daran jetzt zwar nicht der einzelne Polizist zu erkennen, aber zumindest seine Gruppe von einigen Kollegen. Wir hätten zwar gewünscht, dass auch der Einzelne identifizierbar ist, aber es ist ja schon mal ein Fortschritt. Andere Bundesländer haben das detaillierter umgesetzt. Dadurch kann ein verantwortungsbewussteres Agieren der Polizisten eher sichergestellt werden.

Wozu dient die Videoaufzeichnung der Polizei bei Einsätzen? Ist es nicht so, dass der Kameramann im entscheidenden Moment in eine andere Richtung filmt?

DIEDRICH: Die Aufgabe dient der Dokumentation von Straftaten. Nicht den Straftaten der Rechten, nicht der Linken und nicht der Einsatzkräfte, sondern Straftaten im Allgemeinen. Die Erfahrung von Amnesty International ist, dass es immer wieder zu technischen Defekten kommt, wenn die Einsatzkräfte irgend etwas machen, was nicht ganz sauber aussieht. Man kann sagen: Technik ist nicht perfekt. Aber wenn das immer wieder passiert, kann man auch sagen, dass da Absicht hintersteckt.

Spüren Sie persönlich wegen Ihres Engagements bei Amnesty International Sticheleien oder auch mehr von Ihren Kollegen?

DIEDRICH: Es wird schon mal ein bisschen gefrotzelt. "Heute ist Olaf da, da müssen wir aufpassen." Aber ich gehe nicht davon aus, dass anders agiert wird, wenn ich dabei bin.

Das Gespräch führte Gerald Dunkel

© 2016 Neue Westfälische 11 - Bünde, Samstag 27. Februar 2016



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Die VHS bietet in Kooperation mit dem "Verein International" rund 60 Flüchtlingen tägliche Sprachkurse im Bonhoeffer-Haus an
Eintrag vom: 23.02.2016

Bünde. Den "Verein International" gibt’s in Bünde schon sehr lange. Engagiert waren sie dort immer. Im Moment brummt’s aber ganz besonders. Die Integration von Flüchtlingen hält die Mitglieder auf Trab. Der Gründung des "Café International", ein Begegnungsraum für Flüchtlinge mit verschiedensten Angeboten, folgte im November 2015 die Einrichtung täglicher Sprachkurse im Dietrich-Bonhoeffer-Haus.

Die etwa 60 Schüler aus Bünde und Umgebung kommen zwischen montags und freitags von 9 bis 12.30 Uhr zusammen und lernen intensiv Deutsch. Dass die Menschen aus Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Albanien, Sri Lanka, Eritrea, Mali, Guinea und auch aus China (die Uiguren) mit großem Eifer dabei sind, dass sie sich untereinander gut verstehen und richtig Spaß haben, merktjeder, derdenRaum betritt: "Hallo! Zeitung? Foto? Kein Problem!" Lautes Gelächter.

Vielleicht hängt die gute Stimmung auch damit zusammen, dass die Schüler beim Lernen der Sprache nicht stur an ihren Büchern kleben müssen. Und daran, dass sie soeben erfahren haben, dass die Polizei in Deutschland durchaus sehr nett und hilfreich sein kann: Gestern Morgen waren Dietmar Hess und Michael Hanke, Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizeibehörde, zu Besuch. Sie brachten ihrem internationalen Publikum deutsche Verkehrsregeln bei - vor allem für Fahrradfahrer. "Wir konnten die ganze Zeit Deutsch sprechen - das klappte hier wirklich schon gut", staunte Hanke nach der knapp einstündigen Einheit.

Für den Notfall standen Sultan Srour und Martine Prokob parat und übersetzten die etwas komplizierteren Zusammenhänge auf Arabisch und Französisch. Srour ist neben Peter Kamann und Hans-Peter Kleinschmidt als Deutschdozent im Einsatz, Martine Prokob und Ute Fröhlich sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Vereins.

"Wir haben echt viel zu tun", sagt Fröhlich. "Aber wenn man sieht, mit welcher Begeisterung die Leute hier bei der Sache sind und wie gut wir vorankommen, dann macht das einfach nur Spaß." Natürlich, räumt Fröhlich ein, gebe es in puncto Lernerfolg auch große Unterschiede. "Manche müssen ja erst noch Lesen und Schreiben lernen, andere kommen aus den gebildeten Mittelschichten ihrer Länder und lernen schneller." Am Ende des einjährigen Kurses machen die Teilnehmer eine Abschlussprüfung und erhalten ein Zertifikat über das erreichte Sprachniveau. Unten im Dietrich-Bonhoeffer-Haus findet gerade ein regelmäßiges Treffen älterer Menschen statt, vorm Raum parken knapp 20 Rollatoren. Ute Fröhlich hat eine Idee: "Da müsste man mal ein Treffen organisieren. Zwischen Senioren und Flüchtlingen. Das würde bestimmt gewisse Ängste abbauen", ist sich Fröhlich sicher. Ihre Augen glänzen. Der "Verein International" bleibt auf Trab.

Foto und Text: © Meiko Haselhorst




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Erfolgreich kommunizieren mit NLP
Eintrag vom: 19.02.2016

Einführung ins Neurolinguistische Programmieren in den Osterferien


+++ Strahlende Absolventinnen und Absolventen der NLP Practitioner-Ausbildung 2015 +++

Schlechte Kommunikation und akute Wortlosigkeit sind häufig Auslöser für heftige Beziehungsprobleme. Und auch in Unternehmen wird zu wenig miteinander geredet - und das sowohl unter den Kolleginnen und Kollegen als auch zwischen den Führungskräften und ihren Mitarbeitenden. Ist eine schlechte Kommunikationskultur im Privaten oft nur unangenehm und zeitraubend, so kann sie einem Unternehmen im schlimmsten Fall viel Geld und die Wettbewerbsfähigkeit kosten.

Mittlerweile hat die Anwendung von Methoden des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) Einzug in fast alle Berufs- und Lebensbereiche gehalten, in denen es um menschliches Miteinander geht. Ob Management, Verkauf, Pädagogik, Beratung oder Partnerschaft, Familie und Freundeskreis - NLP-Methoden haben sich sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich bewährt.

Vom 18. bis 24. März (in den Osterferien) bietet die VHS eine intensive Einführung ins Neurolinguistische Programmieren an. Nach dieser Einführungswoche unter Leitung der NLP-Experten Nikolai Hotzan und Sabine Kolmar können Sie die gelernten Elemente des NLP in Ihrem beruflichen und privaten Alltag einsetzen. Darüber hinaus können Sie sich informiert entscheiden, ob Sie mit der NLP Practitioner-Ausbildung Ihren Weg zu gelungener Kommunikation fortsetzen möchten. Diese Einführung ist dazu der erste Baustein. Falls Sie sich für die Practitioner-Ausbildung entscheiden, wird das Einführungsseminar auf die Qualifizierung angerechnet.

Ob Sie sich als NLP-Neuling einen ersten Überblick über das Konzept des Neuro-Linguistischen Programmierens (NLP) verschaffen oder weltweit anerkannte Ausbildungen im NLP erwerben möchten - die VHS bietet Ihnen ein breites Angebot. Interessiert? Dann kommen Sie am 3. März zu einem kostenlosen Informationsabend mit dem erfahrenen NLP-Trainer und -Coach Nikolai Hotzan. Informieren Sie sich über die verblüffenden Möglichkeiten des NLP, die NLP-Einführung und die Ausbildungen zum NLP Practitioner und NLP Master.

Unsere NLP-Angebote auf einen Blick

Und noch ein Tipp:

Mit einem Bildungsscheck können die NLP-Weiterbildungen gefördert werden!




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Kochforscher-Gruppe und syrische Flüchtlingsfrauen kochen zusammen
Eintrag vom: 15.02.2016

Herford. Interkulturell: Kochforscher-Gruppe und syrische Flüchtlingsfrauen bereiten in der VHS-Küche gemeinsam typische Gerichte aus ihren Kulturen zu. | © Thomas Klüter / Neue Westfälische +++  Überbackene syrische Azuris dampfen in einer Auflaufform, daneben eine Schale mit duftenden Kufta, frisch gebackenes Fate und gleich daneben typisch westfälischer Pfeffer-Potthast.

Reich gedeckt ist der große Tisch in der Küche der Volkshochschule (VHS). Drumherum sitzen 13 Frauen und ein Mann. Einige tragen Kopftuch, andere nicht, aber alle haben ein fröhliches Lächeln im Gesicht. Gemeinsam freuen sie sich auf das leckere Essen, das da auf sie wartet.
Zum ersten Mal haben die Mitglieder der Kochforscher-Gruppe des Kreisheimatvereins syrische Frauen zum gemeinsamen Kochen eingeladen. Grenzen wollen sie kulinarisch überwinden, sich austauschen und Vorbehalte oder Ängste abbauen. Die sechs Frauen aus Syrien besuchen alle einen Sprachkurs in der VHS, um Deutsch zu lernen. Weil der noch nicht so lange läuft, verständigen sich die Teilnehmerinnen mit Händen und Füßen, mit ein wenig englisch, deutsch oder arabisch und eben mit der universellen Brücke des gemeinsamen Kochens.
"Wir glauben, dass wir uns beim Schnibbeln, Brutzeln und Kochen über Nationalitätsgrenzen hinweg kennenlernen können", sagt Monika Guist, vom Kreisheimatverein. "Kochen ist sozusagen ein Schnittpunkt der Kulturen." Diese Brücke, so die Idee, soll den Weg ebnen für Fragen, die sich die Syrerinnen sonst nicht zu stellen trauen und für Neues, was die deutschen Frauen über die Kultur des fremden Landes wissen möchten.
"Wir haben viel gelacht bei der Zubereitung des Essens", sagt Christa Stolte, von der Kochforscher-Gruppe. "Und wir haben auch voneinander gelernt". Haiam Dodo empfand das genauso: "Das gemeinsame Kochen hat wirklich Spaß gemacht." Trotz der Ablenkung und des schönen Abends, können die neuen Freunde bei Haiam Dodos Hauptproblem aber nicht helfen. "Einige Verwandte von mir dürfen wahrscheinlich nicht in Deutschland bleiben", erzählt die Syrerin. "Und dabei kann mir hier natürlich niemand helfen."
Information

Die Kochforscher-Gruppe
Während des Kreisgeschichtsfests 2014, das unter dem Motto "Pickertland" in Rödinghausen stattfand, entstand die Idee, regelmäßig gemeinsam zu kochen.
Die Kochforscher-Gruppe des Kreisheimatvereins möchte traditionelle Gerichte aus der Region zurück ins Gedächtnis und auf den Teller bringen.
Mit dem deutsch-syrischen Kochtreffen ebnet die Gruppe kulinarische Wege zur Integration.
Die sechs Flüchtlingsfrauen sind erst seit wenigen Monaten in Deutschland und noch ist unklar, wohin ihr Weg sie weiter führt. "Es ist schade, dass wir keine dauerhaften Freundschaften aufbauen können", sagt Christa Stolte. "Sonst könnten wir auch langfristiger helfen."
Für einen Abend aber konnten die Frauen ihre Sorgen vergessen. Beim gemeinsamen Kochen und bei leckerem Essen.

Viel Spaß: Nach dem gemeinsamen Schnibbeln und Kochen krönte das Abendessen die Veranstaltung. | © Thomas Klüter / Neue Westfälische +++
 

Integration geht durch den Magen
Das Fremde kennenlernen: Kochgruppe des Kreisheimatvereins trifft sich mit syrischen Frauen

Von Charlotte Nachtmann
H e r f o r d (HK). Gemeinsames Essen überwindet alle Grenzen. Diese Erfahrung hat eine heimische Kochgruppe gemacht, die sich mit Frauen aus Syrien getroffen hat. Dabei haben sie westfälische und syrische Gerichte zubereitet. Wer an diesem Abend die Küche der VHS betritt, dem steigen orientalische Düfte in die Nase. Schüsseln voller Taboulé, einem frischen Petersiliensalat, stehen neben Teigtaschen. Im Ofen brutzeln Köfte, würzige Rinderhackfleischbällchen in Tomatensoße. Und inmitten alle dieser Spezialitäten aus Nahost schmort typisch ostwestfälischer Pfefferpotthast auf dem Herd. »Wir glauben, dass man kulinarisch alle Grenzen überwinden kann. Kochen ist die Schnittstelle der Kulturen«, erzählt Monika Guist vom Kreisheimatverein Herford. Die Organisatorin ist gleichzeitig Mitglied der 2013 gegründeten Kochgruppe, der auch zwei  Männer angehören. In der Gruppe geht es um das Erforschen und Ausprobieren traditioneller Gerichte aus dem Pickertland. Die Aktion mit den syrischen Frauen lässt die Mitglieder einmal über den »westfälischen Tellerrand gucken « und ermöglicht beiden Seiten das Kennenlernen der jeweils anderen Ess- und Lebenskultur. »Auf dieser lockeren Gesprächsebene erfahren wir auch viel über die Sorgen und Nöte der Frauen«, berichtet Monika Guist. Die 32-jährige Amani Alustafa zum Beispiel sucht dringend einen Kitaplatz für ihren fünfjährigen Sohn, der schon einmal Kontakt mit deutschen Kindern haben soll. »Mein Ziel ist es, in Deutschland wieder als Ingenieurin arbeiten zu können«, sagt die Syrerin in einer Mischung auch Deutsch und Englisch. Das Schwierigste an der deutschen Sprache seien für sie die Artikel, aber »Schritt für Schritt« werde sie immer mehr lernen. Und wer den Frauen und dem einem Mann aus Deutschland und Syrien beim gemeinsamen Schnibbeln, Brutzeln und Probieren zusieht, der versteht sofort, dass in dieser Aussage viel Wahres steckt. »Hauptbestandteile der syrischen Küche sind Fleisch und Reis.Ohne Fleisch schmeckt ein Gericht einfach nicht«, scherzt Amani Alustafa. Im Oktober ist sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Herford angekommen.  Sie nimmt wie die anderen fünf Frauen, die zusammen mit den Kochforschern die Löffel schwingen, an Deutschkursen der VHS teil. Amani Alustafa präsentiert die typisch syrischen Auzi. Mit anderen Teilnehmern hackt sie Pistazien und andere Nüsse und befüllt den empfindlichen Filo-Teig mit einer Hackfleisch-Reis-Masse. »Die Stimmung beim Kochen ist  unheimlich lebendig. Wir haben viel gelacht«, sagt Gisela Stille, Mitglied der Kochgruppe. Bei allzu großen sprachlichen Problemen hilft die Beraterin und Dolmetscherin der VHS, Samia Zibo, aus. Die gebürtige Syrerin lebt bereits seit einigen Jahren in Deutschland und spricht sowohl Arabisch als auch Kurdisch. Häufig ist eine Übersetzung aber gar nicht nötig. Man hat das Gefühl, dass am Herd eine Sprache gesprochen wird, die alle verstehen - manchmal auch mit Händen und Füßen. »In den Medien werden immer nur die Probleme bei der Integration von Flüchtlingen thematisiert. Wir wollen mit dieser Aktion zeigen, wie bereichernd es ist, wenn sich zwei Kulturen treffen«, formuliert Monika Guist das Ziel des Kochtreffens. Diese Zusammenkunft werde sicher nicht die einzige bleiben. Die Kochforscher würden die Aktion gerne auch einmal mit Männern wiederholen. Am Ende sind sich Köchinnen und Köche einig und stellen fest: »Integration geht durch den Magen«.


Gruppenbild mit Mann: 15 Frauen und ein Herr beteiligen sich am deutsch-syrischen Kochabend in der Küche der Volkshochschule. Dabei geht es nicht nur um das Zubereiten von Gerichten, sondern die Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen auch miteinander ins Gespräch. Foto: © Charlotte Nachtmann / Herforder Kreisblatt

 

 




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Orientierung für den Wiedereinstieg
Eintrag vom: 12.02.2016

Wollen Frauen fit für den Wiedereinstieg machen: Helga Lütkefend (Fachbereichsleiterin VHS), Julia Niewöhner (Kursleiterin), Ella Kraft (Gleichstellungsstelle des Kreises) und Karola Althoff-Schröder (Gleichstellungsstelle der Stadt). FOTO: RALF BITTNER

Kursus für Frauen: Volkshochschule und Gleichstellungsstellen bieten Frauen, die nach längerer Pause zurück ins Arbeitsleben wollen, ein kompaktes Angebot. Infoveranstaltung am 18. Februar

Kreis Herford. Seit 25 Jahren bietet die Volkshochschule in Kooperation mit den Gleichstellungsstellen der Kommunen und des Kreises einen Kursus für Frauen an, die nach kürzerer oder längerer Unterbrechung wieder berufstätig werden wollen. "Power für den beruflichen Wiedereinstieg" heißt der von Diplom-Pädagogin Julia Niewöhner geleitete Kursus.

"Im Mittelpunkt des Kurses steht ausgehend von der persönlichen Situation und den individuellen Voraussetzungen der Frauen die Erarbeitung einer neuen Lebens- und Berufsperspektive", sagt Niewöhner.

In 71 Unterrichtsstunden an 17 Terminen gibt es umfangreiche Informationen Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, einen Überblick über neue und zukunftsfähige Berufe und eine Analyse des Stellenmarktes und Informationen zum Arbeits- und Rentenrecht.

"Der Unterschied zwischen einem 450-Euro-Job und einer Teilzeitbeschäftigung kann sich später bei der Rente auswirken", sagt Helga Lütkefend von der VHS. Teil des Kurses ist auch ein vierwöchiges Praktikum, EDV-, Bewerbungs- und Selbstsicherheitstraining und ein individuelles Coaching.

"Ziel des Kursus ist es, dass die Frauen am Ende eine Idee haben, wie es für sie weitergehen kann", sagt Niewöhner; "Das kann der Einstieg in einen Job sein oder die Aufnahme einer Aus- oder Fortbildung. Es hat aber Fälle gegeben, wo Frauen erkannten, dass sie erst ihr Familienleben ordnen müssen, um an eine Erwerbstätigkeit denken zu können."

"Arbeitsmarkt und die individuellen Situationen der Frauen haben sich in den 25 Jahren schon geändert", sagt Ella Kraft von der Gleichstellungsstelle des Kreises.

Tendenziell werden die Auszeiten, die oft durch Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen entstehen, kürzer. Immer mehr größere Unternehmen bieten flexible Teilzeitmodelle an.

So bietet die Schule für Pflegeberufe am Klinikum Herford Teilzeitausbildungsgänge in der Gesundheits- und Krankenpflege an. Außerdem gebe es in vielen Berufsfeldern eine steigende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften. "Der Kursus will helfen, Chancen zu erkennen, und die Voraussetzungen schaffen, dass die Frauen sie auch wahrnehmen können", so Lütkefend.

VON RALF BITTNER, © 2016 Neue Westfälische 09 - Herford, Freitag 12. Februar 2016


Wenn Frauen wieder arbeiten wollen
Angebot der VHS besteht seit 25 Jahren - Orientierungskurs startet im März

Kreis Herford(HK). Für Frauen ist es nicht immer leicht, nach einer längeren Pause wieder ins Berufsleben einzusteigen. Um die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt zu erleichtern, bietet die Volkshochschule Herford seit 25 Jahren Orientierungskurse an.

»In dieser Zeit hat sich natürlich was getan, gerade was die technischen Voraussetzungen betrifft. Aber was sich nicht geändert hat, ist, dass immer noch vorwiegend Frauen aussteigen, um sich um ihre Kinder zu kümmern oder einen Angehörigen zu pflegen«, weiß Helga Lütkefend, Fachbereichsleiterin der VHS.

Der Kurs, der am 8. März startet und sich über drei Monate erstreckt, solle daher »Power für den beruflichen Wiedereinstieg« bieten. »Wo stehe ich und wo will ich hin? Was brauche ich dazu? Darum geht es in erster Linie«, erklärt Julia Niewöhner, die den Kurs leitet. So schreiben die Teilnehmerinnen nicht nur Bewerbungen, sondern stärken ihr Selbstbewusstsein und stecken sich neue Ziele. Ein wichtiger Aspekt seien dabei auch die Auswirkungen auf die Rente etwa durch so genannte Minijobs. »Armut ist immer noch weiblich«, sagt Karola Althoff-Schröder, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herford. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Ella Kraft sowie den Gleichstellungsstellen im Kreis Herford unterstützt sie den Orientierungskurs.

Neben Unterrichtseinheiten ist auch eine vierwöchige Praktikumsphase geplant. »Wir stellen immer wieder fest, dass es gerade dabei Klebeffekte gibt«, sagt Helga Lütkefend. »Die Arbeitsbiografien sind bunter geworden«, sagt sie mit Blick auf die Zunahme befristeter Stellen. »Der technische Wandel hat alle geprägt. Eine Frau die heute vier Jahre aus ihrem Beruf raus ist, muss sich erst wieder einlernen«, setzt sie hinzu. Durch die rasante technologische Entwicklung habe sich aber auch die Ausstattung des Kurses verbessert. EDV-Kenntnisse und der Umgang mit Jobbörsen gehöre dazu.

Generell gestalte sich die Arbeitssuche als einfacher, wenn ein Bedarf bestehe. »Wir beobachten gerade, dass besonders in den sozialen Berufen nach Fachkräften gesucht wird«, sagt Lütkefend.

Interessierte können sich am Donnerstag, 18. Februar, über den Kurs informieren. Die Veranstaltung ist von 10 bis 11.30 Uhr in der VHS, Münsterkirchplatz 1, Raum 206. Anmeldungen dafür sind bis Donnerstag, 11. Februar, unter Telefon 05221/59 05 32 möglich.

Von Ann-Christin Lüke, (c) Herforder Kreisblatt, 10.02.2016



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Es geht auch sicher durchs Internet
Eintrag vom: 10.02.2016

Lesenswertes Interview mit unserem EDV-Dozenten und Stv. Fördervereinsvorsitzenden Thorsten Lüer. http://vhs.bz/yct3q

Interview: Anlässlich des Safer Internet Days hat die Neue Westfälische mit dem Herforder Internetexperten
Thorsten Lüer darüber gesprochen, welche Tücken das Internet birgt und ein Online-Quiz gebastelt

Herford (siwo). Thorsten Lüer ist Internetexperte aus Herford und gibt Tipps und Kurse zum richtigen Umgang mit dem World Wide Web. Passend zum Safer Internet Day hat er im NW-Interview Fragen zum Internet und seinen Tücken beantwortet.

Dabei stellt der selbstständige Programmierer immer wieder eines fest: "Würden sich die Menschen im Internet so verhalten, wie sie es im wahren Leben tun, dann würde eigentlich gar nichts passieren."

Warum es dann aber doch bei dem ein oder anderen ab und an zu abgeschlossenen Verträgen kommt, die eigentlich niemand haben wollte, sei oft mangelnder Vorsicht der Internetnutzer zuzuschreiben.

Hürden und Gefahren ließen sich aber oft schnell und einfach umgehen: "Zunächst sollte jeder ein Virenscanner-Programm auf dem Rechner haben und davon auch immer das neuste Update benutzen. Wenn man sich bei Angaben nicht sicher ist, ob man sie machen möchte, sollte man auch einfach mal wegklicken."

Ein Hinweis des Experten: Jedes Kennwort kann durch Algorithmen innerhalb von einem Jahr bis 300 Jahren geknackt werden. Wer sein Kennwort regelmäßig ändert und dabei keine Kombinationen benutzt wie 12345678, sei sehr gut geschützt.

Eines sollte der Mensch aber nicht tun: Alles, was er im Internet vorfindet, ungeprüft glauben.

© 2016 Neue Westfälische
09 - Herford, Dienstag 09. Februar 2016




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Aktion Gutscheinbox bei Radio Herford
Eintrag vom: 01.02.2016

Seit dem 2. Februar bieten wir in Kooperation mit Radio Herford VHS-Gutscheine an, die auf der Webseite von Radio Herford erworben werden können.
Das besondere daran: Die angebotenen Gutscheine sind um 50% ermäßigt.

Es werden Gutscheine im Wert von 25,- € (hier der Link zu den 25.- Euro-Gutscheinen) oder 50,- € (hier der Linke zu den 50,- Euro-Gutscheinen) für die Hälfte des Preises angeboten.
Die Aktion läuft, solange der Vorrat reicht.
Die GutscheinBox von Radio Herford ist eine Aktion, die schon längere Zeit und erfolgreich mit unterschiedlichen Partnern läuft.




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Flüchtlinge lernen in 16 Sprachkursen der Volkshochschule
Eintrag vom: 20.01.2016


Wollen die Integration erleichtern: Samira Zibo (v. l), Monika Schwidde, Adile Gündogdu und Andrea Dohmann erklären, wie Flüchtlingen in VHS-Kursen deutsche Sprache und Kultur beigebracht wird. FOTO: KIEL-STEINKAMP | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Deutsch als Fremdsprache: Der Unterricht bereitet die Einreisenden auf die Integrationskurse vor. Darin geht es dann auch um europäisches Leben, die deutsche Geschichte und die Rolle der Frau.
Ob sie eine Zukunft in Deutschland haben werden, ist unklar. Viele von ihnen sind erst vor drei Monaten aus ihrer Heimat geflohen. Dennoch identifizieren sie sich bereits mit dem Kreis Herford. Um ihnen die Integration zu erleichtern, hat die Bundesagentur für Arbeit im Herbst 2015 die Förderung von zusätzlichen Flüchtlingskursen beschlossen. 270 erwachsene Asylbewerber konnten mit Hilfe der Volkshochschule so in den vergangenen Wochen Sprache, Kultur und gesellschaftliche Regeln erlernen.
Um einen Integrationskurs besuchen zu können, brauchen Flüchtlinge in Deutschland derzeit eine offizielle Aufenthaltsgestattung, also eine Bescheinigung, dass ihr Asylantrag gestellt wurde. Bis dahin können Monate oder gar Jahre vergehen. Die zusätzlichen Kurse sollen Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive vorher die Integration erleichtern. Diese kommen aus dem Iran, dem Irak, Eritrea und Syrien und werden wohl langfristig in Deutschland leben. Derzeit gibt es 16 Sprachkurse für Flüchtlinge im Kreis. Jeder umfasst 320 Stunden.
Aufgrund des demografischen Wandels hat es in der VHS bereits zu Beginn der Flüchtlingskurse eine personelle Aufstockung gegeben. Neben Andrea Dohmann verantwortet jetzt auch Adile Gündogdu den Bereich Deutsch als Zweitsprache.
Kurse sollen Flüchtlinge aus Integrationskurse vorbereiten
Das Ziel der Kurse ist es, die Flüchtlinge auf den Integrationskursus vorzubereiten. Er beinhaltet 600 Stunden, in denen die Sprache erlernt wird, und weitere 60 Stunden, in denen unter anderem die deutsche Geschichte und die Rolle der Frau thematisiert werden.
Am Ende eines jeden Kurses absolvieren die Teilnehmer eine Prüfung. Fortgeschrittene können Kurse mit höherem Sprachniveau besuchen. Die Dozenten sprechen ausschließlich deutsch. Auch weil nicht alle arabisch, kurdisch oder türkisch sprechen.
Bücher über das Leben der Europäer sollen helfen
Nach 200 Stunden setzen sie Bücher ein, mit denen sie den Lernenden das Leben der Europäer und die deutsche Grammatik nahebringen. "Im Deutschen und im Englischen ist die Grammatik sehr ähnlich und daher einfach zu verstehen. Schwierig hingegen sind die Artikel, die müssen wir auswendig lernen", erklärt Omar Ismail, ein Kursteilnehmer aus Ägypten.
In den Kursen gibt es viele Flüchtlinge, die englisch und französisch sprechen. Untereinander kommunizieren sie hauptsächlich auf Arabisch. Vokabeln lernen sie mit Hilfe des Internets. "Wir lernen Deutsch, um unseren Kindern zu einer besseren Zukunft zu verhelfen", sagt Amani Al-Mustafa. "Ich möchte mehr über die deutsche Kultur erfahren und bei der Suche nach Arbeit nicht nur auf das Jobcenter angewiesen sein."
Zu den Vorfällen in der Silvesternacht äußerte sich unter anderem Ahmed El Satouf. "Die Vorkommnisse haben uns und der deutschen Gesellschaft geschadet. Wir wollen uns entschuldigen, aber wissen nicht wie." Diaa Dalali ergänzt: "Wir kommen aus dem Krieg und sind jetzt in Deutschland. Wir wollen nur eine sichere Zukunft. Ich wünsche mir, dass wir nicht alle verurteilt werden, weil einer etwas falsch gemacht hat."

Autoren: Sophia Pahmeyer und Paul Struthmann
Copyright © Neue Westfälische 2016
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http://www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/herford/20684686_Fluechtlinge-lernen-in-16-Sprachkursen-der-Volkshochschule.html

Hofft auf Deutschland: Amani Al

Hofft auf Deutschland: Amani Al-Mustafa hat in Syrien als Ingenieurin gearbeitet. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp 

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»Deutsch ist gar nicht so schwer«
Flüchtlinge lernen bei der Volkshochschule - Aufstockung von Personal und Kursen
Von Bärbel Hillebrenner

Kreis Herford (HK). Mehr Personal, mehr Kurse: Die Volkshochschule hat sich auf den Zustrom von Flüchtlingen längst eingestellt.
In dem Schulheft sind viele Fotos: Frauen kaufen ein, Männer überreichen Blumensträuße, Kinder lernen. Es sind Alltagssituationen in einer westlichen Welt - es ist die Welt, in die sich die Flüchtlinge integrieren wollen. Und das geht zunächst nur über die Sprache. Anhand der Bilder lernen die Asylbewerber aus dem Iran und Irak, aus Syrien und Eritrea. »Mein Deutschkurs läuft seit zwei Wochen und die Teilnehmer sind mit großer Begeisterung dabei und unglaublich motiviert«, berichtet Birgit Nölker. In ihren Unterkünften hätten sie bereits einige Kenntnisse selbst erworben. »Sie fangen hier gar nicht bei Null an«, sagt die Dozentin. Viele können sehr gutes Englisch, aber auch Französisch - so wie Omar aus Ägypten. »Ich bin jetzt einige Monate in Deutschland und habe schon viel gelernt.«
Die Kursleiterin selbst spricht keine der Sprachen ihrer Teilnehmer. Kein Problem! »Die Flüchtlinge sollen sofort versuchen, die deutschen Worte zu verstehen und zu sprechen. Und das klappt oft prima, zur Not verständigt man sich auch mit Händen und Füßen«, berichtet Monika Schwidde, Leiterin der Volkshochschule, die der größter Anbieter von Flüchtlingskursen im Kreis Herford ist. Neben Basis-Deutsch-Kursen, in denen bisher 270 Menschen unterrichtet wurden, gibt es auch Anschlusskurse verschiedener Niveaustufen. Die Integrationskurse sind für Asylanten, die auf Dauer in Deutschland leben werden. Hier lernen sie zusätzlich zur Sprache auch die Kultur, Gebräuche, Landeskunde, Politik und Geschichte ihrer neuen Heimat kennen. »Auch die Rolle der Frau in der westeuropäischen Welt ist ein wichtiges Thema«, berichtet Adile Gündogdu, die jetzt eine befristete Vollzeitstelle als Dozentin in der VHS bekommen hat. Fachbereichsleiterin für Sprachen ist Andrea Dohmann.
Derweil geht der Unterricht für die Schüler weiter - sie wollen schnell die deutsche Sprache beherrschen. Anas will eine Arbeit finden. Amani will alles über die Kultur wissen, sie wünscht sich eine bessere Zukunft. Mahmoud kann im Moment Behördengänge oder Arztbesuche nur mit Dolmetscher machen, das will er ändern: »Ich übe viel zu Hause, lerne Vokabeln.« Und Omar sagt: »So schwer ist Deutsch auch nicht.« Manche Flüchtlinge sind erst drei Monate in Herford - und sind auf dem besten Weg, sich zu integrieren.
»Werft uns nicht alle in einen Topf!«


Die Diskussionen zu den sexualisierten Übergriffen auf Frauen gehen an den Flüchtlingen aus dem Kreis Herford nicht spurlos vorüber. Die Teilnehmer in dem Sprachkurs der Volkshochschule reagieren aufgebracht. »Das Verhalten einzelner Flüchtlinge hat uns allen geschadet. Wir haben jetzt selbst Angst vor einer Vorverurteilung der deutschen Bürger. Bitte werft uns nicht alle in einen Topf«, sagt Mehdi. Und Ahmed ergänzt: »Wir leiden selbst unter dem schlechten Benehmen einzelner Asylbewerber. Wir wissen aber auch keine Lösung. Am liebsten würde ich einen Blumenstrauß kaufen und mich bei den deutschen Frauen entschuldigen.« Kamal kommt aus Syrien. Er erzählt: »Es gibt überall auf der Welt gute und schlechte Menschen, in meiner Heimat Syrien wie auch hier in Deutschland. Die Täter müssen bestraft werden.« Jihan, eine von zwei Frauen in dem Kurs, appelliert an die Deutschen: »Ich hoffe, dass wir jetzt nicht alle verurteilt werden. Denn ich merke jetzt an Blicken und der Distanz einiger Bürger, dass sich etwas verändert hat.«

Foto: VHS/Schwidde

 




Keywords: Flüchtlinge; Deutsch; Deutschkurse

Mathilden Engagement-Preis des Fördervereins 2015 geht an Jörg Militzer
Eintrag vom: 15.01.2016

Thorsten Lüer (Vize-Vorsitzender vom VHS-Förderverein), Monika Schwidde, Jörg Militzer und Gastgeberin Elisabeth Hoffmann-Gallhoff bei der Übergabe vom Mathilde-Engagement-Preis. Foto: Gisela Schwarze +++

Bünde (gis). Über 150 Veranstaltungen führte Jörg Militzer seit Oktober 2006 für die Volkshochschule im Kreis Herford (VHS) durch. Dafür und für sein weiteres außergewöhnliches Engagement zugunsten der VHS erhielt er als Würdigung und dankende Anerkennung den Mathilde-Preis.
Ausgelobt wurde der Mathilde-Engagement-Preis in Zusammenarbeit von der Volkshochschule im Kreis Herford und ihrem Förderverein zum vierten Mal. In Vertretung der Fördervereinschefin Gerburg Koltzsch nahm die VHS-Leiterin Monika Schwidde die Ehrung vor.
Nach drei Damen war Jörg Militzer diesmal der erste männliche Preisträger. "Hoffentlich bin ich nicht der Quotenmann", lachte er während der feierlichen Verleihung. Dass ist Auszeichnung an die richtige Adresse ging, bewies Monika Schwiddes Laudatio für den außergewöhnlichen Dozenten: "Er ist eine Allzweckwaffe und hat viel Spaß bei dem, was er tut." Man könne als Einrichtung viel wollen, aber machen könne man es nur, wenn man Menschen habe, die sich dafür begeistern, einsetzen und ihr Potential entfalten, fügte sie hinzu.
Menschen für Geschichte zu interessieren, Historisches lebendig werden zulassen oder die Region zu erkunden, gehören zu den Zielen, die sich Jörg Militzer gesteckt hat. Besonders erfolgreich waren seine Stadtrundgänge zum Thema "Orte jüdischen Lebens" oder die Geschichtswerkstatt "Facetten Bünder Geschichte". Monika Schwidde würdigte: "Um Dinge und historische Personen anschaulich zu machen, schlüpft er sogar in entsprechende Verkleidungen."
Eigenständige Lösungen im Sinne der VHS habe der rührige Jörg Militzer gefunden, als die Geschichtswerkstatt nicht mehr im VHS-Zentrum Platz fand. Er habe die Geschichtsfreunde im Vortragsraum des Hauses Si-Schu-Immobilien, Auf´m Tiede 6, in Bünde untergebracht.
Eine feste Stammkundschaft erarbeitete sich Jörg Militzer für sein Angebot an Tagesfahrten und Fahrten mit Betriebsbesichtigungen. Ob es um die Unternehmen "Revell Modellbau", das Mobil- und Karosseriebauunternehmen Karmann oder eine Betriebsbesichtung des Krankenfahrzeug-Herstellers Meyra und viele weitere Betriebserkundungen ging, mit Jörg Militzer machte den Teilnehmern die Erweiterung des Horizonts viel Freude und Vergnügen. Das bewies die ständig steigende Nachfrage nach seinen Kursen und Einzelveranstaltungen
In Bünde habe er sich inzwischen zum allseits bekannten Stadthistoriker entwickelt, wusste Monika Schwidde. Die VHS verdanke ihm die Weiterentwicklung des Programmangebots in dieser Stadt. Weil der Preisträger in Bünde lebt, tagten die Mitglieder des VHS-Fördervereins ausnahmsweise beim Bünder Vorstandsmitglied Elisabeth Hoffmann-Gallhoff in deren Rechtsanwaltskanzlei an der Herforder Straße.

 

Bericht in der Bünder Zeitung

Bünde (BiH) "Jörg Militzer ist eine echte Allzweckwaffe", sagte Monika Schwidde, als sie am Dienstagabend dem Bünder Stadthistoriker den Mathilde-Engagement-Preis übergab. Der Preis wurde dieses Jahr zum vierten Mal vom Förderverein der VHS verliehen und ehrt den besonderen und außergewöhnlichen Einsatz an der Volkshochschule Herford.
Jörg Militzer arbeitet seit Oktober 2006 an der VHS und hat schon über 160 Veranstaltungen geleitet. Angefangen hat er mit zwei Veranstaltungen, in denen er sich mit den "Facetten der Bünder Geschichte" und den "Orten jüdischen Lebens in Bünde" auseinandersetzte. 2015 hat er mittlerweile über 30 Veranstaltungen begleitet. "Allein die zahlreichen Betriebsbesichtigungen bei den vielen Zigarrenfabriken, bei Dr. Oetker, bei Revell und vielen weiteren Betrieben, die alle von Herrn Militzer geleitet wurden, haben unseren Veranstaltungskalender erheblich erweitert und bereichert", lobte VHS-Leiterin Schwidde Militzers Engagement.
Laut dem Förderverein ist Jörg Militzer aus Bünde nicht mehr wegzudenken. Mit seiner flexiblen und spontanen Art, mit seinen vielen Ideen und seiner Offenheit allen gegenüber, habe er die Arbeit der VHS maßgeblich gefördert.
"Für mich ist es eine Ehre, diesen Preis zu erhalten. Ich bedanke mich herzlich bei allen Anwesenden und hoffe, dass wir noch viele weitere Jahre eine gute Zusammenarbeit pflegen werden", sagte Militzer nach der Vergabe des Preises.
Die Verleihung und die anschließende Jahresversammlung des Fördervereins fanden dieses Jahr ausnahmsweise in den Räumlichkeiten der Anwaltskanzlei Abke/Hoffmann-Galloff statt. "Dadurch, dass wir in diesem Jahr einen Preisträger aus Bünde ausgewählt hatten, war es für uns selbstverständlich, dass wir unsere Preisvergabe hier hin verlegen. Mithilfe von Elisabeth Hoffmann-Galloff, die selbst schon jahrelanges Mitglied in unserem Verein ist, konnten wir dies ermöglichen", sagte Schwidde.

 

 

 

 

 




Keywords: Engagement-Preis, förderverein, Mathilde, Militzer

Vorbereitung für Deutschkurse auf hohem Niveau (C1)
Eintrag vom: 15.01.2016

Sie möchten die anspruchsvolle Prüfung telc Deutsch C1 ablegen? Ihre VHS bereitet Sie darauf vor. In einem Webinar lernen Sie die einzelnen Prüfungsteile kennen und erhalten wertvolle Tipps, wie Sie sich am besten auf die Prüfung vorbereiten können - und all das kostenfrei und bequem zu Hause vom Sofa aus. Außerdem bietet die VHS einen Vorbereitungskurs an, in dem Sie gezielt auf die Prüfung vorbereitet werden. Sie machen vielfältige Übungen zu den vier Fertigkeiten Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen und festigen den prüfungsrelevanten Wortschatz. Auch arbeiten Sie einen Modelltest durch. Ergänzend zum Kurs können Sie auf die Lernplattform moodle zugreifen. Auf dieser interaktiven Lernplattform haben Sie die Möglichkeit, außerhalb des Kurses mit den anderen Kursteilnehmenden in Kontakt zu treten, den Prüfungsstoff zu wiederholen und zu vertiefen. So können Sie sich in intensiver Form auf die Prüfung vorbereiten. Um auch Berufstätigen die Teilnahme zu erleichtern, findet dieser Kurs am Wochenende statt. Nähere Informationen zum Webinar finden Sie hier (Kursnummer L30880A) und zur Prüfungsvorbereitung am Wochenende hier (Kursnummer L30903B)

Eberhard Zimmermann




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Jahreshauptversammlung des Fördervereins der VHS im Kreis Herford e. V.
Eintrag vom: 08.01.2016

Am 12. Januar um 19 Uhr findet in Bünde in den Räumen der Rechtsanwaltskanzlei Abke & Hoffmann-Gallhoff die Jahreshauptversammlung des Fördervereins der VHS im Kreis Herford e. V. statt. Auf dem Programm steht neben Planungen und Programm für das Jahr 2016 die Verleihung des Mathilden-Engagement-Preises des Fördervereins, dieses Mal an einen Bünder Bürger. Gewürdigt wird damit außergewöhnliches Engagement im Rahmen der VHS-Arbeit.

Neue Mitglieder sind im Verein sehr willkommen. Mitglied des Vereins kann jede Person werden, die die Ziele des Vereins unterstützt. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 20 € im Jahr, ermäßigt 10 €. Zusätzliche Spenden sind möglich und willkommen. Mitglieder erhalten 10% Ermäßigung auf alle Kurse. Eine formlose Eintrittserklärung per Post, Fax oder Mail an: Förderverein der VHS im Kreis Herford , Münsterkirchplatz 1, 32052 Herford, Fax 05221 5905-36, foerderverein@vhsimkreisherford.de




Keywords: Förderverein, Engagementpreis, Mathilde

Einbrecher verwüsten VHS-Büros
Eintrag vom: 07.01.2016

Eine böse Überraschung erlebte die Reinigungskraft der VHS am Montagmorgen. Einbrecher hatten diverse Büros des Gebäudes am Münsterkirchplatz durchwühlt und einen Gesamtschaden von ca. 15.000 € verursacht. Der Unterricht kann zum Glück auch im neuen Jahr uneingeschränkt weiter gehen.

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Einbrecher verwüsten Räume der Volkshochschule
Kriminalität: Täter erbeuten Computer, Geld und Elektrogeräte. Bisher wird der
Gesamtschaden auf rund 15.000 Euro geschätzt
VON JOBST LÜDEKING
Herford. Aufgebrochene Schränke, von der Wand gerissene Bildschirme und an einigen Türen noch Reste des Rußpulvers, mit dem Ermittlungsexperten der Herforder Polizei Fingerabdrücke sichern: Die Mitarbeiter der Volkshochschule (VHS) am Münsterkirchplatz versuchten jetzt wieder Ordnung zu schaffen, nachdem das fünfstöckige Haus von Einbrechern heimgesucht worden war.
"Der Gesamtschaden liegt nach dem bisherigen Stand bei rund 15.000 Euro", erklärt VHS-Leiterin Monika Schwidde. Die Summe umfasse zum einen die Beute als auch die Schäden am Gebäude. "Die Täter haben eine ziemliche Verwüstung hinterlassen", so Schwidde weiter. "Am Montagmorgen hat eine Reinigungskraft festgestellt, dass eingebrochen worden war und dann sofort die Polizei gerufen."
Nach dem bisherigen Stand waren die Einbrecher in allen fünf Etagen unterwegs. Ein Schwerpunkt liegt im vierten Stock, wo die Verwaltung der VHS untergebracht ist. Bei Mark Stocksmeyer, dem Fachbereichsleiter für die EDV, haben die Kriminellen nicht nur die Computer abgeräumt. Zur Beute gehörten unter anderem auch alle Stempel, Klebeband, ein Tacker, sein Radio, ein Rooter, ein Beamer und sogar seine Kopfschmerztabletten. In einem Flur rissen die Kriminellen Monitore aus der Halterung.
Die Polizei sicherte im Gebäude Fingerabdrücke und auch Fußspuren. "Wann genau die Einbrecher kamen, wissen wir nicht", so Schwidde weiter. "Wir nehmen an, dass die Täter wohl am Neujahrstag zuschlugen."
Die Kriminellen legten sich Taschen mit erbeuteten Gegenständen wie Elektrogeräten zurecht. Doch dann, so habe es den Anschein, seien die Täter möglicherweise gestört worden und hätten nicht mehr ihre komplette Beute mitgenommen.
´ Die Polizei sucht nun Zeugen, die in den vergangenen Tagen verdächtige Beobachtungen gemacht haben und Hinweise geben können. Erreichbar sind die Ermittler unter Tel. (0 52 21) 88 80.
© 2016 Neue Westfälische
09 - Herford, Mittwoch 06. Januar 2016

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Bericht im Herforder Kreisblatt vom 7.1.2016

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Keywords: Einbruch, Diebstahl, verwüsten

Gesteigerte Präsentationsqualität durch neuen Beamer und neue Leinwand
Eintrag vom: 07.01.2016

Wie eindrucksvoll die stadtgeschichtlichen Vorträge in der VHS-Aula neuerdings auch von der Wiedergabequalität des Bildmaterials sind, davon konnte sich Christian Lampart von der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford eG, die den neuen Beamer gesponsert hatte, kürzlich beim Erzählcafé mit Mathias Polster überzeugen. Auch die Leinwand wurde nach Jahrzehnten erneuert.



 



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Keywords: Beamer, Leinwand, Volksbank

Ab dem 5. Januar sind wir wieder für Sie da!
Eintrag vom: 22.12.2015

Vom 22. Dezember 2015 bis zum 4. Januar 2016 ist die VHS geschlossen.

Wir wünschen friedliche Weihnachtstage, einen erholsamen Jahresausklang sowie für das kommende Jahr viel Erfolg, Glück und Zufriedenheit.




Keywords:

Erwachsenenpädagogische Qualifizierung (EPQ)
Eintrag vom: 16.12.2015

Sie möchten in der Erwachsenenbildung tätig werden oder Sie sind es bereits? Sie wünschen sich erstes oder auch weiterführendes Rüstzeug für Ihren Unterricht? In Zusammenarbeit mit Volkshochschulen aus der Region bietet die VHS im Kreis Herford Ihnen eine hilfreiche Qualifizierung an, die Erwachsenenpädagogische Qualifizierung (EPQ). Die EPQ ist modular aufgebaut. In den fünf Pflichtmodulen erlernen Sie fachübergreifende Grundkenntnisse der Erwachsenenpädagogik; darüber hinaus können Sie in Aufbaumodulen fachspezifisches Wissen zur Gestaltung von Kursen und Seminaren erwerben. Die Seminare sind ganztägig und finden in der Regel am Wochenende statt. Begleitende Lernberatung und Hospitationen ergänzen Ihre Qualifizierung. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Hier finden Sie weitere Informationen: http://www.vhsimkreisherford.de/?id=4610

Der Landesverband der Volkshochschulen in NRW stellt das Abschlusszertifikat aus. http://vhs.bz/zhwuv




Keywords: Erwachsenenpädagogische Qualifizierung (EPQ); Fortbildung, epq

Praxisorientierte Fortbildung in Systemischer Beratung für Fachkräfte in sozialen Berufen
Eintrag vom: 14.12.2015

Gruppe mit Dozenten

Systemisches Denken und Handeln liefert Fachkräften in psychosozialen Berufen sehr wirksame Strategien. "Erlebte Erfahrungen haben nachhaltige Auswirkungen" ist das Motto der im Januar startenden praxisorientierten Fortbildung in Systemischer Beratung. Unter der Leitung der beiden erfahrenen Experten Uwe Holdmann und Dirk Rottmann können Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen des Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesens ihre Beratungskompetenz erweitern und erproben. Getreu dem Motto "Gut gefragt - ist halb gelöst ..." werden Zusammenhänge und Sachverhalte in spielerisch-leichter Form vermittelt. Weitere Informationen erhalten Sie unter L44353A.




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Weitere Deutsch-Kurse für Flüchtlinge aus den Herkunftsländern Syrien, Iran, Irak, Eritrea starten
Eintrag vom: 11.12.2015

Bis Ende Dezember können wir noch kostenfreie Deutschkurse für Menschen aus den Ländern Syrien, Iran, Irak und Eritrea anbieten. Diese Deutschkurse werden, wie bekannt, von der Bundesagentur für Arbeit gefördert und umfassen maximal 320 Unterrichtsstunden. Der Kursbeginn muss definitiv noch im Jahr 2015 sein!

Im Kreis Herford konnten wir - auch mit Ihrer Unterstützung - bisher 10 Kurse starten. Wir können weitere Kurse anbieten, um den zu uns gekommenen Menschen zu helfen. Wir möchten Sie bitten, die Informationen an die Flüchtlinge und weitere aktiv Unterstützende weiterzugeben. Anbei eine PDF-Datei zum Ausdrucken mit den wesentlichen Informationen.

Beginn: 16.12.2015, 10:00 bis 13:15 Uhr, in der VHS in Herford, Münsterkirchplatz 1, Raum 101

Beginn: 16.12.2015, 15:15 bis 17:00 Uhr, Gesamteuropäisches Studienwerk e. V., Südfeldstraße 2-4, 32602 Vlotho (Haus Warszawa, 2. Etage; Eingang: Steinstraße gegenüber Haus Nr. 6)

Beginn: 18.12.2015, 10:00 bis 12:30 Uhr, Stadtteilbüro, Behringstraße 4, Bünde

Auch aus anderen Orten des Kreises sind Interessierte willkommen! Fahrtkosten werden übernommen. Die Kursorte können sich gegebenenfalls noch ändern, wenn die Teilnehmenden schwerpunktmäßig aus einem bestimmten Ort kommen.

Die zuständige Ansprechpartnerin, Frau Gündogdu, ist zu erreichen unter
05221/5905-33 oder unter guendogdu@vhsimkreisherford.de.

Bitte geben Sie diese Information an potentiell in Frage kommende Flüchtlinge weiter.

Für Ihre Mithilfe möchten wir uns im Voraus herzlich bedanken.




Keywords: Deutsch, Flüchtlinge

Bildung schenken
Eintrag vom: 10.12.2015

Kennen Sie jemanden, der sich schon seit Jahren vornimmt, seine Sprachkenntnisse mal wieder aufzufrischen, kreativ zu sein oder nun doch den Anschluss in die Welt der Bits und Bytes nicht verpassen möchte? Dann überraschen Sie ihn oder sie doch einmal mit einem VHS-Geschenkgutschein. http://vhs.bz/xgiyy




Keywords: Geschenkgutschein; Bildung verschenken; Weihnachten

Menschen in Herford
Eintrag vom: 01.12.2015

Porträts, die bald das Stadtbild bereichern: Jürgen Escher (neben dem Bild seiner Mutter), Philipp Külker, Schirmherr Tim Kähler, Hans Koch und Katja Maas (v. r.) mit den Plakaten der ersten Kampagne. Foto: Kiel-Steinkamp

Gesichter einer Stadt
Herford (toha). Vielen Bürgern in der Stadt ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass immer mehr Menschen aus anderen Kulturkreisen ankommen. Eine breit angelegte Foto- und Plakatkampagne nimmt sich dieser Ängste an und will Bürgern ihre Unsicherheit nehmen. Mit ihren Porträts haben die Fotografen Jürgen Escher und Philipp Külker dem Thema Flüchtlinge ein einprägsames Gesicht in Form sympathischer Porträts gegeben. Acht von ihnen sind zum Kampagnenstart auf Plakaten, Postkarten und Verteilzetteln (mit landestypischen Gerichten auf der Rückseite) vertreten. Weitere Porträts folgen im Februar und für den April werden noch Menschen gesucht, die ihr Gesicht für die Kampagne zeigen wollen. Finanziert wird die Kampagne von einer Vielzahl von Unterstützern, zu denen sich gern noch mehr gesellen können.

Flucht hat stets auch ein Gesicht
Fotokampagne: In einer Zeit, in der immer mehr Menschen Asyl in der Stadt suchen müssen, kommt die Plakataktion "Mensch, in Herford" genau richtig

Herford. Pfarrer Mathias Storck ein Asylant? Der Geistliche lebt seit neun Jahren in Herford, stammt aus der ehemaligen DDR, wurde aus dem Gefängnis freigekauft. Er ist eines der acht Gesichter, die uns in den kommenden Wochen an vielen Stellen der Stadt entgegenblicken werden.
Hilda Escher ist auch ein Flüchtling. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste sie ihre Heimat Ostpreußen verlassen, lebt seit 63 Jahren in der Hansestadt. Das Flüchtlingskind Ambela kommt aus Albanien und lebt seit acht Monaten in Herford. Alle drei - und noch fünf weitere - eint ihr Schicksal und deshalb sind sie Teil der Fotokampagne "Mensch, in Herford".
Die Idee hatte Pastor Bodo Ries (Petrigemeinde). Unterstützer fand er in den beiden Fotografen Jürgen Escher und Philipp Külker und in Katja Maas und Hans Koch. Und auch Bürgermeister Tim Kähler hat sich eingereiht in die Reihe der Unterstützer. Gestern wurde die Kampagne "Mensch, in Herford" in der Volkshochschule vorgestellt und Kähler fand die passenden Worte.
"Unsere Stadt ist bunter als man glaubt. Die Botschaft dieser Kampagne passt in die Zeit", sagte Kähler. Mehr als 100 Nationalitäten leben in Herford und die Fluchtgeschichten zeigten, dass sich hinter jedem Gesicht ein "Mensch wie du und ich" und eben ein Schicksal verberge.
Für den Bürgermeister ist klar: "Wir werden noch über viele Jahre Zuwanderung erleben, ob in Massen wie aktuell oder in kleiner Zahl." Wer in den 70er Jahren zum Italiener wollte, hatte es schwer ein Restaurant zu finden. Heute gehöre es zum Lifestyle.
Kähler hat Lob für die Macher der Kampagne bereit: "Sie präsentieren uns eine emotional aufgeheizte Problematik mit einem Lächeln und einem Augenzwinkern", beschreibt er das vielfach gedruckte Ergebnis der Aktion. Und er fügt hinzu: "Zusammenleben funktioniert nur, wenn Demokraten auch füreinander einstehen."
Und er skizziert die jetzige Flüchtlingssituation in der Stadt: "Derzeit gibt es keine Zuweisungen von Asylanten. Wenn Harewood nicht angerechnet würde, kämen monatlich 100 Menschen. Wir müssen es jetzt schaffen, aus quantitativem Wachstum ein qualitatives zu machen."
Fotograf Jürgen Escher hat eine besondere Beziehung zu den Fotografierten: "In Krisenzeiten war ich in fast allen Ländern aus denen diese Menschen kommen. Jeder von uns würde auch von dort fliehen, das ist gewiss." Drei Kampagnen sind geplant, und es gibt auch einen Kinospot. Informationen gibt es unter Tel. (05221) 3469964.

VON THOMAS HAGEN, © 2015 Neue Westfälische 09 - Herford, Dienstag 01. Dezember 2015

©NW Herford 01.12.2015 Seite 1

©NW Herford 01.12.2015 Seite 2

 

Herford, Stadt der Flüchtlinge
Neue Aktion zeigt acht Portraits auf großen Plakaten und im Postkartenformat

Herford (HK). Céline isst am liebsten Schokoladenkuchen, Lamine hingegen bevorzugt ein Reisgericht namens Jollof Rice. Wer wissen will, wie diese Speisen zubereitet werden, sollte sich mit der Aktion »Mensch in Herford« näher beschäftigen. Denn die kleinen Rezeptkarten sind Teil einer neuen Willkommenskampagne, die vom
8. Dezember an im Herforder Stadtgebiet zu sehen ist. Besonders ins Auge springen werden die großen Plakate, auf denen Portraits von Menschen gezeigt werden, die mit Flucht in Verbindung standen oder stehen. Es sei eine kleine Idee gewesen, aus der dieses große Projekt entstanden sei, sagt Mitinitiatorin Katja Maas. In einer ersten Staffel werden Fotos und Plakate von acht Menschen aus unterschiedlichen Ländern gezeigt. Kleine Karten wiederum informieren über Lieblingsessen und deren Zubereitung.
Bis April sollen zwei weitere Staffeln hinzukommen - wobei die Initiatoren für die dritte Staffel noch Portraitwillige suchen. Auch für finanzielle und organisatorische Unterstützung seien sie weiterhin dankbar, sagt Katja Maas. Zu den Initiatoren zählt auch der Herforder Fotojournalist Jürgen Escher, der über seine Motivation sagt: »Ich war in fast allen Ländern, aus denen Flüchtlinge zu uns kommen. Und ich weiß, wir alle würden das Gleiche tun und mit unseren Familien weggehen.« In diesem Zusammenhang spricht
der Fotograf auch von seiner »Mama«, einer Heimatvertriebenen aus Ostpreußen. Seit 63 Jahren lebe sie hier, ist ihrem Plakat zu entnehmen. Bis zur Integration war es
ein weiter Weg, weiß Jürgen  Escher aus den Erzählungen seiner Mutter: »Am Anfang ist sie regelrecht angefeindet worden.« Das war vor vielen Jahren - jetzt blickt
Mama Escher (Hilda) die Herforder auf großen Plakaten freundlich an. Wer ihre Rezeptkarte in der Hand hat, erfährt außerdem, wie ihr Lieblingsessen, die Königsberger Klopse,
zubereitet werden. Um Integrationsvorbehalte, wie sie die Frau aus Ostpreußen erfuhr, für die Neu-Ankömmlinge möglichst gering zu halten, ist die »Mensch«-Kampagne
ins Leben gerufen worden. Schirmherr Bürgermeister Tim Kähler spricht von einer »Superidee «, denn in Herford lebten mehr als 100 Nationalitäten zusammen - und zwar friedlich. Dabei sei es wichtig, nicht die anonyme Masse zu sehen, sondern den einzelnen Menschen. In diesem Sinne hebt er die Idee mit dem persönlichen Lieblingsrezept besonders hervor: »Das macht es menschlich.« Der Bürgermeister lässt keinen Zweifel daran, dass es auch in den nächsten Jahren Zuwanderung geben wird. Er plädiert dafür, die neuen Bürger als Bereicherung zu empfinden und sagt: »Unsere Welt wird europäischer. Unsere Kinder sind da schon viel weiter«. Auf jedem Plakat gibt es zu jedem
Portrait kurze Informationen. Dabei werden die Personen ausschließlich mit dem Vornamen genannt. Dies gilt auch für einen Geistlichen, der Kirchgängern und Zeitungslesern
vor allem als Marienpfarrer bekannt ist: Matthias Storck. Auf dem Plakat heißt es über ihn: »Matthias, (DDR), ausgebürgert, freigekauft, seit 9 Jahren hier.« Dank der Hilfe von Sponsoren wurden zahlreiche Karten und Plakate gedruckt. Sie werden an Kirchengemeiden, Gastronomen und andere Multiplikatoren verteilt. Zudem weist im Kino Capitol ein
Filmvorspann auf die Aktion hin. Weitere Infos gibt es bei Katja Maas unter Tel. 05221/3469964.

© Herforder Kreisblatt, Hartmut Horstmann, 01.12.2015




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Bürokraft zur Vertretung im Verwaltungsbereich gesucht
Eintrag vom: 27.11.2015

Wir suchen zum nächstmöglichen Termin eine Bürokraft zur Vertretung im Verwaltungsbereich (mindestens 30 Wochenstd.) für zunächst 3 Monate.

Ihre Aufgaben:
o Unterstützung der Arbeit der pädagogischen Fachbereiche
o Bearbeitung von Veranstaltungs-Änderungen und zusätzlich geplanten Veranstaltungen
o Vorbereitung und Bearbeitung der Planungsunterlagen
o Weiterverarbeitung der Planungsdaten für die Erstellung des VHS-Programms
o Eingabe der Daten und Texte in das VHS-Verwaltungsprogramm a) für das VHS-Programmheft, b) für das Internet
o Diverse weitere Bürotätigkeiten

Das erwarten wir von Ihnen:
o Eine schnelle Auffassungsgabe, Engagement, Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit
o Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
o Sicherer Umgang mit: allen gängigen MS-Office-Programmen, Betriebssystem Windows, Datenbanken und Internet
o Erfahrung bezogen auf Bürotätigkeiten

Die Stelle wird nach TVöD vergütet. Arbeitsort ist die Hauptgeschäftsstelle der VHS am Münsterkirchplatz 1.

Für weitere Auskünfte bzw. Rückfragen steht Ihnen die Leiterin der VHS im Kreis Herford, Monika Schwidde, gerne zur Verfügung (Tel.: 05221590522).

Sind Sie interessiert?

Dann zögern Sie nicht, sich zu melden und senden Sie bitte Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen - möglichst digital (bewerbungen@vhsimkreisherford.de) bis zum 6. Dezember an Monika Schwidde, Leiterin der VHS im Kreis Herford, Münsterkirchplatz 1, 32052 Herford

DAS BEWERBUNGSVERFAHREN IST ABGESCHLOSSEN!

 




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Plädoyer für die Trennung des Staats vom Islam
Eintrag vom: 25.11.2015

Frage-Antwort: Lale Akgün (oben) beantwortete noch lange nach ihrem Vortrag Fragen zum Islam, zum Beispiel von Peter Schiller (unten).
Der Herforder wollte wissen, wie der praktische Plan der Politikerin aussieht.
  FOTOS: SCHULZ

Vortrag "Der Islam gehört zu Deutschland": Lale Akgün erläuterte am Donnerstagabend, wieso die Integration von Flüchtlingen nicht
durch Islamverbände geschehen darf und warum ihrer Meinung nach manche Verse des Koran längst überholt sind

VON FRIDERIEKE SCHULZ

Herford. "Welchen Islam wollen wir in Deutschland?", fragt Lale Akgün zu Beginn ihres Vortrages in der Aula der Volkshochschule Herford. Fragend schaut das Publikum die ehemalige Bundestagsabgeordnete an. Denn Fragen haben sie fast alle - und hoffen auf Antworten an diesem Abend.
Akgün fordert viel, erläutert ihre Position und weist einen Weg, der ihrer Meinung nach der Richtige sein könnte. "Die Ursachen der islamischen Gewalt müssen ins Auge gefasst werden", fordert sie. "Denn die Scharia ist heute schlimmer als im osmanischen Reich."
Die Zeit ist generell ein zentraler Aspekt in ihrem Vortrag: Überholt seien viele Gesetze des Islams, das findet zumindest Akgün. "Wie kann es sein, dass wir den Glauben nach einem Recht ausrichten, das aus dem 7. Jahrhundert stammt? Das hat sich doch längst überholt."
Und deswegen, so die Politikerin, sei es auch die Aufgabe einer Glaubensgemeinschaft, die Grundgesetze einer Religion aus ihrer jeweiligen Zeit heraus zu verstehen. Kopfnickend stimmen ihre Zuhörer ihr zu.
Ein weiterer Punkt steht auf ihrem Zettel, auf den diese selbstbewusste Frau an diesem Abend nur flüchtige Blicke werfen muss. Denn ihre Argumente, das ist zu spüren, kommen aus ihrem Herzen. "Die Islamverbände sollten nicht das zentrale Sprechorgan für Muslime in Deutschland werden. Denn nur eine Minderheit der deutschen Muslime lebt nach ihren Vorstellungen.
"Was ist mit uns Liberalen?", fragt sie und versucht, die Gefahr darzustellen, die ihrer Meinung nach durch die Einbindung der Verbände -auch, aber nicht nur - in der Flüchtlingsfrage entsteht. "Denn seit wann reguliert eine Religion staatliche Angelegenheiten? Der Staat selbst sollte die Integration übernehmen und sie nicht in Hände geben, die die Ankommenden von Anfang an isolieren."
Schweigend verfolgen die Anwesenden Akgüns Vortrag, danach kommen sie zu Wort. Viele Fragen scheinen offengeblieben. "Wo ziehen Sie die Grenze zwischen konservativen und radikalen Muslimen", möchte zum Beispiel Ismehan Parlak wissen.
Viele Verse des Korans, zum Beispiel über die Verschleierung der Frau, hält Lale Akgün aus heutiger Sicht für überholt. Damit stößt sie nicht bei jedem im Saal auf Zustimmung.
"Wie sieht also ihre praktische Lösung aus?", fragt Peter Schiller und erhält eine klare Antwort: "Alles muss in staatlicher Hand bleiben und darf nicht Religionsgemeinschaften überlassen werden - egal ob Christen oder Muslime."
Kopfschüttelnd verlässt ein Mann den Raum - er ist enttäuscht von der Veranstaltung. "Ich hatte mir Aufklärung über verschiedene Strömungen des Islams gewünscht, damit ich das endlich verstehen kann. Doch ich gehe letztendlich mit viel mehr Fragen, als ich gekommen bin."

© Neue Westfälische, Samstag/Sonntag, 21./22. November 2015

 




Keywords: Lale Akgün, Islam

Deutsch-Sprachkurse für Flüchtlinge
Eintrag vom: 09.11.2015

Die Akquise für die Basiskurse, die von der Arbeitsagentur gefördert werden, läuft auf Hochtouren - und zwar in unserem gesamten Zweckverbandsgebiet! Weitere Anmeldetermine: 10.11. und 12.11., jeweils 14-16 Uhr in der VHS in Raum 301 (VHS-Gebäude in Herford); am 13.11. um 16:30 in Hiddenhausen; am Freitag ab 14 Uhr in Vlotho in der Kulturfabrik.
Terminewünsche außerhalb der genannten Zeiten bitte per Mail an guendogdu@vhsimkreisherford.de.




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Sicher online einkaufen und bezahlen - IT-Tipps im neuen City Live Stadtmagazin
Eintrag vom: 09.11.2015

Einkaufen im Internet funktioniert heute simpel und schnell. Vom Sofa aus und mit Tablet, Smartphone oder Notebook lässt sich der virtuelle Warenkorb füllen. Nichts wird online so gerne gekauft, wie Kleidung und elektronische Geräte, wie z. B. Fernseher, Digitalkameras und Tablets. Es gibt aber einige Hinweise zu beachten, damit beim "Shoppen im Netz" nichts schiefgeht. Hierzu zählt natürlich und allen voran, die digitale Bezahlung der Waren.
Leider nutzen Betrüger im Internet viele unterschiedliche Methoden, um beim Einkaufen oder Bezahlen an personenbezogene und wertvolle Daten zu kommen.

Im Folgenden haben wir Ihnen einige Tipps und Regeln für ein sicheres Online-Shopping zusammengestellt:

• Achten Sie beim Einkauf im Netz unbedingt darauf, dass Sie eine verschlüsselte Verbindung nutzen. Spätestens bei der Eingabe Ihrer persönlichen Daten und dem eigentlichen Bestell- und Bezahlvorgang sollte in der Adresszeile vor der Internetadresse (z.B. www.ebay.de) ein "https://" auftauchen. Die meisten Internetbrowser zeigen dann auch ein Schlosssymbol vor der Internetadresse und in der Fußzeile an. In diesem Fall können Sie sich sicher sein, dass die genutzte Verbindung verschlüsselt ist und Ihre Daten geschützt an den Online-Shop übermittelt werden.
• Nutzen Sie unbedingt ausreichend komplexe Passworte und auf keinen Fall ein und dasselbe für alle Zugänge, sondern pro Dienst oder Online-Shop ein individuelles. Wichtige Informationen zu guten Passwörtern finden Sie auf der Seite vom "Bundesamt für Sicherheit": https://www.bsi-fuer-buerger.de/Passwoerter. In entsprechenden Passwort-Tresoren lassen sich dann alle individuellen Passwörter Ihrer Zugänge speichern und durch ein komplexes Masterpasswort schützen.
• Teilen Sie niemandem Ihre Passwörter oder sensiblen Daten wie PINs und TANs mit. Bitte denken Sie daran, dass ein, auf einem Zettel notiertes und unter einer Tastatur aufbewahrtes Passwort, nicht als ausreichend geschützt verstanden wird!
• Tätigen Sie Ihre Einkäufe nur über bekannte und verschlüsselte Verbindungen und nicht über öffentliche Netze (z.B. öffentliche WLan-Verbindungen), im Internet-Café, Hotel, u. s. w.
• Werfen Sie regelmäßig einen Blick in Ihre Kontoauszüge und wenden sich bei nicht erklärbaren Abbuchungen an Ihre Bank.
• Sorgen Sie bitte dafür, dass Ihr System über ein entsprechendes Viren-Schutzprogramm verfügt und dass alle System-Updates installiert sind.
• Auch beim "Shoppen im Netz" gilt das Prinzip der Datensparsamkeit. Bitte prüfen Sie sorgfältig, wie der Einkauf abgewickelt werden kann. Ist ein Lastschriftverfahren möglich oder kann eventuell sogar per Rechnung bezahlt werden, so dass Sie Ihre Kontodaten gar nicht angeben müssen.
• Bei einigen Internetshops, gerade auch außerhalb von Deutschland, ist die Angabe von Kreditkartendaten erforderlich, um den Kauf zu tätigen. Bitte prüfen Sie unbedingt, ob andere Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, werfen einen Blick ins Impressum auf den Betreiber des Shops (vielleicht lassen sich Hinweise oder Erfahrungen anderer Nutzerinnen und Nutzer finden) und achten auf eine verschlüsselte "https://"-Verbindung.

Abschließend noch ein Hinweis zu E-Mails, denen Sie voraussichtlich auch schon einmal begegnet sind: "Kein seriöser Anbieter wird Sie per E-Mail dazu auffordern, Ihre Bankdaten erneut auf einer in der E-Mail verlinkten Webseite einzugeben. Sollten Sie eine solche E-Mail oder einen solchen Anruf erhalten, geben Sie auf keinen Fall Ihre Daten heraus, klicken Sie in der E-Mail keinen Link an, sondern löschen Sie diese sofort!" (Quelle: DsiN)

Unsere Kursangebote zum Themenbereich "Web2.0 / Internet / Webseiten / Sicherheit": http://vhs.bz/nlse8




Keywords: Citylive;

Sprachkurse für Asylbewerber
Eintrag vom: 09.11.2015

Voraussetzung, um in Deutschland arbeiten zu können: Das Beherrschen der deutschen Sprache. Heute startet im Dietrich-Bonhoeffer-Haus ein Sprachkurs für Asylbewerber. FOTO: GERALD DUNKEL


Flüchtlinge: Verein International organisiert mit Volkshochschule Angebot in Bünde

Bünde. Heute Abend startet im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bünde der erste offizielle Sprachkurs für Flüchtlinge. Der Verein International und die Volkshochschule im Kreis Herford (VHS) organisieren das Angebot gemeinsam.

"Wir haben immer wieder Nachfragen von Asylbewerbern, die unbedingt Deutsch lernen wollen", sagt Uli Papke vom Verein International. Schon seit Monaten bringen pensionierte Lehrer und andere Engagierte Flüchtlingen ehrenamtlich Deutsch bei. Die Kontakte kommen über das Café International zustande, das jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr im Jugendheim Ennigloh in der Ellersiekstraße geöffnet hat.

"Es gibt viele Menschen, die jeden Tag intensiv Deutsch lernen wollen"

Das sei ein toller Einsatz, reiche nur leider bei weitem nicht aus, um alle Interessierten zu unterrichten, sagt Uli Papke. Wichtig sei für die Teilnehmer, dass der mit der Volkshochschule organisierte Kurs mit einem Zertifikat abschließe. Das benötigten sie, um arbeiten oder studieren zu können.

Zur Informations-Veranstaltung am 28. Oktober seien 73 Interessenten gekommen, sagt Martin Fiedler vom Verein International. Sie absolvierten einen Einstufungstest, auf welchem Sprach- bzw. Lernniveau sie sich befinden. Die Volkshochschule stelle den Dozenten und organisiere den Kurs, der Verein International kümmere sich um die Finanzierung, sagt Uli Papke.

"Es gibt viele Menschen, die jeden Tag intensiv Deutsch lernen wollen", sagt Papke. Der Sprachkurs läuft fünf Wochen mit täglich vier Stunden Unterricht. Heute starten 25 Teilnehmer, die bereits Kenntnisse in mindestens einer Fremdsprache haben, jedoch noch keine Deutschkenntnisse. Die Teilnehmer kaufen sich das Lernbuch selbst.

Möglichst bald soll ein weiterer Sprachkurs starten, für Akademiker und Studenten. 33 Interessierte gibt es für diesen Kurs. Sie sprechen schon mindestens eine Fremdsprache und haben daher Erfahrung, wie man eine Fremdsprache lernt. Auch geringe Deutschkenntnisse hätten sie bereits, sagt Martin Fiedler, "sie sprechen schon ein bisschen Deutsch". Weil diese Teilnehmer in ihrem akademischen Beruf arbeiten wollen sei ihre Motivation, Deutsch zu lernen, noch einmal höher.

"Es wäre schön, bei 33 Teilnehmern den Kurs teilen zu können", sagt Uli Papke. "Aber uns fehlen Dozenten." (s. Kasten) Auch für eine dritte Gruppe von 13 Personen fehle noch ein Lehrer. Sie beherrschen noch nicht die lateinische Schrift und müssten zunächst einmal das lateinische Alphabet lernen.

Der Verein International möchte die Sprachkurse ein Jahr laufen lassen, sagt Uli Papke, das seien acht Module ? 5 Wochen. Am Ende absolvierten die Teilnehmer eine Abschlussprüfung und erhielten ein Zertifikat über das erreichte Sprachniveau B 2.

Ein Jahr Sprachkurs kostet 14.800 Euro. Der Verein International habe bereits einige Spenden mit dem Verwendungszweck "Sprachkurs" bekommen, sagt Uli Papke. Dennoch fehle dem Verein noch ein erheblicher Teil der Finanzierung. Bislang reiche das Geld nur für die ersten fünf Wochen.

Deshalb hat Uli Papke im Namen des Verein International in der Sitzung des Integrationsrates vergangene Woche einen Antrag eingebracht, das restliche Jahres-Budget des Integrationsrates für die Sprachkurse zu verwenden. "Das Geld wäre sonst verfallen, wie in vielen Jahren zuvor auch", sagt Uli Papke. Der Integrationsrat hat einstimmig beschlossen, die restlichen gut 2.000 Euro für die Sprachkurse zu verwenden. Da der Integrationsrat nur Empfehlungen aussprechen kann, wird der Sozialausschuss in seiner Sitzung morgen Abend darüber entscheiden. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Rathaus in Raum 103 und ist öffentlich.

Sprachlehrer und Spender für Sprachkurse gesucht
Der Verein International und die Volkshochschule im Kreis Herford suchen noch Sprachlehrer auf Honorarbasis für Deutsch als Zweitsprache für die Flüchtlingskurse.
Sie sollten engagiert, freundlich und empathisch sein und möglichst Erfahrung im Unterrichten von Deutsch mitbringen.
Vorstellbar sind sowohl Kurse am Vormittag als auch am Nachmittag.
Antwort bitte an bewerbungen@vhsimkreisherford.de
Ansprechpartnerin ist Adile Gündogdu, sie organisiert die Flüchtlingssprachkurse der VHS.
Auch Spenden benötigt der Verein International noch dringend, um die Sprachkurse finanzieren zu können.
Wer Geld für einen Sprachkurs spenden möchte, meldet sich am besten beim Verein International, indem er zum Café International donnerstags von 14 bis 17 Uhr oder zum Treffen des Vereins dienstags um 19.30 Uhr kommt, beides im Jugendheim Ennigloh in der Ellersiekstraße 65.

von Anne Webler, © 2015 Neue Westfälische 11 - Bünde, Montag 09. November 2015




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Filme zum Thema "überstehen"
Eintrag vom: 02.11.2015

Die Projektpartner vor dem Capitol: Hermann Bueren (Arbeit und Leben, v. l.), Frank Schragner (VHS), Winfried Eisenberg (IPPNW), Wolfgang Meierkamp (Amnesty International), Christoph Maier (Capitol), Karola Althoff-Schröder (AG kommunaler Gleichstellungsstellen), Manfred Horn (Arbeit und Leben), Anke Stratmann-Horn (IPPNW), Bernd Reitmeier (Verdi), Hannelore Tschirner (Verdi-Senioren), Sylvia Neldner (femina vita). FOTO: RALF BITTNER

Reihe mit politischen Spielfilmen: Erneut organisiert der Verein "Arbeit und Leben im Kreis Herford" eine Reihe mit politischen Filmen
VON RALF BITTNER
Herford. Mit dem Spielfilm "Im Labyrinth des Schweigens" startet am Montag, 2. November, um 19.30 Uhr die vom Bildungswerk "Arbeit und Leben im Kreis Herford" mit verschiedenen Initiativen organisierte Reihe mit politischen Filmen im Capitol-Kino. Bis zum 23. November sind fünf Spielfilme zu sehen unter dem Motto "über stehen" zu sehen.
"Im Labyrinth des Schweigens" erzählt vom Staatsanwalt Johann Rademann und Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, die entgegen aller Widerstände in der frühen Bundesrepublik den Auschwitzprozess im Jahr 1963 ermöglichten. Filmpartner ist die Volkshochschule.
Hervorgegangen ist der Veranstalterkreis aus dem lokalen Vorbereitungskreis der seit 2005 das bundesweite von der Initiative "Die Gesellschafter" organisierte Filmfestival mit politischen Filmen, in Herford präsentiert hatte. Auch nach Auslaufen dieses Projekts blieb ein Teil der damaligen Partner zusammen und organisiert seither in Eigenregie eine politische Filmreihe. Verlagert hat sich allerdings der Schwerpunkt, weg von Dokumentar- hin zu Spielfilmen.
"Wir glauben, dass sich ernste Themen so besser an die Menschen bringen lassen", sagte Hannelore Tschirner von den Herforder Verdi-Senioren. Die präsentieren den Erfolgsfilm "Sein letztes Rennen" mit Dieter Hallervorden als Nachmittagskino am Mittwoch, 4. November, um 15 Uhr. Für diesen Film wird ein Eintritt von 4 Euro erhoben, bei allen anderen Vorstellungen wird an deren Ende um eine Spende gebeten.
Im französischen Film "Zwei Tage, eine Nacht" hat eine von Kündigung bedrohte Frau genau diese Zeit, ihre Kolleginnen zu überzeugen, zur Sicherung ihres Arbeitsplatzes auf 1.000 Euro zu verzichten. "Arbeit und Leben" und der Verdi-Ortsverein präsentieren den Film um die Frage der Solidarität mit Oscarpreisträgerin Marion Cotillard in der Hauptrolle am Montag, 9. November, um 19.30 Uhr.
Die IPPNW (Ärzte in sozialer Verantwortung) und die Flüchtlingsbegleitergruppe Herford sind die Paten des Films "Heute bin ich Samba" am Montag, 16. November, 19.30 Uhr. Die Komödie erzählt vom seit zehn Jahren illegal in Frankreich lebenden Samba, der versucht, eine Anstellung als Koch zu finden. In der Hauptrolle ist der aus "Ziemlich beste Freunde" bekannte Omar Sy zu sehen.
Die Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen/Frauen- und Mädchenprojekte im Kreis Herford und Amnesty International präsentieren gemeinsam den Film "Trade - Willkommen in Amerika", einen drastischen Film um Mädchenhandel und Sexarbeit im Grenzgebiet von Mexiko und den USA. Dieser Film beschließt die Reihe am Montag, 23. November, um 19.30 Uhr.
Vor allen Filmen, der von der Sparkassen-Stiftung unterstützten Reihe sind die Kurzfilme "Inside Deutsches Amt" und "Schaust Du hin?" zu sehen.
Alle Infos auch auf www.aul-herford.de in der Rubrik Projekte.

© Neue Westfälische, Donnerstag 29 Oktober 2015




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Kampfgeist und Gänsehaut-Momente
Eintrag vom: 28.10.2015

»Im Labyrinth des Schweigens« ist einer von fünf Filmen, die gezeigt werden. Organisiert wird die Reihe von: Hermann, Bueren (Arbeit und Leben, von links), Winfrid Eisenberg (IPPNW), Frank Schragner (VHS), Christoph Meierkamp (Amnesty International), Christoph Maier (Capitol-Kino), Karola Althoff-Schröder (Gleichstellungsgruppe), Manfred Horn (Arbeit und Leben), Anke Stratmann-Horn (Flüchtlinsbegleitung), Bernd Reitmeier (Verdi), Hannelore Tschirner (Verdi) und Sylvia Meldner (Femina Vita). Foto: Ann-Christin Lüke
 

Filmreihe »über stehen« im Capitol-Kino: fünf Vorführungen im November
Von Ann-Christin L ü k e
H e r f o r d (HK). Reines Popcorn-Kino suchen Cineasten im November bei der Filmreihe »über stehen« vergebens. Die Veranstalter haben stattdessen Streifen für das Capitol-Kino ausgesucht, die unter die Haut gehen und zum Nachdenken anregen. »Ziel ist es, Filme zu zeigen, die normalerweise nur in ausgewählten Programm-Kinos laufen«, erklärt Manfred Horn von der Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben im Kreis Herford. Er gehört zum Team, das die Filmreihe seit neun Jahren organisiert und auch in diesem Jahr verschiedene Filme ausgewählt hat. Jeweils montags um 19.30 Uhr werden die Streifen im Capitol-Kino unter dem Motto »über stehen« gezeigt. »Das passt zu allen Filmen: Krisen gilt es zu überstehen, schwierige Situationen zu meisten«, heißt im Flyer zur Reihe. »Der Kinosaal ist barrierefrei zu erreichen und hat Platz für 50 Leute«, sagt Manfred Horn. Der Eintritt ist frei, um eine Spende am Ausgang wird jedoch gebeten. »Die Reihe finanziert sich aus diesen Austritten. In diesem Jahr unterstützt uns zudem die Stiftung der Sparkasse Herford«, erklärt Horn. Jedem Film sind Paten zur Seite gestellt, die vor und nach der Vorführung für Fragen vor Ort sind. Den Anfang macht der deutsche Film »Im Labyrinth des Schweigens« am 2. November. Darin geht es um die Auseinandersetzung mit den Gräueltaten nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust. Filmpartner ist die Volkshochschule im Kreis Herford (VHS). »Wir haben uns für diesen Film entschieden, weil er sehr aufwühlend ist«, sagt Frank Schragner (VHS). »Zwei Tage, eine Nacht« lautet der Titel des französischen Films, den sich der Verdi-Ortsverein Herford und der Arbeitskreis Arbeit und Leben DGB ausgesucht haben. Gezeigt wird am 9. November eine junge Frau, die um ihren Job kämpft. Diesen kann sie nur behalten, wenn ihre Kollegen jeweils auf 1000 Euro verzichten. »Wie kann man eine kapitalisierte Welt überstehen? Mit Solidarität«, sagt Bernd Reitemeier (Verdi). »Heute bin ich Samba« ist eine Komödie, die am 16. November läuft. Sie beschäftigt sich mit der aktuellen Einwanderungsthematik und stammt von den Regisseuren des Kinohits »Ziemlich beste Freunde«. »In Zeiten der Flüchtlingsthematik ist es vielleicht überraschend, eine Komödie zu zeigen. Aber der Film macht deutlich, dass wir Lebensfreude, Kreativität und Vielseitigkeit von anderen lernen können«, betont Winfrid Eisenberg von der Ärzte-Initiative IPPNW, die den Film mit der Flüchtlingsbegleitergruppe Herford ausgesucht hat. Harte Kost bekommen Kinobesucher am 23. November zu sehen. »Trade - Willkommen in Amerika« beschäftigt sich mit Menschenhandel und Zwangsprostitution. Vorgestellt wird der Film von der Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen und der Ortsgruppe Herford von Amnesty International. Zu Gast wird auch die Herforder Frauenberatungsstelle Nadeschda sein. Für Senioren bietet Verdi außerdem noch eine Nachmittagsvorstellung von »Sein letztes Rennen« an. In der Hauptrolle ist Dieter Hallervorden zu sehen. Er spielt einen Mann, der dem tristen Dasein im Altersheim entflieht und für den Berlin-Marathon trainiert. Los geht es am Mittwoch, 4. November, um 15 Uhr im Capitol-Kino. Der Eintritt beträgt vier Euro.


© Westfalen-Blatt Nr. 250, 27.10.2015

 




Keywords: Filmreihe

Deutschkurse für Flüchtlinge mit Bleibeperspektive - aus den Ländern Syrien, Iran, Irak, Eritrea
Eintrag vom: 26.10.2015

Das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist am 24.10.2015 in Kraft getreten. Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen zum Start des Sprachkursförderprogramms gegeben.
Die Bundesagentur für Arbeit stellt Mittel für Deutschkurse für Flüchtlinge mit Bleibeperspektive bereit. Dieses gilt derzeit für Menschen, die aus den Ländern Syrien, Iran, Irak, Eritrea zu uns gekommen sind.
Es wird darauf hingewiesen, dass ggf. zu einem späteren Zeitpunkt weitere Länder in die Liste der Länder mit Bleibeperspektive aufgenommen werden. Derzeit gilt es jedoch nur für Menschen aus den genannten Ländern.
Wir bieten ab Anfang November diese kostenfreien Deutschkurse an. Jeder einzelne Kurs umfasst maximal 320 Unterrichtsstunden. Wer Kontakt zu geflüchteten Menschen aus diesen Ländern hat, den möchten wir um Hilfe bitten. Denn die Akquise und auch die Gruppenzusammensetzung liegen in alleiniger Verantwortung der Träger. Die Agenturen für Arbeit sind bei der Akquise nicht beteiligt.
Bitte weisen Sie die Flüchtlinge auf die Kursangebote hin. Wir haben speziell für diese Kurse einen offenen Anmelde- und Beratungstermin eingerichtet am Freitag, den 30. Oktober von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr in Raum 404. Wenn dieser Termin nicht wahrgenommen werden kann, können wir Ihnen gern auch einen anderen Termin anbieten. Bitte rufen Sie diesbezüglich die Kollegin Frau Gündogdu an unter 05221 5905 33 oder unter guendogdu@vhsimkreisherford.de.

Es können nur Personen gefördert werden, die bis zum 31.12.2015 in die Maßnahme eintreten.
Bitte geben Sie diese Information zeitnah an potentiell in Frage kommende Flüchtlinge weiter.

Für Ihre Mithilfe bedanken wir uns recht herzlich im Voraus.
Ihre VHS im Kreis Herford

 




Keywords: Flüchtlinge; Deutsch; Deutschkurse

Bünde in alten Ansichten - Kalender 2016
Eintrag vom: 26.10.2015

Auch für 2016 gibt es wieder den traditionellen Kalender mit historischen Ansichten der Elsestadt. VHS-Geschichtswerkstatt und Stadtarchiv haben sich zusammengetan und eine zum Teil farbige Bildauswahl, mit kurzer Erläuterung und Kalendarium versehen.
Ab sofort ist der Kalender im Stadtmarketingbüro neben dem Bünder Rathaus, den Buchhandlungen Lesezeichen Burmester an der Esch- und Knöll an der Bahnhofstraße, aber natürlich auch bei unserem Dozenten Jörg Militzer erhältlich. Besuchen Sie einfach eine der zahlreichen Veranstaltungen mit Jörg Militzer http://vhs.bz/06rn4 http://vhs.bz/ud3jp; bestimmt hat er ein paar Kalender dabei.
Auch als Weihnachtsgeschenk sehr geeignet.



weitere Informationen hier


Keywords: Kalender

Internet der Zukunft – Potenzial auch für den Mittelstand
Eintrag vom: 26.10.2015

Die zunehmende Verlagerung von Geschäftsprozessen ins Internet erfordert die frühe Auseinandersetzung mit der nächsten Generation des World Wide Web. Für Fach- und Führungskräfte, die ihr Unternehmen zukunftsorientiert ausrichten möchten, bietet die VHS am Samstag, den 7. November, von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr, in Herford das Seminar "Potenziale im World Wide Web Version 3.0" an.

Heino Schello, Interim-Manager für Unternehmensführung, Marketing & Vertrieb mit über 30 Jahren Erfahrung in unterschiedlichen Branchen, eröffnet in diesem Seminar Einblicke in ein innovatives und zukunftsorientiertes Marketing. Die Teilnehmenden lernen die neuesten Entwicklungen in der Marketing-Ausrichtung hin zum Web V3.0 kennen. Angesprochen werden Fach-? und Führungskräfte aus den Bereichen Marketing, Vertrieb, Public Relations und Personal. Entscheidern aus dem Bereich Klein- und Mittelständischer Unternehmen wird eine optimale Präsentation ihres Unternehmens im World Wide Web der Zukunft verständlich dargelegt.

Weitere Informationen finden Sie hier L41063A




Keywords:

"Volkshochschule war schon immer ein Ort der Begegnung"
Eintrag vom: 22.10.2015

DVV-Präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer dankt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volkshochschulen für ihr Engagement bei der Bewältigung der Flüchtlingssituation.
Derzeit werden viele Menschen, die ihre Heimatländer verlassen mussten, an den Volkshochschulen in den VHS in Programmen für deren gesellschaftliche, berufliche und kulturelle Integration willkommen geheißen. Kramp-Karrenbauer würdigt die Volkshochschulen als Orte der Begegnung und Integration und bittet darum, das große Engagement auch in Zukunft aufrechtzuerhalten. Denn die Herausforderung, den Flüchtlingsansturm zu bewältigen, sei eine "Aufgabe, die eine der wichtigsten ist, die wir in den letzten Jahrzehnten gemeinsam zu erledigen hatten".
Dateien zum Download der Videobotschaft finden Sie auf der Seite des DVV: http://vhs.bz/p9tcp

Pressemitteilung des DVV vom 22.10.2015




Keywords: DVV, Kramp-Karrenbauer, Integration

Sevilla und der Süden Spaniens
Eintrag vom: 12.10.2015

Sevilla ist die Hauptstadt der autonomen Region Andalusien und der Provinz Sevilla von Spanien. Eingeschlossen von den Ufern des Guadalquivir ist die Stadt noch heute durch ihr arabisches Erbe und ihre frühere Handelstätigkeit mit dem amerikanischen Kontinent gekennzeichnet. Sevillas Architektur verrät die maurischen Einflüsse und beindruckt durch eine imposante Altstadt. Geographisch günstig gelegen, ist die Region nicht nur eine der wärmsten Europas sondern auch überaus fruchtbar. Berühmt ist Sevilla u.a. als Ursprungsort der beliebten Tapas und anderer kulinarischer Köstlichkeiten. Touristen aus aller Welt besuchen Sevilla zur Semana Santa in der Karwoche zu Ostern. Wir laden Sie an diesem Abend ein, Sevilla und seine Umgebung kennenzulernen. In der Pause wird gegen einen geringen Kostenbeitrag ein passender Wein gereicht. Wir freuen uns auf Sie.



weitere Informationen hier


Keywords:

DaZ-Lehrkräfte mit BAMF-Zulassung im Kreis Herford gesucht
Eintrag vom: 02.10.2015

Die VHS im Kreis Herford sucht ab sofort Lehrkräfte auf Honorarbasis für Deutsch als Zweitsprache in Integrationskursen

Sie sollten
• engagiert, freundlich und kundenorientiert sein
• möglichst Erfahrung im Unterrichten mitbringen
• uns für die Dauer von mindestens einem Integrationskurs zur Verfügung stehen

Wir bieten
• eine kontinuierliche Weiterbildung
• eine Mitarbeit in einem motivierten, freundlichen Team
• ein professionelles Arbeitsumfeld in einer modernen Einrichtung

Vorstellbar sind sowohl Kurse im Vormittags- als auch im Nachmittagsbereich. Auch Team-Teaching ist möglich!
Antwort bitte an bewerbungen@vhsimkreisherford.de

http://www.bamf.de/DE/Infothek/Lehrkraefte/lehrkraefte-node.html




Keywords: DAZ, Deutsch, BAMF

DaZ-Lehrkräfte mit BAMF-Zulassung im Kreis Herford gesucht
Eintrag vom: 02.10.2015

 

Die VHS im Kreis Herford sucht ab sofort Lehrkräfte auf Honorarbasis für Deutsch als Zweitsprache in Integrationskursen

Sie sollten
• engagiert, freundlich und kundenorientiert sein
• möglichst Erfahrung im Unterrichten mitbringen
• uns für die Dauer von mindestens einem Integrationskurs zur Verfügung stehen

Wir bieten
• eine kontinuierliche Weiterbildung
• eine Mitarbeit in einem motivierten, freundlichen Team
• ein professionelles Arbeitsumfeld in einer modernen Einrichtung

Vorstellbar sind sowohl Kurse im Vormittags- als auch im Nachmittagsbereich. Auch Team-Teaching ist möglich!
Antwort bitte an bewerbungen@vhsimkreisherford.de

http://www.bamf.de/DE/Infothek/Lehrkraefte/lehrkraefte-node.html




Keywords: DAZ, Deutsch, BAMF

Flüchtlingen Deutsch beibringen - Standorte / Ansprechpartnerinnen & -partner
Eintrag vom: 02.10.2015

Wir haben angefangen, auf unseren Internetseiten eine Google-Maps-Übersicht zu erstellen, wo es Ansprechpartner oder Organisationen der Flüchtlingshilfe gibt, an die sich Interessierte wenden können, wenn sie sich mit ehrenamtlichem Deutschunterricht engagieren möchten. http://vhs.bz/lym1n Wir bitten um Mithilfe, damit wir entsprechende Ergänzungen vornehmen können. Benötigt werden dazu Angaben wie folgt: Name der Initiative/Organisation, der Ansprechperson, Adresse, E-Mail und Telefonnummer. Wir benötigen bei einer entsprechenden Mitteilung Ihr Einverständnis, dass wir Ihre Daten im Internet veröffentlichen dürfen. Auf diesem Kontaktformular ist alles dafür vorbereitet: http://vhs.bz/fk96g




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Wasser ist (k)ein Recht für alle?
Eintrag vom: 02.10.2015

Die Volkshochschule im Kreis Herford führt in diesem Jahr gemeinsam mit dem Verein Regio e. V das Projekt "Wasser ist (k)ein Recht für alle? - Eine "Wasserreise" für Kinder" durch. Das Projekt wird im Rahmen des "Globalen Lernens für Kinder" vom DVV gefördert. An 8 Projekttagen werden unterschiedliche Aspekte des Themas Wasser behandelt. Am 30.09.2015 war Frau Timmbermann von Unicef zu Gast und referierte über die Arbeit von Unicef in Entwicklungsländern.

An den vorangegangenen Projektnachmittagen malten die Mädchen und Jungen bereits ihren eigenen Wasserverbrauch auf und stellten dabei fest, dass jeder Mensch im Durchschnitt 14 Eimer Wasser am Tag verbraucht. Das ein Kind in anderen Ländern nicht so selbstverständlich den Wasserhahn aufdrehen kann, sondern oft mehrmals täglich weit gehen muss, um Wasser zu holen, war für die Kinder erstaunlich. Frau Timbermann zeigte anhand verschiedener Bilder die Lebenssituation von Kindern in Entwicklungsländern und welche Maßnahmen Unicef zur Verbesserung der Wasserqualität durchführt. Dies wurde von den Kindern mit großem Interesse angenommen und ermöglichte ihnen die Zusammenhänge von verschmutztem Wasser, sowie Wasserknappheit und daraus folgenden Krankheiten zu verstehen.

Ein Junge beschrieb es, wie folgt: "Wenn es nur dreckiges Wasser gibt und ich Durst habe, würden wir ich auch braunes Wasser trinken, auch wenn es krank macht. Daher ist es gut, dass UNICEF Brunnen baut."

Am Ender der Bilderreihe, machten die Kinder noch ein Wissensquiz und als Belohnung bekamen jedes Kind ein abwaschbares Tattoo für die Haut, die sie stolz auf Ihren Armen klebten (siehe Foto). 15 Kinder nehmen am Projekt teil.

 




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Wer den Wind sät - Was westliche Politik im Orient anrichtet
Eintrag vom: 24.09.2015

Foto: Christina Ueckermann, Herforder Kreisblatt +++ Bereits zum fünften Mal konnte VHS-Leiterin Monika Schwidde Dr. Michael Lüders in der Volkshochschule begrüßen.

Nahost-Experte kritisiert Politik des Westens

Herford(HK). Dieses Buch bietet Stoff für einen Thriller. Was der Nahost-Experte Dr. Michael Lüders in "Wer den Wind sät. Was westliche Politik im Orient anrichtet." beschreibt, ist aber bittere Realität. In der Aula der VHS beschrieb er dem Publikum am Dienstagabend die politische Situation im Nahen Osten.

Deutschland muss derzeit viele tausende Flüchtlinge aufnehmen. Wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass sich derzeit etwa elf Millionen Menschen aus Syrien auf der Flucht befinden, das erklärte Dr. Michael Lüders den knapp 100 Zuhörern. Die Probleme im Nahen Osten seien vielfältig und mehrere Konflikte würden dort ineinander übergreifen, sagte Lüders. Fest stünde: "Gut und Böse gibt es in diesem Krieg nicht."

Lüders erklärte, warum der Islam in den letzten Jahren sehr einflussreich geworden ist. In seinem Buch macht er aber auch deutlich, dass er die Hauptverantwortung der Probleme in der Nahost-Region in der Politik der Vereingten Staaten sieht. Die USA beziehungsweise der Westen seien selbst für das Aufkommen und die Gefahren des Islamismus verantwortlich. Denn nach dem Sturz Saddam Husseins im Jahr 2003 seien viele Menschen arbeitslos geworden und hätten sich terroristischen Bewegungen angegliedert.

Lüders, der arabische Literatur in Damaskus sowie Islamwissenschaften, Politologie und Publizistik in Berlin studiert hat, erklärte, dass der IS auf absehbare Zeit militärisch nicht zu besiegen sei. Er kritisierte dabei auch das Vorgehen deutscher Politiker, die »ohne Konzept Bundeswehreinsätze planen« würden. Fest stehe, so Lüders, dass es nicht einfach sei, Lösungen für die vielfältigen Probleme zu finden. Europa könne eingreifen, "dabei darf aber nichts schief gehen", sagte er. Denn die zurzeit überwiegend gute, hilfsbereite Stimmung gegenüber den Flüchtlingen könne schnell kippen. Die Wurzeln des Krieges müssten bekämpft werden, "Es kann aber nicht gleichzeitig gegen den IS und gegen Assad gekämpft werden", betonte er.

Die Volkshochschule bietet derzeit viele Veranstaltungen zu diesem Thema an. Die nächsten Termine sind Dienstag, 29. September, 19 bis 21.15 Uhr "Generation Erdogan" mit Cigdem Akyol sowie Mittwoch, 5. November, 19 bis 21.15 Uhr "Im Schatten des Feigenbaums" mit Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser.

Von Christina Ueckermann, 24.09.2015, Herforder Kreisblatt


Der Frieden rückt in weite Ferne
Nahostkonflikt: Experte Michael Lüders sprach in der Volkshochschule über Krieg und Krisen


Herford. Es war eine tiefgreifende Analyse, die der Nahostexperte Michael Lüders in der Herforder Volkshochschule vortrug - ermutigende Worte oder gar Hoffnung auf ein Ende der Kriege und Krisen im Orient hatte er für die 120 Zuhörer aber nicht. Sein Hauptaugenmerk galt dem Krieg in Syrien, dem Islamischen Staat (IS) und der Rolle des Westens. Lüders sparte auch nicht mit Kritik an deutschen Medien.

Der Krieg in Syrien wütet im vierten Jahr, und noch immer ist kein Ende in Sicht. Mit dem Vormarsch des Islamischen Staates im Irak und in Syrien im vergangenen Jahr hat der Krieg in der Region eine neue Dimension bekommen.

Lüders zeigte in seinem Vortrag die Wurzeln von Konflikten in der Region auf. Auch die Rolle, die westliche Interventionen darin spielen. Die USA und ihre Alliierten kamen dabei nicht gut weg.

Der Islamische Staat, so sagte Lüders, sei ein direktes Produkt des amerikanischen Einmarsches in den Irak im Jahr 2003. Die USA hätte staatstragende Organisationen wie Militär und Geheimdienste quasi über Nacht aufgelöst und ihre Bediensteten nach Haus geschickt.

Aus diesem Personal rekrutieren sich nach Lüders Worten die Führungskader des Islamischen Staates, der Mitte 2014 bekannt wurde durch medial in Szene gesetzte Enthauptungen und große Landgewinne in Syrien. Lüders erteilte besonders Rufen nach humanitären Interventionen eine Absage und griff auch mehrmals deutsche Medien mit sarkastischen Worten an.

Denn seit Beginn des Krieges gelte das Mantra: Baschar al-Assad muss durch militärische Interventionen gestürzt werden, damit eine vom Westen unterstützte Opposition das Land übernehmen und wiederaufbauen kann.

Lüders kommentierte: "Die Frage, was passiert in Syrien, wird dann geklärt, wenn sich die USA, Russland, Iran und Saudi-Arabien verständigen. Aber das können Sie diesen Waldorf-Optimisten von TAZ bis FAZ nicht klar machen. Die werden böse, wenn man sagt: Politik ist nicht wünsch dir was, sondern wie kann man welches Ziel erreichen."

Damit traf er einen wunden Punkt in der Berichterstattung der vergangenen Jahre. Denn den meisten Prognosen zum trotz ist Baschar al-Assad noch immer da, und "er wird auch die kommenden fünf Jahre bleiben, weil Russland und Iran ihn nicht fallenlassen werden", sagte Lüders.

Er wünsche sich, so sagte Lüders, optimistischere Prognosen stellen zu können, aber ein Ende von Konflikten in Nahost sei nicht im entferntesten abzusehen.

In Bezug auf die Flüchtlingskrise warnte Lüders, dass die Stimmung in Deutschland kippen könnte und sich gegen Flüchtlinge wendet: "Es darf nichts schief gehen, wie zum Beispiel ein Terroranschlag oder eine kriminelle Handlung, die irgendwie Flüchtlingen zugeordnet werden kann. Dann ist schluss mit lustig."

Zur Personn Michael Lüders

Michael Lüders, 1959 in Bremen geboren, ist ein deutscher Politik- und Islamwissenschaftler.
Lüders studierte arabische Literatur in Damaskus, Islamwissenschaften, Politologie und Publizistik in Berlin.
Er war langjähriger Nahostkorrespondent der Wochenzeitung Die Zeit und lebt inzwischen als Politik- und Wirtschaftsberater, Publizist und Autor in Berlin.
Lüders ist Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft in Nachfolge von Peter Scholl-Latour
Anfang September ist Lüders neues Buch erschienen: "Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet."
Lüders beschreibt darin die westlichen Interventionen im Nahen und Mittleren Osten und ihre Folgen.

von Alexander Jenniches,  © 2015 Neue Westfälische 09 - Herford, Donnerstag 24. September 2015

 

 




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Integrationskraft gesucht
Eintrag vom: 18.09.2015

Der Zweckverband Volkshochschule im Kreis Herford sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine fachlich wie menschlich überzeugende Persönlichkeit als
Integrationskraft - Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache

Zu den Aufgaben gehören:
- Beantragung und Abwicklung von Deutschkursen beim BAMF
- Planung und Organisation von Deutschkursen für Flüchtlinge
- Projektakquise, Beantragung von ESF-Mitteln etc.
- Unterricht in Integrations- und anderen Deutschkursen
- Einstufungsberatung und Einstufungstests
- Verwaltungstechnische Organisation und Begleitung von Prüfungen
- Eigene Prüfungstätigkeit

Wir erwarten:
- Umfangreiche praktische Erfahrungen in dem Bereich DAF/DAZ
- Aktuelle Kenntnisse über Bestimmungen und Förderungsstrukturen von Inte-grationskursen
- Prüferlizenzen telc
- Zulassung als Lehrkraft für BAMF-geförderte Kurse
- Teamfähigkeit, Flexibilität und hohes Engagement
- Einsatzbereitschaft, auch zu Arbeitszeiten in den Abendstunden und am Wochen-ende

Wir bieten einen interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsplatz mit 39 Wochen-stunden an einer leistungsstarken VHS.

Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet. Die Bezahlung erfolgt nach TVöD.

Es wird die Bereitschaft erwartet, sich hinsichtlich der Arbeitszeitgestaltung den Erfor-dernissen des Arbeitsplatzes anzupassen. Bewerbungen von Menschen mit einer Schwerbehinderung sind ausdrücklich erwünscht.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne die Leiterin der VHS, Monika Schwidde, zur Verfügung, 05221 5905-32.

Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte digital (bewerbungen@vhsimkreisherford.de) bis zum 24.09.2015 an den:

Zweckverband VHS im Kreis Herford, Verbandsvorsteher,
Münsterkirchplatz 1, 32052 Herford

 




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"Deutsch für Flüchtlinge" Fortbildungsworkshops für Ehrenamtliche
Eintrag vom: 18.09.2015

Die Veranstaltung am 2. September in unserer VHS-Aula für ehrenamtlich Aktive und Interessierte hat großes Interesse an entsprechenden Fortbildungen "Deutsch für Flüchtlinge" gezeigt. (s. Presseberichte) Auch in den Tagen meldeten sich noch viele und Interessierte. 

Unsere Qualifizierungsreihe ist nun geplant. Sie finden alle Module hier: http://vhs.bz/ha9rc

Die Reihe findet in Kooperation mit unserem Förderverein statt, der es ermöglicht, dass das Vorhaben Dank einer Spende der Volksbank und eines Privatspenders für die Teilnehmenden entgeltfrei angeboten werden kann.

Auf unserer Homepage finden Sie neben der Qualifizierungsreihe ebenfalls eine umfangreiche Linkliste. Dort steht auch noch einmal der Zugang zu dem Online-Bereich des extra eingerichteten Kurses "Deutsch für Flüchtlinge" auf unserem Lernportal.

 



weitere Informationen hier


Keywords: Links, Deutsch, Flüchtlinge, Unterrichtshilfen

Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 100. Vortrags
Eintrag vom: 14.09.2015

Ein ganz besonderes Jubiläum konnten die Kooperationspartner Paläontologischer Arbeitskreis Bünde und die Volkshochschule im Kreis Herford im Museum Bünde feiern. Die Kooperation blickt inzwischen auf 100 gemeinsam veranstaltete Vorträge in den letzten 16 Jahren zurück. Die Themenpalette reichte dabei von regionalen Themen wie "Porta-Sandstein" zu allgemeineren "Wie die Vögel das Fliegen lernten" bis zu "Schwimmsaurier in Deutschland".
Mit Dr. Jens Lehmann von der Universität Bremen war ein Referent geladen, dem spannende Weiterbildung gelang - sowohl für die Fachkundigen unter den Fossilien-Liebhabern als auch für die anwesenden paläontologisch eher unerfahrenen Gäste. Trotz der Tiefe der Zeit, den unvorstellbaren Zeiträumen über hunderte von Jahrmillionen, können Fossilien viel von der Biologie der ehemaligen Tiere berichten - und auch darüber, wie sich die Umwelt und das Ökosystem damals veränderte, wie Lehmann anschaulich zu vermitteln verstand.
Dr. Rainer Ebel und seine engagierten Mitstreiter vom Arbeitskreis luden nach der Veranstaltung zu einem kleinen Imbiss. Frau Schwidde, Leiterin der VHS hatte einen Kuchen - dem Anlass entsprechend dekoriert - mitgebracht.




Keywords: Paläontologie; Ebel; Museum Bünde

UNESCO-Welttag der Alphabetisierung - Alphabetisierungskurse der VHS starten in Kürze
Eintrag vom: 04.09.2015

Foto: VHS im Kreis Herford (us)

Eine SMS verschicken, einen Einkaufszettel schreiben oder gar die Sicherheitshinweise am Arbeitsplatz lesen - für viele Menschen ist das alles andere als selbstverständlich. Einer Studie (leo. - Level-One Studie)nach können 7,5 Millionen Menschen, rund 14,5% der erwerbsfähigen deutschsprachigen Erwachsenen, zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, nicht jedoch zusammenhängende Texte. Auch im Kreis Herford besteht bei vielen Menschen der Bedarf, ihre Schreib- und Lesefähigkeiten zu verbessern.


Anlässlich des von der UNESCO ausgerufenen Weltalphabetisierungstags am 8. September weisen wir auf unsere Alphabetisierungskurse hin, die in Kürze starten:

 

  • "Lesen und Schreiben für den Beruf - Kurs für Berufstätige" L2112.3A am Samstag, den 19. September
  • "Lesen und Schreiben für den Beruf - Kurs für Arbeitssuchende" L2113.3A am Montag, den 21. September


Aufgrund der finanziellen Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Europäischen Sozialfonds können die Kurse entgeltfrei angeboten werden.


Bitte geben Sie die Informationen an mögliche Interessierte, die diese Mitteilung nicht lesen können, weiter.


Den Flyer zu den berufsbezogenen Angeboten finden Sie hier pdf Lesen und Schreiben....


Einen Überblick über alle Alphabetisierungskurse finden Sie hier http://vhs.bz/h45v4


Nähere Auskünfte und Anmeldung unter Tel. 05221/5905-16 und 5905-32.




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Wo es überall die Blauen Seiten gibt - Auslegestellen im Kreisgebiet
Eintrag vom: 18.08.2015

Die Auslegestellen unserer Blauen Seiten im Kreis Herford sind jetzt ganz übersichtlich auf einer Google-Maps-Karte zu finden: http://vhs.bz/auslegestellen Gern würden wir weitere Möglichkeiten bekommen, unsere Programmhefte auszulegen. Falls Sie Anregungen haben oder in Ihrem Geschäft, Ihrer Einrichtung gegebenenfalls unsere Blauen Seiten ausgelegt werden könnten, melden Sie sich doch bitte bei marker@vhsimkreisherford.de.




Keywords: Auslegestellen, Blaue Seiten, Programmheft

Am Puls der Zeit - Presseberichte zur Programmvorstellung
Eintrag vom: 14.08.2015

 

Foto: Marten Siegmann

Die VHS geht mit der Zeit - Fachbereichsleiter stellen das Programm für 2015/2016 vor

Herford. Von Online-Banking bis Online-Dating - das neue Programm der Volkshochschule (VHS) im Kreis Herford steht ganz im Zeichen moderner Technologien. Das soll auch das Motto unterstreichen, das die Front des jetzt vorgestellten Programmheftes für 2015/2015 ziert: Es lautet "Am Puls der Zeit".
"Das ist der Anspruch, den wir an uns selbst haben", sagt VHS-Leiterin Monika Schwidde. Aus zahlreichen neuen Angeboten hat die NW eine Auswahl zusammengestellt:
EDV/IT/TECHNIK/MEDIEN
In 3D-Druck und 3D-Scan Seminaren können die Teilnehmer lernen, Gegenstände dreidimensional mit digitaler Technik zu erfassen, zu verändern und zu drucken.
Junge Technikfans kommen beim Programmieren einer App mit dem Programm "App Inventor" auf ihre Kosten.
GESUNDHEIT
"deepWork" ist ein neuartiges, komprimiertes Fitnessangebot - verpackt in ein 30-Minuten-Programm richtet es sich vor allem an Berufstätige.
Das Konzept für das Seminar "Bewegungsübungen mit dem Rollator" wurde komplett überarbeitet.
NATUR UND UMWELT
In Kooperation mit dem BUND bietet die VHS vogelkundliche Exkursionen an.
Neu ist auch die Vortragsreihe "Gartenparadiese für Eltern".
PSYCHOLOGIE
"Indian Summer - das Leben wird bunter" heißt das Seminar, das unter anderem neue Beziehungsmodelle und Online-Dating thematisiert.
POLITIK UND GESELLSCHAFT
"Wer den Wind sät - Was westliche Politik im Orient anrichtet" ist der Titel des Vortrages von Michael Lüders.
Ein Vortrag von Cigdem Akyol beleuchtet die "Generation Erdogan" in der Türkei.
SPRACHEN
Ein Höhepunkt ist das Seminar "Weltreise durchs Wohnzimmer": Menschen aus verschiedenen Ländern laden zu sich nach Hause ein und stellen ihre Kultur im eigenen Wohnzimmer vor.
Bei der Veranstaltung "Flüchtlingen Deutsch beibringen" können sich die Teilnehmer über Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Engagement in der Sprachvermittlung informieren. Das erste Treffen ist am 2. September.
BERUFSBEZOGENE WEITERBILDUNG
Die digitale Technik beeinflusst auch die Wirtschaft. Das Seminar "Potenziale im World Wide Web Version 3.0" beleuchtet die damit verbundenen neuen Anforderungen an die Unternehmen.

Info
Mehr Benutzerfreundlichkeit
Die Internetseite www.vhsimkreisherford.de wurde um die Möglichkeit zum Live-Chat mit einem Verwaltungs-Mitarbeiter erweitert.
Aktuelle Informationen der VHS zum Seminarangebot können ab sofort auch als Newsletter über den Kurznachrichtendienst Whatsapp auf dem Smartphone bezogen werden.
Ebenfalls steht online jetzt eine interaktive Karte bereit, die die Standorte, an denen das gedruckte VHS-Programm ausliegt, anzeigt.
Außerdem wurden neue Info-Bildschirme im Haus installiert.

von Marten Siegmann, Neue Westfälische
09 - Herford, Freitag 14. August 2015

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VHS am Puls der Zeit
1320 Veranstaltungen im neuen Programm stellen sich aktuellen Entwicklungen

Kreis Herford (hil). Die Volkshochschule im Kreis Herford ist und bleibt am Puls der Zeit: »Das ist unser Ansporn bei allen Angeboten, beim Service und setzt sich insbesondere bei aktuellen Themen durch«, sagt VHS-Leiterin Monika Schwidde. Das neue Programm mit 1320 Veranstaltungen und 20 081 Unterrichtsstunden kann man online einsehen oder immer noch gedruckt in der Hand halten. Wo es erhältlich ist, erfahren Interessierte auf der Internetseite: »Wir haben alle Standorte im Kreis Herford dort mit einem roten Punkt sichtbar gemacht«, sagt Mark Stocksmeyer, der für den IT-Bereich zuständig ist. So hat er auch dafür gesorgt, dass man sich einen Newsletter über den Nachrichtendienst Whats App bestellen, in einem Live Chat den VHS-Mitarbeitern direkt Fragen stellen oder auch auf einem elektronischen Display im VHS-Gebäude die aktuell laufenden Kurse einsehen kann. »Wir bedienen damit den Trend zur Schnelligkeit und Verkürzung der Kommunikation«, sagt Monika Schwidde.
Schon auf dem blauen Programmdeckel ist das »Herz am Puls der Zeit« sichtbar und dokumentiert zum Beispiel ein Angebot: den Fotoworkshop Lichtmalerei, nur ein Punkt im großen EDV- und IT-Bereich. »Ganz aktuell sind wir mit den Einstiegskursen zu Windows 10 oder Office 2016. Und auch das 3D-Scannen und -Drucken können Teilnehmer bei der VHS kennenlernen«, berichtet Mark Stocksmeyer.
Wer will nicht am »Puls der Zeit« bleiben, wenn es um digitale Technik, Sprachzertifikate oder berufliche Bildung geht. 19 Sprachen bietet die VHS an, darunter auch Exoten wie Arabisch, Chinesisch, Japanisch oder Dänisch. »Manche wollen nur einige Wörter für den Urlaub lernen, andere haben beruflich mit dem jeweiligen Land zu tun«, erklärt Ulrike Koebke. Sogar eine Weltreise kann man mit der Herforder Bildungseinrichtung machen: eine Weltreise durch Wohnzimmer. »Bei sich zu Hause stellen Menschen aus unterschiedlichen Ländern ihre Kultur vor. Wir starten mit Bosnien, Iran und China«, sagt Andrea Dohmann. Mit Musik, kulinarischen Spezialitäten, Berichten und Fotos bekommt man einen sehr persönlichen Eindruck von Land und Leuten.
260 Angebote gibt es im Gesundheitsbereich, ob Yoga und Meditation, Kochen oder Bewegungskurse. Auch die Themen Kultur und Gestalten sind stabil. Kaufmännische Lehrgänge mit Zertifikatsabschluss gibt’s ebenso wieder wie Exkursionen in die Natur. Monika Schwidde: »Aktuell bleiben immer die Vortragsthemen mit bekannten Referenten, sei es zum Nahost-Konflikt, zum Islam oder zur Entwicklung in der Türkei.«

Bärbel Hillebrenner, Westfalenblatt Herford, Freitag, 14. August 2015

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Kunst mit Herz und Hand
Eintrag vom: 29.07.2015

Im Zelt: Susanne Kleinalstede (l.) und Sonja Finkbeiner arbeiten an ihren Stein-Skulpturen. Bildhauerin Sylvia Middel (Mitte) gibt Tipps. FotoS: Bohnenkamp-Schmidt

Werburger Kreativtage bieten breites Spektrum / Abschlusspräsentation am 7. August
VON BRITTA BOHNENKAMP-SCHMIDT

Spenge. Ob malen, meißeln oder modellieren - die Werburger Kreativtage bieten unterschiedlichste Möglichkeiten kreativen Schaffens. Zum achten Mal starteten jetzt in und vor der historischen Kulisse des ehemaligen Spenger Rittergutes verschiedene Kurse für Hobby-Künstler.

Zum zweiten Mal ist in diesem Jahr Bildhauerin Sylvia Middel dabei, die mit ihrem Kursus "Skulptur aus Stein" in die handwerklichen Grundlagen der Steinbildhauerei einführt.

"Ich habe schon ganz viele wichtige Tipps bekommen, wie man sich dem Material am besten nähert", berichtet Teilnehmerin Susanne Kleinalstede und setzt den Meißel an. "Wir arbeiten hier mit Thüster-Kalkstein. Der ist besonders weich und auch für Anfänger gut zu bearbeiten", erklärt Middel.

Manfred Götze, der bereits zwei Bildhauer-Kurse hinter sich hat, lässt sich derweil vom Naturmaterial direkt inspirieren. "Ich glaube, aus meinem Stein ergibt sich ein Gesicht", meint er mit Blick auf den noch ungeformten Brocken vor sich.

In der Werburg-Scheune nebenan werden Pinsel und Stifte geschwungen. Grafik-Designerin Christine Sordel Brockmann leitet dort zum vierten Mal den "Kinder-Ferien-Malkurs". Schon nach kurzer Zeit sind die ersten Werke der jungen Künstler fertig. Julie hat einen "Sonnenuntergang in Frankreich" gemalt. "Da war ich nämlich im Urlaub", berichtet die 8-Jährige. Elisabeth gestaltet eine Strandszene und Carolin wagt sich mit feinen Strichen an eine Balletttänzerin.

"Jetzt malen die Kinder erst mal, was sie mögen. Später beschäftigen wir uns auch noch mit dem Mischen von Farben, dem Erkennen von Proportionen und mehr", erklärt Sordel-Brockmann. Im Nebenraum stehen fein geschwungene Buchstaben im Mittelpunkt des Interesses. Künstlerin Elke Eickhoff hat zur "Kalligraphie-Werkstatt" geladen. Konzentriert und mit feinen Federstrichen üben die Teilnehmer die Kunst des schönen Schreibens. "Wir benutzen dafür eine Bandzugfeder. Die sorgt für den typischen Dick-Dünn-Effekt der einzelnen Buchstaben", erläutert die Kursleiterin.

Weil sie gerne Brief schreibt und auch ihre Weihnachtspost alljährlich von Hand verfasst, ist Dorothea Plaumann dabei. "Ich habe schon zwei ähnliche Kurse gemacht, möchte aber meine Kenntnisse noch vertiefen", erklärt sie ihre Motivation. "Ich finde es schade, wenn ältere Menschen nicht mehr dazu lernen wollen", meint die 82-jährige.

Alle Werke, die in den unterschiedlichen Kursen entstehen, werden am Freitag, 7. August, von 17 bis 18 Uhr an der Werburg präsentiert.

"Vorbeischauen lohnt sich", verspricht Fachbereichsleiterin Ulrike Koebke von der Volkshochschule im Kreis Herford, die die Kreativtage an der Werburg koordiniert.

Noch Plätze frei

Bei einigen Kursen der Werburger Kreativtage sind noch Plätze frei, teilt Fachbereichsleiterin Ulrike Koebke von der Volkshochschule im Kreis Herford mit.

Kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich für "3D Malen und Zeichnen" mit Annica Ebmeyer, "Das indirekte Selbstporträt" mit Doro Köster, "Marionettenbau leicht gemacht" mit Wolfgang Schattka, "Malen mit Pastellkreide" bei Rosali Müller und "Skulpturen aus Holz und Metall" für generationenübergreifende Teilnehmerpaare bei Michaela Hoffmann.


© 2015 Neue Westfälische
10 - Enger-Spenge, Mittwoch 29. Juli 2015




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Künstler vor historischer Kulisse
Eintrag vom: 23.07.2015

Freuen sich auf kreative Tage: Regina Sommer, Elke Eickhoff, Simone Adams-Weggen, Christine Sordel-Brockmann, Annica Ebmeyer, Sylvia Middel, Sergej Poweliza (hinten v. l.), Ulrike Koebke und Wolfgang Schattka mit seiner Marionette "Kuddel" (vorne, v. l.). FOTOs: MAREIKE PATOCK

Achte Auflage der Werburger Kreativtage mit 13 Kursen / Auch Angebote für Kinder / Noch Plätze frei
VON MAREIKE PATOCK

Spenge. Wenn Kuddel einen mit seinen blauen Augen anschaut, könnte man fast meinen, man habe es mit einem echten Menschen zu tun. So lebensecht schaut der kleine Kerl drein. Kuddel ist gerade mal ein paar Zentimeter groß - und der Hauptdarsteller in Wolfgang Schattkas Marionetten-Theater. Wie man die Figuren aus Holz herstellt, zeigt der Bardüttingdorfer Künstler jetzt in einem Kurs bei den Werburger Kreativtagen.

In insgesamt 13 Workshops können die Teilnehmer zwischen dem 28. Juli und 7. August vor historischer Kulisse kreativ werden: Sie können malen und zeichnen, Holz neu entdecken, in die Kunst der Kalligraphie eintauchen oder Skulpturen aus Stein hauen. Bereits zum 8. Mal lädt die Volkshochschule (VHS) im Kreis Herford zu den Kreativtagen ein.

"Das Ambiente hier an der Werburg ist einfach besonders", findet Ulrike Koebke, Fachbereichsleiterin Kultur und Gestalten bei der VHS. "Mehrere Kurse finden nebeneinander statt - man kann sich also auch von anderen Teilnehmern inspirieren lassen."

Bei der achten Auflage der Kreativtage werden auch sechs neue Workshops angeboten. Elke Eickhoff bietet am 30. Juli und am 6. August, jeweils von 10 bis 16 Uhr, einen Kursus Ölmalen an. Wolfgang Schattka zeigt vom 31. Juli bis zum 4. August (13 bis 16 Uhr), wie man leicht Marionetten bauen kann.

In die Kunst des indirekten Selbstporträts führt Doro Köster ein (5. bis 7. August, 10 bis 16 Uhr). Dafür bringen die Teilnehmer persönliche Dinge mit, die für sie wichtig sind oder mit denen sie Erinnerungen verbinden. Dann komponieren und fotografieren sie die Gegenstände. Anschließend wird mit dem Foto gearbeitet - malerisch, zeichnerisch, spielerisch, sodass ein verrätseltes Selbstporträt entsteht.

Im Kursus von Michaela Hoffmann (5. bis 7. August, 10 bis 16 Uhr) können Jung und Alt gemeinsam Skulpturen aus Holz und Metall erstellen. Dabei entstehen individuelle Objekte aus Schrott, Blech, Draht oder Holzfundstücken.

Malen mit dreidimensionalem Effekt können die Teilnehmer im Kursus von Annica Ebmeyer. Darin zeichnen sie zunächst ganz realistisch Alltagsgegenstände. Schatten und Perspektiven verleihen den Werken schließlich Tiefe. "Von den Bildern machen wir anschließend Fotos - dadurch kommt der 3-D-Effekt richtig raus", erklärt die Spenger Künstlerin.

Der Kursus "Land Art" von Simone Adams-Weggen - ebenfalls ein neues Angebot - richtet sich an die ganz jungen Künstler. Am 31. Juli können Kinder und Jugendliche von 10 bis 16 Uhr aus Steinen, Ästen Wurzeln, Blüten - oder was sich sonst noch in der Natur finden lässt - fantastische Kunstwerke zaubern.

Neben diesen neuen Angeboten gibt es bei den diesjährigen Kreativtagen aber auch altbewährte Kurse. Bildhauerin Sylvia Middel zum Beispiel fertigt mit ihren Teilnehmern Skulpturen aus Stein (28. bis 30. Juli, jeweils 10 bis 16 Uhr). Im Kurs von Rosali Müller kann man mit Pastellkreide malen (30. und 31. Juli, 10 bis 16 Uhr) und Elke Eickhoff führt in die Kunst des schönen Schreibens ein (28. und 29. Juli, 10 bis 16 Uhr). Die Kursteilnehmer von Bildhauer Sergej Poweliza können aus Holz besondere Kunst- und Schmuckgegenstände zaubern (2. bis 4. August, 10 bis 16 Uhr). Im Workshop von Regina Sommer wiederum lernen sie das Weidenflechten (3. und 4. August, 10 bis 16 Uhr).

Gleich zwei Kurse bietet Grafikdesignerin Christine Sordel-Brockmann an. Am 3. und 4. August (10 bis 16 Uhr) führt sie die Teilnehmer in die Aquarellmalerei ein. Und sie hat einen speziellen Workshop für kleine Künstler im Programm: Am 28. und 29. Juli, jeweils von 10 bis 13 Uhr, lädt sie zum Kinder-Ferien-Malkurs ein. Dann bringen die jungen Kursteilnehmer knallbunte Sommerfarben aufs Papier, zeichnen, malen und basteln.

© 2015 Neue Westfälische
10 - Enger-Spenge, Donnerstag 23. Juli 2015




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Ab 10. August liegen die neuen Blauen Seiten aus!
Eintrag vom: 10.07.2015

Während das neue Programm bereits ab heute online zum Stöbern bereit steht, befinden sich die neuen Blauen Seiten derzeit noch beim Drucker.  Ab dem 10. August liegen sie dann an den üblichen Auslagestellen in Rathäusern, Bibliotheken, Buchhandlungen und Geldinstituten kostenlos zur Mitnahme aus. Wir freuen uns über jede Unterstützung bei der Verteilung; nehmen Sie Ihrer Familie, Freunden und Bekannten gern ein Heft mit.




Keywords: Blaue Seiten; Jahresprogramm, Puls

Italienisch und Spanisch von Anfang an
Eintrag vom: 30.06.2015

Möchten Sie Italienisch oder Spanisch in intensiver Form lernen? Für den Urlaub, für den Beruf oder aus reiner Freude am Lernen von Sprachen? Nach den Sommerferien haben Sie an Ihrer VHS die Gelegenheit. Und wenn Sie Gefallen an der Sprache gefunden haben, können Sie gern in einen regulären Kurs einsteigen.
Für diese Kurse kann auch Bildungsurlaub nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz (AWbG) beantragt werden. Sie richten sich jedoch grundsätzlich an alle Interessenten.

Weitere Informationen zum Italienisch-Kurs finden Sie hier (Kursnummer L3725.3A)

Weitere Informationen zum Spanisch-Kurs finden Sie hier (Kursnummer L3882.3A)




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Werburger Kreativtage
Eintrag vom: 25.06.2015

Bei den Werburger Kreativtagen vom 28. Juli bis 7. August verwandelt sich die romantische Wasserburg in Spenge wieder in einen Ort künstlerischen Schaffens. Darauf weisen wir doch schon mal gerne an exponierter Stelle hin. http://vhs.bz/j1r2o www.werburg-spenge.de

Täglich zwischen 10 und 16 Uhr wird in mehreren, parallel stattfindenden Kursen kreativ gestaltet. Im Angebot sind diesen Sommer Malkurse mit Acryl-, Aquarell-, Pastell- oder Ölfarben sowie Kurse, in denen Holz, Metall oder Stein bearbeitet, Weiden geflochten oder Marionetten gebaut werden oder in denen Kunstwerke aus dem, was die Natur und Umgebung so bietet, entstehen. Es gibt Kurse für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Das komplette Angebot an Werburger Kreativkursen gibt es unter www.werburger-kreativtage.de. Anmeldung bei der VHS im Kreis Herford auch telefonisch: 05221 5905-20.



weitere Informationen hier


Keywords: Kreativtage, Spenge, Banner

Kramp-Karrenbauer neue Volkshochschul-Präsidentin
Eintrag vom: 24.06.2015

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer wurde heute bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e. V. (DVV) in Saarbrücken einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt. Sie folgt auf Bundestagspräsidentin a. D. Prof. Dr. Rita Süssmuth, die dem Verband 27 Jahre vorgestanden hatte. Süssmuth wurde zur Ehrenpräsidentin des DVV ernannt und von den Delegierten mit stehenden Ovationen aus ihrem Amt verabschiedet. Als Vorsitzender wiedergewählt wurde Bundestagsabgeordneter Dr. Ern­st Dieter Rossmann.

"Ich übernehme dieses Amt aus großer Wertschätzung für die Arbeit der Volkshochschulen", sagte Kramp-Karrenbauer, die in das neue Amt auch frühere Erfahrungen als Kultusministerin mit einbringt. "Weiterbildung für alle bleibt eine zentrale Hausforderung für unsere Gesellschaft. Wir brauchen eine öffentlich verantwortete Weiterbildung mit starken Volkshochschulen als deren Leitinstitution."

Ihre Vorgängerin bezeichnete sie als "Segen für den Verband": "Ohne Rita Süssmuth stünden wir in puncto Integration, Gleichberechtigung von Frauen und internationale Bildungszusammenarbeit bei weitem nicht da, wo wir heute stehen". In ihrer gewohnt kämpferischen Art versicherte Rita Süssmuth dem DVV, dass sie auch als Ehrenpräsidentin dem Verband in der Bildungspolitik verbunden bleibt. "Bildungsgerechtigkeit ist in Deutschland noch lange nicht realisiert. Ich werde mit den Volkshochschulen weiter dafür kämpfen, dass niemand ausgeschlossen wird".

Anlässlich seiner Wiederwahl als DVV-Vorsitzender kündigte Dr. Ernst Dieter Rossmann an, dass die Volkshochschulen in den kommenden Jahren insbesondere ihre digitalen Lernarrangements ausbauen werden. "Es sollen Menschen erreicht werden, die bisher nicht ausreichend am lebenslangen Lernen partizipieren können." Dies gehe allerdings nicht ohne eine Erhöhung der öffentlichen Mittel. Im Rahmen ihrer digitalen Agenden müssten Bund und Länder jetzt die Weiterbildung in den Fokus nehmen.




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Mit Rad und Henkelmann von der Ulenburg zur Rürups-Mühle
Eintrag vom: 09.06.2015

Der Kreisheimatverein Herford ist auf der Suche nach "Henkelmännern" oder "Döppen", wie sie auch genannt wurden. Sie wurden früher genutzt, um Essen warm zu halten oder aufzuwärmen. Diese Tradition will die Kochforschergruppe des Kreisheimatvereins wieder aufleben lassen. Am 13. September geht es mit dem Rad in Löhne auf Denkmaltour. Das Besondere: Jeder Teilnehmer startet mit einem "Henkelmann", der an zwei Stationen mit westfälischen Spezialitäten befüllt wird. Dafür werden noch 17 gesucht. Sie können bis zum 25. Juni zwischen 9 und 15 Uhr beim Kreisheimatverein, Amtshausstraße 3 in Herford abgegeben werden. Wer Lust hat, an der Döppentour teilzunehmen, kann sich bei
der VHS unter der Rufnummer 05221/5905-32 anmelden.

HK Herford, 04.06.21015



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VHS-Dozent Achim Schröder aus Stift Quernheim hat einen ganzen Roman für Liebhaber des Plattdeutschen übersetzt
Eintrag vom: 09.06.2015

"Wenn ich die Druckkosten herausbekomme, bin ich schon zufrieden". Achim Schröder brauchte für manche Seite 15 Minuten, für andere eine Stunde. Schwieriger wurde es, "wenn es philosophisch wurde".

Von Niederländisch zum Ravensberger Platt

Kirchlengern. Es gibt viele Kurzgeschichten und Erzählungen im Plattdeutschen; einen ganzen Roman - zumindest nach Kenntnis von Achim Schröder - gibt es nicht. Er hat sich an ein Projekt gewagt, das er nun abgeschlossen hat: einen kompletten Roman aus dem Niederländischen in das heimische, "Ravensberger Platt" zu übersetzen.

Die niederländische Sprache ist Achim Schröder nicht fremd. Während seiner Studienzeit in Köln hatte der Orthopäde und Unfallchirurg öfter einen der niederländischen Fernsehsender eingeschaltet. "Da blieb dann immer etwas hängen", sagt der Stift Quernheimer, dem auch die plattdeutsche Sprache am Herzen liegt. "Ich habe mich immer gefragt, warum es im Plattdeutschen keine Texte gibt, die über Kurzgeschichten hinausgehen."

Schröder ist aktiv im Regionalen Plattdeutsch-Netzwerk und hat im April bei einer Fachtagung bei der Volkshochschule im Kreis Herford eine Arbeitsgruppe unter dem Titel "Kriminalliteratur ins Plattdeutsche übersetzen" moderiert. Zwar habe sich das Plattdeutsche als intensiv gepflegtes Kulturgut etabliert, "aber es wird nicht mehr an die jüngere Generation weitergegeben, weil die Sprache im Alltag keine Rolle mehr spielt", sagt Achim Schröder. Die "natürliche Weitergabe der Sprachkompetenz in der Familie ist abgebrochen", hieß es schon in der Ankündigung zu der Fachtagung im April.

Umso mehr war Schröder von der Idee angetan, einen Roman zu übersetzen. Ausgesucht hatte er dafür den Titel "Erve ten Modenkotte", der 1946 erschien. Er ist eine unterhaltsame Liebesgeschichte mit Beschreibungen der Bräuche und Gewohnheiten der niederländischen Region um die Stadt Ootmarsum. "Im Herbst 2013 habe ich erst probeweise zehn Seiten übersetzt", so Achim Schröder. Die Rechte für die komplette Übersetzung ins Plattdeutsche und deren Veröffentlichung als Buch bekam er von der "Vereinigung Heimatkunde Ootmarsum und Umgebung". Voraussetzung war: die Geschichte durfte nicht verändert werden.

Der Autor nutzte die Zeit für die Übersetzung, als sich seine Frau Susanne Schröder im Winter um Hilfsprojekte in Sierra Leone kümmerte. Die reine Übersetzungsarbeit beziffert er mit etwa 100 Stunden, hinzu kamen noch viele Stunden Recherchearbeit. "An der einen Seite saß ich eine viertel Stunde, für eine andere brauchte ich eine ganze", sagt er. Eine Herausforderung seien dabei die Sprachbilder gewesen. "Klare Vorgänge ließen sich recht einfach übersetzen. Schwieriger wurde es dann, wenn es philosophisch wurde. Da musste ich dann viel umschreiben."

Unter dem Titel "De Hoff van Modenkotte" veröffentlichte Achim Schröder nun sein Übersetzungsprojekt. In dem Buch sind viele Begriffe, die neu auftauchen, in Fußnoten ausführlich erklärt. Ebenso erörtert Schröder die geografischen Unterschiede der plattdeutschen Dialekte im nördlichen Westfalen. Dabei wird deutlich, dass es in einem Umkreis von nur 15 Kilometer nördlich von Herford verschiedene Versionen von Wörtern gibt. Für das Wort "Bauer" allein drei: "Biuer", "Buer" und "Bür". "In der Aussprache sind sie sich allerdings ähnlicher, als wenn man sie liest."

Achim Schröders Buch ist 170 Seiten stark und im Gutverlag erschienen. Es basiert auf dem Ortsdialekt des Ravensberger Platt und bietet unterhaltsamen Lesestoff.
ISBN: 978-3-86696-086-2

VON GERALD DUNKEL, © 2015 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Montag 08. Juni 2015




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Die NS-Zeit in Spenge - Dr. Norbert Sahrhage erklärte, wo und wie sich Widerstand regte
Eintrag vom: 29.05.2015

Dr. Norbert Sahrhage beim Vortrag.
Foto: Korinna Klute

Spenge (SN). Auch in Spenge hat es zur NS-Zeit verschiedene Formen des Widerstands gegeben. Das hat Dr. Norbert Sahrhage jetzt im Bürgerzentrum in Spenge erklärt. Die Volkshochschule im Kreis Herford hatte den Geschichtslehrer und Buchautor eingeladen, um über die politische Entwicklung in den Jahren von 1933 bis 1945 in Spenge und Umgebung zu referieren.Sein Augenmerk richtete er dabei vor etwa 40 Zuhörern auf die zwölf Jahre zwischen der "Machtergreifung" und dem Kriegsende. Zunächst stellte Sahrhage den Anwesenden die lokalen Rahmenbedingungenin Spenge vor. So sei die NSDAP zwar stärkste Partei bei den jeweiligen Wahlen gewesen, allerdings hätten die städtisch geprägten Räume Spenge und Lenzinghausen weniger stark für diese Partei gestimmt als die eher ländlich ausgerichteten Orte Bardüttingdorf und Wallenbrück. "Eine Wahlpflicht hat es damals nicht gegeben,allerdings ist den Menschen durchaus bewusst gewesen, dass sie zu wählen haben, denn der soziale Druck war vorhanden", führte Sahrhage aus. Im weiteren Verlauf sind die Ortsgruppenführer mit mehr Bürokratie in Form von Korrespondenz mit anderen Stellen sowie politischen Beurteilungen konfrontiert worden. Außerdem wurde von ihnen die Präsenz bei öffentlichen Veranstaltungen und Parteiaktionen erwartet. "Unter den örtlichen Gruppenführern gab es kaum einen, der rhetorisch in der Lage gewesen wäre, Reden auf öffentlichen Versammlungen zu halten, hierfür hat man meist von außerhalb Referenten kommen lassen«, berichtete Norbert Sahrhage. Doch der Widerstand, ob nun politischer, kirchlicher oder bürgerlicher Natur, hat sich auch in Spenge und Umgebung geregt. So
haben zum Beispiel Gläubige gefordert, dass die Pfarrer ohne Zusätze oder Propaganda verbreiten und predigen sollten. "Es hat wohl auch einen Firmenleiter gegeben, der seinen Angestellten Ohrenschützer aufgesetzt hat, während die nationalsozialistische Propaganda im Radio gelaufen ist", berichtete Sahrhage. Sanktionen für Widerständler wurden am Beispiel von Heiko Plöger verdeutlicht. "Plöger ist im August ‘44 zum Tode verurteilt worden, er hatte ausländische Sender gehört. Im Jahr 1935 wäre seine Strafe vermutlich geringer ausgefallen", sagte der Referent. Im Verlauf seiner Forschungen hat Sahrhage selbst neue Perspektiven entdeckt. Menschen, die er aus seiner Kindheit kannte, sind ihm im Laufe seiner Recherche in einem für ihn "neuen Kontext über den Weg gelaufen".

Herforder Kreisblatt, Ausgabe Spenge, 29.05.2015, Text: Korinna Klüter

 



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VHS und Kreisheimatverein suchen noch 17 "Henkelmänner"
Eintrag vom: 22.05.2015

So sehen sie aus: Henkelmänner, hierzulande auch Döppen genannt.

Kreis Herford (nw). Der Kreisheimatverein Herford ist auf der Suche nach "Henkelmännern" oder "Döppen", wie hier auch gerne gesagt wurde.

Henkelmänner oder eben Döppen wurden früher besonders häufig genutzt, um Essen warm zu halten oder aufzuwärmen. Diese Tradition will die Kochforschergruppe des Kreisheimatvereins bei einem besonderen historisch-kulinarischen Event wieder aufleben lassen. Am 13. September geht es mit dem Rad in Löhne auf Denkmaltour.

Das Besondere an der Route: Jede Radlerin und Radler startet mit einem Henkelmann oder Döppen. Auf der historischen Denkmalroute wird der Döppen an zwei Stationen mit westfälischen kräftigenden Spezialitäten befüllt. Das stärkt für die vielen Infos rund um die Denkmäler und Naturschönheiten am Wegesrand.

Deshalb der Aufruf: Wer hat noch Henkelmänner und kann sie für die 22 Teilnehmenden leihweise zur Verfügung stellen? Fünf Stück sind schon im Schrank des Kreisheimatvereins, weitere 17 werden noch gebraucht.

´ Die Henkelmänner können bis zum 25. Juni, Montag bis Freitag, 9 bis 15 Uhr, abgegeben werden beim: Kreisheimatverein Herford, Monika Guist oder Christoph Mörstedt, Amtshausstraße 3 in Herford, Tel. (0 52 21) 13 14 47; kreisheimatverein@kreis-herford.de Bitte den Namen und die Adresse mit Telefonnummer unter dem Döppen verzeichnen - so findet er den sicheren Weg zurück ab 14. September.

´ Übrigens: Wer Lust hat, an der Döppentour am 13. September ab 10 Uhr teilzunehmen, kann sich bei der VHS anmelden: www.vhsimkreisherford.de oder Tel. (0 52 21) 59 05 32.

© 2015 Neue Westfälische 11 - Bünde, Donnerstag 21. Mai 2015



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Zweckverbandsversammlung am 19.5.
Eintrag vom: 15.05.2015

Am Dienstag, den 19.05.2015, um 17.00 Uhr findet in der Aula der VHS, Herford, Münsterkirchplatz 1 die 2. Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Volkshochschule im Kreis Herford statt. Auf der Tagesordnung stehen Wahl eines weiteren Mitgliedes und stellvertretenden Mitgliedes des Zweckverbandes Volkshochschule im Kreis Herford für den Vorstand der regionalen Arbeitsgemein?schaft "Arbeit und Leben - DGB/VHS", die Jahresabschlüsse des Zweckverbandes VHS im Kreis Herford für die Jahre 2012 und 2013, der Entwurf der Haushaltssatzung und des Haushaltsplanes des Zweckverbandes für das Haushaltsjahr 2015, die Bestimmung eines Prüfungsamtes für den Zweckverband VHS im Kreis Herford sowie Aktuelles aus der VHS-Arbeit.




Keywords: Zweckverbandsversammlung, Zweckverband, Haushalt

Zwischen "Machtergreifung" und Kriegsende - Die politische Entwicklung im Kreis Herford unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse in der Stadt Spenge 1933 - 1945
Eintrag vom: 12.05.2015

Spenge. Auf Einladung der VHS referiert Dr. Norbert Sahrhage über die politische Entwicklung im Kreis Herford unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse in der Stadt Spenge 1933 - 1945. Der Vortrag findet am Mittwoch, 27. Mai um 19 Uhr im Spenger Bürgerzentrum, Poststraße 6a statt. Um Anmeldung möglichst bis zum 20. Mai unter 05221 / 5905-32 oder im Internet www.vhsimkreisherford.de (Kurs-Nr. K1629.8B) wird gebeten. Auch wenn der Aufstieg des Nationalsozialismus in der Region untrennbar mit der Entwicklung der NSDAP auf Reichsebene verknüpft war, so vollzog sich die "Machtergreifung" vor Ort dennoch nicht automatisch oder als bloßer Reflex auf die politischen Geschehnisse in Berlin. Der Vortrag konzentriert sich zunächst auf die lokalen Rahmenbedingungen und die örtlichen Träger der nationalsozialistischen "Machtergreifung", untersucht dann das Alltagsleben im "Führerstaat" u. a. am Beispiel des nationalsozialistischen Festkalenders und beschreibt die Kriegssituation an der "Heimatfront". Abschließend werden Ansätze von lokalem Widerstand thematisiert.

 



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Keywords: Machtergreifung; Sahrhage, Kriegsende, Spenge

Rabenvater - Mathias Jung im Universum Bünde
Eintrag vom: 06.05.2015

Dr. Mathias Jung

Es ist wieder soweit! Der erfolgreiche Autor und Lebensberater Dr. phil. Mathias Jung kommt auf Einladung der VHS nun schon zum 15. Mal nach Bünde. In seinem Vortrag am Donnerstag, den 21. Mai, um 20.00 Uhr, im Universum beschäftigt sich der renommierte Therapeut mit der Vater-Sohn-Beziehung.

Von einer Million Scheidungsvätern sind nach zwei Jahren 600.000 für ihre Kinder nicht mehr greifbar. Die schmerzhafte Erfahrung eines Jungen, dass der Vater sich physisch oder emotional entzieht, verursacht eine tiefe "Vaterwunde". "Wie können wir in der Versöhnung mit dem Vater ein heiles Männerbild entwickeln?" fragt Mathias Jung. Über 100 nachdenkliche Söhne haben dem Therapeuten ihre ebenso erschütternden wie befreienden Männergeschichten offenbart. Anhand beispielhafter Fälle aus seiner therapeutischen Praxis berichtet er anschaulich und mitreißend über die Heilung offener "Vaterwunden" und macht betroffenen Männern Mut, sich ebenfalls auf den Weg zu machen.
Auch dieses Mal wird es an intelligenten, lebensklugen, ermutigenden und humorvollen Anregungen des gelernten Psychologen und Philosophen nicht fehlen. Sie dürfen gespannt sein auf einen außergewöhnlichen Abend mit einem außergewöhnlichen Mann ...

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VHS-Geschichtswerkstatt Bünde: Ein Abend für Zeitzeugen
Eintrag vom: 27.04.2015

Die Villa André an der heutigen Hindenburgstraße.
Nach der Beschlagnahmung diente das Haus den Briten
als Offiziers-Casino und Kindergarten. FOTO: ARCHIV MILITZER

Ein Abend für Zeitzeugen
Am Dienstag, 5. Mai, 19 Uhr, lädt die VHS-Geschichtswerkstatt Bünde unter der Leitung von Jörg Militzer zu einem Zeitzeugenabend zum Thema Nachkriegszeit in Bünde ein.
Hierbei soll neben den unmittelbaren Erlebnissen mit den zunächst im Ort vertretenen Amerikanern, die britische Besatzung im Mittelpunkt stehen.
Eingeladen sind Interessierte, die sich noch an den Verlust der eigenen Wohnung oder des eigenen Hauses erinnern.
Aber auch all jene, die sich an Sperrbezirke und britische Einrichtungen sowie auch durchaus positive Erlebnisse mit den vielfach zu Freunden gewordenen Briten erinnern können.
Treffpunkt ist das Mehrgenerationenhaus Waldschlösschen der Jugendhilfe Schweicheln an der Stauffenbergstraße.
Interessierte erhalten Vorabinformationen ab sofort unter Tel. (0 52 23) 6 53 02 30.

© 2015 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Freitag 24. April 2015

Bye bye Baby, goodbye
In Bünde gehörten britische Soldaten lange Zeit zum Alltag - jetzt verabschieden sich die Streitkräfte aus dem Kreis Herford
VON JÖRG MILITZER


Bünde. Als vor vierzig Jahren unter dieser Überschrift die damals britischste aller Popbands - die aus dem schottischen Edinburgh stammenden "Bay City Rollers" - für Hysterie unter den vorwiegend weiblichen Fans sorgte, waren englische und schottische Mitbürger in der Elsestadt keine Seltenheit. An Abschied und "bye bye" war in jenen Tagen, in den "besten" Zeiten des Kalten Krieges, aber kaum zu denken. Doch die Zeiten ändern sich.

Auch bei manchem Bünder werden gewiss Erinnerungen an die "Besatzungszeit" wach, denn neben Herford lebten auch in der Stadt an der Else lange Zeit Angehörige der britischen Armee und ihrer Verwaltung und hinterließen Spuren. Doch aus den einst als "Feinden" angesehenen "Befreiern" wurden schließlich Nachbarn und nicht selten auch Freunde.

Wir schreiben den 3. April des Jahres 1945: mit dem Einmarsch aus Richtung Melle kommender, amerikanischer Truppen über die Wilhelmstraße geht auch in Bünde und dem damals eigenständigen Amt Ennigloh der Krieg zu Ende. Nur wenige Wochen später wird die Verantwortung für die Stadt unter den Alliierten weitergereicht und so begannen im Juli 1945 britische Soldaten im Innenstadtbereich mit der Einrichtung eines Sperrgebietes, in dessen Grenzen einzelne Abteilungen der sogenannten "Control Commission for Germany - British Element" (kurz: CCG/BE), aber natürlich auch Wohn- und Freizeiträume für die Soldaten untergebracht wurden.

Mehrere hundert Gebäude wurden für diese Zwecke kurzerhand beschlagnahmt, die Besitzer innerhalb kürzester Zeit aus ihrem Eigentum vertrieben. Kein wirklich überzeugender Einstand für eine gute Nachbarschaft. Und obwohl eine ganze Reihe dieser öffentlichen Einrichtungen, Wohnhäuser und Fabriken zum Teil recht lange von den Briten genutzt wurden, kehrte allmählich wieder eine gewisse Normalität in den Bünder Alltag ein. Die Straßensperren wurden abgebaut, der Sperrbezirk aufgehoben und die Gebäude, zumindest zum Teil, an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben.

Es entstanden Siedlungshäuser - wie zum Beispiel das vor einer Umwidmung stehende Quartier in Hunnebrock - und auch Kasernen wie die sogenannten "Birdwood barracks" im Rödinghauser Ortsteil Ostkilver. Auch die Ansiedlung der Sowjetischen Militärmission, eine nachrichtendienstliche Einrichtung ebenfalls im Bünder Stadtgebiet, stand in direktem Zusammenhang mit der Präsenz der Briten in der Region. Doch im Zuge der politischen Entspannung durch "Glasnost und Perestrojka" wurde auch die Rheinarmee der Briten umstrukturiert und die Soldaten in die Heimat zurückbefohlen.

So bleibt in der Region neben einer Reihe baulicher Zeugen und persönlichen Erinnerungen auch gewiss so manch britisch klingender Namen zurück. Daher werden diese Spuren nicht nur im Ravensberger Land noch lange zum Alltag gehören, auch im Vereinigten Königreich werden Sauerkraut und Pickert an die Ostwestfälischen Wurzeln so mancher Hausfrau erinnern.

Einen umfangreichen Rückblick auf die Zeit der britischen Armee im Kreis Herford mit vielen Erinnerungen und historischen Fotos finden Sie im Lokalteil, Ausgabe Herford, 24.04.2015.

© 2015 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Freitag 24. April 2015



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VHS-Fachtagung des Regionalen Plattdeutsch-Netzwerkes/Plattdeutsch ist mehr als Dönekens
Eintrag vom: 27.04.2015



Kreis Herford (nw/gek). Das regionale Plattdeutsch soll erhalten bleiben. Diesem Bemühen ist die zweite Fachtagung des regionalen Plattdeutsch-Netzwerkes geschuldet. Die VHS hatte zur Fachtagung eingeladen und neben ihren eigenen Platt-Referenten die Bevölkerung eingeladen.

"Wir möchten auch Jüngere für das Plattdeutsche begeistert", sagte die Leiterin der VHS im Kreis Herford, Monika Schwidde. "Nicht alle haben Lust auf plattdeutsche Dönekens", ist ihre Vermutung. Daher nahm sich die zweite Fachtagung den ernsthafteren Themen an - auch, um neue Gesichter in die Runde der Plattdeutsch-Fans zu locken.

Immerhin 30 Plattdeutsch-Interessierte aus der Region kamen zum Thema "Plattdeutsch für die Zukunft erhalten und weitergeben" zusammen. Die Anwesenden diskutierten einmal mehr die Frage, womit man in Zukunft noch Menschen für das regionale Plattdeutsch interessieren könnte. Dafür muss das regionale Platt erst einmal definiert werden.

Gerd Heining aus Spenge gab zunächst einen Kurzvortrag zum Thema "Gibt es typisch Ravensbergisches Platt?". Er erläuterte auch die Unterschiede zwischen Plattdeutsch und Missingsch, das in unserer Region häufig vorkommt. "Missingsch ist im engeren Sinn eine Mischsprache, die dadurch entstand, dass niederdeutsche Muttersprachler Standarddeutsch zu sprechen versuchten", so Schwidde. In Arbeitsgruppen nahmen die Teilnehmer vor allem das schriftliche Plattdeutsch in den Fokus. In den Kursen ging es um ernsthaftes Platt, Redensarten und Sprüche oder Kriminalliteratur ins Plattdeutsche übersetzt.

Eine Gruppe um Achim Schröder aus Kirchlengern übersetzte den Anfang des Spenger Regionalkrimis von Dr. Norbert Sarhage "Der tote Hitlerjunge". In Teamarbeit wurde ein Kapitel so sinngetreu wie möglich ins Plattdeutsche übersetzt. Die Verschriftlichung übernahm Herr Schröder direkt am PC - ins Kirchlengeraner Platt.

Elisabeth Heidemann, die den Plattdeutschen Gesprächskreis in Dünne leitet, aus der Gruppe von Siegfried Kornfeld, Plattdeutsch-Dozent aus Gütersloh, begeisterte im Plenum alle mit ihrer Übersetzung von Bettina Wegeners Liedtext "Sind so kleine Hände" in "Et sind säu lüdge Hänne".

Beim Übersetzen der ernsthaften Inhalte hatten alle die Erfahrung machen können, dass eine wortwörtliche Übersetzung zumeist nicht möglich ist. Johannes Lübeck aus Bünde betonte die Notwendigkeit, sich vom Ursprungstext loszulösen und frei ins Plattdeutsche zu übertragen. Beim Übersetzen von Redensarten mit Gerd Heining wurde in der Gruppe auch über die "richtige" Schreibweise diskutiert.

In der Abschlussrunde wurden die Ergebnisse diskutiert und Anregungen gegeben. Die VHS im Kreis Herford informierte darüber, dass sie am Aufbau eines online zugänglichen Plattdeutsch-Netzwerkes arbeite.

Wer die Anregung einer Teilnehmerin umsetzen könnte, regelmäßig Infos zu Plattdeutsch-Terminen in der Region zusammenzustellen, eine überregionale Veranstaltungsübersicht, so eine Art "Plattdeutsch-Erwin", benannt nach dem Veranstaltungsmagazin der NW, ist noch offen.

© 2015 Neue Westfälische, 09 - Herford, Freitag 24. April 2015




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So ersparen Sie sich Tipp-Arbeit und automatisieren wiederkehrende Abläufe
Eintrag vom: 17.04.2015

PhraseExpress (Windows) oder Textexpander (Mac), so heißen u. a. die Tools, die Ihnen bei Ihrer Tipparbeit im Büro oder im alltäglichen Einsatz viel Zeit ersparen können.

Was leisten diese Tools?
Im Prinzip ist das recht leicht erklärt. Diese kleinen und sehr hilfreichen Programme laufen, sind sie einmal installiert, auf Ihrem Computer im Hintergrund und warten auf ihren Einsatz. In Erscheinung treten sie erst, wenn eine Aktion ausgeführt werden soll, z. B. wenn Sie einen, von Ihnen vordefinierten Textbaustein, benutzen möchten.

Als einfaches Beispiel nehmen wir einmal die Signatur unter Ihrer eMail. Sie möchten einer Person eine Mail senden und diese beenden mit den Worten "Beste Grüße [neue Zeile] Max Mustermann". Schreiben diese Mail an Ihren Vorgesetzten oder einer fremden Personen, werden Sie den Grußtext eher so wählen "Mit freundlichen Grüßen [neue Zeile] Max Mustermann" oder "Hochachtungsvoll [neue Zeile] Max Mustermann". Geht die Mail an Ihre Frau b. z. w. Ihren Mann, wird das Ganze dann vermutlich mit "Sonnige Grüße [neue Zeile] Max" o. ä. beendet werden.

Und genau hier spielen die o. g. Tools ihre Stärke aus.
Sie speichern im Vorfeld einfach all diese Signaturen einmal in der Software ab und weisen diesen dann z. B. Tastenkombinationen oder Abkürzungen zu. Als Beispiel könnten Sie die Signatur "Beste Grüße [neue Zeile] Max Mustermann" auf die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+g (beim Mac: [cmd]+[alt]+g) legen und, ganz gleich in welchem Programm Sie sich befinden, Sie eine Mail oder einen Brief schreiben, Sie einen Facebook-Kommentar oder einen Forums-Eintrag hinterlassen, sobald Sie die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+g (beim Mac: [cmd]+[alt]+g) betätigen, fügt das System an der Stelle, an der sich der Cursor befindet, Ihre Signatur "Beste Grüße [neue Zeile] Max Mustermann" ein.
Sie haben also mit einem Klick auf 3 Tasten 27 Tastenanschläge eingespart. Wenn Sie sich jetzt noch vorstellen, dass Sie in der Signatur auch Ihre handschriftliche, digitale Unterschrift als Bildobjekt oder weitere Kontaktdaten (z. B. Mobilnummer, Faxnummer) mit einfügen wollen, ist der eingesparte Arbeitsumfang noch viel größer.

Auch bei immer wiederkehrenden Anreden, wie z. B. "Sehr geehrte Damen und Herren", "Sehr geehrte Frau", u. s. w. oder bei vollständigen Texten, wie z. B. einem Hinweis auf eine anstehende Rechnung, die Beantwortung von Kundenanfragen im Vertrieb oder im Call-Center, einer Gutachtenerstellung bei Sachverständigen u. s. w., erleichtern diese Tools in erheblichem Maße Ihre Arbeit.

Sie erahnen vielleicht, der Funktionsumfang und die Einsatzbereiche von PhraseExpress und Textexpander sind riesig und die o. g. Anwendungsbereiche nur kleine Beispiele.

Wenn ich mit diesem kleinen Ausblick Ihr Interesse wecken konnte und Sie sich näher mit den Tools befassen b. z. w. sie testen möchten, dann empfehle ich Ihnen, sich im Vorfeld einen unserer passenden VHS-Wissensbissen (zu PhraseExpress: http://vhs.bz/phraseexpress und zu TextExpander: http://vhs.bz/textexpander) anzuschauen und danach das entsprechenden Tool auf Ihrem Computer zu installieren.
PhraseExpress (http://www.phraseexpress.com/de/) ist für den privaten Einsatz kostenlos erhältlich, Textexpander (http://smilesoftware.com/TextExpander/) gibt es als kostenlose Testversion.

 




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Kraft für frühmorgendliche Gebäudereinigung gesucht
Eintrag vom: 17.04.2015

Zuverlässige Kraft für frühmorgendliche Gebäudereinigung (15 Std./Woche) des VHS-Gebäudes am Münsterkirchplatz 1 in Herford zum 1. Juni gesucht.
Bewerbungen möglichst bis zum 30.4. Juni. an VHS im Kreis Herford, Münsterkirchplatz 1, 32052 Herford oder an Zuverlässige Kraft für frühmorgendliche Gebäudereinigung (15 Std./Woche) gesucht. Bewerbungen bis zum 1. Juni. an VHS im Kreis Herford, Münsterkirchplatz 1, 32052 Herford oder an bewerbungen@vhsimkreisherford.de




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Einladung zur 2. Fachtagung: Plattdeutsch für die Zukunft erhalten und weitergeben
Eintrag vom: 10.04.2015

Am Freitag, 17. April lädt die VHS im Kreis Herford all diejenigen ein, denen das Plattdeutsche am Herzen liegt. Plattdeutsch sprechen zu können ist keine Teilnahmevoraussetzung! Das Plattdeutsche hat sich als intensiv gepflegtes Kulturgut etabliert. Aber wie viele Menschen werden zukünftig noch Plattdeutsch sprechen? Dramatische Folgen für das Fortbestehen des Plattdeutschen als aktiv gesprochene Alltagssprache sind schon jetzt erkennbar. Die "natürliche" Weitergabe der Sprachkompetenz in der Familie ist abgebrochen, dort spielt die Weitergabe der plattdeutschen Sprache kaum noch eine Rolle. Womit könnte man mehr Menschen für das regionale Plattdeutsch interessieren? Die 2. Fachtagung möchte Austausch und Gespräche anregen und gleichzeitig aufzeigen, was für den Erhalt der Sprache getan werden kann, dieses Mal schwerpunktmäßig mit Blick auf das schriftliche Plattdeutsch. Die Tagung beginnt um 15:00 Uhr und findet in der Aula der VHS, Münsterkirchplatz 1 in Herford statt. Um Anmeldung bis zum 15. April unter 05221 / 5905-0 oder im Internet www.vhsimkreisherford.de (Kurs.-Nr. K1704.3B) wird gebeten.



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Keywords: Plattdeutsch, Heining

Wo das Plattdeutsche eine Heimat hat - Magdalena Obrock wird heute 80 Jahre alt
Eintrag vom: 08.04.2015

Sie engagiert sich seit vielen Jahren für das Rödinghauser Platt. Rödinghausen (gek). Seit 55 Jahren lebt Magdalena Obrock schon in Bieren. "An unserem Hochzeitstag sind wir eingezogen", erinnert sie sich. Seitdem ist sie in dem Dörfchen heimisch - und eine feste Größe im Dorfleben geworden. "Ich habe hier Freunde und gute Nachbarn", sagt sie und lächelt. Heute wird die Rentnerin 80 Jahre alt.

Aufgewachsen ist sie "hinterm Berge", wie Obrock sagt, in Börninghausen. Sie besuchte nach der Volksschule das Lyzeum in Bünde und lernte anschließend Zahnarzthelferin.

Das Rödinghauser Platt ist die große Leidenschaft der 80-Jährigen. Und das, obwohl sie in ihrer Kindheit deswegen ausgelacht worden war. "Ich kam vom Dorf, in der Stadt sprach man nicht so", erklärt sie. Abspenstig ist sie dem Plattdeutschen zum Glück nicht geworden. Denn heute gibt sie bis zu vier Mal in der Woche Unterricht: An den Grundschulen, im Kindergarten oder an der VHS. "Das macht mir Freude", sagt sie. Vor allem "die kleinen Dötze" im Kindergarten haben es Obrock angetan. Viel Wert legt sie in ihrem Unterricht aufs Singen. "Damit lernt man eine Sprache viel schneller", ist Obrock überzeugt. Reime und Alltagsweisheiten sind ihr Steckenpferd: Sowohl Kinder als auch Erwachsene lernen sie in ihren Kursen aufzusagen.

Damit lernen sie aber längst nicht nur die Sprache: "Es ist mir wichtig, Traditionen zu pflegen und weiterzugeben." Sie erzählt gern in der Schule von ihrer Kindheit. Manchmal untermalt sie ihre Anekdoten auch mit kleinen Überraschungen wie einer Graupensuppe, "Schillegassen", wie sie sagt.

Schon seit 1983 unterrichtet sie das Rödinghauser Platt an der VHS. Die Kurse wurden von Erwin Müller ins Leben gerufen, an Ewald Häcker und später an Obrock vererbt. Von beiden habe sie viel gelernt, sagt die Rentnerin.

Obwohl sie sehr rührig ist, tritt Magdalena Obrock bei einigen Dingen kürzer. Das plattdeutsche Kulturfrühstück kann sie nicht allein organisieren - obwohl sie sehr daran hängt. Kurse wird sie aber noch so lange geben, wie sie kann. Und auch den plattdeutschen Gottesdienst organisieren. Neben dem Lehren schreibt Obrock gern. 18 Lieder hat sie für ein plattdeutsches Gesangbuch beigesteuert und eines sogar für Rödinghausen: "Huier in Ränghausen, dor gillt näo Sonnenschein", heißt es im Lied. "Danach lebe ich", sagt Obrock.

Statt eines Blumenstraußes überreichte Monika Schwidde von der VHS eine große rote 80.

Fotos: VHS/M. Schwidde

 

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Artikel im Westfalen-Blatt/Bünder Zeitung vom 9.4.2015

80 Jahre - und kein bisschen leise
Magdalena Obrock ist beim Plattdeutsch in ihrem Element


Rödinghausen(öse). »80 Jahre und kein bisschen leise«. Magdalena Obrock lacht übers ganze Gesicht, steckt mit ihrer Fröhlichkeit wohl jeden der zahlreich erschienenen Geburtstagsgäste an. Im Kreise ihrer Freunde, Nachbarn und VHS-Kollegen ist sie in ihrem Element - weil sie hier nach Herzenslust »Platt kuiern« kann.

Das Bedürfnis, die plattdeutsche Sprache weiterzugeben und nach Möglichkeit zu erhalten, hat die vitale Seniorin schon lange in sich gespürt. Vor 17 Jahren übernahm sie die Leitung des plattdeutschen VHS-Kurses; die Rödinghauser Landfrauen freuten sich ebenso über Unterricht in Mundart.

Mit viel Stolz erfüllt es sie, dass es ihr gelungen ist, die Herzen vieler Schüler für sich einzunehmen - und das mit plattdeutschen Vokabeln. Zu ihren Schülern zählten zunächst die Rödinghauser Grundschulkinder, später dann konnte sie auch Bierener Schüler mit ihrem Unterricht begeistern.

Sogar die Kleinsten sind von Lektionen in Platt angetan. Im Kindergarten Schwenningdorf unterrichtet Magdalena Obrock schon seit vielen Jahren. »Und meine kleinen Schüler haben mir heute Morgen schon ein Ständchen gebracht. Die Vogelhochzeit, natürlich auf Platt gesungen«. Eine filigrane Bastelarbeit (monotone Eierpappen wurden bunt angemalt und in einen lebendigen Blumenstrauß verwandelt) zeugt davon, wie beliebt das »Geburtstagskind« bem Nachwuchs ist.

Dass sie mittlerweile ihr 80. »Wiegenfest« feiert, ist für sie noch lange kein Grund, ihr Engagement an den Nagel zu hängen. Im Gegenteil: »Platt in der Kirche« ist eine weitere Station auf ihrem Lebensweg. Diakon Ewald Kröger und Pfarrer Heinz Schlüter stehen ihr zur Seite, wenn es darum geht, Besuchern des Gotteshauses die plattdeutsche Mundart näherzubringen - eventuell durch manche Predigt in Platt.

Viele Gäste haben der beliebten Jubilarin gratuliert, darunter Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer, eine Abordnung der Landfrauen, des VHS-Kreises und des Offenen Ganztages. Und der Geschenktisch ist überladen.



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Keywords: Plattdeutsch, Obrock, Rödinghausen

Vortrag von Professor Dr. Andreas Fisahn in der VHS: Rechtsexperte referiert über Freihandelsabkommen
Eintrag vom: 26.03.2015

Prof. Dr. Andreas Fisahn
Foto: Heinz-Günther Scheffer

Am Dienstag den 24.03.2015 war Professor Dr. Andreas Fisahn auf Einladung der Volkshochschule im Kreis Herford, Arbeit und Leben DGB/VHS, DGB Kreis Herford, ver.di Herford-Minden-Lippe und IG Metall Herford, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Herford zu Gast . Professor Fisahn berichtete über die geplanten Freihandelsabkommen Ceta (Comprehensive Economic and Trade Agreement) und TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) mit Kanada und den USA.
Professor Dr. Andreas Fisahn kritisierte an den Freihandelsabkommen vor allem, dass die geplanten Abkommen "die Demokratie zur Hülle" werden lassen und die nationalen Parlamente entmachten. Weiter schätzt er die wirtschaftlichen Vorteile der Abkommen als gering ein. Er sieht die Verbraucher-und Umweltstandards in Gefahr. Im Anschluss an den Vortrag, fand unter den 70 Teilnehmenden eine angeregte Diskussion statt.

Die Folien zum Vortrag finden Sie hier
Zwei Aufsätze von Prof. Fisahn finden Sie hier




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Integrationskurs in Rödinghausen
Eintrag vom: 25.03.2015

22 Familienangehörige hat das Lehrer-Ehepaar Albunni in Rödinghausen in ihrem Haus aufgenommen. 22 Menschen, die aufgrund der schlimmen Situation in Syrien nicht mehr leben konnten. Darüber berichtete auch das Rödinghausener Magazin DU & ICH in seiner Märzausgabe. http://vhs.bz/w9mzc
Da das Wichtigste für die Integration die deutsche Sprache ist, hat die Gemeinde Rödinghausen ihre Volkshochschule gebeten, einen Deutschkurs anzubieten. Und so hat die VHS in Rödinghausen einen Integrationskurs organisiert, der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert wurde. An diesem Kurs nahmen auch Menschen aus Bulgarien, Spanien und Italien teil. Unter der Leitung von Dorothee Krämer, Inge Berkemeyer und Wilfried Springhorn lernten sie von Mai 2014 bis Februar 2015 gemeinsam 600 Stunden lang Deutsch, in weiteren 60 Stunden erfuhren sie vieles über die Kultur, die Geschichte und die Politik in Deutschland. Ende Februar fanden die abschließenden Prüfungen statt.
Die Volkshochschule wünscht ihnen allen nun alles Gute für ihren weiteren Lebensweg.




Keywords: Integration Rödinghausen Albunni

Equal Pay Day in der VHS im Kreis Herford
Eintrag vom: 23.03.2015

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Ella Kraft von der Gleichstellungsstelle (l.) und Autorin Dagmar Hühne. Foto: Privat

Faire Entlohnung für Frauen gefordert

Kreis Herford (nw). Am Equal Pay Day am 19. März kamen auf Einladung der VHS im Kreis Herford Frauen aus dem gesamten Kreisgebiet zusammen, um mit Autorin DAgmar Hühne über Arbeitsmarktpolitik zu sprechen.

Angesichts düsterer Zukunftsaussichten fragten sich die Besucherinnen, warum sie für eine niedrige Rente überhaupt noch arbeiten. Bei dem Zusammentreffen wurde von den Besucherinnen angemerkt, dass in den vergangenen Jahren besonders die Lobbyarbeit der Arbeitgeber bei der Politik dafür gesorgt habe, dass im Rahmen der "Neuen sozialen Marktwirtschaft" die Löhne und auch die Arbeitgeberbeiträge gesunken seien.

Eine Besucherin stellte fest, dass kein Land in Europa so schlecht mit Geringverdienenden umgehe wie Deutschland. Dass es auch anders geht, beweise der Blick zu unseren niederländischen Nachbarn. Dort gebe es schon seit den 1950er-Jahren eine umlagefinanzierte Grundrente und kapitalgedeckte Pensionsfonds, die vor Armut im Alter schützen. In den skandinavischen Ländern ist es ähnlich. An Ideen fehle es also nicht.

© 2015 Neue Westfälische 09 - Herford, Montag 23. März 2015




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VHS-Vortrag: "Mit der Mütterrente in die Altersarmut"
Eintrag vom: 19.03.2015

Mit Equal-Pay-Day-Fahne: Gleichstellungsbeauftragte Karola Althoff Schröder und Bürgermeister Tim Kähler.
© 2015 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 19. März 2015

Gegen die schlechtere Bezahlung von Frauen
Equal Pay Day am kommenden Freitag


Herford (nw). Über Geld spricht man nicht, und wer es tut, stört den Betriebsfrieden: Um das Tabuthema Verdienst dreht sich der Equal Pay Day am Freitag, 20. März.

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 22 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 79 Tage. Das heißt, dass Frauen in Deutschland 79 Tage länger arbeiten müssen, um das gleiche Entgelt von Männern zu erreichen. Transparente Bewertungsverfahren und Vergütungsstrukturen in Unternehmen sind die zentrale Voraussetzung, um die Lohnlücke von 22 Prozent zwischen den Geschlechtern zu schließen. Nur wenn Frauen und Männer gleichermaßen wissen, was innerhalb ihres Unternehmens oder ihrer Branche in vergleichbarer Position verdient wird, können sie die eigenen Gehaltsforderungen überzeugend vertreten. Zudem müssen Arbeitgeber dann die Gehaltsunterschiede begründen.

Um öffentlich auf diese Lohnlücke zwischen den Geschlechtern hinzuweisen, wehen die Equal-Pay-Day-Fahnen am Herforder Rathaus. "Ich bin schon immer der Auffassung gewesen, dass für die gleiche Arbeit auch der gleiche Lohn entrichtet werden muss", sagt Bürgermeister Tim Kähler.

 Das Netzwerk Frauen & Arbeitspolitik im Kreis Herford bietet darüber hinaus eine zentrale Veranstaltung unter dem Thema: "Mit der Mütterrente in die Altersarmut" am Donnerstag, 19. März, um 19 Uhr in der VHS Herford an.

© 2015 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 19. März 2015



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Vorstudium der Volkshochschule ein Erfolg / Fortsetzung folgt
Eintrag vom: 19.03.2015

Mathe lernen mit "Prof. Youtube"

Kreis Herford (fm). Der Bielefelder Fachhochschul-Professor Jörn Loviscach ist ein Star im Internet. Seine Mathematik-Vorlesungen werden bei Youtube millionenfach geklickt. Dabei sind im Bild nur die begleitenden Skizzen in ihrer Entstehung zu sehen. "Prof. Youtube" spricht dazu im Hintergrund, wiederholt sich auch aufmunternd, wenn er Schwierigkeiten im Verständnis vermutet.

So eingängig Loviscachs Internet-Vorlesungen auch sind - der Dozent wünscht sich, dass neue Studenten mit deutlich mehr Vorkenntnissen an die Hochschule kommen. Daher unterstützt er gern das Projekt "Vorstudium OWL" der Volkshochschule im Kreis Herford, das besonders Studienanfängern ohne Abitur oder nach mehrjähriger Berufstätigkeit in Mathematik, Englisch und Deutsch hilft, sich in kleinen Gruppen auf Zugangsprüfungen und die Aneignung von Basiskompetenzen vorzubereiten.

Seit Ende 2014 bietet die heimische VHS das Vorstudium an. Obwohl an anderen Orten ähnliche Versuche gescheitert sind, kann VHS-Leiterin Monika Schwidde für Herford von einem Erfolg sprechen. Insbesondere für Mathematik nehmen Teilnehmer, die berufsbegleitend lernen, weite Anfahrtswege und Abend- und Wochenendtermine in Kauf, freuen sich Dozent Daniel Warner und Fachbereichsleiterin Helga Lütkefend.

Auch "Vorstudentin" Janine Kröning aus Bielefeld ist zufrieden mit ihrem Lernerfolg: "Es hat sich erst gar keine Blockade gegen Mathe aufgebaut." Sie ist in einem festen Beschäftigungsverhältnis und möchte an einer Fernuni neben bei studieren. Dass sie Nachholbedarf in Mathe hatte, wusste sie "aus einem Bauchgefühl". Im Herbst setzt die VHS ihr Angebot fort.

Foto oben: VHS im Kreis Herford

http://vorstudium-owl.de/

Hit im Internet: Jörn Loviscach (links) zeichnet seine in der Vorlesung

entstehenden Formel-Skizzen mit einem Touchscreen-Bildschirm auf
und stellt sie als Film ins Netz. Daniel Warner, Monika Schwidde, Helga
Lütkefend und Janine Kröning sind angetan. FOTO: KIEL-STEINKAMP


© 2015 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 19. März 2015



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Mitglieder des Heimatvereins Bardüttingdorf begeben sich mit der VHS auf digitale Schatzsuche
Eintrag vom: 12.03.2015

Seminarleiter Frank Wittemeier ist gut vorbereitet: Auf einem Zettel sind
die Koordinaten vermerkt, anhand derer die Seminar-Teilnehmer bei
der digitalen Schnitzeljagd die Verstecke mit Hilfe von GPS-Geräten in
der Natur auffinden sollen. Foto: Peter Haeublein

Dem Cache auf der Spur

Spenge(SN). Dass eine Schnitzeljagd nicht nur etwas für Kinder ist, haben jetzt die Teilnehmer eines Geocaching-Kurses des Heimatvereins Bardüttingdorf erfahren. Begeistert waren Kinder und Erwachsene mit Hilfe von Koordinaten auf der Jagd nach geheimen Verstecken.

Von Peter Haeublein

Anke Fuchs hatte zu dem Seminar "Geocaching - was ist das?" eingeladen. Dafür konnte die Vorsitzende des Heimatvereins Bardüttingdorf den VHS-Seminarleiter Frank Wittemeier aus Vlotho begrüßen. Der wies auch sogleich in das Thema ein, denn allgemein konnten sich die Teilnehmer nichts Konkretes unter dem Begriff Geocaching vorstellen. Zwar hatten die Kinder den Begriff schonmal gehört und auch einige Erwachsene hatten eine vage Vorstellung davon.

"Geocaching muss man sich wie eine moderne Schnitzeljagd via Satellit vorstellen", erklärte Wittemeier. Dabei wird ein so genannter Cache (englisch für "geheimes Lager") mittels angegebener Koordinaten gesucht. Ein Cache kann eine Parkbank oder ein Baum sein, oder eine Lücke in einer Hecke, ein bestimmter Zaunpfahl oder irgendetwas anderes in der Natur, wo jemand zuvor etwas versteckt hat. Das versteckte Utensil kann zum Beispiel ein Zettel eingewickelt in einer Plastikfolie sein, auf dem die Koordinaten für das nächste Versteck verzeichnet sind.

Um das gesuchte Versteck zu orten, wird ein Globales Positionsbestimmungs-System (GPS) genutzt.

Diese digitale Schnitzeljagd mittels GPS erfreue sich weltweit großer Beliebtheit, sagte Frank Wittemeier. Alles, was man dafür benötigt, sind ein Computer, ein GPS-Gerät und - seit einiger Zeit besonders gut - ein Smartphone. Im Internet können Geocacher sich die Koordinaten für die versteckten Caches heraussuchen und dann in der Natur auf die Suche gehen. Der GPS-Empfänger bestimmt die Position der Caches anhand der Signale der GPS-Satelliten, ähnlich wie Navigationsgeräte im Auto. Smartphones haben alle einen integrierten GPS-Empfänger. Um das Handy für die digitale Schnitzeljagd nutzen zu können, wird jedoch eine zusätzliche Software benötigt.

Zu finden gibt es unterschiedliche Arten von Caches: »Nanocaches sollten so klein wie möglich sein. In die Gruppe ›Micro‹ fallen zum Beispiel Filmdosen. Small (klein) sind Caches von der Größe zwischen einer Film- und einer Butterbrotdose«, erklärte Wittemeier. Große Caches sind größer als zwei Meter und gehen bis hin zu Schränken und ganzen Räumen. Geocaching sei eine interessante Art, sich auf Wanderungen nebenbei noch mit einer kleinen Schatzsuche zu beschäftigen, so Wittemeier. Dafür müssen sich die Schatzjäger auf einer speziellen Internetplattform anmelden, um überhaupt Zugang zu den Koordinaten zu bekommen. Für eine erfolgreiche Tour ist eine Ausrüstung notwendig, zu der auch eine gute Planung am Computer gehört. "Zuvor sollte nämlich eine Karte ausgedruckt werden, um sich im Gelände orientieren zu können. Die Karte muss auf das GPS-Gerät übertragen werden. Außerdem empfiehlt Frank Wittemeier, im Gelände immer auf die eigene Sicherheit zu achten. Fremde Grundstücke sollen nicht betreten werden, und es muss Rücksicht auf Natur und andere Menschen genommen werden", so der Seminarleiter.

Nach der Einführung fiel der Blick auf die Karte der Region von Spenge, dem Kreis Herford und Ostwestfalen-Lippe: Zwei versteckte Caches waren im Raum Bardüttingdorf vermerkt, in Spenge waren es schon deutlich mehr und über OWL zeigte sich eine kaum mehr zählbare Menge von platzierten Caches. Kein Wunder, wird Geocaching doch schon seit etwa 15 Jahren weltweit gespielt. So kommen jährlich von den Freunden der digitalen Schnitzeljagd immer weitere Caches hinzu.

Das erste Erfolgserlebnis der Seminarteilnehmer ließ nicht lange auf sich warten: In Bardüttingdorf machten sie sich mit GPS-Geräten und Smartphones auf die Suche nach den verborgenen Schätzen. Dank der guten Einweisung durch Wittemeier und der gut funktionierenden Geräte konnten die Teilnehmer die Verstecke während ihrer Wanderung schnell aufstöbern: Hannah Schliemann blieb mit ihrem Smartphone exakt auf Kurs und führte die Gruppe an den Rand des Sportplatzes Westerland-Stadion. Gut 45 Minuten später war schon das zweite Ziel am alten Trafogebäude an der Düttingdorfer Straße gefunden. Die Seminarteilnehmer waren sich einig: Geocaching kennen zu lernen, war eine eine tolle Idee.


HK Enger-Spenge (SN), 10.03.2015

Interessierte haben die Möglichkeit, Veranstaltungen bei der Volkshochschule im Kreis Herford als "individuellen" Kurs zu buchen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Mark Stocksmeyer. Sie erreichen ihn unter Telefon: 05221 / 5905-17 oder stocksmeyer@vhsimkreisherford.de.




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Vorstudium OWL: Fachhochschulprofessor Dr. Jörn Loviscach stattet dem Mathe-Kurs einen Besuch ab
Eintrag vom: 03.03.2015

Die Teilnehmer des Mathematik-Zusatzmoduls http://vhs.bz/mq6f4 freuten sich über den prominenten Besuch aus der Fachhochschule Bielefeld, der sich vor Ort ein Bild vom Kursgeschehen in "seinem" Fach Mathematik machen wollte. Gemeinsam mit der FH Bielefeld hat die VHS im Kreis Herford im Sommer letzten Jahres das Vorstudium OWL auf den Weg gebracht, unterstützt auch durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Herford. http://vorstudium-owl.de/
Dr. Jörn Loviscach ist Professor für Ingenieurmathematik und technische Informatik an der Fachhochschule Bielefeld sowie ehemaliger stellvertretender Chefredakteur der Computer-Zeitschrift c’t.
Bekanntheit erlangte er unter anderem dadurch, dass er seine gefilmten Vorlesungen auf dem Videoportal YouTube zur Verfügung stellt und diese Aufzeichnungen in seinen Unterricht integriert. Zu seinen Lehrkonzepten zählt auch die Unterrichtsmethode des inverted teaching. Der Kanal von Jörn Loviscach hat mittlerweile eine Zugriffszahl von knapp 17 Millionen Aufrufen und über 44.000 Abonnenten.
Im Kurs sprach Prof. Loviscach auch über die Defizite im Schul- und Hochschulsystem. Er konnte sich überzeugen, dass der Kurs unter professioneller Leitung von Daniel Warner diese zukünftigen Studenten für das Fach Mathematik auf einen guten Weg bringt! Prof. Loviscach nahm bei den Teilnehmenden ein deutlich anderes Arbeitsverhalten als bei den allermeisten Studierenden wahr und prognostizierte, dass sie damit das Studium hervorragend schaffen könnten. Insgesamt war der Besuch des bekannten Professors eine Ermutigung und Bestätigung für die Teilnehmenden, sich gut vorzubereiten, bevor sie ein Studium aufnehmen.

 



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Keywords: Loviscach; Vorstudium OWL, Mathematik

Brennpunkt Nahost: - Journalist Jörg Armbruster erläutert in einem VHS-Vortrag die Gründe für den Aufstieg des Islamischen Staats im Irak und in Syrien
Eintrag vom: 02.03.2015

Fotos: VHS im Kreis Herford

Zweifel an schnellen Lösungen im Kampf gegen den IS

Herford. "Die Erfolge des heutigen IS (Islamischer Staat) waren während unserer Recherchen Anfang 2013 in Syrien absehbar", sagt Jörg Armbruster, Nahostexperte und als langjähriger Korrespondent der ARD im Nahen Osten bekannt, am Rande seines Vortrags in der Volkshochschule Mehr als 100 Zuhörer waren gekommen.

Basis ist sein Buch "Brennpunkt Nahost. Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens", fortgeschrieben um aktuelle Entwicklungen wie die Vertreibung der Jesiden im Irak oder die Belagerung der kurdischen Stadt Kobane in Syrien.

"Es gibt nicht den einen Schuldigen an der Situation", ist er überzeugt, und es gebe auch keine einfachen Lösungen: "Ohne Militär wird es nicht gehen, nur mit militärischen Mitteln aber auch nicht."

"Der IS ist nicht plötzlich aus der Hölle aufgestiegen", sagt er, seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 2003 zurück. Damals hatten die USA und Verbündete einen Krieg gegen den Irak begonnen. "Nach dem schnellen Sieg wurden fatale Fehler gemacht", sagt Armbruster, alle Soldaten aus der Armee entlassen, später auch die Mitglieder der staatstragenden Baathpartei: "Hunderttausende standen plötzlich ohne Einkommen da. Viele Soldaten gingen in den Untergrund und nahmen den Kampf gegen die Besatzer auf. Als die neue schiitische Staatsführung begann, Sunniten massiv zu benachteiligen, schlossen sich deren Stammesmilizen dem Untergrund an, der Krieg gegen die Besatzer wurde zum Bürgerkrieg." Mit Geld, Überzeugungsarbeit und dem Aufbau von Milizen sei es gelungen ,al-Kaida im Zweistromland niederzukämpfen. Das, was heute der IS ist, war damals nur eine Gruppe von Vielen. Der irakische Präsident wiederholte alte Fehler, schloss weiter Sunniten aus Politik und Wirtschaft aus, und der Islamische Staat im Irak begann unter Abu Bakr al-Baghdadi seinen Aufstieg. Der war wie alle hohen IS-Führer im amerikanischen Bucca-Gefängnis inhaftiert und hatte sich in "Der Akademie" technisch und ideologisch radikalisiert. Unter ihm stieg der IS im Irak auf und entsandte Kämpfer in den Syrischen Bürgerkrieg, wo die al-Kaida nahe Al Nusra gegen Assad kämpfte.

Dass die Türkei ungehindert islamistische Kämpfer zum IS reisen lässt, IS und al-Kaida zum Teil aus Saudi Arabien, Kuwait, Katar wenn auch von Privatleuten finanziert werden, war bekannt. Die Erfolge im Irak - unter anderem fiel die Zentralbank mit Hunderten Millionen Dollar in IS-Hände - ermöglichten die Ausbreitung.

Die Rettung der Jesiden aus dem Sindschar-Gebirge durch die hier als terroristische gebrandmarkte PKK und nicht durch die von Deutschland bewaffneten Peschmerga habe gezeigt, dass der IS besiegbar sei. Er zweifle aber, dass das der Anfang vom Ende des IS gewesen sei. Auch auf die Kurden setze er nicht: "Die wollen ihre Gebiete absichern, und nicht arabisches Territorium befreien." Die Zukunft sei schwer vorhersagbar, Assad sitze in Syrien wieder fester im Sattel, die Aufständischen weichen nach Jordanien oder in den Libanon aus und beginnen, diese Staaten zu destabilisieren. An schnelle Erfolge glaubt Armbruster nicht. Vielleicht gelinge es, den IS ökonomisch auszutrocknen: "Auch Gotteskrieger kämpfen nicht ohne Sold." Ausschließlich militärisch werde es nicht gehen, auch weil beim IS Profis kämpfen, die zu Saddam-Zeiten in der DDR oder der UdSSR ausgebildet wurden: "Die wissen, wie man einen Krieg führt." Modernes westliches Kriegsgerät hat ihnen die irakische Armee bei ihrer kopflosen Flucht 2014 reichlich überlassen.

Das Geschehen lasse sich wegen der ungeheuren Brutalität des IS journalistisch nicht vor Ort beobachten. "Reisen nach Syrien sind unmöglich", sagt Armbruster, der 2013 in Aleppo angeschossen worden war, sich aber inzwischen erholt hat.

© 2015 Neue Westfälische 09 - Herford, Samstag 28. Februar 2015, VON RALF BITTNER


Reporter seziert Weg des Terrors
Vortrag von Jörg Armbruster in der VHS: Nahost-Experte referiert über die Entstehung des Islamischen Staates

Herford(HK). Eine Spur der Verwüstung hinterlässt die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in diesen Tagen im Nordirak und in Syrien. Wie es so weit kommen konnte, darüber hat Nahost-Experte Jörg Armbruster am Donnerstagabend in Herford gesprochen.

"Der IS ist nicht einfach vom Himmel gefallen", stellte Armbruster klar, der als Korrespondent der ARD über den Nahen und Mittleren Osten berichtet hat. Vielmehr machte er deutlich, dass es sich um einen schleichenden Prozess der Radikalisierung handele, der mit Blick auf Salafisten aus Ostwestfalen auch vor Herford keinen Halt mache.

Im Gepäck hatte der Journalist sein neues Buch "Brennpunkt Nahost - Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens". Aufs Vorlesen verzichtete Armbruster jedoch, während er die Zusammenhänge des islamistischen Terrors für die etwa 100 Zuhörer sezierte. "Dass sich so viele für ein politisches Thema begeistern, ist toll", freute sich VHS-Leiterin Monika Schwidde.

"IS geht auf das Jahr 2003 zurück, den Irak-Einsatz der USA und den Sturz des Ex-Diktators Saddam Hussein", trug Armbruster vor. Schon in dieser Zeit seien entscheidende Fehler gemacht worden, die den Weg für die Dschihadisten geebnet hätten. "Dem Westen die alleinige Schuld zu geben, wäre aber zu simpel. Die Amerikaner sind sicherlich die Urväter des IS. Aber es gibt noch eine ganze Menge anderer Väter", betonte Armbruster. Auch die irakische Regierung trage einen Großteil der Schuld. Sie gestehe den sunnitischen Muslimen keine politische Teilhabe zu und treibe sie somit in die Arme des Terrors.

Gerade bei jungen Menschen sei der Zulauf zum IS groß. "Sie kommen häufig mit falschen Vorstellungen. Über das Internet wird eine Endzeitstimmung vermittelt, vom letzten Kampf gegen Gut und Böse, vom Tag des jüngsten Gerichts. Im Netz werden diese Fantasien verbreitet - aber auch Grausamkeiten", sagte Armbruster mit Blick auf Hinrichtungsvideos. Das Köpfen des amerikanischen Journalisten James Foley sei bis Ende November 1,3 Millionen mal angeklickt worden. "Einer unserer Begleiter, ein junger Syrer, war vom IS zum Tode verurteilt worden. Er konnte zwar entkommen, aber ist auf die grässlichste Art gefoltert worden und war völlig traumatisiert", schilderte der Journalist eigene Erfahrungen.

"Es gibt keine rein militärische Lösung für den Kampf gegen den Islamischen Staat", ist Armbrusters Einschätzung. Vielmehr müsse die irakische Regierung ihre Blockadehaltung aufheben. Ob Normalität in den arabischen Ländern einkehren könne, sei jedoch fraglich. Armbruster: "Heute ist der Graben zwischen den Religionen sehr tief."

Herforder Kreisblatt, 28. Februar 2015, von Ann-Christin Lüke




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Grippewelle - Barcamp abgesagt!
Eintrag vom: 19.02.2015

Die Vorschlagsliste für die Barcamp-Sessions schrumpfte aus Krankheitsgründen heute leider dermaßen zusammen, dass wir es für sinnvoller halten, die Veranstaltung kurzfristig abzusagen und in einer Zeit mit weniger Grippewellen einen neuen Versuch zu starten. In Absprache mit der VHS Minden/Bad Oeynhausen wird dieses voraussichtlich Freitag, der 30. Oktober 2015 sein.



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Keywords: Barcamp

Volkshochschule im Kontext von Web 2.0 - BarCamp zur Zukunft des Lernens
Eintrag vom: 17.02.2015


Wie sieht das Lernen der Zukunft aus, und sind die Volkshochschulen daran noch beteiligt? Wie bleiben Volkshochschulen und Dozent/innen konkurrenzfähig in einem Markt von kostenlosen digitalen Angeboten mit freien Bildungsmaterialien und großen Playern, die längst ihre Geschäftsmodelle entwickeln? Wie können wir uns auf diese Entwicklung einstellen? Was müssen wir tun, um Schritt zu halten, damit unser Angebot nicht als "von gestern" wahrgenommen wird?
Die VHS im Kreis Herford und die VHS Minden-Bad Oeynhausen laden Sie am Freitag, den 20. Februar, um 15:00 Uhr, zu einem "BarCamp" in die Aula der VHS in Herford ein, in dem wir uns gemeinsam mit Ihnen diesen Herausforderungen stellen möchten. Welche Lern- und Bildungspotenziale eröffnen sich gegenwärtig im Kontext von Web 2.0? Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Aspekten sich verändernder Lernwelten zu beschäftigen. Beim Veranstaltungsformat BarCamp nutzt man die Expertise des Plenums; die Teilnehmenden organisieren sich ihre Fortbildung nach eigener Interessenlage selbst. So entstehen ganz verschiedene persönliche Agenden aller Teilnehmenden. Einige Sessionvorschläge sind bereits auf der Openspacer-Plattform eingestellt; weitere sind willkommen, aber kein Muss, schließlich lebt das Barcamp von spontanen Vorschlägen und Entscheidungen der Teilnehmenden am Tag selbst. Alle sind aufgefordert, Wissen zu teilen und zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Wir freuen uns auf Sie!

Alle Informationen finden Sie hier http://www.vhsimkreisherford.de/?knr=K44543B
Bitte melden Sie sich auf dieser Seite an: Openspace.



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Keywords: BarCamp, Lernen, Zukunft, Web 2.0

14 % Ermäßigung! Unsere Aktion zum Valentinstag am 14. Februar
Eintrag vom: 13.02.2015

Unsere Aktion zum Valentinstag am 14. Februar: 14 % Ermäßigung! Der Aktionspreis gilt nur, wenn Sie die Veranstaltung über unsere Internetseiten buchen (bei Emailanmeldungen können wir den Aktionspreis nicht gewährleisten, bitte nutzen Sie den Anmelde-Button im unteren Bereich der Kursansicht) Für Aktionsangebote gelten keine Ermäßigungen oder Bildungsschecks! Wiederholungsanmeldungen und Einzelveranstaltungen sind ausgeschlossen!
Sollten Sie sich für diese Veranstaltungen auf herkömmlichem Wege anmelden (Post, Fax, Email), gelten die "normalen" Entgelte (keine Einsparung)!
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auch bei den Aktionskursen keine Garantie auf Durchführung geben können.
Falls die Veranstaltung aus besonderen Gründen abgesagt werden muss, werden Sie von uns schriftlich informiert.

Wir hoffen, Sie finden für sich etwas Passendes!




Keywords: Valentinstag

Volkshochschule würdigt besonderes Engagement - Mathilde-Preis geht an Gudrun Streit
Eintrag vom: 13.02.2015

Preisübergabe: Den dritten Mathilde-Engagement-Preis verlieh Gerburg Koltzsch (l.) der Dozentin Gudrun Streit.(Mitte). Monika Schwidde bedankte sich mit einem üppigen Blumenstrauß. Foto: Gisela Schwarze


Herford (gis). Die Dozentin Gudrun Streit erhielt jetzt den diesjährigen Mathilde-Engagement-Preis der Volkshochschule im Kreis Herford (VHS). Zum dritten Mal verlieh die VHS den Engagement-Preis, der außergewöhnlichen Einsatz in der Volkshochschul-Bildungsarbeit würdigt. Ausgelobt wird der Preis vom Förderverein der Schule am Münsterkirchplatz.

Die Preisträgerin leitete seit 2006 beachtliche 70 Veranstaltungen in der VHS. Ein Beirat unter dem Vorsitz von Gerburg Koltzsch, Vorsitzende des VHS-Fördervereins, entschied sich für Gudrun Streit. Die 63-Jährige ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern, dazu mit Leib und Seele Pädagogin.

Die Jahreshauptversammlung vom VHS-Förderverein bildete die würdige Kulisse, vor der Gudrun Streit ihre Ehrung zuteil wurde. Gerburg Koltzsch verlieh den Preis, die VHS-Leiterin Monika Schwidde bedankte sich mit Blumen.

Die Preisträgerin besitzt ein breites Repertoire an pädagogischen Angeboten, die ganz unterschiedliche Ressorts betreffen. Tätig ist die 63-Jährige in der Alphabetisierung auf der Stufe Grundbildung, im Bereich Sprachen, bei Studienreisen sowie bei Gourmet-Wander-Reisen.

Wegen ihrer Vielseitigkeit bezeichnen die VHS-Leiterin und ihre Vertreterin Helga Lütkefend die geehrte Dozentin als "Allzweckwaffe". "Wenn sie über ihren Unterricht in den Alphabetisierungskursen erzählt, hat sie meistens ein Lächeln im Gesicht und es wird deutlich, wie viel Spaß ihr nicht nur der Unterricht, sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen machen", so Helga Lütkefend.

In ihrer Laudatio würdigte Monika Schwidde: "Schwierige Kurse, problematische Teilnehmende sind für Gudrun Streit kein Problem, sondern Herausforderungen, die sie mit viel Schwung, Humor und Engagement bewältigt. Insbesondere die funktionalen Analphabeten sind ihr ans Herz gewachsen - was umgekehrt genauso gilt."

© 2015 Neue Westfälische, 09 - Herford, Freitag 13. Februar 2015 (gis)




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VHS-Vortrag mit Mathias Polster -Ansichten vom Stiftberg
Eintrag vom: 12.02.2015

Laut Mathias Polster ist diese Aufnahme von 1940 etwas ganz Besonderes. Sie zeigt die Stobbe-Kaserne, im Hintergrund ist der Stuckenberg zu erkennen, links am Hang das Übungsgelände. Aus heutiger Sicht ist es unvorstellbar, dass solche Fotos einst als Postkarten verschickt wurden.


Stadtführer Mathias Polster beleuchtet die Geschichte - Entwicklung in vier Abschnitten

Herford(HK). "Die Spuren des alten Herford auf dem Stiftberg": Mehr als 100 Zuhörer waren zu dem Vortrag erschienen.
Dass das Interesse so groß war, hat möglicherweise mit der aktuellen Diskussion über die zukünftige Nutzung von Bereichen wie dem an der Ulmenstraße zu tun. Er habe nach dem Vortrag noch mit Stiftberg-Bewohnern gesprochen, sagt Stadtführer Mathias Polster, der in der VHS-Aula referiert hatte. Dabei habe er zum Beispiel erfahren, dass sich auf dem Stiftberg das Verhältnis zwischen Deutschen und Engländern in den vergangenen zehn bis 20 Jahren deutlich entspannt habe.

Doch diese Entwicklung betrifft erst die letzte Phase der Stiftberg-Geschichte. In vier Abschnitte hat Polster seinen Vortrag unterteilt. Die erste Welle mit dem Bau der Marienkirche gehe bis zur Säkularisierung am Anfang des 19. Jahrhunderts. Für die Folgezeit konstatiert der Stadtführer eine "relative Ruhe" - unter anderem mit dem Bau der Schule, dem heutigen Königin-Mathilde-Gymnasium.

Die nächste große Welle beginnt 1934/1935, als die Wehrmachtskasernen entstanden. Da die Alliierten zum Ende des Krieges bereits wussten, dass die Kasernen als Standorte dienen sollten, wurde der Stiftberg nicht bombardiert - im Gegensatz zur Herforder Innenstadt.

1945 hielten die Briten Einzug. Dabei nahmen sie nicht nur die Kasernen in Beschlag, sondern umzäunten den Stiftberg auch mit Stacheldraht, um die dortigen Häuser zu nutzen. Im weiteren Verlauf entstanden dort neue Wohnsiedlungen. Diese neue Welle datiert Polster bis in die Mitte der 70er Jahre. Die nächste Welle - und hier muss sich zeigen, wie sie sich fortsetzt - beginnt mit dem Abzug der Britischen Streitkräfte in Deutschland.

Angesichts des großen Interesses denkt der Referent über einen weiteren Vortragstermin nach. Dann solle das Thema Konversion stärker akzentuiert werden.

Herforder Kreisblatt, 12.02.2015, von Hartmut Horstmann



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VHS-Kursus für Wiedereinsteigerinnen ab dem 10. März
Eintrag vom: 09.02.2015

Wollen Frauen den beruflichen Wiedereinstieg erleichtern: Karola Althoff-Schröder (Gleichstellungsstelle Stadt Herford), Ella Kraft (Gleichstellungsstelle des Kreises Herford), Julia Niewöhner (Kursleiterin) und Helga Lütkefend (Fachbereichsleiterin VHS im Kreis Herford).                                                                                                                                           Foto: Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Mit Mut und Ziel zurück in den Beruf

Herford (hoh). Ob nach wenigen Monaten oder einigen Jahren - will eine Frau nach einer familiär bedingten Auszeit wieder berufstätig werden, kommen viele Fragen auf sie zu. Seit 24 Jahren bietet die Volkshochschule Herford deshalb den Kursus "Power für den beruflichen Wiedereinstieg" an. Erstmals wird Julia Niewöhner, Diplom-Pädagogin, Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie, die Unterrichtsstunden ab Anfang März leiten.

Im Dezember 2014 waren im Kreis Herford laut der Statistik der Bundesagentur für Arbeit 222 Frauen auf der Suche nach einer Beschäftigung, um nach einer Pause in die Berufswelt zurückzukehren. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um fast 13 Prozent. "Wir beobachten zum einen, dass vor allem junge Mütter immer schneller in den Job zurückmöchten, um nichts zu verpassen", sagt Helga Lütkefend, stellvertretende Leiterin der VHS. "Auf der anderen Seite stehen Frauen, die lange Zeit Hausfrau waren und sich Anfang 50 bewusst werden, dass die Rente noch mehr als 15 Jahre hin ist." Auch nach einer Scheidung müssten sich viele Frauen plötzlich selbst versorgen.

Kursleiterin Niewöhner sagt: "Der wichtigste Aspekt, um wieder glücklich in einen Job zu starten, ist eine Standortbestimmung: Wo bin ich jetzt? Wo will ich noch hin?" Während des Kurses haben die Frauen Zeit, sich intensiv - auch in Einzelgesprächen - mit ihren Kompetenzen und Zielen auseinanderzusetzen. Darüber hinaus stehen auch ganz praktische Kenntnisse wie der Umgang mit EDV, Bewerbungen schreiben und Arbeits- und Rentenrecht auf dem Seminarplan. Um wieder Einblick in den beruflichen Alltag zu gewinnen, ist auch ein vierwöchiges Praktikum in Teil- oder Vollzeit vorgesehen. Zum Kursus, der am 10. März startet und 71 Unterrichtsstunden umfasst, gibt es am 19. Februar um 10 Uhr eine Infoveranstaltung in der VHS.

Ansprechpartnerinnen
Jede Kommune im Kreis Herford hat eine Gleichstellungsbeauftragte, die für Frauen vor Ort eine erste Beratung in Sachen Wiedereinstieg anbieten kann.
Die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter Herford, Ivonne Ackermann, steht ebenfalls Frauen für Fragen zur Verfügung, Tel. (0 52 21) 98 51 44.
Neben dem Kursus "Power für den beruflichen Wiedereinstieg" berät die VHS Herford Frauen und Männer kostenfrei zu ihrer beruflichen Entwicklung, Tel. (0 52 21) 59 05 16.

© 2015 Neue Westfälische, 09 - Herford, Samstag 07. Februar 2015

Informieren über den Orientierungskursus: Ella Kraft (Gleichstellungsstelle
Kreis Herford, von links), Karola Althoff-Schröder (Gleichstellungsstelle
Stadt Herford), Dozentin Julia Niewöhner und Fachbereichsleiterin
Helga Lütkenfend. Foto: Christina Ueckermann

Selbstbewusst zurück in den Beruf
Neuer Orientierungskursus für Frauen der VHS startet am 10. März

Herford(HK). Oft sind es die Frauen in der Familie, die für Kinder oder die Pflege von Angehörigen eine Auszeit nehmen. Nach dieser Pause fällt der Einstieg ins Berufsleben manchmal schwer. Seit 24 Jahren bietet die VHS darum schon Orientierungskurse für den Wiedereinstieg an, der nächste startet am 10. März.

"Viele Frauen sind sich über ihre Qualifikationen gar nicht richtig bewusst und ihnen fehlt das Selbstbewusstsein, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten", sagt Helga Lütkenfend, Fachbereichsleiterin der Volkshochschule. Zwar seien die beruflichen Pausen im Laufe der Jahre kürzer geworden, trotzdem seien sich viele Frauen nicht sicher, wie sie ihr Berufsleben weiter gestalten wollen. "Wir begleiten die Frauen in dieser Phase und schauen gemeinsam mit ihnen, wo ihre Stärken liegen und wie sie den Beruf mit der Familie vereinbaren können", erklärt Dozentin Julia Niewöhner.

Der Kursus orientiere sich ganz nach den Bedürfnissen der Teilnehmerinnen, sagt sie. Feste Bausteine sind ein EDV- und Bewerbungstraining sowie ein vierwöchiges Praktikum in Voll- oder Teilzeit. Auch wird über Arbeits- und Rentenrecht, Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gesprochen. Das Alter und die Vorbildung der Teilnehmerinnen sind dabei nicht relevant. "Viele Frauen nehmen sich erst in diesem Kursus Zeit, über ihre Ziele nachzudenken. Die individuelle Beratung, aber auch der Austausch mit Gleichgesinnten tut vielen gut und stärkt sie", weiß Karola Althoff-Schröder, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herford, aus Gesprächen mit Frauen. Die Gleichstellungsstellen der Stadt und des Kreises Herford bezuschussen diese Kurse.

Wer sich vorab informieren möchte, kann am Donnerstag, 19. Februar, in die VHS kommen. Dort stehen die Dozenten für Fragen zur Verfügung. Anmeldungen zu dieser Veranstaltung sind bis zum 12. Februar unterv 0 52 21/59 05 32 möglich. Wer sich zum Orientierungskursus anmelden möchte, kann das bis zum 3. März schriftlich bei der VHS oder unter info@vhsimkreisherford.de tun. www.vhsimkreisherford.de

HK Herford, 07.02.2015, von Christina Ueckermann



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Italienisch - Buon Appetito
Eintrag vom: 05.02.2015

 Die VHS bietet Ihnen hier einen Italienisch-Sprachkurs der besonderen Art an. Er ist der Küche Italiens gewidmet. Mit Hilfe von vielen Übungen werden Sie den einschlägigen, kulinarischen Wortschatz üben und festigen sowie die Grammatik wiederholen. Der sicherlich krönende Abschluss wird ein gemeinsamer Kochabend sein. Der Kurs richtet sich an Teilnehmende, die circa 3 bis vier Jahre Italienisch gelernt haben (Niveaustufe A2 / B1). Nähere Informationen finden Sie hier (Kursnummer K3726.1B).

Foto: sigrid rossmann / pixelio.de




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Orientierungskurs „Power für den beruflichen Wiedereinstieg“
Eintrag vom: 03.02.2015

Info-Veranstaltung am 19. Februar

Foto: (c) Julia Niewöhner

Dozentin: Julia Niewöhner

Wenn Sie nach einer familiär bedingten Auszeit wieder berufstätig werden möchten, stellen sich viele Fragen. Wie kann ich Beruf und Familie vereinbaren? Über welche Fachkenntnisse und Kompetenzen verfüge ich? Sind diese am Arbeitsmarkt gefragt? Wie kann ich mich weiterentwickeln? Wie gelingt mein Wiedereinstieg?

Vor dem eigentlichen Wiedereinstieg geht es zunächst darum, die persönlichen Möglichkeiten und Wünsche auszutarieren und sich der eigenen Kompetenzen bewusst zu werden. Eine gute Orientierung ist das "Herzstück” eines erfolgreichen Wiedereinstiegs. Das gilt vor allem dann, wenn Sie nicht an den alten Arbeitsplatz zurückkehren können oder wollen. Der Orientierungskurs für Berufsrückkehrerinnen, der am 10. März in Herford startet, bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Chancen für einen beruflichen Wiedereinstieg auf den Prüfstand zu stellen, Selbstsicherheit für einen Neustart zu erlangen und sich umfassend auf den Wiedereinstieg vorzubereiten.

Im Mittelpunkt des Kurses steht die Erarbeitung einer neuen Lebens- und Berufsperspektive, ausgehend von Ihrer persönlichen Situation und Ihren individuellen Voraussetzungen. Die Kursleiterin bietet Ihnen Methoden, Tipps und Strategien, die Sie darin unterstützen, Ihren eigenen Weg zu finden. Darüber hinaus erhalten Sie ein EDV-Training und machen sich in einem Bewerbungs- und Selbstsicherheitstraining fit für zukünftige Bewerbungssituationen. Um wieder Einblick in den beruflichen Alltag zu gewinnen, ist im Rahmen des Kurses ein vierwöchiges Praktikum in Teil- oder Vollzeit vorgesehen.

Weitere Informationen zur Info-Veranstaltung am 19. Februar finden Sie hier: K40013B
Weitere Informationen zum Orientierungskurs ab dem 10. März finden Sie hier: K40023B
Den Flyer zum Download finden Sie hier: Power für den beruflichen Wiedereinstieg



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Keywords: Wiedereinstieg Frauen beruflicher Neuorientierung Arbeiten nach Kindererziehung Fachkenntnisse Arbeitsmarkt Perspektive Beruf Bewerbung Praktikum VHS Herford

Andreas Förster und Thomas Moser stellen in der VHS ihr Buch "Geheimsache NSU" vor
Eintrag vom: 29.01.2015

Andreas Förster (links) und Thomas Moser gehören zu einem Pool von zehn Journalisten, diie Ungereimtheiten rund um den NSU-Prozess im Buch "Geheimsache NSU" aufgelistet haben. Fotos: Peter Monke

Verschweigen, verschleiern, vertuschen

Herford(HK). Es geht um drei Terroristen, zehn Morde, drei Sprengstoffanschläge, 15 Banküberfälle und unzählige offene Fragen. Andreas Förster und Thomas Moser gehören zu den Journalisten, die den NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München detailliert verfolgen. Ihr vorläufiges Fazit klingt ernüchternd.

Wo laut einer Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel "rückhaltlos aufgeklärt" werden sollte, werde vor allem eines - vertuscht.Unzählige Details und Ungereimtheiten haben Förster und Moser mit acht weiteren Kollegen zusammengetragen und in einem Buch mit dem Titel "Geheimsache NSU" veröffentlicht. Am Dienstagabend stellten sie es bei einer Lesung in der Volkshochschule vor. Leider nahmen nur 30 Zuhörer das Angebot wahr.

Denn was die beiden freien Journalisten zu erzählen haben, kann man mitunter kaum glauben: Es geht um Akten, die als vernichtet gelten, um Monate später plötzlich doch wieder aufzutauchen; Bundes- und Sicherheitsbehörden, die die Ermittlungen - vorsichtig ausgedrückt - nicht gerade aktiv unterstützen; und es geht um Theorien der Bundesanwaltschaft, die schon heute erkennbar nicht zu halten sind.

"Die Annahme, dass das NSU-Trio um Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe als geschlossene Zelle agiert und somit allein für die Taten verantwortlich ist, kann nicht stimmen", sagt Förster. 42 V-Leute - also Vertrauenspersonen, die als ständige Informanten für einen Nachrichtendienst oder die Polizei tätig sind - hätten sich von 1998 bis 2011 im Umfeld des NSU-Trios bewegt. Die Frage sei nur: Was wussten die? Und noch viel spannender: Wer hat ein Interesse daran, dieses Wissen geheim zu halten? Wie könne es sein, dass eine Person, die in den ersten vier Tage nach dem Auffliegen des NSU nachweislich Akten vernichtet habe, heute in der Arbeitsgruppe sitze, die die Herausgabe von Akten an die Ermittler koordinieren soll?

Kaum eine der zentralen Fragen sei bis heute beantwortet, monieren Förster und Moser. War der Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos wirklich ein Suizid? Wie passt die professionell gebaute Nagelbombe beim Anschlag in der Kölner Keupstraße zu den zuvor eher dilettantisch gebauten Rohrbomben des NSU-Trios? Warum wurden die beiden Polizisten, die in Köln zuerst am Tatort waren neun Jahre lang nicht vernommen? Und wer waren all die Männer, die nach dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn laut Augenzeugen vom Tatort flüchteten, von deren 14 Phantombildern aber keines auch nur entfernt an Uwe Böhnhardt oder Uwe Mundlos erinnert?

"Letztlich wissen wir auch nicht, was genau passiert ist. Wir können nur aufzeigen, wie es nicht gewesen sein kann", sagt Förster. Wichtig sei, dass die maximale Öffentlichkeit bis zum Prozessende aufrecht erhalten bleibe. "Nur so gibt es eine Chance, die Front der Vertuscher zu durchbrechen."
 

Von Peter Monke, Herforder Kreisblatt, 29.01.2015




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Vokabel-Training im Cinéma - "Festival du film français": VHS-Schüler und Gymnasiasten sehen "Monsieur Claude" im Original mit Untertiteln
Eintrag vom: 29.01.2015

Auf Einladung der Festival-Veranstalter haben gestern Teilnehmer von VHS-Kursen sowie Schüler des Französischkurses der Q1 von Ravensberger und Friedrichs-Gymnasium den Film-Hit "Monsieur Claude und seine Töchter" im Original sehen. Foto: Ruth Matthes


Herford(HK). Das "Festival du film français" bietet auch die Gelegenheit, französische Filme in der Originalsprache zu sehen. Diese Chance nutzten gestern Teilnehmer von VHS-Kursen sowie Schüler des Französischkurses der Q1 von Ravensberger und Friedrichs-Gymnasium.

Aus Bünde und Herford waren die VHS-Teilnehmer ins Capitol gekommen, um auf Einladung der Festival-Veranstalter HERFORDER KREISBLATT, Ahlers, Pierre Cardin, Klingenthal und Capitol den Original-Film "Monsieur Claude und seine Töchter" mit Untertiteln zu sehen. Der Kino-Hit über Fremdenfeindlichkeit und Toleranz war am Samstag zur Eröffnung der Filmwoche bereits mit Erfolg gezeigt worden.

Im Vorfeld der Vorführung berichteten die Teilnehmer der VHS-Kurse über ihre Motivation Französisch zu lernen. "Einige brauchen die Sprache für ihren Beruf, andere haben Interesse an aktuellen politischen Themen oder der französischen Literatur, und wieder andere möchten sich im Urlaub gut verständigen können", fasste Doris Koch aus Rödinghausen einige der Gründe zusammen.

Um sich mit der Familie ihres Mannes unterhalten zu können, belegte Helgard Gartemann einen Französisch-Kurs. Dr. Werner Bulk kam in seiner Zeit als Leiter des Friedrichs-Gymnasiums auf den Geschmack: "Ich wollte die Besucher aus unseren Partnerschulen ordentlich begrüßen können." Inzwischen engagiert er sich zudem beim Austausch des Rotary-Clubs mit Fécamp. "Als eine große Bereicherung" hat Erika Schoffer die Partnerschaft des Kreises Herford mit Voiron empfunden. Zehn Jahre lang stand sie in Kontakt mit einem französischen Ehepaar: "Wir haben in dieser Zeit viele Dinge auch aus einer anderen Sicht zu sehen gelernt", urteilt sie.

Spannungen zwischen Deutschen und Franzosen haben einige in den Nachkriegsjahren erlebt. Alle berichteten, dass sich die Franzosen sehr freuten, wenn sie in ihrer Sprache angeredet würden. "Ihr Deutschunterricht ist leider nicht auf das Sprechen ausgerichtet", hat VHS-Dozentin Ursula Sander festgestellt.

Bei einer Verlosung hatten Leser dieser Zeitung gestern Gelegenheit, Freikarten für das Festival zu gewinnen. Joachim Schmitz und Nicole Deppe-Kuhls können sich über je zwei Karten für den Film "Ziemlich beste Freunde" (Freitag, 30. Januar, 14.45 Uhr) freuen. Freien Eintritt für "Der Teufel trägt Prada" (Freitag, 20.15 Uhr) läuft, bekommen Martina Westmeier und Wolfgang Sieber. Die Karten können in der Geschäftsstelle des HERFORDER KREISBLATTES an der Brüderstraße abgeholt werden.

Von Ruth Matthes, Herforder Kreisblatt, 29.01.2015




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Französisch-Dozentin Christa Knöner genießt das "Festival du film français" - In Kürze beginnen an Ihrer VHS zahlreiche Französischkurse
Eintrag vom: 27.01.2015

Drei Generationen von Frankreich-Fans: VHS-Dozentin Christa Knöner
(Mitte) genießt mit ihrer Tochter Katja und Enkelin Linda bei Wein,
Baguette und Käse die französische Lebensart. Dazu ein guter Film -
und der Abend ist perfekt. Foto: Ruth Matthes

Beste Kontakte in die Kino-Metropole Paris

Herford(HK). Christa Knöner ist vom "Festival du film français" im Capitol begeistert. "Die Film-Auswahl ist super", urteilt die VHS-Französisch-Dozentin, die seit 52 Jahren mit einer Pariserin eng befreundet ist und von ihr regelmäßig mit Film-Tipps versorgt wird.

Christa Knöner leitet bei der VHS neben Deutschkursen für Migranten drei Französisch-Kurse. "Die Teilnehmer sind vornehmlich Menschen, die sich für den Urlaub in Frankreich sprachlich fit machen wollen", erzählt die 65-Jährige. Einige brauchten die Sprachkenntnisse aber auch beruflich. Die ehemalige Realschullehrerin setzt bei ihren Übungen vor allem auf Themen des Alltags. "Grammatik gehört bei mir ebenso zum Programm wie das Cr?pes-Backen zum Abschluss", sagt die Pädagogin. Bisweilen lädt sie auch zu einem französischen Film-Abend in ihre Wohnung ein.

Ihren ersten Film im französischen Original hat sie 1966 in Paris gesehen. "Ich war damals zu Besuch bei meiner Brieffreundin Nicole Leblanc", erinnert sich die Mutter von vier Kindern. "Wir haben in einem Kino an der Avenue des Champs-Élysées den Film ›Un Homme et une femme‹ von Claude Lelouch gesehen", sagt sie. "Ich hatte mich schon gefragt, was die vielen Schlangen in den Straßen zu bedeuten hatten", erinnert sich Christa Knöner, "jetzt wusste ich, dass diese Menschen alle ins Kino wollten". Die Filmbranche - Kultur überhaupt - habe in Frankreich auch heute noch eine große Bedeutung.

Christa Knöner weiß, wovon sie spricht, denn die Dozentin ist mit Nicole Leblanc bis heute befreundet. Regelmäßig besuchen sich die beiden. Auch die Familien und Freundeskreise sind bestens miteinander bekannt. "Ich schätze die Freundlichkeit der Franzosen, die große Bedeutung, die sie Freunden und Familie zumessen und ihre Lebensart", sagt sie, "ganz zu schweigen von der Landschaft und ihren kulturellen Schätzen".

Wenn in der Nähe ein Film im französischen Original gezeigt wird, ist das für die Herforderin ein Muss. Im Filmkunsttheater "Kamera" in Bielefeld gehört sie deshalb zu den Stammkunden.

Im Fernsehen hat es ihr der deutsch-französische Sender Arte besonders angetan. Am liebsten sieht sie dort Film-Klassiker mit Michel Piccoli, Romy Schneider und Alain Delon. Doch auch die neuen französischen Hits wie "Ziemlich beste Freunde" sind ganz nach ihrem Geschmack. "Was das französische Kino ausmacht, sind seine ruhigen Dialoge. Da gibt es kaum schnelle Schnitte und Brutalität wie in vielen amerikanischen Filmen", urteilt sie.

Christa Knöner freut sich, dass das HERFORDER KREISBLATT ihr und einer Gruppe von VHS-Schülern die Möglichkeit gibt, an diesem Mittwoch kostenlos einen Film in Originalfassung zu sehen. Mit ihrer Tochter Katja Reimann möchte Christa Knöner aber auch weitere Filme genießen. "Ich habe das Frankophile sozusagen mit der Muttermilch eingesogen", erzählt Katja Reimann schmunzelnd.
 

Von Ruth Matthes, Herforder Kreisblatt, 27.01.2015



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Vorbereitungskurs für Deutschprüfungen auf hohem Niveau (C1)
Eintrag vom: 27.01.2015

Eberhard Zimmermann

Dieser Kurs bereitet Sie gezielt auf die Prüfung telc Deutsch C1 vor. Sie lernen den Aufbau der Prüfung kennen, machen vielfältige Übungen zu den vier Fertigkeiten Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen und festigen den prüfungsrelevanten Wortschatz. Auch arbeiten Sie einen Modelltest durch. Ergänzend zum Kurs können Sie auf die Lernplattform moodle zugreifen. Auf dieser interaktiven Lernplattform haben Sie die Möglichkeit, außerhalb des Kurses mit den anderen Kursteilnehmenden in Kontakt zu treten, den Prüfungsstoff zu wiederholen und zu vertiefen. So können Sie sich in intensiver Form auf die Prüfung vorbereiten. Um auch Berufstätigen die Teilnahme zu erleichtern, findet dieser Kurs am Wochenende statt. Nähere Informationen erhalten Sie an der VHS unter 05221 / 5905-12 oder auf den Internetseiten www.vhsimkreisherford.de unter der Kursnummer K3101.3B oder www.vorstudium-owl.de.




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Tacos, Tapas und die spanische Sprache
Eintrag vom: 16.01.2015


Foto: twinlili / Pixelio

Tacos und Tapas - diese kleinen phantasievollen Gerichte aus Mexiko und Spanien sind eine ideale Kombination, um Ihre Familie und Freunde zu begeistern. Duftende Kleinigkeiten aus leuchtendroten Tomaten, sonnengelben Paprika, dunkelvioletten Auberginen und vielem mehr erinnern an schöne Urlaubstage und erhöhen die Vorfreude auf den nächsten. Am Samstag, den 31. Januar lernen Sie unter Leitung der Spanierin Maria José Lantada Ortega, diese Köstlichkeiten zuzubereiten und erwerben so ganz nebenbei auch ein wenig Spanisch. Wer weiß? Vielleicht kommen Sie auf den Geschmack und besuchen im Anschluss einen Spanischkurs an Ihrer VHS? Weitere Informationen finden Sie hier: K3898.3A.




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Das zweite Semester beginnt - Volkshochschule bietet viele Kurse und Veranstaltungen neu an
Eintrag vom: 13.01.2015

Bekannte Nahost-Experten: Mit Jörg Armbruster (gehalten von Frank Schragner) und Michael Lüders (Monika Schwidde) hat die Volkshochschule zwei namhafte Referenten zu Gast. Foto: Bittner

Herford (cla). Die Volkshochschule (VHS) im Kreis Herford macht im jetzt beginnenden Semester neben den regulär neu startenden Kursen zahlreiche weitere neue Angebote. Zudem können Interessierte ihren eigenen Fortbildungsbedarf anmelden und Einzel- oder Gruppenangebote buchen, die auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Mit rund 615 Veranstaltungen geht die VHS in das neue Semester. Teilnehmer haben die Möglichkeit, rund 9.500 Unterrichtseinheiten zu besuchen. Politisch Interessierte könnte beispielsweise ein Vortrag des Nahost-Experten Michael Lüders interessieren. Am Mittwoch, 4. Februar, wird er über die Hintergründe der aktuellen Krisen in Syrien, im Irak und Palästina berichten.

"Brennpunkt Nahost, die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens", ist der Titel einer Lesung mit Vortrag von Jörg Armbruster, des zweiten Nahost-Korrespondenten, der in Herford zu Gast ist. Am Donnerstag, 26. Februar, berichtet er vom drohenden Flächenbrand mit weltweiten politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen.

Vielfach ist die Volkshochschule inzwischen mit Webinaren am Start. Dabei handelt es sich um Seminaren, an denen Interessierte über das Internet teilnehmen.

An einer vierteiligen Reihe zu den "Konflikten der Weltpolitik" beteiligen sich bundesweit etliche Volkshochschulen. Interessierte aus dem Kreis Herford sitzen in diesem Fall jedoch nicht allein vor dem Computer, sondern vor einem Bildschirm im Bünder Gymnasium am Markt. Die Referentin des ersten Teils am 25. März, Professorin Julia Obertreis, ist - wie die Vortragenden in den anderen Veranstaltungen live auf dem Bildschirm zu sehen. Zudem beantwortet sie Fragen, die ihr die Teilnehmer über einen Chat stellen können.

Von Zuhause aus können Interessierte hingegen an einem Webinar zum Verwalten und Organisieren von Fotos mit Lightroom 5 teilnehmen. Zahlreiche weitere Veranstaltungen aus dem EDV- und IT-Bereich bietet die Volkshochschule neu an, darunter das Selektieren von Informationen aus dem Internet oder das Kennenlernen von Smartphone und Tablet-PC "mit Muße".

Für Kurse aus diesem oder anderen Fachbereichen lohnt ein Blick auf die Internetseite der VHS. Unter www.vhsimkreisherford.de stellen die Fachbereichsleiter immer wieder neue Angebote ein oder geben Änderungen bekannt. Das dürfte besonders auch jene interessieren, die immer mal wieder an den gut nachgefragten Betriebsbesichtigungen teilnehmen. Auch davon bietet die VHS wieder einige an.

Wer noch schnell ein Mathe-Training für das Abi benötigt, sich in die "Systemische Beratung" einführen lassen möchte oder Interesse an einer der meist mehr als 20 Fremdsprachen, darunter die Gebärdensprache, hat, ist bei der Volkshochschule ebenfalls richtig. Viele Kurse haben dabei den Charme des Besonderen, etwa "Französisch lernen mit Liebesgeschichten".

Kreisweit gibt es Angebote und Informationsabende zu pädagogischen Themen oder solchen, die die gesamte Familie betreffen. Beispiele: Cybermobbing, Märchenstunde und Wohlfühltag für Eltern und Kinder.

© 2015 Neue Westfälische, CLA, 09 - Herford, Dienstag 13. Januar 2015

 

 

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Herforder Kreisblattes.

Herforder Kreisblatt, 13.01.2015




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Lesen und Schreiben für den Beruf
Eintrag vom: 06.01.2015



(Foto: VHS im Kreis Herford)

Kurse für funktionale Analphabeten starten

Der Verlust von Einfach-Arbeitsplätzen, die zunehmende Technisierung und eine wachsende Komplexität von beruflichen Aufgaben und schriftsprachlichen Anforderungen tragen dazu, dass Menschen, die nicht ausreichend lesen und schreiben können (funktionale Analphabet/innen), nur schwer einen Zugang zum Arbeitsmarkt finden. Sind sie erwerbstätig, müssen sie um den Verlust ihres Arbeitsplatzes fürchten, wenn sie den steigenden Anforderungen nicht mehr gewachsen sind.

Für Berufstätige und Arbeitssuchende, denen grundlegende Kenntnisse im Lesen und Schreiben fehlen, bietet die VHS ab Samstag, den 17. Januar, die Kurse "Lesen und Schreiben für den Beruf" an. Ziel ist, den Teilnehmenden Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die ihnen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit erleichtern bzw. zur Absicherung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses beitragen. Der Unterricht orientiert sich sowohl inhaltlich und didaktisch als auch zeitlich an den besonderen Bedürfnissen der Betroffenen. Es werden dem Lernstand der Teilnehmenden entsprechende arbeitsweltbezogene Themen bearbeitet und arbeitsweltbezogene Medien und Materialien eingesetzt.

Aufgrund der finanziellen Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Europäischen Sozialfonds können die Kurse entgeltfrei angeboten werden.

Bitte leiten Sie die Informationen an mögliche Interessierte, die diese Mitteilung nicht lesen können, weiter.



Nähere Informationen zu den einzelnen Kursen finden Sie hier:
Kurs für Berufstätige K21343A
Kurs für Arbeitssuchende K21353B

Eine Übersicht über alle Kurse finden Sie hier: PDF-Flyer



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Anna Kuschnarowa las in der VHS
Eintrag vom: 10.12.2014

Anna Kuschnarowa las aus ihrem spannenden Roman " Djihad-Paradise", Foto: Gisela Schwarze

"Keine Mauern unter Religionen" - Anna Kuschnarowa liest zum Islam

Herford(gis). Ein weltoffenes Herford, das weder Moslems, Yeziden, Aleviten, Juden noch Mitgliedern anderer Religionen feindlich gegenübersteht, wünschten sich die Besucher der "Djihad-Paradise"-Lesung mit der Jugendbuchautorin Anna Kuschnarowa.

Die politisch motivierte Schriftstellerin las auf Einladung der noch jungen Initiative »Extremdagegen«, in der sich Gleichgesinnte gegen Extremismus, Gewalt, Sexismus und Rassismus zusammenfanden. Die Volkshochschule im Kreis Herford (VHS) stellte ihre Aula als Veranstaltungsort zur Verfügung. Anna Kuschnarowas neuester Roman thematisiert fanatischen Salafismus und möchte durch Spannung Sensibilität für diese Islam-Strömung erzielen. »Einen Austausch und keine Mauern zwischen den Religionen wünschen wir uns«, fasste die Pädagogin Birgit Ebel, Mitbegründerin von »Extrem dagegen«, im lebhaften Abschlussgespräch mir der Autorin zusammen.

Ganz wichtig war Anna Kuschnarowa, dass ihre Botschaft richtig verstanden wurde: »Islam ist nicht gleich Terrorismus.« In keiner Weise wolle sie den moralischen Zeigefinger erheben, sondern sensibel machen für ein fruchtbares religiöses und kulturelles Miteinander. Parteien, Eltern, Mitglieder aus dem Moschee-Verein, Schulsozialarbeiter und die Medien sollten alle an einem Strang ziehen, um endlich für Prävention gegen fanatischen Salafismus zu sorgen. Den Arbeitskreis Prävention in der Jugendarbeit im Kreis Herford hoben sie und die Lehrerin Birgit Ebel lobend hervor.

Schüler unterschiedlicher Religionen saßen während der Lesung im Publikum. Sie leben ihre Absicht, sich für ein gewaltfreies Miteinander zu positionieren. Aus eigener Erfahrung sowie aus ihrem Freundeskreis konnten diese jungen Mitbürger bestätigen, dass Herforder Jugendliche von Salafisten auch an Schulen kontaktiert werden: »Die Versuche, ihnen auf den Leim zu gehen, können durch persönliche Ansprache oder über das soziale Netzwerk Facebook geschehen.« Herford sei ein Brennpunkt für radikal-salafistische Tendenzen, Jugendliche zu instrumentalisieren, hatte der Verfassungsschutz Birgit Ebel auch bestätigt.

Herforder Kreisblatt, 10.12.2014, von Gisela Schwarze




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Interkultureller Chor der Volkshochschule im Kreis Herford zu Gast bei der Liedertafel Germania Vlotho
Eintrag vom: 02.12.2014

Die Chorleiterin Svetlana Hoffmann ist für die Liedertafel Germania und
den VHS-Chor verantwortlich. Foto: Gisela Schwarze

Wohlklingende Weihnachtszeit
Liedertafel Germania Vlotho und Gäste gestalten besinnliches Adventskonzert in St. Stephan

Vlotho(VZ). "O du fröhliche, o du selige" summten Besucher des Adventskonzerts in der St. Stephans-Kirche auf ihrem Nachhauseweg. Zum Ausklang des gut besuchten Konzerts hatten alle Zuhörer und Chöre das bekannte Weihnachtslied gemeinsam gesungen. Das blieb im Ohr.
Der Gemischte Chor "Liedertafel Germania Vlotho" unter der Leitung von Svetlana Hoffmann hatte zu der besinnlichen musikalischen Darbietung am ersten Adventssonntag eingeladen. Das vorweihnachtliche Programm bereicherten der Interkulturelle Chor der Volkshochschule im Kreis Herford (VHS) und der Männergesangverein (MGV) Liedertafel Lohe.
Als Überraschungsgast kündigte Svetlana Hoffmann ihren zwölfjährigen Sohn Gleb an, der auf seiner Violine die Hirtensymphonie aus Georg Friedrich Händels Oratorium "Der Messias" zu Gehör brachte. Auf seinem Saiteninstrument verzückte der junge Geiger die Zuhörer, die seiner Darbietung teilweise mit geschlossenen Augen lauschten.
Leni Niedernolte, Vorsitzende des Chores "Liedertafel Germania", hatte zum Konzertbeginn ein stimmungsvolles Hinführen auf das Weihnachtsfest versprochen. "Wir werden Sie musikalisch mit Kerzenschein und leuchtenden Sternen aufs Fest vorbereiten". Dieses Versprechen wurde eingehalten.
Nach einem erfolgreichen gemeinsamen Sommerkonzert kam der VHS-Chor, der ebenfalls von Svetlana Hoffmann geleitet wird, nun wieder in die Weserstadt, um mit der "Liedertafel" zum zweiten Mal vielstimmig zu konzertieren. "Wir wünschen Ihnen so viel Freude beim Zuhören, wie es uns Freude macht, für Sie zu singen", hatte sich eine Sängerin des VHS-Chores ans Publikum gewandt.
Bei den Chorsätzen "Freu dich Erd' und Sternenzelt" oder "Advent ist ein Leuchten" dirigierte Svetlana Hoffmann den Gesang beider Ensembles, die zu einer stimmlichen Einheit verschmolzen.
Das polnische Weihnachtslied "Gdy slicna Panna", das von seiner Melodik her ein Wiegenlied ist, sang der Interkulturelle Chor als erstes seiner drei internationalen Darbietungen. Rhythmisches Klatschen folgte beim spanischen "Feliz Navidad" sowie beim amerikanischen "Go, tell it to the mountain". Die Weihnachtsglocken ließ der MGV Lohe mit seinem Dirigenten Nikolai Bergen läuten. Mit dem "Schifferlied zur Weihnacht" erinnerte der Gesangverein mit den wohltönenden Männerstimmen an die Menschen, die an den Feiertagen zu Weihnachten über die Meere schippern.

HK Vlotho, 02.12.2014, von Gisela Schwarze



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Wehret den Anfängen – für fairen Umgang am Arbeitsplatz und eine positive Unternehmenskultur
Eintrag vom: 18.11.2014

MaMut e. V. feiert zehnjähriges Jubiläum in der VHS
Laut einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin war jede/r neunte Beschäftigte während seines Arbeitslebens schon einmal von Mobbing betroffen. Opfer von Mobbing gehen durch die Hölle. Die täglichen Schikanen machen sie krank. Viele kündigen ihren Job, weil sie es nicht mehr aushalten. Dabei gibt es Fachleute, die Betroffenen Wege aus der Psychoterror-Falle zeigen.

Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Verein für Veränderungsmanagement durch Mobbingberatung und Mediation (MaMut e. V.) mit Sitz in Herford für die Förderung einer fairen Unternehmenskultur. Der Verein bietet professionelle Beratung und Hilfestellung bei Mobbing und Burnout.
Unter dem Motto "Wehret den Anfängen - für fairen Umgang am Arbeitsplatz und eine positive Unternehmenskultur" feiert MaMut e. V. am 26. November sein zehnjähriges Jubiläum in der VHS.
MaMut e.V. und VHS laden Sie als Personalverantwortliche und Interessierte aus Verwaltungen, Unternehmen und Verbänden sowie Betroffene herzlich zur Jubiläumsveranstaltung am Mittwoch, 26.11.14, 14.00 - 16:30 Uhr, im Raum 103 der VHS am Münsterkirchplatz 1 in Herford ein.
Es erwartet Sie ein interessantes Programm:

     • Empfang

     • Grußworte von Monika Schwidde, Leiterin der VHS im Kreis Herford

     • Ute Hildebrandt, Personalentwicklung Weserstadt Minden:
       "Das Konzept der Stadt Minden zum fairen Verhalten am Arbeitsplatz"

     • Inge Brünger-Mylius, Geschäftsführerin SMV Sitz- & Objektmöbel GmbH, Löhne:
      "Aus der Praxis - Gestaltung einer positiven Unternehmenskultur"

     • Gelegenheit zu Austausch und Diskussion bei Kaffee und Tee

     • Dialog zwischen Arno Schrader (Arbeitsrecht) und Karin Gerland (Wirtschaftspsychologie):
       "Wehret den Anfängen - aber wie?"


Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis zum 21.11.2014 unter 05221 / 5905-32 oder online auf unserer Internetseite unter der Veranstaltungs-Nr. K4070.3A

Informationen über MaMut e. V. finden Sie hier:
MaMut e. V.


Zusätzliche Informationen zum Thema Mobbing finden Sie hier:
Artikel über Mobbing / Berliner Zeitung
Studie "Der Mobbingreport"
Studie "Mobbing und Cybermobbing"



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Das VHS-Tablet für Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer VHS
Eintrag vom: 14.11.2014

Sind Sie auch schon in mobilen Lernwelten unterwegs?

Um das Lernen an der Volkshochschule noch attraktiver zu machen und möglichst vielen Menschen einen leichten Zugang zur Nutzung neuer Technologien zu eröffnen, haben der Deutsche Volkshochschul-Verband und Microsoft ihre langjährige Zusammenarbeit im Zeichen der Bildung ausgebaut.

Auf ihre Initiative hin bietet der Hardware-Partner TrekStore nun das "VHS-Tablet" an: Lernende und Lehrende unserer Volkshochschule erhalten ein hochwertiges Windows-Tablet inklusive einer Tastatur, einer Hülle und dem Office-Paket "Office 365" zu besonders günstigen Konditionen.

Die Tablet-Aktion gilt rückwirkend für das gesamte Jahr 2014 und läuft bis zum 30. April 2015. Wenn Sie in diesem Zeitraum bereits einen Volkshochschulkurs belegt haben oder an einem Kurs teilnehmen, können Sie das kostengünstige VHS-Tablet bestellen.

Passende Kursangebote zum Microsoft-Tablet finden Sie hier.

Alle weiteren Information, Preise und die Möglichkeit ein solches Gerät zu bestellen, erhalten Sie auf http://volkshochschule.de/tablet

Hinweis: Um in den Genuss des vergünstigten VHS-Preises zu kommen, benötigen Sie einen VHS-Gutschein-Code, diesen können Sie über die Mailadresse vhstablet@vhs.bz anfordern. Bitte geben Sie in der Mail Ihren Namen, die Kursnummer und die Variante des Tablets (WiFi oder 3G), für das Sie sich interessieren, an.

 

Weitere Details:




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Deutsch lernen an Ihrer Volkshochschule
Eintrag vom: 13.11.2014

Spanisch, Rumänisch, Arabisch, Türkisch … morgens ertönen die verschiedensten Sprachen in den Fluren des VHS-Gebäudes. Menschen aus unterschiedlichsten Ländern laufen durch die Gänge des Gebäudes. Doch wenn die Menschen um 9 Uhr in den Unterrichtsräumen sind und die Lehrkraft die Tür geschlossen hat, erklingt nur noch eine Sprache: Deutsch. Deswegen sind die Menschen an der VHS - um Deutsch zu lernen. Seit Einführung des Zuwanderungsgesetzes zu Beginn des Jahres 2005 hat die VHS rund 35 Integrationskurse in intensiver Form durchgeführt. Wenn Sie einen kleinen Einblick in solche Kurse gewinnen möchten, schauen Sie sich doch unseren kleinen Film an. Und wenn wir Ihr Interesse geweckt haben oder wenn Sie jemanden kennen, der Deutsch lernen möchte, kommen Sie zu Ihrer VHS. Am 26. November startet ein neuer Kurs (Kursnummer K31403A). Bitte lassen Sie sich vorher von der Fachbereichsleiterin Andrea Dohmann beraten.

Film: https://www.youtube.com/watch?v=23L5zFkz_4Y



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Keywords: Deutsch Integration

Capella und Capella Scan - Noten digitalisieren und setzen
Eintrag vom: 11.11.2014

Haben Sie alte Notenschätze, die Sie gerne digitalisiert hätten? Möchten Sie gerne lernen, wie Sie mit Capella 7 und Capella Scan 8 Musikstücke schreiben können? Stehen Sie vor der Herausforderung, Übungs-CDs mit Capella playAlong für Ihren Chor zu erstellen? Suche Sie nach einer Möglichkeit, Ihre musikalischen Ideen zu Papier zu bringen? In diesem Kurs lernen Sie anhand Ihrer mitgebrachten Musikstücke, wie Sie Capella richtig nutzen. Im Laufe des Kurses lernen Sie die Möglichkeiten praktisch kennen. Sie können gerne Ihr eige-nes Notebook mit installiertem Capella mit zum Kurs bringen. Bitte geben Sie dies bei Ihrer Anmeldung an.
Anmeldung bitte möglichst bis zum 08.12.2014 unter 05221 - 5905-23



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Der Sternenhimmel und seine unendlichen Weiten
Eintrag vom: 10.11.2014

Foto: Moritz Winde +++

Herfords bekanntester "Sternengucker" Bernhard Brauner, im wirklichen Leben Studiendirektor für Physik und Musik am Friedrichs-Gymnasium, bietet wieder Fernrohrbeobachtungen und Sternführungen in der Sternwarte seiner Schule. Start des Angebotes im Rahmen der Volkshochschule ist am kommenden Dienstag, 11.
November, von 19.00 bis 20.30 Uhr. Die Führungen gehen über fünf Abende bis zum 9. Dezember. Anmeldung über die Geschäftsstelle der VHS. Bei klarem
Wetter wird beobachtet, bei bedecktem Himmel finden Vorträge über die Entstehung und den Aufbau des Universums statt. Anhand von Hilfsmitteln wie drehbaren Sternkarten und Monatssternkarten soll jeder Teilnehmer in die Lage versetzt werden, sich selbst am Heimat- und auch am Urlaubshimmel zurechtzufinden. Es wird erprobt, welche Himmelsobjekte mit dem bloßen Auge, einem Feldstecher und einem Fernrohr erreichbar sind und wie man sie findet. Es folgen Beobachtungen am großen Spiegelteleskop der Sternwarte. Beobachtungsobjekte sollen der Jupiter mit seinen Wolkenbändern, Uranus, Neptun, Pluto, der Andromedarnebel und der Orion-Nebel sein. Bernhard
Brauner: "Wir werden auch Spaziergänge auf dem Mond mit seinen Kratern, Gebirgen und Apollo-Landestellen machen."


Herforder Kreisblatt, 07.11.2014



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Datensicherheit im Internet: 100% gibt es nicht – aber jede Hürde gegen den Datenklau zählt
Eintrag vom: 03.11.2014

Die "2-Faktor-Authentifizierung" ist ein bewährtes Mittel, um bei eigenen Online-Konten ein erhöhtes Maß an Sicherheit zu schaffen.

Das Internet wirkt sich zunehmend auf die unterschiedlichsten Bereiche unseres Lebens aus. Im Netz werden Waren gekauft und verkauft, es wird kommuniziert, Fotos wandern ins Netz; es gibt fast keinen Bereich mehr, in dem das "Netz" nicht präsent ist. Es tummeln sich große und kleine Firmen, die in rasantem Tempo neue Tools, Funktionen, Webseiten o. ä. zur Verfügung stellen. All diese Dienste sind in ihrer Nutzung nicht beschränkt auf den Zugriff von "Zuhause". In der Tat könnte jede/r von überall, selbst per Smartphone, auf die privaten Daten zugreifen - vorausgesetzt natürlich sie oder er verfügt über die entsprechenden Zugangsdaten.

Es gibt diverse Sicherheitsmethoden, die die Netz-Aktivitäten stärker absichern sollen. Die gängigste Methode ist das Setzen eines individuellen und sicheren Passworts, das den Nutzer bei der Anmeldung zu einem Internetdienst verifiziert (Wichtige Infos zu guten Passwörtern auf der Seite vom "Bundesamt für Sicherheit": www.bsi-fuer-buerger.de/Passwoerter). Doch gibt es weitere Methoden, die nicht zuletzt auch die Passworteingabe noch tiefer absichern, womit wir bei der "2-Faktor-Authentifizierung" wären. Sie dient dem einwandfreien Identitätsnachweis eines Nutzers durch die Kombination zweier Komponenten. Laut Definition kann das etwas sein, das ein Nutzer weiß, besitzt oder welches untrennbar zu ihm gehört. Große Anbieter, wie z. B. Google, Facebook oder Dropbox, bieten ihren Nutzern die "2-Faktor-Authentifizierung" schon an, doch auch "LastPass", ein online Safe für Passwörter, nutzt die Authentifizierung um die Nutzer-Daten vor fremden Zugriff zu schützen.

Und so funktioniert es: Nach der Einrichtung und Aktivierung des Dienstes beim gewählten Anbieter (z. B. Dropbox), kann der Zugriff auf die persönlichen Daten nach erfolgreichem Login über Nutzername und Passwort erst erfolgen, wenn ein weiterer Sicherheitscode eingegeben wurde. Dieser wird dem Nutzer z. B. per SMS auf das eigene Smartphone gesendet. Damit greift dann die Authentifizierung über einen weiteren zweiten Weg. Ein potenzieller Angreifer, der sich Nutzernamen und Passwort zu eigen gemacht hat, ist dann nicht mehr in der Lage auf die Daten zuzugreifen, da ihm der zusätzliche Code fehlt.
Eine weitere Möglichkeit den zweiten Authentifizierungsweg zu gewährleisten, liefert die App "Google Authenticator", die es für Android-, BlackBerry- oder Apple-Systeme kostenlos in den jeweiligen AppStores gibt. Dem Nutzer wird dann keine SMS gesendet, sondern er bekommt über den "Google Authenticator" auf seinem Smartphone eine Zahlenkombination (Token) vorgegeben, die dann, wie bei der SMS auch, auf der entsprechenden Login-Seite eingegeben werden muss. Diese Zahlenkombination wechselt alle 30 Sekunden und erschwert einen potenziellen Angriff damit deutlich.

Im VHS-Wissensbissen, Folge 33 wird in einem Video gezeigt, wie die "2-Faktor-Authentifizierung" für die "Dropbox" aktiviert wird (http://vhs.bz/wb33).

Im Internet unterwegs zu sein, heißt zu wissen, eine 100%ige Sicherheit der eigenen Daten gibt es nicht. Machen Sie sich aber bewusst, dass für den Schutz der persönlichen Daten jede Hürde für potenzielle Datendiebe zählt!

Der Artikel wurde von Mark Stocksmeyer für das Stadtmagazin City LIve geschrieben.




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Methusalems Mütter - Die Menschen werden immer älter und das ist eine gute Nachricht.
Eintrag vom: 29.10.2014



Veranstalterinnen, von links: Secim Demirel (Frauenvorstand der türkisch-islamischen Gemeinde Herford), Maryam Naggar (Integrationsagentur DRK-Herford Stadt), Heidrun Diekmann (Vorsitzende der KreisLandfrauen), Dr. Antje Schrupp (Politikwissenschaftlerin), Helga Lütkefend (Volkshochschule im Kreis Herford), Ella Kraft (Gleichstellungsstelle Kreis Herford).


"Methusalems Mütter" - Die Menschen werden immer älter und das ist eine gute Nachricht.
Diese Meinung vertrat die Referentin Dr. Antje Schrupp im Rahmen ihres Vortrages"Methusalems Mütter", den sie beim "Herbstabend" der KreisLandfrauen am Mittwochabend (23.10.) im Kreishaus hielt. Sie betrachtete die häufig beschworenen depressiven Szenarien des demografischen Wandels und machte den Zuhörerinnen Mut, sich dem Alter einmal aus einer anderen Perspektive zu nähern und lieferte dazu ihre eigenen Forschungsergebnisse. Ihr Fazit: Menschen haben eine immer höhere Lebenserwartung bei guter Lebensqualität. Alt sein werde zur Normalität und Alter an sich sei nicht defizitär. Deshalb müsse sich unser Bild von alten Menschen verändern. Sie vertrat die Ansicht, dass wir dem Altern nicht ausgeliefert seien und dass wir bei der Frage nach unserem Alter überlegen könnten, ob nach unserem kalendarischen Alter, dem biologischen, dem psychologischen, dem sozialen oder dem funktionalen Alter gefragt wurde.
Dr. Schrupp warb für Freundschaften und Beziehungen zwischen den Generationen. Es sei wichtig, sich in der Andersartigkeit zu schätzen und die Unterschiede in der biografischen Lebenserfahrung als Bereicherung anzunehmen.
Diese Sichtweise kam bei den zahlreichen Zuhörerinnen gut an und führte dazu, dass bei mitgebrachten Häppchen und Tee noch angeregt diskutiert wurde.
Veranstaltet wurde der Abend von den KreisLandfrauen in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle des Kreises Herford, der Volkshochschule im Kreis Herford, der Integrationsagentur DRK-Stadt Herford und Frauen des Frauenvorstands der türkisch-muslimischen Gemeinde Herford.




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VHS-Dozenten veröffentlichen Buch über den Doberg
Eintrag vom: 28.10.2014

Rainer Ebel (l.) und Michael Kaiser vom Förderverein für das Dobergmuseum sind Herausgeber des Buches "Der Doberg bei Bünde". Ihr Anliegen ist es, auch die Fundstelle der vielen Fossilien wieder ins Gedächtnis der Leute zu rufen. FOTO: AMINA VIETH

Premiere eines Doberg-Buches
Bünder haben erstmals ein umfassendes Werk über das Geotop und seine Historie zusammengestellt

Bünde. Der Doberg bei Bünde ist ein einzigartiges Geotop, ein Zeuge von zehn Millionen Jahren Zeitgeschichte. Denn dort wogte einst die Ur-Nordsee und beherbergte zahlreiche Tiere und Organismen, die heute nur noch als Fossilien erforscht werden können. Die Funde aus dem Doberg haben Rainer Ebel und Michael Kaiser vom Doberg-Förderverein in einem Buch zusammengetragen. Zum ersten Mal gibt es einen Überblick über die Historie des Dobergs und die 200-jährige wissenschaftliche Erforschung der Fundstelle mit Bildern und Texten.

Seit 1999 gibt es die Doberg-Ausstellung im Bünder Museum. Der Doberg ist bereits in die Geotopliste aufgenommen worden. "Es handelt sich hierbei um die einzige Stelle in Europa, an der die gesamte erdgeschichtliche Epoche des Oligozäns, das vor 33,7 Millionen Jahren begann und vor 23,8 Millionen Jahren endete, zugänglich ist", erklärt Hobby-Geologe Rainer Ebel, Vorsitzender des Fördervereins für das Dobergmuseum.

Die bedeutenden Fossilien kamen durch den Mergelabbau, der seit 1734 dort betrieben wurde, zum Vorschein. Doch ihren historischen und wissenschaftlichen Wert habe man erst um 1820 erkannt. Rund 200 Jahre wurde der Doberg wissenschaftlich erforscht, etwa 500 marine Tierarten kamen dort zum Vorschein. Rund 400 Exponate aus dem Doberg sind im Bünder Museum zu sehen.

"Zahlreiche Fundstücke sind in ganz Deutschland verteilt, wie in Göttingen oder Berlin ", sagt Michael Kaiser, Vorstandsmitglied des Fördervereins. Als Kind habe er bereits im Doberg nach Fossilien gesucht, so sei das Interesse für die Historie des Areals geweckt worden.

Deswegen ist es für den Hobby-Geologen auch ein großes Anliegen gewesen, alles rund um den Doberg mit Bildern und Texten zusammenzutragen und zu veröffentlichen. "Das hat es bisher nicht gegeben. Nur vereinzelt zu den Fundstücken etwas, aber nichts Umfassendes", so Kaiser. In Rainer Ebel hatte er schnell einen Mitstreiter gefunden. Gemeinsam durchsuchten sie Archive, Universitätsbibliotheken und nahmen Kontakt zu Experten und Autoren auf, die die Texte verfassten. "Das hätten wir alleine nicht leisten können", so Kaiser, der die Bildertafeln für das Buch zusammenstellte.

Zwei Jahre habe er daran gearbeitet. Insgesamt sind 313 Abbildungen von Funden aus dem Doberg in dem Buch. Die Texte seien alle auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Eigene Kapitel gibt es zum Beispiel zu der Seekuh und dem Zahnwal, die zu den bedeutendsten Funden im Doberg zählen, sowie Schildkröten, die in der Ur-Nordsee lebten. "Es ist keine trockene Literatur, sondern populär-wissenschaftlich geschrieben. Also nicht nur etwas für Experten", sagt Ebel.

Denn die Herausgeber möchten mit Buch möglichst vielen Menschen den Doberg zugänglich machen. "Es soll eine Brücke schlagen zwischen dem Fundort und der Ausstellung. Denn oft wird vergessen, wo all die Fossilien eigentlich herkommen", sagt Kaiser. Deswegen habe er einen Teil des Buches auch der Historie des Dobergs gewidmet, von der Zeit der Ur-Nordsee an über die Entwicklung der Gesteine, den Mergelabbau, der den Doberg sozusagen erst entstehen ließ, bis heute.

Museumsleiter Michael Strauss freut sich, dass es nun endlich eine umfassende, moderne Zusammenstellung mit Bildern und Texten zum Doberg gibt. "Es ist eine tolle Ergänzung zu unserer Ausstellung. Für das Museum ist es ein Glücksfall, so engagierte und kompetente Leute zu haben", sagt Strauss. Im Museum sollen Lese-Exemplare ausliegen, die für den Ausstellungsbesuch genutzt werden können.

Michael Kaiser und Rainer Ebel sind stolz, dass das Werk nun fertig ist und sie freuen sich bereits auf die Buchvorstellung im Museum (? s. Infokasten). "Es ist eine Publikation, die es so noch nicht gegeben hat. Es ist die größte Leistung unserer bisherigen ehrenamtlichen Tätigkeit", betonen Kaiser und Ebel.

© 2014 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Dienstag 28. Oktober 2014, von Amina Vieth



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Der Mutter-Tochter-Konflikt - Vortrag von Mathias Jung in Bünde
Eintrag vom: 24.10.2014



Es ist wieder soweit! Der erfolgreiche Autor und Lebensberater Dr. phil. Mathias Jung kommt auf Einladung der VHS nun schon zum 14. Mal nach Bünde. In seinem Vortrag am Donnerstag, den 30. Oktober, um 20.00 Uhr im Universum beschäftigt sich der renommierte Therapeut mit dem Mutter-Tochter-Konflikt. Anhand des Märchens von Schneewittchen wird Mathias Jung - anschaulich und mitreißend wie immer - die typischen Probleme dieses Konflikts nicht nur beschreiben, sondern auch Lösungen für die "töchterliche und mütterliche Befreiung" aufzeigen. Auch dieses Mal wird es an intelligenten, lebensklugen, ermutigenden und humorvollen Anregungen des gelernten Psychologen und Philosophen nicht fehlen. Sie dürfen gespannt sein auf einen außergewöhnlichen Abend mit einem außergewöhnlichen Mann ...



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Sie wollen studieren? Wir bereiten Sie darauf vor! Vorstudium OWL
Eintrag vom: 07.10.2014

In Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld bieten wir das Vorstudium OWL an, unterstützt durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Herford. Das Vorstudium OWL versteht sich als ein Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit mit Blick auf den Studienerfolg. Der Zugang zur Hochschule wurde deutlich gelockert, aber nicht alle, die ein Studium aufnehmen wollen, verfügen über die notwendigen Basiskompetenzen. Wer diese also auffrischen möchte, z. B. wenn jemand ohne Abitur etwa nach der Meisterprüfung oder mehrjähriger Berufstätigkeit noch ein Studium anschließen will, findet hier ein entsprechendes Angebot, das berufsbegleitend angelegt ist: http://vorstudium-owl.de/

Demnächst startet: http://vhs.bz/p80rf




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VHS-Vortrag mit Hannelore Kröger - Rätsel in Staub und Sand
Eintrag vom: 06.10.2014

Foto: Privat

Die Spenger Archäologin Hannelore Kröger leitet eine Ausgrabung in Jordanien

Spenge (nw). Eine Hügelkuppe im Westen Jordaniens: Die Landschaft ist unwirtlich - nur Stein, Staub und Gluthitze. Hier, unter der sengenden Sonne Vorderasiens, sucht ein internationales Team aus Wissenschaftlern und freiwilligen Helfern Sommer für Sommer nach Spuren der biblischen Stadt Pnuel. Seit fünf Jahren leitet die Spenger Archäologin Hannelore Kröger die Grabungen ehrenamtlich. Nach ihrer Rückkehr aus dem Jabbocktal spricht sie jetzt über das Leben im Camp. Dabei verrät sie auch, wie Teesäcke bei 50 Grad im Schatten für Abkühlung sorgen können - und warum ein paar kleine Stufen womöglich ein großes Rätsel gelöst haben.

Die biblische Stadt Pnuel ist ein sagenumwobener Ort: "Hier soll Jakob gegen Gott gekämpft haben", sagt Kröger. In der Bibel sei die Stätte beschrieben: Eine Furt durch den Fluss Jabbock soll es dort geben. Und der Fluss soll sich an jener Stelle durch Zwillingshügel mit dem Namen Tululadh-Dhahab schlängeln. Der kleine Berg, auf dem das Team um Projektleiter Thomas Pola (TU Dortmund) jetzt gräbt, könnte Teil jener Zwillingshügel sein. "Die geografischen Angaben aus der Bibel könnten mit denen aus der Grabungsstelle übereinstimmen", meint Kröger, die bis zum Frühjahr als Archäologin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe im aktiven Dienst war.

Im August ist die 60-Jährige wieder für fünf Wochen Richtung Jordanien gestartet. Erstmals mit dabei: ihr Mann Werner Best - ebenfalls Archäologe und Vorsitzender des Spenger Werburg-Vereins. Eigentlich habe sich das 17-köpfige Team vorgenommen, weiter nach Spuren aus der Eisenzeit II (10./9. Jahrhundert v. Chr.) zu suchen - also aus jener Zeit, in die sich Jakobs biblischer Kampf mit Gott datieren lässt. "Aber die Archäologie sorgt immer wieder für Überraschungen."

Denn das Grabungsteam landete nicht in der Eisenzeit, sondern im Hellenismus (2./1. Jahrhundert v. Chr.): Unter einem Schutthaufen hätten sie einen großen Raum aus jener Epoche entdeckt, berichtet Kröger. Das Spektakuläre daran: einige verputzte Stufen, die an einer Mauer in die Tiefe führen.

Die Spengerin erklärt: Durch frühere Funde sei schon lange klar, dass nicht nur in der Eisenzeit, sondern auch im Hellenismus Menschen auf dem Hügel gesiedelt hätten. "Aber die große Frage war, wo sie ihr Wasser herbekommen haben." Schließlich hätten sie nicht immer erst ins Tal hinabsteigen können, um an das kühle Nass zu kommen - schon gar nicht in Kriegs- und Belagerungszeiten. Jetzt jedoch könnte das Rätsel gelöst sein: "Wir glauben, dass wir in dem Raum den Eingang zu einer Zisterne - also einem großen Wasserreservoir - entdeckt haben." Diese Vermutung lege eine ähnliche bauliche Konstruktion nahe, die Archäologen vor Jahren in der Nähe entdeckt hätten. Der Fund dort habe sich als Zisternen-Eingang entpuppt.

Der Tag des Grabungsteams beginnt schon früh morgens um Vier. Bevor die Sonne am Himmel stehe, müssten sie auf dem Hügel sein, sagt Kröger. Denn die Tage im Jordangraben sind glühend heiß: "Wir hatten dieses Jahr 50 Grad im Schatten." Dazu komme oft eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 70 Prozent. Wie sie solche Temperaturen aushalte? Die Spengerin lacht und erklärt pragmatisch: "Da muss man hart sein."

Und viel trinken. Jeder im Team müsse täglich drei 1,5-Liter-Flaschen Wasser mit auf den Berg nehmen. Was nicht ausgetrunken werde, komme abends in die Tiefkühltruhe. Danach erweist das frostig-frische Nass den Team-Mitgliedern wieder nützliche Dienste - wenngleich auf ungewöhnliche Weise. "Wir tränken dann Geschirrhandtücher mit dem Eiswasser und binden sie uns um den Hals." Bei der Arbeit auf dem Hügel sorgen auch Teesäcke für eine gewisse Abkühlung. Oder besser: für Schatten. "Unser Grabungszelt ist aus Teesäcken zusammengenäht."

Auf eine erfrischend-kühle Dusche nach dem Tag in der Gluthitze darf das Grabungsteam nicht hoffen. "Wir haben keine Wasserleitungen im Camp." Das Wasser werde darum mit einem Tankwagen angeliefert. Die Schläuche allerdings verliefen über das Hausdach - daher sei das Wasser kochend-heiß, wenn man es abzapfe. Auch nachts sei es selten kühler als 38 Grad. Eine Klimaanlage gebe es im Camp nicht.

"Wer kann, schläft darum auf dem Dach." Oder auf dem Fußboden in der großen Halle. Aus "Sicherheitsgründen" werde das Team abends eingeschlossen.Vom Nachtleben in Jordanien verpassen die Grabungsmitglieder aber ohnehin nichtviel: Der nahe gelegene Ort Dayr Alla sei ein Straßendorf. Cafés oder Restaurants gebe es dort nicht.

Verpflegt wird das Team darum von der Frau des Hausmeisters. "Meistens gibt es Huhn mit Reis, Reis mit Huhn oder Huhn mit Reis", berichtet die Spengerin und lacht. Seit vergangenem Jahr kämen aber auch mal Kartoffeln auf den Tisch.

Das Leben im Camp sei eine Herausforderung. Die klimatischen Bedingungen seien hart, sagt Kröger. Und das Team sei wochenlang Tag und Nacht zusammen, arbeite, lebe und schlafe auf engstem Raum. Für Kröger dennoch eine unbezahlbare Erfahrung: "Denn man hält total zusammen."

© 2014 Neue Westfälische, 10 - Enger-Spenge, Freitag 03. Oktober 2014, VON MAREIKE PATOCK



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VHS-Dozenten informieren: Erdgeschichte wird im Doberg erfahrbar
Eintrag vom: 01.10.2014

Leidenschaftliche Hobby-Geologen: Michael Kaiser, zweiter Vorsitzender des Fördervereins für das Dobergmuseum, und Rainer Ebel, erster Vorsitzender, stehen vor dem Doberg. Die Meeresablagerungen der Ur-Nordsee sind noch deutlich in den Steinwänden zu erkennen. Foto: Vieth


Der erste "Tag des Geotops" in Bünde mit Führungen durch den Doberg

Bünde. "Alle kennen das Dobergmuseum, aber kaum einer kennt den Doberg selbst", sagt Rainer Ebel, Vorsitzender des Fördervereins für das Dobergmuseum. Um den Doberg als bedeutendes Stück Erdgeschichte wieder mehr ins Zentrum zu rücken und die Verbindung zwischen Museum und Fundort zu verdeutlichen, beteiligt sich der Förderverein zum ersten Mal am bundesweiten Tag des Geotops am Sonntag, 22. September. Führungen durch das Gelände und Informationen zu den zehn Millionen Jahren Erdgeschichte sollen den Besuchern den Doberg näherbringen.

Rainer Ebel und Michael Kaiser sind seit mehr als 30 Jahren Hobby-Geologen. "In den 70er-Jahren, als hier noch Fossilien gesammelt werden durften, entdeckte ich die Liebe zum Doberg", sagt Kaiser. Der Doberg ist Zeuge von rund zehn Millionen Jahren Erdgeschichte. In dem Gestein ist der Zeitabschnitt von 33 bis 23 Millionen Jahren vor heute dokumentiert. "Das ist ein besonderer Zeitabschnitt der Urzeit, die Zeit des Oligozäns", erklärt Kaiser. "Damals wogte hier die Ur-Nordsee, wenige Kilometer südlich von Bünde war die Küste", so Kaiser.

Das Gestein des Dobergs besteht aus Meeresablagerungen aus der Oligozänzeit. Von welch großer geologischer Bedeutung dieses Gebiet ist, zeigte sich erst durch den Mergelabbau. Die erste Dokumentation des Mergelabbaus stammt aus dem Jahr 1743. Mergel wurde damals zum Düngen der Felder genutzt.

Durch den Abbau kamen zahlreiche Fossilien zum Vorschein - insgesamt rund 500 Tierarten. "Es ist ein Meilenstein der Geologie, der auch international Aufmerksamkeit erhielt", sagt Kaiser. Zwei der bedeutendsten Entdeckungen sind die versteinerte Seekuh und der Schädel eines Zahnwals, beides ist im Dobergmuseum ausgestellt. Auch riesige Haie und Lederschildkröten habe es dort gegeben.

Am häufigsten seien Seeigel gefunden worden. Durch sie lassen sich die verschiedenen Zeitabschnitte bestimmen, da verschiedene Arten Seeigel in den einzelnen Schichten der Meeresablagerungen zu finden sind. "Es ist einzigartig in Europa, dass an einer Stelle zehn Millionen Jahre Erdgeschichte dokumentiert sind, mit vielfältiger Meeresfauna", erklärt Rainer Ebel. Insgesamt seien im Doberg 140 Meter Meeresablagerungen, davon zugänglich 70 Meter aus der Oberoligozänzeit, die auf engstem Raum eine fast vollständige Schichtenfolge aufweisen und 1971 zum Typusprofil dieser Zeit ernannt worden sind. 1984 wurde der Doberg in das Geotop-Kataster aufgenommen und 1989 in die Liste paläontologischer Bodendenkmäler. Zudem ist das Geotop Doberg seit 1984 Naturschutzgebiet. Beim Tag des Geotops erfahren die Besucher vor Ort, wie bedeutend das Gelände ist. "Unser Blick geht tief in die Erdgeschichte", so Ebel und Kaiser.

© 2014 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Donnerstag 18. September 2014, von Amina Vieth


Hier kommen Sie zur NW-Fotostrecke: http://bilder.nw-news.de/buende/tag_des_geotops_am_doberg/1313556.html



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Vielfalt der Kulturen als Chance
Eintrag vom: 22.09.2014

Sie zeichnen für das umfangreiche Programm zur interkulturellen
Woche verantwortlich: (von links) Regina Hibbeln, Ismehan Parlak,
Martina Nickles, Maryam Naggar, Anette Kuhn, Kreisdezernent Norbert
Burmann, Natasa Stancic, Mirjam Bibi, Stamatios Mavroudis, Marlis
Horstmann, Pfarrer Dr. Olaf Reinmuth, Secim Demirel, Ulrike Koebke
und Ulla Kraft. Foto: Bärbel Hillebrenner


Veranstaltungsreihe mit vielen Begegnungen und einem bunten Programm
"Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern" - so lautet in diesem Jahr das Motto der Interkulturellen Woche mit zahlreichen Veranstaltungen im Kreis Herford. Start ist am Freitag mit einem Familienfest im Kreishaus.

Seit fünf Jahren wird die Begegnungswoche der Kulturen im Kreis angeboten. "Das Motto in diesem Jahr macht deutlich, was Integration bedeutet", sagte Kreisdezernent Norbert Burmann gestern bei der Vorstellung des umfangreichen Programms. Gemeinsamkeiten erkennen und nutzen gehöre ebenso dazu wie die Unterschiede der Kulturen zu akzeptieren und sie als Chance zu begreifen. Burmann: "Unterschiedliche Herkunft muss nicht trennend sein, sondern verbindend und bereichernd."

Widunetz, das Netzwerk für Integration und Vielfalt im Kreis Herford, ist Veranstalter der Interkulturellen Woche vom 19. September bis 6. Oktober. In dem Netzwerk sind der Kreis Herford, die Städte und Gemeinden, Träger der freien Wohlfahrtspflege sowie weitere Partner, die sich mit Integration befassen. Sie haben folgendes Programm zusammengestellt: Freitag, 19. September:17 bis 19.30 Uhr, Familienfest als Auftaktveranstaltung im Herforder Kreishaus mit einem Vortrag von Politikerin und Autorin Dr. Lale Akgün über Frauen mit Zuwanderungsgeschichte; Podiumsdiskussion mit jenen Frauen sowie Musik- und Tanzdarbietungen und einer Kinderbetreuung. Samstag, 20. September:14 bis 17 Uhr, ab Münsterkirchplatz, Geschichtsführung mit dem Fahrrad für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte. Montag, 22. September:19 Uhr, Gymnasium am Markt in Bünde, interkultureller Abend des Integrationsrates der Stadt Bünde mit Programm aus Musik und Comedy. Dienstag, 23. September:17.30 Uhr, Filmvorführung in der Werretalhalle in Löhne: "Auf dem Weg zur Schule".

Mädchen- und Frauen-Wellness- und Schwimmabend im Freizeitbad H2O, 18 bis 22 Uhr. Schwimmbad und Sauna werden ausschließlich für Frauen geöffnet und von Frauen betreut; Aquakurse und Zumba-Präsentation.

"Paris um jeden Preis", Filmvorführung um 20 Uhr im Zentral-Theater in Spenge. Mittwoch, 24. September: interkulturelles Frauenfrühstück der türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde, Bielefelder Straße/Ecke Westring, von 10 bis 12 Uhr.

Interkulturelle Begegnung im Pflegezentrum der Diakoniestiftung von 9.30 bis 12 Uhr; besucht werden das Heinrich-Windhorst-Haus und das Haus Elisabeth. Freitag, 26. September:"Von Wurzeln und Würzen in einer globalen Welt der Vielfalt", Mitmachaktion auf dem Linnenbauerplatz von 11.30 bis 13.30 Uhr; ein sinnliches Event mit Gewürzen aller Art aus verschiedenen Kulturen. Samstag, 27. September:Fest der Kulturen ab 19 Uhr im Gemeindehaus Ottelau mit Musik- und Tanzgruppen unterschiedlicher Länder und einem interkulturellen Buffet.

Interkulturelles Frauenfrühstück unter dem Motto "Frauen und Männer sind gleichberechtigt" von 9.30 bis 12 Uhr im Kirchenkreis Herford, Hansastraße 60. Thematisch wird Frieda Nadig, eine der Mütter des Grundgesetzes, im Focus stehen. Freitag, 3. Oktober:Tag der offenen Moscheen im Kreis Herford; insbesondere die arabische Moschee an der Ahmser Straße in Herford wird sich den Besuchern öffnen. Freitag, 6. Oktober:Fortbildung für Mitarbeiter von Qualifizierungsträgern, Thema: Sprachsensibilisierung im Fachunterricht. Zwei Ausstellungenwerden die Interkulturelle Woche begleiten: Bis zum 29. September in der Löhner Werretalhalle geht es um Fotos vom Ankommen, Wohnen und Leben von Gastarbeitern in den sechsziger Jahren. Bis zum 26. September geht es um "50 Jahre Migration aus der Türkei" in einer Ausstellung im Kreishaus. www.widunetz.de

Von BärbelHillebrenner, HK Herford, 18.09.2014




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Mathias Polster beleuchtet Nachruhm Otto Weddigens
Eintrag vom: 22.09.2014

Foto:Mathias Polster

Otto Weddigen schrieb Militärgeschichte
Vor 100 Jahren drei englische Panzerkreuzer versenkt - Mathias Polster spricht über den U-Boot-Kommandanten aus Herford

 Kaum hatte Otto Weddigen drei englische Panzerkreuzer versenkt, wurde er zum Herforder Ehrenbürger. Mit dem Wirken des U-Boot-Kommandanten, der zu einem der deutschen Helden des Ersten Weltkriegs glorifiziert wurde, beschäftigt sich Mathias Polster in einem Vortrag.

Am 22. September jährt sich die spektakuläre Versenkung der englischen Kriegsschiffe zum 100. Mal. Stadtführer Mathias Polster nimmt dieses Datum zum Anlass, Otto Weddigen und seinen Nachruhm näher zu beleuchten. Sein Vortrag in der Aula der VHS am 23. September beginnt um 19 Uhr. Weil das Interesse sehr groß ist, bietet Polster einen weiteren Termin am 24. Oktober an.

Dass Otto Weddigen nicht nur aus lokalpatriotischer Sicht eine wichtige Person der jüngeren Militärgeschichte war, zeigt auch die große Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Deutschen Historischen Museum Berlin. Über die Euphorie nach Weddigens Militärschlag vom 22. September 1914 heißt es im Katalog: "Plötzlich war das U-Boot eine ernst zu nehmende Waffe, die geeignet erschien, der britischen Überlegenheit auf allen Ozeanen aus der Tiefe heraus entgegenzutreten." Dass Otto Weddigen in ganz kurzer Zeit zum Helden avancierte, hat, so das Museum, auch mit der neuen Technik zu tun: "Ähnlich wie die Fliegerei konnte auch die junge U-Boot-Waffe der Propaganda dekorative Helden stellen, was sonst angesichts von Massenheeren, Materialschlachten und Stellungskrieg schwierig war."

Otto Weddigen war demnach der richtige Mann zur richtigen Stunde am richtigen Ort. Für Mathias Polster geht es darum, sich dem U-Boot-Kommandanten möglichst wertneutral zu nähern. Er wolle ihn weder als Helden verehren noch als Kriegsverbrecher verdammen. Der Referent betrachtet Lebenslauf, Karriere und Nachruhm, wobei er sein Fazit auf die Formel bringt: "Er war ein erfolgreicher Soldat, der seine Aufgaben besser gemacht hat als andere."

Geboren wurde Otto Weddigen am 15. Oktober 1882 in Herford. Er war der Sohn einer Fabrikantenfamilie, hatte allerdings nicht vor, Kaufmann zu werden. Zwei Klassen musste er als Schüler am Friedrichs-Gymnasium wiederholen. "Seine Fähigkeiten lagen eindeutig im sportlichen und technischen Bereich", betont Mathias Polster. Weil man bei der Marine auch als Bürgerlicher Karriere machen konnte, trat er als Offiziersanwärter in die Kaiserliche Marin ein. 1908 kam der Herforder zu der im Aufbau befindlichen U-Boot-Waffe, zwei Jahre später erhielt er sein erstes Kommando.

Wenige Tage nach Kriegsausbruch lief der Kapitänleutnant des Bootes U9 mit neun weiteren Unterseebooten von Helgoland zum ersten Einsatz aus. Mathias Polster über das Ergebnis: "Es war die erste Kriegshandlung durch deutsche U-Boote überhaupt - und sie misslang." Dann kam der 22. September 1914, als sich das Blatt wendete. Bei einer Aufklärungsfahrt wurden 50 Kilometer nördlich von Hoek van Holland drei englische Panzerkreuzer gesichtet. In nur 75 Minuten sei es Weddigen und seiner Mannschaft gelungen, die Kriegsschiffe nacheinander zu versenken, erklärt der Referent. Etwa 1500 Menschen seien ums Leben gekommen. Als das U-Boot zurück in Wilhelmshaven war, wurden Weddigen und seine Leute triumphal empfangen.

Zahlreiche Ehrungen waren die Folge. Als U9 am 15. Oktober 1914 den britischen Kreuzer Hawke versenkte, erhielt der Kapitän den höchsten preußischen Tapferkeitsorden, den "Pour le mérite". Und Weddigen bekam das Kommando über U29, ein größeres U-Boot - mit dem er mehrere Handelsdampfer versenkte. Zum großen Ruhm des Kommandanten in England hat die Tatsache beigetragen, dass er die Zivilbesatzung vorher warnte. Und wenn die Rettungsboote nicht ausgereicht hätten, so Polster, habe Weddigen englischen Berichten zufolge von sich aus die Übriggebliebenen an Land gebracht.

Das Ende kam am 19. März 1915. Nach einem Fehlschuss wird auf dem Schlachtschiff HMS Dreadnought das Periskop des U-Bootes gesichtet. Es gelang Otto Weddigen nicht mehr, rechtzeitig abzutauchen, und das U-Boot wurde gerammt: Der Kapitän und seine Mannschaft kamen ums Leben.

Der Tod des jungen Soldaten trug zur weiteren Heroisierung bei, die in der Nazizeit neue Blüten trieb. Weddigen selbst hat den ganzen Trubel zu Lebzeiten offenbar skeptisch gesehen. "Er war der Meinung, dass es zu viel war", hat Referent Polster bei seinen Recherchen herausgefunden. Aus ganz Deutschland erhielt der Held Post nach Herford. An seine Familie schrieb er, er könne nicht nach Hause kommen, weil er nicht in der Lage sei, die Post zu beantworten.

In Herford wurde sein Andenken nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise kritisch gesehen. So musste das nach ihm benannte Weddigen-Ufer für eine kurze Zeit als Werreufer geführt werden. Andererseits ist Otto Weddigen bis heute Ehrenbürger der Stadt. Am 9. Oktober 1914 hatte der Rat beschlossen, dem Sohn der Stadt das Ehrenbürgerrecht zu verleihen - gerade einmal zweieinhalb Wochen nach seinem spektakulären militärischen Erfolg.

HK Herford, von HartmutHorstmann, 20. September 2014




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Antipasti di Italiano
Eintrag vom: 17.09.2014



Duftende und köstliche Kleinigkeiten aus der Mittelmeerküche erwecken Erinnerungen an schöne Urlaubsabende oder machen Lust auf die nächste Reise nach Italien. Mit einfachen Zutaten wie Knoblauch, Oliven, Gemüse, Öl und Balsamico lernen Sie an diesem Abend, wie Sie Ihre Familie und Gäste begeistern können. So ganz nebenbei erwerben Sie dabei auch Kenntnisse der italienischen Sprache. Die Veranstaltung wird am Donnerstagabend, den 25. September angeboten. Sie findet in Zusammenarbeit mit Barrique, dem Geschäft für mediterrane Spezialitäten in Herford, statt. Buon appetito!

Bild: amilo / pixelio.de



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Unser Imagefilm
Eintrag vom: 12.09.2014

Die Vielfalt unserer Arbeit abzubilden hätte Spielfilmlänge erfordert, in den 144 Sekunden dieses Films können Sie sich aber zumindest einen kleinen Eindruck machen. VHS und Förderverein proudly present: http://vimeo.com/105869456




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Zweiter Termin zu Weddigen
Eintrag vom: 11.09.2014

Otto Weddigen

Der Herforder U-Boot-Kommandant Otto Weddigen steht im Míttelpunkt eines Vortrags von Mathias Polster. Weil das Interesse an der Veranstaltung am 23. September ab 19 Uhr in der VHS-Aula groß ist, haben sich die Initiatoren auf einen zweiten Termin geeinigt - und zwar am 24. Oktober ebenfalls 19 Uhr. Veranstalter sind Geschichtsverein und VHS, der Vortrag ist kostenlos. Der Referent  plant eine "vorsichtige Gesamtbetrachtung"  zu dem U-Boot-Kommandanten, der am 22. September 1914 drei britische Panzerkreuzer versenkt hatte. Auch wird ein 20-Minuten-Spielfilm aus dem Jahr 1927 gezeigt: "Weddigen - ein Heldenschicksal."

Herford (man) Herforder Kreisblatt 10.09.2014



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Vorbereitung auf die NLP Practitioner-Ausbildung
Eintrag vom: 11.09.2014

NLP-Experte Nikolai Hotzan

Mittlerweile hat die Anwendung von Methoden des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) Einzug in fast alle Berufs- und Lebensbereiche gehalten, in denen es um menschliches Miteinander geht. Ob Management, Verkauf, Pädagogik, Beratung oder Partnerschaft, Familie und Freundeskreis - NLP-Methoden haben sich sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich bewährt.

Am 27. und 28. September bietet die VHS ein NLP-Einführungswochenende an. Wenn Sie NLP kennen lernen möchten, machen Sie in diesem Seminar alltagsnützliche Erfahrungen und erhalten Einblicke in die Kunst gelungener Kommunikation. Möchten Sie eine NLP Practitioner-Weiterbildung beginnen, erwerben Sie Basiskenntnisse für die im November beginnende Ausbildung. Die Teilnahme am Einführungswochenende ist Voraussetzung für diese zertifizierte Grundausbildung im Neurolinguistischen Programmieren.

Interessiert? Dann laden wir Sie am 22. September zu einem kostenlosen Informationsabend K44053A mit dem erfahrenen NLP-Trainer und -Coach Nikolai Hotzan ein. Informieren Sie sich bei dem Experten über die Möglichkeiten des NLP, das NLP-Einführungswochenende K44113A und die Ausbildung zum NLP Practitoner K44153A.

Und noch ein Tipp:

Mit einem Bildungsscheck kann die NLP Practitoner-Ausbildung zu 50 % gefördert werden!

Hier finden Sie unsere NLP-Angebote auf einen Blick: http://vhs.bz/xk66d

Sie finden alle Informationen auch in unserem Flyer.




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Plattdeutsch-Dozent August Wilhelm Aufderheide verstorben
Eintrag vom: 09.09.2014

Viele Jahre lang prägte August Wilhelm Aufderheide (im Bild vom 6.5.2012 rechts) mit großer kreativer Schaffenskraft den Plattdeutschen Gesprächskreis der Volkshochschule in Bünde. Vor Jahren schon hatte er die Leitung des Gesprächskreises an seinen Nachfolger Heinz Bohlmann übergeben. In der letzten Woche verstarb August Wilhelm Aufderheide. Als Dozent der Volkshochschule hat er mit seinem unermüdlichen Engagement bei der Leitung des Plattdeutschen Gesprächskreises Bünde dazu beigetragen, ein Stück Kulturgut zu erhalten. Er hinterlässt eine große Lücke im Kreis derer, die sich um den Erhalt der Plattdeutschen Sprache bemühen.

Unvergessen bleiben wird seine plattdeutsche Litanei "Man wett seo äolt ols oine Keoh, man leiert jümmer wat doteo" anlässlich der Einweihung des VHS-Zentrums am 30. August 1996 in Bünde, in dem er das ganze Angebot für Senioren in Plattdeutsch vorstellte.Trefflicher ließ sich ein Aufruf zum lebenslangen Lernen nicht formulieren.

 



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Konstituierende Sitzung der Verbandsversammlung am 11. September
Eintrag vom: 09.09.2014

Am Donnerstag, den 11. September 2014 findet um 17.00 Uhr in der Aula der VHS, Münsterkirchplatz 1, Herford die 1. Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Volkshochschule im Kreis Herford dieser Legislaturperiode statt. In der konstituierenden Sitzung, die öffentlich ist, geht es um die Besetzung der Ämter wie Verbandsversammlungsvorsitz und Stellvertretung, sowie die Wahl der Verbandsvorstehers und seines Stellvertreters, der Bestellung einer Schriftführerin/eines Schriftführers und die Wahl der Mitglieder und stellv. Mitglieder für den Vorstand der regionalen Arbeitsgemeinschaft "Arbeit und Leben - DGB/VHS". Außerdem werden die Vertreter/innen des Zweckverbandes Volkshochschule im Kreis Herford für die Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Volkshochschulen von Nordrhein-Westfalen e. V. gewählt. Im Anschluss daran wird ausführlich die Arbeit der Volkshochschule vorgestellt.




Keywords: Zweckverband, Verbandsversammlung

VHS-Rundgang zum Denkmaltag
Eintrag vom: 09.09.2014

Die 1967 erbaute Kirche der Gemeinde St. Josef polarisiert noch immer
mit ihrer außergewöhnlichen Farbgebung. Foto: Museum Bünde

Jörg Militzer führt zu "farbigen" Kulturstätten in Bünde
Bünde(BZ). Alljährlich ruft die "Deutsche Stiftung Denkmalschutz" am zweiten Sonntag im September zum Tag des Denkmals.
Nachdem in den letzten Jahren dieser Tag in der Stadt Bünde durch spezielle Rundgänge - etwa zu "unbequemen Denkmälern" oder auch zum Thema "Holz" - gewürdigt wurde, möchte der Bünder Stadtführer und Leiter der örtlichen Geschichtswerkstatt Jörg Militzer das aktuelle Thema "Farbe" ebenfalls bei einem ganz besonderen Rundgang in den Mittelpunkt stellen. Wie "farbig" sich die Stadt und unsere Umwelt dabei präsentieren, wird so manchen Teilnehmer erstaunen. Ein wahrhaft "buntes" Erlebnis.
Treffpunkt für diesen Rundgang im Rahmen der öffentlichen Veranstaltungsreihe der VHS-Geschichtswerkstatt ist am Sonntag, 14. September, um 11 Uhr der Rathausplatz. Karten gibt es wie immer nur an der Tageskasse.
Den Tag des offenen Denkmals gibt es in Deutschland seit 1993. Laut der Stiftung Denkmalschutz haben im ersten Jahr zwei Millionen Menschen 3 500 geöffnete Denkmäler besichtigt. Im Jahr 2013 zählte die Stiftung vier Millionen kulturbegeisterte Besucher in 7 500 Denkmälern.

Bünder Zeitung, 09.09.2014



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Geschichts- und Heimatfreunde unternehmen „Hausbesuche“
Eintrag vom: 09.09.2014

sh/Foto: Sophie Hoffmeier

Verspielte kleine Gärten und idyllische Ecken: Beim "Hausbesuch" auf
Gut Consbruch, Gut Bustedt und im Holzhandwerksmuseum gab es viel
zu sehen. Mit ihrer Reihe "Hausbesuche" geben der Kreisheimatverein
und die Volkshochschule den Menschen die Chance, hinter die Kulissen
historischer Gebäude zu schauen und mehr über deren Geschichte zu
erfahren. "Wir wollen auf den Wert und die Bedeutung von Häusern,
die unter Denkmalschutz stehen, hinwiesen", sagt Eckhard Möller vom
Kreisheimatverein. Knapp 30 Besucher kamen am Sonntag zum Gut,
wo ihnen Hausherrin Anna von Consbruch (5. von rechts, vor dem zum
Gut gehörenden Cafe "Alte Werkstatt") etwas über die lange
Geschichte und von Erfahrungen mit dem Leben in einem Gebäude
unter Denkmalschutz erzählte: "Als mein Mann noch jung war, durften
die Dachpfannen nicht ausgetauscht werden - und es regnete rein."
Heute gebe es aber eine gute Kommunikation mit dem Denkmalschutzamt.
Die Familie gebe sich große Mühe, dem Denkmal gerecht zu
werden und die Architektur zu erhalten. Mit viel Liebe kümmern sich
die Eigentümer auch um die Parkanlagen. Davon konnten sich die
"Hausbesucher" jetzt ein Bild machen.

Herforder Kreisblatt, Hiddenhausen, 02.09.2014



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UNESCO-Welttag der Alphabetisierung - Alphabetisierungskurse der VHS starten in Kürze
Eintrag vom: 05.09.2014

Eine SMS verschicken, einen Einkaufszettel lesen, ein Entschuldigungsschreiben für die Schule verfassen - für viele Menschen sind diese Tätigkeiten alles andere als selbstverständlich! In Deutschland können nach einer Studie der Universität Hamburg etwa 2,3 Millionen Menschen nicht ausreichend lesen und schreiben. Damit sind mehr als 4 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung von Analphabetismus betroffen.
Anlässlich des von der UNESCO ausgerufenen Weltalphabetisierungstags am 8. September weisen wir auf unsere Alphabetisierungskurse hin, die in Kürze starten, darunter Angebote, die sich gezielt an Berufstätige und Arbeitssuchende richten. Die nächsten Kurse beginnen am 17. und 25. September in der VHS am Münsterkirchplatz 1 und am 19. September in den Räumen der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Herford. Ein Einstieg in den bereits laufenden Kurs am Samstagvormittag ist ebenfalls noch möglich. Die VHS bittet Freunde, Bekannte und Verwandte von Menschen, die diesen Artikel nicht lesen können, um Weitergabe der Informationen.

Eine Übersicht über alle Alphabetisierungskurse finden Sie hier
http://vhs.bz/h45v4
Nähere Auskünfte und Anmeldung unter Tel. 05221/5905-32 oder www.vhsimkreisherford.de.




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Die digitale Welle: Bewässerung oder Sintflut für die Bildung?
Eintrag vom: 03.09.2014

Veranstaltung in der VHS am bundesweiten Tag der Weiterbildung ♦
Tablets in der Schule und MOOCs (massive offene Online-Kurse) an den Hochschulen - die digitale Welle hat auch unsere Bildungsinstitutionen erreicht. Freie oder zumindest kostengünstige Bildung für alle, vermittelt von nimmermüden elektronischen Assistenten - das sind die Verheißungen. Hirn- und seelenlose Paukmaschinen sowie radikale Kommerzialisierung - das sind die Befürchtungen.
Anlässlich des bundesweiten Tages der Weiterbildung lädt der Arbeitskreis Weiterbildung im Kreis Herford Sie am 19. September in die VHS ein, um gemeinsam mit Ihnen und Prof. Dr. Jörn Loviscach - Professor an der FH Bielefeld, Vorreiter in der Umsetzung neuer Lehr- und Lernszenarien und einer der beliebtesten Mathe-Lehrer Deutschlands - die Möglichkeiten und Grenzen dieser Entwicklung zu beleuchten.

http://www.fh-bielefeld.de/fb3/loviscach

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rn_Loviscach





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Keywords: Tag der Weiterbildung

Sie wollen studieren? Wir bereiten Sie darauf vor! Vorstudium OWL
Eintrag vom: 02.09.2014

In Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld bieten wir das Vorstudium OWL an, unterstützt durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Herford. Das Vorstudium OWL versteht sich als ein Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit mit Blick auf den Studienerfolg. Der Zugang zur Hochschule wurde deutlich gelockert, aber nicht alle, die ein Studium aufnehmen wollen, verfügen über die notwendigen Basiskompetenzen. Wer diese also auffrischen möchte, z. B. wenn jemand ohne Abitur etwa nach der Meisterprüfung oder mehrjähriger Berufstätigkeit noch ein Studium anschließen will, findet hier ein entsprechendes Angebot, das berufsbegleitend angelegt ist: http://vorstudium-owl.de/




Keywords: Vorstudium OWL

Mobiler Messestand - Förderverein ermöglicht Anschaffung
Eintrag vom: 28.08.2014

Dank einer Finanzspritze der Sparkasse Herford aus Zweckerträgen ihrer "Sparlotterie" an den Förderverein der VHS im Kreis Herford konnte die Einrichtung jetzt einen mobilen Messestand anschaffen.
Die Weiterbildungs- und Beratungsangebote der VHS professionell präsentieren zu können, dort, wo viele Menschen sind, auf Messen, Geschichtsfesten, Outdoor-Aktionstagen u. ä. war der Volkshochschule schon länger ein Anliegen, um mehr Menschen ansprechen zu können und für Weiterbildung zu gewinnen. Zum Einsatz kommt der Messestand erstmals am Sonntag beim Aktionstag "Enger und Spenge unterwegs" http://vhs.bz/qreqs.
Über die Gestaltung des Standes, die hausintern durch Mark Stocksmeyer (2. von links) erfolgte, freuten sich die Vorsitzende des Fördervereins Gerburg Koltzsch, ihr Stellvertreter Thorsten Lüer sowie Jörn-Uwe Wolff, Regionaldirektor der Sparkasse Herford (links im Bild).


 




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Aushilfe gesucht!
Eintrag vom: 27.08.2014

Bei Interesse an diesem Aushilfsjob schreiben Sie bitte eine Mail mit den üblichen persönlichen Angaben zu Ihrer Person an bewerbung@vhsimkreisherford.de.




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Bye, bye, liebe Frau Model!
Eintrag vom: 22.08.2014

Anne Model, bisher Mitarbeiterin in der Organisation, hat unsere Einrichtung heute verlassen, um Richtung Berlin, in heimatliche Gefilde, zurückzukehren. Wir bedanken uns auch auf diesem Wege für die engagierte Arbeit und wünschen ihr natürlich alles Gute für ihre persönliche und berufliche Zukunft.




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Von »A« wie Arabisch bis »Z« wie Zumba
Eintrag vom: 21.08.2014

VHS Herford stellt ihr neues Semesterprogramm vor

Herford (HK). Das neue Semester steht vor der Tür. Die VHS im Kreis Herford stellt ihr neues Programm auf mehr als 250 Seiten vor und bietet neben etablierten Kursen auch viele neue Angebote.
"Der Titel des aktuellen Heftes passt sehr gut", sagt VHS-Leiterin Monika Schwidde: "Alles für erneuerbare Bildung" träfe den Anspruch der VHS, stets die erste Anlaufstelle für Menschen sein zu wollen, die sich weiterbilden möchten oder altes Wissen aufpolieren wollen. "Vom Auffrischungskurs für das Schulenglisch über die Energiebilanz fürs Haus bis hin zum neusten Stand in der digitalen Welt ist so viel dabei, dass jeder das für ihn Wichtige finden kann", verspricht Monika Schwidde.
Alt bewährte Kurse, insbesondere Sprachkurse, sind ausgeweitet worden: So gibt es im Bereich Englisch einen "Business"-Kurs, für den auch die Online-Plattform "Moodle" angewendet wird. "Damit können die Kursteilnehmer bequem von Zuhause aus weiter üben und lernen", erklärt Monika Schwidde. "Neben Englisch gibt es aber auch exotische Sprachen im Angebot wie Japanisch, Chinesisch oder Arabisch", sagt Ulrike Koebke. "Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um mit einer Sprache anzufangen. Denn jetzt beginnen viele Grundkurse." Zudem gibt es Deutsch-Kurse für Einwanderer: "Hier können die Teilnehmer in zehn Monaten Alltagsdeutsch lernen", sagt Andrea Dohmann. Alphabetisierungs- Grundkurse beginnen schon am 30. August. "Interessierte können aber jederzeit dazukommen", sagt Helga Lütkefend. "Dieses Angebot ist kostenlos und zeitlich sehr flexibel."
Im Bereich "Natur und Umwelt" steht erstmals eine Radtour zu den Bünder Baumdenkmälern im Programm (27. September). Außerdem lädt die VHS Familien ein, das Leben auf dem Bauernhof kennen zu lernen (25. Oktober). Viele Exkursionen ergänzen das Programm. Für die "Berufsbezogene Weiterbildung" geht abermals der Klassiker unter den Kursangeboten ins Rennen: Kaufmännische Zertifikatslehrgänge sind nach wie vor stark gefragt. Auch in Punkto EDV steht wieder ein breites Kursangebot bereit, darunter auch spezielle Seminare für Eltern, die besser nachvollziehen wollen, was ihre Kinder im Internet überhaupt machen. "Oftmals kennen sich die Kinder ja besser aus als die Eltern", weiß Mark Stocksmeyer.
Neben sportlichen Angeboten wie Zumba und neuen Trendsportarten wird es auch wieder Kochkurse geben. Und auch der musikalische Teil kommt nicht zu kurz: Die Proben für den VHS-Chor beginnen Anfang September. "Und wir freuen uns über jede neue Stimme", sagt Ulrike Koebke. "Besonders über männliche." Das Programm zum neuen Semester gibt es in der VHS oder im Internet unter www.vhs-herford.de

Lernplattform Moodle bei der VHS
Der Moodle-Onlinekurs ist ein multimedialer interaktiver Lernkurs, der auf die Inhalte des jeweiligen Kursbuches abgestimmt ist und es ergänzt. Dieses Lernmanager-System ermöglicht den Teilnehmern, bequem von Zuhause aus und vor allem zeitlich ungebunden insbesondere die Sprachkenntnisse zu festigen und zu verfeinern. Außerdem gibt es zahlreiche Ergänzungen mit zusätzlichen Informationen über Land und Leute.


Andrea Dohmann, Monika Schwidde, Frank Schragner, Helga Lütkefend, Stephanie Müller, Ulrike Koebke und Mark Stocksmeyer (von links) stellen das neue Programm zum Frühjahrssemester der VHS vor. Sprachangebote, EDV-Kurse und Exkursionen bieten viel Abwechslung. Foto: Mareikje Addicks

 

Herforder Kreisblatt, 21. August 2014, Nr. 193, Bericht: Mareikje Addicks

 

 

Ein Katalog voller Bildungsangebote
Neues Volkshochschulprogramm liegt vor / Viele Kurse starten nur im Herbst

Kreis Herford. "Lebenslanges Lernen, Erlernen von Neuem oder das Auffrischen von vor langer Zeit erlernter Kenntnisse sind Stichworteaus der gesellschaftlichen Diskussion, die wir aufnehmen und denen wir mit unserem Programm gerecht werden wollen", sagte Monika Schwidde, Leiterin der Volkshochschule, bei der Vorstellung des neuen Jahresprogramms. Das steht unter der Überschrift "Alles für erneuerbare Bildung" und ist ab sofort erhältlich.
20 Sprachen werden auf unterschiedlichen Niveaus angeboten, darunter auch exotisches wie Chinesisch, Griechisch, Türkisch oder Japanisch. Angeboten werden sowohl kompakte Wochenendkurse, die ein Basiswissen vermitteln, als auch fortlaufende Kurse, die mit Sprachprüfungen enden. Dabei wird der ergänzende Unterricht über Internet-gestützte Lernplattformen immer wichtiger. Für den Business-Kurs wird am 11. September extra ein Informationsabend angeboten, in dem etwa Fragen zum Ablauf und den technischen Voraussetzungen behandelt werden.
"Der Bereich Kultur und Gestalten bietet erneut viele bewährte Angebote", sagte Ulrike Koebke und betonte, dass der Interkulturelle Chor jederzeit offen für vor allem männliche Stimmen sei und schon Anfang September mit den Proben beginne.
Neue Angebote und Kooperationen gibt es im Bereich Natur und Umwelt. Neu sind astronomische Abendspaziergänge, eine Radtour zu Bünder Baumdenkmälern, ein Erlebnistag auf dem Integrativen Hof "Steckenpferd" in Bünde-Muckum und Heilpflanzenseminare im Biologiezentrum Bustedt.
Die VHS ist auch Bildungsträger in der berufsbezogenen Weiterbildung und bietet neben der Qualifikation zum Finanzbuchhalter (VHS) erstmals auch die Zertifikatslehrgänge Fachkraft Personal- und Rechnungswesen (VHS) und Fachkraft Personalabrechnung (VHS) an. Sowohl für Menschen im Beruf als auch für Arbeitssuchende werden weiter kostenlose Alphabetisierungskurse angeboten, für Auszubildende interessant sind Englischkurse, die um Erwerb der Fachoberschulreife nötig sind.
Breit ist das Angebot im Bereich EDV und IT. Von der Bildbearbeitung mit Photoshop, Fotoverwaltung, dem Umgang mit verschiedenen Betriebssystemen für Computer und mobile Geräte, dem Notensatz per PC, über Bewerbungsstrategien im Internet oder die Verschlüsselung des E-Mail-Verkehrs reicht das Angebot.
Angeboten werden auch Kurse für Kinder und für Eltern, die wissen wollen, was ihre Kinder denn im Netz so treiben. "Hier zeigt sich die Geschwindigkeit, mit der sich Inhalte wandeln, besonders deutlich", sagte Schwidde: "Vor einigen Jahren waren wir mit die ersten, die Kurse zum Thema Podcast angeboten haben, heute bieten wir einen speziellen Kurs für Jugendliche zum Thema."
Die VHS bietet mit der NLPPractitioner- Ausbildung, der Weiterbildung "Natur- und Wildnispädagogik" und einer Einführung in die systemische Beratung auch wieder drei umfangreiche Weiterbildungen für Menschen in sozialen Handlungsfeldern an. Diese können über die Bildungsschecks mit bis zum 50 Prozent gefördert werden. Informationen dazu gibt es ebenfalls bei der VHS.
Im Bereich Familienbildung, Pädagogik, Psychologie gibt es in Kooperation mit Maßarbeit erstmals eine Infoveranstaltung zumThema Leben mit Hartz IV. Hier gibt es zu HartzIV Informationen über Ansprüche, aber auch Informationen für Menschen, die etwa ihre Versicherungen Hartz-IV-fest machen wollen.
Neben vielen geschichtlichen Vorträgen werden im Bereich Politik & Gesellschaft wieder populäre Autoren wie Rupert Neudeck oder taz-Autorin Ulrike Hermann erwartet.
Das neue Jahresprogramm enthält 1.315 Veranstaltungen mit 19.699 Unterrichtsstunden, davon 1.058 Kurse mit 18.998 Unterrichtsstunden und 7.016 Termine und wird ständig ergänzt.
Die VHS bietet in Absprache mit Interessenten auch maßgeschneiderte Bildung nach Maß. "Auf jeden Fall lohnt sich ein Blick in die Blauen Seiten, auch weil viele Angebote wie Sprachkurse nur mit dem jetzt beginnenden Wintersemester starten", sagte Schwidde.

INFO
Volkshochschule im Kreis

Die Blauen Seiten mit dem Jahresprogramm liegen ab sofort in Rathäusern, Bibliotheken, Buchhandlungen und Geldinstituten zur Mitnahme aus.
Der Zweckverband Volkshochschule im Kreis Herford ist der Träger der Volkshochschule im Kreis Herford. Ihm gehören alle Kommunen im Kreis außer Löhne an, und es werden auch überall Veranstaltungen angeboten.
Informationen über die Angebote auf www.vhsimkreisherford.de oder unter Tel. (0 52 21) 5 90 50.

 

Ein Katalog voll Bildung: VHS-Leiterin Monika Schwidde (vorn) und ihre Bereichsleiter Helga Lütkefend (v. l.), Stephanie Müller, Andrea Dohmann, Ulrike Koebke, Frank Schragner und Mark Stocksmeyer mit den Blauen Seiten im frisch gestrichenen VHS-Treppenhaus. FOTO: RALF BITTNER

 

Neue Westfälische, 21. August 2014, Nr. 193, Bericht: Ralf Bittner




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Die Blauen Seiten als blätterbare Onlineversion
Eintrag vom: 14.08.2014

Für diejenigen, die ein Programmheft gern mal durchblättern, gibt es die Onlineversion unserer Blauen Seiten.
Viel Spaß beim Stöbern!




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Werburg wird zur Künstler-Hochburg
Eintrag vom: 13.08.2014

Kreativ-Tage auf ihrem Höhepunkt - Sonntag Präsentation

Spenge (SN). Leises Hämmern und feinen Staub trägt der Wind über den Hof der Werburg. Kommt man näher, erkennt man Menschen unter Pavillons, die geschäftig Blöcke von Kalk- und Sandstein bearbeiten. Sie sind Teilnehmer der siebten Werburger Kreativ-Tage und gestalten unter der Anleitung der gelernten Steinmetzin und Bildhauerin Sylvia Middel Skulpturen und Gesichter.

"Die Ideen stammen von den Teilnehmern selbst. Manchmal gibt der Stein ja auch schon eine Richtung vor", erzählt die Workshop- Leiterin. Zu Beginn des Kurses gab es eine kleine Einführung der Fachfrau in Material- und Werkzeugkunde und natürlich in die Bearbeitungstechnik. "Ansonsten gebe ich nur Hilfestellungen. Die Leute arbeiten selbstständig nach ihren eigenen Vorstellungen", sagt Middel. Ganz ähnlich verläuft der Workshop Sergej Powelizas. "Ich finde es ganz toll, dass Sergej uns bei allem behilflich ist und uns bei unseren Vorhaben berät, aber keine Vorgaben macht", sagt Marita Brink- Stucht. "Ich bin zwar handwerklich in Haus und Garten unterwegs, aber das ist das erste Mal, dass ich eine Skulptur anfertige", sagt sie und streichelt ihrem "Maxe" über den hölzernen Kopf. Aus verschiedensten Hölzern fertigen die Teilnehmer mit Unterstützung Powelizas Figuren, Handschmeichler oder Gartenskulpturen. Weil die Hölzer ganz unterschiedliche Eigenschaften haben und sich nicht einheitlich bearbeiten lassen, sind die Hobby-Schreiner dankbar für die fachkundige Begleitung durch den freischaffenden Holzbildhauer.
Gemütlich sieht es aus in der alten Scheune des Werburg-Komplexes. Dort läuft der Workshop "Experiment Farbe" unter Leitung der Grafikdesignerin Christine Sordel Brockmann. Ein leichtes Lüftchen sorgt für Erfrischung bei sommerlichen Temperaturen - so lässt es sich arbeiten! Mit Ölkreiden, Tusche und Aquarellfarben gestalten die Damen. Spannend finden sie die Aquarellmalerei, weil es kein Korrigieren, kein mehrfaches Übermalen gibt, wie es mit Acrylfarbe möglich ist. Es entstehen Impuls-Werke. Susanne Wolf-Kersting ist als Kunstlehrerin nicht ganz ohne Vorkenntnisse. "Ich gönne mir das hier einfach. Man bekommt neue Impulse. Außerdem nimmt man sich nicht so viel Zeit zu Hause zum Malen«, findet die Pädagogin.
Rita Meerhoff ist eine überzeugte Wiederholungstäterin. "Ich habe in den vergangenen Jahren schon Zeichnen, Mosaiken und Weidenflechten belegt", sagt der kreative Kopf und ist sich sicher, dass einfach noch zu wenig Menschen von dem sommerlichen Angebot des künstlerischen Schaffens an der Werburg wissen.
Als Abschluss der Kreativ-Tage, die von der Volkshochschule im Kreis Herford angeboten werden, stellen am Sonntag, 17. August, Schaffende aller angebotenen Workshops der vergangenen zwei Wochen ihre Werke vor. Ab 14.30 Uhr ist die Präsentation der Ergebnisse für alle Interessierten auf dem Gelände der Werburg geöffnet.

Petra Karlisch hat in ihrem Stein ein Gesicht gesehen, das sie nun herausarbeitet.

 


Herforder Kreisblatt, 13. August 2014, Nr. 186, Foto und Bericht: Daniela Dembert




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Profis helfen Hobbykünstlern
Eintrag vom: 13.08.2014

Metall- und Flechtkurse bei den Werburger Kreativtagen / Von der Gartenskulptur bis zur Rankhilfe

Spenge. Die hellblaue Flamme verändert die Farbe, als sie auf das Kupfer trifft. Mit gelblichem Leuchten verschmelzen die Ziffern aus braunem Kupfer mit der darunterliegenden Metallplatte. Als Tilo Holz die mit Propangas betriebene Lötlampe abstellt, wird klar, was er da gerade hergestellt hat. Die Zahl 15 ist deutlich zu erkennen. "Meine Hausnummer", sagt Holz.

Es ist nicht das Einzige, was Hobbykünstler und Heimwerker derzeit bei den Werburger Kreativtagen erschaffen. In Flechtkursen lernen sie, Körbe, Stühle oder andere Gartenmöbel aus Weidenzweigen zu flechten. In einem Zeichenkursus steht die menschliche Figur im Fokus der Künstler. "Wir haben auch eine junge Dame, die sich als Modell zur Verfügung stellt", sagt Ulrike Koebke. Sie organisiert die Kreativtage als Fachbereichsleiterin für Kultur und Gestalten bei der Volkshochschule Herford.
Neben Holz’ Hausnummernschild entstehen im Kursus von Peter Leiss noch ganz andere Werke. Der 67-jährige Kupferschmiedemeister hat sämtliche Materialen aus seiner Firma mitgebracht, wo sie als Reste übriggeblieben sind. Den Kursteilnehmern erklärt er, wie sie das Metall durch Erhitzen formen können. "Der Rest ist die Kreativität der Teilnehmer", sagt Leiss.
Einer baut an einem Notenständer mit Kerzenhalter. Eine andere hat aus dünnen runden Kupferstäben eine Engelsfigur geformt, die auf einem Sockel steht. "Eine andere Dame hatte anfangs keine Idee, also hat sie nach und nach einfach Metallteile geformt und sie an einer Stange befestigt. Jetzt ist daraus eine Skulptur entstanden, die sie sich in den Garten stellen möchte", sagt Dieter Leiss, den die Kreativität der Hobbykünstler beeindruckt.
Ähnlich kleinteilige Arbeit haben sich Sabine Golde und Tochter Lena vorgenommen. Die beiden flechten an einer Rankhilfe aus Weidenzweigen, die in einem Blumenbeet stehen soll. "Wir haben erst das Grundgerüst aus dickeren Zweigen fertiggemacht", sagt Lena. Etwas dünnere Zweige haben sie in den Zwischenraum gelegt und an mehreren Stellen mit Draht befestigt. Um diese werden dann nach und nach die dünnen Weidenzweige geflochten. "So dehnbar sind sie nur eingeweicht", erklärt Kursleiterin Michaela Hoffmann. Weil die Zweige im Trockenen brüchig werden, behalten sie ihre Form nicht bis in alle Ewigkeit. "Etwa drei bis vier Jahre", sagt Hoffmann. Von der Hausnummer aus Kupfer hat Tilo Holz wohl länger etwas.

Abschluss
Die während der Werburger Kreativtage entstandenen Werke werden zum Abschluss der zwei Themenwochen am Sonntag, 17. August, ab 14.30 Uhr präsentiert. Das Café im Herrenhaus hat dann ebenfalls geöffnet. Musik kommt von den Gitarristen der "Singing Strings".


Heißes Kupfer muss man schmieden: Schmiedemeister Peter Leiss (l.) drückt die Ziffer "5" auf die Kupferplatte, während Kursteilnehmer Tilo Holz deren Ränder mit der Unterlage verlötet. Am Ende soll so die Hausnummer des Kursteilnehmers zu lesen sein: 15.

 

Neue Westfälische, 13. August 2014, Nr. 186, Foto und Bericht: Björn Prüssner




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Intensivkurse in Arabisch, Englisch und Spanisch
Eintrag vom: 13.08.2014

Im September können Sie Arabisch, Englisch oder Spanisch in intensiver Form lernen. Bei erfahrenen Muttersprachlern erwerben Sie erste Grundlagen der jeweiligen Sprache und erfahren viel Wissenswertes über Land und Leute. Für diese Intensivkurse können Sie Bildungsurlaub beantragen; sie richten sich jedoch grundsätzlich an alle Interessierte.
Und wenn Sie Gefallen an der Sprache gefunden haben, können Sie gern direkt im Anschluss einen weiterführenden Kurs im Abendbereich besuchen. Falls Sie eine weitere Sprache erlernen möchten, können Sie zwischen 20 verschiedenen Sprachen wählen!
Weitere Informationen zu den Intensivkursen finden Sie hier
Arabisch K30063A
Englisch K32163A
Spanisch K38903A




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Die Kunst des schönen Schreibens
Eintrag vom: 12.08.2014

Werburger Kreativtage starten mit Kalligraphiekursus und Ferienmal-Angebot für Kinder

Spenge. Vorsichtig setzt Karola Niederbrinkmann die Feder aufs Papier und zieht eine zarte Linie. Nach und nach wird daraus ein fein geschwungener Buchstabe. Bei den Werburger Kreativtagen der Volkshochschule besucht sie einen Kalligraphiekursus. "Das ist die Kunst des schönen Schreibens", erklärt Kursleiterin Elke Eickhoff. Eine Kunst, die ganz bestimmte Eigenschaften erfordert.

Karola Niederbrinkmann ist zum ersten Mal bei den Kreativtagen dabei. Ihre Töchter hätten ihr den Kalligraphiekursus geschenkt, sagt sie. "Denn ich schreibe gern." In Zeiten von Computer und Internet habe man dazu aber immer seltener Gelegenheit.
Kuli oder Filzstift haben bei dem Kurs in der Werburger Scheune jedoch keine Chance. "Wir schreiben mit einer sogenannten Bandzugfeder", sagt die freischaffende Herforder Künstlerin Eickhoff. Mit ihr ließen sich feine Linien ebenso wie dickere Striche ziehen. Das sei ein schöner Effekt.
Das feine Schreiben mit dieser Feder allerdings will gelernt sein: "Das ist erst schon sehr gewöhnungsbedürftig", sagt Niederbrinkmann. Man müsse zunächst mal ein Gefühl für die Feder bekommen. Aber es mache viel Spaß. Ihren Schülern bringt Eickhoff ganz verschiedene Schriftarten bei. Sie lernen zum Beispiel Antiqua. "Das ist eine Renaissanceschrift, die unserer heutigen Buchschrift entspricht." Die Kursteilnehmer lernen aber auch die keltische Halbunziale: Das sei eine Schrift von irischen Mönchen aus dem 6. bis 9. Jahrhundert, berichtet Eickhoff. Mit ihren Schülern fängt sie ganz klein an, geht mit ihnen jeden Buchstaben des Alphabets durch. "Das ist wie damals in der Schule", sagt Niederbrinkmann und die Kursleiterin ergänzt: "Ein bisschen ist das wie Noten lernen." Der Erfolg stellt sich jedoch schnell ein. "Ich bin eigentlich hier, weil ich eine fürchterliche Handschrift habe", sagt Monika Wortmann. Nach dem ersten Kurstag habe sie ihrem Mann ihr Werk gezeigt. "Und er hat nicht geglaubt, dass ich das geschrieben habe." Das schöne Schreiben mache Spaß, sei aber auch eine Herausforderung, findet die Spengerin. Denn man müsse langsam schreiben und jeden Buchstaben nachziehen. "Am ersten Abend hatte ich darum auch ein bisschen verkrampfte Finger", sagt sie und lacht. Kursleiterin Eickhoff kennt das Rezept für eine schöne Schrift genau: "Man braucht ein gutes Auge, eine ruhige Hand und Konzentration."
Ein paar Meter weiter läuft der Kinder-Ferien-Malkursus von Christine Sordel-Brockmann. Hier ist die Nachfrage nach Gelb, Grün und Rot gerade besonders hoch. Denn die Nachwuchskünstler bringen eine Wiese zu Papier. Um schöne Farbnuancen zu erzielen, malen die Kinder einen grünen, einen gelben und einen roten Streifen und verwischen das Ganze mit einem Schwamm. Zuvor hatten sie schon einige tierische Exemplare auf Leinwand gebannt und eine Kuh gemalt. Dabei konnten sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Neles Kuh zum Beispiel hat bunte Flecken. Sie habe da ein bisschen Farbe ins Spiel bringen wollen, berichtet die Elfjährige.

 

Schön geschwungene Linien: Kursleiterin Elke Eickhoff zeigt Karola Niederbrinkmann bei den Werburger Kreativtagen, wie sie schön mit der Bandzugfeder schreibt.

 

Neue Westfälische, 7. August 2014, Nr. 181, Foto und Bericht: Mareike Patock




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Schreiben mit der Bandzugsfeder
Eintrag vom: 07.08.2014

Werberger Kreativ-Tage gestern eröffnet - Elke Eickhoff gibt Einblicke in die Kalligraphie

Spenge (SN). Buchstaben von Hand aneinander zu reihen, artet oft - und nicht nur auf Arztrezepten - in unleserliches Gekrakel aus. Schön zu schreiben dagegen ist eine Kunst. Was die Kalligraphie (von griechisch "kallos": Schönheit) vermag, das zeigt Elke Eickhoff bei den Werburger Kreativ-Tagen, die gestern in Spenge eröffnet worden sind. "Wer etwas Schönes zustande bringen möchte, muss sich zusammenreißen", sagt die 52-jährige Diplom-Grafikdesignerin aus Herford. Eine ruhige Hand, Geduld und ein gutes Auge seien das Wichtigste. "Dann wird man immer besser", erklärt die Künstlerin mit dem sonstigen Schwerpunkt Ölmalerei. Zehn Lernwillige hatten sich gestern zum Auftakt der Volkshochschul-Reihe in der Scheune an der Werburg eingefunden, um sich in der Kalligraphie- Werkstatt in die Geheimnisse alter, zumeist geschwungener Schriften wie der Unziale aus dem 6. und 9. Jahrhundert oder der antiken Renaissance-Schrift einweisen zu lassen.
"Ich schreibe gerne Gedichte und Songtexte auf und habe mich schon immer für schöne Schriften interessiert", begründet Verena Wiglinghaus ihre Teilnahme am Kurs. Also schwingt die 22-jährige Spengerin, die gerade eine Ausbildung zur Altenpflegerin absolviert, munter die Bandzugsfeder. "Die Feder sollte aber nicht in das Tinten- oder Farbenfass eingetaucht, sondern mit einem Pinsel bestrichen werden. Sonst gibt es unangenehme Kleckse", verrät Eickhoff. "Und immer nur ziehen", fügt sie hinzu. Dann geht es los, zaubern die Kalligraphie-Schüler erste Kreise und Striche aufs Papier. Die Tageszeitung darf auch nicht fehlen, eignet sie sich doch prima als Unterlage.
Druckbuchstaben, womöglich noch mit dem Computer produziert, sind für den Moment allerdings verpönt. Mit dem Ergebnis ist auch Monika Wortmann (55), Arzthelferin aus Spenge, zufrieden. "Ich versende gerne Postkarten und wollte immer schon leserlich schreiben", betont sie. Freunde und Bekannte würden sich freuen, wenn sie ihre Hieroglyphen dann auch problemlos entziffern könnten.
Für Elke Eickhoff ist es "total erholsam", schöne Buchstaben und Zahlen zu schreiben. Herstellen ließen sich auf diesem Wege nicht nur besonders schöne Karten, sondern auch Lichttüten (mit Kerze) oder Etiketten (fürs Eingemachte). Dabei dürften Buchstaben auch ruhig einmal größer oder noch geschwungener als üblich ausfallen. "Rausreißen" nennt sie diese Art individuell ausgelebter Kreativität. Die Kalligraphie- Werkstatt geht heute in die zweite Runde. Nach dem Erlernen der Schrift-Alphabete sollen Texte gestaltet und illustriert werden oder gar ein kalligraphisches Faltbüchlein entstehen.
Insgesamt neun verschiedene Kurse bietet die VHS bis zum 17. August an der Werburg an. Bronzegießen gibt es zwar erst wieder im nächsten Jahr. Anmeldungen sind unterdessen noch möglich etwa für den erstmaligen Kurs "Metall in Form bringen" (11. bis 13. August von 10 bis 16 Uhr) mit Kupferschmiedemeister Peter Leiss oder das "Experiment Farbe" (8./9. August) mit Christine Sordel-Brockmann. Anmeldungen nimmt Ulrike Koebke (55); VHS-Fachbereichsleiterin Kultur und Gestalten, unter 05221 / 5905-11 noch entgegen.

Die Kalligraphie diente in der Barock- und Renaissancezeit als Form insbesondere der Übermittlung von Literatur.
Elke Eickhoff (vorn) zeigt den Teilnehmern ihrer Werkstatt in der Werburg-Scheune, wie richtiges "Schönschreiben" funktioniert.
Foto: Gerhard Hülsegge

 

Westfalen-Blatt, 6. August 2014, Nr. 180, Gerhard Hülsegge




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Die neuen "Blauen Seiten" sind da
Eintrag vom: 05.08.2014

Nachdem Ende Juli die neuen Veranstaltungen schon im Netz veröffentlicht wurden, ist jetzt auch die gedruckte Version der "Blauen Seiten" da.

Gestern angeliefert und ab heute in allen Geschäftsstellen der VHS erhältlich.
In den kommenden Tagen liegt das Jahresprogramm 2014/2015 dann auch in Rathäusern, Bibliotheken, Buchhandlungen, bei Banken und Sparkassen zum Mitnehmen aus.

Viel Spaß beim Stöbern ...





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Werburger Kreativtage: jetzt geht’s los!
Eintrag vom: 05.08.2014

 

Tische und Stühle sind aufgestellt, die Zelte aufgebaut: nun können die Kreativtage in Spenge beginnen! Den Anfang macht der Kalligraphiekurs am Dienstag, 5. August. Ab Mittwoch, 6. August finden 9 Tage lang täglich mehrere Kreativkurse zeitgleich statt. Neugierige und Interessierte sind herzlich willkommen, einen Blick auf das kreative Schaffen an der Werburg zu werfen! Die in den Kursen erstellten Kunstwerke können dann schließlich bei der Abschluss-Ausstellung am Sonntag, 17. August ab 14:30 Uhr betrachtet und bewundert werden. Nähere Informationen dazu finden Sie hier (H80258b).




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VHS-Dozentin Monika Müller zeigt Vielfalt ihres Schaffens
Eintrag vom: 25.07.2014

Foto: NW Bünde


Sonntag Ausstellung im Kurhaus Wilmsmeier

Bünde. Im Rahmen des Kurgastprogramms der Stadt Bünde stellt die bekannte Bünder Künstlerin Monika Müller am Sonntag, 27. Juli, in der Chormuschel auf der Terrasse des Kurhauses Wilmsmeier in Randringhausen zum vorletzten Mal in diesem Jahr einen Teil ihrer Werke aus.

Von 11 und 18 Uhr steht sie den Besuchern für künstlerische Anregungen und Gespräche zur Verfügung. Bei der Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben.

Monika Müller, Volkshochschul-Dozentin im Kreis Herford sowie Malerin und Designerin, präsentiert Bilder verschiedener Herstellungs- und Schaffensperioden, Arbeiten aus dem Bereich Seidenmalerei, wie zum Beispiel Tücher, Krawatten und selbstentworfene Grußpostkarten zu verschiedensten Anlässen. Daneben gibt es verschiedene kleine Geschenkideen aus dem eigenen Repertoire und auch aus dem ihrer Schüler.

Die letzte diesjährige Ausstellung muss verschoben werden. Sie wird nicht am 24. August, sondern erst am Sonntag, 31. August, auf der Terrasse des Kurhauses Wilmsmeier stattfinden.

© 2014 Neue Westfälische 11 - Bünde, Freitag 25. Juli 2014



weitere Informationen hier


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Gute Kommunikation zahlt sich aus!
Eintrag vom: 21.07.2014

Erfolgreich kommunizieren mit NLP

NLP-Experte Nikolai Hotzan

Es ist kein Geheimnis, dass fehlende Kommunikation und akute Wortlosigkeit häufige Auslöser für heftige Beziehungsprobleme sind. Und auch in Unternehmen wird zu wenig miteinander geredet - und das sowohl unter den Kolleginnen und Kollegen als auch vor allem zwischen den Führungskräften und ihren Mitarbeitenden. Diesen Schluss legen nicht zuletzt die alljährlich erscheinenden Gallup-Studien zur emotionalen Bindung der Mitarbeitenden an ihr Unternehmen nah. Ist eine schlechte Kommunikationskultur im Privaten oft nur unangenehm und zeitraubend, so kann sie einem Unternehmen im schlimmsten Fall viel Geld und die Wettbewerbsfähigkeit kosten.

Ob beruflich oder privat: Gute Kommunikation zahlt sich aus! Wer erfolgreich kommuniziert, löst Probleme und Konflikte. Bewährte Methoden dafür bietet das Neurolinguistische Programmieren (NLP). NLP ist mehr als eine bloße Technik für gelungene Kommunikation. Es bietet Modelle und Techniken, um auch in schwierigen Situationen angemessen reagieren und auf "Erfolgskurs" bleiben zu können.

Interessiert? Dann laden wir Sie zu einem kostenlosen Informationsabend ein. Informieren Sie sich bei dem erfahrenen Experten Nikolai Hotzan über die Möglichkeiten des NLP, unsere NLP-Einführungswochenenden und die Ausbildung zum NLP Practitoner.

Alle Informationen zu unseren NLP-Angeboten finden Sie hier und hier.

Weitere Informationen bei Helga Lütkefend, Fon 05221 / 5905-16 und unter www.nlp-zentrum.de und www.dvnlp.de.

Die Ergebnisse der neuesten Gallup-Studie finden Sie unter http://vhs.bz/uklku.




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Spanisch lernen in intensiver Form
Eintrag vom: 15.07.2014

 

   Anfang September können Sie Spanisch in intensiver Form an Ihrer Volkshochschule lernen. Bei einer erfahrenen Muttersprachlerin erwerben Sie erste Grundlagen der jeweiligen Sprache und erfahren viel Wissenswertes über Land und Leute. Und wenn Sie Gefallen an der Sprache gefunden haben, können Sie gern direkt im Anschluss einen weiterführenden Kurs im Abendbereich besuchen. Für diesen Intensivkurs können Sie auch Bildungsurlaub beantragen. Er richtet sich jedoch grundsätzlich an alle Interessierte. Weitere Informationen finden Sie hier: K38903A

 

 




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Neues Programm ist ONLINE
Eintrag vom: 15.07.2014

Das neue Programm der VHS im Kreis Herford ist ab heute online abrufbar.
Ab Ende August erscheint das Programmheft "Die Blauen Seiten" dann auch in gedruckter Form.

Viel Spaß beim Stöbern und bei Ihrer Weiterbildung
wünscht das VHS-Team

 




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Kunst-Kurse in historischer Kulisse
Eintrag vom: 11.07.2014

Werburger Kreativ-Tage locken mit breitgefächertem Angebot

Spenge. Zum siebten Mal dient das historische Werburg-Ensemble in den kommenden Sommerferien als malerische Kulisse für kreativ Schaffende. Die Volkshochschule im Kreis Herford lädt zu zehn verschiedenen Kursen ein, in denen unterschiedlichste Techniken erlernt werden können. Als Dozenten dafür konnten größtenteils Künstler aus der Region gewonnen werden. Steinbildhauerin Sylvia Middel, Kupferschmiedemeister Peter Leiss und die freischaffende Künstlerin Elke Eickhoff, die in die Kunst der Kalligraphie einführen wird, sind in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Christine Sordel Brockmann, Sergej Poweliza, Rosali Müller und Michaela Hoffmann hingegen gehören zum "harten Kern" der Werburger Kreativ-Tage und sind schon von Anfang an dabei. In diesem Jahr bieten sie Kurse zu den Themen Aquarellmalerei, Arbeiten mit Holz, Malen mit Pastellkreide und Weiden-Flechtwerk an. Eine ganz besondere Technik kann man bei Kim Janet Blöß erlernen. Die Handwerksmeisterin Metall und Kunstguss reist aus Mecklenburg mit ihrer mobilen Bronzegießerei an und wird mit ihren Kursteilnehmern Reliefs erstellen. "Das kann man auf keinen Fall einfach mal so Zuhause machen", meint Anne Beckmann. Die Vorsitzende des städtischen Kulturausschusses hat im vergangenen Jahr selber ihr erstes Werk aus Bronzeguss gestaltet und ist noch immer begeistert. 2008 gehörte sie zu den Ideengebern des Projektes und hat die Werburger Kreativ-Tage mit ins Leben gerufen. Seitdem ist das sommerliche Kursangebot aus dem Programm der Volkshochschule (VHS) nicht mehr wegzudenken. "Diese Veranstaltungsreihe ist wirklich ein Erfolgsmodell", bestätigt VHS-Fachbereichsleiterin Ulrike Koebke. Von Jahr zu Jahr seien sowohl die Anzahl der Kurse als auch der Teilnehmer weiter gestiegen. "Da immer mehrere Angebote parallel auf dem Gelände stattfinden, kommt es oft zu einem regen Austausch untereinander. Die Gruppe befruchten sich gegenseitig", hat Koebke beobachtet. Wie in jedem Jahr werden die Ergebnisse aus den Kursen in einer abschließenden gemeinsamen Präsentation gezeigt. Diese findet statt am Sonntag, 17. August, ab 14.30 Uhr.

Anmeldung noch möglich

Die Werburger Kreativ-Tage finden statt vom 5. bis 17. August 2014. Die einzelnen Kurse laufen über zwei bis drei Tage. Der Kinder-Ferien-Malkurs von Christine Sordel Brockmann ist bereits ausgebucht. Bei ausreichend Nachfrage könne jedoch ein zweiter Termin dafür eingerichtet werden, teilt Ulrike Koebke mit. Sie steht für weitere Nachfragen unter der Rufnummer (0 52 21) 59 05 11 zur Verfügung.
Das Programm der Kreativ-Tage findet sich im Internet unter www.vhsimkreisherford.de (bs).

 

Vor der Werburg-Scheune: Ulrike Koebke (l.), Fachbereichsleiterin bei der Volkshochschule im Kreis Herford koordiniert die Kreativ-Tage. Elke Eickhoff (v.l.), Michaela Hoffmann,
Peter Leiss, Sergej Poweliza, Doro Köster, Christine Sordel Brockmann und Rosali Müller sind als Dozenten dabei.

 

Artikel und Foto: Neue Westfälische Nr. 144 vom 25. Juni 2014, BRITTA BOHNENKAMP-SCHMIDT




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Jeder wird zum Künstler
Eintrag vom: 26.06.2014

Kreativ-Tage an der Werburg vom 5. bis 17. August - Stadt und Volkshochschule laden ein

Spenge. Der Sommer ist die beste Zeit, um künstlerisch aktiv zu sein. Und ein
passender Ort, um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen, ist die im Herzen Spenges gelegene Werburg. Bereits zum achten Mal finden in diesem Sommer vom 5. bis zum 17. August die Werburger Kreativ- Tage statt.
Ulrike Koebke (von links), Elke Eickhoff, Michaela Hoffmann, Peter Leiss, Sergej Poweliza, Doro Köster, Christine Sordel Brockmann und Rosali Müller haben sich am Brunnen vor der Werburg positioniert. Sie die anstehenden Kreativ-Tage. Foto: Monique Junkereit Es werden sowohl Workshops für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche angeboten. Anne Beckmann, Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Spenge und Vorstandsmitglied des Werburg Vereins, und Ulrike Koebke, Leiterin des Fachbereichs Kultur und Gestalten der Volkshochschule im Kreis Herford, sind unter anderem an der Organisation der Kreativ-Tage beteiligt. "Auch nach sieben Jahren gibt es immer wieder was Neues zu entdecken", sagt Beckmann. Elke Eickhoff, Sylvia Middel und Peter Leiss sind in diesem Jahr zum ersten Mal Kursleiter bei den Kreativ-Tagen Eickhoff bietet am 5. und am 6. August den Workshop "Kalligraphie-Werkstatt" an. Als freischaffende Künstlerin zeigt sie den Teilnehmern die Kunst des schönen Schreibens. "Ich werde den Kursteilnehmern zunächst vermitteln, was Kalligraphie bedeutet. Danach legen wir los. In meinem Kurs wird man merken, dass man mit Ruhe und Konzentration viel Schönes produzieren kann", sagt Eickhoff. Middel bietet vom 8. bis zum 10. August den Kurs "Skulptur aus Stein" an. Gemeinsam werden in diesem Kurs Rohsteine aus Sand- und Kalkstein unterschiedlicher Größen bearbeitet und zu Kunstwerken verwandelt. Leiss zeigt vom 11. bis zum 13. August, wie Metall in Form gebracht werden kann. Dazu werden verschiedene Metalle wie Kupfer, Messing und Eisen bearbeitet. Die Ergebnisse sind Kunstobjekte und Gebrauchsgegenstände, wie zum Beispiel Leuchter oder Schalen. Christine Sordel Brockmann, Sergej Poweliza, Rosali Müller und Michaela Hoffmann sind seit sieben Jahren fester Kern der Werburger Kreativ-Tage. Brockmann bietet zwei Kurse an. Zum einen wird sie am 6. und am 7. August mit Kindern von acht bis zwölf Jahren im Rahmen des Workshops "Kinder Ferien-Malkurs " in knallbunte Sommerfarben eintauchen. Zum anderen bietet sie am 8. und 9. August für Jugendliche und Erwachsene das Experimentieren mit Farben an. Poweliza wird vom 7. bis zum 9. August den Kurs "Holz neu entdecken" gestalten. Aus unscheinbarem Holz werden Kunst- und Schmuckgegenstände gezaubert. Müller wird am 10. und 11. August zeigen, wie Pastellkreide richtig angewandt wird und will mit den Teilnehmern ein ganz persönliches Bild erstellen. Hoffmann wird beim Lehrgang "Weiden-Flechtwerk" vom 11. bis zum 13. August mit allen Interessierten die Frage beantworten, wie mit einfachen Grundtechniken des Weidenflechtens kreative Geflechte für den Wohngarten gestaltet werden können. Weiterhin bietet Doro Köster vom 12. bis zum 14. August den Kurs "Malerisches-Zeichnerisches " an. Anhand der menschlichen Figur als Motivvorlage werden die Teilnehmer in das Zeichnen einsteigen und unterschiedliche Herangehensweisen ausprobieren. Kim Janet Blöß kommt für ihren Kurs "Kunst und Feuer: Bronzegießen " extra aus Mecklenburg- Vorpommern. Der Workshop findet vom 15. bis zum 17. August statt. Die Teilnehmer werden ein Relief aus Ton erstellen und es mit flüssiger Bronze abgießen. "Dieser Kurs bietet die Möglichkeit, etwas auszuprobieren, was man zu Hause nicht machen kann. Manchmal braucht man nur den Mut, um etwas Neues auszuprobieren", betont Annegret Beckmann. Die Kurse der Volkshochschule des Kreises Herford bieten den Angemeldeten die Möglichkeit, sich kreativ auszuleben, egal ob mit Holz, Stein, Bronze oder Pastell. Die Teilnehmerzahl nimmt von Jahr zu Jahr zu und somit auch die Anzahl der Kurse. Die Kurse finden jeweils von 10 bis 16 Uhr statt und bieten jeweils Platz für fünf bis acht oder auch zehn Personen. Somit ist ein individuelles Ambiente gewährleistet. Der Kinder Ferien-Malkurs findet an allen drei Tagen jeweils in der Zeit von 10 bis 13 Uhr statt. Bei Bedarf wird ein weiterer Kurs angeboten.

Anmeldungen möglich - Präsentation geplant
Die Werburger Kreativ-Tage sind auch etwas für die breite Öffentlichkeit. Am Sonntag, 17. August, ab 14.30 Uhr stellen alle Teilnehmer der Kreativ-Kurse ihre Ergebnisse vor. Der Abschluss mit Präsentation findet im Café im Herrenhaus der Werburg statt. Einige Anmeldungen sind schon eingegangen. Weitere Anmeldungen nimmt die VHS unter 05221 / 5905-11 entgegen. Weitere Informationen zu den Kursen finden Interessierte im Internet unter:
@ www.vhsimkreisherford.de
info@vhsimkreisherford.de

 

Ulrike Koebke (von links), Elke Eickhoff, Michaela Hoffmann, Peter Leiss, Sergej Poweliza, Doro Köster, Christine Sordel
Brockmann und Rosali Müller haben sich am Brunnen vor der Werburg positioniert. Sie die anstehenden Kreativ-Tage.


Artikel und Foto: Herforder Kreisblatt vom 25. Juni 2014, Monique Junkereit




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Verleihung der Europäischen Sprachenzertifikate an Schulen in Bünde und Vlotho
Eintrag vom: 25.06.2014

Stolz nahmen Schülerinnen und Schüler von gleich zwei Schulen des Kreises Herford (in Bünde und Vlotho) im Juni das Europäische Sprachenzertifikat telc English B1 entgegen. Bis zu zwei Jahren hatten sie sich neben dem regulären Unterricht darauf vorbereitet.
Die international anerkannten telc Zertifikate gewinnen zunehmend an Bedeutung und Bekanntheit. Immer mehr Schulen und Berufskollegs bereiten auf eine telc Prüfung in Englisch oder Spanisch vor. Die VHS als lizenziertes telc Prüfungszentrum nimmt die Prüfungen ab und verleiht die Zertifikate. Ansprechpartnerinnen sind die Fachbereichsleiterinnen Andrea Dohmann und Ulrike Koebke (05221 5905-20/info@vhsimkreisherford.de).

 

Ein Schüler dankt Lehrerin Ursula Gottfried, Realschule Vlotho, für die gute Prüfungsvorbereitung




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Warum ich keinen VHS-Kurs besuche – Polarisierende Überlegungen im vhsTalk am 25. Juni, 12:30 Uhr
Eintrag vom: 24.06.2014

Kann frau gleichzeitig großer VHS-Fan und VHS-Kurs-Abstinenzlerin sein? Dr. Alexandra Hessler hat dazu einiges zu sagen - live im VhsTalk am 25.6., 12:30-13:00 Uhr. Wir sind gespannt, was Dr. Jürgen Groß, regelmäßiger Besucher unserer Kurse, dem so entgegenhält.
Die Gastgeberinnen, Eva Klotman und Monika Schwidde freuen sich über alle, die mitdiskutieren > https://titanpad.com/vhstalk #vhstalk 

 

http://vhstalk.de/warum-ich-keinen-vhs-kurs-besuche-polarisierende-ueberlegungen-im-vhstalk-am-25-juni/




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Herforder Volkshochschule hilft vor dem Gang an die Hochschulen
Eintrag vom: 11.06.2014

Drei Partner, fünffache Begleitung: Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zum Vorstudium OWL vorn (v.l.) Wirtschaftsförderer Dieter Wulfmeyer, FH-Präsidentin Beate Rennen-Allhoff, VHS-Verbandsvorsteher Bruno Wollbrink, dahinter v.l. Andreas Beaugrand (FH), Helga Lütkefend, Ulrike Koebke, Monika Schwidde, Andrea Dohmann (alle VHS Herford). Foto: Detlev Grewe-König


Projekt Vorstudium OWL richtet sich an Studien-Interessenten mit Defiziten in Schlüsselfächern / VHS Herford und FH Bielefeld arbeiten zusammen

Herford. Die Volkshochschule erweitert ihr Angebot um maßgeschneiderte Hochschul-Vorbereitungskurse in Englisch, Mathe und Deutsch. Besondere Unterstützung kommt von der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Jetzt unterzeichneten FH und VHS in Herford eine Kooperationsvereinbarung.

Wer zum Studien-Beginn Defizite in den Schlüsselfächern abbauen will, greift dafür schon heute auf das Kursprogramm der Volkshochschulen zurück. Auch die Hochschulen bieten etliche vorbereitende Basiskurse an.

Das jetzt in Herford entwickelte Projekt "Vorstudium OWL" ist ein weiteres, zielgruppengenaues Angebot. Es kann von allen Studenten genutzt werden, richtet sich jedoch besonders an "besondere" Studenten, die ohne Abitur etwa nach der Meisterprüfung oder mehrjähriger Berufstätigkeit noch ein Studium anschließen wollen. An der FH Bielefeld gibt es davon rund 270 (von 9.000).

"Insofern ist das Vorstudium OWL auch ein Beitrag zur Chancen-Gerechtigkeit", meint VHS-Direktorin Monika Schwidde. "Einige Studierende werden es zur Vorbereitung auf Prüfungen nutzen; andere werden einfach nur ihre Grundkenntnisse auffrischen."

Die Kurse sind berufsbegleitend angelegt und finden meist freitags und samstags statt. Sie können, so FH-Professor Andreas Beaugrand, in Verknüpfung mit Beratung dazu dienen, die Eignung der Teilnehmer zu überprüfen.

Weil es das einzige Angebot dieser Art in der Region ist, werden Teilnehmer aus ganz OWL erwartet.

Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink ist auch Vorsitzender der VHS-Verbandsversammlung. Er griff sofort zu, als die FH Bielefeld das Projekt anregte. "Damit wird der Bildungsstandort Herford aufgewertet", meint er. Sein Wirtschaftsförderer Dieter Wulfmeyer soll helfen, das Herforder Vorstudium-Angebot OWL-weit bekannt zu machen.

Gefreut hat ihn auch, dass die Partner-Wahl der Bielefelder auf die Herforder VHS gefallen ist. Wollbrink: "Das zeigt uns, dass wir eine leistungsstarke Volkshochschule haben."

Deren Chefin Schwidde kann jetzt folgerichtig ein weiteres Schild vor ihrem "Haus der Bildung" beschriften: Vorstudium OWL - verbunden mit einem Versprechen: "Sie wollen studieren - wir bereiten Sie darauf vor." Gestartet wird im Oktober (Infos ab sofort unter http://vorstudium-owl.de) mit 80 Unterrichtsstunden Englisch. Im Januar folgen Kurse "Deutsch als Zweitsprache", "Mathematik Basismodul" sowie Kurse zur Vorbereitung auf Prüfungen in Deutsch, Mathe und Englisch.

Die Teilnehmer zahlen Kursgebühren, können jedoch als Berufstätige auch Finanzierungen wie den "Bildungsscheck" in Anspruch nehmen. Geleitet werden die Kurse von VHS-Pädagogen. Für die Kurse wird eine Mindestteilnehmerzahl von acht erwartet.

Schon jetzt sprechen VHS und FH über Möglichkeiten einer Ausweitung des Vorstudium-Programms - etwa auf Studierende aus dem Kreis der Migranten.

 

© 2014 Neue Westfälische 09 - Herford, Mittwoch 11. Juni 2014 - von Hartmut Braun

 

 

Herforder Kreisblatt, 11. Juni 2014




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Auf Schatzsuche 2.0
Eintrag vom: 11.06.2014

Fundstück: Versteckt zwischen Grashalmen, Wurzeln und Blättern war die schwarze Dose mit dem grünen Deckel. Das Navigationsgerät, das Frank Wittemeier in seiner linken Hand hält, hat bei Suche geholfen. Foto: Christina Zimmermann

Reportage: Unterwegs mit einem Geocacher / Kurse für Einsteiger in der VHS

Kreis Herford. Der Schweiß steht ihm auf der Stirn. Kein Wunder bei 28 Grad im Schatten in der Mittagszeit. Frank Wittemeier schiebt seine Brille von der Nase und schaut auf sein Smartphone. Die Sonne reflektiert, der Bildschirm ist kaum zu erkennen. "Hier muss es irgendwo sein", sagt er nach ein paar Minuten und schaut sich um. Wittemeier ist Geocacher. Irgendwo zwischen Herford und Exter hat er sich auf moderne Schnitzeljagd per GPS-Gerät begeben. NW-Volontärin Christina Zimmermann und die NW-Praktikanten Helena Herold und Henryk Kasfeld haben ihn auf seiner Suche begleitet.

Die Sonne brennt auf der Haut. Sonnenschutz wäre keine schlechte Idee gewesen. Und Mückenspray. Die Biester fressen sich an Helenas Beinen entlang. Immer wieder schlägt sie sich an die Waden. Über einen kleinen Waldweg gehen Henryk, Helena und Frank Wittemeier auf eine Lichtung zu, an der eine Bank zum Pausieren steht. "Der Cache muss hier irgendwo liegen", sagt Wittemeier. Vielleicht an der Bank. Helena und Henryk schauen nach. Nichts. Wäre auch zu einfach.

Caches - das sind oft Gegenstände in der Größe eines Filmdöschens. "Sie können aber auch größer sein, je nachdem, was derjenige, der ihn versteckt, hineinpacken möchte", erklärt Wittemeier. Der Vlothoer gibt Einsteigerkurse an der Volkshochschule für den Kreis Herford. Er kennt sich aus mit der GPS-Technik und der Homepage, auf der die Koordinaten für jeden Geocache zu finden sind.

Noch immer ist er mit seinem Smartphone beschäftigt. "Mit der App für Geocacher kann ich alle Informationen zu dem Versteck nachlesen", erklärt er. Das seien neben den Koordinaten auch noch die Kommentare derjenigen, die den Cache schon einmal gefunden haben. "Hier steht übrigens, dass man nicht an der Bank suchen soll", sagt Wittemeier. Also geht es ab ins Gebüsch. Ein Baumstumpf, verhangen hinter ein paar Ästen und Zweigen mit Dornen, weckt die Aufmerksamkeit der Hobby-Cacher. "Das ist ein gutes Versteck", sagt Wittemeier. "Das Gras ist auch schon platt getreten. Ein gutes Zeichen."

Henryk versucht von der einen, Wittemeier von der anderen Seite an den Baumstumpf heranzukommen. Fehlanzeige. Nichts gefunden. "Vielleicht in der leeren Konservenbüchse daneben?", fragt Helena. Auch nichts. Nur Müll.

"Leider liegt häufig viel zu viel Müll im Wald", sagt Wittemeier. Deswegen verabredeten sich Geocacher auch zu sogenannten Cache-in-Trash-out-Treffen. "Da sammelt man dann neben der Suche nach den Caches den Müll ein und entsorgt ihn umweltgerecht."

Zwanzig Minuten suchen die Drei vergeblich. "Ab und zu sucht man auch vergeblich", sagt Wittemeier. Die kleinen Dosen könnten vom Regen weggespült werden. "Oder jemand nimmt sie einfach mit." Das passiere bei Caches in der Innenstadt in Herford häufiger.

In dem Moment hält Henryk triumphierend eine schmale Röhre in die Luft. "Ich hab ihn!" In einer kleinen Mulde an einem Baum war das Döschen versteckt. "Echt gut getarnt", sagt Henryk. Er schraubt die Dose auf und holt ein winziges weißes Heft heraus. "Das ist das Logbuch", sagt Wittemeier und zückt einen Kugelschreiber. "Wir verewigen uns jetzt hier mit Datum und Uhrzeit." Der letzte Eintrag ist vom Vortag.

"Es gibt auch andere Arten von Caches", sagt Wittemeier. "Bei Multi-Caches geht es darum, ein Rätsel zu lösen und so zum nächsten Cache geleitet zu werden. Und Earth-Caches sind meistens Orte mit einer bestimmten Geschichte, an denen man dann ein Foto macht und das im Internet hochlädt." Die Caches sind außerdem nach Schwierigkeitsgrad kategorisiert. "Es ist eine schöne Art und Weise, die Menschen wieder in die Natur zu bringen."

Henryk schiebt das Logbuch zurück in das Filmdöschen und blickt zu Wittemeier. "Du musst die Dose jetzt wieder an exakt derselben Stelle verstecken, an der du sie gefunden hast." Henryk bückt sich, Helena hält ihm die Äste zur Seite. Dann schiebt er den Cache zwischen die Wurzeln. Geschafft.


Kurse der Volkshochschule

Den nächsten Kursus für Geocaching-Einsteiger bietet die Volkshochschule (VHS) im Kreis Herford am Montag, 16. Juni, von 18 bis 21 Uhr in Kirchlengern an.
In Herford veranstaltet die VHS am Samstag, 9. August, zwischen 10 und 13 Uhr einen weiteren Kursus für Einsteiger.
In den Kursen lernen die Teilnehmer, wie die Navigationsgeräte funktionieren und machen sich dann selbst auf die Suche. (zim)

© 2014 Neue Westfälische, 09 - Herford, Samstag 07. Juni 2014, von Christina Zimmermann

 



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VhsMOOC zum Nachlesen!
Eintrag vom: 04.06.2014

2013 startete eine VHS-Initiative den vhsMOOC: eine offene Online-Veranstaltung zum Thema selbstbestimmtes Weblernen. Auf mehreren Plattformen wie Google+, Facebook und Twitter wurde gleichzeitig gepostet und kommentiert, auf YouTube entstanden 48 Videos zum vhsMOOC, in denen sich VHS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Weblernen, neue Lehr- und Lernformate, unterstützende Tools und die Entwicklung der Volkshochschulen äußern. Manche sprechen inzwischen sogar von einer neuen Zeitrechnung für Volkshochschulen - einer Zeit vor dem MOOC und der Zeit nach dem MOOC.
Als Mitautoren freuen sich Mark Stocksmeyer und Monika Schwidde jedenfalls sehr, dass die Dokumentation über den #vhsMOOC jetzt vorliegt. Der komplette Band steht ab sofort kostenlos bei wbv Open Access zum Lesen und Arbeiten zur Verfügung. http://www.wbv.de/artikel/6004409w.html

Glückliche Autor/innen signieren ihren neuen Titel: "Der vhsMOOC 2013" auf dem #vhscamp14 in Köln.




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Realschüler erhalten Sprachenzertifikat
Eintrag vom: 02.06.2014

Geschafft! 9 Schülerinnen und Schüler der Realschule Bünde Nord halten ihr Europäisches Zertifikat telc English B1 in den Händen. Es gratulierten Dr. Streif, telc GmbH und Ulrike Koebke, VHS. Neben dem regulären Unterricht hatten die Schüler/innen sich etwa ein Jahr lang auf die mündliche und schriftliche telc Prüfung vorbereitet. Es hat sich gelohnt: alle haben bestanden und besitzen nun einen europaweit anerkannten Nachweis guter Englischkenntnisse.




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VHS beteiligt sich - Programm für die Festmeile "Mobil ohne Auto" zwischen Enger und Spenge steht weitgehend fest
Eintrag vom: 30.05.2014

Die Planer: Ulla-Britta Rüsing, Eckhard Assler, Heidrun Hellmann, Matthias Rasche und Nicole Bertram (v. l.) gehören zum gemeinschaftlichen Organisationsteam beider Städte. Hier zeigen sie das Plakat zur Veranstaltung "Mobil ohne Auto". Auf dem Foto fehlt Burghard Wehmeyer. FOTO: BOHNENKAMP-SCHMIDT

Planung läuft auf Hochtouren

Enger/Spenge. Etwa fünf Kilometer lang ist die Strecke vom Zentralen Omnibusbahnhof Spenge bis zum Buskontaktpunkt Enger. Auf dieser Verbindungsachse zwischen den beiden Kommunen soll sich am Sonntag, 31. August, der Aktionstag "Mobil ohne Auto - Enger und Spenge unterwegs" abspielen. "Der gesamte Straßenverlauf wird dann zur autofreien Zone erklärt", kündigt Heidrun Hellmann vom Organisationsteam an.

Mehr als 70 Gruppen, Vereine, Institutionen und Unternehmen haben sich bereits angemeldet und wollen die interkommunale Großveranstaltung mit unterschiedlichsten Aktivitäten und Angeboten unterstützen.

An den beiden Busbahnhöfen und etwa in der Mitte der Festmeile am Schützenplatz Westerenger sollen Bühnen aufgebaut werden, auf denen von 11 bis 18 Uhr Programm geboten wird. Sowohl eine Andacht am Morgen als auch sportliche Präsentationen und ganz viel Live-Musik sind dort geplant.

"Am Schützenplatz wird sogar bis abends um 21 Uhr Musik eine Band spielen. Dort kann die Veranstaltung dann an zentraler Stelle ausklingen", erläutert dazu Heidrun Hellmann.

Zwischen den drei großen Anlaufpunkten werden auf Parkplätzen und Privatgrundstücken oder vor Firmen und Geschäften die zahlreichen Teilnehmer ihre Stände aufschlagen. Die Aktivitäten dort reichen vom Fahrrad- und Segway-Parcours über Wasserspiele, Hüpfburg, Kistenrutsche und Geocaching bis zu Kindertheater oder Kreativangeboten.

Mit einem "Bummelpass", der an verschiedenen Stationen abgestempelt werden kann, wollen die Organisatoren die Besucher animieren, möglichst die gesamte Strecke zurückzulegen - egal ob per Pedes, mit dem Rad, auf Inlinern oder andere Weise. Wer nicht mehr so mobil ist, kann den Shuttle-Service des Spenger Bürgerbusvereins nutzen.

Auch für das leibliche Wohl wird unterwegs natürlich ausreichend gesorgt sein: Es gibt Pizza und Pickert, Fisch und Flammkuchen, Kaffee und Kuchen und vieles mehr.

Finanziert wird das Event zu 75 Prozent über Sponsoren. "Den Rest hoffen wir weitestgehend über die Standgebühren abdecken zu können", sagen die Organisatoren. Bei einem Treffen aller Beteiligten wurde deutlich, dass das Veranstaltungsteam vieles beachten und koordinieren muss: Themen wie Hygieneanforderungen, Müllbeseitigung, Stromversorgung und mehr wollen bedacht sein. Darum kümmern sich Heidrun Hellmann, Nicole Bertram und Ulla-Britta Rüsing von der Stadt Spenge sowie Eckhard Assler, Matthias Rasche und Burghard Wehmeyer aus Enger.

© 2014 Neue Westfälische 10 - Enger-Spenge, Donnerstag 29. Mai 2014, von Brittag Bohnenkamp-Schmidt

 

HK_Enger_2014_05_29

 




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Kunst- und kulturhistorische Exkursion nach Aachen
Eintrag vom: 13.05.2014

Zum 1200. Todesjahr Karl des Großen

Freitag bis Sonntag, 12.09. - 14.09.2014

Die _art.dialog Kunstvermittlung und Projektmanagement bietet im September anlässlich des 1200jährigen Jubiläums Karl des Großen, in Kooperation mit der Volkshochschule Bad Salzuflen, eine Exkursion in die mit dem Kaiser historisch eng verwobene Stadt Aachen an.

Die Stadt Aachen veranstaltet aus diesem Anlass eine ganze Reihe von bemerkenswerten Veranstaltungen und Projekten. Ein Höhepunkt ist hierbei eine Ausstellungstrilogie, die sich auf drei wichtige Themen konzentriert, die allgemeinhistorische, kunst- und kulturgeschichtliche Zusammenhänge und Hintergründe an drei verschiedenen Ausstellungsorten sichtbar macht. Das Exkursionsprogramm wird die Besuche der erwähnten Sonderausstellungen in den Mittelpunkt stellen. Außerdem sollen aber auch weitere Punkte von Interesse auf der Agenda stehen: die Stadt Aachen mit ihrem Dom (nach vorheriger Einführung individueller Domrundgang, da wegen des Chorhallenjubiläums keine Führungen innerhalb des Gebäudes gestattet sind), der historisch bedeutende Wallfahrtsort Kornelimünster, dessen Tradition bis in die karolingische Zeit (Weihe des Benediktinerklosters im Jahr 817) zurückreicht sowie weitere ausgewählte Punkte von (kunst-)historischer Bedeutung in dem alten Stadtteil Burtscheid.

Weitere Informationen und das Exkursionsprogramm finden Sie hier.

Anmeldungen nimmt Dr. Frank Duwe - art.dialog - Beethovenstr. 33, 33604 Bielefeld, Tel. 0521 / 24338 , Fax 0521 / 1249875, E-Mail: duwe-bielefeld@t-online.de entgegen.





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VhsApp für den App-Award nominiert - Voting-Unterstützung ist gefragt!!
Eintrag vom: 06.05.2014

Unsere App ist nominiert und braucht eure Unterstützung. Stimmt doch bitte mit ab! Stefan Will, Mark Stocksmeyer und die ganze Projektgruppe haben den ersten Platz verdient. Einfach alle Sternchen anklicken! ;)

Hier die iOS-Version: http://vhs.bz/25i98
Hier die Android-Version: http://vhs.bz/qng1o




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VHS beteiligt sich am Kreisgeschichtsfest
Eintrag vom: 02.05.2014

Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer, Monika Guist (Kreisheimatverein) und Eckhard Möller (Kreisheimatpfleger) kümmern sich um die Organisation des Kreisgeschichtsfestes. Foto: Annika Tismer

Wo Kartoffelsuppe getanzt wird
Beim Kreisgeschichtsfest in Rödinghausen werden 15 000 Besucher erwartet

Rödinghausen (WB). Etwa 15.000 Besucher erwarten die Veranstalter am ersten Septemberwochenende zum Kreisgeschichtsfest in der Gemeinde. 970 Bürger werden sich aktiv an der Veranstaltung beteiligen, weitere 200 Helfer kümmern sich um die Logistik.
Damit wird da Fest im Ortskern eine organisatorische Herausforderung für die Gemeinde und den Kreisheimatverein. Entsprechend früh haben die Vorbereitungen begonnen, am Dienstagabend wurden während einer Informationsveranstaltung die aktuellen Pläne erörtert.
"Es wird für alle Beteiligten ein Kraftakt, aber auch ein herausragendes Ereignis", sagte Monika Guist vom Kreisheimatverein, die den vielen ehrenamtlichen Helfern dankte. Nur durch die Mithilfe der Schulen, Vereine oder Hobbyhistoriker sei es möglich, an 110 Ständen Geschichtliches zu präsentieren. "Alleine 16 Museen präsentieren sich auf unserer Museumsmeile", sagte Guist. Fast 50 Programmpunkte sind zudem auf unterschiedlichen Bühnen geplant.
Der Schwerpunkt der einzelnen Darbietungen und Ausstellungen beschäftigt sich dabei mit dem Titel der Veranstaltung: "Im Pickertland. Vom Essen und Trinken zwischen Teuto und Wiehen". "Wir möchten dabei Unterhaltung mit Wissensvermittlung verknüpfen", sagte Guist.
Am Haus des Gastes zum Beispiel wird es mehrere Ausstellungen, aber auch Tanz- oder Musikdarbietungen zu sehen geben. "Hier stellen wir die eher stilleren Projekte vor, es soll ein Platz zum Verweilen werden", sagte die Hauptorganisatorin. Passend dazu gebe es auf dem Vorplatz verschiedene Speisen und Getränke, aber auch Informationen rund um das Thema Mobilität.
Auf der gesamten Parkstraße sollen verschiedene historische Fahrzeuge zu sehen sein, an verschiedenen Stellen werden Kinderaktionen angeboten.
Der Hauptveranstaltungsort ist der Mehrgenerationenpark. Hier dreht sich vieles um die Geschichte der Ernährung in den vergangenen 100 Jahren. "Wir wollen dabei aufzeigen, dass sich nicht nur die Ernährung, sondern die gesamte Lebensweise der Menschen verändert hat", sagte Guist.
In einem großen Festzelt gibt es so unter anderem eine ehrenamtliche Ausstellung zum Thema "Pickertland", die Ausstellungstische zur Ernährung in den vergangenen 100 Jahren zeigen wird. Auf einer Bühne mit Küche sollen Lesungen und Vorführungen stattfinden. Von einer Showküche aus werden Gerichte gereicht und die entsprechenden Geschichten dazu erzählt.
An verschiedenen Stellen im Park sind verschiedene Tanz- und Theaterdarbietungen vorgesehen. "Wir sind sehr stolz, dass wir dieses Projekt ins Leben rufen konnten", sagte Guist im Haus des Gastes. Denn: Gemeinsam mit zwei Profis studieren Bürger Tänze und Theaterstücke ein und präsentieren sie schließlich dem Publikum. "Unter anderem möchten wir eine Kartoffelsuppe tanzen und einen Flashmob veranstalten", sagte Christine Grunert, die das Tanzprojekt leitet.
Die Theatergruppe trägt unter anderem Rezepte auf unterschiedliche Art und Weise vor. Für beide Gruppen werden noch Interessierte gesucht, sie können sich beim Kreisheimatverein melden.
Ein besonderes Erlebnis soll während des Geschichtsfestes ein Klangwald sein, in dem Musik erlebt, aber auch selber gemacht werden kann. Hinzu kommen Märchen und Sagen.
Die Landfrauen erfüllen das Backhaus mit Leben. Sie stellen unter anderem die beliebten süßen "Nonnensteine" her. In der Parkmuschel gibt es verschiedene literarische und musikalische Darbietungen.
"Am Abend beginnt dann eine riesige Gartenparty", kündigte Guist an. Live-Musik, Kabarett oder eine Bildershow mit Fotos aus der Rödinghauser Geschichte stehen auf dem Programm. Eine Promi-Kochshow, ein Barock-Feuerwerk und eine Lasershow auf einer Wasserleinwand sollen das Programm ebenso abrunden wie eine Gastronomiemeile mit westfälischen Spezialitäten. Am Sonntagmorgen ist ein plattdeutscher Gottesdienst vorgesehen.
Damit alles reibungslos verlaufen kann, wurde ein umfangreiches Sicherheitskonzept erstellt. Um den erwarteten Besuchern ausreichend Parkmöglichkeiten zu bieten, fahren Shuttle-Busse.

Bünder Zeitung, Donnerstag, 01. Mai 2014, von Annika Tismer

 

Neue Westfälische, Herford, Samstag, 3. Mai 2014




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Werburger Kreativtage 2014
Eintrag vom: 15.04.2014

 

Diesen Sommer finden die Werburger Kreativtage Spenge bereits zum 7. Mal statt.

In den letzten beiden Wochen der Sommerferien, vom 5. bis 17. August bieten regionale und überregionale Künstlerinnen und Künstler 10 Kreativkurse an, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Von zarter Aquarell- und Pastellmalerei über Holz- und Steinbildhauerei zu Bronzeguss und Messingtreibarbeiten! Nähere Informationen finden Sie hier.

 




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Spanisch für Genießer
Eintrag vom: 15.04.2014

 

Im Mai bietet die VHS einen ganz besonderen Kurs für Spanischlernende an: Einen Spanischkurs für Genießer. Dieser Kurs gibt einen Einblick in die gastronomische Vielfalt Spaniens und stellt typische Gerichte aus verschiedenen Regionen vor. Im Mittelpunkt stehen leicht nach zu kochende Rezepte, aber auch Übungen und landeskundliche Informationen kommen nicht zu kurz. Tortilla de patata, jamón serrano, queso manchego … und weil Ihnen beim Klang all dieser Köstlichkeiten sicherlich schon das Wasser im Mund zusammenläuft, bereiten Sie am letzten Abend gemeinsam Tapas zu und genießen sie anschließend. Nähere Informationen zu diesem genussreichen Kursangebot finden Sie unter der Kursnummer H3904.3B.

 

Foto: twinlili / pixelio.de

 




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Tipps vom IT-Experten der VHS
Eintrag vom: 15.04.2014

Das neue my City Live Stadtmagazin Herford-Hiddenhausen bietet IT-Tipps für Notebook, Tablet und Handy - vom IT-Experten der VHS Mark Stocksmeyer natürlich! ;)




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vhsPad - Neues kostenfreies Arbeitsinstrument für kollaboratives Arbeiten
Eintrag vom: 15.04.2014

Unser Kollege Mark Stocksmeyer hat vhsPad, ein neues kostenfreies Arbeitsinstrument für kollaboratives Arbeiten auf den Weg gebracht. Auf einem solchen Online-Dokument können mehrere Personen gleichzeitig arbeiten, wie bei Google-Docs, allerdings ist keine vorherige Registierung oder Accounterstellung erforderlich. Die Speicherung erfolgt auf deutschen Servern! http://vhspad.de
Dieser Dienst wird von den 3 Volkshochschulen (VHS Bremen, VHS Landkreis Fulda und VHS im Kreis Herford) getragen, verantwortlich für die Administration ist die VHS im Kreis Herford.




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"Warum ich so gern als Dozentin und Referentin tätig bin..." Nicole Gieselmann in ihrem Blog
Eintrag vom: 15.04.2014

"Bevor ich dazu weiter Stellung nehme, möchte ich kurz erzählen, wie es überhaupt dazu kam.

Seit nunmehr fast sieben Jahren bin ich als Dozentin tätig. Ich begann 2007 bei der VHS im Kreis Herford, kurz nachdem meine Elternzeit begonnen hatte. Im späteren Verlauf hatte ich auch Einsätze in weiteren Volkshochschulen.


Gründe, als Dozentin / Referentin tätig zu werden, gab es für mich viele

Mein befristeter Arbeitsvertrag war kurz vor der Geburt unseres ersten Kindes ausgelaufen, Elterngeld gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Ich wollte flexibel arbeiten.
Bei einem Beruf aus dem Bereich Informatik ist es wichtig, am Ball zu bleiben. Längeres Aussetzen hätte bedeutet, später nicht mehr in dem Bereich tätig sein zu können.
Ich wollte eine weitere Kompetenz erlangen, nämlich die, unterrichten zu können.

Wie alles begann…"

 

http://nicolegieselmann.de/warum-ich-so-gern-als-dozentin-und-referentin-taetig-bin/




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VHS unterstützt - Schüler wollen Zeitkapsel in 50 Jahren öffnen
Eintrag vom: 28.03.2014


Die Fotoschüler des Friedrichs-Gymnasiums wollen selbst Bilder für das Archiv schießen und sich in 50 Jahren wieder treffen, um die Fotos der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Foto: Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Am "Foto-Wochenende"soll das Herforder Leben umfassend dokumentiert werden / Teilnehmer können Kamera und Rundflüge gewinnen

Herford. Was wird aus ihnen in 50 Jahren geworden sein - den 17 Schülerinnen und Schülern des Kurses Fotografie der 9. Klasse am Friedrichsgymnasium des Schuljahres 2013/2014? Sie haben sich jedenfalls verpflichtet, dann - und nicht vorher - die "Herforder Zeitkapsel" feierlich zu öffnen und kostenlos einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Was werden sie in der Zeitkapsel finden? Wenn der Plan einer Archivierung über so lange Zeit aufgeht, sollen dokumentarische, digitale Fotos die ganze Fülle des Herforder Lebens im Jahr 2014 zeigen.

Eine Gruppe lokalhistorisch und fotografisch interessierter Herforder hat sich - wie berichtet - das Projekt "Zeitkapsel" ausgedacht, um es zukünftigen Generationen leichter zu machen, sich in die Vergangenheit zu vertiefen.

Warum sollen die Fotos fünf Jahrzehnte unter Verschluss gehalten werden? Die Hoffnung ist, dass Bilder entstehen können, die aus verschiedensten Gründen nicht heute, sondern - vertraglich abgesichert - erst in 50 Jahren an die Öffentlichkeit gelangen dürfen. Über das ganze Jahr werden Fotos geschossen - von Profis und Laien.

Da die meisten Leute der Initiatorengruppe in 50 Jahren alt und klapprig sein werden, haben sie nach jüngeren "Zeitkapselpaten" gesucht - und sie in dem Foto-Kurs der Lehrer Ivo Brieden und Frank Persike gefunden. "Ein guter Teil der Schüler wird aller Erfahrung nach in der Region bleiben und die Aufgabe erfüllen können", ist Mathias Polster zuversichtlich.

Was reizt die Jugendlichen daran? "Das wird ganz schön spannend, wenn wir die Kapsel in 50 Jahren öffnen", sagen die Kurssprecherinnen Ida Römhild und Marlo Schröder. "Vieles, was wir heute kennen, wird nicht mehr da sein. Vielleicht gibt es dann keine Supermärkte mehr, weil alles im Internet eingekauft wird. Viele Gebäude werden verschwunden und durch modernere ersetzt sein."

Ein besonderes Aktionswochenende mit Gewinnmöglichkeiten soll von Freitag, 4. April, bis Sonntag, 6. April, stattfinden. Dann sind alle Herforder aufgerufen, zur Kamera oder zum Smartphone zu greifen und das öffentliche und private Leben in Herford einzufangen.

"Wir möchten, dass so viele Menschen wie möglich ihr Umfeld fotografieren", sagt Polster. "Das kann die Wohnung sein, die Arbeitsstelle, die Straße. Was ihnen wichtig ist, was sie freut oder ärgert. Lassen Sie uns gemeinsam schon heute eine drohende Lücke in der Zukunft schließen, die wir aktuell aus der Zeit unserer Großeltern kennen. Werden Sie, Ihre Firma, Ihr Arbeitsplatz und Ihr persönliches Umfeld zum Bestandteil unserer jüngeren Herforder Geschichte. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung."

Bis zum 30. April besteht die Möglichkeit, die Fotos des Wochenendes abzugeben. Hinweise zum Download sind auf der Internetseite www.herforder-zeitkapsel.de zu finden. Es werden auch Papierabzüge oder CDs angenommen. Einfach in den Briefkasten der VHS oder im HudL abgeben.

Wichtig: Vergessen Sie nicht den Hinweis, was Sie fotografiert haben mit einer genauen Adresse. Am 3. Mai werden die Gewinner gezogen. 1. Preis ist eine Digitalkamera im Wert von 800 Euro von Expert-Döring. Weitere Preise sind Stadtführungen, Rundflüge mit Luftbildfotograf Detlef Kupfernagel und mehr.

© 2014 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 27. März 2014 von Frank-Michaela Kiel-Steinkamp




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Vortrag in der VHS: "Freiwillig zu Diensten? - Über die Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit"
Eintrag vom: 27.03.2014

Mit klarer Position: Publizistin Claudia Pinl beim Vortrag in der Volkshochschule. FOTO: RALF BITTNER

Ehrenamt ist ein Politikum

Herford. Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen, Gartenarbeit in der Kita, Essensausgabe, Helfer in der Bahnhofsmission: was sich liest wie Stellenangebote, sind Angebote für ehrenamtliche Arbeit auf der Internet-Seite der Ehrenamtsagentur EMMA. In der Reihe der Veranstaltungen im Rahmen des Frauenaktionsmonats ging Publizistin Claudia Pinl der Frage nach, warum das Ehrenamt boomt - und wann aus freiwilliger Arbeit Ausbeutung wird.

Historisch wurde im Zuge der Bismarckschen Sozialgesetzgebung um 1880 aus freiwilliger Barmherzigkeit eine "Aufgabe staatserhaltender Politik", gedacht zur Befriedung sozialer Proteste. Es entstand ein Rechtsanspruch auf staatliche Leistungen, der sich auch im Grundgesetz der Bundesrepublik findet. Daneben be- und entstanden nicht staatliche soziale Träger, von denen sich sowohl kirchlichen mit Nonnen und Diakonissen als auch der Arbeiterbewegung nahestehende Organisationen auf Ehrenamtliche stützten.

In den 1960er Jahren setzte ein Trend zur Professionalisierung ein, etwa über neue Fachhochschulabschlüsse. Spätestens seit der ersten Regierungserklärung Helmut Kohls von 1982 ist der Mensch plötzlich "in der Entfremdung eines anonymen Wohlfahrtsstaates" gefangen, staatliche Fürsorge wird zur Bevormundung umgedeutet. Ziel wird die "Selbst- und Nächstenhilfe der Bürger füreinander". Die neoliberale Idee, das der Markt alles richten werde, hielt Einzug.

Steuern wurden gesenkt oder ausgesetzt, mit der Folge, dass Staat und Sozialkassen das Geld ausging, um alle Leistungen weiter zu finanzieren. Im Schröder-Blair-Papier von 1999 wird festgestellt, "dass die Verantwortung des Einzelnen in Familie, Nachbarschaft und Gesellschaft nicht an den Staat delegiert" werden könne, die Menschen werden zu Ich-AGs.

Folge war die Zunahme der gesellschaftlichen Spaltung in Arm und Reich, so Pinl, und als Reaktion darauf mit dem Kommunitarismus eine neue Form des Ehrenamtes, die seither massiv gepredigt werde: "Typisch für diese neue Form des Almosens ist, dass es keinen Rechtsanspruch gibt. Die Bedürftigkeit muss immer wieder nachgewiesen werden." Die staatliche Aufgabe, Menschen mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen, werde ins Private abgeschoben. Große Teile staatlicher Daseinsvorsorge in den Bereichen Bildung, Sozialwesen und kommunale Infrastruktur seien inzwischen ehrenamtlich geregelt. "Freibäder werden bis auf Technik und Sicherheit von Vereinen unterhalten, Straßenreinigung durch private Kehrwochen ersetzt, Grünanlagen freiwillig in Bürgerarbeit gepflegt, kommunale Bibliotheken in die Hände von Vereinen übertragen. In der Pflege übernehmen Hauptamtliche die qualifizierten Tätigkeiten, die menschliche Ansprache der Patienten wird Ehrenamtlichen überlassen."

"Arbeit ist da", ist sich Pinl sicher, Geld auch, denn 2,2 Billionen euro Staatsschulden steht Privatvermögen in Höhe von 6,3 Billionen gegenüber. Was fehle sei die Bereitschaft zur Umverteilung nach dem Beispiel von Adenauers Lastenausgleich und der Wille Menschen für ihre Arbeit angemessen zu entlohnen. Dieses Modell habe jedoch Grenzen. Wo Verlässlichkeit gefordert ist, werden Dienste wie Freiwilliges Soziales Jahr oder Bundesfreiwilligendienst etabliert, die die Kosten drücken. Alte Strukturen brechen weg, weil sie wie etwa die Feuerwehr in der Konkurrenz um die Ehrenamtlichen nicht mehr attraktiv scheinen.

"Vielen Menschen vermittelt ihr Engagement ein subjektiv befriedigendes Gefühl", sagt Pinl, das mache es so schwierig, Menschen davon zu überzeugen, dass ihr Engagement bewusst ausgebeutet werde. Schuld seien nicht einmal die im Kostendruck stehenden Träger, sondern Entscheider in Wirtschaft und Politik: "Ehrenamt ist ein Politikum." Menschen stocken Minijobs oder Zwergenrente gezwungenermaßen mit den Aufwandsentschädigungen auf, oder hoffen, dass sich aus dem Ehrenamt ein qualifizierter Job ergebe - was jedoch so gut wie nie der Fall sei.

Gesellschaftlicher Nutzen ehrenamtlicher Arbeit

Pinl referierte auch die Ergebnisse einer Studie aus dem Jahr 2009 zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen des Ehrenamts. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2008.

Demnach leisteten die Deutschen 4,6 Milliarden Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Jahr, beim damals diskutierten Mindestlohn von 7,50 Euro erbringen engagierte Bürger jährlich eine Arbeitsleistung im Wert von nahezu 35 Milliarden Euro oder 2 Prozent des deutschen Volkseinkommens. Diese übersteigt etwa den Anteil des Gastgewerbes oder den der Land- und Forstwirtschaft deutlich. Insgesamt engagieren sich knapp 35 % der Deutschen über 16 Jahren. Damit liegt Deutschland im Europavergleich im oberen Mittelfeld, auch wenn in den Ländern Ehrenamt unterschiedlich definiert und gezählt wird.

Ehrenamtliche leisteten über 4,6 Milliarden Arbeitsstunden, Erwerbstätige 57 Milliarden Arbeitsstunden. Das heißt, dass bürgerschaftlich engagierte Menschen 7,5 Prozent der Gesamtarbeitsstunden erbringen. Längst ist das Ehrenamt ein volkswirtschaftlicher Faktor neben Eigen-, Staats- und Marktproduktion geworden. Der "Engagement Atlas 2009" wurde vom Generali Zukunftsfonds 2009 vorgestellt. Pinl rechnete jedoch weiter. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden entspreche der von etwa 3,2 Millionen Vollzeitbeschäftigte bei damals 3,4 Millionen Arbeitslosen, auch wenn die sicher nicht eins zu eins vergleichbar seien.

Pinl schätzt, dass bis zu einem Drittel der Ehrenamtlichen in Bereichen arbeiten, die bis vor Kurzem bezahlte Tätigkeiten waren oder mangels Bedarf nicht existierten, etwa in Kleiderkammern.

© 2014 Neue Westfälische09 - Herford, Donnerstag 27. März 2014, VON RALF BITTNER




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VHS und AKE informierten - "Wo steht die Revolution?" – Ägypten-Experten diskutieren bei Seminar im Vlothoer Jugendhof
Eintrag vom: 27.03.2014

Gemeinsam mit anderen Ägypten-Experten wird beim Seminar im Vlothoer Jugendhof
über die Zukunft Äqyptens diskutiert. »Wo steht die Revolution heute?« lautet eine der
Fragestellungen, von links: Mamdouh Habashi (Kairo), Gerhart Schöll (AKE, Moderation),
Alsayed Alrahmany (Münster) und Hoda Salah (Berlin/Kairo).

Versöhnung durch Dialog

Vlotho(VZ). Der Arbeitskreis Entwicklungspolitik (AKE) blickt besorgt nach Ägypten: Dass ein ägyptisches Gericht gerade mehrere hundert Menschen zum Tode verurteilt hat, die an einer gewalttätigen Demonstration in einer ägyptischen Provinzstadt beteiligt waren, beunruhigt.
Mitglieder des AKE haben an einem Seminar im Jugendhof in Vlotho teilgenommen. Anlass war die Einladung des Deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes. Diskutiert wurde das Thema "Wo steht die Revolution? Der schwere Weg der Gewaltfreiheit in Ägypten und anderen Ländern".
Gerhart Schöll, der selbst mehrere Jahre in Kairo gelebt hat und am Wochenende am Seminar teilnahm, dazu: "Demonstranten, die erhebliche Schäden angerichtet oder möglicherweise sogar Menschenleben auf dem Gewissen haben, müssen von der Justiz zur Rechenschaft gezogen werden." Aber solche schnellen, pauschalen und grausamen Urteile in einem im wahrsten Sinne des Wortes ›kurzen Prozess‹ seien alles andere als förderlich für die positive Entwicklung, die das Land nach den Auseinandersetzungen der letzten Jahre dringend brauche.
Und Beobachter rechnen auch gegenüber anderen Demonstranten, insbesondere aus den Reihen der Muslimbrüder, mit ähnlichen Urteilen, die zur weiteren Eskalation und Verhärtung der Fronten beitragen werden. Die oft brutale Gewalt dominiere inzwischen auf fast allen Seiten. Dies obwohl, wie Friedensforscher Martin Arnold erläuterte, 2011 der Erfolg des Aufstandes auch dem Umstand zu verdanken war, dass viele der Aktiven sich zuvor mit der Frage befasst hatten, wie politische Veränderungen eher mit gewaltfreien Mitteln möglich seien. Dabei hätten sie auf vorangegangene Erfahrungen in einigen anderen Ländern aufbauen können.
Zur Information über die aktuelle Situation im Land und die Perspektiven trugen - teilweise durchaus kontrovers - drei aus Ägypten stammende Wissenschaftler bei: Die Politikwissenschaftlerin Hoda Salah (Berlin/Kairo), Alsayed Alrahmany, Imam und Mitglied des Exzellenzclusters Religion und Politik an der Universität Münster sowie Mamdouh Habashi (Kairo), Politiker (Ägyptische Sozialistische Partei ESP) und Vorstandsmitglied im Arab African Research Center (AARC).
Die Seminarteilnehmer, unter ihnen viele mit eigenen familiären Wurzeln in Ägypten, beurteilten die aktuelle Situation und die Perspektiven für die nähere Zukunft eher skeptisch. Auch wenn die meisten der Politik der Muslimbrüder kritisch gegenüberstanden, seien nur wenige der Meinung, dass der Militärputsch und vor allem die inzwischen von den Machthabern ausgeübte Politik zu einer Befriedung und nachhaltigen Entwicklung des Landes beitragen könne. Wenn eine Gesellschaft politisch so gespalten sei wie derzeit die ägyptische Gesellschaft, sei das Gespräch zwischen den unterschiedlichen Gruppen, über das vielleicht mittelfristig ein Versöhnungsprozess möglich sei, eigentlich unabdingbar. "Gerichtsverfahren und Urteile, wie wir sie gerade erlebt haben, tragen dazu nicht bei." Dies unterstrich auch noch einmal Clemens Ronnefeldt, Friedensreferent des Internationalen Versöhnungsbundes.
Auf Anregung vieler Teilnehmender werden die Veranstalter, neben dem AKE-Bildungswerk insbesondere der Internationale Versöhnungsbund, die weitere Entwicklung vielleicht auch in absehbarer Zeit in einem nächsten Seminar in Vlotho noch einmal aufgreifen, hieß es im Abschluss-Fazit. Viele der Teilnehmer äußerten die Absicht, sich aktiv für Demokratie und Menschenrechte in Ägypten und anderen arabischen Ländern einzusetzen und vor allem dafür, dass die Politik ihnen dafür auch eine Chance gibt.


HK Vlotho 27.03.2014




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VHS informierte - Vogelkundler im Bruch unterwegs
Eintrag vom: 24.03.2014

Mehr als 20 Vogelinteressierte haben sich am frühen
Sonntag mit Gummistiefeln und Ferngläsern auf den
Weg gemacht, um unter den Ausführungen des
Vogelkundlers Klaus Nottmeyer einheimische Vogelarten
und auch Zugvögel zu entdecken und zu
beobachten. Foto: Daniela Dembert

Kiebitze und Zugvögel fühlen sich in Enger wohl
Enger(dd). Lukas Homburg ist Vogelkundler aus Leidenschaft. Deshalb hat er seine Eltern auch am Sonntagmorgen wieder mobilisiert, um mit ihm an der vogelkundlichen Wanderung der Biologischen Station Ravensberg teilzunehmen. Mit mehr als 20 anderen Vogelinteressierten folgte der Zehnjährige mit einem Fernglas und einer kleinen Digitalkamera ausgestattet dem Ornithologen Klaus Nottmeyer ins Enger Bruch, um verschiedenen einheimischen wie auch nur kurze Zeit verweilenden Zugvögeln nahe zu kommen. Die Niederungen Engers waren schon immer ein Feuchtgebiet mit besonders attraktiven Nistmöglichkeiten und bieten Zugvögeln wie der Nilgans auch in größeren Scharen einen Aufenthaltsort.
»Hier lacht schonmal ein Grünspecht«, wies Nottmeyer die Gruppe gleich zu Beginn der Wanderung auf eine der vielen Vogelstimmen hin. Auch Kohl-, Sumpf- und Blaumeisen, Buchfinken und Kiebitze fühlen sich im Bruch heimisch. Nottmeyer erklärte anhand kleiner Eselsbrücken die Charakteristika der einzelnen Vogelrufe.
War das heutige Naturschutzgebiet früher eine Allmende, eine Weidefläche für alle Ortsansässigen mit ein wenig Holzwirtschaft, hat sich die Vegetation dahin verändert, dass nun mehr Erlen und Weiden die sumpfigen Wiesen bewachsen. Bodenbrüter müssen zudem kein grasendes Vieh mehr fürchten. Für die Ornithologen ist das naturbelassene Gebiet ein interessanter Ort, um eine Vielzahl von Vogelarten beobachten zu können. Bei seinen Führungen möchte Nottmeyer die Besucher für diese Vielfalt sensibilisieren.

HK Enger, 24. März 2014, Daniela Dembert



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VHS-Schreibwerkstatt feiert Jubiläum
Eintrag vom: 24.03.2014

Die Autorinnen der Schreibwerkstatt mit (von links) Andrea Finke,
Dorothee Pilgram, Helga Hindemith, Kursleiterin Kerstin Tümmel, Lena
Lischkowitz, Rita Frentrup und Reinhilde Koch-Bökenkamp.

Frauen schreiben eigene Geschichten
Herford(HK). Zwischen Himmel und Erde muss eine Menge geschehen, damit eine Frauenschreibwerkstatt der Volkshochschule (VHS) 25 Jahre alt werden kann. Bei der Jubiläumslesung in der Stadtbücherei haben die Autorinnen mit ihrem Publikum gefeiert. Die Veranstaltung war ausverkauft. In der Pause wurde auf das Jubiläum angestoßen.
Dieses Jahr lautete das Motto: »Zwischen Himmel und Erde«, weil dazwischen grundsätzlich eine Menge Sprengstoff geschieht. Das haben die Autorinnen auch bewiesen. Helga Hindemith hatte sich diesmal dem Genre Krimi voll und ganz gewidmet. Rita Frentrup bewies auf kreative Weise, wie man tierische Probleme auf weltliche Art klärt. Der Schmunzeleffekt blieb nicht aus. Alle Autorinnen brachten das Publikum zum Lachen oder regten es zum Mitmachen an. Reinhilde Koch-Bökenkamp begleitete die Veranstaltung musikalisch, welches eine wunderbare Kombination zu den Texten gab.
Kursleiterin Kerstin Tümmel freute sich über die zunehmende Beliebtheit, welche die Lesung in den letzten Jahren immer mehr genießt und hofft, dass die Gruppe nächstes Jahr wieder solch ein »wunderbares Publikum« empfangen kann.
Neulinge nimmt die Autorinnengruppe gern auf. Im September findet der nächste Kurs in der VHS Herford im Raum 206 statt. Bei Interesse rechtzeitig bei der VHS Herford anmelden.

HK Herford, 22. März 2014



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Vogelkundlicher Spaziergang in Enger
Eintrag vom: 21.03.2014

Foto: Ulrich Velten/ pixelio.de

Mit Beginn des Frühjahrs besuchen zahlreiche
gefiederte Gäste auf dem Zug nach
Norden die feuchte Geländesenke im
Enger Bruch. Dazu gehören mehrere
Entenarten und Watvögel. Die ersten
Brutvögel und Goldammern (Foto) sind
ebenfalls aktiv. Die VHS und die Biologische
Station Ravensberg laden Interessierte zum
vogelkundlichen Spaziergang ein. Treffpunkt
ist am Sonntag, 23. März, um 9 Uhr
am Parkplatz Ringstraße/ Bolldammstraße in
Enger.



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Vortags- und Diskussionsveranstaltung über die Folgen von Nuklearkatastrophen und welche Mittel gegen die Atomkraft wirken
Eintrag vom: 19.03.2014

Toshiya Morita (r.) und Übersetzerin Kozuko Kanuma-Kölzer.
FOTO: STRATMANN-HORN

Fukushima ist weiterhin außer Kontrolle

Herford. Drei Jahre nach dem Mehrfach-Supergau von Fukushima berichteten japanische Gäste aus erster Hand über die Situation in Nordostjapan und über die Veränderungen, die sich seither in der japanischen Öffentlichkeit ereignet haben.

Mehrere Herforder Umwelt- und Menschenrechtsgruppen, die Volkshochschule und der Kirchenkreis hatten eingeladen - und viele kamen. Im Vortragssaal des Hauses der Kirche war kein Platz mehr frei. Barbara Rodi von der FEGH (Friedensfördernde Energie-Genossenschaft Herford) moderierte.

Drei Jahre nach dem Mehrfach-Supergau von Fukushima berichteten die Gäste aus Nippon aus erster Hand über die Situation in Nordostjapan und über die Veränderungen, die sich seither in der japanischen Öffentlichkeit ereignet haben.

Der Journalist Toshiya Morita beschrieb die Situation der aus der Umgebung der explodierten Reaktoren evakuierten und der mehr als eine Million geflohenen Menschen. Die rund 165.000 Zwangsevakuierten müssen nach wie vor in Container-Siedlungen leben. "Die japanische Regierung gaukelt ihnen vor, sie könnten bald wieder in ihre Häuser zurückkehren. Tatsächlich sind die betroffenen Städte und Dörfer aber langfristig unbewohnbar", sagt Morita. Das abgetragene radioaktive Erdreich befinde sich unter Plastikplanen oder in Müllsäcken, oft unmittelbar neben Schulen und Wohnhäusern; niemand wisse, was damit geschehen soll.

Japanische Regierung und Betreiberfirma Tepco versuchten in unverantwortlicher Weise die Folgen des Supergaus herunterzuspielen und so zu tun, als habe man alles im Griff. Die Bevölkerung, normalerweise eher ruhig und gutgläubig, sei aber aufgewacht. Morita berichtete mitreißend von der starken Antiatom-Bürgerbewegung in ganz Japan. Eine führende Rolle spielen nach seiner Darstellung junge Mütter, die um ihre Kinder besorgt sind. Traditionell halten sich die japanischen Frauen in der Öffentlichkeit zurück, jetzt aber organisierten sie den Protest und gingen zu Zehntausenden auf die Straße. Dieser Bürgerbewegung sei es gelungen, bisher das Wiederanfahren auch nur eines einzigen Atommeilers in Japan zu verhindern.

Morita veranschaulichte seinen Bericht mit eindrucksvollen Fotos. Die bewegenden Geschichten wurden wie Moritas Vortrag kompetent von Kozuko Kanuma-Kölzer übersetzt.

Medizinerin Angelika Claußen aus Bielefeld, viele Jahre Vorsitzende der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs), ist seit der Nuklearkatastrophe zwei Mal in Japan und in der Präfektur Fukushima gewesen. Sie informierte über jetzt schon erkennbare Strahlungsfolgen. Sie rechnet mit stark steigenden Schilddrüsenkrebsraten.

Die Ärztin erwähnte auch das Schicksal der Tepco-Arbeiter in Fukushima. Viele von ihnen sind nicht krankenversichert, Erkrankungen und Todesfälle nach dem Arbeitseinsatz werden nirgends registriert.

Einig waren sich die Diskutierenden dass der Katastrophenschutz für den Fall eines Nuklearunfalls in Deutschland aktualisiert werden muss. Die gültigen Evakuierungspläne nur für Regionen, in denen ein Mensch mit mehr als 50 mSv/Jahr belastet würde, seien aus ärztlicher Sicht indiskutabel. Sogar in Japan gilt die Grenze von 20 Mikrosievert jährlich als Evakuierungsgrund.

© 2014 Neue Westfälische 09 - Herford, Mittwoch 19. März 2014



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VHS Schreibwerkstatt für Frauen wird 25 Jahre alt - Lesung am 19. März
Eintrag vom: 18.03.2014

Literatur ist ihr Hobby: Kerstin Tümmel (vorne), Helene Lischkowitz (v. l.), Andrea Finke, Dorothee Pilgram, Helga Hindemith, Reinhilde Koch-Bökenkamp, Rita Frentrup und Birgit Sieker.

Kreativ auf Knopfdruck

Herford. Ab und zu geht der Blick hinauf an die weiße Decke des Seminarraumes, so als würde sich dort ein neuer Gedanke verstecken. Eifrig kritzeln die acht Frauen der Schreibwerkstatt in ihren kleinen Büchern, Heftchen oder auf ihren losen Zetteln herum. Heute sprudeln die Ideen. Es geht um Asche, um eine Eieruhr und um das perfekte Drei-Minuten-Ei.

Die Schreibwerkstatt für Frauen der VHS Herford feiert ihr 25-jähriges Bestehen. "Das ist etwas Besonderes. Wir sind eine der ältesten Schreibwerkstätten in NRW", sagt Kursleiterin Kerstin Tümmel. Seit 2007 betreut die Bünderin die Gruppe. Vorher war sie selbst Teilnehmerin. "Die Seite zu wechseln, war am Anfang nicht ganz leicht", gibt Tümmel zu.

"Meine größte Angst zu Beginn war, dass mir die Themen ausgehen." Das ist ihr in den acht Jahren aber nie passiert. Bei jedem Treffen denkt sich Tümmel etwas Neues aus. "Meistens bearbeiten wir zwei Themen pro Sitzung." In den 25 Jahren hätten die Hobby-Literatinnen so an die 1.000 Themen bearbeitet. "Daraus sind dann bestimmt etwa 10.000 Texte entstanden", sagt Tümmel.

Mittwoch, 19.30 Uhr. Auf dem großen Tisch steht eine Packung Pralinen in Herzform, geöffnet. Märchenbücher, Gedichtbände und einige Zettel mit Kurzgeschichten liegen in der Mitte. Jede Autorin hat bereits ein Blatt Papier, ein Buch mit leeren Seiten oder einen Block vor sich liegen und einen Stift in der Hand. Kerstin Tümmel lächelt. "Heute habe ich ein etwas eigentümliches Thema gewählt."

Sie verteilt kleine Papierschnipsel. Darauf: Eine Geschichte über einen Mann, der seiner Frau nach seinem Tod seine Asche in einer Eieruhr hinterlässt, damit sie das perfekte Frühstücksei kochen kann. Erste Verwirrung macht sich breit.

Dann zieht Rita Frentrup einen Zettel aus einer kleinen Schatztruhe: "Träume versetzen Berge" steht auf dem Papier. Das sind die Eckpfeiler für die neun Geschichten, die gleich entstehen. Teilnehmerin Helene Lischkowitz schaut ein wenig verzweifelt: "Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll."

"Ein Brett vorm Kopf zu haben, das kennen wir gut", sagt Birgit Sieker, das Urgestein der Gruppe. Sie ist von Beginn an mit dabei, hat die Gruppe auch zwei Jahre geleitet. "Trotzdem ist man immer wieder überrascht, wie viel einem aus dem Nichts einfällt."

Nach anfänglicher Diskussion über den Tod und die Zeit, die ein perfektes Frühstücksei kochen muss, sitzt jede der acht Frauen vertieft in ihre eigene Geschichte am Tisch. Schon drehen die ersten ihre Blätter um, um auf der Rückseite weiterzuschreiben.

Auch Helene Lischkowitz schreibt konzentriert an ihrer Geschichte. Blätter rascheln, die Stifte schaben auf dem Papier, ab und zu wird auch mal wild durchgestrichen, aber keiner redet. Kursleiter Tümmel durchbricht die Stille: "Kommt bitte langsam zum Ende." Hier und da ein Stöhnen, weil sich nun schnell ein Ende ausgedacht werden muss.

Renate Eisenberg gründete die Frauenschreibwerkstatt 1989. Ihr lag die Gleichberechtigung und Mitsprache der Frauen in Herford sehr am Herzen. "Von ihr wird gesagt, dass sie das Talent hatte, jemanden zum Schreiben zu motivieren", sagt Tümmel.

Auch die Asche und das perfekte Ei hat die Autorinnen motiviert und einiges an Kreativität herausgekitzelt. Eine schafft ihr eigenes kleines Krematorium im Wohnzimmer, die andere schreibt eine Geschichte in Reimform über eine umgekehrte Rollenverteilung von Mann und Frau, die nächste entwickelt eine schaurige Gruselgeschichte. Auch ein sehr politischer Text, der an den Weltfrauentag erinnert, fehlt in der Frauenrunde nicht.

In dieser Form sind die Texte in ihrer Rohfassung. "Zu Hause wird nachgebessert, ab und zu", sagt Rita Frentrup. Für die jährlichen Lesungen lektoriert Kerstin Tümmel die Texte der Hobby-Autorinnen. Veröffentlicht wird aber eher selten. "Es geht darum, mit Gleichgesinnten zusammen zu schreiben und sich auszutauschen, nicht aber um Veröffentlichung", sagt Tümmel.

© 2014 Neue Westfälische 09 - Herford, Dienstag 18. März 2014, von Christina Zimmermann



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Zwischen Leid und Liebe - Therapeut Dr. Mathias Jung referierte zum Thema Liebeskummer
Eintrag vom: 18.03.2014

Therapeut und Berater: Bereits zum 13. Mal war Dr. Mathias Jung auf Einladung der VHS im Universum. Dieses Mal sprach er über das Thema Liebeskummer. FOTO:CORINNA SCHWANHOLD

Bünde. Betroffen sind Erwachsene, Kinder und Jugendliche und selbst Tiere können unter ihm leiden: Die Rede ist vom Liebeskummer, der schon so manchen ins Elend gestürzt hat. Doch das größte Leid kann auch heilend wirken, weiß der Therapeut und Lebensberater Dr. Mathias Jung. Auf Einladung der Volkshochschule sprach er nun im Universum zu dem Thema.

Wenn Liebe ins Leere fällt, ist das die wohl tiefste Kränkung unseres Lebens, davon ist der Paar- und Einzeltherapeut Jung überzeugt. Doch so ernst das Thema auch sein mag, einen trockenen Vortrag wollte er seinen interessierten Zuhörern im Universum nicht bieten. Das machte er gleich am Anfang des Abends deutlich.

"Wer von Ihnen hatte schon mal Liebeskummer?", fragte er in die Runde und bekam erwartungsgemäß viele in die Luft gestreckte Finger zu sehen. "Gott sei Dank, dann bin ich ja nicht der einzige Psychopath!", schmunzelte der Redner und stieg in sein Programm ein, in dem es um die Katastrophen, aber auch die Selbstheilungen der Liebe ging. Diese Themen behandelt der Therapeut auch in seinem Buch "Liebesschmerz: Über den Liebeskummer oder Verzweiflung, die heilen kann", das er zu seinem Vortrag mitgebracht hatte.

Bevor er in die Fallbeispiele seines Buches einstieg, berichtete Jung erst einmal von seinen eigenen Erfahrungen mit dem Kummer, die er bereits als junger Mann gemacht hat: Nachdem seine Freundin ihn verlasse habe, habe er sich völlig elend gefühlt: "Ich war nur noch ein hilfloses Bündel", erinnerte sich Jung. Doch verglichen mit anderen Leidenden sei das noch harmlos: Bis in den Suizid hinein könne Liebeskummer führen, auch Verbrechen geschähen aus tiefer Kränkung. "Dabei gilt: Je stärker ich meine eigene Sinngebung an den Partner abgebe, desto stärker bin ich gefährdet."

Insgesamt sei Liebeskummer der Trauer nicht unähnlich und dementsprechend hat Jung auch beim Leid verschiedene Phasen ausgemacht: Nach dem Verdacht folgten die Hilflosigkeit, das Bitten und Betteln, die Flucht und schließlich der finale Abschied. Zu jeder dieser Phasen hatte Jung interessante Fallbeispiele aus seiner Praxis mitgebracht, die er auch in seinem Buch aufgreift. Trotz der allgemeinen Vorstellung versteht der Therapeut unter Liebeskummer nicht nur das Leid nach einer Trennung: Auch noch in der Beziehung könne man Kummer empfinden, wie er an seinen Beispielen zeigte. So griff er mehrere Leidensgeschichten seiner Patienten auf, die anfangs den Verdacht hatten, betrogen zu werden. Trotz ihrer Bitten an den Partner war es zu spät und sie sahen sich einem großen Scherbenhaufen gegenüber. Doch nach einer langen Leidensphase setzte bei ihnen schließlich das ein, was Jung die "Inventur" nennt: Der Leidende ergreift die Chance, sich neu zu finden: "Die Krise bringt einem viel über sich selbst bei. Der Mensch definiert sich wieder über sich selbst und nicht mehr über seinen Partner", erklärte er.

Neben den Auswirkungen einer Trennung hatte Jung aber auch viele Erkenntnisse über Partnerschaften mitgebracht, so betonte er unter anderem die Wichtigkeit von Zärtlichkeit in einer Beziehung. Hier seien gerade kleine Gesten wie ein Lächeln oder Kosenamen gefragt: "Wenn meine morgens zum Beispiel zu mir sagt: ,Schatz, du nervst mich heute!?, freue ich mich über das ,Schatz? und vergesse den Rest", schmunzelte Jung.

Gerade diese Mischung aus fundierten und gut erklärten Erkenntnissen über die menschliche Psyche und einer Prise Humor ist es wohl, die Jung mittlerweile einen kleinen Fan-Club im Kreis beschert hat. Schließlich war der Therapeut mittlerweile zum 13. Mal auf Einladung der Volkshochschule im Kreis Herford zu Gast. Auch auf einen nächsten Termin mit dem anerkannten Lebensberater dürfen sich Interessierte bereits freuen: "Am 30. Oktober referiert er über die Mutter-Tochter-Beziehung am Beispiel von Schneewittchen", so Helga Lütkefend, Fachbereichsleiterin Psychologie an der VHS.

VON CORINNA SCHWANHOLD, © 2014 Neue Westfälische 11 - Bünde, Samstag 15. März 2014



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Auf den Spuren der Krupps - Tagesfahrt mit der Volkshochschule und Jörg Militzer
Eintrag vom: 12.03.2014

Anhand der Henrichshütte in Hattingen wird ein Einblick in die Produktion von Stahl- und Eisen gegeben (Abbildung: LWL-Industriemuseum)


Bünde(BZ). Nur wenige Industrielle haben in deutschen Geschichtsbüchern so viele Spuren hinterlassen wie die Familie Krupp.

Doch nicht nur in Büchern, auch am Ort ihres Schaffens und Lebens, in Essen an der Ruhr, gibt es heute noch zahlreiche dieser Spuren zu entdecken. Um den Themenkomplex jedoch umfassend vorstellen zu können, besucht die Volkshochschule im Kreis während einer Tagesfahrt am 25. März zunächst eine ehemalige Produktionsstätte von Eisen- und Stahl, die Henrichshütte in Hattingen.

Nach einem kurzen Abstecher in die Hattinger Altstadt steht ein Besuch in der Villa Hügel auf dem Programm, in der die Krupps einst über ihr Firmenimperium residierten. Zum Abschluss soll eine Arbeitersiedlung der Kruppianer, wie sich die Mitarbeiter nicht ohne Stolz nannten, besucht werden. Die von Margarethe Krupp gestiftete und nach ihr benannte Gartenstadt Margarethenhöhe südwestlich der Essener City, die in den Jahren 1906 bis 1938 entstand und mehr als 900 Gebäude umfasst, wird ebenfalls in einer Führung sachkundig erläutert.

Für die von Jörg Militzer geleitete Fahrt in einem komfortablen Reisebus stehen noch einige Restplätze zur Verfügung. Weitere Informationen und Anmeldungen nimmt die Volkshochschule unter 0 52 21/59 05-32 entgegen.

Bünder Zeitung, 12.03.2014



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"And the winner is – Christa Knöner!" Mathilde-Engagement-Preis vergeben
Eintrag vom: 04.03.2014

Hier ging es zwar nicht um den Oscar, sondern um den Mathilde-Engagement-Preis des Fördervereins der VHS im Kreis Herford, überreicht durch die Vorsitzende Gerburg Koltzsch. Die Laudatio hielt die Fachbereichsleiterin Andrea Dohmann. Und die völlig überraschte Preisträgerin fühlte sich "wie bei der Oscar-Verleihung". Nach der Frauengeschichtsgruppe Eigensinn im Vorjahr war dieses das zweite Mal, dass der Förderverein herausragendes Engagement im Rahmen der VHS-Arbeit würdigte.
Foto: Gisela schwarze

 

Volkshochschul-Preis für Christa Knöner

Dozentin unterrichtet Deutsch sowie Französisch und nimmt Prüfungen ab
Von Gisela Schwarze
Kreis Herford. Ihr jahrelanger Einsatz für Bildung fand Anerkennung: Christa Knöner erhielt jetzt den Mathilde-Engagement-Preis der Volkshochschule.
Bereits zum zweiten Mal verlieh die VHS im Kreis Herford den Preis, der außergewöhnliches Engagement im Rahmen der VHS-Bildungsarbeit würdigt. Ausgelobt wird er vom Förderverein der Schule am Münsterkirchplatz. Ein Beirat unter dem Leitung von Gerburg Koltzsch, Vorsitzende des Fördervereins, befand Christa Knöner als "preiswürdig". Die 64-Jährige ist Mutter von vier inzwischen erwachsenen Kindern und arbeitet an der Schule seit 16 Jahren als Dozentin für Französisch und Deutsch.
Zurzeit unterrichtet sie Deutsch sowohl für Menschen mit Migrationshintergrund als auch bei einem Fachoberschullehrgang. "Deine Leidenschaft ist das Unterrichten", lobte Fachbereichsleiterin Andrea Dohmann in ihrer Laudatio die Preisträgerin.
In die Integrationskurse stecke Christa Knöner sogar Freizeit, damit alle Teilnehmenden gut und intensiv vorbereitet sind, so Dohmann: "Es ist, als wären sie alle deine Kinder." Neben dem Unterrichten an der VHS besitze Christa Knöner eine zweite Leidenschaft: das Prüfen. Die Pädagogin erwarb Qualifikationen, um an der VHS Prüfungen abzunehmen: ob nun Deutschkenntnisse fürs Visum eines einreisewilligen Ehegatten nachzuweisen sind oder Deutschkenntnisse bei Ärzten für die Erteilung einer Approbation vorgelegt werden müssen. "Eigentlich müsste die Auszeichnung ein Team-Preis sein, denn meine Kolleginnen und Kollegen haben mich in all den Jahren immer unterstützt, so dass mir die Tätigkeit immer nur Freude bereitete", bedankte sich Christa Knöner.

© 2014 Neue Westfälische
09 - Herford, Donnerstag 06. März 2014




Keywords: Mathilde; Förderverein, Knöner

Volkshochschule informiert über den richtigen Obstbaumschnitt
Eintrag vom: 03.03.2014

 

Georg Borchard
Der richtige Obstbaumschnitt will gelernt sein. Die Volkshochschule informierte dazu jetzt in einer Obstwiese in Belke-Steinbeck. Expertenrat inklusive. Stefanie Krause hat schon mal die Schere in die Hand genommen. Fotos: Julia Bernewasser

Hut muss durch die Zweige
Enger(EA). Im Garten ihres neuen Hauses kann sich Stefanie Krause über einige Birnenbäume freuen. Doch Äste und Zweige wachsen, wie es ihnen passt: Mal komplett schief, mal nach innen. Nirgends fällt mehr Licht durch. Beim Obstbaumschnittkurs der Volkshochschule in Enger hat sie sich wie andere Rat geholt.
Mit einer Hand hält sich Georg Borchard an der Leiter fest, in der anderen liegt eine Gartenschere. 20 Männer und Frauen stehen auf einer Obstwiese in Belke-Steinbeck und schauen erwartungsvoll zum Fachmann und dem Apfelbaum neben ihm. "Wo ist denn noch Chaos?", ruft Borchard, Mitarbeiter der biologischen Station, von oben herunter. Unten wird gerätselt und auf Äste gezeigt. Ein schneller Schnitt und ein Ast purzelt zu Boden. "Das ist aber mutig", kommen Stimmen von unten. "Ja, aber jetzt könnte man wieder problemlos einen Hut durch die Zweige werfen", antwortet Georg Borchard.
Richtige Baumpflege ist nicht einfach. Die Biologische Station bietet daher Lehrgänge mit hohem Praxisanteil an. Die Obstwiese in Belke-Steinbeck ist am Samstagnachmittag Übungsplatz für alle, die sich im Obstbaumschnitt fortbilden wollen. "Wenn das Obst schlecht ist oder die Bäume zu groß sind, dann merken die Leute, dass sie etwas tun müssen. Das Wissen darüber, wie es funktioniert, stirbt aber leider aus", sagt Kursleiter Georg Borchard.
Stefanie Krause möchte in ihren Baum erst einmal eine Struktur hereinbringen. "Ich habe aber immer Sorge, dass ich zu viel abschneide", meint sie. Klaudia und Jürgen Fleer haben gerade neue Apfel- und Kirschbäume in den Garten gepflanzt. Sie wollen von Anfang an alles richtig machen. Kornelia Nolte hat bisher immer "nach Gefühl" geschnitten. Jetzt will ich aber nicht mehr so wahllos an die Bäume gehen, sondern mit dem entsprechenden Wissen.
Also los geht’s! Georg Borchard beruhigt die Teilnehmer erstmal, dass sie nicht jedes Jahr schneiden müssen, sondern nur etwa alle drei Jahre. Im ersten Schritt sollten Spitzen und drei bis vier Leitäste ausgemacht werden. "Die Äste sollten alle die gleiche Höhe haben. Die Spitze muss die anderen aber deutlich überragen, sonst versuchen die Äste, um die Wette zu wachsen", erklärt Borchard. Danach sollte so geschnitten werden, dass genug Licht durch die Krone fällt, damit ein großer Blütenreichtum entsteht. Alles, was krank oder trocken ist, sollte sofort entfernt werden. Zweige, die ins Innere wachsen, in Konkurrenz zur Spitze stehen oder den Baum nach unten ziehen, müssen weichen. Jeder Schnitt lässt jedoch eine Wunde entstehen. Daher ist Vorsicht geboten. "Jede Wunde, die größer ist als ein Fünf-Mark-Stück, wird nicht heilen", sagt Georg Borchard.
Die Kunst beim Obstbaumschnitt ist es, im richtigen Moment aufzuhören. Das ist gar nicht so leicht. Wer zu viel abschneidet, bekommt im nächsten Jahr so genannte Wasserruten. Das sind lange Äste, die wie Antennen in die Höhe schießen, aber keine Blüten entwickeln. Sie machen den Baum so dunkel, dass kaum Obst wachsen wird. Trotzdem sollte man diese im nächsten Jahr nicht alle abschneiden, sonst ist man in einem Kreislauf gefangen. Besser ist es, ein Drittel der Wasserruten stehen zu lassen.
Wer jetzt noch schnell seine Bäume schneiden will, sollte dies möglichst in den nächsten ein bis zwei Wochen tun. Georg Borchard rät sowieso dazu, erst direkt nach der Ernte zu schneiden, wenn die Bäume noch Blätter haben.

HK Enger, Artikel vom 03.03.2014, von Julia Bernewasser



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25 Jahre VHS-Frauenschreibwerkstatt - Lesung zugunsten von Unicef
Eintrag vom: 27.02.2014

Kreis Herford. Am Mittwoch, 19. März, ab 19.30 Uhr findet in der Stadtbibliothek Herford die jährliche Lesung der Frauenschreibwerkstatt statt.
Inzwischen existiert die Frauenschreibwerkstatt der Volkshochschule im Kreis Herford seit 25 Jahren. Man kann davon ausgehen, dass es landesweit, einer der ältesten Schreibwerkstätten ist. Obwohl in dieser Gruppe eine Mitgliederbegrenzung vorhanden ist, nur Frauen dürfen ihr beitreten. Das hat auch seinen Grund. Renate Eisenberg hat die Frauenschreibwerkstatt einst erschaffen, wahrscheinlich um ein Stück Gleichberechtigung und Mitsprache der Frauen in Herford zu verschaffen. Danach hat Emmy Redlin sie weit über ein Jahrzehnt geführt. Seit 8 Jahren wird diese inzwischen von Kerstin Tümmel betreut.
Einmal im Jahr geben die Autorinnen zu Gunsten von Unicef eine Lesung. Wer die Autorinnengruppe kennt, der weiß, dass sie recht kreativ ist und immer eine Überraschung parat hat. Alles ist möglich, von Sketch, bis Krimi, die Bandbreite ist vielseitig.
Die Autorin Reinhilde Koch-Bökenkamp wird die Veranstaltung wie im letzten Jahr wieder musikalisch begleiten.
In der Pause, findet der traditionelle Unicef-Kartenverkauf statt.

© 2014 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 27. Februar 2014



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Bildervortrag mit Mathias Polster am 4. März in der Volkshochschule
Eintrag vom: 27.02.2014

Verschwunden aus dem Stadtbild: Kropps Casino an der Ecke Friedhofstraße/Unter den Linden. Foto: Sammlung Budde

Und plötzlich war es nicht mehr da
Herford. In nahezu allen Archiven Deutschlands fehlt die fotografische Dokumentation wenig prominenter Teile der Städte.
Einen kleinen Einblick in diese vergessene Welt gibt Stadtführer Mathias Polster am Dienstag, 4. März, ab 19 Uhr in der Aula der Volkshochschule am Münsterkirchplatz.
Helfen soll die Herforder Zeitkapsel 2014 bis 2064. Hochgerechnet werden in den nächsten 50 Jahren etwa 500 Gebäude abgebrochen. Wie viele neu errichtet werden, weiß niemand.
In einem gemeinsamen Projekt speichern bereits seit 2013 mehrere Fotografen ihre Stadt Herford. Luftaufnahmen dokumentieren verbaute und unverbaute Flächen, die sich im Laufe der Stadtentwicklung wandeln werden. Jetzt brauchen die Akteure Hilfe aus der Bevölkerung.
Beim "Herforder-Foto-Wochenende" zwischen dem 4. und dem 6. April wird das Projekt vorgestellt.
Zur Einstimmung nimmt Mathias Polster die Besucher mit auf eine Bilderreise durch die Stadtgeschichte der letzten 30 Jahre.
Es sind oft die kleinen Dinge, die nahezu spurlos verschwinden - Institutionen wie Bratwurst Glöckle, Kropps Casino, das Otto-Weddigen-Bad.
 Im Anschluss an den Vortrag wird das "Herforder-Foto-Wochenende" vorgestellt.

© 2014 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 27. Februar 2014



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Werben für Frauenrechte - Frauenaktionsmonat März mit 44 Veranstaltungen im Kreis
Eintrag vom: 26.02.2014

Anderer Blick: Silke Vahrson-Hildebrand, Ella Kraft (Kreis), Karola Althoff-Schröder (Stadt Herford) und Museumsleiterin Sonja Langkafel (v. l.) in der Schönfeldschen Villa. Hier bietet Langkafel eine Führung zum Thema Frauenleben in der Schönfeldschen Villa an. FOTO: RALF BITTNER


Frauenaktionsmonat: Märzprogramm mit 44 Veranstaltungen im Kreis

Kreis Herford. 44 Veranstaltungen zu politischen oder historischen Themen, Kulturelles, Geselliges und Unterhaltsames bietet das Programm des Frauenaktionsmonats im März 2014 rund um den Internationalen Frauentag am 8. März. Vor 103 Jahren erstmals begangen, wurden einige Forderungen wie die nach dem Frauenwahlrecht inzwischen erreicht, andere sind wie die nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit immer noch aktuell.

"Für jede und jeden sollte bei dem Programm etwas dabei sein", sagte Karola Althoff-Schröder von der Gleichstellungsstelle der Stadt Herford bei der Vorstellung des Programms. Ziel sei es, Frauen zu stärken und Männer anzuregen, die Welt einmal durch Frauenaugen zu sehen. Vorbereitet und getragen wird der Monat von der Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen im Kreis in Zusammenarbeit mit Frauengruppen, -initiativen und Frauen aus Vereinen, Parteien und Organisationen.

"Erfahrungsgemäß ist der Zuspruch zu den Veranstaltungen unterschiedlich", sagte Althoff-Schröder. Bei komplexen Themen sei es manchmal nur ein kleiner Kreis, in dem intensiv diskutiert werde. Andere Veranstaltungen seien echte Renner. Mehrere hundert Frauen nutzen das Angebot des Frauenschwimmens im H2O (Dienstag, 18. März, 18 bis 22 Uhr), der Comedy-Abend "Der Teufel trägt Pampers" mit Lisa Feller (Universum Bünde, Samstag, 8. März. 20.30 Uhr) sei so gut wie ausverkauft. In Herford ist am Freitag, 7. März, um 19.30 Uhr im Marta-Forum das Theaterstück "Damenkarussell" mit Jule Vollmer und Brigitte Koch zu sehen. Auch hier werde es in der Regel voll, Katen gibt es nur im Marta, Tel. (0 52 21) 9 94 43 00.

Einen besonderen Ausflug in die Herforder Frauengeschichte bietet Sonja Langkafel, Leiterin des städtischen Museum Herford, mit der Führung "Frauenleben in der Schönfeldschen Villa" am Mittwoch, 12. März, 16 Uhr. "In der 1876 bezogenen Villa haben mehr Frauen als Männer gelebt", sagte die Historikern. "Wie lebten die Eigentümerinnen, wie ihre Dienstbotinnen?" seien Fragen, denen sie nachgehen werde.

"Raus aus der Armutsfalle" heißt eine Veranstaltung mit Annelie Buntenbach (DGB-Bundesvorstand) anlässlich des "Equal Pay Day" in der Musikschule Löhne (22. März, 11.30 Uhr). Im Zentrum stehen die Minijobs als Niedriglohnfalle. Diskussionsstoff bietet die Veranstaltung "Freiwillig zu Diensten?" in der Volkshochschule Herford (20. März, 19.30 Uhr). Autorin Claudia Pinl fragt nach der Grenze zwischen ehrenamtlichem Engagement und Ausbeutung. Da sich besonders viele Frauen ehrenamtlich engagieren, leisten sie neben der Familienarbeit noch einmal reichlich unbezahlte Arbeit.

Programme gibt es in den Verwaltungsgebäuden des Kreises und über die Gleichstellungsstellen.

Der internationale Frauentag
Der internationale Frauentag wurde im März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin hatte den Tag auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1910 vorgeschlagen, angeregt vom Kampftag für das Frauenstimmrecht in den USA, an dem bürgerliche und sozialistische Frauenrechtlerinnen 1909 demonstrierten. Zentrales Thema der frühen Jahre war die Forderung nach dem Frauenwahlrecht, aber auch gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder das Recht auf einen legalen Schwangerschaftsabbruch. Die Vereinten Nationen richteten 1975 erstmals zum 8. März eine Feier aus, 1977 erkannte die Generalversammlung den Tag als Internationalen Frauentag an.

© 2014 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Mittwoch 26. Februar 2014, von Ralf Bittner

 

 

weitere Informationen unter:

Herforder Kreisblatt, Ausgabe vom 26.02.2014



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Erfolgreiche Premiere der plattdeutschen Theatergruppe der VHS
Eintrag vom: 20.02.2014

Heidi Bartsch, Friedhelm Schaten, Reinhard Lammering und Sabine
Schewe (von links) sind die Hauptdarsteller des Stückes »Die
Iarbschaft«, das aus der Feder von Wilhelm Bockermann aus
Westerenger stammt. Fotos: Julia Bernewasser

Nur Ärger beim Erben
Plattdeutsche Theatergruppe: erfolgreiche Premiere - Wilhelm Bockermann schreibt Stück »Die Iarbschaft«

Enger(EA). Reinhard Lammering nennt sie liebevoll das "Nesthäkchen". Sabine Schewe ist die Jüngste der plattdeutschen Theatergruppe. Wenn sie auf der Bühne steht und temperamentvoll umher springt, hinterhältige oder schmollende Blicke aufsetzt und sich in Rage redet - dann ist klar: Sabine Schewe gibt auf der Bühne den Ton an.
Seit 19 Jahren ist Sabine Schewe Teil des plattdeutschen Theaters der Volkshochschule und bekommt vom Schauspielern und der Mundart noch lange nicht genug. Nach einjähriger Pause waren die neun Darsteller jetzt mit dem Stück "Die Iarbschaft" wieder in Aktion. Obwohl alle schon lange mit dabei sind, kribbelte es kurz vor der Aufführung noch in den Fingern der Darsteller. "Wir sind nicht nur ein bisschen aufgeregt. Wenn mal ein Satz fehlt, muss man schnell improvisieren, um wieder den Anschluss zu finden. Aber darum sind wir nicht verlegen", sagt Sabine Schewe.
Text lernen, in Rollen schlüpfen - das macht ihr auch nach so vielen Jahren noch immer Freude. "Ich kann hier Dinge tun, die ich im wahren Leben nie machen würde", sagt die 51-Jährige. Zum Beispiel die raffgierige Ehefrau zu spielen. Diese Rolle nimmt sie in der "Iarbschaft" ein. Wie immer hat Wilhelm Bockermann eine Komödie geschrieben und zwar auf plattdeutsch. Eine Sprache, die die Gruppe in Ostwestfalen am Leben halten möchte.
Als Sabine Schewe und Reinhard Lammering als Ehepaar durch die Tür der aufgebauten Kulisse kommen, sind im Publikum gleich in den ersten Sekunden lachende Menschen zu hören. Die beiden setzen eine bewusst traurige Miene auf. Schließlich kommen sie direkt von einer Beerdigung. Doch die Trauer um den Vater von Karl (Reinhard Lammering) ist nicht von Dauer. Die Zwei brauchen erstmal einen Schnaps, bevor sie sich dann sofort Gedanken ums Erbe machen.
Damit sind sie aber nicht allein. Bruder Gustav (Friedhelm Schaten) und Schwägerin Frieda (Heidi Bartsch) wollen auch etwas vom großen Kuchen haben und planen schon ihren nächsten Urlaub. Um nicht leer auszugehen, setzt Karl das Testament seines Vaters einfach selbst auf und spielt es seiner Schwägerin heimlich zu. Heidi Bartsch spielt die quirlige und naive Frieda, die wie ein Wirbelwind durch das Haus jagt. Ihr Mann Gustav (Friedhelm Schaten) lässt sich vom Trubel nicht mitziehen und appelliert stattdessen, Ruhe zu bewahren.
Dabei bringen die Darsteller immer wieder ostwestfälische Gepflogenheiten zur Sprache. Wenn vom "Laberkopp" oder dem "Herzkasper" die Rede ist, dann kommt das vielen Zuschauern bekannt vor. Genauso wie der Erbschafsstreit. "Plötzlich kommen die Erben von überall an, auch wenn sich vorher niemand gekümmert hat", sagt Hans-Werner Häbel.
"Die Iarbschaft" kommt bei dem Publikum gerade wegen der Alltagsnähe so gut an. "Wunderbar. Da hat Wilhelm Bockermann wieder sehr gute Einfälle gehabt", sagt Willy Schwidde. Streitereien in der Familie, Schwägerinnen, die sich das Leben schwer machen - damit hat jeder schon mal Erfahrungen gemacht. Ebenso vermittelt die plattdeutsche Sprache ein vertrautes Gefühl. Die Witze sind einfach und gerade darum so genial, komisch und manchmal auch makaber. "Was ist Kondolieren? Gratulieren, wenn jemand gestorben ist."
Sabine Schewe und Reinhard Lammering, die während des Dreiakters fast durchgängig auf der Bühne stehen, wirken als Ehepaar wie ein eingespieltes Team. Mal spielt Schewe die Beleidigte, dann wieder die über die Schwägerin Triumphierende. Sie wirkt durchweg souverän, setzt immer die ihrer Rolle entsprechende Mimik auf.
Erst als sich der Vorhang schließt und ihr Gesicht langsam hinter dem roten Stoff verschwindet, nimmt sie von ihrer Rolle Abstand und lächelt die Zuschauer stattdessen erleichtert an. Dabei blickt sie in genauso zufriedene Gesichter.
Das Stück ist noch einmal zu sehen im Schulzentrum am 23. Februar und 9. März, jeweils um 16 Uhr.


HK Enger, 18.02.2014, von Julia Bernewasser

 

 

NW Enger-Spenge, 18.02.2014



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Abschlusstagung zum Projekt Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld
Eintrag vom: 17.02.2014

Die Abschlusstagung zum Projekt "Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld" fand am Donnerstag, den 13. Februar 2014 (10.15-15.30 Uhr) im tanzhaus nrw in Düsseldorf statt.
Die vier vom Land NRW geförderten Landesorganisationen (LV der Volkshochschulen von NRW, Evangelische Erwachsenenbildung NRW, LAG der katholischen Erwachsenen- und Familienbildung NRW, LAAW-NRW) und die Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Bildungswissenschaften (Fachgebiet Politische Erwachsenenbildung) haben sich in einem Zeitraum von 17 Monaten intensiv mit dem Thema aufsuchende Weiterbildungsberatung für sogenannten "bildungsfernen" Gruppen beschäftigt. An diesem Projekt waren neben Weiterbildungseinrichtungen aus Aachen/Herzogenrath auch Herford/Vlotho beteiligt. Zentrales Anliegen war die Entwicklung und Erprobung aufsuchender Strategien mit dem Ziel, einen besseren Zugang von "bildungsfernen" Zielgruppen zu ermöglichen.
Die Erfahrungen und Ergebnisse aus diesem Projekt wurden von den Projektpartnern am 13.02.2014 vorgestellt und diskutiert. Zudem wurden die Perspektiven für die Weiterbildung im Bereich aufsuchender Bildungsberatung und -arbeit mit besonderen Zielgruppen aufgezeigt. Die Tagung wurde von Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, eröffnet.

Letzte Vorbereitungen treffen die Fachbereichsleiterin Helga Lütkefend und die Projektmitarbeiterin Adile Gündogdu. Die Projektmitarbeiterin Adile Gündogdu hatte Kontakt zu zwei Migranten-Organisationen in Herford aufgenommen: zur Türkisch Islamischen Gemeinde zu Herford e.V. (DITIB MERKEZ CAMI-I) und zur Aleviten Gemeinde Herford u. Umgebung e.V. (Herford ve Cevresi Alevi Birligi). Ziel war es, im Rahmen von aufsuchender Weiterbildungsberatung Weiterbildungs-bedarfe zu ermitteln, Weiterbildungsangebote vorzustellen, bedarfsgerechte Weiterbildungsangebote zu initiieren und/oder in Zusammenarbeit mit der VHS möglichst bedarfsgerechte Weiterbildungsangebote für die Zielgruppe umzusetzen.

 

Akteure aus den Modellstandorten im Gespräch mit Dr. Helle Becker

Beispielhaft für die Schwierigkeiten, z. B. EDV und Englisch bedarfsgerecht umzusetzen, stellte sich heraus, dass ein hoher persönlicher Einsatz und zeitlicher Aufwand, insbesondere bei der Projektmitarbeiterin, aber auch auf Seiten der VHS erforderlich war. Der Austausch zwischen Projektmitarbeiterin und Brückenmenschen sowie weiteren Mitgliedern der Migrantenorganisationen fand ausschließlich in direkter persönlicher Kommunikation statt, telefonisch oder vor Ort. Der Umsetzung konkreter Schritte gingen zahlreiche persönliche Kontakte voraus. Dabei handelte es sich durchgehend um eine "Bringstruktur".

Monika Schwidde, Leiterin der VHS im Kreis Herford, betonte die Notwendigkeit einer strukturellen Förderung dieses zeit- und personalaufwändigen Engagements, das nach dem Projektzeitraum so nicht weitergeführt werden könne, da der Wirtschaftlichkeitsdruck der Einrichtungen erheblich ist.

 

Aktuelles und Ausblick:

Berücksichtigung der Bedarfe von Bildungsfernen bei der Angebots- und Programmplanung

  • Die VHS im Kreis Herford bietet ESF-finanzierte berufsbezogene Alphabetisierungskurse an Samstagen an.
  • Die VHS beteiligt sich am Projekt "Die Politik in unserer Stadt mit gestalten -
  • Qualifizierungsreihe für potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten für die Integrationsratswahlen". Die WISU-Projektmitarbeiterin Frau Gündogdu gehört zum Dozent/innen-Team und weist die Teilnehmenden auch auf das weitere Bildungsangebot der VHS hin. Eine Gruppe junger engagierter Yeziden ist interessiert an einer Zusammenarbeit mit der VHS und wird auch das neue Alphabetisierungsangebot der VHS in der yezidischen Gemeinde bekannt machen.
  • Bildungsferne und Menschen mit Migrationshintergrund sollen in Zukunft stärker in die Programmplanung der VHS einbezogen werden (z. B durch die Beteiligung an Planungsgesprächen).


Vernetzung

  • Weitere Intensivierung der Vernetzung:
  • Vernetzung Arbeitskreis Weiterbildung im Kreis Herford und Beratungsstellen im Kreis Herford
  • Beteiligung an der Bildungskonferenz im Kreis Herford:
  • 2014 sollen statt einer "großen" Bildungskonferenz mehrere thematische
  • Fachkonferenzen veranstaltet werden. Einer der Schwerpunkte ist das Thema
  • "Bildungsberatung". Bei der Vorbereitung der Fachkonferenz
  • "Bildungsberatung", die für Ende März/Anfang April 2014 geplant ist, sollen
  • interessierte Personen bzw. Institutionen einbezogen werden, um die
  • Veranstaltung möglichst gewinnbringend für alle Beteiligten zu gestalten.
  • Vertreter/innen des Arbeitskreises Weiterbildung im Kreis Herford werden sich an der Vorbereitung beteiligen.



Keywords: WisU, Bildungsferne

Ergebnisse der PIAAC-Studie werden sträflich vernachlässigt - Verband fordert erhöhte Landesförderung
Eintrag vom: 17.02.2014

Die PIAAC-Studie hat erneut gezeigt, dass die Weiterbildungsbeteiligung vom sozialen Status abhängt. Gegen diese tendenzielle Spaltung muss sich gerade die sogenannte Wissensgesellschaft wenden. Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg erinnert deshalb nachdrücklich an die Ergebnisse der Enqu?te-Kommission "Wissensgesellschaft", die bereits 2010 gefordert hat, die Landesregierung müsse die Weiterbildungsbeteiligung bildungsferner Menschen drastisch erhöhen. Dazu bedarf es einer deutlich erhöhten finanziellen Förderung der Arbeit der Weiterbildungsträger.
Die kürzlich veröffentlichte PIAAC-Studie (PIAAC = Programme for the International Assessment of Adult Competencies) zeigt nicht nur, dass Erwachsene in Deutschland über lediglich durchschnittliche Kompetenzen im Bereich Lesen, Alltagsmathematik und beim technologiebasierten Problemlösen verfügen. Sie belegt außerdem, dass die Bereitschaft, sich weiterzubilden immer noch vom sozialen Status, genauer, vom Bildungshintergrund der Eltern abhängt. Je qualifizierter eine Person bereits ist, desto eher nimmt sie an Weiterbildungen teil und erweitert die vorhandenen Kompetenzen. In der Auswertung der PIAAC-Studie heißt es dazu: "Die Personengruppe mit den geringsten Kompetenzen weist die vergleichsweise geringste Teilnahmequote an formaler Weiterbildung auf" (PIAAC-Zusammenfassung Seite 25).
Für Dr. Hermann Huba, Direktor des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg, werden die Ergebnisse der PIAAC-Studie sträflich vernachlässigt, obwohl sich hier erneut eine Spaltung der Gesellschaft zeigt: "Bereits qualifizierte Menschen qualifizieren sich weiter, gering qualifizierte unterlassen es. Diese auseinander laufende Spirale bedarf höchster politischer Aufmerksamkeit. Es würde sich sozial und politisch rächen, die Ergebnisse der PIAAC-Studie im PISA-Überdruss zu ignorieren." Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg erinnert deshalb nachdrücklich an die Ergebnisse der Enqu?te-Kommission "Wissensgesellschaft", die bereits 2010 gefordert hat, die Landesregierung müsse die Weiterbildungsbeteiligung bildungsferner Menschen drastisch erhöhen.
Die Volkshochschulen leisten in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag zur Inklusion aller durch mehr Bildungsgerechtigkeit, indem sie in ihren Angeboten einen besonderen Schwerpunkt auf die Grundbildung legen. Dabei verstehen die Volkshochschulen unter Grundbildung nicht nur, lesen, schreiben und rechnen zu können, sondern auch den Erwerb jener Kompetenzen, die ein selbstbestimmtes Leben, die Gestaltung sozialer Beziehungen und das Erkennen von Zusammenhängen ermöglichen. "Grund- und Allgemeinbildung müssen zu gesellschaftlicher Teilhabe befähigen. Sie sind das Gegengift gegen soziale Selektivität und gesellschaftliche Ausgrenzung. Und genau für diese nicht lukrativen Angebote sind wir auf eine deutlich erhöhte Landesförderung angewiesen", so Huba.
Zum Volkshochschulverband Baden-Württemberg gehören 173 Volkshochschulen mit über 720 Außenstellen. Die Einrichtungen vor Ort bieten ein flächendeckendes Netz an vielfältigen Angeboten zur Allgemeinbildung, Gesundheitsbildung, in den Sprachen und zur beruflichen Qualifizierung sowie in der Alphabetisierung und Grundbildung. Informationen über die Arbeitsfelder der Volkshochschulen gibt es auf der Homepage des Volkshochschulverbandes: www.vhs-bw.de.
Am 7. April 2014 bietet der Verband eine Fachtagung zum Thema Grundbildung und am 26. Juni 2014 eine Fachtagung zu den Erkenntnissen aus der PIACC-Studie an.
Eine Übersicht über alle VHS-Kursangebote gibt es ebenfalls im Internet: www.vhs.de.
www.vhs-bw.de

URL: http://bildungsklick.de/pm/90345/ergebnisse-der-piaac-studie-werden-straeflich-vernachlaessigt/

Pressemeldung von: Deutscher Volkshochschul-Verband e.V. (DVV)
 




Keywords: PIAAC, DVV

VHS-Geschichtswerkstatt aktiv - Gedenkstein für den Komponisten von "Tulpen aus Amsterdam" im Beisein der Familie enthüllt
Eintrag vom: 17.02.2014

Vor der "Villa Tulpenhaus": Die Familie von Ralf Arnie, v.l. Thomas Niederbremer (Schwiegersohn), Susanne Niederbremer (Tochter), Celina, Niclas und Vanessa (Enkel), Renate Arnie (Witwe), Dennis und Bianca Brandt (deren Kinder), Rainer Hettich und Jörg Militzer, der auf einem alten Leierkasten beim Enthüllen der Gedenktafel "Tulpen aus Amsterdam" spielte. FOTO: DIETER SCHNASE

Ralf Arnie bleibt unvergessen

Bünde. 90 Jahre wäre einer der berühmtesten Söhne Bündes am Freitag geworden: Artur Niederbremer, besser bekannt als Ralf Arnie, noch besser bekannt als Komponist des unvergessenen Schlagers "Tulpen aus Amsterdam". Im Domizil an der Else trafen sich Familienmitglieder, Zeitzeugen und Vertreter der Stadt, um bei einer Feierstunde eine Gedenktafel im Haus gegenüber zu enthüllen, wo Ralf Arnie von 1938 bis 1952 wohnte und arbeitete.

"Zum Glück ist das hier kein ,Diner for one", freute sich Jörg Militzer, Leiter der VHS-Geschichtswerkstatt und Initiator der Aktion, über die zahlreichen Gäste, darunter auch Rainer Hettich von der Hesena Care GmbH, der das Domizil und die "Villa Tulpenhaus" gehören. Militzer ließ anhand historischer Fotos und Dokumente das Leben von Artur Niederbremer noch einmal Revue passieren.

Der Lehrersohn wurde in Löhne geboren, kam aber schon als Kind nach Bünde. Die Wurzeln der Familie sind in Muckum, hat Jörg Militzer herausgefunden. In Bünde machte Artur am Marktgymnasium sein Abitur. "Sein Berufswunsch war Facharzt." Daraus wurde nichts, der Krieg und eine Zeit der Gefangenschaft kamen dazwischen. Doch schnell machte sich Ralf Arnie einen Namen in der Musikwelt. Mit Liedern wie "Ansonsten Herr Luther ist alles in Butter", "Heimweh", von Freddy interpretiert, "Ramona" oder eben den berühmten Tulpen. In München arbeitete er für Ralf Maria Siegel, in Hamburg, seiner Wahlheimat, für den Musikverlag Sikorski. Am 19. Januar 2003 starb Ralf Arnie in der Hansestadt.

"Er hat etwas geschafft, was nicht viele schaffen. Mit seinen Liedern hat er den Menschen ein Lächeln auf die Lippen gezaubert", sagte Erster Beigeordneter Günther Berg. Die Tafel an der "Villa Tulpenhaus" solle die Erinnerung an ihn wachhalten.

Rainer Hettich freute sich, dass er das Haus des berühmten Bünders - später in Besitz der Familie Winkler - erwerben konnte und mit der "Jungen Pflege" dort eine sinnvolle Nutzung gefunden habe.

© 2014 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Samstag 15. Februar 2014 von Dieter Schnase


Bünder Zeitung, 15.02.2014




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14 % Ermäßigung! Unsere Aktion zum Valentinstag am 14. Februar
Eintrag vom: 14.02.2014

Unsere Aktion zum Valentinstag am 14. Februar: 14 % Ermäßigung! Der Aktionspreis gilt nur, wenn Sie die Veranstaltung über unsere Internetseiten buchen (bei Emailanmeldungen können wir den Aktionspreis nicht gewährleisten, bitte nutzen Sie den Anmelde-Button im unteren Bereich der Kursansicht)  Für Aktionsangebote gelten keine Ermäßigungen oder Bildungsschecks! Wiederholungsanmeldungen und Einzelveranstaltungen sind ausgeschlossen!
Sollten Sie sich für diese Veranstaltungen auf herkömmlichem Wege anmelden (Post, Fax, Email), gelten die "normalen" Entgelte (keine Einsparung)!
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auch bei den Aktionskursen keine Garantie auf Durchführung geben können.
Falls die Veranstaltung aus besonderen Gründen abgesagt werden muss, werden Sie von uns schriftlich informiert.

Wir hoffen, Sie finden für sich etwas Passendes!




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Wo einst Schweine verkauft wurden Stadtführer Mathias Polster erläutert ungewöhnliche Straßennamen
Eintrag vom: 10.02.2014

Herford(HK). Wer in Herford »stiften« gehen wollte, musste die Mausefalle nutzen. Denn die Straße leitete den Fliehenden in den Schutz des Damenstifts. Mit der Geschichte ungewöhnlicher Straßennamen beschäftigt sich Stadtführer Mathias Polster in einem Vortrag.

Von HartmutHorstmann

Der Vortrag samt Power-Point-Präsentation der angesprochenen Straßen beginnt am Dienstag, 11. Februar, um 19 Uhr in der Aula der Volkshochschule. Im Mittelpunkt stehen die Straßen, deren Name auf das Mittelalter zurückgeht. Ein Beispiel liefert dieLöhrstraße, in der die Lohgerber wohnten und arbeiteten. »Sie machten aus Fellen Leder«, sagt Mathias Polster. Das Handwerk gab dem Weg so seinen Namen - laut Referent eines der Motive, eine Straße zu benennen. Neben der Frage »Wer wohnt dort?« kann aber auch die topographische Besonderheit einer Straße eine Rolle spielen - oder die Richtung, wohin sie führt. In die Zeit, als Teile Herfords ein Schwemmgebiet waren, führt der NameHolland(Hohes Land) zurück. Als Flurnamen gab es ihn bereits vor Gründung der Neustadt. Die Straße sei höher gelegen, so Polster, damit sei wohl eine Art Damm gemeint, um ein Passieren beziehungsweise Überqueren der Wasserflächen zu ermöglichen.

Besonders interessant ist die Geschichte, wie dieGertrudstraßezu ihrem Namen kam. Weil dort vor Jahrhunderten während der Markttage vermutlich Schweine verkauft wurden, hieß sie ursprünglich Saustraße. Da die Anwohner über diese Adresse alles andere als glücklich waren, setzten sie sich für eine Umbenennung ein, die 1904 erfolgte. Eine solche Umbenennung war Sache der Verwaltung, die Herforder Stadtverordnetenversammlung konnte laut Polster zwar Kritik äußern, musste den Vollzug aber hinnehmen. Umbenennungen gab es später auch, nur dürften sie »geräuschloser« abgelaufen sein. So hieß der Bahnhofsplatz zeitweiligHorst-Wessel-Platz, auch vomAdolf-Hitler-Wall(Unter den Linden) spricht heute niemand mehr.

Straßennamen sagen viel aus über die alte Stadt - zum Beispiel dieMausefalle, die wohl schon im Mittelalter diesen Namen gehabt habe, erklärt der Stadtführer. Sie war Verbindungsweg zwischen der Fürstabtei und der Stadt. Polster: »Da die Stadt nicht die Gerichtsbarkeit über die Abtei besaß, konnten sich gerichtlich Verfolgte aus der Stadt Herford auf das Gebiet der Abtei retten.« Dort seien sie wie in einer Mausefalle gefangen gewesen, »da die Abtei rings von städtischem Gebiet umgeben war«. Auf diese Rückzugsmöglichkeit geht auch die Redewendung »stiften gehen« zurück.

Einen ehemaligen Verbindungsweg gleichzeitig Grenze zwischen Fürstabtei und Stadt stellt auch die StraßeAm Gangedar. Ursprünglich hieß sie Kletterpohl, wobei Pohl eine »modrige Gasse« bedeute. Doch der anstößige Name habe zur Umbenennung geführt: »Seit 1886 heißt sie offiziell Am Gange.«

Wie die ehemalige Saustraße hat auch der alte StraßennameEndebuttmit Tieren zu tun. Im Niederdeutschen sei ein but ein junges Rind, erläutert Polster - im weiteren Sinne auch Wurst oder Darm. »Ennelbut« meine das Darmende - welch sinnenfroher Name für eine Sackgasse. Und der Vortragende ergänzt: »Herforder Schlachter verstanden am Anfang des 20. Jahrhunderts unter Endebutt einen Ansatzdarm ohne Ausgang.«

Etwa 60 Straßennamen will der Stadtführer bei seinem Vortrag erläutern. Die ungewöhnlichsten Bezeichnungen stammen aus dem Mittelalter. Später, in der Gründerzeit, seien die Namen von Königen oder Prinzessinnen hinzugekommen, nach 1945 dominierten die Gruppen- und Themenbenennungen für neue Baugebiete - zum Beispiel nach Tieren, Bäumen oder Blumen.



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VHS informiert - Internetaktivist Asif Mohiuddin spricht in Bünde zum ersten Mal vor deutschem Publikum
Eintrag vom: 07.02.2014

Der Internetaktivist Asif Mohiuddin aus Bangladesch sprach Mittwochabend in der Bünder Stadtbücherei zum ersten Mal in Deutschland über die politische
Situation in seiner Heimat und seine Erfahrungen. FOTO: CAROLIN NIEDER-ENTGELMEIER

Im Kampf gegen Islamisten
  
Bünde. "Ich bin sehr nervös", sagt Asif Mohiuddin mit leiser Stimme und blickt schüchtern umher. In seiner Heimat Bangladesch habe er schon vor Publikum über die politische Situation und seine Arbeit als Blogger gesprochen, doch noch nie in Deutschland.

"Ich wurde von Islamisten lebensbedrohlich verletzt und saß im Gefängnis." Nach dieser Tortur sucht Mohiuddin Schutz in Deutschland und nutzt den Aufenthalt, Zuhörer über die Probleme seiner Heimat zu informieren. Zum ersten Mal spricht Mohiuddin vor deutschem Publikum in der Bünder Stadtbücherei und im Gymnasium am Markt.

"Islamisten gewinnen in Bangladesch immer mehr Einfluss und beschneiden die Grundrechte und Freiheiten meiner Landsleute", sagt Mohiuddin. Der 30-Jährige stammt aus Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch. Nach einem Informatik-Studium arbeitet er in einer Computerfirma.

2005 startet Mohiuddin einen Blog und macht auf die Probleme aufmerksam, die durch fundamental gelebte Religionen entstehen. "Ich kritisiere alle Religionen, die Menschenrechte mit Füßen treten." Dabei habe Mohiuddin schnell erkannt, dass Religionen, besonders der Islam, alle gesellschaftliche Bereiche in Bangladesch betreffen. "Deshalb ist der fundamentale Islam ein politisches Problem." Auf Einladung der VHS Herford sowie der "Amnesty International"-Gruppen Bünde, Herford und Bangladesch- Koordinationsgruppe sprach Mohiuddin Mittwochabend in der Stadtbücherei und Donnerstagmorgen im Gymnasium am Markt. Jürgen Adam von der Bangladesch Koordinationsgruppe übersetzte die englischen Erzählungen für die Zuhörer.

Bangladesch wurde erst 1971 nach einem Bürgerkrieg unabhängig. "Die Kriegsverbrecher werden aber erst seit zwei Jahren vor einem Tribunal zur Rechenschaft gezogen", erzählt Mohiuddin. "Unter den Kriegsverbrechern befinden sich viele Islamisten, deshalb wollen sie die Verurteilungen verhindern." Aus diesem Grund steige der Einfluss der Islamisten. "Sie beschneiden insbesondere die Meinungsfreiheit und die Rechte von Frauen. Die Islamisten fordern, dass die Schulbildung von Frauen nach der vierten Klassen enden soll", sagt Mohiuddin. Dabei haben Mädchen und Frauen in Bangladesch die besseren Schul- und Universitätsabschlüsse.

Gegen die islamistischen Forderungen haben sich vor allem junge Menschen in Bangladesch zum so genannten "Shabag Movement" zusammengeschlossen. Auch Mohiuddin ist Teil dieser Bewegung und engagiert sich als Internetaktivist für einen säkularen Staat. "Formell sind 90 Prozent der Bevölkerung Muslime, doch viele Menschen fordern einen säkularen Staat", sagt Mohiuddin. Säkularismus wurde ursprünglich in der ersten Verfassung von Bangladesch 1972 verankert, doch da der Islam einen gewaltigen Einfluss auf den Staat ausübt und die Scharia einführen will, ist der Säkularismus faktisch nicht existent.

"Ich habe öffentlich gemacht, dass ich Atheist bin und den Islam kritisiert. Deshalb musste ich für dreieinhalb Monate ins Gefängnis", sagt Mohiuddin. Zudem wurde er drei Mal Opfer von Gewaltangriffen. "Beim letzten Versuch wurde ich mit über 50 Messerstichen traktiert."

Sein Engagement in der "Shabag Bewegung" und die Kritik an Staat und Religion haben dazu geführt, dass Mohiuddins Aktivismus landesweit bekannt ist. Damit macht er sich gleichzeitig für die Islamisten angreifbar. "Ich habe Angst vor weiteren Angriffen, aber Bangladesch ist meine Heimat, deshalb werde ich weiter kämpfen", sagt Mohiuddin hoffnungsvoll seinen Zuhörern in der Stadtbücherei. "Ich möchte als freier Mann sagen können, dass ich ein Atheist bin." Der Blog von Mohiuddin wurde von der Regierung gesperrt. Deshalb kann seine Arbeit nur noch unter den folgenden Links verfolgt werden: www.facebook.com/atheist.asif und www.twitter.com/IamAsifM .

© 2014 Neue Westfälische 11 - Bünde, Freitag 07. Februar 2014, von Carolin Nieder-Entgeltmeier



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VHS-Theatergruppe zeigt neues Stück – Premiere am 16. Februar
Eintrag vom: 07.02.2014

Die Mitglieder der Plattdeutschen Theatergruppe der Volkshochschule, Heidi Bartsch (von links), Friedhelm Schaten, Reinhard Lammering, Gerd Betke, Wilhelm Bockermann, Reinhard Oberhaus und Sabine Schewe, führen am Sonntag, 16. Februar, das neue Stück "De Iarbschaft" auf. Foto: Katja Bockermann

Erbschaft mit Überraschungsmoment
Enger(kb). Plattdeutsch - eine Sprache vergangener Zeiten, die heute nur noch wenige sprechen können. Einer von ihnen ist Wilhelm Bockermann. Der 83-Jährige schreibt komplette Theaterstücke auf Plattdeutsch. Sein neustes Stück heißt »De Iarbschaft« und wird von der plattdeutschen Theatergruppe der Volkshochschule zum ersten Mal am Sonntag, 16. Februar, vor Publikum gespielt.
Bockermanns neustes Werk heißt "De Iarbschaft" und handelt von einem Erbe, um das sich Hausherr Korl, sein Bruder Gustav und insbesondere deren Frauen Else und Frieda streiten. "Jeder will für sich das Meiste aus dem Erbe herausschlagen und tut alles dafür, um ans Ziel - ans Geld - zu gelangen. Am Ende aber kommt es anders als gedacht", erzählt Wilhelm Bockermann. Denn als der Notar das Testament eröffnet, erlebt die ganze Familie eine große Überraschung, auf die sich auch die Zuschauer freuen dürfen.
Nach einer krankheitsbedingten Pause finden in diesem Jahr wieder drei Aufführungen in der Aula im Schulzentrum Enger statt. "Wir freuen uns, wieder spielen zu können, weil es immer viel Spaß macht", sagt Reinhard Lammering. Freude bereiten die Theaterstücke auch den Zuschauern, die seit vielen Jahren zahlreich erscheinen. Mehr als 20 humorvolle Spiele hat Wilhelm Bockermann bereits geschrieben und mit der Theatergruppe aufgeführt.
Die Idee für das neue Stück kam dem Schreiber ganz spontan: "Viele Alltagssituationen kommen mir in den Kopf, und die schreibe ich dann schnell auf. Ich versuche, daraus eine Handlung zu machen", erklärt er.
Damit diese Idee auch bei der Aufführung gut "rüberkommt" und jeder seine Rolle spielen kann, üben die acht aktiven Spieler schon seit mehreren Wochen jeden Dienstag und Donnerstag. Zunächst wurde der Text nur gelesen, aber seitdem die Wohnstube auf der Bühne in der Aula aufgebaut ist, wird auch regelmäßig gespielt.
Das Ergebnis können die Zuschauer zum ersten Mal am Sonntag, 16. Februar, um 16 Uhr in der Aula des Schulzentrums in Enger sehen, wenn "De Iarbschaft" in drei Akten uraufgeführt wird. Der Eintritt ist frei.
In den Pausen gibt es Kaffee und Kuchen vom Widukind-Chor und die "Oldies" unterhalten das Publikum musikalisch. Die weiteren Aufführungstermine sind am Sonntag, 23. Februar, und Sonntag, 9. März. Beginn ist jedes Mal um 16 Uhr.

NW Enger/Spenge, 07.02.2014, (kb)



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Eine Supernova vor der Linse: Volkshochschule lädt zu Fernrohrbeobachtungen ein
Eintrag vom: 05.02.2014

Bernhard Brauner in der Sternwarte, die sich auf dem Dach des
Friedrich-Gymnasiums befindet. Foto: Moritz Winde

Den Blick in die Sterne gerichtet

Kreis Herford(EA). Eine Supernova steht im Mittelpunkt des Volkshochschulkurses "Sternführungen und Fernrohrbeobachtungen". Beginn ist am 18. Februar.
Im Fokus der Astronomen: In der Galaxie M82 ist derzeit eine Supernova zu sehen. Damit beschäftigt sich ein Kursus der Volkshochschule im Kreis Herford, der am Dienstag, 18. Februar, beginnt.
"Das ist schon ein tolles Erlebnis, so etwas selbst direkt durch das Teleskop zu sehen", sagt Bernhard Brauner. Dem Leiter der Sternwarte des Friedrichs-Gymnasiums ist vor einigen Tagen ein seltenes Foto geglückt: In der Galaxie M82 im Sternbild "Großer Bär" (besser bekannt als "Großer Wagen") bekam er eine Supernova des Typs Ia vor die Linse, die zuvor unter Beteiligung von Amateur-Astronomen entdeckt worden war.
Die Supernova ist das Überbleibsel eines explodierten Sterns. "Schon vor einem Jahr wurde er anvisiert und es wurde spekuliert, ob er bald explodieren könnte. Aber die Profis hatten das zu der Zeit noch nicht richtig ernst genommen", sagt Brauner. Nun aber ist genau das passiert. "Unser Glück ist, dass die Galaxis M 82 ganze 11,5 Millionen Lichtjahre entfernt ist", so der 79-Jährige. Denn die Leuchtkraft des Sterns ist dabei für kurze Zeit auf das Hundertmillionenfache gestiegen. "Wäre das bei einem Stern in unserer Nähe geschehen hätte die enorme Strahlung alles Leben auf unserer Erde vernichtet."
Von richtig hellen Supernovae sind bis heute nur vier bekannt. "Es existieren sogar schriftliche Aufzeichnungen aus China von vor 1000 Jahren und auch in indianischen Überlieferungen kann man auf eine Sternenexplosion schließen", erklärt Bernhard Brauner. Schwächere Supernovae hingegen seien etwas häufiger am Sternenhimmel zu finden. "Doch gezielt danach suchen kann man nicht", so Brauner. Umso phänomenaler ist es, ein solches Ereignis selbst durch das Teleskop beobachten zu können. "Das ist schon sehr emotional", sagt Brauner, der in den vielen Jahren in der Sternenwarte schon viele spektakuläre Beobachtungen machen konnte. Und den nächsten möglichen Kandidaten für eine Supernova hat er bereits im Blick: "Es handelt sich dabei um den Schulterstern Beteigeuze im Sternbild Orion." In kosmischer Zeit könnte er bald explodieren - in einigen tausend Jahren.
Wie lange die jetzige Supernova noch zu sehen ist, ist unbestimmt, sagt Brauner. "Ihr Licht wird von Tag zu Tag schwächer, bis irgendwann nur noch ein roter Stern sichtbar bleibt. Das kann aber auch ein Jahr lang dauern." Nun haben auch andere interessierte Himmelsgucker die Gelegenheit, einen Blick auf die letzte Vorstellung des gestorbenen Sterns zu werfen. Die VHS lädt zu insgesamt fünf Terminen in die Sternwarte des FGH ein, ab dem 18. Februar jeweils dienstags von 19 bis 20.30 Uhr. Dann kann die Helligkeitsentwicklung der Supernova verfolgt und auch der Jupiter beobachtet werden. Bernhard Brauner wird den Besuchern Wissenswertes vermitteln und Fragen beantworten. Bei bedecktem Himmel erfolgen Vorträge über die Entstehung und vermutliche Entwicklung des Universums. Anmeldungen nimmt die VHS unter 05221 /59050 entgegen.
Herforder Kreisblatt, Artikel vom 05.02.2014, von Mareikje Addicks



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UN-Sonderberichterstatter Professor Heiner Bielefeldt auf Einladung der VHS im Gymnasium am Markt
Eintrag vom: 04.02.2014

 

Foto: privat

"UNO-Arbeit ist sehr ritualisiert"

Bünde (NW). In der vergangenen Woche war der renommierte Hochschullehrer und UN-Sonderberichterstatter Professor Heiner Bielefeldt auf Einladung der VHS im Kreis Herford zu Gast im Gymnasium am Markt. Peter Wervel, Fachleiter und Religionslehrer am Gymnasium am Markt, moderierte die Veranstaltung. Professor Bielefeldt referierte zum Thema "Religionsfreiheit - ein Menschenrecht?" und stellte einem interessierten Publikum die Arbeit eines UN-Sonderberichterstatters vor.

Er ist für den Themenbereich Religions- und Weltanschauungsfragen zuständig und aktuell einer von weltweit etwa 30 Sonderberichterstattern, die jeweils ein eigenes Themenfeld bearbeiten. Ein UN-Sonderberichterstatter arbeitet ehrenamtlich und unabhängig, nachdem er sich selbst vor Ort über die Situation der Menschenrechte in ausgewählten Ländern informiert hat. Bielefeldt berichtete, dass sich Betroffene, die unter Verfolgung und Unterdrückung leiden, an ihn wenden. Die Zuhörer waren von den Darstellungen sichtlich berührt. Er wird von zwei bis drei Mitarbeitenden unterstützt, die ihr Büro im UNO-Hauptquartier in Genf haben. Seine Berichte, die er zunächst vor der UN-Vollversammlung in New York hält, stehen auf der UN-Website der Öffentlichkeit zur Verfügung. Der nächste Bericht von Professor Bielefeld wird im März 2014 veröffentlicht.

In seinen Ausführungen beschreibt Heiner Bielefeldt die Arbeitsweise der UNO, die sehr ritualisiert abläuft. Statements werden verlesen, nicht diskutiert und es sei wichtig "Ohren und Sinne darauf zu schulen, zu hören", so Bielefeldt. Bedeutsam für seine Arbeit sei, neben den Reisen in die Krisenregionen dieser Welt, auch die Netzwerkarbeit, in der es darum geht, möglichst viele Informationen zusammenzutragen. In Genf, der "Hauptstadt der Menschenrechte", sind neben allen Staaten auch fast alle Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) wie z. B. Amnesty International vertreten, die zur Ermittlung eines jeweiligen Sachstandes beitragen können. In seinem Vortrag wurde deutlich, wie langwierig es ist, ein Thema zu bearbeiten. Es braucht viel Geduld und Fingerspitzengefühl, bis die UNO für die Mitgliedsländer verbindliche Empfehlungen erlässt, z. B. die Menschenrechtskonventionen. Heiner Bielefeldt betonte, dass die Arbeit eines Sonderberichterstatters weiterhin von hoher Bedeutung ist.

© 2014 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Dienstag 04. Februar 2014




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Plattdeutsche Theatergruppe der VHS studiert neues Stück ein
Eintrag vom: 04.02.2014

 

Erbschaft mit Überraschungen

Enger. "Auf Platt kann ich Worte gebrauchen, die man im Hochdeutschen eher nicht aussprechen würde", sagt Wilhelm Bockermann. Beim Verfassen seines neuen Stückes "De Iarbschaft" für die Plattdeutsche Theatergruppe der Volkshochschule im Kreis Herford hat er davon wieder ausgiebig Gebrauch gemacht. Für die Premiere am 16. Februar laufen derzeit intensive Proben.

Die Kulisse steht schon auf der Bühne, hier müssen, wenn überhaupt, nur noch Kleinigkeiten wie die ewig rutschende Tischdecke gerichtet werden. Noch haben die Schauspieler ihr Textbuch in der Hand, schauen aber nur noch ab und zu hinein. Damit zur Premiere alles reibungslos klappt, wird nun statt einmal in der Woche zweimal geprobt.

In dem Stück geht es um das Ableben des Fritz Altenbrock, der zwei Söhne und zwei Schwiegertöchter hinterlässt. Während die vier ihn noch betrauern, schweifen die Gedanken natürlich schon zur Erbschaft und spätestens als der Besuch des Notars zur Testamentseröffnung ins Haus steht, gibt es allerlei Verwicklungen. Denn der hat Unvorhergesehenes zu verkünden, eine Überraschung, mit der niemand gerechnet hat.

"Mehr verraten wir jetzt noch nicht über die Handlung des Stücks, da sollen sich auch die Zuschauer überraschen lassen", sagt Sabine Schewe, die eine der beiden Schwiegertöchter spielt. Platt sprechen konnte sie vor ihrer Zugehörigkeit zur Theatergruppe übrigens nicht, wie auch einige ihrer Schauspielerkollegen. "Ich konnte es nur verstehen, da bei meinen Großeltern immer Platt gesprochen wurde. Für meine Rollen habe ich es dann gelernt, das war nicht sehr schwierig."

Heidi Bartsch, die wie auch Sabine Schewe der Theatergruppe schon seit Jahren angehört, sieht das ein bisschen anders: "Für mich war es schon schwierig, Platt sprechen zu lernen." Inzwischen klappt es aber gut. Und die Anstrengungen hat sie natürlich gerne in Kauf genommen, denn alle Mitglieder der Theatergruppe, ob "Muttersprachler" oder nicht, teilen ein Ziel: "Wir wollen die plattdeutsche Sprache erhalten", betont Reinhard Lammering.

Denn obwohl man "auf Platt so wunderbar schimpfen kann", wie Sabine Schewe sagt, wird die Sprache überwiegend von älteren Menschen gesprochen. "Die meisten unserer Zuschauer sind auch schon älter."Doch Nachwuchs kommt jetzt aus den eigenen Reihen: Eine Rolle hat Wilhelm Bockermanns Enkelin Katja übernommen

Drei Aufführungen
Neben der Premiere am 16. Februar sind zwei weitere Aufführungen von "De Iarbschaft" vorgesehen: Am Sonntag, 23. Februar und am Sonntag, 9. März, jeweils in der Aula des Schulzentrums Enger.
Beginn ist an allen drei Tagen um 16 Uhr, der Eintritt ist frei. (boss)

© 2014 Neue Westfälische, 10 - Enger-Spenge, Samstag 01. Februar 2014,von Stefanie Boss




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VHS-Geschichtswerkstatt überreicht historische Kalender
Eintrag vom: 04.02.2014

Foto: Ritzau

Der Anblick historischer Bilder erinnert an früher. "Gerade ältere Menschen kommen dann ins Schwärmen«" weiß Jörg Militzer, der mit der VHS-Geschichtswerkstatt Bünde seit einigen Jahren Kalender mit historischen Motiven herausgibt. Die nicht verkauften Exemplare (25 Stück) hat er jetzt dem Ravensberger Stift und der Ravensberger Residenz in Ennigloh überreicht. "Wir werden die Kalender auf beide Häuser verteilen", sagte Bärbel Mittmann, die die beiden Senioreneinrichtungen leitet. Einige Kalender wolle man im öffentlichen Bereich aufhängen, den anderen Teil für Erzählkreise verwenden. Bei den Bildern handelt es sich um Fotografien aus dem Stadtarchiv und um private Aufnahmen von Zeitzeugen. "Wir haben in beiden Einrichtungen Zeitzeugen mit interessanten Geschichten, sie könnten auch ihren Teil zu dem Projekt beitragen", schlug Bärbel Mittmann (rechts) vor. Gemeinsam mit Erika Redinger (Pflegedienstleitung Residenz) und Petra Volkening (Pflegedienstleitung Stift, von rechts) nahm sie die Kalender von Jörg Militzer (links) und Hermann Meyer entgegen.

Bünder Zeitung, 01.02.2014, cri




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Eine Mischung aus Neuem und Bewährtem - Die Volkshochschule bietet auch im zweiten Semester des Bildungsjahres 2013/14 Interessantes
Eintrag vom: 30.01.2014

Foto: Ralf Bittner +++

Kreis Herford (rab). "Ein Blick auf unsere Homepage lohnt immer", sagte die Leiterin der Volkshochschule Monika Schwidde bei der Vorstellung des Bildungsangebotes des jetzt beginnenden zweiten Kurs-Halbjahres. Dort finden sich nicht nur Einzelveranstaltungen, sondern auch viele Kurse, die im Februar beginnen.

Neu im Programm sind Museumstouren in Museen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe wie dem Römermuseum in Haltern. "Die Idee entstand beim Durchblättern der LWL-Broschüre über die Museen", sagte Schwidde und hofft, dass das Angebot genauso gut nachgefragt wird wie die schon seit längerem angebotenen Betriebsbesichtigungen.

Viele Veranstaltungen bietet der Bereich EDV/IT, Technik und Medien. Von der Einführung in die gängigen Betriebssoftware, Schulungen in neuester Bürosoftware gibt es viele Veranstaltungen zu den Möglichkeiten des iPads, von der Bildbearbeitung bis zu speziellen Angeboten für Kinder im Bereich JungeVHS. Dieser Bereich wird vom stellvertretenden VHS-Leiter Mark Stocksmeyer koordiniert. Der freut sich über einen Koffer mit acht iPads, deren Anschaffung vom VHS-Förderverein ermöglicht wurde. Die können jetzt den Kursteilnehmern zur Verfügung gestellt werden und auch von Dozenten genutzt werden, wenn sie ihre Kurse nicht im Herforder Zentralgebäude, sondern in anderen Kommunen des Kreises anbieten. Da werden oft Schulen für die Angebote genutzt und es gab gelegentlich Probleme bei der Nutzung der Schulnetzwerke.

In den Bereichen Sprachen und Gesundheit hat die VHS besonders treue Nutzer. Trotzdem schaut das Team immer wieder, wo sich ein neuer Bedarf abzeichnet. Arabisch und Japanisch sind zwei von etwa 20 Sprachen, die angeboten werden. "Basiskurse in Englisch sind wieder gefragt, da viele Migranten oder russischstämmige Deutsche nicht einmal über Basiskenntnisse verfügen", sagte Ulrike Koebke, die einen Teil des Sprachenangebotes koordiniert. Melisa Hamzic setzt bei ihrem Englischunterricht auf Interaktivität. Das neue Smartboard an der Wand ermöglicht den Einsatz von Videos, Spielen zum Vokabeln lernen in einem von zwei neu eingerichteten Unterrichtsräumen. Das wird auch im Kurs Englisch für die Fachoberschulreife eingesetzt. In vielen Sprachkursen und Kursen aus dem Bereich der kaufmännischen Qualifizierung können verschiedene Zertifikate abgelegt werden.

Eine neue Kursreihe im Bereich Alphabetisierung unter dem Titel "Lesen und Schreiben für den Beruf" kann dank einer Förderung durch den Europäischen Sozialfonds entgeltfrei angeboten werden. Im Gesundheitsbereich werden etablierte Angebote wie Hatha-Yoga, Qi-Gong oder Zumba durch neue Angebote etwa zur Stressvermeidung ergänzt. In diesen Bereich fällt auch das breite Angebot an Kochkursen.

Infos auf www.vhsimkreisherford.de oder in den Blauen Seiten, die in den Bürgerbüros ausliegen.
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Die VHS bietet nicht nur 711 eigene Veranstaltungen im Sommersemester an, sondern auch maßgeschneiderte "Bildung auf Bestellung". Das kann eine Fortbildung für ein Kita-Team
sein oder auch ein Kochkursus, den Firmen etwa als etwas andere Weihnachtsfeier für ihre Belegschaft buchen. Das Team der VHS, Münsterkirchplatz 1, Tel. (0 52 21) 5 90 50, hilft hier gerne weiter, ebenso bei Fragen rund um die verschiedenen Zertifikate, die erworben werden können.
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© 2014 Neue Westfälische
09 - Herford, Donnerstag 30. Januar 2014

 

Herforder Kreisblatt, 30.01.2014







Keywords: Presseberichte, Semesterstart

Integrationsratswahlen 2014 - Große Resonanz auf Qualifizierung für Kandidatinnen und Kandidaten
Eintrag vom: 29.01.2014



Der große Raum im Dachgeschoss der Volkshochschule war am 25. Januar mit 26 Frauen und Männern gut gefüllt, als Wolfgang Koch, der Bürgermeister von Bünde, die "Qualifizierung von potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten für die Integrationsratswahlen 2014" mit einem Grußwort feierlich eröffnete. Bürgermeister Koch betonte, dass gesellschaftliche Teilhabe und Integration eng verknüpft sind mit politischer Teilhabe von Zugewanderten, und begrüßte das Angebot der Volkshochschule, die zahlreichen Interessent/innen an vier Samstagen auf eine mögliche Übernahme kommunalpolitischer Verantwortung vorzubereiten. Die Teilnehmenden kommen nicht nur aus dem Kreis Herford, sondern auch aus Nachbarorten wie Bielefeld, Bad Salzuflen und Minden. Viele von ihnen bringen bereits kommunalpolitische Erfahrung mit. Alle sind motiviert, sich für die Interessen von Migrantinnen und Migranten in ihrer Kommune einzusetzen und wünschen sich solides Wissen und praktisches Handwerkszeug für eine wirkungsvolle kommunalpolitische Arbeit.
Davon konnte sich auch Bürgermeister Koch überzeugen, der es sich selbst an seinem Geburtstag nicht nehmen ließ, sich auch noch den Fragen der Teilnehmenden nach seiner eigenen politischen Erfahrung zu stellen. Anschließend übernahm dann das Dozenten-Team die Regie, unsere VHS-Dozentin Adile Gündogdu und Eyüp Odabasi, der Vorsitzende des Integrationsausschusses in Bünde. Dozent/innen und Teilnehmende - sie alle waren mit großem Engagement dabei - ein guter Start für eine gute Sache!
Die VHS führt die Qualifizierungsreihe im Auftrag des Landesintegrationsrates NRW, des Landesverbands der Volkshochschulen NRW und des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales durch.


Weitere Informationen finden Sie hier pdf-Flyer.



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VHS kooperiert mit Projektgruppe "Zeitkapsel"
Eintrag vom: 22.01.2014

Für 50 Jahre verschlossen: Claudia Polster hält - als Symbol für ein mit Bildern gefülltes digitales Speichermedium - eine Schatzkiste in ein Foto, das (v.l.) Lars Oliver Gehring, Mathias Polster, VHS-Chefin Monika Schwidde, Jörg Gause, Nicole Gause, Thomas Dickenbrock, Petra Dammann, Jürgen Josting, Detlef Kupfernagel und Petra Baumhögger schon mal für das Projekt "Zeitkapsel" im Fotostudio Tölke aufnehmen.

Fotos bleiben 50 Jahre unter Verschluss
Projektgruppe "Zeitkapsel" will ein Bilder-Archiv aus dem Jahr 2014 für das Jahr 2064 schaffen

Herford. Kinder und Enkel, künftige Wissenschaftler und Heimatforscher sollen es einmal einfacher haben, wenn sie sich in 50 Jahren mit Hilfe alter Fotos das Leben im Herford des Jahres 2014 vor Augen führen wollen. Das hat sich eine Gruppe Herforder vorgenommen, die der Fotografie und der Erforschung von Zeitgeschichte zugetan ist. Sie wollen eine "Zeitkapsel" mit heute aktuellen Fotos und zugehörigen Informationen füllen und im Kommunalarchiv für 50 Jahre unter Verschluss halten.

Die "Sperrfrist" ist mehr als ein Gag - man hofft, mit diesem Argument Zugang zu Orten und Geschehnissen zu bekommen, die Zeitgenossen jetzt nicht, aber womöglich viel später im Bild veröffentlicht wissen wollen.

Es gibt auch heute schon mehrere Foto-Archive in der Stadt. Doch sucht man bestimmte Motive, muss man schnell erkennen, dass es Glücksache ist, ob sie früher überhaupt fotografiert wurden, ob sie auffindbar sind und ob Menschen und Stadtansichten identifizierbar sind, beschreibt der Sprecher der Gruppe, Lars Oliver Gehring, das Problem. Es gebe außerdem kaum Einblicke in Firmen und Verwaltung.

Auch wenn noch nie so viel fotografiert wurde wie heute : Ohne Konzept wird auch die digitale Fotografie die Situation nicht verbessern.

In einem womöglich deutschlandweit einzigartigen Projekt wollen die Fotobegeisterten, die aus der Facebook-Gruppe "Herford-Picture" entstanden ist, konsequent ein Jahr lang ihre Stadt, Straßen, Gebäude, Freiflächen, Flüsse, Parks und Kirchen, aber auch das öffentliche und private Leben mit Gaststätten, Tankstellen, Supermärkten, Arbeitsplätzen, Wohnungen und mehr systematisch ablichten. "Das Banale wird oft nicht fotografiert", sagt Gehring. Luftaufnahmen sollen verbaute und unverbaute Flächen zeigen, die sich in den kommenden Jahrzehnten wandeln werden. Entscheidend für den späteren Nutzen wird die Qualität der Begleitinformationen sein.

Die Fotos werden auf ein digitales Medium gespeichert, wie es Archivare nach heutigem Stand der Technik empfehlen. Womöglich müssen die Daten im Laufe der Jahrzehnte auch umkopiert werden, um lesbar zu bleiben.

Nach 50 Jahren sollen die Fotos jedermann kostenlos zur freien Verfügung stehen. Kooperationspartner sind Schulen, das Haus unter den Linden, die Volkshochschule, der Geschichtsverein, die Stadtführer, die Event-Voice-Media und Argos-Luftbild.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.herforder-zeitkapsel.de sowie bei der Facebook-Gruppe unter www.facebook.com/herforderzeitkapsel .

Foto-Wochenende

Die Initiative fordert alle Herforder auf, zwischen dem 4. und 6. April ihr Umfeld zu fotografieren.
Das kann die eigene Wohnung sein, die Arbeitsstelle, die Schule, die Straße - was den Menschen wichtig ist, was sie freut oder ärgert.
Um die "Zeitkapsel" mit einer möglichst umfassenden Abbildung des öffentlichen und persönlichen Lebens bestücken zu können, soll die Dokumentation auf viele Schultern verteilt werden. Die Fotos können auf www.herforder-zeitkapsel.de hochgeladen werden.

© 2014 Neue Westfälische, 09 - Herford, Mittwoch 22. Januar 2014, Text und Foto vonFrank-Michael Kiel-Steinkamp




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Dr. Norbert Sahrhage hält Vortrag über den Abiturjahrgang 1936 in der VHS-Geschichtswerkstatt
Eintrag vom: 22.01.2014

Aus dem damaligen Bünder Realgymnasium wurde später das Freiherr-von-Stein Gymnasium. Im Gebäude im Zentrum von Bünde ist heute aber das Gymnasium am Markt untergebracht.

Einflüsse der Nationalsozialisten

Bünde. Anhand der Abiturklasse des Jahrgangs 1936 des Bünder Realgymnasium erläutert Dr. Norbert Sahrhage die Einflüsse des Nationalsozialismus auf den Werdegang und die Berufswahl junger Menschen. Im Rahmen der Veranstaltungsreiche der VHS-Geschichtswerkstatt hielt er jetzt einen Vortrag und illustrierte den mit historischen Bildern.

Sahrhages Aufsatz erschien eigentlich im "Historischen Jahrbuch für den Kreis Herford 2014". Beim Vortrag in den Räumen von SiSchu Immobilien, die das Team der Geschichtswerkstatt regelmäßig nutzen kann, zeigte der Geschichtslehrer auf einer großen Leinwand Fotos, die die Besucher in die Zeit des Themas versetzten.

Mit exemplarischem Blick auf die Abiturienten des Realgymnasiums verdeutlichte Sarhage, welchen Beeinflussungen die Schüler in den Oberschulen nach der nationalsozialistischen Machtergreifung ausgesetzt waren und wie sie auf diese Indoktrination reagierten.

In den "Gesuchen um Zulassung zur Reifeprüfung" mussten die Oberschüler damals neben ihrem bisherigen Lebensweg auch berufliche Ziele und Pläne angeben. Diese Aufzeichnungen und Schriften aus dem Archiv des Bünder Museums dienten als Grundlage für die Ausarbeitungen, inwieweit die politische Situation die Berufswahl der Oberschüler beeinflusste.

Die Schüler seien verschiedenen ideologischen Beeinflussungen ausgesetzt gewesen, erklärte Norbert Sahrhage. "Im Unterricht wurde nunmehr der Tag der nationalsozialistischen Machtübernahme und der Geburtstag Adolf Hitlers gefeiert. Jüdische Schüler durften das Gymnasium nicht mehr besuchen." Auch die Lehrpläne seien massiv verändert worden. Besonderes Gewicht erhielten die Rassenkunde und der Geländesport.

An der Schule habe es auch einige Lehrer gegeben, die sich dem Nationalsozialismus zur Verfügung stellten und Funktionen in der Partei übernahmen.

In den Gesuchen der Schüler sei abzulesen, wie sie ab 1933 in ihrem Denken beeinflusst wurden und sich dabei auch in ihren Formulierungen bereitwillig dem allgemeinen Zeitgeist anpassten. In der Zeit der beginnenden Aufrüstung stellten alle Abiturienten ihre sportliche Leistungs- und damit auch ihre Wehrfähigkeit heraus. Außerdem hoben sie ihre Lektüre nationalsozialistischer Schriften hervor. "Bis auf eine Ausnahme waren alle Abiturienten Mitglied der Hitlerjugend. Darüber hinaus gehörten viele auch der SA an, ein Abiturient war sogar Mitglied der SS", so Sahrhage.

Die Gesuche endeten damit, dass die Abiturienten konkrete berufliche Perspektiven entwickelten. Mehrere strebten die durch das nationalsozialistische Regime wieder aufgewertete Offizierslaufbahn an.

Sechs der 19 Abiturienten fielen im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges. Die Mehrzahl der Überlebenden kam vermutlich in traumatisiertem Zustand in ihre Heimat zurück und mehrere konnten durch Gefangenschaft ihre berufliche Ausbildung erst 1947 oder 1948 beginnen.

"Dennoch handelte es sich bei dem Abiturjahrgang 1936 nicht um eine verlorene Generation". Einige der überlebenden Abiturienten hätten durchaus ihren Platz in Wirtschaft und Gesellschaft gefunden.

Ob die Selbstzeugnisse des hier untersuchten Schülerjahrgangs 1936 bloße Lippenbekenntnisse gewesen seien, oder ob die Schüler die NS-Ideologie wirklich verinnerlicht hatten sei schwer zu entscheiden.

"Vermutlich spielten die Erfahrungen, die die Schüler nach dem Verlassen der Schule machten, die entscheidende Rolle dafür, ob die im Schulunterricht erfolgte ideologische Beeinflussung längerfristig wirksam war", so Sahrhage.

Dass eine Beeinflussung stattgefunden habe, stehe aber fest, ob und wie tief diese Beeinflussung die Schüler letztlich geprägt habe, könne nur individuell beantwortet werden.

© 2014 Neue Westfälische 11 - Bünde, Mittwoch 22. Januar 2014, von Thomas Klüter




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VHS macht mit - Fotografen dokumentieren die Stadt für eine Zeitkapsel
Eintrag vom: 22.01.2014

Mitwirkende des »Zeitkapsel«-Projektes: (von links) Lars
Oliver Gehring, Mathias Polster, Monika Schwidde, Jörg und
Nicole Gause, Thomas Dickenbrock, Petra Dammann, Jürgen
Josting, Detlef Kupfernagel, Petra Baumhögger und Claudia
Polster (sitzend). Sie wollen die Stadt für die Menschen in 50
Jahren dokumentieren. Foto: Hartmut Horstmann

Wie wir einst lebten

Herford (HK). Den Optimismus, dass die Welt auch in 50 Jahren noch Bestand hat, benötigen die Fotografen des Projektes "Zeitkapsel". Sie geben aktuelle Bilder aus Herford ans Kommunalarchiv weiter - dort sollen sie 50 Jahre verwahrt werden, um dann der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stehen.

Die Gruppe der Fotografen, die sich gestern im Fotostudio Tölke getroffen hat, kennt sich bereits seit einiger Zeit. So hatten die Mitwirkenden während der Hansetage eine Ausstellung am Neuen Markt. Warum eine aktuelle Fotodokumentation über Herford für die Zukunft wichtig ist, verdeutlichen Sprecher Lars Oliver Gehring und Mitfotograf Mathias Polster mit Verweis auf die Bowerre. Es gebe keine Fotostrecke, auf der der alte, längst zugeschüttete Flusslauf komplett zu sehen sei.

Um künftigen Generationen die Recherche einfacher zu machen, haben es sich die Fotografen zur Aufgabe gemacht, die Stadt lückenlos zu dokumentieren. "Wir wollen einen Querschnitt der Stadt und des Lebens in ihr festhalten", betont Gehring. Und da niemand weiß, was die Herforder in fünf Jahrzehnten interessiert, soll alles fotografiert werden. "Wir wollen dafür zum Beispiel auch in die Firmen", meinen die Beteiligten. "Wie sah ein Arbeitsplatz vor 50 Jahren aus?" sei eine spannende Frage. Angesichts der großen Zeitspanne müssten Firmeninhaber auch keine Angst haben, dass durch die Fotos Betriebsgeheimnisse verraten würden: "Die Bilder sind erst in 50 Jahren zu sehen."

Lars Oliver Gehring selbst ist 45 Jahre alt. Realistischerweise werde er die Öffnung der Zeitkapsel wohl nicht mehr erleben, meint er - und weiß dennoch, für wen er so emsig fotografiert und das im Bild Festgehaltene genau auflistet und katalogisiert: "Ich habe zwei Töchter, die sind jetzt schon gespannt."

Das Beispiel der Bowerre zeigt, dass es bisher oft Glückssache oder Zufall war, was fotografiert wurde. Zudem sind die Rechte oft ungeklärt beziehungsweise oft fehlen den Fotoarchiven wichtige Hinweise über das Abgebildete. Daher die Konsequenz der Beteiligten, die sich die Stadt ein Jahr vor den Linse nehmen: Es geht um Straßen, Gebäude und Freiflächen, Flüsse, Parks und Kirchen.

Während die Gruppe der beteiligten Fotografen fest steht, planen die Initiatoren auch, die Bevölkerung einzubinden. "Zum Beispiel, indem sie Fotos von ihrem Haus machen", erläutert Sprecher Gehring.

Aufgerufen, sich selbst zu beteiligen, sind auch Personen, die in sensiblen Bereichen tätig sind. Aufnahmen aus der JVA zum Beispiel oder aus Krankenhäusern sind von Interesse. "Wir versichern, dass wir diese Bilder nicht weitergeben", erklären die Mitwirkenden. In einem Jahr soll dem Kommunalarchiv das geballte Herford digitalisiert übergeben werden. Wer zusätzlich zu den Fotografen mitmachen will, findet Hinweise auf der Homepage. Weitere Aufrufe an die Bevölkerung folgen. www.herforder-zeitkapsel.de

HK Herford, 22.01.2014, von Hartmut Horstmann




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VHS-Vortrag - Umgang mit jungen Straffälligen
Eintrag vom: 21.01.2014

Seit einem Jahr ist er im Ruhestand, aber immer noch äußerst umtriebig: Der pensionierte Herforder Richter Helmut Knöner referierte auf Einladung der Volkshochschule über das Thema "Umgang mit jungen Strafgefangenen". Foto: Moritz Winde

"Zurück zu den Knackis"
Der ehemalige Amtsrichter Helmut Knöner spricht über junge Strafgefangene
Herford (HK).Schon in seiner Zeit als Amtsrichter war er ein Mann der klaren Worte. Entsprechend offen sprach Helmut Knöner bei seinem Vortrag in der VHS über den "Umgang mit jungen Strafgefangenen".

Der pensionierte Richter, der im Januar 2013 in den Ruhestand gegangen ist und heute als Anwalt arbeitet, kam ohne juristische Fachbegriffe aus und gab so einen lebensnahen Einblick in das Leben in der JVA. Er erzählte von brenzligen Situationen, in denen er allein mit einem wütenden Mörder im Raum gewesen sei, schilderte die schrecklichen Erlebnisse, die viele der jungen Täter bereits hinter sich hatten, sprach von Drogen, Verwahrlosung und Missbrauch. "Wenn man liest, wofür manche verurteilt worden sind, hat man ein Monster vor Augen. Doch wen trifft man? Einen Milchbubi, der raus will, weil er unter dem Strafvollzug leidet."

Genauso offen, wie er von seinen Erfahrungen mit den "Knackis" berichtete, schilderte Knöner seine ganz persönlichen Emotionen, die nicht immer nur edel waren. Helmut Knöner kam als 30-Jähriger erstmals mit den Insassen der Herforder JVA in Kontakt: Er sollte als besonderer Vollstreckungsleiter, also als Jugendrichter, der für den örtlichen Jugendstrafvollzug zuständig war, unter anderem darüber entscheiden, ob Gefangene vorzeitig entlassen werden oder nicht. »Ich hatte keinerlei Erfahrung, erhielt wenig Hilfestellung, hatte aber einen enormen Ermessensspielraum«, berichtete er. "Da war es kein Wunder, dass ich von der Macht überfordert war." Er merkte, dass er zynisch wurde und zog die Notbremse. Er verabschiedete sich für vier Jahre aus dem Amt, bildete sich weiter und kam 1989 gestärkt auf den Posten zurück. "Jetzt konnte ich die Aufgabe mit einer gewissen Gelassenheit angehen", erzählte er. Durchschnittlich, so Knöner, würden die Gefangenen nach zwei Drittel ihrer Strafe auf Bewährung entlassen.

Nach 31 Jahren als Vollstreckungsleiter weiß er, wie die "Knackis" ticken: "Glauben Sie, die Jungs denken über ihre Taten nach und stellen sich ihnen?", fragte er die überwiegend weiblichen Zuhörer. Nein, befürchteten die Damen. Sie verdrängen und schieben die Schuld auf andere, waren sie sich mit Knöner einig - "eine natürliche Reaktion, um vor sich selbst bestehen zu können".

Wie kann man die jungen Männer, die in der JVA Herford für sechs Monate bis zwölf Jahre einsitzen, nun trotzdem auf den rechten Weg bringen? "Mit einem Jugendstrafvollzugsgesetz, das klare Regeln aufstellt und einem Vollzug, der erzieherisch wirkt, menschlich und transparent ist." Um dies zu erreichen, kämpfte Knöner von 1990 an vor dem Bundesverfassungsgericht für eine solche Gesetzgebung. 2006 war er endlich erfolgreich. 2008 trat das neue Gesetz in Kraft - "und es hat viel Gutes für die jungen Männer gebracht", ist er sich sicher.

Wenn es um die Umerziehung der Gefangenen geht, setzt Knöner nicht auf Therapien und Psychologen, sondern auf die Frage: Was wollen die "Knackis" selbst, was brauchen sie? Er plädiert für einen Vollzug nicht über sondern mit den Gefangenen. Daher sei sein Motto "Zurück zu den Knackis". Fördern und Fordern statt Niedermachen, das sei die Lösung.

Was sie brauchten, sei körperliches Wohlbefinden durch sportliche Betätigung. "Mein Traum wäre es, wenn die ganze JVA mal am Hermannslauf teilnehmen würde", sagte er. "Beim Laufen verbrennt man psychische Probleme. Diese Erfahrung kann ihnen auch in der Freiheit helfen." In dieselbe Richtung gingen Kochkurse und Musikunterricht. Die Gefangenen müssten merken, dass sie selbst später von der Anstrengung profitierten, genauso wie von einem Schulabschluss und einer Ausbildung: "Frauen lieben Männer mit Job, die kochen und musizieren können", ist Knöner sich sicher. "Und eine Frau und eine Familie möchte jeder von ihnen."

HK Herford, 21.01.2014, von Ruth Matthes




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VHS-Geschichtswerktatt - "Wespen-Freunde" schwelgen in Erinnerungen
Eintrag vom: 21.01.2014

Glücklich wieder vereint: Den Mittelpunkt des Fototermins beim Vespa-Treffen stellte die 150 GS/3 von Hans-Dieter Selkmann dar. Als "Überraschungsgast" weckte der Zweirad-Veteran zahlreiche Erinnerungen. Foto: Jörg Militzer

Artikel in der Neuen Westfälischen bringt Freundeskreis nach 50 Jahren erstmals wieder zusammen
VON JÖRG MILITZER

Bünde. Ein Zufall sorgte für das Zusammentreffen des Vespa-Clubs nach mehr als 50 Jahren. Unter dem Titel "Facebook meets Geschichtswerkstatt" fand im Oktober eine Veranstaltung im Rahmen der Volkshochschul-Geschichtswerkstatt statt. Die Neue Westfälische berichtete über diesen Abend und nutzte zur Illustration ein altes Gruppenbild der Vespa-Freunde. Daraufhin trafen sich die Mitglieder jetzt wieder.

Um den Abend der VHS-Veranstaltungsreihe, der sich mit der Geschichte der Elsestadt befasste, ins Bild zu setzen, bemühten die Mitarbeiter der NW das hauseigene Bildarchiv. Ein älteres Foto mit Bezug zur lokalen Historie sollte es sein und schnell war ein etwa halbes Jahrhundert altes Gruppenbild eines ehedem recht rührigen Clubs gefunden. Neben den Bündern waren auch etliche Motorroller darauf zu sehen.

Kaum war die entsprechende Ausgabe des Lokalteiles auf den Frühstückstischen der Region angelangt, griffen auch schon die ersten Leser zum Telefonhörer. Sie erkannten sich auf dem besagten Foto wieder oder zählten zu den Mitgliedern des "Vespa-Clubs Bünde", in deren Reihen diese Aufnahme einst entstanden war. Allesamt berichteten sie von einer Zeit, die in der persönlichen Erinnerung noch sehr präsent schien und dem aufmerksamen Gegenüber allerlei nette Anekdoten bescherte. Bei den nachfolgenden Besuchen wurde dieser Eindruck anhand von liebevoll gehegten weiteren fotografischen Erinnerungsstücken noch vertieft und alle Bilder zur Dokumentation der Stadtgeschichte digitalisiert.

Wirklich spannend wurde die Geschichte jedoch am darauffolgenden Tag. Ein weiterer Anrufer - Hans-Dieter "Hansi" Selkmann - berichtete ebenfalls von seinen Erinnerungen an diese prägende Zeit. Er erzählte von knapp vier Jahren seiner Jugend, die von den gemeinsamen Erlebnissen auf dem Rücken der eigenen Vespa (aus dem italienischen: Wespe) geprägt "erfahren" wurden. Doch Selkmann wartete nicht nur mit einer ganzen Reihe von Fotografien, einer Hand voll Pokalen und Ehrenzeichen, sowie einem Ordner mit dem Schriftverkehr aus den wenigen Jahren des Clublebens auf, selbst seine "Wespe" - eine Vespa 150 GS/3 - konnte er noch präsentieren. Gemeinsam ging man der Geschichte von Roller und Club nach und es reifte die Idee, die alten Bünder "Recken im Wespensattel" noch einmal zu einem Treffen zusammenzutrommeln.

Schon nach wenigen Tagen meldete der stolze "Alt-Wespen-Besitzer" den größten Teil der ehemaligen Clubmitglieder ausfindig gemacht zu haben. Waren viele der namentlich noch gut bekannten Vespa-Freunde der Region treu geblieben, wurden auch Kontakte bis in den Schwarzwald reaktiviert. Obwohl das Schwarzwälder-"Törtchen", wie der damalige Initiator des Clubgedankens noch immer genannt wurde, aus persönlichen Gründen verhindert war, folgten der nunmehr ausgesprochenen Einladung zu einem ersten Clubabend nach rund 50 Jahren alle der eingeladenen und noch lebenden Vespa-Fahrer.

Neben dem einst rund einem Dutzend aktiven Fahrern kamen zu diesem Treffen aber auch die zum Teil mit Spannung erwarteten - weil in der Hochphase des Clublebens noch gar nicht bekannten - Lebensgefährten und Lebensgefährtinnen. So wuchs die Gruppe beim Wiedersehenstreffen auf etwa 25 Teilnehmer. Nachdem einst die Vereinslokale "Zur Tanne" am Dreiländereck und der "Ravensberger Hof" an der Bahnhofstraße Unterschlupf boten, wurde nun mit dem Hunnebrocker "Waldschlösschen" ein ebenfalls sehr geschichtsträchtiger Treffpunkt gewählt. Als Gäste der Evangelischen Jugendhilfe Schweicheln, dem Betreiber des Hauses, wurde ein würdiger Rahmen für dieses erste Wiedersehenstreffen gefunden. Während des Abends diskutierten die Mitglieder auch gleich weitere Zusammenkünfte.

Für die Mehrheit der Bünder ist das vielleicht ein banales Ereignis. Aber eines, bei dem sich aus der örtlichen Geschichtsarbeit und dem Pressebericht darüber Menschen nach einem halben Jahrhundert in den Armen gelegen haben, als wären sie am Abend zuvor auseinandergegangen. Ein Ereignis, das davon zeugt, dass gerade die jüngere und jüngste Geschichte kein unpersönliches Kapitel eines verstaubten Geschichtsbuches sein muss. Ein Ereignis, das der lokalen Historie ein Gesicht gegeben hat und eine Reihe von Menschen wieder ein gutes Stück weit näher brachte.

© 2014 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Dienstag 21. Januar 2014




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VHS-Geschichtswerkstatt - Rundgang zu "NS-Täterorten"
Eintrag vom: 21.01.2014

Wie hier in der Eschstraße/Ecke Wehmstraße ließen sich in Bünde an vielen Orten die Strukturen des NS-Regimes festmachen. Foto: Stadtarchiv

Auf den Spuren des Nationalsozialismus
Bünde(BZ). Ende dieses Monats jährt sich die »Machtübernahme« durch die Nationalsozialisten zum 81. Mal. Auch wenn dies kein rundes Datum mit überregionalen Gedenkveranstaltungen ist, bietet der Tag doch Anlass, an die Auswirkungen auch in Bünde zu erinnern. Anhand eines kommentierten Ganges durch die Stadt wird an einer Reihe von Stellen die Geschichte der »Täterorte« aufgezeigt. Es geht weniger darum, mit erhobenem Zeigefinger auf Einzelpersonen zu verweisen, als anhand von Gebäuden die allgegenwärtige Präsenz und Organisationsstruktur des NS-Staates in einer ostwestfälischen Kleinstadt aufzuzeigen. Im Rahmen der VHS-Geschichtswerkstatt findet dieser von Jörg Militzer geleitete Rundgang am kommenden Sonntag, 26. Januar, statt. Der Treffpunkt ist um 11 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Gymnasium. Eine Tageskasse ist eingerichtet.

HK Bünde, 21.01.2014



weitere Informationen hier


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Kultur bei Wein und Kerzenschein
Eintrag vom: 15.01.2014

Im Rahmen der Reihe "Kultur bei Wein und Kerzenschein" lädt die VHS am Dienstag, den 28. Januar zu einem bild- und informationsreichen Vortrag über Madrid und Kastilien ein. Klaus Kirmis von ReiseKunst GmbH beschreibt an diesem Abend die bedeutendsten Kulturdenkmäler des sonnigen Südens in der stimmungsvollen Aula der Volkshochschule. Wer möchte, kann in der Pause bei einem Gläschen Wein die gewonnenen Eindrücke auf der Zunge zergehen lassen. Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie hier (Kursnummer H39013A).

Foto: Vivian Bourkel / pixelio.de




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Jahresauftakt 2014 abgesagt!
Eintrag vom: 15.01.2014

Die Veranstaltung wurde aufgrund geringer Anmeldezahlen abgesagt. Wir bedauern das sehr und werden bei nächster Gelegenheit schon mal mit unserem Förderverein über Alternativen nachdenken.




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Lesen und Schreiben für den Beruf
Eintrag vom: 10.01.2014

Neue Kursreihe für funktionale Analphabeten

Lesen und Schreiben sind grundlegende Kompetenzen für wirtschaftliche und soziale Teilhabe. Der Verlust von Einfach-Arbeitsplätzen, die zunehmende Technisierung und eine wachsende Komplexität von beruflichen Aufgaben und schriftsprachlichen Anforderungen tragen dazu, dass Menschen, die nicht ausreichend lesen und schreiben können (funktionale Analphabet/innen), nur schwer einen Zugang zum Arbeitsmarkt finden. Sind sie erwerbstätig, müssen sie um den Verlust ihres Arbeitsplatzes fürchten, wenn sie den steigenden Anforderungen nicht mehr gewachsen sind.

Für Berufstätige und Arbeitssuchende, denen grundlegende Kenntnisse im Lesen und Schreiben fehlen, bietet die VHS ab dem 8. Februar die neue Kurs-Reihe "Lesen und Schreiben für den Beruf" an. Ziel der Kurse ist, den Teilnehmenden Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die Ihnen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit erleichtern bzw. zur Absicherung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses beitragen. Der Unterricht orientiert sich sowohl inhaltlich und didaktisch also auch zeitlich an den besonderen Bedürfnissen der Betroffenen. Es werden dem Lernstand der Teilnehmenden entsprechende arbeitsweltbezogene Themen bearbeitet und arbeitsweltbezogene Medien und Materialien eingesetzt.

Aufgrund der finanziellen Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds können die Kurse entgeltfrei angeboten werden.

    

Nähere Informationen zu den einzelnen Kursen finden Sie hier:

Grundkurs für Berufstätige H21303B

Aufbaukurs für Berufstätige K21323A

Grundkurs für Arbeitssuchende H21313B

Aufbaukurs für Arbeitssuchende K21333A

Eine Übersicht über alle Kurse finden Sie hier

 

Bild: Kersten Schröder / pixelio.de




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Wahl zum Integrationsrat am 25. Mai
Eintrag vom: 10.01.2014

Qualifizierung für zukünftige Kandidatinnen und Kandidaten

Zusammen mit den Kommunalwahlen finden am 25. Mai auch die Wahlen zum Integrationsrat statt. Der Integrationsrat ist die politische Vertretung der in einer Stadt lebenden Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund. Anlass genug zu fragen: Gibt es einen Integrationsrat oder ein ähnliches Gremium in meinem Wohnort und wie kann ich da mitmachen?

Die Antwort darauf erhalten Sie ab dem 25. Januar in einer kostenlosen Qualifizierung der VHS. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten, die für die Integrationsratswahlen kandidieren oder sich in einem ähnlichen Gremium für die Interessen von Migrantinnen und Migranten in ihrer Kommune einsetzen möchten. An vier Samstagen können die Teilnehmenden solides Wissen und praktisches Handwerkszeug für die kommunalpolitische Arbeit erwerben. Inhaltliche Schwerpunkte sind neben Fragen zur Integrationspolitik methodische Grundlagen für eine wirkungsvolle kommunalpolitische Teilhabe. Die VHS führt die Qualifizierung im Auftrag des Landesintegrationsrates NRW, des Landesverbands der Volkshochschulen NRW und des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales NRW durch.

             

Weitere Informationen finden Sie hier: H15603A und PDF-Flyer

 




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Sprachen intensiv lernen
Eintrag vom: 09.01.2014

Möchten Sie Ihre Sprache in intensiver Form lernen? Gleich zu Beginn des neuen Jahres bietet die VHS Ihnen die Möglichkeit, Arabisch, Italienisch, Spanisch, Englisch oder Französisch in intensiver Form zu lernen. Alle Kurse sind als Bildungsurlaub anerkannt. Und wenn Sie Gefallen an der Sprache gefunden haben, können Sie gern direkt im Anschluss in einen regulären Kurs einsteigen. Denn Anfang Februar beginnen Kurse in 20 Sprachen.

Nähere Informationen zu den Intensivkursen finden Sie hier:

 

Bild: M. Großmann / pixelio.de




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Plattdeutsches Theater unter der Leitung der VHS-Dozentin Magdalene Obrock
Eintrag vom: 18.12.2013

Foto: Kathrin Brinkmann

Landfrauen zeigen »De Wuihnachtsgeschichte«

Die Plattdeutschgruppen der Landfrauen Rödinghausen unter der Leitung von Margret Melchior und der Volkshochschule im Kreis Herford unter Leitung von Magdalena Obrock haben sich gestern zu einer gemeinsamen plattdeutschen Weihnachtsfeier im Gossnerhaus Westkilver getroffen. Eine neunköpfige Besuchergruppe der Landfrauen aus Löhne unter der Leitung von Ilse Nagel führte das Theaterstück "De Wuihnachtsgeschichte" von Erwin Möller auf. "Das ist einfach klasse", lobte Margret Melchior, Vorsitzende der Landfrauen aus Rödinghausen. Erwin Möller gehöre zu den wenigen Rödinghausern die unheimlich viele plattdeutsche Texte verfasst hätten. "Leider ist das Plattdeutsche eine aussterbende Sprache. Selbst mir fällt es schon schwer, fließend Platt zu sprechen. Unsere Kinder können die Texte zwar noch verstehen, aber nicht mehr selber sprechen", bedauerte Melchior. Im Anschluss an das Theaterstück sangen die 50 Gäste, unter denen auch einige Mänenr waren, Weihnachtlieder auf Platt. "Mak't häog dat Tor" (Macht hoch die Tür) wurde genauso fröhlich angestimmt wie "Oh Dannenbäom" (Oh Tannenbaum) oder "Olle Joahre wuier«"(Alle Jahre wieder).

Herforder Kreisblatt - Bünder Zeitung, Artikel vom 18.12.2013, Kathrin Brinkmann

 



weitere Informationen hier


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Patente Kraft für den Service gesucht
Eintrag vom: 17.12.2013

Wir suchen zum 01.02.2014 eine patente Servicekraft:
Montags und dienstags, 18:30 - ca. 22:30 Uhr, sowie an einigen Wochenenden im Semester.
Aufgaben: Vorbereitung von Unterrichtsräumen, Kassierung, Reinigung.
Verlässlichkeit, Freundlichkeit werden vorausgesetzt. Technisches Verständnis wäre wünschenswert.
Bewerbungen bitte bis zum 10.01.2014 an: VHS im Kreis Herford, Münsterkirchplatz 1, 32052 Herford, bewerbung@vhsimkreisherford.de Tel.-Infos ab 06.01.2014 unter: (05221) 590532.




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Change it, love it or leave it! Veränderungen bewältigen und Ziele erreichen mit NLP
Eintrag vom: 16.12.2013

Weniger Stress, mehr Bewegung, mit dem Rauchen aufhören … Die Zeit zwischen den Jahren eignet sich, um innezuhalten, Bilanz zu ziehen und neue Ziele ins Auge zu fassen. Jedes Jahr ist es dasselbe Spiel. Zum Jahreswechsel fassen wir gute Vorsätze - und vergessen sie schnell wieder! Anlass genug zu fragen: Wie können wir unsere Ziele besser erreichen?

Im Neurolinguistischen Programmieren (NLP) gibt es den Leitgedanken: "Change it, love it or leave it". Das bedeutet, dort etwas zu ändern, wo wir dazu in der Lage sind, unsere Einstellung zu ändern oder das Ziel "loszulassen", weil es nicht in unserem Einflussbereich liegt. Aktive Zukunftsgestaltung gelingt am besten, wenn wir uns unserer Ziele und unseres Potenzials bewusst sind. Dabei geht es um die Konzentration auf das Wesentliche und um Eigenverantwortung: Wie gehe ich mit Veränderung um? Bin ich bereit, die Veränderung um mich herum zu akzeptieren? Welche Schritte bringen mich meinen Zielen näher?

Angesichts des rasanten gesellschaftlichen Wandels geht es für viele um weit mehr als um einen "Reset" von Gewohnheiten zum Jahreswechsel. Wachstumskrise, digitale Revolution, demografischer Wandel, Wissensexplosion sind nur einige Stichworte, die zeigen, welche Veränderungen wir bewältigen müssen. Um mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten, brauchen wir neue und auch bewährte Wege, unsere Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
Effektive Kommunikation mit anderen, gelungenes Selbstmanagement, Kreativität und Zufriedenheit sind Faktoren, die ein glückliches und erfülltes Leben ausmachen. In all diesen Bereichen des persönlichen Wachstums lässt sich NLP anwenden. NLP gilt als bedeutsames Konzept für Kommunikation und Veränderung, mit dem relevante Ziele, die Sinn und Richtung geben, schrittweise umgesetzt und nachhaltige Lösungen nicht nur im persönlichen Bereich, sondern auch in Wirtschaft, Pädagogik und Therapie erarbeitet werden.

NLP hat in der Personalentwicklung internationaler Konzerne ebenso einen Stammplatz wie in der Weiterbildung von Lehrer/innen, Trainerinnen, Unternehmensberater/innen und Coaches. Als wirksame Kurzzeittherapie erfährt NLP mehr und mehr wissenschaftliche Anerkennung. Und auch im sozialen Bereich bietet es unterschiedlichste Anwendungsmöglichkeiten. NLP ist vielfältig und entwickelt sich durch seine Anwender/innen ständig weiter.

Das Neuro-Linguistische Programmieren beschreibt und nutzt - ausgehend von Erkenntnissen der modernen Systemtheorie, Linguistik, Neurophysiologie und Psychologie - die wesentlichen Prozesse, wie Menschen sich selbst und ihre Umwelt wahrnehmen, diese Informationen auf ihre eigene Weise verarbeiten, auf dieser Grundlage fühlen und handeln und entsprechend miteinander kommunizieren, lernen und sich verändern. Entwickelt wurde das Konzept von dem damaligen Mathematikstudenten und späteren Psychologen Richard Bandler und dem Linguisten John Grinder Anfang der 70er Jahre an der University of California in Santa Cruz.

Möchten Sie mehr über NLP erfahren?

Am 14. Januar laden wir Sie zu einem kostenlosen Infoabend H41043A ein, an dem der erfahrene NLP-Experte Nikolai Hotzan Konzept und Möglichkeiten des NLP vorstellt und über die Inhalte der NLP-Einführungswoche im Januar 2014 informiert.

Vom 27. bis 31. Januar können Sie dann an einer "Einführung ins Neurolinguistische Programmieren" H41053A - ebenfalls unter Anleitung von Nikolai Hotzan - teilnehmen und die grundlegenden Methoden und Modelle des NLP nicht nur kennen, sondern auch anwenden lernen.

Weitere Informationen zu den Themen NLP und Veränderung:

Deutscher Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren e. V. (DVNLP)
www.dvnlp.de

Vortrag vom Neurobiologen Prof. Dr. Gerald Hüther auf dem NLP-Kongress des DVNLP "CHANGE" in Leipzig am 27. Oktober 2012
http://www.youtube.com/watch?v=o3tPZhXTF4o

Foto: Rainer Sturm by pixelio.de




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Die Kochforschergruppe verwandelt die Küche der Volkshochschule Herford in eine Weihnachtsbäckerei
Eintrag vom: 16.12.2013

Die backende Forschergruppe (v. l.) Andreas Guder, Detlev Kohlschmidt, Gisela Stille, Christa Gante, Bernd Link, Christa Stolte, Ulrike Kowalewsky,
Monika Guist, Ute Hartwig und Renate Grendel testeten historische Weihnachtsrezepte. FOTOS: HELMKE

Schmeckt nach Kindheit

Herford. Der Duft nach frischgebackenen Plätzchen erfüllt die Küche der Volkshochschule Herford. Die Kochforschergruppe hat die VHS in eine gemütliche Weihnachtsbäckerei verwandelt. Das Motto: "Weihnachtsbäckerei gestern und heute". Die Teilnehmer vergleichen Weihnachtsrezepte aus den vergangenen 100 Jahre miteinander.
Passend zu der besinnlichen Jahreszeit hallen stimmungsvolle Weihnachtslieder durch die Küche und zaubern eine harmonische Atmosphäre. Stutenkerle, Bratäpfel, Plätzchen und viele andere Leckereien werden aufgetischt.
"Wir wollen zeigen, dass man Geschichte schmecken kann", erklärt Monika Guist, Leiterin der Kochgruppe. Die Kochforschergruppe sammelt historische Rezepte, die beim Kreisgeschichtsfest im September in der Ausstellung und Showküche "Pickertland: Geschichte vom Essen und Trinken zwischen Teuto und Wiehen" vorgestellt werden sollen.
"An der Esskultur sehen wir, wie die Geschichte sich in den letzten 100 Jahren entwickelt hat", sagt Guist. "Die Kriegsjahre, die Nachkriegszeit sowie das Wirtschaftswunder spiegeln sich in den Gerichten wieder. Pizza, Pasta, Döner und vieles mehr sind darauf zurückzuführen."
In der VHS-Weihnachtsbäckerei stehen traditionelle sowie moderne Weihnachtsgerichte auf dem Speiseplan. "Bratäpfel gehörten schon immer zur Weihnachtszeit, genauso wie Stutenkerle", erzählt Guist. "Für Silvester war der Eiserkuchen immer ein perfektes Gericht, doch ist der leider in Vergessenheit geraten."
Um das klassische Silvestergericht zuzubereiten (siehe Rezept), wurde früher ein dünner Teig in ein spezielles Eisen gefüllt. Dieses musste über den Herd gehalten werden. Heutzutage kann dazu ein einfaches Waffeleisen benutzt werden. Anschließend wird das Gebäck zu einer Rolle gewickelt, die mit süßer Sahne verfeinert.
"Das war eine kleine Leckerei, die die Leute damals zu Silvester genascht haben", sagt Guist. Eine mit Obst gefüllte Waffelschale steht auch in der Küche: die moderne Variante des Eiserkuchens. "Daran wird besonders deutlich, dass sich die Traditionen halten, aber auch variiert werden können", erklärt Guist.
Guists Lieblingsgericht sind die "Samt-und-Seide-Plätzchen", die ihren Ursprung in Eilshausen haben. Mitforscher Bernd Link dagegen schwärmt für Schinkenhörnchen: "Wenn ein schlechtes Fußballspiel im Fernsehen läuft, können nur noch diese Schinkenhörnchen den Abend retten."
Nachdem auch die letzten Stutenkerle aus dem Backofen geholt sind und die Bratäpfel eine goldbraune Farbe angenommen haben, stehen alle Leckereien zum Probieren bereit. "Diese Rezepte erinnern mich an meine Kindheit", schwärmt Monika Schwidde, Leiterin der VHS Herford. "Das ist ein tolles Geschmackserlebnis. Ich fühle mich wie auf Wolke Sieben."
Schwidde stellt der Kochforschergruppe die Küche der VHS zur Verfügung. Die zwölfköpfige Gruppe trifft sich seit einem Jahr regelmäßig, um sich auf das Geschichtsfest vorzubereiten. Nach dem gemeinsamen Kochen diskutieren sie, wie sie Rezepte noch verbessern können.
"Jeder hat seine eigenen Erfahrungen und bringt die mit in die Gruppe", erzählt Monika Guist. "Das ist eine große Bereicherung. Wir haben alle voneinander gelernt." Nach dem Geschichtsfest im kommenden Jahr soll ein Kochbuch mit den Lieblingsrezepten der Kochforscher erscheinen.
 

Rezept für Eiserkuchen

Zutaten:
125 g Butter
250 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
250 g Weizenmehl
500 ml Milch

Zubereitung:
Die Butter in einem Topf zerlassen, anschließend in einer Rührschüssel geben und kalt stellen. Zucker, Vanillezucker, Eier, Mehl und Milch verrühren.
Den Teig in dem Eiserkucheneisen goldbraun backen. Das Blättchen zu einem Röllchen wickeln.
Die Röllchen dann mit Obst, Sahne oder anderen Leckereien füllen.

© 2013 Neue Westfälische, 09 - Herford, Montag 16. Dezember 2013, von Isabelle Helmke

 




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„Es war einmal ...“
Eintrag vom: 12.12.2013

 

Martin Kuske entführte Kinder und Erwachsene in die Welt der Märchen

Kürzlich - an einem späten Novembernachmittag im AWO Familienzentrum Oetinghausen: 33 Menschen von vier bis geschätzten sechzig Jahren folgen gebannt den packenden Erzählungen eines einzelnen Herrn. Mit den Worten "Es war einmal ..." entführt Martin Kuske, empfohlener Erzähler der Europäischen Märchengesellschaft, sein Publikum in die Welt der Märchen - eine Welt voller Wunder und Abenteuer, mal lustig, mal ernst, aber immer mit gutem Ende!

Kinder - und scheinbar auch Erwachsene - brauchen und lieben Märchen. Martin Kuske unterhielt sein Publikum in dieser von der VHS und dem Familienzentrum Oetinghausen veranstalteten Märchenstunde aufs Beste und regte es darüber hinaus zum Mitmachen und Nachdenken an. Der Germanist und Märchenerzähler, ein Berliner in Bünde, erzählte die Märchen "Die Büffelkuh und das Fischlein" (Siebenbürgen), "Die Gänse, die Schwäne" (Russland) und "Die weiße Taube" (Brüder Grimm). Für eine zauberhafte Atmosphäre hatten die aufgeweckten Kinder selbst gesorgt. Eine von ihnen selbst gebastelte Märchenlandschaft aus Tüchern, Glassteinchen und Kiefernzapfen stimmte die Anwesenden ein. Bei den "Drei Chinesen mit dem Kontrabass" hielt es einen kleinen Jungen nicht mehr auf seinem Stuhl. Er vollführte einen kleinen Drehtanz und rührte das Publikum. Zum krönenden Abschluss überreichte Frau Alhorn-Kränkel, die Leiterin der Einrichtung, allen einen Schoko-Nikolaus. Eine ebenso "märchenhafte" wie gelungene Veranstaltung, die nicht nur dem Publikum Freude machte, wie an der Mimik des Protagonisten Kuske unschwer zu erkennen war!

Karin Wobig / pixelio.de

 

 

 

 




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Intensivkurse in 5 Sprachen
Eintrag vom: 12.12.2013

 

Zu Beginn des neuen Jahres bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Arabisch, Italienisch, Spanisch, Englisch oder Französisch in intensiver Form zu lernen. Alle Kurse sind als Bildungsurlaub anerkannt, richten sich jedoch grundsätzlich an alle Interessierten. Und wenn Sie Gefallen an der Sprache gefunden haben, können Sie gern direkt im Anschluss in einen regulären Kurs einsteigen. Nähere Informationen finden Sie hier:

- Arabisch H3009.3A

- Italienisch H3726.3A

- Spanisch H3891.3A und H3898.3A

- Englisch H3489.3A und H3218.3B

- Französisch H3537.3A

 

 

 

 


Dieter Schütz / pixelio.de

 

 




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Schöne Geschenkideen für Spanien-Liebhaber
Eintrag vom: 11.12.2013

 

Sind Sie noch auf der Suche nach einem schönen Geschenk für Spanien-Liebhaber? Dann verschenken Sie doch ein paar spanische Momente - zur Erinnerung an den letzten Urlaub oder zur Einstimmung auf den nächsten! Die VHS bietet ab Januar einige Veranstaltungen rund um Spanien an, die sich auch gut als Gutschein verschenken lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem länder- und kulturgeschichtlichem Vortrag über Madrid im Rahmen der Reihe "Kultur bei Wein und Kerzenschein" (Kursnummer H3901.3A), mit einem Spanischkurs in intensiver Form (Kursnummer H3891.3A), mit einem Flamenco-Kurs in leicht verständlichem Spanisch (Kursnummer H3903.3B) oder mit einem Spanischkurs für Genießer (Kursnummer H3904.3B)? Zusammen mit einer Flasche spanischem Wein ist ein Gutschein über eine dieser Veranstaltungen bestimmt ein schönes Geschenk, über das sich jeder Liebhaber Spanien freuen wird.

Feliz Navidad! Schöne Weihnachten!

Rainer Sturm / pixelio.de

 

 




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Lassen Sie sich überraschen - der VHS-Adventskalender ist online
Eintrag vom: 27.11.2013

Die Weihnachts- und Adventszeit naht.

Auch in diesem Jahr können Sie jeden Tag im Dezember, bis Heiligabend, ein Türchen unseres virtuellen Adventskalender öffnen und so von den täglich wechselnden Angeboten und Ermäßigungen profitieren.

Lassen Sie sich überraschen und schauen Sie rein!

Viel Spaß und eine tolle Adventszeit
Ihr VHS im Kreis Herford - Team




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Die Deutschen gehen der Weiterbildung aus dem Weg
Eintrag vom: 26.11.2013

Rita Süssmuth, die Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes: "Heute kommt nicht mehr nur das Bildungsbürgertum in die Volkshochschulen, sondern immer stärker Erwerbslose, Migranten und mehr ältere Menschen als früher...Wir sind inzwischen die Hauptanbieter für Grundbildung und Alphabetisierung."
"Die kommunale Weiterbildung ist strukturell unterfinanziert". Sonst könnten wir noch so viel mehr tun!

Auf der Homepage der Zeitung "Die Welt" wurde jüngst ein Artikel zum Thema Erwachsenenbildung veröffentlicht. Nachzulesen ist der Artikel hier.




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Warten auf ein Wunder - Werner Sonne sieht Israelpolitik kritisch
Eintrag vom: 12.11.2013

Herford (HK - von Mareikje Addicks). Vielen Besuchern ist Werner Sonne noch als Korrespondent in ARD-Nachrichtenmagazinen bekannt. Umso merkwürdiger war es, ihn nicht mehr auf der Mattscheibe, sondern leibhaftig in der Aula der VHS vor sich zu haben. Dort las er aus seinem Buch »Staatsräson?« und sprach über die Beziehungen Deutschlands zu Israel.

Zum Glück hatte Werner Sonne selbst das abendfüllende Thema zur schweren Kost erklärt und damit von der »Vergnügenssteuer befreit«, wie er sagte. Denn aufgrund des bloßen Unterhaltungswertes Dank seiner Person hätte die Lesung des Journalisten und Buchautoren durchaus ihren Preis gehabt. Detailliert und kurzweilig sprach der 66-Jährige, der wenig zuvor noch Persönlichkeiten wie Peter Scholl-Latour in Berlin die Hand geschüttelt hatte, über die lange und tragische Geschichte der Juden und die Geschichte ihres Staates, der untrennbar mit der Deutschlands verbunden ist. Doch gerade aus dieser sehr engen Verbundenheit erwachsen in Hinblick auf einen möglichen Krieg mit dem Iran doch einige Fragen, die Kanzlerin Angela Merke bisher unbeantwortet ließ - mehr noch: sie habe die Diskussion befeuert.

So legt Werner Sonne seinem Buch »Staatsräson?« jenes denkwürdige Zitat der Kanzlerin zugrunde, als Angela Merkel am 18. März 2008 in ihrer Rede vor der Knesset sagte, die historische Verantwortung Deutschlands sei Teil seiner Staatsräson und die Sicherheit Israels somit nicht verhandelbar. »Ist das nicht ein Versprechen, dass die Kanzlerin gar nicht halten kann? Vielleicht auch gar nicht will?«, fragte Werner Sonne offen in die Runde. Auch Politiker hohen Ranges wichen der Frage stets aus. »Westerwelle sagte, dass man den Satz der Kanzlerin am besten so stehen lasse und nicht weiter interpretiere«, berichtete Werner Sonne den mehr als 80 Zuhörern in der Aula.

Schnell machte er deutlich, dass die Fragen, wie weit diese Staatsräson aus deutscher Sicht reichen würde und ob eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten überhaupt eine reelle Chance hätte, sicherlich nicht einfach zu beantworten seien. Werner Sonnes Ausführungen konnten einen Einblick in das sehr engmaschig und kompliziert gewebte Netz, in dem sich der 1948 ausgerufene Staat Israel befindet, geben. Eine wirkliche Lösung aufzeigen konnten sie jedoch nicht.

Trotz aller Verbundenheit verschärfe sich der Ton Deutschlands gegenüber Israel. »Berlin steht nicht mehr kritiklos an Israels Seite«, sagte Sonne. »Man verliert die Geduld, weil sich in Punkto Friedenspolitik nichts tut.« Berlin mache sich Sorgen um ein militärisches Abenteuer Israels, in das auch Deutschland hineingezogen werden könnte. »Ich verfolge die Entwicklungen mit großer Skepsis.« Doch kann es irgendwann eine Einigung geben? »Es müsste schon ein Wunder geschehen«, ließ Werner Sonne diese Frage offen.

Foto oben (VHS/Schwidde): Diskussionsfreudiges Publikum

Werner Sonne wurde von Monika Schwidde begrüßt und vorgestellt. (Foto VHS/Schragner)

Entspannter diskussionsfreudiger Werner Sonne (Foto VHS/Schwidde)

 

 

 



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Volkshochschulen im Aufbruch: Wecke den Riesen auf
Eintrag vom: 11.11.2013

 

 


928 selbständige Volkshochschulen gibt es in Deutschland. Fast jeder verbindet mit Volkshochschulen klassischen Frontal-Unterricht, meist regelmäßig abends. Mal mehr oder weniger gut, die Kurs-Qualität hängt vom "Kursleiter” ab. Der Unterricht findet in kahlen Klassenräumen statt. Am Ende sind die Stühle wieder auf die Tische zu stellen. So jedenfalls werden sich die meisten den VHS-Unterricht vorstellen oder noch selbst erleben.

header-web-neuJetzt überrascht ein öffentlicher "vhsMOOC” mit 689 Teilnehmenden. Fast alle sind VHS-Mitarbeitende und Kursleitende. Öffentlich: Jeder kann mitlesen und jeder kann mitdiskutieren! Auf mehreren Plattformen wird gleichzeitig gepostet und kommentiert, auf Google+, auf Facebook, auf Twitter und sogar auf Youtube sind 48 Videos zum vhsMOOC entstanden. Ein unerwartetes Bild: Man reibt sich verwundert die Augen, mit welcher Selbstverständlichkeit sich immer wieder andere VHS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im "VHS-Fernsehen” auf Youtube über Weblernen, neue Lehr- und Lernformate, unterstützende Tools und die Entwicklung der Volkshochschulen, live im Internet aüßern. Diese Videos werden dann auch noch so wie sie sind als Konserve auf Youtube öffentlich bereitgestellt.

Wer veranstaltet eigentlich diesen vhsMOOC?

Das Impressum der vhsMOOC-Homepage weist Joachim Sucker als Haupt-Verantwortlichen aus. Joachim Sucker ist der Marketing-Chef der Hamburger VHS. Aber mit Marketing für die Hamburger kann man den vhsMOOC wohl nicht verbinden. Die weiteren offiziell genannten "MOOC-Macher” sind Dr. Christoph Köck: Hessischer Volkshochschulverband, Dr. Martin Lindner: externer Experte für digitale Bildung, und Stefan Will: Volkshochschule Landkreis Fulda. Das sieht nicht nach offizieller Mission aus. Noch eigenartiger: Der MOOC hat offizielle Sponsoren und Unterstützer, darunter wenige vhs-Landesverbände, und größere und kleine Volkshochschulen. Der vhs MOOC eine Graswurzel-Bewegung, für die sich gleich fast 700 Personen offen registriert haben? Und das innerhalb von behördlichen Strukturen: Die Träger von VHS sind i.d.R. Gemeinden oder Landkreise.

Hochachtung, hier zeigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie notwendige Veränderungen in festgefügten Strukturen ganz unaufgeregt mit Sachverstand und Netzwerk-Bildung begonnen werden. Dazu braucht es keinen Auftrag, nur einen Initiator. Der vhs MOOC läuft jetzt in der achten Woche und kann schon die Ergebnisse von vier virtuell vernetzten Arbeitsgruppen und unzähligen Beiträgen auf den vielen Plattformen auswerten. Man stelle sich nur vor, wie lange solche Ergebnisse wohl gebraucht hätten, würde man die in Workshops mit üblicher Dienstweg-Einladung erarbeitet haben. Nun liegen interessante Ergebnisse vor, von Menschen zusammengetragen, die man offiziell vermutlich dafür kaum angesprochen hätte. Und die auch noch weitgehend außerhalb der Dienstzeit entstanden sind, weil sich Mitarbeitende und Kursleitende dafür freiwillig engagieren.

Selbstorganisation und Netzwerkbildung sind Schlüsselbegriffe für solch mächtige Bewegungen. Unsere Organisationen heute sind hierarchisch organisiert. Selbstorganisation ist darin nicht vorgesehen. Außerhalb, im Web 2.0, ist Vernetzung und Selbstorganisation schon ganz selbstverständlich. Und wie das Beispiel des vhsMOOC zeigt, lässt sich diese Erfahrung auch für die Entwicklung von Organisationen nutzen.

Welche Absichten steckten eigentlich dahinter?

Die Beschreibung des vhsMOOC ist ein wenig vage, aber eine gewisse Ergebnis-Offenheit braucht so ein nicht-hierarchischer Prozess wohl auch (Auszug aus der Homepage):

Unser Oberthema ist: "Weblernen mit der Volkshochschule” aka (also known as) "Wecke den Riesen auf, denn wenn Volkshochschule wüsste, was sie weiß, und ihre vielseitigen individuellen Energien und Wissensschätze mit Unterstützung des Internets vergemeinschaften würde, dann wäre die Welt supertoll, alles wäre in Ordnung, man muss also nur wissen wie, und es dann auch gemeinsam angehen und machen”.

Es geht jedenfalls klar um die Entwicklung der VHS und nicht in erster Linie um das Lernen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist wieder eine angenehm überraschende, neue Ziel-Definition eines MOOC. Die rasante Ausbreitung der Massive Open Online Courses zielte bisher ausschließlich auf das Lernen, auf die Entwicklung der Teilnehmenden. Der vhsMOOC steht für die Entwicklung einer großen Organisation. Und das auch noch von einem Netzwerk initiiert und getragen.

Hier machen uns mutige und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus behördenähnlichen Strukturen vor, wie man aus eigenem Antrieb auch große Veränderungen anschiebt. Das wird nicht ohne Konflikte mit den Organisationen gehen. Andererseits kann auch keine Hierarchie diese Bewegung mehr ignorieren. Es wäre nur klug, den Impulsen der Experten im MOOC zu folgen. Jedenfalls ganz viel Erfolg auf dem weiteren Entwicklungsweg der Volkshochschulen. Wenn das so weitergeht, dann entsteht hier ein Muster-Beispiel für die Innovation unseres öffentlichen Bildungssystems. Das macht Mut.

 

Veröffentlicht am 5. November 2013 von khpape

http://khpape.wordpress.com/2013/11/05/volkshochschulen-im-aufbruch-wecke-den-riesen-auf/

Abschlusshangout: http://www.youtube.com/watch?v=ege9uBb138g

 




Keywords: MOOC, vhsmooc

Investigativer Journalist Sascha Adamek zu Gast in der VHS
Eintrag vom: 11.11.2013


Am Donnerstag, 14. November, 19.00 Uhr, hält der Journalist und Filmemacher Sascha Adamek in der Aula der VHS in Herford, Münsterkirchlatz 1 einen Vortrag über die Thematik seines Buches "Die Machtmaschine".
Wie ein Krimi liest sich die Neuerscheinung über "das große Machtspiel auf der politischen Bühne,…eitle Politiker als Opfer und rund 5000 Lobbyisten, die alles andere als statistenhaft agieren." (Handelsblatt, 7. Juni 2013)
Journalist Sascha Adamek bewegt sich in der Tabuzone der Politik und beschreibt in seinem neuen Buch die Bundesrepublik als Hort mächtiger Netzwerke, die ihre Politik nicht mehr konfrontativ durchsetzen, sondern im Verborgenen agieren und dabei geschickt über die Medien die Verfehlungen der Politiker nutzen, um sie gefügig zu machen oder sie aus der Machtsphäre zu drängen.
Sascha Adamek arbeitet seit sechzehn Jahren für die ARD, u.a. für die Politikmagazine Monitor und Kontraste. Er ist Autor zahlreicher Fernsehdokumentationen und veröffentlichte zusammen mit Kim Otto die Bestseller Der gekaufte Staat und Schön reich. Zuletzt war er mit seinem Bestseller Die facebook-Falle in der VHS zu Gast.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Förderverein der VHS im Kreis Herford statt und ist entgeltfrei.

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Eckpunktepapier - Weiterbildungsoffensive 2013-2017
Eintrag vom: 08.11.2013




Die Ergebnisse der PIAAC-Vergleichsstudie (sog. "Erwachsenen-PISA") zeigen, dass in Deutschland dringender Handlungsbedarf für verstärkte Investitionen in die Weiterbildung besteht. Die Kompetenzen Erwachsener müssen gestärkt und weiterentwickelt werden, damit sich Deutschland zu einer Bildungs- und Wissensgesellschaft auf internationalem Spitzenniveau entwickeln kann.
In Deutschland ist die Bildungsförderung bisher fokussiert auf Frühpädagogik, Schule, Ausbil-dung und Hochschule. Die neue Bundesregierung muss gerade angesichts der demografischen Entwicklung nun die Chance ergreifen, über eine breit angelegte Weiterbildungsoffensive die beträchtlichen Potenziale der Weiterbildung für Wirtschaft, Gesellschaft und jeden Einzelnen zu heben.
Damit eine Weiterbildungsoffensive Wirksamkeit entfalten kann, muss sie auf verschiedenen Eckpfeilern stehen. Die großen Verbände der Weiterbildung in Deutschland möchten der künfti-gen Bundesregierung hierfür die folgenden Anregungen unterbreiten:
 

1. Weiterbildung für alle sicherstellen
Die öffentlich geförderte Weiterbildung muss ihrer Aufgabe nachkommen können, der Bevölkerung überall in Deutschland wohnortnahe, niedrigschwellige und umfassende Bildungsangebote zur Verfügung zu stellen. Der Zugang zur Weiterbildung darf dabei weder an finanziellen, noch an regionalen oder kulturellen Barrieren scheitern.
Angesichts der zunehmenden strukturellen öffentlichen Unterfinanzierung der Einrichtungen mussten die Teilnehmerbeiträge in den letzten Jahren steigen. Dies hält zunehmend bildungsbenachteiligte Gruppen von einer Beteiligung an Weiterbildung ab. Dieser Trend muss gestoppt und umgekehrt werden. 2

Erreicht werden muss
- eine bessere Unterstützung individueller Anstrengungen zur Weiterbildung durch den Aufbau einer gezielten Weiterbildungsförderung für Erwachsene (Erwachsenen BAföG) und den Ausbau bestehender Instrumente (Bildungsprämie etc.),
- eine flächendeckende trägerneutrale Bildungs- und Berufsberatung, die die Entwicklung der individuellen Bildungsbiografien unterstützt, über geeignete Angebote aufklärt und Qualitäts-transparenz herstellt,
- die Sicherstellung einer verlässlichen und flächendeckenden Grundversorgung mit Angeboten zur beruflichen, politischen, gesundheitlichen, kulturellen und sprachlichen Weiterbildung durch die Einrichtungen der öffentlich verantworteten Weiterbildung und eine Stärkung der regional verankerten freien Trägerstrukturen sowie
- die Anerkennung der Leistung der Beschäftigten in der Weiterbildung durch angemessene Mindestlöhne. Die von Bund, Land oder Kommune aufgelegten Weiterbildungs- und Qualifizie-rungsprogramme müssen ausreichend finanziert werden. Nur so können mehr sozialversiche-rungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse geschaffen und Lehrkräfte leistungsgerecht bezahlt werden. Im Sinne einer Ausweitung der Planungshorizonte sind längerfristige Beauftragungen erforderlich, um dauerhafte Arbeitsverhältnisse verantworten und realisieren zu können.
2. Weiterbildungsbeteiligung Geringqualifizierter erhöhen, Grundbildung sichern
Deutschland braucht ein Recht auf zweite und dritte Chancen durch nachholende Bildung für Menschen ohne Schulabschluss, ohne Berufsausbildung, mit gebrochenen Bildungsbiografien oder unzureichender Grundbildung. Die Angebote sollten allen Interessenten zeit- und ortsnah kostenlos zur Verfügung stehen. Ein besonderer Schwerpunkt muss hierbei auf einen substanziellen Ausbau der Grundbildung gelegt werden.
Um den Anteil Geringqualifizierter abzubauen, müssen öffentliche und von der Wirtschaft mitgeförderte Programme aufgelegt werden, die auf die Erhöhung der Bildungsbeteiligung und die Bedarfe geringqualifizierter Personen zugeschnitten sind und dabei lebensweltnahe Konzepte und aufsuchende Bildungsarbeit integrieren.
Die Bundesregierung sollte ein umfassendes Nachqualifizierungsprogramm auflegen, das gering qualifizierten Beschäftigten und Arbeitsuchenden in Verbindung mit der fachlichen Qualifi-zierung auch die notwendige Grund- und Allgemeinbildung vermittelt.
Um die Bildungschancen der 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland zu erhöhen, sollte die Nationale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung zu einer Nationalen Grundbildungsdekade weiterentwickelt werden.
3. Qualifikationen anerkennen
Bildungspolitik muss insgesamt die Bedeutung der in der Weiterbildung erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen anerkennen. So muss die Möglichkeit bestehen, die in Weiterbildungen ebenso wie in anderen Bildungsbereichen erworbenen Kompetenzen angemessen in den Deut-schen Qualifikationsrahmen (DQR) einzuordnen. Es müssen Initiativen gefördert werden, die 3 Ausbildung, Hochschule und Weiterbildung enger verzahnen; dies schließt auch die Anerken-nung von in Weiterbildungen erworbenen Leistungen ein.
Die Bildungspotenziale von Zugewanderten sollten gezielter gefördert werden. In diesem Zu-sammenhang sollte das Anerkennungsgesetz für ausländische Berufsqualifikationen (BQFG) ausgebaut werden. Neben einer einheitlichen und unbürokratischen Anerkennung von im Aus-land erworbenen Berufsqualifikationen bedarf es eines Ausbaus und einer Anerkennung von Nachqualifizierungsangeboten.
Ein Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Weiterbildungsforschung soll dazu beitragen, die internationale Position Deutschlands in Weiterbildung und Forschung zu stärken.
4. Gemeinsame Verantwortung von Bund, Ländern und Kommunen ermöglichen: Kooperationsverbot aufheben
Der Bund muss in die Lage versetzt werden, sich im gesamten Bildungsbereich, insbesondere auch in der Weiterbildung, finanziell engagieren zu können. Bund und Länder müssen baldmög-lichst durch eine Grundgesetzänderung die verfassungsmäßigen Grundlagen für eine Aufhe-bung des Kooperationsverbotes schaffen. Im Interesse einer gemeinsamen Wahrnehmung der gesamtstaatlichen Verantwortung müssen sich Bund, Länder und Kommunen an der Finanzie-rung der Weiterbildungsoffensive beteiligen.

Unterzeichnende
Prof. Dr. Rita Süssmuth, Präsidentin
Deutscher Volkshochschul-Verband e.V.
Thiemo Fojkar, Vorsitzender
Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband)
Matthias Anbuhl, 1. Vorsitzender
Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN e.V.
Dr. Hans-Jürgen Luibl, Vorsitzender
Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung e.V.
Elisabeth Vanderheiden, Vorsitzende
Katholische Erwachsenenbildung Deutschland - Bundesarbeitsgemeinschaft e.V.
Prof. Dr. Aiga von Hippel, Vorsitzende
Rat der Weiterbildung - KAW
Petra Witt, Präsidentin
Verband Deutscher Privatschulverbände e.V.




Keywords: PIAAC

Vom Leben und Überleben - Filmfestival im Capitol vom 28. Oktober bis 25. November
Eintrag vom: 23.10.2013

Anke Stratmann-Horn (Flüchtlingsbegleitergruppe von links), Lioba Mülbert (Frauenberatungsstelle), Christoph Maier (Capitol), Frank Schwagner (Volkshochschule), Ulrike Heusinger (AKE-Bildungswerk), Hermann Bueren (Arbeit und Leben), Karola Althoff-Schröder (Gleichstellungsstelle Stadt Herford), Winfrid Eisenberg (Flüchtlingsbegleitungsgruppe), Sylvia Neldner (Mädchenhaus Femina Vita) und Manfred Horn (Arbeit und Leben) stellen das Programm für das Filmfestival vor, das am kommenden Montag beginnt.  Foto: Christina Ueckermann

Herford(HK). Über das Leben und vom Überleben erzählen sechs Filme, die in der Zeit vom 28. Oktober bis zum 25. November im Capitol laufen. Für das Filmfestival, das unter dem Motto "über Leben" steht, haben sich verschiedene Organisationen und Einrichtungen zusammengetan.
Geschichten von Menschen in schwierigen Lebenssituationen stehen im Mittelpunkt der Filme, die in den fünf Wochen vom 28. Oktober bis zum 25. November gezeigt werden. Schon seit 2007, anfangs organisiert von der "Aktion Mensch", gibt es diese Filmfestivals, in denen vor allem politische Filme auf dem Programm stehen. "Auf diese Weise gelingt es, Bildung und Unterhaltung zu verbinden und schwierige Inhalte auf medialer Ebene zu vermitteln", sagt Manfred Horn von "Arbeit und Leben", der das Festival in diesem Jahr koordiniert.
Die Bildungseinrichtung "Arbeit und Leben" hat sich mit dem AKE-Bildungswerk aus Vlotho, der Volkshochschule im Kreis Herford, der Organisation "Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung" (IPPNW), der Flüchtlingsbegleiter- und Friedensgruppe Herford, der Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsstellen, der Gruppe Frauen- und Mädchenprojekte im Kreis Herford sowie dem Verdi-Ortsverband Herford-Minden zusammengetan, um Filme zum Thema "über Leben" zusammenzustellen. Jede Institution hat einen Film ausgesucht, der zu ihrem jeweiligen Arbeitsbereich passt.
So ist es kein Zufall, dass am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, der Film "Festung" läuft. Dieser erzählt, wie drei Geschwister ihren Weg finden, dem aggressiven Vater zu entkommen. "Frohes Schaffen" heißt der Film, den "Arbeit und Leben" und die VHS für den 18. November ausgesucht haben. "Dieser Film hinterfragt das Arbeitsleben", erläutert Manfred Horn.
Um die Inhalte der Filme zu vertiefen, gibt es nach jeder Vorführung die Möglichkeit zur Diskussion. Außerdem hält die jeweils organisierende Institution Informationsmaterialien bereit. Vor dem Film "Black Deutschland", in dem es über schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland geht, bietet das AKE-Bildungswerk einen Parcours an. "Darin erfahren die Besucher, wie es sich anfühlt, ausgegrenzt zu sein", erklärt Ulrike Heusinger.

Herford Kreisblatt, 23.10.2013, von Christina Ueckermann



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Was die Steine uns erzählen - Mathias Polster, VHS_Dozent, gibt Führung zur Baugeschichte der Laurentiuskirche
Eintrag vom: 23.10.2013

Dieses Fenster sieht romanisch aus, wurde tatsächlich jedoch
erst nach 1500 erbaut. Fotos: Helga Staeck-Brinkmann

Bünde (BZ). Seit Ken Folletts Bestseller "Die Säulen der Erde" ist der Kirchenbau im Mittelalter sehr populär geworden. Auch in Bünde interessieren sich viele Bürger für dieses Thema. Anlässlich des "Tags der Steine in der Stadt" hat der Herforder Stadtführer Mathias Polster am Samstag eine Führung zur Baugeschichte der Laurentiuskirche angeboten.
"Kopf einziehen beim Betreten eines kirchlichen Gewölbes", warnte Mathias Polster. Etwa 40 Besucher hatten sich versammelt, um einen Einblick in die Räume des Bauwerks zu erhalten, die den Kirchgängern sonst für gewöhnlich verborgen bleiben.
Bevor es jedoch so weit war, führte der Stadtführer seine Zuhörer rund um die Kirche. Erbaut wurde sie im 9. Jahrhundert. Damals sah das Gotteshaus jedoch noch anders aus als heute. Mathias Polster zeigte sehr anschaulich, wo im Laufe der Jahrhunderte Anbauten und Veränderungen vorgenommen worden sind. Er wies die Besuchergruppe zum Beispiel darauf hin, dass allein der Sockel sich an den unterschiedlichen Stellen der Kirche bereits sehr stark voneinander unterscheidet. "Das belegt, dass zu späterer Zeit ein Anbau vorgenommen worden sein muss", erklärte Mathias Polster. Die Kirche sei um 1500 herum erweitert worden, weil die Siedlung größer wurde und man mehr Kirchgänger anziehen wollte. Der Umbau sei eine handwerkliche Meisterleistung gewesen, weil eine tragende Wand abgerissen werden musste. Stattdessen wurden zwei Säulen eingesetzt und ein neuer Teil angebaut.
Mathias Polster wies auch auf ein Fenster an der Nordseite hin, das auf den ersten Blick zwar romanisch wirke, jedoch aus einer späteren Zeit nach 1500 stamme. Der Stadtführer erklärte, dass man dies anhand der Art der Verzierungen erkennen könne.
Er ging des Weiteren auf die Zunft der Bauhütten ein: Handwerker, die auf den Bau von Kirchen spezialisiert waren und ihr Wissen von einer Handwerkergeneration zur anderen mündlich weitergaben. Polster zeigte, dass auch an der Laurentiuskirche noch einige Steinmetzzeichen zu finden sind.
Er erklärte sehr anschaulich, wie eine Kirche "geostet" wurde, so dass der Altar genau nach Osten Richtung Jerusalem zeigt.
Eine Besonderheit der Laurentiuskirche befindet sich an der Seitentür zur Südseite. Dort ist noch ein romanisches Kapitell erhalten. Dieser obere Abschluss einer Sandsteinsäule, die den Kircheneingang verziert, ist der wohl älteste im Kirchenkreis Herford.
Mathias Polster berichtete, dass etwa ein Viertel aller heutigen Kirchen aus dem Mittelalter stammen. "Danach gab es lange Zeit keine Kirchenneubauten. Im Jahr 1500 hatte man die kirchbaulichen Kenntnisse wieder vergessen, da es keine schriftlichen Unterlagen gab", sagte der Stadtführer.
Erst in der Gründerzeit (19. Jahrhundert) seien wieder neue Gotteshäuser errichtet worden, deren Anteil an der Gesamtzahl der Kirchen ebenfalls etwa ein Viertel ausmache. Die restlichen 50 Prozent seien in den Jahren 1950 bis 1960 errichtet worden. Der Kirchenbau habe damals geradezu einen Boom erlebt. Von diesen Gebäuden würden viele inzwischen jedoch nicht mehr genutzt und seien entwidmet.
Sehr eindrucksvoll wurde es, als die Besuchergruppe in die Kirche geführt wurde. Dort zeigte ihnen der Stadtführer, wie zu früheren Zeiten die Handwerker mit der "Zwölf-Knoten-Schnur" rechte Winkel bestimmen konnten.
Danach folgte der Höhepunkt: das Betreten des Kirchengewölbes. Über wackelige Holzstiegen ging es hinauf und den Besuchern bot sich ein abenteuerliches Bild, wie es über den Wölbungen des Kircheninneren aussieht. Über allen Kirchenkuppeln waren Steinhügel angehäuft. Im alten Kirchenteil bestanden diese aus Bruchsteinen. Im Gegensatz dazu waren im gotischen Anbau Ziegelsteine in gleicher Größe vermauert worden.
Auch auf aktuelle Missstände wies der Stadtführer hin. An der Ostseite der Kirche seien deutlich sichtbare Schäden am Putz zu erkennen, die auch im Kircheninneren Wasserschäden verursachen. Polster erläuterte, dass die Lydia-Kirchengemeinde demnächst eine Renovierung vornehmen und den Putz an dieser Wand bis zu einer bestimmten Höhe abklopfen lassen werde. Danach werde eine andere Putzmischung aufgetragen, die die Wände atmen lässt, so dass künftig Wasserschäden vermieden werden.

HK Bünder Zeitung, Ausgabe 22.10.2013, von Helga Staeck-Brinkmann



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VHS Herford für Kids zu Besuch bei BOPLA
Eintrag vom: 22.10.2013

 


Am Montag, den 21. Oktober 2013, ermöglichte die Volkshochschule im Kreis Herford unter der Leitung von Jörg Militzer in Zusammenarbeit mit der Firma BOPLA, Kids im Alter von 10-16 Jahren einen unvergesslichen Vormittag. Die Bopla Gehäuse Systeme GmbH mit Sitz im ostwestfälischen Bünde entwickelt und produziert seit mehr als 40 Jahren Elektronik-Gehäuse sowie Eingabeeinheiten wie beispielsweise Folientastaturen für Anwendungen in der Sicherheits-, Nachrichten-, Automobil- und Medizintechnik.
Farina Halstenberg (Mitarbeiterin bei BOPLA im Marketing), gab den acht jungen "Betriebsbesichtigern" zusammen mit einigen Kollegen aus der Fertigung, einen Einblick in die Geschichte des Unternehmens, sowie in die laufende Fertigung.
Die Jugendlichen durften nicht nur zuschauen, sondern unter Anleitung einige der Maschinen auch selbst bedienen und so erste praktische Erfahrungen sammeln.
Um diesen Tag in besonderer Erinnerung zu behalten, montierten die Teilnehmer eine eigene Spardose, die mit ihrem Namen versehen wurde() und deren Deckel sie eigenständig in der Fertigung gefräst hatten. Dieses individuelle Andenken konnten die Jungen und Mädchen am Ende des Vormittages mit nach Hause nehmen.
Neben dem Engagement zusammen mit der VHS für Kids, richtet die Firma Bopla jährlich auch einen "Girls and Boys Day" aus, bei dem Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren herzlich willkommen sind, um sich bei Bopla, dem Spezialist für Gehäusetechnik, einmal umzuschauen und das Unternehmen besser kennen zu lernen.

 

Artikel Neue Westfäliche, Ausgabe Bünde, 25.10.2013

Artikel Herforder Kreisblatt, Ausgabe Bünder Zeitung, 25.10.2013



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Kirchengeschichte spannend präsentiert - Führung mit Mathias Polster zum "Tag der Steine"
Eintrag vom: 21.10.2013

Unterhaltsamer Vortrag: Mathias Polster (l.) begeisterte die Besucher mit seinem Fachwissen über die Laurentiuskirche. Foto: Björn Kenter

Bünde (bk). Warum ist der Altar einer Kirche immer nach Osten ausgerichtet? Wieso gab es im Mittelalter keinen im Westen gelegenen Eingang zu einer Kirche? Antworten auf diese und andere Fragen erhielten am Samstag rund 30 Personen, die sich zum "Tag der Steine in der Stadt" an der Laurentiuskirche versammelt hatten. Der Bauhistoriker Mathias Polster führte die Besucher in die spannende Geschichte und die unterschiedlichen Bauphasen des im 9. Jahrhundert erstmalig erwähnten Bauwerks ein. Langweilig wurde es dabei nie, denn der auch als Stadthistoriker in Herford tätige Polster unterhielt nicht nur mit seinem Fachwissen über die verschiedenen baulichen Epochen, sondern präsentierte ein vermeintlich trockenes Thema sehr informativ und unterhaltsam.

Ältester Teil der Laurentiuskirche ist der Turm, doch auch ein Großteil der romanischen Saalkirche auf dem kreuzförmigen Grundriss ist noch erhalten. Um 1500 wurde die Kirche zudem um ein nördliches Seitenschiff erweitert. "Es gibt aus kulturhistorischen Gründen leider kaum Unterlagen über die mittelalterlichen Kirchenbauten", bedauert Polster, der in seinem Vortrag auf viele kleine Details wie die verwendeten Bau- und Werksteine, die Materialauswahl sowie die an der Außenwand der Kirche sichtbaren Steinmetzzeichen hinwies.

"Diese Zeichen wurden von den als Tagelöhnern tätigen Steinmetzen als Abrechnungszeichen benutzt, wenn der Meister den Stein abgenommen hatte", erklärte Polster. "In den verschiedenen Bauphasen der Kirche wurden verschiedene Sandsteine benutzt, so zum Beispiel der Osning-Sandstein, aus dem auch die Externsteine bestehen. "Die Basis der Kirche ist das wichtigste Segment. An ihr lassen sich sehr gut die Unterschiede in den Epochen erkennen", so Polster, der die Laurentiuskirche für die "am meisten unterschätzte Kirche im Kreis Herford" hält. "Hier werden wir noch einiges entdecken", hofft der Historiker.

© 2013 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Montag 21. Oktober 2013 (BK)



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"Es gibt nichts, was nichts bedeutet" - Restaurator erklärt Wallenbrückern die Eigenheiten ihrer Kirche
Eintrag vom: 21.10.2013

"Das ist weltliches Handwerk" Restaurator Mathias Polster an einem seiner Lieblingsorte der Wallenbrücker Kirche, im Dach über dem Kirchengewölbe, in dem schwach schimmerndes Licht den Weg zeigt. FOTOS: DOMINIK LENZE

Vor der Marienkirche: Mathias Polster führt seine Zuhörer in die Bauhistorie der Wallenbrücker Kirche ein. FOTOS: DOMINIK LENZE

Spenge-Wallenbrück. "Kirchenbau ist Philosophie und Mathematik", sagt Mathias Polster. Denn so wie jeder Bau auf den Gesetzen der Statik fußt, so ist er auch Ausdruck menschlicher Vorstellungen. "Ich muss wissen wie die Leute damals gedacht haben, was sie gegessen und wie sie geschlafen haben", sagt er. Vor diesem Hintergrund gilt es jedes Zeichen und jede Spur am Bau zu deuten, denn: "Es gibt nichts, was nichts bedeutet."

Der Restaurator Polster führte interessierte Bürger durch die Wallenbrücker Marienkirche. Dabei rekonstruierte er in seinem lebendigen Vortrag die Baugeschichte des Gotteshauses und erzählte von der Bau- und Lebensweise der mittelalterlichen Steinmetze und Bauarbeiter.

Dass alles am Bau seine Bedeutung habe, heiße aber lange nicht, das alles genau das bedeute, was es vorgebe: Um 1100 sei die Kirche vermutlicherweise erbaut worden, sagt er. Ein ortskundiger Zuhörer warf ein, dass an der Fassade doch ein Datum eingraviert sei, dokumentiere dies nicht den Bau? Polster winkt ab: Zuverlässig seien derlei Gravuren nicht. "Wenn ich wissen will, wie alt diese Kirche ist, müsste ich hier graben und eine Probe vom Fundament nehmen"; sagt er. Als Mann der Tat hält Polster wenig von theoretischen Spekulationen.

Wie weit diese an der Wahrheit vorbeigehe können, illustriert er an den Steinmetzzeichen, die sich hier und da am Kirchenbau finden. Damals gedacht als Unterschrift der zuständigen Steinmetze, vergleichbar mit einem heutigen Firmenlogo, erleichterten sie die Abrechnung: Der Bauherr wusste rasch, welchem Steinmetz er wie viel schuldig war. So kann der fachkundige Zeichendeuter herauslesen, welche und wie viele Steinmetze an dem Bau einer Kirche beteiligt waren. Wenn man denn auch richtig deutet: Ein Zeichen, ein kleines Kreuz, findet sich in ganz Deutschland, auf Steinen aus einem Zeitraum von 200 Jahren. War da etwa ein mittelalterlicher Handwerker mit großflächig verteilter Kundschaft, und obendrein mit biblischem Alter gesegnet? Eher weniger: "Diese Zeichen sind Höhenzeichen", erklärt Polster. Diese waren keine Signatur, sondern arbeitspraktische Hinweise am Bau.

Zum Abschluss des Kirchenrundgangs wagten sich Polster und sein Publikum in den Glockenturm und durch einen schmalen Durchgang in das Kirchendach. Schmale Holzstege führen über das Kirchengewölbe, das von unten so glatt geschliffen und edel aussieht.

Hier oben sieht es selbst nach Hunderten von Jahren immer noch ein wenig nach Baustelle aus. Doch gerade das gefällt Polster: "Unten repräsentiert die Kirche das Geistliche, sie soll perfekt sein", sagt er und schaut vom Holzsteg auf die unförmig aussehende Oberseite des Kirchengewölbes. "Aber hier oben, auf der anderen Seite, ist es einfach weltliches Handwerk."

Drei Umbauten
Seit ihrer Gründung, schätzungsweise um 1100, wurde die Wallenbrücker Marienkirche dreimal umgebaut, so Polster: Um 1300, kurz vor der Pest, gegen 1500 und am Ende des 19. Jahrhunderts. Polster macht dies daran fest, dass sich in der Kirche Stilelemente aus verschiedenen bauhistorischen Epochen finden, zum Beispiel aus der Romanik und Gotik. Romanische, also ältere Teile des Baus, weisen eher runde Formen auf, die jüngeren gotischen eher spitze Formen. (dl)

© 2013 Neue Westfälische, 10 - Enger-Spenge, Montag 21. Oktober 2013, von Dominik Lenze

 



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Gern gesehener Gast bei den Altenclubs - VHS-Dozent Ulrich Müller hält seit vielen Jahren Vorträge
Eintrag vom: 21.10.2013

Dozent Ulrich Müller, Foto VHS

Kirchlengern(BZ). Der Bünder Ulrich Müller ist bei den älteren Mitbürgern der Großgemeinde Kirchlengern wohl seit Jahrzehnten sehr beliebt. Anders ist es nicht zu erklären, dass der ehemalige Pädagoge und Weltreisende seit den 1970-er Jahren regelmäßig zwei- bis dreimal pro Jahr in die Altenclubs in Kirchlengern eingeladen wird, um über heimatliche und entfernte Landschaften zu berichten.
In diesen Tagen ist Ulrich Müller gleich dreimal in den Altenclubs zu Gast. »Berlin im Wandel zwischen 1961 und 2011«, diesen Diavortrag hält Ulrich Müller am Montag, 21. Oktober, um 15 Uhr im Altenclub Stift Quernheim. Es ist das 70. Mal seit 1978, das Müller ein Referat in Stift Quernheim hält.
Über »Dresden - eine eindrucksvolle deutsche Kulturlandschaft« spricht Müller am Dienstag, 12. November, um 15 Uhr in der Altentagesstätte Kirchlengern-Mitte. Seit Juni 1971 erscheint er dort zum 65. Mal. Im Seniorentreff Klosterbauerschaft gastiert er am Mittwoch, 27. November, um 15 Uhr mit dem Diavortrag »Stockholm und sein reizvoller Schärengarten«. Dort hält er zum 90. Mal einen Vortrag. Gäste sind bei allen Veranstaltungen willkommen. Auch die anderen Altenclubs (AWO und die beiden Kirchen) halten intensive Beziehungen zu Ulrich Müller.
Von den Teilnehmern wird besonders geschätzt, dass Müller viele politische, historische, kulturelle und geographische Aspekte in seine Vorträge einstreut.

Bünder Zeitung, 21. Oktober 2013



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Zeugen der Zeit und neue Medien
Eintrag vom: 16.10.2013

Vespaclub Bünde: Viele historische Fotos werfen Fragen auf zum Aufnahmeort und Zeitpunkt. Oft helfen Fahrzeuge weiter und deren verschiedenen Baureihen. Jörg Militzer hat sich früher mit Oldtimern beschäftigt und das hilft ihm heute oft bei der zeitlichen Einordnung von Bildern.

Arbeiten zusammen: Jörg Militzer (v. l.), Zeitzeugin Ingeborg Feldmann und Friedel Wilmsmann. Foto: Thomas Klüter

Die Bünder Geschichtswerkstatt und die NW-Facebook-Seite "Du lebst schon lange in..." kooperieren

Bünde. Schon vor sieben Jahren startete Jörg Militzer die Bünder Geschichtswerkstatt im Rahmen der Volkshochschule Kreis Herford. Mit der Gründung der NW-Facebook-Seite "Du lebst schon lange in Bünde wenn..." schwappte dann ab 2012 eine Nostalgiewelle über die Elsestadt. Die Verantwortlichen beider Aktionen planen jetzt eine Zusammenarbeit.

Der aus Herne stammende Stadtführer Militzer stellte die Arbeit der Geschichtswerkstatt vor und berichtete, wie er selbst zu diesem Hobby über die Historie kam: "Ich war damals schon das einzige Kind der Familie, das im Feldpostalbum aus dem 2. Weltkrieg blätterte und bei jedem Foto wissen wollte, wo das war." Viel später verschlug es ihn nach Ostwestfalen. Als Militzer seine erste historische Führung in Bünde leitete war ihm etwas unwohl. Zu viele Einheimische hatten ihm gesagt, das könne keiner, der nicht von hier sei. "Am Ende kam Ingeborg Feldmann zu mir und sagte, dass ich das doch könnte."

Die 86-Jährige aus Südlengern war auch an dem Abend dabei, als Jörg Militzer jetzt die Geschichtswerkstatt vorstellte. Auf der Leinwand erschienen Bilder aus vergangenen Tagen. Eigentlich nur zur Illustration gedacht zogen sie die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Und hin und wieder tauchte eins auf, das niemand so richtig einordnen konnte. Dann konnte meistens Ingeborg Feldmann weiterhelfen. "Die Zeitzeugen sind besonders wichtig bei der Arbeit der Geschichtswerkstatt", sagte Militzer, "aber die Gespräche mit meinen Ü 80 Freunden nehmen auch viel Zeit in Anspruch".

Da kommen die Vorteile der Facebook-Gruppe ins Spiel. "Fast 4.000 Bilder sind da seit der Gründung hochgeladen worden", sagt Friedel Wilmsmann, der ehemalige Lokalchef der Bünder NW, der sich maßgeblich an der Gestaltung der Seite beteiligt. Über 4.000 Menschen gehören schon dazu und einige davon wohnen mittlerweile in England, Schweden, Australien und Indonesien. "Das sind enorme Ressourcen an Wissen und Erinnerung", so Friedel Wilmsmann und in kürzester Zeit kämen da Kommentare zu den Bildern.

Der Fundus an historischen Fotos geht aber langsam zur Neige. Die Facebook-Gruppe schaut sich daher nach weiteren Aktivitäten um. Landschaftsfotografie und Stimmungsbilder seien geplant, wobei erfahrene Mitglieder anderen Tipps geben könnten. Und eben auch die Kooperation mit der Geschichtswerkstatt. Fragen, die in der Gruppe offen geblieben sind, können vielleicht hier beantwortet werden. Und die Begeisterung der Bünder für die vergangene Zeit, motiviert vielleicht auch Einige, sich in der Geschichtswerkstatt mit zu engagieren. Informationen gibt es unter www.buginithi.de

© 2013 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Mittwoch 16. Oktober 2013, von Thomas Klüter



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Kaufmännische Qualifizierung – Zertifikat „Finanzbuchhalter/in (VHS)“
Eintrag vom: 14.10.2013

Im Rahmen der kaufmännischen Qualifizierung bietet die Volkshochschule Berufstätigen und Berufsrückkehrer/innen die Möglichkeit, das Zertifikat "Finanzbuchhalter/in (VHS)" zu erwerben. Dabei handelt es sich um eine breit angelegte modular aufgebaute Qualifikation mit insgesamt ca. 350 Unterrichtsstunden im betrieblichen Rechnungswesen.

Ziel:
Sie sind in der Lage, alle im betrieblichen Rechnungswesen anfallenden Daten nach dem neuesten Stand der gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen zu verarbeiten

Module der Qualifizierung (Eine Übersicht über die Kurse finden Sie hier):

  • Buchführung I, II und III
  • Bilanzierung
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Recht und Finanzen
  • Betriebliches Steuerrecht
  • EDV-Finanzbuchhaltung I und II

Prüfungen und Zertifikate:
In jedem der sechs Module kann eine Prüfung abgelegt und ein Zertifikat erworben werden. Nach erfolgreichem Bestehen aller Prüfungen ist das Zertifikat "Finanzbuchhalter/in (VHS)" abgeschlossen.

Anmeldungen für das erste Modul "Buchführung I" sind bis zum 31. Januar 2013 bei der VHS unter 05221 5905-23 oder im Internet www.vhsimkreisherford.de (Kurs-Nr. H4612.3A) möglich.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern die Fachbereichsleiterin Stephanie Müller
Fon: 05221 5905-38
E-Mail: mueller@vhsimkreisherford.de




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Rentensituation - Frauen im Fokus
Eintrag vom: 11.10.2013

Experte wies Weg durch den Dschungel des Rentenrechts

Die volle Aufmerksamkeit der Zuhörerinnen im Sitzungssaal des Herforder Kreishauses war Rüdiger Messerschmidt, dem Rentenexperten der Deutschen Rentenversicherung (DRV), am Mittwochabend sicher. Er kam auf Einladung der Integrationsagentur des DRK KV Herford-Stadt e. V., der Gleichstellungsstelle des Kreises Herford, des Frauenvorstands der Türkisch-Islamischen DITIB-Gemeinde Herford e. V., des KreislandFrauenverbands Herford und der VHS nach Herford, um die Rentensituation von Frauen zu beleuchten.
Verheiratet, Single, frisch geschieden, mit und ohne Kinder, voll und in Teilzeit erwerbstätig, mit und ohne Mini-Job, am Beginn und am Ende des Erwerbslebens und sogar mit Erwerbstätigkeit im Ausland - fünf Herforder Landfrauen und eine Herforderin mit türkischen Wurzeln stellten fiktive, aber realistische Erwerbsbiografien und Lebenssituationen von Frauen vor. Vom Rentenexperten wollten sie nun wissen, welche Rente sie erwarten können und wie sie heute noch Einfluss auf die Rentenhöhe nehmen können. Denn Altersarmut bedroht besonders Frauen: Sie nehmen oft Auszeiten vom Job, etwa um sich um die Familie zu kümmern - und sie arbeiten sehr häufig in Mini-Jobs.
Anhand der konstruierten Fallbeispiele klärte der Experte die unterschiedlichen Rentensituationen und wies souverän und gut verständlich einen Weg durch den Dschungel des Rentenrechts. Darüber hinaus gab er wertvolle Tipps und zeigte Handlungsmöglichkeiten auf. Die Veranstaltung sorgte für einige Aha-Erlebnisse und Überraschungen im Publikum, aber auch für Enttäuschungen angesichts der eher mäßigen Renten, die viele Frauen aufgrund ihrer Erwerbsbiografien erwarten können. Die Höhe der Rente schwankt aufgrund der unterschiedlichen Erwerbsbiografien erheblich!
Interessierte können sich bei Fragen zur Rente und Altersvorsorge an die Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung Westfalen in Bielefeld wenden, Fon: 0521 5254-0.




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"Wahnsinnsrespekt vor dem Internet"
Eintrag vom: 09.10.2013

Kennt sich mit Computern aus: Mark Stocksmeyer
 

KURZ GEFRAGT: Mark Stocksmeyer, EDV-Experte der Volkshochschule im Kreis Herford

Bünde. Knapp 13 Prozent der der deutschen Erwachsenen im berufsfähigen Alter haben keinerlei Erfahrungen im Umgang mit dem Computer. Das ergab eine weltweite Bildungsstudie der OECD, die die Kompetenzen der Erwachsenen im Lesen, Rechnen und im Bedienen von Computern testete. Mark Stocksmeyer koordiniert als stellvertretender Geschäftsführer der Volkshochschule im Kreis Herford die dortigen EDV-Kurse. Im Gespräch mit NW-Volontärin Katrin Clemens sprach er über die Berührungsängste, die viele Menschen mit Computern haben.

Eine spontane Denksportaufgabe: Wie muss man eine Computermaus bedienen, um ein Dokument zu öffnen?

MARK STOCKSMEYER: Einfach mit dem Zeigefinger doppelklicken. (lacht)

Für Sie ist diese Handbewegung natürlich zur Routine geworden. Die Bildungsstudie der OECD ergab allerdings, dass etwa jeder zehnte Erwachsene in Deutschland schon am Bedienen der Maus scheitert. Woran liegt das?

STOCKSMEYER: Das ist schwer zu sagen. Ich bin seit 2005 an der VHS und damals hieß es, Anfängerkurse seien bald überflüssig, weil Anfänger ganz flapsig gesagt "aussterben". Diesen Trend kann ich nicht bestätigen. Zwar ist der große Boom vorüber, aber wir bieten auch heute noch laufend Einsteigerkurse an, die wirklich beim Einschalten des Computers und dem von Ihnen geschilderten Umgang mit der Maus beginnen.

Wie kann ich mir die Teilnehmergruppen in diesen Einsteigerkursen vorstellen?

STOCKSMEYER: Relativ gemischt. Ich kann nicht feststellen, dass sich nur Senioren anmelden. Allerdings sind die Teilnehmer in der Regel schon älter als 35 Jahre. Es sind wenig junge Erwachsene oder Jugendliche in den Kursen zu finden, weil die das Wissen oft über die Schule mitbekommen und wahrscheinlich auch einen größeren Bezug zur Technik haben.

Warum mangelt es trotzdem vielen Menschen immer noch an Basiswissen?

STOCKSMEYER: Es gibt immer noch eine große Gruppe von Menschen, die im Job nicht mit der Technik in Berührung kommen oder einfach kein Interesse daran haben. Andere kennen nur die Programme, mit denen sie im Berufsalltag arbeiten und wissen trotzdem nicht, wie man zum Beispiel Fotos auf einen USB-Stick kopiert.

Ähnlich wenig wissen viele über das Internet. Laut OECD ist nur ein gutes Drittel der Erwachsenen in der Lage, sicher durch das Internet zu navigieren.

STOCKSMEYER: Ich glaube da ist häufig das Problem, dass die Leute einen Wahnsinnsrespekt vor dem Internet haben. Einen großen Teil trägt dazu bei, dass sie das Internet mit negativen Begriffen wie Spam, Datenklau, in Verbindung bringen. Viele fürchten, im Internet ausspioniert werden zu können.? Politik S. 1

© 2013 Neue Westfälische, 09 - Herford, Mittwoch 09. Oktober 2013 Katrin Clemens




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Die virtuelle Volkshochschule - Ab sofort können an der VHS Kurse auch über das Internet besucht werden
Eintrag vom: 08.10.2013

Sind online aktiv: Mark Stocksmeyer, Andrea Dohmann, Monika Schwidde und Frank Schragener von der Volkshochschule im Kreis Herford machen auf die Internet-Angebote der Bildungseinrichtung aufmerksam. Foto: Frank-Michael Kiel-Steinkamp


Kreis Herford. Wer will, kann täglich morgens zwischen 7 und 8 Uhr bei der Volkshochschule (VHS) etwas für seinen Nacken tun - ohne die Sportasche auch nur angesehen zu haben. VHS motions heißt das Angebot. Es läuft übers Internet. Nicht nur dieser Kursus.

Die Herforder Volkshochschule war schon früh im Internet unterwegs. Sie war die erste Bildungseinrichtung ihrer Art, die bei Twitter einen Account einrichtete, der folgerichtig "Volkshochschule" heißt. Über 500 Fans hat die VHS im Kreis Herford bei Facebook. Eine App für die Volkshochschulen in ganz Deutschland wird maßgeblich von Herfordern mitentwickelt. Der bislang größte Hit ist "vhsMOOC". MOOC bedeutet "Massive Open Online Course", ist also eine Internet-Plattform für große Teilnehmerzahlen. Mitte des vergangenen Monats gab es ein erstes Treffen für alle 900 Volkshochschulen im Land auf dieser Plattform. Die Herforder VHS-Leiterin Monika Schwidde war eine der sieben Gastgeberinnen.

Ganz besonders erfolgreich sind die VHS-Wissensbisse. 135.000 Mal seien sie schon abgerufen worden. Sie behandeln vor allem Internet- und Computerthemen. Viel ist darunter, was dem Kundigen als Selbstverständlichkeit gilt. "Es gibt aber offensichtlich Bedarf dafür", sagt Mark Stocksmeyer, der die Internetaktivitäten der VHS in seiner Hand hat.

Mit Hilfe von sogenannten Google+ Hangouts können bis zu zehn Teilnehmer direkt und interaktiv am Kursus mitwirken, über Facebook und Twitter indirekt. Beliebig viele können zuschauen. Zur Anmeldung braucht man nur eine normale E-Mail-Adresse.

Die Sprachenabteilung der VHS ist ebenfalls im Internet unterwegs. Ab November gibt es einen onlinegestützten Spanischkursus. Er findet an Wochenenden statt, zusätzlich können die Teilnehmer auf die Lernplattform Moodle zugreifen. Dort können sie mit anderen Kursteilnehmern in Kontakt treten, den Stoff wiederholen und vertiefen. Ab Februar 2014 bietet die VHS einen Deutschkursus an, der auf die B2-Prüfung vorbereitet. ein Niveau, das zum Beispiel aus dem Ausland kommende Ärzte vorweisen müssen, um ihre Approbation zu bekommen. Vorgestellt wird dieses Angebot in einem Webinar, also einem Seminar im Internet.

Monika Schwidde sieht in den Internetangeboten auch die Chance, Bildungsferne in die Kurse zu bekommen: "Auf Facebook haben haben uns überdurchschnittlich viele Menschen mit Migrationshintergrund erreicht."

Damit auch die Teilnehmer der klassischen Kursangebote während der Kursstunden auf online bereitstehende Angebote zugreifen können, gibt es bei der VHS I-pad-Koffer. "Die Software in den Schulen ist oft nicht auf dem aktuellen Stand", sagt Schwidde. Deswegen könne mit den Schulrechnern selten gearbeitet werden.

© 2013 Neue Westfälische, 09 - Herford, Dienstag 08. Oktober 2013, von Thomas Dohna



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Nahost-Experte prophezeit Syriens Ende - Politikwissenschaftler Michael Lüders hält Vortrag an der Volkshochschule
Eintrag vom: 04.10.2013


Fachmann in der Volkshochschulaula: Michael Lüders studierte arabische Literatur an der Universität Damaskus
in Syrien sowie Publizistik, Islam- und Politikwissenschaften in Berlin. Er berät Bundesministerien,
fungiert als Fernseh-Experte und arbeitet als Autor und freier Berater. FOTO: ROTHER

Kreis Herford. Wann es passiert, sei noch nicht klar. Dass es passiert, gilt für ihn aber als sicher: Syrien wird als Nationalstaat zerfallen. So lautete die Prognose von Nahost-Experte Michael Lüders am Dienstagabend in der Volkshochschule. "Syrien und die Folgen" hieß das bewusst breite Thema seines Vortrags - denn statt eines lokal begrenzten Bürgerkriegs handele es sich längst um einen Flächenbrand, eine weltpolitische Auseinandersetzung. Ausgang: ungewiss.

Rund 60 Menschen waren gekommen, um dem renommierten Politik- und Islamwissenschaftler zuzuhören. Der spannte zu Beginn den ganz großen Bogen, von der Historie der "willkürlichen Grenzziehungen in den arabischen Staaten durch ehemalige Kolonialmächte" bis zu den unterschiedlichen Glaubensrichtungen, die in Syrien seit Jahrhunderten existieren. Die ursprüngliche Revolte im Jahr 2011 hat laut Lüders viele Gründe. Zum einen fehlten für die vielen jungen Menschen ("Die Hälfte unter 25") schlicht Arbeitsplätze. Die Chancen auf Bildung sind niedrig, die Korruption ist hoch - ein Nährboden für Gewalt.

Lüders brachte daraufhin etwas Licht in das verworrene Geflecht von Akteuren und Interessen: Auf der einen Seite stünden die islamischen Sunniten, die die Mehrheit der syrischen Bevölkerung ausmachen. In der feudalistischen Gesellschaft gehören die Sunniten eher zu den ärmlichen Schichten. Ihnen gegenüber stünden verschiedene Minderheiten, von Christen über Drusen bis zu den Alawiten, der Volksgruppe von Machthaber Baschar al-Assad. Mit dem Diktator hätten sich viele Minderheiten arrangiert - sie unterstützen ihn auch weiterhin - da er ihnen unter anderem wirtschaftliche Freiheiten lasse. An der Regierung der Alawiten zu rütteln, habe aber brutale Repressionen zur Folge gehabt. "Das Motto war normalerweise: Draufhauen."

Die ursprünglichen Anheizer des Konflikts seien die verarmten Sunniten gewesen, sagte Lüders. Mittlerweile habe sich ein Flächenbrand entwickelt. Das Grundproblem in der gesamten Region: "Die Retribalisierung der Gesellschaft." Die Menschen verorten sich zunehmend in Klans und religiösen Stämmen, sehen sich nicht als Bürger eines übergeordneten Nationalstaats. "Ich bin gut und du bist schlecht" - so einfach sei das Weltbild bei vielen. Und: "Wenn du nicht zu uns gehörst, bist du ein Feind - und ich darf dich töten."

Nicht nur deswegen sind die Fronten in Syrien längst verschwommen. "Die Revolte wurde von der Weltpolitik gekapert, wir sehen einen Stell?vertreterkrieg um geostrategische Interessen", so Lüders. Die westliche Achse um die Vereinigten Staaten wolle den Einfluss des Iran - seit Jahrzehnten Syriens engster Verbündeter - eindämmen, wenn möglich brechen. Das wird schwierig, prophezeite Lüders: Der syrische Nationalrat, selbst ernanntes Sprachrohr der Opposition, habe "kaum Rückhalt" im Land. Stattdessen seien unter den 100.000 Kämpfern gegen Assad viele Fundamentalisten, sogar Al-Qaida-Mitglieder stünden auf dem Schlachtfeld. "Der Bürgerkrieg wird konfessionalisiert", sagte Lüders. "Assad ist militärisch aber nicht zu stürzen." Auch eine Friedenskonferenz brächte keine schnelle Lösung.

Lüders' Ausblick ist düster: "Die Gewalt wird anhalten, denn es gibt so viel Hass, so viele Wünsche nach Vergeltung."

VON DENNIS ROTHER, © 2013 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 03. Oktober 2013

 




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Fremdsprachliche Kompetenzen erworben - Schülerinnen und Schüler des Erich-Gutenberg-Berufskollegs erhielten LCCI- und telc-Zertfikate überreicht
Eintrag vom: 04.10.2013

Bestanden: Die Schülerinnen und Schüler des Erich-Gutenberg-Berufskollega mit ihren Zertifikaten.

Bünde. Den Absolventinnen und Absolventen der LCCI- und Telc-Kurse wurden jetzt ihre Zertifikate im Erich-Gutenberg-Berufskolleg in Bünde feierlich überreicht. Zu der Veranstaltung waren neben Andrea Domann von der Volkshochschule Herford auch Dr. Christian Streif von der telc GmbH sowie Dozenten und Vertreter der Ausbildungsunternehmen erschienen.

Mit den Zertifikaten LCCI "English for Business" und telc "The European Language Certificates" (Spanisch) erwerben die Schülerinnen und Schüler bzw. Auszubildenden eine international anerkannte Bescheinigung über den Erwerb von fremdsprachlichen und interkulturellen Kompetenzen, die ihnen im weiteren Berufsleben nur von Nutzen sein kann.

Folgende Schülerinnen und Schüler haben am Erich-Gutenberg-Berufskolleg die LCCI-Sprachprüfung erfolgreich bestanden: Kira Nadine Abicht, Ann-Christin Adler, Marius Backs, Marvin Bollmann, Mario Toni Böske, Sabrina Busse, Tim Alexander Busse, Merlin Dirks, Dominique Dorn, Marcel Druhmann, Irina Ebel, Lena Katharina Ebmeier, Leander Ehrenfried, Daniel Enns, Carina Erdsiek, Jan Ernstmeier, Anna-Lena Flachmeyer, Nicole Gartzke, Melanie Gorges, Pascal Grotegut, Dana Haack, Anastasia Hardt, Pia Hartung, Robert Harz, Raphael Hauk, Clara Hegen, Laura Henning, Moritz Höfer, Svenja Hofmann, Janine Holtmeier, Saskia Jende, Lara Kemena, Judie Kemminer, Sandra Kempf, Jessica Kleine. Annika Krentz, Arne Kröger, Marvin Letmade, Nicole Lexy, Dennis Menßen, Sarah Metz, Jan Micola von Fürstenrecht, Nicole Möller, Felix Moning, Julia Moschner, Christine Neudorf, Enrico Oberhommert, Daniel Patzelt, Manon Pilar, Marvin Prescher, Jan Reimer, Sina-Marie Rieke, Jan Röbelt, Larissa Rüter, Sabrina Rutz, Ann-Cristin Schalm, Suela Schumacher, Karl Frédéric Schuster, Janina Francesca Serrone, Lena Steffen, Anja K.-C. Steinkühler, Laura Carolin Stockmeier, Kirsten Stork, Jan Stumpf, Sarah Sudek, Anke Sundermeier, Annette Thun, Alexander Tomaschewski, Jennifer Fabienne Trabant, Annabelle Vogt, Cassandra von Bargen, Daniel Weißköppel, Laura Wetter, Anna-Lena Wilhelmy, Julia Winter, Andreas Wochmin, Angelika Wolf, Zang, Esma Zeybek, Melina Zwiener

Über den erfolgreichen Abschluss des telc-Sprachzertifikates freuen sich: Jennifer Horst, Waldemar Jurez, René Kagels, Yasemin Kanbur, Carlo Rasche, Tiziana Rosamilia und Richard Urban.

© 2013 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Donnerstag 03. Oktober 2013

 




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Das Lernen der Zukunft - Diskussionen der Volkshochschulen über digitale Medien
Eintrag vom: 04.10.2013

Diskutieren über digitale Medien: Mark Stocksmeyer, Frank Schragner, Andrea Dohmann und Monika Schwidde. Foto: Stefan Wolff

Herford(wst). "Wie sieht das Lernen der Zukunft aus und wie sind wir daran noch beteiligt?" Diesen Fragen bewegen seit einiger Zeit die Volkshochschulen in Deutschland. Zu den Instituten, die aktiv eine Antwort suchen, gehört die VHS Herford. So ist ihre Leiterin Monika Schwidde eine von insgesamt sieben Gastgebern, die mittels eines "Massive Open Online Cours" (MOOC) im Internet digitale Medien und Online-Lernen diskutieren. Der "MOOC" erlaubt es ihnen, Kollegen aus der gesamt deutschsprachigen Volkshochschule-Gemeinschaft zum Mitmachen einzuladen. Diese können live die Diskussionen der Gastgeber verfolgen und sich mittels Twitter daran beteiligen. Auch finden sie dort Filmbeiträge (screencasts) zu den unterschiedlichsten EDV- und IT-Themen. Unter den Fachleuten, die die so genannten "Wissensbissen" verfassen, befindet sich mit Mark Stocksmeyer ein weiterer Herforder VHS-Mitarbeiter.
Die digitalen Medien machen auch vor dem klassischen Angebot der VHS nicht halt. »Ab November bieten wir einen Spanischkurs für die Wochenenden an. Die Teilnehmer finden zudem im Internet weiteres Lernmaterial und können dort mit dem Dozenten oder mit den anderen Schülern kommunizieren«, berichtet Andrea Dohmann. Das Online-Lernen ermöglicht den Spanisch-Schülern die Lernplattform "Moodle". Auch bei einem Deutschkurs, der sich an ausländische Ärzte richtet, kommt "Moodle" zum Einsatz. Weitere Informationen gibt es im Internet auf dieser Homepage:

Herforder Kreisblatt, Stefan Wolff, Artikel vom 01.10.2013



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Wui kuiert up Platt
Eintrag vom: 27.09.2013

Margret Tempelmeier und Renate Gudaitis tragen einen plattdeutschen Sketch vor und ernten viele Lacher. Foto: Kathrin Brinkmann

40 Gäste kommen zum plattdeutschen Abend der Gemeinde Kirchlengern
Kirchlengern(BZ). "Der Schwabe schwäbelt, der Sachse sächselt, der Berliner berlinert und wui kuiert up Platt". Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Rüdiger Meier am Mittwochabend die erste Kulturveranstaltung der neuen Spielzeit der Gemeinde Kirchlengern. Vorhang auf für einen "lustigen Oamd" war die Veranstaltung aus der Reihe "Kultur im Forum" überschrieben. Der Abend in plattdeutscher Sprache war mit etwa 40 Gästen gut besucht.
Die Akkordeonspielerinnen Jutta Hartung, Angela Holstiege und Marion Böckhöfer von der Musikschule Kirchlengern sorgten unter Mitwirkung ihrer Leiterin Anna Ott durch musikalische Einlagen für die richtige Stimmung. Der Abend wurde eingeleitet mit der Musik des Gefangenenchores aus der Oper Nabucco.
Es folgten kurze, humorvolle Beiträge und Sketche in plattdeutscher Sprache, die von den Mitgliedern der plattdeutschen Gesprächskreise Kirchlengern und Bünde vorgetragen wurden unter der Regie von Heinz Bohlmann, dem Vorsitzenden des plattdeutschen Gesprächskreises Bünde.
Zwischendurch spielte der Akkordeonkreis volkstümliche Lieder zum Mitsingen.
Wenn auch nicht von allen Gästen jedes Wort in seiner Bedeutung richtig verstanden wurde, schadete das dem Gesamtverständnis nicht. Die Pointen kamen umso stärker heraus, weil das Plattdeutsche Wortwitz auf einer ganz anderen Ebene bietet.
"Ich selbst spreche auch noch Platt, aber mit wem soll man sprechen? Es gibt niemanden, mit dem man sich noch auf Plattdeutsch unterhalten kann", sagte Zuschauer August Holtmann aus Kirchlengern. Der plattdeutsche Abend biete da genau die richtige Gelegenheit, die Sprache wieder etwas aufzufrischen.
Während vor 100 Jahren überall noch Platt gesprochen wurde, mit kleinen Abweichungen, die sich von Dorf zu Dorf unterschieden, ist die Sprache heute nahezu ausgestorben und mit ihr ein Stück Kultur.
Die Volkshochschule im Kreis Herford bietet daher plattdeutsche Gesprächsrunden an. Am Donnerstag, 28. November, beginnt ein plattdeutscher Gesprächskreis an vier aufeinanderfolgenden Donnerstagen, jeweils von 19.30 bis - 21 Uhr. Interessenten können sich noch anmelden unter 05221 / 5905-32.
In der Reihe "Kultur im Forum" stehen ebenfalls weitere Termine auf dem Programm. Die Veranstalter bieten ein breites Spektrum, darunter politisches Kabarett mit den Mindener Stichlingen am 18. März, "Salsa meets Taschentheater" am 26. Oktober, den Kultfilm Chocolat am 20. Februar, das Konzert "Schokolade" inklusive Schokoladenverköstigung mit Christina Rommel am 15. Februar, den Auftritt der A-Cappella-Band Tigerbaby am 17. Mai oder einen humorvollen Sprachkurs "Ostwestfälisch für Anfänger" mit Matthias Borner am 9. April sowie zur Adventszeit eine Blues-Weihnacht mit Drei-Gänge-Menü am 4. Dezember. Weitere Infos zu den Veranstaltungen gibt es unterv 05223 / 7573-146 oder im Internet, www.kirchlengern.de.


Bünder Zeitung, Artikel vom 27.09.2013, von Helga Staeck-Brinkmannon



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Pilzkunde mit Klaus Störmer
Eintrag vom: 24.09.2013

Seit 25 Jahren beschäftigt sich Klaus Störmer mit der Pilzkunde und ist heute Pilzsachverständiger. Sein Wissen über die Bedeutung und die Besonderheiten der heimischen Speise- und Giftpilze gibt er gerne an Teilnehmende von Pilzexkursionen weiter. Im Arnsberger Wald wurde er dabei von einem WDR-Reporter begleitet. Die Fotostrecke finden Sie hier.
In diesem Jahr haben Interessierte am 3. Oktober noch einmal die Gelegenheit, mit Klaus Störmer durch das Wiehengebirge in Rödinghausen auf Pilzsuche zu gehen (H6802.7A). Die VHS bietet diese Exkursion in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford e. V. an.




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Vom Zauber der letzten Sommernacht
Eintrag vom: 23.09.2013

Foto: Ulrike Koebke
7. Kulturnacht: Impressionen eines Abends mit Musik, Tanz, Performance und Ausstellungen
Herford. "Lassen Sie sich verzaubern und genießen Sie den Abend" - diesen Ratschlag gab Hans-Jürgen Buder, Vorsitzender des Kulturankers, den Menschen mit auf den Weg, die zur Eröffnung der 7. Kulturnacht in die Markthalle gekommen waren. 19 Spielorte und mehr als 50 Akteure überlassen den Zuschauern die Qual der Wahl.
Die Markthallen bilden das Zentrum für die Kulturflaneure, hier gibt es Getränke und Snacks, Gelegenheit zum Austausch und Musik, zunächst vom Jazz-Trio Blue Temptation, das später auch im Daniel-Pöppelmann-Haus spielt, gefolgt vom Blasorchester der Feuerwehr und den Harmonic Youngstars. Zahlreiche bildende Künstler nutzen den Ort, um sich und ihre Arbeiten - Skulpturen, Gemälde oder Fotografien - vorzustellen. Viele von ihnen sind regelmäßig bei den ebenfalls vom Kulturanker ausgerichteten Offenen Ateliers dabei - man kennt sich.
Eins macht die Kulturnacht immer wieder klar - Herford ist eine Stadt der Musiker und Sänger. Neben professionellen Akteuren wie der Nordwestdeutschen Philharmonie und den über Mitgliederschwund klagenden Gesangvereinen, besteht ein große Zahl von Chören und Ensembles. "Die Unerhörten" sind ein Chor der Musikschule für Erwachsene mit poppigem Repertoire. "Girls, Girls, Girls" swingt ihr Auftritt durch die Münsterkirche. In 45 Minuten geben die Sänger ihre musikalische Visitenkarte ab, ebenso das A-Cappella Terzett "Halb 6" und der Interkulturelle Chor der Volkshochschule. Anders haben sich der Chor Rodnik und der Gospelchor "UpTodate" entschieden, die komplette Konzertprogramme darbieten. Wer sich dafür entscheidet, hat keine Zeit mehr anderes zu entdecken, zu viel läuft parallel.
Dabei gibt's auch Neues. Seit vier Jahren hat das Augenblick Theater seinen Sitz im Johannes Haus, am Samstag ist das Ensemble erstmals dabei. Die erste Aufführung seiner Theatersoirée wollen nur acht Zuschauer sehen, die zweite Aufführung ist gut besucht. Mit einem Schlaflied für einen wilden Bären endet sie, und einige Gäste nehmen tatsächlich den Lageplan zur Hand. Es gibt sie also, die neugierigen Besucher.
Sie müssen nur wenige Schritte durch die letzte Sommernacht des Jahres gehen. Im Jugendzentrum die 9 rocken "Dirty Little Herbert", eine von drei Bands, die bei dem in Kooperation mit dem autonomen Jugendzentrum FlaFla organisierten Konzert dabei sind. An der Wand lehnen zahlreiche Bilder zum Trocknen. Das von Künstlern betreute Mitmachangebot "Experimentelles Malen" am Nachmittag ist offensichtlich angekommen.
Für Irritation sorgt ein fünfköpfiger Zug von Menschen in altertümlichen Kostümen. "Re_Passage" heißt die Performance, mit der Recycling-Modedesignerin Katell Gelebart und ihre Mitstreiter vom Kiosk24, ebenfalls erstmals dabei, zum Marta ziehen. Gegen 20 Uhr endet der Zug. Im benachbarten Elsbach Haus geht die Post ab. Das dortige Tanzfestival ist erneut ein Publikumsmagnet. Wenige Schritte weiter musizieren Zupforchester, Concertino-Gitarrenensemble und Folklore-Live-Orchester in der Musikschule, eine Mischung freier und institutionalisierter Formationen. Auch hier dauert der Abend lang - wer Herfords Vielfalt entdecken möchte, muss zum Künstler werden - in der Kunst des Loslassens und Aufbrechens.

© 2013 Neue Westfälische, 09 - Herford, Montag 23. September 2013, VON RALF BITTNER



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VHS wirkt mit - Startschuss für das 10. Kreisgeschichtsfest
Eintrag vom: 23.09.2013

Gutes Team: Monika Guist, Annika Rabbe, Rolf Botzet, Christoph Mör-stedt, Theresa Rollmann (vorne v. l.) und Eckhard Möller, Ernst-Wilhelm Vortmeyer sowie Christian Manz (hinten v. l.). FOTO: gensicke


Festkomitee präsentiert Konzept / Vereine und Schulen zum Mitmachen aufgerufen

Kreis Herford (sig). Eine Prise Nostalgie, ein Esslöffel Fantasie und ein gehöriger Schuss regionales Engagement und fertig ist das perfekte Rezept für das mittlerweile zehnte Kreisgeschichtsfest. Im Mai 2014 soll sich alles rund um das Motto "Im Pickertland. Vom Essen und Trinken zwischen Teuto und Wiehen" drehen.
Voller Vorfreude sind nicht nur die Mitglieder des Festkomitees und Schirmherr Landrat Christian Manz - auch Vereine und Schulen stehen bereits in den Startlöchern. Groß war das Interesse bei der Vorstellung für das Kreisgeschichtsfest in Rödinghausen. "Bei diesem Fest dreht sich alles um die Geschichte der Region, der Menschen und Ortschaften im Kreis Herford", sagt Eckhard Möller, Kreisheimatpfleger.
Ort des Geschehens ist am Samstag, 24. Mai, und Sonntag, 25. Mai 2014, der Mehrgenerationenpark und das Haus des Gastes in Rödinghausen. Das Ziel: Ein Fest zum Mitmachen, Staunen, Lernen und Entdecken, das Generationen verbindet und sowohl die historischen Wurzeln als auch Zukunftsperspektiven erlebbar macht.
Ein Konzept rundum die Küchenklatsch- und Kochgeschichten sowie kulinarische Köstlichkeiten gibt es bereits. Ein großes Zelt samt Bühne wird das Herzstück im Mehrgenerationenpark sein. "Die Besucher sollen in die Welt von Gestern eintauchen - Küchengerüche inklusive." Eine moderne Küche werde im Zelt bereitstehen. Der Zweck: Nostalgische Speisen sollen ihren Duft verströmen. Eine Ausstellung von Küchenschränken rundet den Spagat zwischen Moderne und Tradition ab. "Für diese Sammlung suchen wir noch Küchenmöbel aus den 1920er- und 1970er-Jahren als Leihgabe", appelliert Organisatorin Monika Guist. Darüber hinaus steht eine große Bühne für musikalische Ereignisse, Tanz- und Theatervorführungen. Im Haus des Gastes soll ein Raum der Stille für Kunstausstellungen und Vorträge entstehen.
Auch die Parkstraße, die beide Schauplätze miteinander verbindet, wird in die Festplanung integriert. Historische Fahrzeuge sollen den Weg säumen. Doch damit nicht genug. Das Wäldchen, das sich im Osten dem Mehrgenerationenpark anschließt, soll als Kunstwald zum lauschigen Plätzchen werden. Nicht wegzudenken sei auch beim 10. Kreisgeschichtsfest die Museumsmeile - ein Platz für Aktionen im Freien.
Ein besonderer Wettbewerb soll gerade die jungen Menschen im Kreis Herford einladen, sich an dem Festakt zu beteiligen. In einem 44-sekündigen Videoclip sollen sie ihre Lieblingsplätze im Wittekindsland einfangen. Auf einer Leinwand werden die Clips dann Besuchern präsentiert.
Zum Mitmachen waren die Vertreter zahlreicher Vereine und Schulen bereits bei der Vorstellung des Fest-Konzeptes aufgefordert. Wünsche und Vorschläge konnten geäußert werden, um die Erlebniswelt des Geschichtsfestes zu einem Ereignis zu machen. Das Ergebnis: Eine Spielwelt für Kinder mit alten Spielen, Modenschau mit historischen Kleidern, Blumenhügel, alte Trinklieder und vergessene Obst- und Gemüsesorten sollen das Fest bereichern.

© 2013 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Freitag 20. September 2013




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Herford-Karten aus Lateinamerika
Eintrag vom: 23.09.2013

Das Steintor: Die Karte mit dieser Ansicht wurde erstmals im Jahr 1906 gedruckt.

Mathias Polster sucht weltweit nach neuen Motiven
Herford(HK). Etwa 2500 verschiedene Ansichtskarten mit Herford-Motiven hat Mathias Polster bisher zusammengetragen. Und in jedem Jahr kommen bis zu 300 neue Karten hinzu. Eine Kostprobe seiner Sammlung gibt er am kommenden Dienstag, 24. September, ab 19 Uhr in der Aula der Volkshochschule. Gezeigt werden 120 Jahre fotografierte Herforder Stadtgeschichte.
Ihren Durchbruch im deutschsprachigen Raum erlebte die Ansichtskarte am Ende des 19. Jahrhunderts. Auch für Herford gilt, dass die meisten dieser Karten aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammen. Nach 1945 laufe das dann aus, sagt Stadtführer Mathias Polster.
Mehrere konkurrierende Verlage gab es in Herford. Der Kampf um die Kunden bewirkte, dass teilweise ungewöhnliche Ansichten auf den Markt gebracht wurden. Allerdings gebe es auch klare Favoriten, weiß der Sammler. Fünf Motive fänden sich auf 70 Prozent aller Karten aus Herford: »Mit Abstand am meisten hergestellt wurden Ansichten mit dem Wittekind-Denkmal. Von diesem Motiv habe ich bestimmt 70 verschiedene Karten.«
Einige Drucke wurden im großen Stil unters Volk gebracht, andere erschienen in Kleinauflagen von 1000 Exemplaren. Um diese ausfindig zu machen, leistet dem Stadtführer das Internet wertvolle Dienste. So wird er weltweit in Antiquariaten und Auktionshäusern fündig. Besonders lukrativ sei die Recherche in Südafrika, in den USA und den lateinamerikanischen Staaten: »Das sind typische Länder, in die auch Herforder ausgewandert sind.« Und wenn dort ein Haushalt aufgelöst wird, findet sich im Nachlass manche Karte von den Verwandten aus der alten Heimat.
Veranstalter des Lichtbilder-Vortrages ist die Volkshochschule. Um den Zuhörern die Orientierung zu erleichtern, ergänzt Mathias Polster die historischen Stadtansichten um Aufnahmen der gegenwärtigen Situation. Der überwiegende Teil der Karten sei bisher noch nie gezeigt worden, erklärt der Stadtführer, der seine Sammlung in den Bestand des Vereins für Herforder Geschichte übergehen lassen will. Einige der Ansichten stelle er auch für jeden Nutzer sichtbar ins Internet.
www.stadtfuehrung-herford.de

HK Herford, Artikel vom 21.09.2013, von Hartmut Horstmann



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Englischer Nachmittag für Gartenfreunde und Genießer
Eintrag vom: 19.09.2013

Inspirierender Bildervortrag einer Gartenreise durch Südengland und zur "tea time" ein Buffet mit landestypischen Köstlichkeiten.
Sechs Frauen begeben sich auf eine selbst organisierte Reise ins Land der Garten-Enthusiasten und Teetrinker. Sie fahren durch die englische Park- und Heckenlandschaft, wandern auf Küstenpfaden und besuchen berühmte, aber zumeist wenig bekannte, traumhaft schöne private Gärten. Aus der Begeisterung entstand dieser Bildervortrag, der Sie ebenfalls in Gartenimpressionen schwelgen lässt und über die jeweiligen Pflanzen informiert. Vielleicht beflügelt er auch eigene Reisepläne, denn konkrete Reisetipps werden gegeben. In der Pause verwöhnt Sie ein Buffet mit traditionellen englischen Gaumenfreuden.

High Tea-Buffet:
Kaffee / englischer Tee
Bakewell Tarte
Scones, Clotted Cream und Jam
Brownies
Englischer Teekuchen
Queen Mum's Favourite Cake
Madeira Cake
Sandwiches: Turkey & Cranberry, Cucumber, Tuna/Egg



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Der Kreis treibts bunt - Interkulturelle Woche startet - Kultur- und Bildungsangebote zum Thema Integration
Eintrag vom: 19.09.2013

Bester Laune: Martina Nickles, Christian Manz, Stamatios Mavroudis (Diakonisches Werk), Ulrike Koebke (Volkshochschule), Iris Wolter, Regina Hibbeln (Caritasverband), Thomas Nieling (Leiter des Projektbüros und Integrationsbeauftragter des Kreises), Maryam Naggar, Anette Kuhn (Jobcenter) und Norbert Burmann (v. l.). FOTO: ROTHER

Kreis Herford. "Wer offen ist, kann mehr erleben": Unter diesem Motto haben rund ein Dutzend Einrichtungen und Vereine für die interkulturelle Woche ein buntes Programm organisiert. Los geht's am morgigen Freitag auf dem Alten Markt in Herford mit einem Kunstprojekt, doch das ist nur der Auftakt: Die Bandbreite reicht vom Frauenfrühstück über Kochkurse bis zum Musical.

"Für die vielen Veranstaltungen reicht der Platz auf dem Flyer fast nicht mehr", sagt Landrat Christian Manz (CDU). "Eine sehr gute Entwicklung, es ist mittlerweile eine etablierte Veranstaltung." Zum vierten Mal findet die interkulturelle Woche bereits statt - und mittlerweile passt der Begriff schon fast nicht mehr: Die Veranstaltungen ziehen sich wegen der Fülle an Themen vom 15. September bis zum 3. Oktober. Verantwortlich für die Organisation ist wieder das "Widunetz", ein Netzwerk für Integration und Vielfalt, in dem sich kommunale Träger wie die Arbeiterwohlfahrt, die Volkshochschule, aber auch religiöse und integrative Verbände zusammengeschlossen haben.

Das erste Highlight steht in diesem Jahr beim offiziellen Startschuss am Freitag an: Zwischen 14 und 17 Uhr locken Kunstaktionen zum Mitmachen. "Unter anderem wird die Herforder Silhouette auf ein Seidentuch gemalt", sagt Martina Nickles von der Stadt Herford. Das Museum Marta ist auf dem Alten Markt genauso mit von der Partie wie eine afrikanische Trommlergruppe. Beendet wird die interkulturelle Woche am 3. Oktober mit dem der Tag der offenen Moscheen in Spenge und Löhne. Dazwischen: viel Buntes, viel Unterhaltung, viel Raum für verschiedene Kulturen, sich zu begegnen und näherzukommen - aber gleichzeitig auch praktische Infos für das tägliche Zusammenleben. "Beispielsweise bieten wir Deutschkurse an", sagt Iris Wolter von der Arbeiterwohlfahrt. Besonders beliebt war in den vergangenen Jahren auch das Frauenschwimmen. "Da kamen zuletzt 400 bis 500 Besucherinnen", so Maryam Naggar, Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes. Auch die Arbeitswelt steht im Fokus: Wie lassen sich ausländische Abschlüsse anerkennen? Welche Chancen bieten Mini-Jobs? Wie sehen die Zukunftsperspektiven für Frauen aus? Alles Fragen, die bei Vorträgen behandelt und debattiert werden. Selbst brandaktuelle Themen wie die Glücksspielsucht bei türkischen Migranten oder die Lage syrischer Flüchtlinge stehen auf der Tagesordnung. "Insgesamt ist es ein großer, bunter Strauß an kreisweiten Angeboten, der die Breite der Integration symbolisiert", sagt Mitorganisator Thomas Nieling vom Kreis Herford.

Das beeindruckt auch Dezernent Norbert Burmann. "Die Kooperation kann sich sehen lassen." Burmann wolle "alle Menschen im Kreis zur Teilnahme ermutigen, denn Offenheit entsteht im Kopf."


INFO
Frühstück in Löhne, Film ab in Spenge
29 Veranstaltungen sind für die interkulturelle Woche insgesamt in Herfrod, Löhne, Vlotho und Spenge geplant.
Neben dem Auftakt unter dem Namen "In Piazza" auf dem Alten Markt steht in Herford der Frauen-Wellness- und Schwimmabend im H2O an. Interessierte schauen am Dienstag, 24. September, zwischen 18 und 22 Uhr an der Wiesestraße 90 vorbei.
Im Zentral-Theater-Spenge wird der algerische Film "Monsieur Lazhar" gezeigt (Dienstag, 24. September, 20 Uhr).
Am Donnerstag, 3. Oktober, öffnet die Spenger Moschee an der Ravensberger Straße ihrer Pforten.
Einen Tag der offenen Tür gibt es auch im Integrationskurs der AWO in Löhne. Dienstag, 24. September, 10 bis 11.30 Uhr, Königstraße 15a.
Am Mittwoch, 25. September, steht in Löhne das Seniorencafé "50+" der AWO-Fachdienste für Migration und Integration an (Fröbelstraße 6).
Die arabische Sprache und Tradition steht im Fokus eines Vortrags mit anschließender Diskussion im AKE-Bildungswerk Vlotho, Lange Straße 123. Los geht's am Donnerstag, 26. September, um 18.30 Uhr.

© 2013 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 19. September 2013 , von Dennis Rother



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Die italienische Sprache serviert mit Antipasti
Eintrag vom: 12.09.2013

Duftende und köstliche Kleinigkeiten aus der Mittelmeerküche erwecken Erinnerungen an schöne Urlaubsabende oder machen Lust auf die nächste Reise nach Italien. Mit einfachen Zutaten wie Knoblauch, Oliven, Gemüse, Öl und Balsamico lernen Sie an diesem Abend, wie Sie Ihre Familie und Gäste begeistern können. So ganz nebenbei erwerben Sie dabei auch Kenntnisse der italienischen Sprache. Und wer weiß? Vielleicht kommen Sie auf den Geschmack und besuchen im Anschluss einen Italienischkurs an der VHS? Die Veranstaltung wird am Donnerstagabend, den 26. September angeboten. Sie findet in Zusammenarbeit mit Barrique, dem Geschäft für mediterrane Spezialitäten in Herford, statt. Buon appetito!
Weitere Informationen finden Sie hier (H3741.3A).

Foto: Petra Bork / pixelio.de




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Vortrag der Historikerin Dr. Angela Liang Huang – Herforder Leinen überwiegend nach England
Eintrag vom: 09.09.2013

Die Historikerin Angela Liang Huang hat sich in ihrer Doktorarbeit mit dem Textilhandel des Hanseraumes beschäftigt. Sie arbeitet zur Zeit an einem Forschungsprojekt in London. Foto: Hartmut Horstmann

Kaufleute waren dank Hanse erfolgreich
Herford(HK). Herford und die Hanse - ein Thema, das immer neue Erkenntnisse hervorbringt. In ihrem Vortrag »Herford im hansischen Netzwerk« bewertete Dr. Angela Liang Huang die Bedeutung der Stadt anhand des Leinenhandels neu.
Im Rahmen der Vorträge zur Hanse hatten der Verein für Herforder Geschichte und die Volkshochschule die promovierte Historikerin eingeladen. Viele Interessierte fanden sich im Oesterlen-Bau des Pöppelmann-Hauses ein, um sich auf den aktuellen Forschungsstand bringen zu lassen.
Angela Liang Huang ist eine ausgewiesene Kennerin der Textilproduktion und des -handels mit Leinwand während des Spätmittelalters. Gleich zur Begrüßung räumte sie allerdings ein, dass Herford erst im zweiten Anlauf in den Fokus ihres Interesses gekommen war. Um so erstaunter war sie, als sie bei der Auswertung der englischen Zollakten des 15. Jahrhunderts herausfand, welch große Rolle das Herforder Leinwand damals spielte. Für den Raum Westfalen lag Herford hinter Münster an zweiter Stelle.
Dies war möglich geworden, weil die Weber ab dem Jahr 1417 nicht mehr der Jurisdiktion des Damenstifts unterstanden, sondern diese an die Stadt übertragen wurde. Die Weber arbeiteten nun eng mit den Kaufleuten zusammen. In diese Zeit fielen dann auch Vorgaben zur Produktion und Qualität. Herforder Leinen wurde zusammen mit Leinwand aus Münster und Osnabrück überwiegend nach England gehandelt. So zeigten die Ausführungen der Referentin - entgegen bisheriger Annahmen -, dass es die Herforder Kaufleute gerade im Spätmittelalter verstanden, die hansischen Netzwerke erfolgreich für ihre Geschäfte zu nutzen.
Auf die Frage, ob sie wisse, wozu Herforder Leinen verwendet worden wäre, antwortete Angela Liang Huang, dass die Quellenlage hier leider sehr dünn sei. Für Oberbekleidung oder Tischwäsche habe sie keine Belege, so die Historikerin. Zumindest kam der Leinen aus der hiesigen Produktion wohl aber zur Anfertigung von Leibwäsche und Innenfutterstoff zum Einsatz. Herforder Leinen »wirkte« so eher im Verborgenen. Das Publikum nahm diese Erkenntnis mit Humor.

Herforder Kreisblatt, Artikel vom 09.09.2013, von Jana Budek



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Das Leben auf 270 Seiten - Volkshochschule startet mit 1323 Veranstaltungen ins neue Semester
Eintrag vom: 06.09.2013

Sie haben ein riesiges Programm an Bildungsangeboten in der
Volkshochschule zusammengestellt: (von links) Mark Stocksmeyer,
VHS-Leiterin Monika Schwidde, Stephanie Müller, Helga Lütkefend,
Frank Schragner und Andrea Dohmann. Foto: Bärbel Hillebrenner

Kreis Herford(EA). Japanisch oder Arabisch kann man lernen. Auch eine Wanderung gegen Alltagsstress unternehmen, sich das Rauchen abgewöhnen oder einen eigenen Blog einrichten. Und Männer bekommen einen Überblick im Style-Check, um ihre Chancen bei Frauen zu erhöhen. Das und noch viel mehr bietet die Volkshochschule im neuen Semester. Blau von vorne, dick von der Seite - im Heft der VHS stehen auf 270 Seiten 1323 Veranstaltungen mit 19 000 Unterrichtsstunden, in denen sich die Menschen im Kreis Herford zu fast allen Themen des Lebens weiterbilden können. Ob man sich zusätzliche Qualifikationen in seinem Beruf aneignen, etwas für seine Gesundheit tun, eine neue Sprache lernen, einen Autor hören oder einfach nur Rezepte austauschen und nachkochen möchte - die VHS ist kreativ und einfallsreich, wenn's um die Bildung geht. "Wir haben viele Ideen, bekommen auch Anfragen, und vor allem stellen wir uns auf aktuelle Entwicklungen ein", berichtet die Leiterin Monika Schwidde. So ist zum Beispiel der Bürgerkrieg in Syrien und dessen Auswirkungen auf die arabische Revolution das Thema des Nahostexperten Dr. Michael Lüders am 1. Oktober.
Neben dem bewährten Programm findet sich im neuen Semester auch viel Neues: "Positive Psychologie" zum Beispiel richtet den Blick nicht auf Vergangenes, sondern auf die Gegenwart und öffnet Perspektiven für die Zukunft. "Der Bereich Psychologie wird viel nachgefragt. Deshalb haben wir auch die NLP-Angebote erweitert", sagt Fachbereichsleiterin Helga Lütkefend. Ein Dauerbrenner sind auch die Seminare zur Selbstbehauptung - sie wird insbesondere mit vielen Kursen im November trainiert. Mit Sängerin Inka Noack dagegen werden "Stimmkraft, Ausdruck und Präsenz" geschult.
Wie begrüßt man seinen Geschäftspartner heutzutage in einem Brief? Wie können Frauen ihre Rente beeinflussen? Was können Männer in Sachen Styling verbessern? Wie baut man eine Solarstation für das Smartphone? Auf diese und andere Fragen hat die VHS mit ihren Kursen eine Antwort. "Und wir versuchen, auch exotische Kurse an den Start zu bringen, manchmal sogar nur mit drei oder vier Teilnehmern", sagt Monika Schwidde. Dann wiederum gebe es Veranstaltungen mit bis zu 100 Besuchern, etwa bei spannenden Vorträgen mit bekannten Referenten. Durch die Vielzahl an Anbietern aus dem Bildungsbereich und vor allem durch die Lernmöglichkeiten im Internet werde die Konkurrenz immer härter. Schwidde: "Die Teilnehmerzahl wird nicht größer, deshalb ringen wir auch um jeden Interessenten."
Und auf dessen Bedürfnisse stellt sich die Volkshochschule im Kreis Herford in jedem Semester neu ein. Man will der Bildungsrevolution Rechnung tragen, sagt die VHS-Leiterin. Eine eigene App soll in naher Zukunft herunterzuladen sein. Und die VHS geht sowohl auf Firmen zu, deren Anfragen als komplette Bildungspakete geschnürt werden, als auch auf die nächste Generation: So stehen Kindern ab sechs Jahren und Jugendlichen zwischen 50 und 60 Kurse zur Verfügung - zu EDV und Ernährung, Knigge und Rhetorik, Sprachen und Entspannung.

Herforder Kreisblatt, Artikel vom 06.09.2013, von Bärbel Hillebrenner




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UNESCO-Welttag der Alphabetisierung
Eintrag vom: 05.09.2013

Alphabetisierungskurse und Lernportal "ich-will-lernen.de"

Eine SMS verschicken, einen Einkaufszettel schreiben oder gar die Sicherheitshinweise am Arbeitsplatz lesen - für viele Menschen ist das alles andere als selbstverständlich! In Deutschland können nach einer Studie der Universität Hamburg etwa 7,5 Millionen Erwachsene nicht ausreichend lesen und schreiben.

Anlässlich des von der UNESCO ausgerufenen Weltalphabetisierungstags am 8. September weisen wir auf unsere Alphabetisierungskurse "Deutsch Lesen und Schreiben von Anfang an" hin, die ab dem 2. Oktober in Herford starten (s. Kurse Nr. H21023A, H21033A und H21053A). In diesen Kursen können betroffene Menschen in entspannter Atmosphäre ihr Sprachwissen und -können erweitern und festigen.

Nähere Auskünfte erteilt Ulrike Kowalewsky unter Tel. 05221/5905-32.

Für Menschen, die besser lesen, schreiben und rechnen lernen möchten, empfehlen wir außerdem das offene Lernportal "ich-will-lernen.de" unter http://www.ich-will-lernen.de.

Das Lernportal wurde vom Deutschen Volkshochschul-Verband e.V. (DVV) mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt. Es eignet sich für Einsteiger/innen ebenso wie für Lernende mit Vorkenntnissen. Nutzer/innen können sich anonym online anmelden und werden auf ihrem Lernweg von Tutoren begleitet. Das Portal steht allen kostenlos zur Verfügung.

Im Sozialen Netzwerk AlphaVZ können die Nutzerinnen und Nutzer des Lernportals "ich-will-lernen.de"sich miteinander austauschen.

Die VHS bittet Freunde, Bekannte und Verwandte von Menschen, die diese News nicht lesen können, um Weitergabe dieser Informationen.




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Bildung für alle und auf Wunsch - Volkshochschulprogramm 2013/2014 liegt vor / Moderner Bildungsdienstleister
Eintrag vom: 03.09.2013

So sieht's aus: Volkshochschulleiterin Monika Schwidde (2. v. l.) zeigt eine vergrößerte Version der Blauen Seiten 2013/2014. Mark Stocksmeyer (stellv. Geschäftsführer), Stephanie Müller, Helga Lütkefend (stellv. VHS-Leiterin), Frank Schragner und Andrea Dohmann (v. l.) stöbern schon einmal im Jahresprogramm der Volkshochschule.         FOTO: RALF BITTNER

Kreis Herford. Mit 1.323 Veranstaltungen und 19.000 geplanten Unterrichtsstunden präsentiert das Jahresprogramm 2013/14 der Volkshochschule ein leicht ausgeweitetes Angebot. Bewährtes wie Sprachen, berufsbezogene Weiterbildung oder Gesundheit finden sich neben neuen Angeboten, vor allem im Bereich EDV und IT.
Helga Lütkefend, zuständig für den Bereich Bildung, hat mit Rhetorik für Jugendliche und zwei unterschiedlich ausgerichteten Kursen "Mathematik für den Beruf" auf die Klagen über die mangelnde Ausbildungsreife Jugendlicher reagiert. Wichtig bleibt der Bereich der Alphabetisierung und sprachlichen Grundbildung. Ein Deutschkurs für türkischsprechende Menschen beginnt ab Oktober in der DITIB-Gemeinde. Fortgeführt wird auch ein interkultureller Frauengesprächskreis, für Neueinsteigerinnen bietet sich ein interkultureller Kochabend am 1. Oktober an.
Immer wieder nachgefragt im Bereich der Qualifizierungen sind ein Kurs zur kaufmännischen Qualifizierung und der Lehrgang zur Erlangung der Fachoberschulreife, für den die Plätze bereits knapp werden. Rund 20 Sprachen können auf verschiedenen Niveaus an der VHS gelernt werden, darunter Exotisches wie Japanisch oder Arabisch. Im Sprachenbereich halten die Neuen Medien Einzug, ein Spanischkurs wird onlinegestützt angeboten, eine Reaktion auf die Konkurrenz durch Sprach-Apps und Onlinekurse, die zumindest ein Basisniveau im Selbststudium ermöglichen.
Da sich im IT-Bereich schnell viel ändert, gibt es hier besonders viele neue Kurse, die sich mit neuer Software, den Möglichkeiten von Tablet-PCs, Programmierung und Webseitenbau beschäftigen. Im Bereich Technik bietet ein Lötkurs die Möglichkeit, sich ein solarbetriebenes Ladegerät fürs Handy selbst zu bauen. Rund 60 Veranstaltungen der VHS unter dem Signet Junge VHS wenden sich an ein junges Publikum, davon viele im Bereich IT.
Auch im Bereich Gesundheit werden bewährte Kurse wie Qi-Gong oder Yoga weiter angeboten. Neu ist ein Kurs, der an das richtige Laufen heranführt, neu auch ein Kursus zum "richtigen" Umgang mit dem Rollator.
Ab sofort liegt das VHS-Programm, die Blauen Seiten, aus. Informationen gibt es auch auf www.vhsimkreisherford.de oder unter Tel. (0 52 21) 5 90 50. Die VHS bietet nach Klientenwünschen maßgeschneiderte Angebote an, etwa zur Gesundheitsfürsorge für Firmen oder spezielle Softwarekurse, sie sich im allgemeinen Programm nicht abbilden lassen.

INFO - Lesungen und aktuelle Vorträge
 Obwohl lange geplant, ist der Vortrag "Syrien und die Folgen. Auswirkungen des Bürgerkriegs auf die arabische Revolution und den Konflikt mit dem Iran" aktueller denn
je. Nahostexperte Dr. Michael Lüders kommt am 1. Oktober.
Journalist Sascha Adamek, der seit Jahren für die ARDPolitmagazine arbeitet, stellt am 14. November sein Buch "Die Machtmaschine" vor, in dem er der Frage nachgeht, in
welchem Maße Skandale und menschliche Makel in der Politik eingesetzt werden, um Gegner auszuschalten und eigene Ziele zu erreichen. (rab)

© 2013 Neue Westfälische, 09 - Herford, Dienstag 03. September 2013, VON RALF BITTNER

 




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Pilze pflücken leicht gemacht - Klaus Störmer führt durch das Wiehengebirge in Rödinghausen / Pilzkunde Jung und Alt
Eintrag vom: 03.09.2013


Kritischer Blick: Auch der Fachmann muss sich die Pilze ganz genau anschauen.
FOTOS: ANGELINA KUHLMANN

Rödinghausen. Ist der giftig oder kann man den essen? Mit dieser Frage im Kopf trafen sich Pilzfreunde und Interessierte am Sonntagmorgen in Rödinghausen. Am Haus des Gastes wartete schon Klaus Störmer, um die Teilnehmer durch die Pilzexkursion der Volkshochschule Herford zu führen.
"Die Bedeutung und Besonderheiten der heimischen Speise- und Giftpilze für unsere Tier- und Pflanzenwelt - aber auch für uns selbst", so lautete das Thema des Tages. Pilze pflücken? Nein, da widerspricht Klaus Störmer sofort. "Entweder man schneidet die Pilze ab oder man dreht sie aus dem Boden", sagt der 75-jährige Pilzsachverständige. So könne die Mykorrhiza, also die Pilzwurzel, bestehen bleiben.
Bevor es für die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Wald geht, gibt der Fachmann eine kurze Einführung. Denn die Welt der Pilze ist alles, aber nicht einfach. Alle Teilnehmer hören deshalb gut zu. Egal ob blutiger Anfänger oder schon fortgeschrittener Pilzsucher - es gibt immer was Neues zu lernen.
Zum Beispiel ist nicht jeder komisch aussehende Pilz ein giftiger und auch nicht jeder unbekömmliche Pilz ist gleich giftig oder tödlich. "Augen auf im Straßenverkehr", mahnt Störmer. Auch Bilder im Pilzratgeber könnten trügen. Je nach Witterung erscheine ein und der selbe Pilz anders.
Dann geht es für die die Teilnehmergruppe, bestehend aus allen Altersklassen, in das nahe gelegene Wiehengebirge. Dort darf sich jeder selber im Pilze- sammeln beweisen. Zwischenzeitlich ruft Klaus Störmer seine Gruppe zusammen. Jetzt werden die Funde kritisch betrachtet und noch Mal erklärt. Giftige Pilze zum Beispiel haben immer eine Art Manschette unter dem Hut. "Pilze, die an Bäumen wachsen, sollte man im Allgemeinen nicht essen, fügt der ehemalige Lehrer hinzu, als es ein an einem bewachsenen Baum vorbeigeht.
"Wir gehen jedes Jahr durch den Wald und sammeln Pilze. Jetzt lernen wir auch endlich Mal, was das für welche sind", sagt Bassem Kaawar, der mit Tochter Alia an der Wanderung teilnimmt, schmunzelnd. Auch das Ehepaar Luttermann möchte sich weiterbilden: "In eigener Regie haben wir uns Zuhause schon schlau gemacht, aber man muss sich ja wirklich ganz sicher sein, ob essbar oder nicht!".
Klaus Störmer steht seinen Teilnehmern während der drei- stündigen Wanderung mit Rat und Tat zur Seite. Seit 25 Jahren beschäftigt er sich mit der Pilzkunde und ist heute Pilzsachverständige.
"Alleine PSVs sind autorisiert, Ratsuchenden Erklärungen zu geben", sagt er. Denn gut ausgebildet will man sein bei den vielen Unterschieden und Besonderheiten. Besonders giftige Pilze erfordern eine gute Kenntnis. Am Ende der Exkursion sind die Körbe gut gefüllt und das ein oder andere Abendessen vielleicht schon gesichert.
Wer an weiteren Erkundigungen zum Thema Pilze interessiert ist, sollte die Website der Deutschen Mykologischen Gesellschaft besuchen. Die Adresse lautet:

http://www.dgfm-ev.de

© 2013 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Montag 02. September 2013, VON ANGELINA KUHLMANN




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Beteiligung an der Bundestagswahl - Unterstützung für funktionale Analphabeten
Eintrag vom: 28.08.2013

Die Bundestagswahl am 22. September ist für jeden Wahlberechtigten frei, gleich und geheim. So steht es im Grundgesetz. Doch wie sieht es in der Praxis für die funktionalen Analphabeten aus? Mindestens 12 % der 61,8 Millionen Wahlberechtigten können nicht ausreichend lesen und schreiben. Sie stehen vor einer wichtigen Entscheidung und haben einige Herausforderungen zu bewältigen: Wie kann ich mich informieren, um eine fundierte Wahlentscheidung zu treffen? Wie erschließe ich mir die Inhalte des Wahlzettels, damit ich das Kreuz an die richtige Stelle setze?

Unterstützung bieten zwei Internetseiten. Gemeinsam mit dem ARD-Wahlexperten und WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn hat der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e. V. leicht lesbare Wahlprüfsteine zu aktuellen Themen zur Bundestagswahl 2013 entwickelt, um Personen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten angemessen über die wahlentscheidenden Themen zu informieren. Auf www.ich-will-waehlen-gehen.de stellt der Deutsche Volkshochschul-Verband e. V. Lern- und Übungsmaterial zu Wahlverfahren und Wahlunterlagen zur Verfügung. Die Inhalte wurden durch den Bundeswahlleiter geprüft und autorisiert. Das Wahlverfahren wird in einfacher Sprache erklärt, so dass die Lernenden sich mit den Wahlunterlagen vertraut machen können. Alle Angebote sind mit Audiounterstützung ausgestattet.

Die VHS bittet Freunde, Bekannte und Verwandte von Menschen, die diese News nicht lesen können, um Weitergabe dieser Informationen.

Die nächsten Alphabetisierungskurse starten ab dem 2. Oktober in Herford (s. Kurse Nr. H21023A, H21033A und H21053A). In diesen Kursen können betroffene Menschen in entspannter Atmosphäre ihr Sprachwissen- und können erweitern und festigen.




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Wie kindgerecht sind Kinder-Apps .....
Eintrag vom: 27.08.2013

.... fragt bildungsklick.de

"Das Ergebnis: Kinder-Apps sind nicht in jedem Fall auch kinderfreundlich. 

Viele Entwickler und Anbieter solcher Apps müssen noch ihre Hausaufgaben machen und nachbessern.

Geprüft worden waren 32 kostenlose Apps, die sich speziell an Kinder richten. Eine wichtige Erkenntnis der Untersuchung: Wo kostenlos drauf steht, muss nicht kostenlos drin sein. In einigen Fällen hält der kostenlose Spielspaß nur wenige Minuten an, dann wird ein Kauf innerhalb der App, ein sogenannter In-App-Kauf, beinahe unumgänglich. Aber auch die in den laufenden Spielbetrieb integrierten Wartezeiten - in einem Fall von bis zu sieben Stunden - dienen augenscheinlich dazu, einen In-App-Kauf zu forcieren, schreiben die Verbraucherschützer. Denn der Zukauf von vermeintlich mehr Spielspaß werde den Kindern nicht schwer gemacht: Ein Klick - und schon erfolgt die Abrechnung über die Telefonrechnung oder die Prepaid-Karte des Smartphones. Dabei variiert die Höhe der Kaufpreise für einen In-App-Kauf zwischen wenigen Cent bis in den hohen zweistelligen Euro-Bereich."

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Hier ein Auszug unserer Angebote zum Thema "Medienkompetenz für Eltern & Kind":

H61587A Kinder und Eltern gemeinsam im Internet - Schau hin, was deine Kinder machen - und mach mit!
H61407A Facebook und Co. - Was machen unsere Kinder da eigentlich? - Informationsabend für Eltern
H61483A Cybermobbing - Schikane im Netz - Informationsabend für Eltern




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SEPA kommt - neuer Zahlungsverkehr ab Feb 2014
Eintrag vom: 26.08.2013

Vielleicht haben Sie schon davon gehört?! Vielleicht hat Ihre Bank oder ein Geschäftspartner, bei dem Sie einen Abbuchungsauftrag haben, schon darüber informiert?!

"Ab Februar 2014 gilt SEPA. Die Kontonummer und die Bankleitzahl werden "getauscht" gegen IBAN und BIC".

Und damit der Zahlungsverkehr für Sie als Verbraucher sicherer wird, müssen alle aktiven Lastschrifteinzüge in den kommenden Wochen in ein "SEPA-Mandat" überführt bzw. verändert werden.

Um Ihnen den größtmöglichen Service zu bieten, haben wir eine eigene SEPA-Infoseite erstellt.
Hier finden Sie alle wichtigen Infos zu SEPA, Info-Flyer in mehreren Sprachen (deutsch, türkisch, russisch) und das SEPA-Lastschriftmandat zum Ausfüllen.

Schauen Sie doch mal rein: http://vhs.bz/sepa




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Die neuen "Blauen Seiten" sind da
Eintrag vom: 19.08.2013

Nachdem Ende Juli die neuen Veranstaltungen schon im Netz veröffentlicht wurden, ist jetzt auch die gedruckte Version der "Blauen Seiten" da.

Heute angeliefert und schon ab morgen in der Hauptgeschäftsstelle (Münsterkichplatz 1) erhältlich. 
In den kommenden Tagen liegt das Jahresprogramm 13/14 dann auch in Rathäusern, Bibliotheken, Buchhandlungen, bei Banken und Sparkassen zum Mitnehmen aus.

Viel Spaß beim Stöbern .......




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Intensivkurse in Arabisch, Russisch und Spanisch
Eintrag vom: 07.08.2013

Im September können Sie Arabisch, Russisch oder Spanisch in intensiver Form an Ihrer Volkshochschule lernen. Bei erfahrenen Muttersprachlern erwerben Sie erste Grundlagen der jeweiligen Sprache und erfahren viel Wissenswertes über Land und Leute. Und wenn Sie Gefallen an der Sprache gefunden haben, können Sie gern direkt im Anschluss einen weiterführenden Kurs im Abendbereich besuchen.

Für die Intensivkurse können Sie auch Bildungsurlaub beantragen. Sie richten sich jedoch grundsätzlich an alle Interessierte.

Weitere Informationen finden Sie hier:




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„Die Anstrengung ist vergessen“
Eintrag vom: 05.08.2013

Teilnehmer der Werburger Kreativtage präsentieren zum Abschluss ihre Werke

Spenge (SN). Draußen vor der Werburg an einem schattigen Plätzchen oder zwischen dem alten Fachwerk der Scheune - das Spenger Denkmal hat elf Tage lang als künstlerische Hochburg gedient. Filigran zeichnen, grob meißeln oder bis zur Perfektion schleifen - das alles war bei den Werburger Kreativtagen möglich, die mit einer Ausstellung geendet haben.

 

Musikalischer Abschluss unter Bäumen: Die Trommelgruppe unter der
Leitung von Aik Hüllhorst (Mitte) präsentiert afrikanische Rhythmen,
bevor sich die Besucher die Ausstellung zu den Kreativtagen in der
Werburg-Scheune anschauen. Fotos: Julia Bernewasser

 

Claudia Groß hatte einen dicken und ziemlich langweilig aussehenden Stein vor sich. Ein Klotz, der darauf wartete, von ihr in eine neue Form gebracht zu werden. Aber wie? Einfach drauflos meißeln? "Ich hatte eine Idee, aber brauchte Hilfe, sie umzusetzen", sagte Claudia Groß. Die bekam sie von Kursleiterin und Bildhauerin Tina Tacke. Sie gab auch Tipps zum Umgang mit dem Werkzeug. Von dem Ergebnis - einer Löwentränke aus Sandstein - ist Claudia Groß selbst überrascht. "Die Arbeit war körperlich schon anstrengend. Sie ist nicht zu unterschätzen. Wenn ich das Objekt jetzt aber hier sehe, ist das alles vergessen", meinte sie.
Da Claudia Groß ihren Urlaub kreativ gestalten wollte, belegte sie auch noch einen Kurs zum Thema Holz bei dem Künstler Sergej Poweliza. "Hier ist ein wunderbares Flair, ein toller Ort und nette Leute. Auch bei schlechterem Wetter hätte alles gepasst", sagte Claudia Groß aus Melle. Für die Teilnehmer, die sich ans Bronzegießen gewagt hatten, hätte es draußen sehr viel kühler sein können. In Schutzkleidung eingepackt, setzten sie sich der mehr als 1000 Grad heißen Bronze aus.
"Diesen Kurs haben wir zum ersten Mal angeboten und er war ein Höhepunkt der Kreativtage", erklärte Ulrike Koebke, Fachbereichsleiterin Kultur und Gestalten der Volkshochschule (VHS) Herford. Elf Kurse hatte die VHS in den vergangenen zwei Wochen an der Werburg angeboten. Zeichnen, Filzen, Malen mit Pastellkreide und Weidenflechten gehörten zum Programm. Ulrike Koebke findet auch nach sechs Jahren, dass die Werburg ein passender Ort für die Kreativtage ist.
"Auf dem Gelände können mehrere Kurse prima gleichzeitig stattfinden. In den vergangenen Jahren ist die Teilnehmerzahl gestiegen, weil sich die Angebote herumgesprochen haben", sagte Koebke. Bürgermeister Bernd Dumcke freute sich bei der Ausstellung darüber, dass die Werburg auf diese Art mit Leben gefüllt werde. Vor allem rhythmisch ging es beim Auftritt der Percussion-Gruppe zu. Sie trommelte unter Anleitung von Aik Hüllhorst und präsentierte den Besuchern Klänge aus Senegal und Guinea, die sie am Vormittag eingeübt hatte.
Margaret Meinschäfer, die mit Holz experimentiert hatte, wünscht sich noch mehr kreative Angebote an der Werburg. Ihr Vorschlag: "Eine Holzwerkstatt oder ein offenes Atelier wären in diesem Ambiente wunderbar."

 

  

Die Werburger Kreativtage haben jedem etwas geboten. Kerstin Jeske
hat Landschaftsbilder mit Pastellkreide gemalt.                

 

Claudia Groß, Birgit Kleine, Gustav Bohrenkämper, Adelheid Kreher und
Anette Böckstiegel (von links) haben den Steinbildhauerei-Kurs besucht.

 

© 2013 Westfalen-Blatt, Spenger Nachrichten, Montag 05. August 2013, Julia Bernewasser




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„Der Fantasie kann ich hier freien Lauf lassen“
Eintrag vom: 05.08.2013

Gelungener Abschluss der Werburger Kreativtage / Elf Workshops mit insgesamt 75 Teilnehmern

Arbeiten aus Stein: Birgit Kleine, Gustav Bohrenkämper, Adelheid Kleiher, Anette
Böckstiegel (v. l.) und Birgit Kleine(vorne) präsentieren die Ergebnisse des
Bildhauerworkshops. Foto: Gina Wilke


Spenge (gin). Trommellaute ertönen schon von weitem. In einem Halbkreis sitzen Männer und Frauen und eröffnen die Abschluss-Ausstellung der 8. Werburger Kreativ-Tage in Spenge mit lauten Rhythmen auf afrikanischen Trommeln. "Es macht unglaublichen Spaß, auf Trommeln Musik zu machen. Meine Frau und ich haben die Gelegenheit genutzt, unter Anleitung Inspiration zu finden. Jetzt haben wir den Plan, mit Hilfe des Gruppenleiters eine Trommelgruppe wieder auferstehen zu lassen", erzählt Ralf Juntorius, Teilnehmer des Trommel-Workshops.
Die 75 Teilnehmer der diesjährigen Kreativ-Tage sind begeistert von den Ergebnissen, die nach intensiver Arbeit entstanden sind. Ob aus Filz oder Stein, Holz oder Bronze - die erarbeiteten Kunstwerke finden begeisterte Aufmerksamkeit von den Besuchern.
"Leider konnte ich aus zeitlichen Gründen nicht an den Kreativ-Tagen teilnehmen", sagt Rainer Wortmann, der durch das Betrachten der Holz- und Steinarbeiten allerdings inspiriert wurde, nächstes Jahr an einem Workshop teilzunehmen. Auch Erika Hille, Teilnehmerin des Aquarellkurses, freut sich über das Angebot der Volkshochschule und der Stadt Spenge. "Einfach der Fantasie freien Lauf lassen und alles ausprobieren, wozu ich Lust habe, ist toll. Nach solchen Workshops male ich auch Zuhause viel und probiere einfach vieles selber aus." Das Ambiente an der Werburg lockt nicht nur Spenger Teilnehmer an, auch Ines Quernheim aus Bünde präsentiert stolz ihre angefertigten Zeichnungen.
Bürgermeister Bernd Dumcke beobachtet aufmerksam die Geschehnisse an der Werburg. "Die Stadt Spenge ist stolz auf die vielen engagierten Menschen, die die Veranstaltung erneut ermöglicht haben", berichtet er. In diesem Jahr wurden zwei Workshops mit neuen Themen angeboten: das Zeichnen und das Bronzegießen. Besonders die erstmalig angebotenen Kurse wurden von den Teilnehmern gut angenommen.
Die Trommeln verladen, Bronze- und Steinskulpturen verstaut und viel Sonne getankt: Die Ausstellung neigt sich dem Ende. Voll Kreativität gehen Teilnehmer und Besucher nach Hause und freuen sich schon jetzt auf die Werburger Kreativ-Tage im nächsten Jahr.

Info

Nur wenige Männer

  • Seit 2008 finden jedes Jahr in den Sommerferien zwei Wochen lang die Werburger Kreativ-Tage statt, die in Zusammenarbeit der Volkshochschule Herford und der Stadt Spenge zustande kommen.
  • Dieses Jahr gab es elf verschieden Workshops.
  • Von den 75 Teilnehmern sind die wenigsten Männer. Für nächstes Jahr wird angestrebt, auch Männer zu ermutigen, ihre Kreativität einzubringen.

 

© 2013 Neue Westfälische, 10 - Enger-Spenge, Montag 05. August 2013, Gina Wilke




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Bronze-Gießen nur mit Schutzbrille - Werburger Kreativtage: Künstler arbeiten mit 1050 Grad heißem Metall
Eintrag vom: 29.07.2013


Ganz vorsichtig lässt Brigitte Birkenstock die heiße Bronzemasse in die Form fließen. Zu langsam darf sie dabei aber nicht sein, da sich die Bronze sonst nicht gleichmäßig verteilt. Zum ersten Mal hat es einen solchen Kurs bei den Werburger Kreativtagen gegeben.Fotos: Tismer

Spenge(SN). Sich ganz der Kunst hingeben - das können die Teilnehmer der Werburger Kreativtage derzeit ausgiebig tun. Am Wochenende haben sie sich an die Pastellmalerei, die Steinbildhauerei und erstmals auch an das Bronzegießen herangewagt. Entstanden sind dabei beeindruckende Werke, die am kommenden Freitag gemeinsam mit anderen Ergebnissen der Kreativtage präsentiert werden. Zum ersten Mal werden Interessierte dann in Bronze gegossene Objekte sehen können.
"Kim Blöß, die den Kurs anbietet, ist extra aus Mecklenburg-Vorpommern angereist", erläuterte Ulrike Koebke. Die gewünschten Objekte werden zunächst aus Ton erstellt. "Anschließend werden sie in eine Masse aus Rotsand und Öl gelegt", erklärte Kursteilnehmerin Martina Arlt.
Erst nach diesen aufwendigen Arbeiten wurde die Bronzemasse als eigentliches Material eingesetzt. "Sie muss zunächst auf 1050 Grad erhitzt werden", sagte Koebke. Ausgestattet mit einer Lederschürze, Sicherheitshandschuhen, Helm und Brille konnte sie dann in die vorgefertigten Formen gegossen werden. Japanische Schriftzeichen, Wappen, Engel oder Tiere wurden so in Bronze gegossen. "Ich erstelle ein Wappen für mein Büro", erklärte zum Beispiel Architektin Anja Uphaus. Ein ganz anderes Ziel hatte Gustav Bohrenkämper, der an dem Kurs für Steinbildhauerei teilnahm:
"Meine Frau hat mich hier angemeldet, weil sie noch etwas Schönes für den Garten brauchte", erläuterte er. Ein steinerner Kopf war das Ergebnis, über das er sich auch selber freute. "Es macht wirklich viel Spaß", sagte er. Etwas "Entspannung und Zeit, um auf andere Gedanken zu kommen" waren die Ziele von Adelheid Kreher, die sich ebenfalls an ein steinernes Objekt heran gewagt hatte. Vor 13 Jahren hatte sie sich dieser Art der Kunst schon einmal gewidmet und nun erneut Freude daran gefunden.
Gil Gonzales, die zum ersten Mal an den Kreativtagen an der Werburg teilnahm, war von der netten Atmosphäre begeistert. "Man kann schön entspannt arbeiten", sagte sie, während sie ein Bild mit Pastellkreiden gestaltete. Schon zum dritten Mal war dagegen Petra Ellersiek dabei: "Ich genieße es, dass ich hier viele Tipps bekomme", sagte sie.
Die Kreativtage sind ein Angebot der Volkshochschule.

HK, Ausgabe Spenge, Artikel vom 29.07.2013 ,von  Annika Tismer




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Farbige Vielfalt am Kurhaus - Künstlerin Monika Müller präsentierte Werke
Eintrag vom: 29.07.2013

Seit 1978 gibt Monika Müller Kurse in Acryl- und Seidenmalerei
an der VHS Herford. Ihre eigenen Werke und die ihrer
Schüler zeigte sie am Kurhaus Wilmsmeier. (Foto NW)

Steine, Pappe, Leinwände: Bei der Acrylmalerei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Eben diese Vielfalt schätzt die Künstlerin Monika Müller an der beliebten Farbe. Ihre eigenen Werke und die ihrer Schüler präsentierte sie zum dritten Mal in diesem Jahr am Kurhaus Wilmsmeier in Randringhausen.
Nicht nur den Acrylfarben, auch der Seidenmalerei hat sich die Künstlerin verschrieben. Ihr Wissen gibt sie regelmäßig in Volkshochschulkursen an Schüler aller Altersgruppen weiter. Auch Menschen, die an der Krankheit Multiple Sklerose leiden, sind unter ihren Schülern. "Diese Teilnehmer genießen besonders das Gemeinschaftserlebnis. Außerdem tut ihnen die Bewegung der Hände gut", sagt Müller.
Seit 1978 gibt die Künstlerin Kurse an der Volkshochschule im Kreis Herford. Angefangen hat sie mit Makramee, später kam sie durch Zufall zu der Seidenmalerei. Besonders die feinen Farben schätzt die Malerin an dieser Kunst, mit der sie unter anderem Krawatten, Tücher und Kissen verziert. Bei ihrer Malerei experimentiert Müller gerne mit Motiven und Farbspielen. Auch unterschiedliche Materialien kommen bei ihr in verschiedenen Formen zum Einsatz. "Gerade bei der Acrylmalerei muss man nicht immer eine Leinwand verwenden", findet Müller. Wer sich für die Werke der heimischen Künstlerin interessiert, hat die Gelegenheit dazu bei Müllers nächster Ausstellung am Kurhaus Wilmsmeier. Diese findet am 25. August von 11 bis 18 Uhr in der Chormuschel an der Terrasse des Kurhauses statt.

© 2013 Neue Westfälische, 11 - Bünde, Montag 29. Juli 2013, Bünde (cs)


 




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Pappnasen und Tatzenhiebe - Ferienspiele an der Wilhelm-Oberhaus-Schule
Eintrag vom: 29.07.2013

 An der Wilhelm-Oberhaus-Schule hieß es für 26 Kinder "Manege frei" bei den von Anja Fahrnow (l. im gestreiften
Shirt) organisierten Ferienspielen. FOTO: HEITHOLT

Herford. Nach Ferien hört sich das nicht an: Um acht Uhr morgens ging es in der Wilhelm-Oberhaus-Schule am vergangenen Montag schon wieder los. Das schreckte 26 Kinder aber nicht - im Gegenteil: Eine Woche lang tauchten sie mit Begeisterung in die Welt der Zirkusleute ein.
Anja Fahrnow hat die Ferienspiele in der ersten Ferienwoche an der Grundschule am Wilhelmsplatz für die Volkshochschule und die Stadt Herford organisiert. "Manege frei - Kinder machen Zirkus" lautete das Motto, und die Kinder nahmen es wörtlich. Ob Jonglage, Akrobatik oder Zauberei, alles probierten sie aus. Als Fakire wagten sie sogar den Lauf über Glasscherben - und überstanden ihn standesgemäß ohne Blessuren. "Es waren natürlich ungefährliche, stumpfe Scherben", sagt Anja Fahrnow.
Am Mittwoch brach der Zirkustross zur Feldforschung in den Osnabrücker Zoo auf, schließlich musste das tierische Personal des Zirkus' in echt studiert werden. Löwen, und Tiger wurden genau unter die Lupe genommen, damit später Katzen und Dompteure jeden Tatzenhieb kannten.
Die achtjährige Alina hatte ihre Rolle schnell gefunden: "Etwas Besonderes." Als Tigerbaby fauchte sie zaghaft inmitten der Löwenfamilie. "Ich habe auch eine Katze." Falko und Louis hatten sich etwas größere Tiere ausgesucht: Mit Pony und Federschmuck galoppierten sie als Pferde durch die Manege.
Einmal entschieden, bastelten die Kinder emsig an ihren Kostümen, bemalten Pappnasen und Löwengesichter und studierten eifrig ihre Nummern ein. Am Freitag war es dann soweit: Vor versammelter Elternschaft zogen die jungen Zirkusleute ein und es hieß: "Manege frei."

© 2013 Neue Westfälische, 09 - Herford, Samstag 27. Juli 2013, von Ulrike Heitholt


 




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Kunst mit dem Knüpfel - Werburger Kreativtage locken in diesem Jahr wieder zahlreiche Teilnehmer nach Spenge
Eintrag vom: 29.07.2013

 Mit einem Knüpfel aus Holz und einem Spitzeisen bearbeitet Claudia Groß den groben Sandstein vor ihr.  Auch Anette Böckstiegel
(hinten) bringt ihren Stein in Form. Allerdings nutzt sie dafür einen Fäustel, eine Art Hammer aus Metall. FOTOS: MAREIKE PATOCK


Spenge. Mit dem Fäustel schlägt Anette Böckstiegel drei,- viermal kräftig gegen das Spitzeisen. Das bohrt sich in den weichen Sandstein vor ihr. Steinsplitter springen in alle Himmelsrichtungen davon. Zurück bleibt eine kleine Kerbe im Stein. Bei den Werburger Kreativtagen versucht sich Anette Böckstiegel im Steinbildhauern. Eine völlig neue Erfahrung für die Engeranerin: "Ich habe das noch nie gemacht, wollte es aber gerne mal ausprobieren."
Auch in diesem Jahr können die Teilnehmer bei den Kreativtagen wieder in unterschiedlichen Kursen die Facetten der Kunst entdecken. Sie können zeichnen und filzen, Mosaike legen, mit Pastellkreide malen oder Schönes aus Weiden flechten.
Was aus ihrem grob behauenen Sandstein nach dem dreitägigen Kursus bei Bildhauerin Tina Tacke geworden sein wird, vermag Anette Böckstiegel noch nicht recht einzuschätzen. "Ich überlege noch, ob ich etwas Abstraktes oder doch ein Gesicht daraus machen soll", sagt sie.
Claudia Groß aus Melle hat dagegen schon eine ganz konkrete Vorstellung. Der grobe Steinklotz vor ihr soll einmal eine Schale mit einem Löwenkopf werden. Aber auch sie muss mit dem Material erst mal experimentieren, denn Steinbildhauern ist auch für Claudia Groß Neuland.
Sollte ihr Löwe später nicht ganz die gewünschte Form haben, ist das für die Mellerin allerdings kein Problem: "Ich hole das aus dem Stein raus, was er hergibt."
Auch dass sie das Spitzeisen mal falsch ansetzen und den Stein dadurch verformen könnte, bereitet ihr kein Kopfzerbrechen. "Das ist wie mit der Rechtschreibung", sagt Claudia Groß und lacht: "Irgendwie ist doch alles richtig."
Adelheid Kreher hat schon ein bisschen mehr Erfahrung mit dem Material und hat die Besonderheiten ihres Steins schnell im Blick. "Das hier könnte doch zum Beispiel eine Nase sein", sagt sie und zeigt auf eine hervorstechende Spitze.
Die Arbeit mit dem Stein sei für sie Entspannung. Dabei könne sie die Gedanken richtig schweifen lassen und den Kopf frei bekommen.
Während hinter der Scheune eifrig gehämmert wird, hat Lena den Sommer auf Papier gebannt - zumindest seine Blüten und Blätter. Gemeinsam mit anderen Kindern besucht die Zehnjährige den Ferienmalkurs von Christine Sordel-Brockmann.
"Ich habe Blätter gesammelt, sie mit Wasserfarbe bemalt und sie dann auf das weiße Papier gedrückt", berichtet Lena. Herausgekommen ist ein bunter Pflanzendruck.
Schon das dritte Mal ist die neunjährige Joleen bei den Werburger Kreativtagen dabei. Das Experimentieren mit Formen und Farben macht ihr viel Spaß: "Ich finde es toll, dass man hier viele Sachen ausprobieren kann."

© 2013 Neue Westfälische, 10 - Enger-Spenge, Samstag 27. Juli 2013, VON MAREIKE PATOCK




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Aus Stein wird Kunst
Eintrag vom: 26.07.2013

Engeraner Bildhauerin Tina Tacke bietet Kursus bei den Werburger Kreativtagen an

Intensiver Prozess: Mit einem Knüpfel und einem Spitzeisen bearbeitet Bildhauerin Tina Tacke ihre Sandstein-Figur "Die Eulenfrau". In ihrem Atelier bewahrt sie vieleweitere Skulpturen auf. FOTO: STEFANIE BOSS

Enger/Spenge. "Es ist meine Sprache, meine Art und Weise, etwas auszudrücken. So wie der Schriftsteller, der schreibt, oder der Musiker, der musiziert, habe ich meine Figuren, denen ich Gesichtsausdrücke, Körperhaltungen gebe", sagt Tina Tacke über ihren Beruf und ihre Berufung: die Bildhauerei und das Modellieren. Am Wochenende gibt sie einen Workshop anlässlich der Werburger Kreativtage.
Die Bildhauerei mache sie eher nach Aufträgen, das Modellieren mehr nach eigenen Ideen, sagt die Künstlerin, die in Enger wohnt und in Bielefeld ihr Atelier hat. Der Unterschied: "Bei der Bildhauerei arbeite ich mit Baumberger Sandstein und haue den Stein von außen nach innen. Beim Modellieren kommen Stuckgips und Ton zum Einsatz und ich arbeite gewissermaßen von innen nach außen." In ihrem Workshop bei den Werburger Kreativtagen soll aber nur die Bildhauerei Thema sein.
"Er richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen." Zunächst will Tina Tacke den Teilnehmern dabei das Material näherbringen: "Der Sandstein ist auch für Anfänger gut geeignet. Dadurch, dass er ziemlich weich ist, kann er schnell bearbeitet werden - wir wollen ja an dem Wochenende schon Ergebnisse sehen." Dann wird sie die Teilnehmer mit den Werkzeugen vertraut machen. Denn das sei wichtig: "Wenn man Fäustel oder Knüpfel, Spitz- oder Zahneisen falsch handhabt, kann das zu Gelenkproblemen führen."
Natürlich hilft die Künstlerin auch bei der Ideenfindung: "Ob sie figürlich oder abstrakt arbeiten wollen, ich stehe allen mit meinem Wissen zur Seite, sage den Teilnehmern zum Beispiel, ob das, was sie sich vorstellen, in dem Stein überhaupt drinsteckt." Denn aus einem eher flachen Stein könne keine Kugel geformt werden.
Sie selbst bevorzugt die figürliche Bildhauerei. "Da kann ich durch das Vereinfachen und Abstrahieren viel bewirken", sagt sie und erklärt dies an einer Figur, die den Körper einer Frau und einen Kopf fast in Form eines Eis hat. "Der Gesichtsausdruck ist minimal, die Hand wie ein Relief am Körper dargestellt. Trotzdem kann ich durch die Mimik und Körperhaltung viel ausdrücken."
Zu ihrer Berufung hat die Künstlerin während ihres Studiums gefunden. "Ich habe eigentlich Grafik studiert, mein damaliger Professor, Richard Heß aus Berlin, hat aber auch einigen ausgewählten Studenten Kurse in Bildhauerei und Malerei gegeben." Seit ihrem Abschluss im Jahr 1990 hat sie nicht als Grafikerin, sondern nur als Künstlerin gearbeitet, stellt ihre Werke aus, veranstaltet Workshops und erfüllt Auftragsarbeiten.

© 2013 Neue Westfälische, 10 - Enger-Spenge, Von Stefanie Boss, Mittwoch 24. Juli 2013




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Schnelligkeit ist kein Kriterium
Eintrag vom: 24.07.2013

Werburger Kreativtage gestern eröffnet - Zeichnen und Filzen bilden den Auftakt
Spenge (SN). "Das Gehirn hat nicht gerne komplizierte Sachen. Sie müssen deshalb langsamer zeichnen, als eine Schnecke kriecht." Mit Hinweisen wie diesen hat Doro Köster gestern zum Auftakt der Werburger Kreativtage 2013 neun Interessierten das Zeichnen beigebracht.


Doro Köster bringt ihren Kursteilnehmern das Zeichnen bei. Das auf den Kopf gestellte Fahrrad dient
als Anschauungsmaterial. Die Speichen vermitteln den Eindruck von Linien und Krümmungen, um
sie aufs Papier zu bringen. FOTO: Gerhard Hülsegge, Westfalen-Blatt


"Zeichnen kann ich nicht" sagen allenthalben viele Menschen über sich selbst. "Wetten, dass", sagt Doro Köster. Und hat in der Werburg-Scheune ein Fahrrad auf den Kopf gestellt. Die jungen wie älteren Kursteilnehmer sollen Ausschnitte, Linien, Krümmungen erfassen und am Schluss zu einer Bildserie zusammenführen. Dazu werden auch noch farbige Hintergründe erstellt.

"Für das Zeichnen