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Equal Pay Day in der VHS im Kreis Herford
Eintrag vom: 23.03.2015

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Ella Kraft von der Gleichstellungsstelle (l.) und Autorin Dagmar Hühne. Foto: Privat

Faire Entlohnung für Frauen gefordert

Kreis Herford (nw). Am Equal Pay Day am 19. März kamen auf Einladung der VHS im Kreis Herford Frauen aus dem gesamten Kreisgebiet zusammen, um mit Autorin DAgmar Hühne über Arbeitsmarktpolitik zu sprechen.

Angesichts düsterer Zukunftsaussichten fragten sich die Besucherinnen, warum sie für eine niedrige Rente überhaupt noch arbeiten. Bei dem Zusammentreffen wurde von den Besucherinnen angemerkt, dass in den vergangenen Jahren besonders die Lobbyarbeit der Arbeitgeber bei der Politik dafür gesorgt habe, dass im Rahmen der "Neuen sozialen Marktwirtschaft" die Löhne und auch die Arbeitgeberbeiträge gesunken seien.

Eine Besucherin stellte fest, dass kein Land in Europa so schlecht mit Geringverdienenden umgehe wie Deutschland. Dass es auch anders geht, beweise der Blick zu unseren niederländischen Nachbarn. Dort gebe es schon seit den 1950er-Jahren eine umlagefinanzierte Grundrente und kapitalgedeckte Pensionsfonds, die vor Armut im Alter schützen. In den skandinavischen Ländern ist es ähnlich. An Ideen fehle es also nicht.

© 2015 Neue Westfälische 09 - Herford, Montag 23. März 2015




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VHS-Vortrag: "Mit der Mütterrente in die Altersarmut"
Eintrag vom: 19.03.2015

Mit Equal-Pay-Day-Fahne: Gleichstellungsbeauftragte Karola Althoff Schröder und Bürgermeister Tim Kähler.
© 2015 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 19. März 2015

Gegen die schlechtere Bezahlung von Frauen
Equal Pay Day am kommenden Freitag


Herford (nw). Über Geld spricht man nicht, und wer es tut, stört den Betriebsfrieden: Um das Tabuthema Verdienst dreht sich der Equal Pay Day am Freitag, 20. März.

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 22 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 79 Tage. Das heißt, dass Frauen in Deutschland 79 Tage länger arbeiten müssen, um das gleiche Entgelt von Männern zu erreichen. Transparente Bewertungsverfahren und Vergütungsstrukturen in Unternehmen sind die zentrale Voraussetzung, um die Lohnlücke von 22 Prozent zwischen den Geschlechtern zu schließen. Nur wenn Frauen und Männer gleichermaßen wissen, was innerhalb ihres Unternehmens oder ihrer Branche in vergleichbarer Position verdient wird, können sie die eigenen Gehaltsforderungen überzeugend vertreten. Zudem müssen Arbeitgeber dann die Gehaltsunterschiede begründen.

Um öffentlich auf diese Lohnlücke zwischen den Geschlechtern hinzuweisen, wehen die Equal-Pay-Day-Fahnen am Herforder Rathaus. "Ich bin schon immer der Auffassung gewesen, dass für die gleiche Arbeit auch der gleiche Lohn entrichtet werden muss", sagt Bürgermeister Tim Kähler.

 Das Netzwerk Frauen & Arbeitspolitik im Kreis Herford bietet darüber hinaus eine zentrale Veranstaltung unter dem Thema: "Mit der Mütterrente in die Altersarmut" am Donnerstag, 19. März, um 19 Uhr in der VHS Herford an.

© 2015 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 19. März 2015



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Vorstudium der Volkshochschule ein Erfolg / Fortsetzung folgt
Eintrag vom: 19.03.2015

Mathe lernen mit "Prof. Youtube"

Kreis Herford (fm). Der Bielefelder Fachhochschul-Professor Jörn Loviscach ist ein Star im Internet. Seine Mathematik-Vorlesungen werden bei Youtube millionenfach geklickt. Dabei sind im Bild nur die begleitenden Skizzen in ihrer Entstehung zu sehen. "Prof. Youtube" spricht dazu im Hintergrund, wiederholt sich auch aufmunternd, wenn er Schwierigkeiten im Verständnis vermutet.

So eingängig Loviscachs Internet-Vorlesungen auch sind - der Dozent wünscht sich, dass neue Studenten mit deutlich mehr Vorkenntnissen an die Hochschule kommen. Daher unterstützt er gern das Projekt "Vorstudium OWL" der Volkshochschule im Kreis Herford, das besonders Studienanfängern ohne Abitur oder nach mehrjähriger Berufstätigkeit in Mathematik, Englisch und Deutsch hilft, sich in kleinen Gruppen auf Zugangsprüfungen und die Aneignung von Basiskompetenzen vorzubereiten.

Seit Ende 2014 bietet die heimische VHS das Vorstudium an. Obwohl an anderen Orten ähnliche Versuche gescheitert sind, kann VHS-Leiterin Monika Schwidde für Herford von einem Erfolg sprechen. Insbesondere für Mathematik nehmen Teilnehmer, die berufsbegleitend lernen, weite Anfahrtswege und Abend- und Wochenendtermine in Kauf, freuen sich Dozent Daniel Warner und Fachbereichsleiterin Helga Lütkefend.

Auch "Vorstudentin" Janine Kröning aus Bielefeld ist zufrieden mit ihrem Lernerfolg: "Es hat sich erst gar keine Blockade gegen Mathe aufgebaut." Sie ist in einem festen Beschäftigungsverhältnis und möchte an einer Fernuni neben bei studieren. Dass sie Nachholbedarf in Mathe hatte, wusste sie "aus einem Bauchgefühl". Im Herbst setzt die VHS ihr Angebot fort.

Foto oben: VHS im Kreis Herford

http://vorstudium-owl.de/

Hit im Internet: Jörn Loviscach (links) zeichnet seine in der Vorlesung

entstehenden Formel-Skizzen mit einem Touchscreen-Bildschirm auf
und stellt sie als Film ins Netz. Daniel Warner, Monika Schwidde, Helga
Lütkefend und Janine Kröning sind angetan. FOTO: KIEL-STEINKAMP


© 2015 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 19. März 2015



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Mitglieder des Heimatvereins Bardüttingdorf begeben sich mit der VHS auf digitale Schatzsuche
Eintrag vom: 12.03.2015

Seminarleiter Frank Wittemeier ist gut vorbereitet: Auf einem Zettel sind
die Koordinaten vermerkt, anhand derer die Seminar-Teilnehmer bei
der digitalen Schnitzeljagd die Verstecke mit Hilfe von GPS-Geräten in
der Natur auffinden sollen. Foto: Peter Haeublein

Dem Cache auf der Spur

Spenge(SN). Dass eine Schnitzeljagd nicht nur etwas für Kinder ist, haben jetzt die Teilnehmer eines Geocaching-Kurses des Heimatvereins Bardüttingdorf erfahren. Begeistert waren Kinder und Erwachsene mit Hilfe von Koordinaten auf der Jagd nach geheimen Verstecken.

Von Peter Haeublein

Anke Fuchs hatte zu dem Seminar "Geocaching - was ist das?" eingeladen. Dafür konnte die Vorsitzende des Heimatvereins Bardüttingdorf den VHS-Seminarleiter Frank Wittemeier aus Vlotho begrüßen. Der wies auch sogleich in das Thema ein, denn allgemein konnten sich die Teilnehmer nichts Konkretes unter dem Begriff Geocaching vorstellen. Zwar hatten die Kinder den Begriff schonmal gehört und auch einige Erwachsene hatten eine vage Vorstellung davon.

"Geocaching muss man sich wie eine moderne Schnitzeljagd via Satellit vorstellen", erklärte Wittemeier. Dabei wird ein so genannter Cache (englisch für "geheimes Lager") mittels angegebener Koordinaten gesucht. Ein Cache kann eine Parkbank oder ein Baum sein, oder eine Lücke in einer Hecke, ein bestimmter Zaunpfahl oder irgendetwas anderes in der Natur, wo jemand zuvor etwas versteckt hat. Das versteckte Utensil kann zum Beispiel ein Zettel eingewickelt in einer Plastikfolie sein, auf dem die Koordinaten für das nächste Versteck verzeichnet sind.

Um das gesuchte Versteck zu orten, wird ein Globales Positionsbestimmungs-System (GPS) genutzt.

Diese digitale Schnitzeljagd mittels GPS erfreue sich weltweit großer Beliebtheit, sagte Frank Wittemeier. Alles, was man dafür benötigt, sind ein Computer, ein GPS-Gerät und - seit einiger Zeit besonders gut - ein Smartphone. Im Internet können Geocacher sich die Koordinaten für die versteckten Caches heraussuchen und dann in der Natur auf die Suche gehen. Der GPS-Empfänger bestimmt die Position der Caches anhand der Signale der GPS-Satelliten, ähnlich wie Navigationsgeräte im Auto. Smartphones haben alle einen integrierten GPS-Empfänger. Um das Handy für die digitale Schnitzeljagd nutzen zu können, wird jedoch eine zusätzliche Software benötigt.

Zu finden gibt es unterschiedliche Arten von Caches: »Nanocaches sollten so klein wie möglich sein. In die Gruppe ›Micro‹ fallen zum Beispiel Filmdosen. Small (klein) sind Caches von der Größe zwischen einer Film- und einer Butterbrotdose«, erklärte Wittemeier. Große Caches sind größer als zwei Meter und gehen bis hin zu Schränken und ganzen Räumen. Geocaching sei eine interessante Art, sich auf Wanderungen nebenbei noch mit einer kleinen Schatzsuche zu beschäftigen, so Wittemeier. Dafür müssen sich die Schatzjäger auf einer speziellen Internetplattform anmelden, um überhaupt Zugang zu den Koordinaten zu bekommen. Für eine erfolgreiche Tour ist eine Ausrüstung notwendig, zu der auch eine gute Planung am Computer gehört. "Zuvor sollte nämlich eine Karte ausgedruckt werden, um sich im Gelände orientieren zu können. Die Karte muss auf das GPS-Gerät übertragen werden. Außerdem empfiehlt Frank Wittemeier, im Gelände immer auf die eigene Sicherheit zu achten. Fremde Grundstücke sollen nicht betreten werden, und es muss Rücksicht auf Natur und andere Menschen genommen werden", so der Seminarleiter.

Nach der Einführung fiel der Blick auf die Karte der Region von Spenge, dem Kreis Herford und Ostwestfalen-Lippe: Zwei versteckte Caches waren im Raum Bardüttingdorf vermerkt, in Spenge waren es schon deutlich mehr und über OWL zeigte sich eine kaum mehr zählbare Menge von platzierten Caches. Kein Wunder, wird Geocaching doch schon seit etwa 15 Jahren weltweit gespielt. So kommen jährlich von den Freunden der digitalen Schnitzeljagd immer weitere Caches hinzu.

Das erste Erfolgserlebnis der Seminarteilnehmer ließ nicht lange auf sich warten: In Bardüttingdorf machten sie sich mit GPS-Geräten und Smartphones auf die Suche nach den verborgenen Schätzen. Dank der guten Einweisung durch Wittemeier und der gut funktionierenden Geräte konnten die Teilnehmer die Verstecke während ihrer Wanderung schnell aufstöbern: Hannah Schliemann blieb mit ihrem Smartphone exakt auf Kurs und führte die Gruppe an den Rand des Sportplatzes Westerland-Stadion. Gut 45 Minuten später war schon das zweite Ziel am alten Trafogebäude an der Düttingdorfer Straße gefunden. Die Seminarteilnehmer waren sich einig: Geocaching kennen zu lernen, war eine eine tolle Idee.


HK Enger-Spenge (SN), 10.03.2015

Interessierte haben die Möglichkeit, Veranstaltungen bei der Volkshochschule im Kreis Herford als "individuellen" Kurs zu buchen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Mark Stocksmeyer. Sie erreichen ihn unter Telefon: 05221 / 5905-17 oder stocksmeyer@vhsimkreisherford.de.




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Vorstudium OWL: Fachhochschulprofessor Dr. Jörn Loviscach stattet dem Mathe-Kurs einen Besuch ab
Eintrag vom: 03.03.2015

Die Teilnehmer des Mathematik-Zusatzmoduls http://vhs.bz/mq6f4 freuten sich über den prominenten Besuch aus der Fachhochschule Bielefeld, der sich vor Ort ein Bild vom Kursgeschehen in "seinem" Fach Mathematik machen wollte. Gemeinsam mit der FH Bielefeld hat die VHS im Kreis Herford im Sommer letzten Jahres das Vorstudium OWL auf den Weg gebracht, unterstützt auch durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Herford. http://vorstudium-owl.de/
Dr. Jörn Loviscach ist Professor für Ingenieurmathematik und technische Informatik an der Fachhochschule Bielefeld sowie ehemaliger stellvertretender Chefredakteur der Computer-Zeitschrift c’t.
Bekanntheit erlangte er unter anderem dadurch, dass er seine gefilmten Vorlesungen auf dem Videoportal YouTube zur Verfügung stellt und diese Aufzeichnungen in seinen Unterricht integriert. Zu seinen Lehrkonzepten zählt auch die Unterrichtsmethode des inverted teaching. Der Kanal von Jörn Loviscach hat mittlerweile eine Zugriffszahl von knapp 17 Millionen Aufrufen und über 44.000 Abonnenten.
Im Kurs sprach Prof. Loviscach auch über die Defizite im Schul- und Hochschulsystem. Er konnte sich überzeugen, dass der Kurs unter professioneller Leitung von Daniel Warner diese zukünftigen Studenten für das Fach Mathematik auf einen guten Weg bringt! Prof. Loviscach nahm bei den Teilnehmenden ein deutlich anderes Arbeitsverhalten als bei den allermeisten Studierenden wahr und prognostizierte, dass sie damit das Studium hervorragend schaffen könnten. Insgesamt war der Besuch des bekannten Professors eine Ermutigung und Bestätigung für die Teilnehmenden, sich gut vorzubereiten, bevor sie ein Studium aufnehmen.

 



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Keywords: Loviscach; Vorstudium OWL, Mathematik

Brennpunkt Nahost: - Journalist Jörg Armbruster erläutert in einem VHS-Vortrag die Gründe für den Aufstieg des Islamischen Staats im Irak und in Syrien
Eintrag vom: 02.03.2015

Fotos: VHS im Kreis Herford

Zweifel an schnellen Lösungen im Kampf gegen den IS

Herford. "Die Erfolge des heutigen IS (Islamischer Staat) waren während unserer Recherchen Anfang 2013 in Syrien absehbar", sagt Jörg Armbruster, Nahostexperte und als langjähriger Korrespondent der ARD im Nahen Osten bekannt, am Rande seines Vortrags in der Volkshochschule Mehr als 100 Zuhörer waren gekommen.

Basis ist sein Buch "Brennpunkt Nahost. Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens", fortgeschrieben um aktuelle Entwicklungen wie die Vertreibung der Jesiden im Irak oder die Belagerung der kurdischen Stadt Kobane in Syrien.

"Es gibt nicht den einen Schuldigen an der Situation", ist er überzeugt, und es gebe auch keine einfachen Lösungen: "Ohne Militär wird es nicht gehen, nur mit militärischen Mitteln aber auch nicht."

"Der IS ist nicht plötzlich aus der Hölle aufgestiegen", sagt er, seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 2003 zurück. Damals hatten die USA und Verbündete einen Krieg gegen den Irak begonnen. "Nach dem schnellen Sieg wurden fatale Fehler gemacht", sagt Armbruster, alle Soldaten aus der Armee entlassen, später auch die Mitglieder der staatstragenden Baathpartei: "Hunderttausende standen plötzlich ohne Einkommen da. Viele Soldaten gingen in den Untergrund und nahmen den Kampf gegen die Besatzer auf. Als die neue schiitische Staatsführung begann, Sunniten massiv zu benachteiligen, schlossen sich deren Stammesmilizen dem Untergrund an, der Krieg gegen die Besatzer wurde zum Bürgerkrieg." Mit Geld, Überzeugungsarbeit und dem Aufbau von Milizen sei es gelungen ,al-Kaida im Zweistromland niederzukämpfen. Das, was heute der IS ist, war damals nur eine Gruppe von Vielen. Der irakische Präsident wiederholte alte Fehler, schloss weiter Sunniten aus Politik und Wirtschaft aus, und der Islamische Staat im Irak begann unter Abu Bakr al-Baghdadi seinen Aufstieg. Der war wie alle hohen IS-Führer im amerikanischen Bucca-Gefängnis inhaftiert und hatte sich in "Der Akademie" technisch und ideologisch radikalisiert. Unter ihm stieg der IS im Irak auf und entsandte Kämpfer in den Syrischen Bürgerkrieg, wo die al-Kaida nahe Al Nusra gegen Assad kämpfte.

Dass die Türkei ungehindert islamistische Kämpfer zum IS reisen lässt, IS und al-Kaida zum Teil aus Saudi Arabien, Kuwait, Katar wenn auch von Privatleuten finanziert werden, war bekannt. Die Erfolge im Irak - unter anderem fiel die Zentralbank mit Hunderten Millionen Dollar in IS-Hände - ermöglichten die Ausbreitung.

Die Rettung der Jesiden aus dem Sindschar-Gebirge durch die hier als terroristische gebrandmarkte PKK und nicht durch die von Deutschland bewaffneten Peschmerga habe gezeigt, dass der IS besiegbar sei. Er zweifle aber, dass das der Anfang vom Ende des IS gewesen sei. Auch auf die Kurden setze er nicht: "Die wollen ihre Gebiete absichern, und nicht arabisches Territorium befreien." Die Zukunft sei schwer vorhersagbar, Assad sitze in Syrien wieder fester im Sattel, die Aufständischen weichen nach Jordanien oder in den Libanon aus und beginnen, diese Staaten zu destabilisieren. An schnelle Erfolge glaubt Armbruster nicht. Vielleicht gelinge es, den IS ökonomisch auszutrocknen: "Auch Gotteskrieger kämpfen nicht ohne Sold." Ausschließlich militärisch werde es nicht gehen, auch weil beim IS Profis kämpfen, die zu Saddam-Zeiten in der DDR oder der UdSSR ausgebildet wurden: "Die wissen, wie man einen Krieg führt." Modernes westliches Kriegsgerät hat ihnen die irakische Armee bei ihrer kopflosen Flucht 2014 reichlich überlassen.

Das Geschehen lasse sich wegen der ungeheuren Brutalität des IS journalistisch nicht vor Ort beobachten. "Reisen nach Syrien sind unmöglich", sagt Armbruster, der 2013 in Aleppo angeschossen worden war, sich aber inzwischen erholt hat.

© 2015 Neue Westfälische 09 - Herford, Samstag 28. Februar 2015, VON RALF BITTNER


Reporter seziert Weg des Terrors
Vortrag von Jörg Armbruster in der VHS: Nahost-Experte referiert über die Entstehung des Islamischen Staates

Herford(HK). Eine Spur der Verwüstung hinterlässt die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in diesen Tagen im Nordirak und in Syrien. Wie es so weit kommen konnte, darüber hat Nahost-Experte Jörg Armbruster am Donnerstagabend in Herford gesprochen.

"Der IS ist nicht einfach vom Himmel gefallen", stellte Armbruster klar, der als Korrespondent der ARD über den Nahen und Mittleren Osten berichtet hat. Vielmehr machte er deutlich, dass es sich um einen schleichenden Prozess der Radikalisierung handele, der mit Blick auf Salafisten aus Ostwestfalen auch vor Herford keinen Halt mache.

Im Gepäck hatte der Journalist sein neues Buch "Brennpunkt Nahost - Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens". Aufs Vorlesen verzichtete Armbruster jedoch, während er die Zusammenhänge des islamistischen Terrors für die etwa 100 Zuhörer sezierte. "Dass sich so viele für ein politisches Thema begeistern, ist toll", freute sich VHS-Leiterin Monika Schwidde.

"IS geht auf das Jahr 2003 zurück, den Irak-Einsatz der USA und den Sturz des Ex-Diktators Saddam Hussein", trug Armbruster vor. Schon in dieser Zeit seien entscheidende Fehler gemacht worden, die den Weg für die Dschihadisten geebnet hätten. "Dem Westen die alleinige Schuld zu geben, wäre aber zu simpel. Die Amerikaner sind sicherlich die Urväter des IS. Aber es gibt noch eine ganze Menge anderer Väter", betonte Armbruster. Auch die irakische Regierung trage einen Großteil der Schuld. Sie gestehe den sunnitischen Muslimen keine politische Teilhabe zu und treibe sie somit in die Arme des Terrors.

Gerade bei jungen Menschen sei der Zulauf zum IS groß. "Sie kommen häufig mit falschen Vorstellungen. Über das Internet wird eine Endzeitstimmung vermittelt, vom letzten Kampf gegen Gut und Böse, vom Tag des jüngsten Gerichts. Im Netz werden diese Fantasien verbreitet - aber auch Grausamkeiten", sagte Armbruster mit Blick auf Hinrichtungsvideos. Das Köpfen des amerikanischen Journalisten James Foley sei bis Ende November 1,3 Millionen mal angeklickt worden. "Einer unserer Begleiter, ein junger Syrer, war vom IS zum Tode verurteilt worden. Er konnte zwar entkommen, aber ist auf die grässlichste Art gefoltert worden und war völlig traumatisiert", schilderte der Journalist eigene Erfahrungen.

"Es gibt keine rein militärische Lösung für den Kampf gegen den Islamischen Staat", ist Armbrusters Einschätzung. Vielmehr müsse die irakische Regierung ihre Blockadehaltung aufheben. Ob Normalität in den arabischen Ländern einkehren könne, sei jedoch fraglich. Armbruster: "Heute ist der Graben zwischen den Religionen sehr tief."

Herforder Kreisblatt, 28. Februar 2015, von Ann-Christin Lüke




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Grippewelle - Barcamp abgesagt!
Eintrag vom: 19.02.2015

Die Vorschlagsliste für die Barcamp-Sessions schrumpfte aus Krankheitsgründen heute leider dermaßen zusammen, dass wir es für sinnvoller halten, die Veranstaltung kurzfristig abzusagen und in einer Zeit mit weniger Grippewellen einen neuen Versuch zu starten. In Absprache mit der VHS Minden/Bad Oeynhausen wird dieses voraussichtlich Freitag, der 30. Oktober 2015 sein.



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Keywords: Barcamp

Volkshochschule im Kontext von Web 2.0 - BarCamp zur Zukunft des Lernens
Eintrag vom: 17.02.2015


Wie sieht das Lernen der Zukunft aus, und sind die Volkshochschulen daran noch beteiligt? Wie bleiben Volkshochschulen und Dozent/innen konkurrenzfähig in einem Markt von kostenlosen digitalen Angeboten mit freien Bildungsmaterialien und großen Playern, die längst ihre Geschäftsmodelle entwickeln? Wie können wir uns auf diese Entwicklung einstellen? Was müssen wir tun, um Schritt zu halten, damit unser Angebot nicht als "von gestern" wahrgenommen wird?
Die VHS im Kreis Herford und die VHS Minden-Bad Oeynhausen laden Sie am Freitag, den 20. Februar, um 15:00 Uhr, zu einem "BarCamp" in die Aula der VHS in Herford ein, in dem wir uns gemeinsam mit Ihnen diesen Herausforderungen stellen möchten. Welche Lern- und Bildungspotenziale eröffnen sich gegenwärtig im Kontext von Web 2.0? Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Aspekten sich verändernder Lernwelten zu beschäftigen. Beim Veranstaltungsformat BarCamp nutzt man die Expertise des Plenums; die Teilnehmenden organisieren sich ihre Fortbildung nach eigener Interessenlage selbst. So entstehen ganz verschiedene persönliche Agenden aller Teilnehmenden. Einige Sessionvorschläge sind bereits auf der Openspacer-Plattform eingestellt; weitere sind willkommen, aber kein Muss, schließlich lebt das Barcamp von spontanen Vorschlägen und Entscheidungen der Teilnehmenden am Tag selbst. Alle sind aufgefordert, Wissen zu teilen und zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Wir freuen uns auf Sie!

Alle Informationen finden Sie hier http://www.vhsimkreisherford.de/?knr=K44543B
Bitte melden Sie sich auf dieser Seite an: Openspace.



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Keywords: BarCamp, Lernen, Zukunft, Web 2.0

14 % Ermäßigung! Unsere Aktion zum Valentinstag am 14. Februar
Eintrag vom: 13.02.2015

Unsere Aktion zum Valentinstag am 14. Februar: 14 % Ermäßigung! Der Aktionspreis gilt nur, wenn Sie die Veranstaltung über unsere Internetseiten buchen (bei Emailanmeldungen können wir den Aktionspreis nicht gewährleisten, bitte nutzen Sie den Anmelde-Button im unteren Bereich der Kursansicht) Für Aktionsangebote gelten keine Ermäßigungen oder Bildungsschecks! Wiederholungsanmeldungen und Einzelveranstaltungen sind ausgeschlossen!
Sollten Sie sich für diese Veranstaltungen auf herkömmlichem Wege anmelden (Post, Fax, Email), gelten die "normalen" Entgelte (keine Einsparung)!
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auch bei den Aktionskursen keine Garantie auf Durchführung geben können.
Falls die Veranstaltung aus besonderen Gründen abgesagt werden muss, werden Sie von uns schriftlich informiert.

Wir hoffen, Sie finden für sich etwas Passendes!




Keywords: Valentinstag

Volkshochschule würdigt besonderes Engagement - Mathilde-Preis geht an Gudrun Streit
Eintrag vom: 13.02.2015

Preisübergabe: Den dritten Mathilde-Engagement-Preis verlieh Gerburg Koltzsch (l.) der Dozentin Gudrun Streit.(Mitte). Monika Schwidde bedankte sich mit einem üppigen Blumenstrauß. Foto: Gisela Schwarze


Herford (gis). Die Dozentin Gudrun Streit erhielt jetzt den diesjährigen Mathilde-Engagement-Preis der Volkshochschule im Kreis Herford (VHS). Zum dritten Mal verlieh die VHS den Engagement-Preis, der außergewöhnlichen Einsatz in der Volkshochschul-Bildungsarbeit würdigt. Ausgelobt wird der Preis vom Förderverein der Schule am Münsterkirchplatz.

Die Preisträgerin leitete seit 2006 beachtliche 70 Veranstaltungen in der VHS. Ein Beirat unter dem Vorsitz von Gerburg Koltzsch, Vorsitzende des VHS-Fördervereins, entschied sich für Gudrun Streit. Die 63-Jährige ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern, dazu mit Leib und Seele Pädagogin.

Die Jahreshauptversammlung vom VHS-Förderverein bildete die würdige Kulisse, vor der Gudrun Streit ihre Ehrung zuteil wurde. Gerburg Koltzsch verlieh den Preis, die VHS-Leiterin Monika Schwidde bedankte sich mit Blumen.

Die Preisträgerin besitzt ein breites Repertoire an pädagogischen Angeboten, die ganz unterschiedliche Ressorts betreffen. Tätig ist die 63-Jährige in der Alphabetisierung auf der Stufe Grundbildung, im Bereich Sprachen, bei Studienreisen sowie bei Gourmet-Wander-Reisen.

Wegen ihrer Vielseitigkeit bezeichnen die VHS-Leiterin und ihre Vertreterin Helga Lütkefend die geehrte Dozentin als "Allzweckwaffe". "Wenn sie über ihren Unterricht in den Alphabetisierungskursen erzählt, hat sie meistens ein Lächeln im Gesicht und es wird deutlich, wie viel Spaß ihr nicht nur der Unterricht, sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen machen", so Helga Lütkefend.

In ihrer Laudatio würdigte Monika Schwidde: "Schwierige Kurse, problematische Teilnehmende sind für Gudrun Streit kein Problem, sondern Herausforderungen, die sie mit viel Schwung, Humor und Engagement bewältigt. Insbesondere die funktionalen Analphabeten sind ihr ans Herz gewachsen - was umgekehrt genauso gilt."

© 2015 Neue Westfälische, 09 - Herford, Freitag 13. Februar 2015 (gis)




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VHS-Vortrag mit Mathias Polster -Ansichten vom Stiftberg
Eintrag vom: 12.02.2015

Laut Mathias Polster ist diese Aufnahme von 1940 etwas ganz Besonderes. Sie zeigt die Stobbe-Kaserne, im Hintergrund ist der Stuckenberg zu erkennen, links am Hang das Übungsgelände. Aus heutiger Sicht ist es unvorstellbar, dass solche Fotos einst als Postkarten verschickt wurden.


Stadtführer Mathias Polster beleuchtet die Geschichte - Entwicklung in vier Abschnitten

Herford(HK). "Die Spuren des alten Herford auf dem Stiftberg": Mehr als 100 Zuhörer waren zu dem Vortrag erschienen.
Dass das Interesse so groß war, hat möglicherweise mit der aktuellen Diskussion über die zukünftige Nutzung von Bereichen wie dem an der Ulmenstraße zu tun. Er habe nach dem Vortrag noch mit Stiftberg-Bewohnern gesprochen, sagt Stadtführer Mathias Polster, der in der VHS-Aula referiert hatte. Dabei habe er zum Beispiel erfahren, dass sich auf dem Stiftberg das Verhältnis zwischen Deutschen und Engländern in den vergangenen zehn bis 20 Jahren deutlich entspannt habe.

Doch diese Entwicklung betrifft erst die letzte Phase der Stiftberg-Geschichte. In vier Abschnitte hat Polster seinen Vortrag unterteilt. Die erste Welle mit dem Bau der Marienkirche gehe bis zur Säkularisierung am Anfang des 19. Jahrhunderts. Für die Folgezeit konstatiert der Stadtführer eine "relative Ruhe" - unter anderem mit dem Bau der Schule, dem heutigen Königin-Mathilde-Gymnasium.

Die nächste große Welle beginnt 1934/1935, als die Wehrmachtskasernen entstanden. Da die Alliierten zum Ende des Krieges bereits wussten, dass die Kasernen als Standorte dienen sollten, wurde der Stiftberg nicht bombardiert - im Gegensatz zur Herforder Innenstadt.

1945 hielten die Briten Einzug. Dabei nahmen sie nicht nur die Kasernen in Beschlag, sondern umzäunten den Stiftberg auch mit Stacheldraht, um die dortigen Häuser zu nutzen. Im weiteren Verlauf entstanden dort neue Wohnsiedlungen. Diese neue Welle datiert Polster bis in die Mitte der 70er Jahre. Die nächste Welle - und hier muss sich zeigen, wie sie sich fortsetzt - beginnt mit dem Abzug der Britischen Streitkräfte in Deutschland.

Angesichts des großen Interesses denkt der Referent über einen weiteren Vortragstermin nach. Dann solle das Thema Konversion stärker akzentuiert werden.

Herforder Kreisblatt, 12.02.2015, von Hartmut Horstmann



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VHS-Kursus für Wiedereinsteigerinnen ab dem 10. März
Eintrag vom: 09.02.2015

Wollen Frauen den beruflichen Wiedereinstieg erleichtern: Karola Althoff-Schröder (Gleichstellungsstelle Stadt Herford), Ella Kraft (Gleichstellungsstelle des Kreises Herford), Julia Niewöhner (Kursleiterin) und Helga Lütkefend (Fachbereichsleiterin VHS im Kreis Herford).                                                                                                                                           Foto: Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Mit Mut und Ziel zurück in den Beruf

Herford (hoh). Ob nach wenigen Monaten oder einigen Jahren - will eine Frau nach einer familiär bedingten Auszeit wieder berufstätig werden, kommen viele Fragen auf sie zu. Seit 24 Jahren bietet die Volkshochschule Herford deshalb den Kursus "Power für den beruflichen Wiedereinstieg" an. Erstmals wird Julia Niewöhner, Diplom-Pädagogin, Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie, die Unterrichtsstunden ab Anfang März leiten.

Im Dezember 2014 waren im Kreis Herford laut der Statistik der Bundesagentur für Arbeit 222 Frauen auf der Suche nach einer Beschäftigung, um nach einer Pause in die Berufswelt zurückzukehren. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um fast 13 Prozent. "Wir beobachten zum einen, dass vor allem junge Mütter immer schneller in den Job zurückmöchten, um nichts zu verpassen", sagt Helga Lütkefend, stellvertretende Leiterin der VHS. "Auf der anderen Seite stehen Frauen, die lange Zeit Hausfrau waren und sich Anfang 50 bewusst werden, dass die Rente noch mehr als 15 Jahre hin ist." Auch nach einer Scheidung müssten sich viele Frauen plötzlich selbst versorgen.

Kursleiterin Niewöhner sagt: "Der wichtigste Aspekt, um wieder glücklich in einen Job zu starten, ist eine Standortbestimmung: Wo bin ich jetzt? Wo will ich noch hin?" Während des Kurses haben die Frauen Zeit, sich intensiv - auch in Einzelgesprächen - mit ihren Kompetenzen und Zielen auseinanderzusetzen. Darüber hinaus stehen auch ganz praktische Kenntnisse wie der Umgang mit EDV, Bewerbungen schreiben und Arbeits- und Rentenrecht auf dem Seminarplan. Um wieder Einblick in den beruflichen Alltag zu gewinnen, ist auch ein vierwöchiges Praktikum in Teil- oder Vollzeit vorgesehen. Zum Kursus, der am 10. März startet und 71 Unterrichtsstunden umfasst, gibt es am 19. Februar um 10 Uhr eine Infoveranstaltung in der VHS.

Ansprechpartnerinnen
Jede Kommune im Kreis Herford hat eine Gleichstellungsbeauftragte, die für Frauen vor Ort eine erste Beratung in Sachen Wiedereinstieg anbieten kann.
Die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter Herford, Ivonne Ackermann, steht ebenfalls Frauen für Fragen zur Verfügung, Tel. (0 52 21) 98 51 44.
Neben dem Kursus "Power für den beruflichen Wiedereinstieg" berät die VHS Herford Frauen und Männer kostenfrei zu ihrer beruflichen Entwicklung, Tel. (0 52 21) 59 05 16.

© 2015 Neue Westfälische, 09 - Herford, Samstag 07. Februar 2015

Informieren über den Orientierungskursus: Ella Kraft (Gleichstellungsstelle
Kreis Herford, von links), Karola Althoff-Schröder (Gleichstellungsstelle
Stadt Herford), Dozentin Julia Niewöhner und Fachbereichsleiterin
Helga Lütkenfend. Foto: Christina Ueckermann

Selbstbewusst zurück in den Beruf
Neuer Orientierungskursus für Frauen der VHS startet am 10. März

Herford(HK). Oft sind es die Frauen in der Familie, die für Kinder oder die Pflege von Angehörigen eine Auszeit nehmen. Nach dieser Pause fällt der Einstieg ins Berufsleben manchmal schwer. Seit 24 Jahren bietet die VHS darum schon Orientierungskurse für den Wiedereinstieg an, der nächste startet am 10. März.

"Viele Frauen sind sich über ihre Qualifikationen gar nicht richtig bewusst und ihnen fehlt das Selbstbewusstsein, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten", sagt Helga Lütkenfend, Fachbereichsleiterin der Volkshochschule. Zwar seien die beruflichen Pausen im Laufe der Jahre kürzer geworden, trotzdem seien sich viele Frauen nicht sicher, wie sie ihr Berufsleben weiter gestalten wollen. "Wir begleiten die Frauen in dieser Phase und schauen gemeinsam mit ihnen, wo ihre Stärken liegen und wie sie den Beruf mit der Familie vereinbaren können", erklärt Dozentin Julia Niewöhner.

Der Kursus orientiere sich ganz nach den Bedürfnissen der Teilnehmerinnen, sagt sie. Feste Bausteine sind ein EDV- und Bewerbungstraining sowie ein vierwöchiges Praktikum in Voll- oder Teilzeit. Auch wird über Arbeits- und Rentenrecht, Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gesprochen. Das Alter und die Vorbildung der Teilnehmerinnen sind dabei nicht relevant. "Viele Frauen nehmen sich erst in diesem Kursus Zeit, über ihre Ziele nachzudenken. Die individuelle Beratung, aber auch der Austausch mit Gleichgesinnten tut vielen gut und stärkt sie", weiß Karola Althoff-Schröder, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herford, aus Gesprächen mit Frauen. Die Gleichstellungsstellen der Stadt und des Kreises Herford bezuschussen diese Kurse.

Wer sich vorab informieren möchte, kann am Donnerstag, 19. Februar, in die VHS kommen. Dort stehen die Dozenten für Fragen zur Verfügung. Anmeldungen zu dieser Veranstaltung sind bis zum 12. Februar unterv 0 52 21/59 05 32 möglich. Wer sich zum Orientierungskursus anmelden möchte, kann das bis zum 3. März schriftlich bei der VHS oder unter info@vhsimkreisherford.de tun. www.vhsimkreisherford.de

HK Herford, 07.02.2015, von Christina Ueckermann



weitere Informationen hier


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Italienisch - Buon Appetito
Eintrag vom: 05.02.2015

 Die VHS bietet Ihnen hier einen Italienisch-Sprachkurs der besonderen Art an. Er ist der Küche Italiens gewidmet. Mit Hilfe von vielen Übungen werden Sie den einschlägigen, kulinarischen Wortschatz üben und festigen sowie die Grammatik wiederholen. Der sicherlich krönende Abschluss wird ein gemeinsamer Kochabend sein. Der Kurs richtet sich an Teilnehmende, die circa 3 bis vier Jahre Italienisch gelernt haben (Niveaustufe A2 / B1). Nähere Informationen finden Sie hier (Kursnummer K3726.1B).

Foto: sigrid rossmann / pixelio.de




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Orientierungskurs „Power für den beruflichen Wiedereinstieg“
Eintrag vom: 03.02.2015

Info-Veranstaltung am 19. Februar

Foto: (c) Julia Niewöhner

Dozentin: Julia Niewöhner

Wenn Sie nach einer familiär bedingten Auszeit wieder berufstätig werden möchten, stellen sich viele Fragen. Wie kann ich Beruf und Familie vereinbaren? Über welche Fachkenntnisse und Kompetenzen verfüge ich? Sind diese am Arbeitsmarkt gefragt? Wie kann ich mich weiterentwickeln? Wie gelingt mein Wiedereinstieg?

Vor dem eigentlichen Wiedereinstieg geht es zunächst darum, die persönlichen Möglichkeiten und Wünsche auszutarieren und sich der eigenen Kompetenzen bewusst zu werden. Eine gute Orientierung ist das "Herzstück” eines erfolgreichen Wiedereinstiegs. Das gilt vor allem dann, wenn Sie nicht an den alten Arbeitsplatz zurückkehren können oder wollen. Der Orientierungskurs für Berufsrückkehrerinnen, der am 10. März in Herford startet, bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Chancen für einen beruflichen Wiedereinstieg auf den Prüfstand zu stellen, Selbstsicherheit für einen Neustart zu erlangen und sich umfassend auf den Wiedereinstieg vorzubereiten.

Im Mittelpunkt des Kurses steht die Erarbeitung einer neuen Lebens- und Berufsperspektive, ausgehend von Ihrer persönlichen Situation und Ihren individuellen Voraussetzungen. Die Kursleiterin bietet Ihnen Methoden, Tipps und Strategien, die Sie darin unterstützen, Ihren eigenen Weg zu finden. Darüber hinaus erhalten Sie ein EDV-Training und machen sich in einem Bewerbungs- und Selbstsicherheitstraining fit für zukünftige Bewerbungssituationen. Um wieder Einblick in den beruflichen Alltag zu gewinnen, ist im Rahmen des Kurses ein vierwöchiges Praktikum in Teil- oder Vollzeit vorgesehen.

Weitere Informationen zur Info-Veranstaltung am 19. Februar finden Sie hier: K40013B
Weitere Informationen zum Orientierungskurs ab dem 10. März finden Sie hier: K40023B
Den Flyer zum Download finden Sie hier: Power für den beruflichen Wiedereinstieg



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Keywords: Wiedereinstieg Frauen beruflicher Neuorientierung Arbeiten nach Kindererziehung Fachkenntnisse Arbeitsmarkt Perspektive Beruf Bewerbung Praktikum VHS Herford

Andreas Förster und Thomas Moser stellen in der VHS ihr Buch "Geheimsache NSU" vor
Eintrag vom: 29.01.2015

Andreas Förster (links) und Thomas Moser gehören zu einem Pool von zehn Journalisten, diie Ungereimtheiten rund um den NSU-Prozess im Buch "Geheimsache NSU" aufgelistet haben. Fotos: Peter Monke

Verschweigen, verschleiern, vertuschen

Herford(HK). Es geht um drei Terroristen, zehn Morde, drei Sprengstoffanschläge, 15 Banküberfälle und unzählige offene Fragen. Andreas Förster und Thomas Moser gehören zu den Journalisten, die den NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München detailliert verfolgen. Ihr vorläufiges Fazit klingt ernüchternd.

Wo laut einer Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel "rückhaltlos aufgeklärt" werden sollte, werde vor allem eines - vertuscht.Unzählige Details und Ungereimtheiten haben Förster und Moser mit acht weiteren Kollegen zusammengetragen und in einem Buch mit dem Titel "Geheimsache NSU" veröffentlicht. Am Dienstagabend stellten sie es bei einer Lesung in der Volkshochschule vor. Leider nahmen nur 30 Zuhörer das Angebot wahr.

Denn was die beiden freien Journalisten zu erzählen haben, kann man mitunter kaum glauben: Es geht um Akten, die als vernichtet gelten, um Monate später plötzlich doch wieder aufzutauchen; Bundes- und Sicherheitsbehörden, die die Ermittlungen - vorsichtig ausgedrückt - nicht gerade aktiv unterstützen; und es geht um Theorien der Bundesanwaltschaft, die schon heute erkennbar nicht zu halten sind.

"Die Annahme, dass das NSU-Trio um Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe als geschlossene Zelle agiert und somit allein für die Taten verantwortlich ist, kann nicht stimmen", sagt Förster. 42 V-Leute - also Vertrauenspersonen, die als ständige Informanten für einen Nachrichtendienst oder die Polizei tätig sind - hätten sich von 1998 bis 2011 im Umfeld des NSU-Trios bewegt. Die Frage sei nur: Was wussten die? Und noch viel spannender: Wer hat ein Interesse daran, dieses Wissen geheim zu halten? Wie könne es sein, dass eine Person, die in den ersten vier Tage nach dem Auffliegen des NSU nachweislich Akten vernichtet habe, heute in der Arbeitsgruppe sitze, die die Herausgabe von Akten an die Ermittler koordinieren soll?

Kaum eine der zentralen Fragen sei bis heute beantwortet, monieren Förster und Moser. War der Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos wirklich ein Suizid? Wie passt die professionell gebaute Nagelbombe beim Anschlag in der Kölner Keupstraße zu den zuvor eher dilettantisch gebauten Rohrbomben des NSU-Trios? Warum wurden die beiden Polizisten, die in Köln zuerst am Tatort waren neun Jahre lang nicht vernommen? Und wer waren all die Männer, die nach dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn laut Augenzeugen vom Tatort flüchteten, von deren 14 Phantombildern aber keines auch nur entfernt an Uwe Böhnhardt oder Uwe Mundlos erinnert?

"Letztlich wissen wir auch nicht, was genau passiert ist. Wir können nur aufzeigen, wie es nicht gewesen sein kann", sagt Förster. Wichtig sei, dass die maximale Öffentlichkeit bis zum Prozessende aufrecht erhalten bleibe. "Nur so gibt es eine Chance, die Front der Vertuscher zu durchbrechen."
 

Von Peter Monke, Herforder Kreisblatt, 29.01.2015




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