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Erinnerungen an eine wunderschöne Reise nach Apulien
Eintrag vom: 21.11.2012

Am vergangenen Wochenende haben bei italienischen kulinarischen Kleinigkeiten, apulischem Rotwein und vielen, vielen Fotos die Teilnehmenden der Reise nach Apulien ihre Erlebnisse in Erinnerung gerufen. Und Erlebnisse gab es so einige: Unter der Leitung unserer Italienisch-Dozentin Beatrice Rietschel haben sie im Oktober eine sonnige, warme Woche im Süden Italiens verbracht und dabei festgestellt, dass die "Hacke" "Spitze" ist. Während die Menschen in Deutschland sich allmählich auf die kältere Jahreszeit einstimmten, besichtigte die Reisegruppe in Shirt und offenen Schuhen das Wahrzeichen Apuliens, das Castel Monte, die Stadt Lecce, die aus so vielen barocken Bauwerken besteht, dass sie auch gern Florenz des Südens genannt wird. Auch besuchten die Teilnehmenden Matera, wo Mel Gibson die Außenaufnahmen des bekannten Films "Die Passion Christi" drehte. Damit seien an dieser Stelle nur einige Ausflugsziele genannt. Trotz vollem Besichtigungsprogramm blieb natürlich immer wieder Zeit zum Verweilen und auch Zeit für eine gute Tasse Cappuccino. Ausgangsort all dieser Ausflüge war die Trulli-Hauptstadt Alberobello. Im historischen Zentrum von Alberobello befinden sich rund 1000 Trulli! Trulli sind diese eigentümlichen, meist weißgetünchten Rundbauten und das Wahrzeichen dieser Region. Allein oder zu zweit bewohnten die Teilnehmenden diese niedlichen Herbergen, die so gemütlich und liebevoll eingerichtet sind, dass man sie eigentlich gar nicht mehr verlassen möchte … Alle Teilnehmenden waren sich auch an diesem Abend wieder einig: Ein "Arrivederci" in Apulien muss einfach sein. Die Reise fand statt in Koopertion mit Apulien-Reisen.de (www.apulienreise.de). Wenn wir Ihr Interesse an einer solchen Erlebnisreise geweckt haben sollten, dann sprechen Sie uns an. Wir organisieren eine solche Reise gern wieder!




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Wo Bündes Bilder laufen lernten - Jörg Militzer stellt im historischen Jahrbuch die Geschichte der heimischen Kinos vor
Eintrag vom: 21.11.2012

Bünde (BZ). Kinos sind heute fester Bestandteil des Freizeitangebotes. Dass in Bünde bereits vor 100 Jahren das erste Kino eröffnete, weiß allerdings kaum jemand. Stadthistoriker Jörg Militzer hat sich mit der Geschichte der Bünder Kinos beschäftigt und dazu einen Beitrag im historischen Jahrbuch des Kreises Herford veröffentlicht.Stadthistoriker Jörg Militzer vor dem Schaukasten der "Bünder Lichtspiele" (Büli). Von den vier Kinos, die es in Bünde gab, ist das Büli das einzige, das noch täglich aktuelle Filme zeigt. Im "Universum" an der Hauptstraße gibt es keinen Tagesbetrieb mehr. Foto: RaskeSchützenumzug in den 1950-er Jahren. Im Hintergrund das alte Büli-Gebäude am Museumsplatz.Foto: Museum BündeDas Tonbild-Theater an der Ecke Klink-/Bahnhofstraße. Es wurde in einer ehemaligen Scheune eingerichtet. Foto: Ulrich Meyer
Mehrere Jahre hat Militzer, der auch die Bünder Geschichtswerkstatt leitet, zu diesem Thema recherchiert. Herausgekommen ist eine 30 Seiten umfassende, fundierte Dokumentation mit dem Titel "Wo Bündes Bilder laufen lernten". Besonders reizvoll sind die vielen historischen Fotos, die den Text illustrieren. Selbst alteingesessene Bünder dürften manche Straßenszenen und Gebäude nicht wiedererkennen, sind sie inzwischen doch unwiederbringlich verschwunden.
Was war der Anlass für die wissenschaftliche Forschungsarbeit? "Der Förderverein des historischen Kinos Universum hat mich vor Jahren einmal gefragt, ob ich nicht einen Vortrag über die Geschichte der Kinos in Bünde halten wolle. Ich habe damals zugesagt. Damit war die Grundlage für meinen Beitrag im historischen Jahrbuch gelegt", erinnert sich Militzer.
Bei seinen Recherchen im Bünder Stadtarchiv und den alten Bänden der BÜNDER ZEITUNG tat sich dem Ortshistoriker ein spannendes Kapitel der Bünder Stadtgeschichte auf. Erste Filmvorführungen habe es auf Jahrmärkten gegeben. Schausteller lockten mit sensationellen laufenden Bildern das Publikum. "Richtige Filme mit einer Handlung, wie wir sie kennen, waren das noch nicht", hält Militzer fest. Doch 1912 änderte sich das. Im "Deutschen Haus" von Gastwirt Meier an der Hangbaumstraße/Ecke Auf 'm Rott wurde am 24. Februar 1912 unter dem Namen "Eden" das erste ortsfeste Lichtspieltheater eröffnet - das Bünder Kino war geboren. Es hielt sich allerdings nur wenige Jahre. 1913 wurde dann in einer ehemaligen Scheune an der Ecke Klink-/Bahnhofstraße das "Tonbild-Theater" eingerichtet. 180 Besucher fanden hier Platz. 1924 bekam das "Tonbild-Theater" Konkurrenz. An der Hauptstraße wurde das erste richtige Kino im Bünder Stadtgebiet gebaut: das "Lichtspielhaus Wittekind", heute bekannt als "Universum". Die Betreiber des »Tonbild-Theaters« standen nun unter Zugzwang. Die alte Scheune wurde abgetragen, an der gleichen Stelle entstand ein zeitgemäßes Kino mit neuem Namen: die "Bünder Lichtspiele" oder kurz "Büli". 1951 wurde das vierte Kino in Bünde gegründet: das "Capitol" an der Bahnhofstraße. Es hielt sich ganze 14 Jahre. 1965 schloss es seine Vorhänge für immer. Letzter gezeigter Film war "Und ewig singen die Wälder".
Das "Capitol" und das "Eden" sind schon lange Geschichte. Das "Universum" zeigt heute hin und wieder einmal Filme. Nur das "Büli" hat sich behaupten können.
© HK Bünde, Artikel vom 21.11.2012, von Hilko Raske
 

 



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Sepia bringt in diesem Jahr etwas Farbe ins Schwarzweiß - Spiel Geschichtswerkstatt hat den fünften Historischen Kalender aufgelegt
Eintrag vom: 21.11.2012



Bünde (kal). Was eigentlich als Jahrespräsent für Zeitzeugen gedacht war, ist mittlerweile kaum noch wegzudenken: Die Geschichtswerkstatt präsentiert in diesem Jahr nun schon den fünften historischen Kalender. Und wieder wurden mehr als 300 Exemplare gedruckt. "Die Bünder waren von dem Kalender damals so begeistert, dass wir ihn nicht mehr nur an unsere Helfer verschenken, sondern ihn auch verkaufen wollten", erinnert sich Jörg Militzer, Leiter der Bünder Geschichtswerkstatt
In diesem Jahr hat sich der begehrte Kalender ein wenig verändert. "Wo zuvor nur Schwarzweiß-Bilder zu sehen waren, kommt jetzt durch Sepia etwas Farbe ins Spiel", sagt Militzer. Zu sehen sind wie gewohnt historische Bilder aus Bünde. Mit dabei ein Foto der Eschstraße an der Ecke zur Hangbaumstraße. Zu erkennen ist darauf unter anderem der Laden von Kaufmann Hardemaen. "An dieser Stelle befinden sich heute die Geschäftsstelle und die Redaktion der BÜNDER ZEITUNG" berichtet Militzer, der die Fotos für den Kalender aus seinem privaten Besitz und aus dem Stadtarchiv zusammengetragen hat.
Weitere Bilder zeigen unter anderem den Marktplatz, eine Häuserzeile an der Fünfhausenstraße und einen Zeppelin, der über der Bahnhofstraße schwebt. "Ich denke, dass die Bilder unter anderem deshalb so interessant sind, weil die Menschen versuchen sie in die heutige Umgebung einzubauen und Details wiederzuerkennen", sagt Jörg Militzer.
Erhältlich ist der historische Kalender zum Preis von fünf Euro in den Bünder Buchhandlungen City Buch, Knöll und Buch Henning sowie im Stadtmarketing-Büro am Rathausplatz.
© Herforder Kreisblatt, Ausgabe Bünde - kal - Artikel vom 20.11.2012


  

Motive mit Wiedererkennungswert
Kalender "Bünde in alten Ansichten" ab sofort im Handel und Stadtmarketingbüro erhältlich

Bünde. Für heimatgeschichtlich interessierte Bünder ist er fast schon ein Muss: der seit fünf Jahren von der VHS-Geschichtswerkstatt herausgegebene Kalender "Bünde in alten Ansichten". Über die Motive für 2013 informierte gestern Jörg Militzer, Leiter der Geschichtswerkstatt, zusammen mit Stadtarchivarin Petra Seidel und Ulrich Kleier die Presse.
Im Mittelpunkt stehen wie in den Vorjahren wieder Aufnahmen, die die Stadt Bünde in früherer Zeit zeigen. Mit Fotos aus Randringhausen und Ennigloh gibt es aber auch einen kleinen Blick über den Tellerrand. "Neu ist, dass es statt Bildern in schwarz-weiß diesmal auch Aufnahmen in Sepia-Tönen gibt", sagt Jörg Militzer, der für die Motivauswahl, Texte und Gestaltung verantwortlich zeichnet. Unterstützt wurde er bei der Arbeit von Ulrich Kleier und Petra Seidel. Ein Teil der Aufnahmen stammt aus dem Stadtarchiv, einige aus Militzers Privatbesitz.
Der Bünder, der auch Stadtführungen veranstaltet, hat bei der Auswahl der Bilder darauf geachtet, dass sie einen Wiedererkennungscharakter haben. Im Januar-Bild ist es der Elsedamm mit der 1934 errichteten zunächst privaten Handelsschule von Gustav Tiemann. "Auf den zweiten Blick ist am Rand hinten links die Flussbadeanstalt Bünde/Ennigloh zu sehen", so Militzer. Seltenheitswert hat seinen Worten nach das Februarbild, das die Wasserbreite mit dem Tabakspeicher im Hintergrund zeigt. Der steht zwar bekanntlich noch, nicht aber die rechts zu sehende Kistenfabrik Althage & Herbrechtsmeyer mit rauchendem Schlot.
Es folgt eine Ansicht aus Randringhausen mit dem alten Badehaus Ernstmeier. Das erst in späteren Jahren entstandene Kurhaus daneben steht nach der Insolvenz bekanntlich leer - die Zukunft des gesamten Komplexes ist ungewiss. Im April können die Bünder ihr Augenmerk entlang der Kaiser-Wilhelm-Straße in Richtung Norden richten, das Mai-Foto zeigt einen Blick in die Hauptstraße in Ennigloh mit der Neuen Apotheke. Das Türmchen des Hauses hat die Familie Becker als neuer Eigentümer inzwischen wieder herstellen lassen.
Weitere Ansichten zeigen die Else-Regulierung und den Marktplatz. Der Platz soll neu gestaltet werden und eine Baumreihe wie einst erhalten.
Gleich zwei Fotos (August und November) zeigen die Bahnhofstraße. Auf einer Aufnahme ist ein Zeppelin zu sehen. Interessant ist auch das Septemberbild, das einen Blick von der Hangbaumstraße in die Eschstraße zeigt. "Rechts im Bild ist das ehemalige Hotel Kaiser zu sehen", so Jörg Militzer. Den Abschluss bildet eine Ansicht der Else mit der Bolldammbrücke voraussichtlich aus den 1950er Jahren.
Die Auflage wurde auf 300 Exemplare limitiert. Der Kalender ist zum Preis von fünf Euro in Bünder und Ennigloher Buchhandlungen ebenso erhältlich wie im Stadtmarketingbüro am Rathaus.

© 2012 Neue Westfälische 11 - Bünde, Dienstag 20. November 2012 - von Dieter Schnase

 



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Von Hexen, Bier und Kirchen
Eintrag vom: 19.11.2012

Kreis Herford. Mit einem großzügigeren Layout und einem um 40 Seiten gewachsenen Umfang ist ab heute das Historische Jahrbuch (HJB) für den Kreis Herford 2013 erhältlich. Der vom Kreisheimatverein Herford und dem Kommunalarchiv Herford herausgegebene Band enthält 14 Beiträge zu lokalgeschichtlichen Themen.
"Ich bin froh, dass das Jahrbuch so verlässlich erscheint", sagt Dr. Werner Best, Archäologe beim Landschaftverband Westfalen-Lippe, der in seinem Aufsatz "Die Hexe von Blomberg" einen spektakulären Fund aus der Werburg Spenge vorstellt.
Dabei handelt es sich um ein spätgotisches Pilgerzeichen, dessen Herkunft sich dank der erhaltenen Inschrift "Corpus Christi in Blombergh" belegen lässt. Abgebildet ist Alheyd Pustekoke, die 45 Hostien im Brunnen versenkt. Die Bürgersfrau wollte die die Hostien angeblich für einen Liebeszauber verwenden, wurde dabei überrascht und versuchte die Beweise im Brunnen zu vernichten. 1460 wurde sie als "Hexe von Blomberg" hingerichtet. Bald nach ihrem Tod soll der Brunnen wundertätig geworden sein, sodass sich Blomberg zu einem Wallfahrtsort entwickelte. Die Pilger brachten Geld in den Ort, der 1447 stark zerstört worden war. An vielen Pilgerstätten wurden Pilgerabzeichen wie das in Spenge gefundene von den Pilgern als Andenken gekauft. Hergestellt aus einer einfachen Blei-Zinn-Legierung dürfte das Abzeichen eher einen Erinnerungs- als einen Materialwert gehabt haben. Obwohl es sich bei diesen Abzeichen um Massenware gehandelt haben dürfte, sind nur wenige ähnliche Stücke bekannt. Der Fund aus dem Jahr 2009 ist also eine historische Rarität.
Drei Aufsätze beschäftigen sich mit dem Herforder Stift Berg. Philipp Claus und Tim Rahe beschäftigen sich mit der Funktion des Stifts St. Marien als "Versorgungsinstitut für adlige Fräuleins", den Rechnungsbüchern aus den Jahren 1703 bis 1763 und den neuen Kirchen in der "alten Stiftberg-Gemeinde", die im 20. Jahrhundert entstanden. Rainer Brackhane zeichnet die Geschichte des Friedrichs-Gymnasiums nach, das sein 300-jähriges Bestehen feierte, Christoph Laue beschreibt, wie es zu seinem Namen kam und was Friedrich der Große mit Herford zu tun hatte.
Wille Feld rekonstruiert Leben und Sterben der 1942 in Auschwitz ermordeten Herforderin Dora Weingarten, Jörg Militzer erzählt die Geschichte von Bündes Kinos. Weitere Aufsätze beschäftigen sich mit Ortsnamen im Kreis, der Pflanzenwelt im Jammertal, den Politikern Carl Steinhoff und Fritz Löwenthal, Vlothos Bier und bäuerlichen Rechtsverhältnissen im mittelalterlichen Amt Enger.
 Historisches Jahrbuch für den Kreis Herford 2013; 304 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Hardcover, 14,90 Euro, im Abonnement 12,90 Euro. ISBN 978-3-89534-630-0, www.kreisheimatverein.de
© 2012 Neue Westfälische, 09 - Herford, Donnerstag 15. November 2012, von Ralf Bittner

Pilgerzeichen erinnert an Liebeszauber
Historisches Jahrbuch: Archäologe Werner Best untersucht Fund aus Spenge

Herford (HK). Nie war es so dick wie heute. 40 Seiten umfangreicher als in den Vorjahren fällt das neue Historische Jahrbuch für den Kreis Herford aus. Zu den spektakulärsten Themen der Publikation zählt ein mittelalterliches Pilgerzeichen aus Blomberg.
Das Pilgerzeichen von Blomberg: Zu erkennen sind die Hostien, die in einem Brunnen versenkt werden sollen. Zwei vergleichbare Funde in den Niederlanden zeigen auch die Frau, die später als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Foto: Hartmut HorstmannSo wurde einst Sport getrieben. Mit der Geschichte des Friedrichs-Gymnasiums befasst sich Dr. Rainer Brackhane in einem Aufsatz.
Gefunden wurde das aus einer Blei-/Zinnlegierung hergestellte Zeichen bei Grabungen auf der Werburg in Spenge. Die Besonderheit ergibt sich aus dem Motiv. Es zeigt eine Frau, die vor einem Brunnen kniet und versucht, 45 Hostien zu versenken. Eine Aktion mit Vorgeschichte: Denn gemäß der damaligen Vorstellung bewirkten Hostien eine Steigerung des Liebeszaubers. Die Frau sei nach der Entdeckung als Hexe von Blomberg auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden, sagt Dr. Werner Best, der den Aufsatz fürs Jahrbuch geschrieben hat.
Nach der tödlichen Bestrafung geschah etwas komplett Unerwartetes. »Der Brunnen zeigte Wundertätigkeit«, erklärt Best. Die Kunde, dass Kranke geheilt werden konnten, sprach sich schnell herum, und Blomberg wurde nach 1470 zum Pilgerort.
Neben dem Klerus wurde Graf Bernhard VII. zu Lippe zu einem großen Förderer der Wallfahrt. »Blomberg war 1447 stark zerstört worden und neue Einnahmequellen waren willkommen«, schreibt der Archäologe Werner Best. Kommunalarchivar Christoph Laue kommentiert unter Verweis auf die Marienvision: »Das war in Blomberg wie in Herford. Man brauchte ein Wunder.«
Die Ausgabe des Pilgerzeichens soll Geld bringen. Interessant ist das Motiv, denn es zeigt die Frau Adelhyd, die später verbrannt wurde. Abgebildet werde die Missetat, kritisierte der Reformtheologe Johannes Hagen. Dargestellt werde »das schändliche Weib, welches sich über den Brunnen beuge, um die gestohlenen Hostien zu versenken«. Hagen habe den Klerus deshalb aufgefordert, den Verkauf zu stoppen, so Best. Doch vergebens: Sogar auf dem Grabmal Bernhards VII. fand sich eine Darstellung.
Das Zeichen, welches in Spenge entdeckt wurde, ist unvollständig erhalten. In einem wesentlich besseren Zustand befinden sich zwei Blomberg-Fundstücke aus den Niederlanden. Gut zu erkennen ist die Frau, die sich über den Brunnen beugt. Entschieden werden muss jetzt, ob die Stadt Spenge oder der Landschaftsverband das Pilgerzeichen aufbewahrt oder ausstellt. In Blomberg gibt es Überlegungen, das Zeichen nachzugießen. Übrigens: Rehabilitiert ist die Frau, die als vermeintliche Hexe ein Wunder vollbracht haben soll, laut Best bis heute nicht.
Herforder Kreisblatt, Artikel vom 15.11.2012,von Hartmut Horstmann



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Nein zu Gewalt an Frauen - Veranstaltungsprogramm rund um den Gedenktag von Terre des Femmes am 25. November
Eintrag vom: 13.11.2012

Kreis Herford. Am 25. November ist der internationale Aktionstag "Nein zur Gewalt an Frauen". "Gewalt an Frauen und Mädchen ist auch bei uns noch immer ein brennendes Thema", sagte gestern Landrat Christian Manz, als er zusammen mit den Gleichstellungsbeauftragten von Kreis und Kommunen die Flagge von "Terre des Femmes" vor dem Kreishaus aufzog. Die blaue Fahne mit dem Motto "Frei leben - ohne Gewalt" steht für ein freies und selbstbestimmtes Leben von Frauen weltweit.

In Deutschland ist oder war schon jede vierte Frau Opfer von häuslicher Gewalt. Die Polizei im Kreis Herford registrierte im Jahr 2011 299 Fälle - darin sind die Opfer von Sexualdelikten und Stalking nicht enthalten. "Das ist die Spitze des Eisbergs", sagt die Kreis-Gleichstellungsbeauftragte, Silke Vahrson-Hildebrand. Viele Fälle würden der Polizei gar nicht bekannt, nur selten sei Gewalt so spektakulär wie im Fall der getöteten Prostituierten, deren Leiche in Spenge in einer Kühltruhe gefunden wurde.

Frauen, die Gewalt erleben, bräuchten öffentliche Hilfe und Unterstützung zum Beispiel von Frauenberatungsstellen, Frauennotrufen, Frauenhäusern und Mädchenberatungsstellen.

Die Aktionstage rund um den 25. November werden von den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten zusammen mit dem Frauenreferat der evangelischen Kirche, der VHS, der Opferschutzbeauftragten der Polizei, Femina Vita, Nadeschda, der Frauenberatungsstelle und dem Frauenhaus organisiert. Der Tag geht zurück auf die Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresia Mirabal, die in der Dominikanischen Republik gegen den Diktator Rafael Trujillo kämpften - und dafür von seinen Schergen am 25. November 1960 nach monatelanger Folter ermordet wurden. Ihr Mut gilt als Symbol dafür, dass Frauen die nötige Kraft für den Kampf gegen Unrecht entwickeln können.
Aktionen im Kreis
Mittwoch, 14. November, 20 Uhr, Gemeindebücherei Hiddenhausen: "Wer schön sein will, muss reisen" - Lesung mit Tine Wittler (8 Euro).
Dienstag, 20. November, 19 Uhr in der Löhner Werretalhalle "Anda und Ana" - Musik und Bühnenkunst gegen Gewalt an Frauen (10 Euro).
Samstag, 24. November, 18 Uhr in der Jakobikirche am Gänsemarkt in Herford Gottesdienst am Aktionstag von Terre des Femmes.
Montag, 26. November, 19.30 Uhr in der VHS Herford "Ein Blick hinter die Kulissen der Prostitution". Kann Prostitution eine legitime Lebensperspektive sein oder verbleibt sie in einem Gewaltkontext verwurzelt?
Infostände: 15.11., 10-12 Uhr E-Center Enger; 16.11., 10 -12 Uhr E-Center Spenge; 15.11., 11-13 Uhr Bünde, Marktkauf; 21.11., 10-12 Uhr Herford Kaufland.

© 2012 Neue Westfälische 09 - Herford, Dienstag 13. November 2012 VON FRANK-MICHAEL KIEL-STEINKAMP


Blaue Fahne gegen Gewalt - Veranstaltungsreihe zum Internationalen Gedenktag »Nein zu Gewalt an Frauen«
Kreis Herford (HK). Jede vierte Frau in Deutschland ist mindestens ein Mal in ihrem Leben häuslicher Gewalt ausgesetzt. Eine Flagge vor dem Kreishaus erinnert schon jetzt an den Internationalen Gedenktag "Nein zu Gewalt gegen Frauen", der am 25. November begangen wird.
Die Organisatorinnen aus den Frauenberatungsstellen sowie die Gleichstellungsbeauftragten aus dem Kreis Herford hissen mit Landrat Christian Manz die Flaggen zum Internationalen Gedenktag vor dem Kreishaus. Foto: Christina Ueckermann
Tine Wittler
299 Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, haben sich im Jahr 2011 an die Kreispolizeibehörde Herford gewandt. "Das sind aber noch längst nicht alle Fälle", sagt Landrat Christian Manz. Häusliche Gewalt, dazu zähle auch Mobbing und Stalking, sei noch immer ein Thema in vielen Familien. "Frauen, die Gewalt erleben, brauchen öffentliche Hilfe und Unterstützung", sagt Manz.
Um auf den internationalen Gedenktag "Nein zur Gewalt an Frauen" hinzuweisen, haben die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Herford sowie Vertreterinnen der Beratungsstellen Nadeschda und Theodora, der Frauenberatungsstelle Herford, Femina Vita und des Frauenhauses gestern eine Flagge vor dem Kreishaus gehisst. Auch vor den Herforder Berufskollegs ist eine Flagge zu sehen, ebenso vor allen Rathäusern im Kreis Herford.
Bis zum 26. November gibt es im gesamten Kreis Herford Veranstaltungen und Infostände, mit denen die Organisatorinnen darauf hinweisen möchten, dass in Deutschland und im Kreis Herford Jahr für Jahr Frauen und Kinder Gewalttätigkeiten ausgesetzt sind und in Angst leben.
Den Auftakt macht die Lesung mit Tine Wittler an diesem Mittwoch um 20 Uhr in der Gemeindebücherei Hiddenhausen. Die bekannte RTL-Fernsehmoderatorin liest aus ihrem Buch »Wer schön sein will, muss reisen«, in dem es um Schönheitsideale in Mauretanien geht. Karten gibt es noch an der Abendkasse.
Am Dienstag, 20. November, 19.30 Uhr, setzt das aus Karlsruhe stammende Musikerinnen-Paar Ana und Anda auf Einladung der kommunalen Gleichstellungsstellen sowie der Frauen- und Mädchenprojekte im Kreis Herford in der Werretalhalle Löhne ein Zeichen gegen häusliche Gewalt. Karten für diese Veranstaltung gibt es bei allen Gleichstellungsbeauftragten. In einem Gottesdienst am Samstag, 24. November, soll in der Jakobikirche am Herforder Gänsemarkt der Frauen gedacht werden, die aufgrund von Gewalttaten sterben mussten. Er beginnt um 18 Uhr.
Unter dem Motto "Ein Blick hinter die Kulissen der Prostitution" stellt sich am Montag, 26. November, um 19.30 Uhr die Frauenberatungsstelle Theodora in der Volkshochschule vor.
Infostände sind an folgenden Orten zu finden: 15. November, 10 bis 12 Uhr im E-Center Enger, 16. November, 10 bis 12 Uhr im E-Center Spenge, 15. November, 11 bis 13 Uhr im Marktkauf Bünde und am 21. November von 10 bis 12 Uhr im Kaufland Herford.
Herforder Kreisblatt, Artikel vom 13.11.2012, von Christina Ueckermann



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Erinnerung an eine Heldin - Autorin spricht über Emilie Schindler
Eintrag vom: 08.11.2012

         

"Gegen das Vergessen unbesungener Helden" lautete der Titel einer Veranstaltung in der Synagoge. Es referierte Prof. Erika Rosenberg, eingeladen hatten die VHS Herford und das Kuratorium "Erinnern, Forschen, Gedenken".
Im Mittelpunkt des Vortrages standen Emilie und Oskar Schindler ("Schindlers Liste"). Das Unternehmerehepaar Schindler rettete viele Juden vor der Gaskammer.
"Liebe auf den ersten Blick" war ihre erste Begegnung mit Emilie Schindler - so erzählte es Erika Rosenberg während der sehr gut besuchten Veranstaltung. Die Referentin selbst ist ein Kind jüdischer Eltern, die 1935 aus Berlin geflohen waren. Sie wurde 1951 in Buenos Aires geboren, wo sie zweisprachig aufwuchs.
Der Holocaust war wie in vielen anderen jüdischen Familien auch bei ihren Eltern ein Tabuthema, So begann die Historikerin erst nach dem Tod ihrer Mutter mit der Suche nach anderen deutsch-jüdischen Einwanderern in Argentinien und lernte 1990 Emilie Schindler, die Witwe von Oskar Schindler, kennen. Seitdem ließ das Ehepaar Schindler sie nicht mehr los und sie begann zu recherchieren und zu veröffentlichen. Ihre Motivation, so Prof. Rosenberg, ist ihre Dankbarkeit gegenüber den Schindlers, die ihr Leben riskiert haben, um 1200 Menschen vor den Gaskammern zu bewahren. Denn, so sagt sie weiter, schon im Talmud steht, wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt. Im weiteren Verlauf ihres Vortrages, in dem sie chronologisch über die damaligen Ereignisse berichtet und Fotos und Dokumente zeigt, liest sie immer wieder Passagen aus ihrem Buch "Ich, Emilie Schindler" vor, das auf 70 Stunden Interviewmaterial basiert.
Sie zeichnet durch die Texte ein bisher unbekanntes Bild von Emilie Schindler, die bis dato immer im Schatten ihres Mannes Oskar stand: Anders im Film »Schindlers Liste« dargestellt, unterstützte sie ihn, half den jüdischen Arbeiterinnen und Arbeitern unter Einsatz ihres Lebens mit Lebensmitteln, Medikamenten und vielem mehr. In Abwesenheit ihres Mannes bewahrte sie 108 Menschen vor ihrer Erschießung durch die SS und nahm diese zusätzlich in ihrer Fabrik in Brünnlitz auf. Oskar Schindler sagte 1956 von seiner Ehefrau Emilie, dass sie den Mut hatte, SS-Leute wie Hausdiener zu behandeln. Für diesen Mut und die ungeheure Zivilcourage erhielt Emilie Schindler, beantragt durch Erika Rosenberg, im Jahr 1994 das Bundesverdienstkreuz. Beide verband bis zuletzt eine enge Freundschaft. Kurz vor ihrem Tod, kam die stille Heldin nach Deutschland zurück, wo sie 2001 in Waldkraiburg verstarb.

Foto (schwarz-weiß) : Budek/NW

Herforder Kreisblatt, Artikel vom 08.11.2012,  Jana Budek




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Englische LebensArt im MARTa unter neuer Leitung
Eintrag vom: 07.11.2012

Drei Semester hat MARTa-Mitarbeiterin Antje Nöhren (s. Foto) den Englisch-Konversationskurs im Museum MARTa Herford souverän und kreativ geleitet. Anfang November übernimmt sie die Leitung des Kulturbüros bei der OstWestfalenLippe GmbH in Bielefeld. Der Englischkurs im MARTa findet dennoch weiter statt, unter neuer Leitung: die Kunsthistorikerin und MARTa-Mitarbeiterin Mechthild Achelwilm lädt alle Interessierten mit englischen Vorkenntnissen ins MARTa ein. Der nächste Termin ist am Donnerstag, den 8. November um 19.30 Uhr.

 



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Ansturm in der alten Apotheke - Hausbesuch mit dem Kreisheimatverein - In Vlotho entstand ein bekannter Markenname
Eintrag vom: 06.11.2012


Willkommen! Willi Koppelmeier ist Eigentümer der Rats-Apotheke.
Vlotho (G.S.). In der ehemaligen Rats-Apotheke an der unteren Langen Straße drängten sich jetzt zahlreiche interessierte Besucher. Als Gastgeber führten Willi und Marianne Koppelmeier durch ihr Denkmal mit Apotheke, Haus und Garten.

Der Kreisheimatverein hatte in Kooperation mit der Volkshochschule im Kreis Herford (VHS) im Rahmen der Reihe "Hausbesuche" zu einer Besichtigung der ehemaligen, weitgehend restaurierten Apotheke eingeladen.

Die Anzahl der angemeldeten Teilnehmer von etwa einem Dutzend verdreifachte sich zu Beginn der Führung. Koppelmeiers nahmen den Besucheransturm gelassen und mit Humor. Monika Guist vom Kreisheimatverein begrüßte zum "Hausbesuch".

Aus dem Keller hatten Koppelmeiers altes Inventar der ehemaligen Apotheke wieder ans Tageslicht befördert und restaurieren lassen. Aus dem Nachlass von Edith Tente, einer Tochter des Apotheken-Gründers Adolf Walters, erwarb das Ehepaar einen Apotheker-Schauschrank, um ihn wieder herrichten zu lassen. Ulla Kixmöller, die zweite Tochter des Apotheken-Gründers, stellte historisches Bildmaterial zur Verfügung.

Seinen Rats-Apotheke-Krug brachte der Weserstädter Martin Stork zum Apotheken-Besuch mit.

Der Weserstädter Martin Stork hatte seinen ganz privaten Rats-Apotheke-Krug als Anschauungsmaterial zum Hausbesuch mitgebracht und präsentierte ihn der großen Runde. Einige Besucher erinnerten sich an einzelne Einrichtungsstücke, den schwarz-weißen Fußboden oder die Decke mit den eindrucksvollen Stuck-Ornamenten. Im Jahr 1907 ließ der Apotheker Walter sein schmuckes Haus mit aufwändigen Jugendstilornamenten errichten.
Als der Eigentümer und Apotheker im Jahr 1959 verstarb, verpachtete seine Witwe die Apotheke an Willi Koppelmeier, der dann 1971 das Gebäude kaufte.

Nährreiche Kost für Säuglinge entwickelt


Der neue Eigentümer verlieh seiner Apotheke den Namen Rats-Apotheke. Einige Geschichten gebe es aus dem Haus zu erzählen, wusste Marianne Koppelmeier: "Der Markenname Humana für die bekannte Kindernahrung ist hier nebenan im Kontor entstanden. "Der damalige Vlothoer Kinderarzt habe eine gesunde und nährreiche Kost für Säuglinge und Kleinkinder entwickelt. Mit dem Apotheker Walter verhandelte er über die Herstellung dieser Kost, für die beide den Namen "Humana" wählten.

Der Garten, den Marianne Koppelmeier zeigt, stieß auf großes Interesse.

In umfangreichen Mengen sollte die Nahrung hergestellt und verkauft werden. Der Apotheker Walter entschied sich gegen die Zubereitung von Kindernahrung, daher gab Dr. Lemke seine Ideen und Pläne an die Herforder Molkerei, die noch heute im eigenen "Humana"-Werk die Kinderkost "Humana" produziert.

Heute nutzen Koppelmeiers das weitgehend restaurierte, imposante Gebäude als Wohnhaus und als Sitz des Pflegedienstes "K&K". Der geschickt angelegte Kräutergarten am Hang hinter dem Haus erfreut die Eigentümer in der Freizeit und Patienten, die sich gern durch die grüne Anlage in Terrassenform führen lassen. Von Willi Koppelmeier zubereiteter Tee aus einer Mixtur eigener Kräuter mundete allen Besuchern ausgezeichnet. Außerdem bewährte sich der Gastgeber als hervorragender Koch, indem er selbst zubereitete Kürbissuppe anbot.
 

(c) VLOTHOER ANZEIGER,  Gisela Schwarze
 




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Ayurveda-Vortrag überzeugt: Kochen kann glücklich machen!
Eintrag vom: 06.11.2012

Der Abend begann mit einem köstlichen "Gruß aus der Küche", der gleich 5 der empfohlenen 6 Geschmacksrichtungen vereinte: Kichererbsen-Bratlinge mit Apfel-Chutney. Die zahlreichen Gewürze und saisonalen, vegetarischen Zutaten der ayurvedischen Küche unterstützen den Ausgleich unserer Lebensenergien, der so genannten "Doshas". Die Zubereitung erfolge mit Hingabe, die Mahl-Zeiten im Einklang mit dem Biorhythmus: so kochen (und essen) wir uns glücklich. Kurzweilig, informativ, unideologisch: der Vortrag von Volker Mehl inspirierte die Zuhörerinnen und Zuhörer sichtlich. Die meisten nahmen sich im Anschluss dann auch sein Buch "Koch dich glücklich mit Ayurveda" mit nach Hause. Informationen zu seinen Kochkursen gibt es unter http://www.volker-mehl.de/kochatelier.html.




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Ungesund gibt es nicht! - Ayurveda-Koch Volker Mehl will seine Mitmenschen glücklich kochen
Eintrag vom: 29.10.2012

Erlebniskochen mit Volker Mehl: Der 35-Jährige schwört auf saisonale Produkte und hat selbst mit der Ayurveda-Küche schon zwölf Kilo abgenommen.


Volker Mehl trägt als Koch nicht nur den perfekten Namen, er hat auch eine beruhigende Botschaft: Essen ist weder gesund noch ungesund, höchstens unpassend. Warum? Das erklärt er sich und anderen mit Hilfe der indischen Ayurveda-Lehre.
Der 35-Jährige möchte niemanden missionieren, sondern seine Mitmenschen sensibilisieren, über ihr Essverhalten nachzudenken. Er verbindet die jahrtausendealte indische Ernährungsphilosophie mit westlicher Küche und beschreibt das Ergebnis in seinem ersten Kochbuch "Koch dich glücklich mit Ayurveda" (Kailash Verlag, ISBN 978-3-424-63038-1). Darin stellt Volker Mehl 80 fleischlose Rezepte vor, die schon während des Kochens Körper und Geist in Einklang bringen sollen. Neben Gerichten, die von der indischen Küche inspiriert sind, finden sich unter Mehls Ayurveda-Rezepten auch mediterrane und deutsche Klassiker wie Pasta und Kohlsuppe.
Wichtig sei es vor allem, den Lebens-, Jahres- und Tageszeiten gemäß zu essen, sagt der gebürtige Mannheimer, der in Südhessen aufwuchs. Der Körper als Teil der Natur benötige zu unterschiedlichen Zeiten andere Nährstoffe: "Unsere Großeltern haben das noch gemacht. Es wurde nur gegessen, was gerade Saison hatte und so lange gearbeitet, bis es dunkel war - heute ist im Supermarkt immer Sommer und elektrisches Licht verändert unseren Tagesrhythmus", benennt der Profikoch das Dilemma.
Neben der Zeit seien auch die Umstände entscheidend: "Wer Stress hat, tut sich mit einem Salat womöglich keinen Gefallen, für ihn kann eine Portion Pommes dann gesünder sein", verkündet Mehl die frohe Botschaft. Verpönt ist demnach eigentlich nichts, nicht einmal Fleisch, das bei körperlicher Schwäche sogar empfohlen werde. Auf die Menge komme es natürlich auch an. Dazu nennt Volker Mehl als Faustregel: "Eine Mahlzeit ist so viel, wie in zwei Hände passt."
Wenn sie auch noch selbst zubereitet ist, umso besser. Die Entschuldigung "keine Zeit zum Kochen" lässt Volker Mehl nicht gelten. "Jeder trägt die Verantwortung für seine Gesundheit, das ist eine Form der Wertschätzung sich selbst gegenüber."
Wie wertvoll Gesundheit ist, hat Volker Mehl schon früh begriffen. Als Teenager musste er miterleben, wie sein Vater an Knochen- und Blutkrebs erkrankte. "Dank einer ganzheitlichen Behandlung lebte er noch elf Jahre, prognostiziert hatten die Ärzte nur sechs Monate", erinnert er sich. Dieses Wunder machte ihn neugierig auf ganzheitliche Wissenschaften.
Nach dem Tod des Vaters begann er zwar zunächst eine Lehre als Versicherungskaufmann, »um erst einmal wieder Boden unter die Füße zu kriegen«, aber er merkte schnell, dass das nicht das Richtige war. So besann sich der Sohn eines Küsters, der auch schon einen Ausflug in die Theologie hinter sich hatte, auf sein eigentliches Interesse und ließ sich zum Ayurveda-Gesundheitsberater ausbilden.


Herforder Kreisblatt, Kerstin Heyde, Artikel vom 19.05.2012



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Generation „Ichlinge“
Eintrag vom: 29.10.2012

Lesung mit Thomas Valentin in der VHS

Am Donnerstag, den 8. November, liest der bekannte Autor Dr. Stephan Valentin in der Aula der VHS aus seinem neuen Buch "Ichlinge - Warum unsere Kinder keine Teamplayer sind". Während in Zeiten der Krise der Ruf nach dem "Miteinander" immer lauter wird, wirft der erfahrene Kinderpsychologe einen schonungslosen Blick auf die heutige Erziehungswirklichkeit und ihre problematischen Tendenzen: "Wir ziehen lauter kleine ‚Ichlinge‘ heran! Schon während der Schwangerschaft besuchen Föten die Universität, bereits Babys müssen Englisch lernen und überehrgeizige Eltern sind nicht mehr zu stoppen. Das Ergebnis: Mehr 2- bis 5-jährige können mit Smartphone-Apps umgehen als ihre Schuhbänder binden und mehr Kinder am PC spielen als Fahrrad fahren. Kinder und Jugendliche leiden unter dem stets steigenden Leistungsdruck und werden gleichzeitig zu Einzelkämpfern, die nur noch an sich selbst denken. Teamplayer sind out — Egoismus ist in!"
Doch "Ichlinge" werden nicht als solche geboren, sie sind werden dazu gemacht. Stefan Valentin plädiert für die Förderung von Rücksichtnahme, Toleranz und sozialen Fähigkeiten und für ein "Zusammenleben und -agieren statt für den einsamen (Miss-)Erfolg".
Dr. Dipl. Psych. Stephan Valentin hat Schauspiel und Psychologie studiert. Ehrenamtliche Einsätze führten ihn nach Bombay und an die Elfenbeinküste. Er führt eine kinderpsychologische Praxis in Paris und ist Autor von Elternratgebern und Romanen. Sein Werk "Vielfarben" wurde mit dem Bettina-von-Arnim-Preis ausgezeichnet. Er lebt in Paris, München und Heidelberg.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier

Ein Interview mit Stephan Valentin zum Thema "Einsam trotz Facebook" finden Sie hier

© Kris Seraphin-Lange




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Radio Herford zu Gast im Bünder Integrationskurs
Eintrag vom: 29.10.2012



Brasilien, China, Libanon, Spanien … Die 14 Teilnehmerinnen des Bünder Integrationskurses kommen aus 14 verschiedenen Ländern und können von ihrem kulturellen Hintergrund aus betrachtet verschiedener nicht sein. Und dennoch haben sie eine Menge gemeinsam: Sie lernen seit März 2012 mit viel Freude und Motivation unter der Leitung von Wilfried Springhorn die deutsche Sprache. Sätze zu bilden wie "Ich freue mich darauf, eine leichte Prüfung zu machen" oder aber "Ich freue mich, dass ich eine leichte Prüfung mache" bilden sie problemlos. Das ist nach gut 500 Stunden Deutschunterricht schon eine tolle Leistung, vor allem, wenn man bedenkt, wie schwierig doch die deutsche Grammatik ist. Beindrucken konnten die Teilnehmerinnen auch Joris Grässlin von Radio Herford. Er hat in der vergangenen Woche den Kurs besucht und sie interviewt. Den Mitschnitt  finden Sie unter diesem Artikel.
Mitte Dezember finden die abschließenden Prüfungen statt.
Wir wünschen uns, dass es für die so gut vorbereitete und motivierte Gruppe tatsächlich eine leichte Prüfung sein wird.
 




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Noch viele Rätsel um das Gotteshaus
Eintrag vom: 25.10.2012

Interessante Begehung der Laurentiuskirche

Bünde (nw). Wer hätte gedacht, dass die Laurentiuskirche, eine der ältesten romanischen Gotteshäuser im Kreis Herford, noch weitgehend unerforscht ist. Darauf hat Mathias Polster, ein in Fachkreisen angesehener Baugeschichtsforscher aus Herford, bei einer Führung durch die Kirche hingewiesen.
Weder von der Errichtung der romanischen Basilika noch vom Zeitpunkt der gotischen Erweiterung gibt es handfeste Daten. Einige wichtige Baumerkmale und Einzelbefunde geben aber durchaus Hinweise auf ihre Entstehung. So könne man schon an dem mit dicken Mauern und typischen romanischen Schallöffnungen ausgestatteten Turm erkennen, dass es sich um ein romanisches Bauwerk handele, zu dem auch das basilikale Kirchenschiff aus dem 12. Jahrhundert gehöre. Das Südportal dieses Gebäudeteils enthält nach Worten Polsters noch romanische Elemente wie ein kleines Kapitell im linken Pfeilerbereich.
Als Baumaterial diente der im Wiehen- und Wesergebirge abgebaute Porta-Sandstein, der auch 1874 von dem Mindener Baumeister Moelle für den Bau der Sakristei auf der Nordseite und für den im südlichen Querarm der Kirche im neoromanischen Stil errichteten Portal verwendet wurde. Ansonsten sei die Kirche nicht "steinsichtig", bestehe aber aus sehr hartem Sandstein, der etwa vor 200 Millionen als Rhätquarzit entstanden ist und im Herforder Keuper-Bergland in vielen Steinbrüchen abgebaut wurde.
Der Grundriss der romanischen Basilika hat große Ähnlichkeiten mit den Maßen der in romanischer Zeit auf dem Stiftberg in Herford erbauten Marienkirche, deren Sockel aus Rhätquarzit besteht und deren Entstehung auch ins 11. oder 12. Jahrhundert fällt. Die Laurentiuskirche sei in spätgotischer Zeit nach Norden erweitert worden. Davon zeugten die Stützpfeiler mit dem gelben Sandstein aus dem Teutoburger Wald ("Osning-Sandstein"), der auch für die Errichtung der gotischen Fenster verwendet wurde.
In den aus Osningsandstein bestehenden Werksteinen der Fenster und der großen Pfeiler im Inneren der Kirche sind die Steinmetzzeichen der Handwerker erhalten, die die Quadersteine - wahrscheinlich vor Ort in den Steinbrüchen unweit von "Peter auf dem Berge"- behauen haben. Sie lassen sich jeweils einer bestimmten Bautruppe zuordnen, die auch die Maßwerkfenster für viele weitere Kirchen unserer Heimat erstellt haben. So kann nach Worten Polsters mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Erweiterung der Laurentiuskirche um 1500 erfolgt ist.
Als besonderes Erlebnis empfanden die Kirchgänger die Begehung des Kirchengewölbes, das große Unterschiede in der Form für den romanischen Bau und den gotischen Anbau erkennen lässt. Das Baumaterial des gotischen Gewölbes besteht wie der Turm aus dem Keupersteinen der Herforder Gegend, während für das gotische Gewölbe Ziegelsteine verwendet wurden. Der Dachstuhl der Laurentiuskirche enthält sicher noch Balken aus der romanischen Zeit wie auch aus der Zeit um 1500.
Eine dendrologische Untersuchung wurde in Auftrag gegeben. Sie soll aufgrund der auszuzählenden Jahresringe darüber Auskunft geben, wann die Bäume für die Balken des Dachstuhls geschlagen wurden und damit auch genau erkennen lassen, wann der Bau der romanischen Kreuzkirche und die gotische Erweiterung stattgefunden haben.

Neue Westfälische, nw-news.de, Mittwoch 17. Oktober 2012




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Beziehung von Staat und Religion aus muslimischer Perspektive
Eintrag vom: 24.10.2012

Zu dem Thema Beziehung von Staat und Religion aus muslimischer Perspektive referierte Dr. Cefli Ademi am Dienstag, den 23. Oktober. 23 sehr interessierte Besucherinnen und Besucher folgten dem Vortrag in der Stadtbücherei in Bünde.
Herr Dr. Ademi erläuterte, auf welche Schriften sich muslimische Menschen beziehen. Er erklärte, dass der Koran keinesfalls in einem Widerspruch zum Prinzip der Rechtsstaatlichkeit steht. Die Tatsache, dass sich dies in der öffentlichen Debatte nicht wiederfindet, führt Herr Dr. Ademi darauf zurück, dass viele Menschen leider nur die Minderheit der Radikalen wahrnehmen anstatt den Fokus auf die überwiegende Mehrheit der friedlichen Muslime zu lenken.
Im Anschluss an den Vortrag fand eine lebhafte Debatte statt, in der Herr Dr. Ademi den interessierten Zuhören ihre heterogenen Fragen beantwortete.

Dr. Cefli Ademi ist Volljurist. Er war stellvertretender Leiter des Fachbereichs Recht der Stadt Gütersloh, und ist momentan Habilitand an der Universität Münster. Außerdem ist er Öffentlichkeitsreferent des Bündnisses Islamischer Gemeinden Bielefelds.
Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Bünde statt.
Weitere Veranstaltung des Fachbereichs Internationale Politik & Religionen finden Sie hier.

 

 

 




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Abschied von Hilde Lehnert – Die Heiko-Ploeger-Preisträgerin starb 81-jährig
Eintrag vom: 24.10.2012


Wir sind traurig! Hilde Lehnert war ein engagiertes Mitglied der Frauen-Schreibwerkstatt der VHS und des Fördervereins. Welch ein Verlust für alle, die sie gekannt haben!

••• Presseartikel: Herford (hab). Die Herforder kennen sie als vielfältig interessierte Autorin und Aktivistin: Sie engagierte sich als Betriebsrätin, in der Frauenbewegung, in Literaturzirkeln und Schreibwerkstätten. Die Stadt Herford verlieh ihr für herausragendes bürgerschaftliches Engagement den Heiko-Ploeger-Bürgerpreis. Jetzt ist Hilde Lehnert im Alter von 81 Jahren gestorben.

Freundlich und bestimmt, verbindlich und hartnäckig, oft mit einem Lächeln auf den Lippen: So werden Freundinnen und Freunde sie in Erinnerung behalten. Hilde Lehnert stammt aus einfachen Verhältnissen. In den 50er-Jahren war sie als junge Frau aus Sachsen-Anhalt nach Herford bekommen, wo sie Arbeit fand, ihre Tochter allein groß zog, es war ein hartes Leben, ein Leben in der Fremde, ein Leben voller Kampf.

Doch sie, die abseits des Bildungsbürgertums aufgewachsen war, war politisch, historisch und literarisch hoch interessiert. In der Gewerkschaftsbewegung fand sie als Arbeitnehmer-Vertreterin ein Stück Heimat, ohne dort jedoch eine Karriere anzustreben.

Kolleginnen rühmten ihren Mut: Hilde Lehnert war eine, die sich nicht unterkriegen lassen wollte, die neugierig war auf Menschen und auf ihre Möglichkeiten.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie viel später bekannt, als sie sich ab den 90er-Jahren als aktive Rentnerin in der städtischen Öffentlichkeit zu Wort meldete. Oft sah man sie als Zuhörerin in Ratssitzungen. Sie hatte Freude am Schreiben - und fand ein großes Publikum.

Der NW-Leserschaft war sie als hundertfache Autorin der monatlichen Seniorenseite vertraut - ihre genau erinnerten Alltags-Skizzen wurden gern gelesen. Im Historischen Arbeitskreis der Bildungsgemeinschaft Arbeit&Leben wirkte sie an der Erforschung der Zwangsarbeit im Raum Herford mit. Sie ging in Schulen, fühlte Politikern auf den Zahn, mischte sich in Gesprächskreisen ein - im Haus Unter den Linden ebenso wie in der Kirchengemeinde Herford-Mitte oder im "Kuratorium".

Von ihrer Gehbehinderung ließ sie sich nicht einschränken, sie kämpfte, blieb neugierig und offen für Neues - ein Vorbild für manche.

Am Wochenende ist sie in ihrer Wahl-Heimatstadt im Alter von 81 Jahren gestorben. Am Freitag um 12 Uhr beginnt die Trauerfeier auf dem Friedhof Ewiger Frieden. Um 14.30 Uhr sind Freunde und Wegbegleiter willkommen zu einer "Gedenk- und Anekdotenfeier" im Haus Unter den Linden.

© 2012 Neue Westfälische
09 - Herford, Dienstag 23. Oktober 2012




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