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Die Euroschuldenkrise
Eintrag vom: 21.10.2011

Bankenrettung, Euro-Rettungsschirm EFSF occupy wallstreet … dazu spricht Prof. Dr. Trevor Evans in der VHS in Herford am 10. November. Dr. Trevor Evans ist Professor für Geldtheorie, Geldpolitik und internationale Währungsbeziehungen an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Die Krise wirft viele Fragen auf: Sollte die EU aktiv Maßnahmen zur Unterstützung von finanzschwachen Mitgliedsländern ergreifen? In welchem Umfang kann ein Staat Kredite aufnehmen? Können souveräne Staaten insolvent werden? Welche Gefahren drohen für Griechenland, welche für Deutschland und andere Staaten?



weitere Informationen hier


Keywords: Rettungsschirm, Occupy Wallstreet, Griechenland

VHS-Torte zum Jubiläum Bünder Geschichtswerkstatt feiert fünfjähriges Bestehen
Eintrag vom: 19.10.2011

Bünde (us). "Was sind schon fünf Jahre?" fragte Monika Schwidde, Leiterin der VHS Kreis Herford, ironisch, denn schließlich sei das im Vergleich mit dem Seniorentanz oder dem Plattdeutschen Verein nicht viel. Wenn es aber um die Geschichtswerkstatt gehe, sei das schon eine ordentliche Leistung, lobte Schwidde.
Denn schließlich sei der persönliche Nutzen gering, und Archiv-Recherche nicht so spaßig wie etwa plattdeutsche Sketsche aufzuführen. "Es ist dennoch gelungen, Menschen für die Geschichtswerkstatt zu begeistern."
Die VHS-Geschichtswerkstatt, so ist sich Schwidde sicher, "ist eine Erfolgsstory. Und es ist Bildung im öffentlichen Interesse, für die ich mich bei allen Beteiligten bedanken möchte." Denn so etwas sei nie eine One-Man-Show, "wobei, irgendwie auch schon", fügte sie mit Blick auf Jörg Militzer hinzu, der die Geschichtswerkstatt 2006 ins Leben gerufen hatte.
Heute veranstaltet Militzer viele verschiedene Stadtrundgänge - ob als Nachtwächter verkleidet im Dunkeln oder per Bus wie auch per Segway - es sind immer mehr Variationen hinzugekommen, die Zigarrenstadt zu erkunden. Als Dank gab es nicht nur eine VHS-Jubiläumstorte sondern auch ein Geburtstagsständchen mit dem Dudelsack.
Angefangen hatte alles mit einem Stadtrundgang Militzers zum Thema "Jüdisches Leben in Bünde". Im Anschluss an einen Vortrag zur Bünder Geschichte, bei dem etwa 50 Interessierte anwesend waren, fand sich schließlich eine kleine Gruppe Aktiver, die viele Projekte ins Rollen brachten.
So ist aus dem anfänglichen Gedanken, Hobbyhistoriker zusammenzubringen, eine feste Einrichtung zur Stadtgeschichte geworden. Sie sammelt Materialien und Zeitzeugenaussagen und digitalisiert private Bildbestände. Auch Ausstellungen und Vorträge, Exkursionen und Rundgänge der Geschichtswerkstatt zählen mittlerweile zum festen Bestandteil des Bünder Kulturkalenders.

Artikel vom 19.10.2011




Keywords:

Autorenlesung Jens Jürgen Korff: Lügen mit Zahlen. Wie wir mit Statistiken manipuliert werden
Eintrag vom: 12.10.2011

"Es gibt drei Arten von Lügen: Lügen, infame Lügen und Statistiken", sagte der frühere britische Premier B. Disraeli bereits im 19. Jahrhundert. Darum ging es am 11. Oktober 2011 in der VHS in Herford. Dargelegt wurde, dass sowohl die angebliche Kostenexplosion im Gesundheitswesen wie auch bei den Sozialausgaben in keiner Weise den Tatsachen entspricht. Immer wieder veröffentlichen Medien solche Horrorszenarien, wie z. B. 2007 der Kölner Stadtanzeiger: "Experten: Gesundheit ist bald unbezahlbar". Doch Jens Jürgen Korff hatte eine gute Nachricht für die Teilnehmenden parat: In Wirklichkeit explodiert da überhaupt nichts. Er zeigte, "dass sich die Kosten des Gesundheitswesens, wenn man sie im Zusammenhang mit anderen Kosten betrachtet, schon seit vielen Jahren moderat entwickeln; warum sie das wahrscheinlich auch in Zukunft tun werden; und wo das wirkliche Finanzierungsproblem der Krankenkassen liegt."1)
Kritisiert wurde allgemein, dass sowohl in den Medien wie auch in Schulbüchern häufig fehlerhafte oder manipulative Statistiken anzufinden seien und es würde über die Gründe wie Zeitmangel oder Fälschung im Eigeninteresse diskutiert.
Doch dem häufig gehörten Satz "Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe" wollte Jens Jürgen Korff sich nicht anschließen. Er begründete, warum er vielen Statistiken, die andere erstellt haben, vertraut.
Probleme von Prognosen waren ein besonderes Thema. Trotz vieler grundsätzlicher Bedenken gegenüber langfristigen Prognosen bestand weitgehend Konsens darüber, dass Prognosen in vielen Bereichen sinnvoll sind. Jens Jürgen Korff verwies auf das positive Beispiel von Klimaprognosen. Er hob die folgenden zwei Aspekte hervor:
• Es handelt sich dabei in der Regel um umfangreiche Szenarien, bei denen eine Fülle von Bedingungen festgelegt wird.
• Die Klimamodelle werden häufig auch für die Vergangenheit getestet. Es wird versucht nachzuweisen, dass diese Modelle auch für die Vergangenheit korrekte Prognosen geliefert hätten.
Angeboten wurde die gut besuchte Veranstaltung in Kooperation mit attac Herford.
1) Zitat aus Gerd Bosbach/ Jens Jürgen Korff: Lügen mit Zahlen. Wie wir mit Statistiken manipuliert werden, 4. Aufl. 2011, Seite 181-182.




Keywords: Statistik, Manipulation, Prognose, Klima

Ein Blick in den Herforder Integrationskurs
Eintrag vom: 05.10.2011

Unter dem Tuch liegen verschiedenste Dinge des alltäglichen Lebens: eine Packung Taschentücher, ein Wörterbuch, ein Kuli, ein Radiergummi und vieles mehr. Lenali aus Finnland verdeckt all diese Gegenstände mit einen Tuch und nimmt dann mit dem Tuch das Handy weg, ohne dass die anderen es sehen. Sie fragt "Was ist weg?" Katarzyna aus Polen weiß die Antwort: "Das Handy ist weg". Dieses Gedächtnisspiel, das sogenannte Kim-Spiel, schult nicht nur die Wahrnehmung. Auch Vokabeln können sich so einprägen und nicht zuletzt die Artikel. Sich zu merken, welches Geschlecht die Substantive haben, ist für viele besonders schwer. Heißt es "das Schlüssel" oder nicht viel mehr "der Schlüssel"? Schließlich gibt es in vielen Sprachen, wie zum Beispiel im Russischen, gar keine Artikel! Seit Ende September nun lernen 15 Menschen aus 14 verschiedenen Ländern unter der Leitung von Birgit Killmer und Kornelia Ratzke die deutsche Sprache. In dieser kurzen Zeit haben sie mit viel Freude und Engagement schon sehr viel gelernt. Weiter so!




Keywords:

Autorenlesung Dr. Michael Lüders: Tage des Zorns. Die arabische Revolution verändert die Welt
Eintrag vom: 04.10.2011

Der Nahostexperte Dr. Michael Lüders, kommt am 20. Oktober in die VHS nach Herford.und liest aus seinem des gerade erschienenen Buch "Tage des Zorns. Die arabische Revolution verändert die Welt". Als Vorgeschmack hier ein paar Zitate:
"Wir im Westen, vor allem die Politik aber auch ein Teil der Medien, haben über lange Jahre hinweg sich nicht sehr interessiert für die Menschen in der arabisch-islamischen Welt, man war irgendwie der Meinung, dass Islam und Moderne nicht zusammengeht, man hatte Vorurteile, der Araber braucht eben die harte Hand, ansonsten kann er mental sowieso nur Koran und Kopftuch, also, man hat sich verbündet mit diesen Diktatoren in der Region, in der Hoffnung, Stabilität zu bekommen."
"Die arabische Revolution ist falsch formatiert. Sie passt nicht auf die vorherrschende "mentale Festplatte", entspricht nicht den Wahrnehmungen und Gewissheiten der Mehrheit."
"Alles wird gerade neu formatiert, die Festplatte, die wir bisher hatten, hat keine Gültigkeit mehr, das gilt auch für den Nahostkonflikt, Israel wird als Reaktion auf diese Verschiebungen auf einmal konfrontiert mit einer ganz neuen Realität, die engen Beziehungen zu Ägypten, zur Türkei sind beendet - das, was im Nahen und Mittleren Osten passiert, ist augenblicklich, neben der Weltwirtschaftskrise und der Finanzkrise der größte weltpolitische Umbruch, darauf gilt es zu reagieren, in der Politik, aber auch in unserem Bewusstsein, da geht es vor allem darum, dass wir anfangen, die Menschen dort wahr zu nehmen wie du und ich."



weitere Informationen hier


Keywords: arabisch, Revolution, Aufstand, Ägypten

Italienisch und Spanisch am Wochenende
Eintrag vom: 04.10.2011



Planen Sie schon Ihren nächsten Urlaub im Süden? Und möchten Sie sich schon jetzt sprachlich darauf vorbereiten? Dann besuchen Sie doch einen Wochenendkurs in Italienisch oder Spanisch. In diesen Kursen erlernen Sie in kurzer Zeit Grundkenntnisse der jeweiligen Sprache und werden so in Ihrem nächsten Urlaub nicht mehr sprachlos sein. Informationen über Land, Leute und Kultur runden die Veranstaltungen ab. Die Kurse richten sich an Teilnehmende ohne Vorkenntnisse. Nähere Informationen finden Sie hier Italienisch  und Spanisch

Foto: (c) Mathias Klingner pixelio




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Steine, ist das interessant?
Eintrag vom: 30.09.2011

Historische Schwingungen:Jörg Bowitz presst einen grauen Blechkasten gegen einen Wandstein. Das Gerät des Diplom-Geologen misst die
Schwingungen der im Stein enthaltenen Mineralien-Moleküle. Am Donnerstag, 22. September sprachen Jörg Bowitz und Mathias Polster im Rahmen einer Veranstaltung des Vereins für Herforder Geschichte und der Volkshochschule über die Herkunft der verwendeten Baumaterialien am Beispiel Herforder Bauten. Die Neue Westfälische hat in ihrer Ausgabe vom 30. September wie folgt darüber berichtet:

Was die Steine erzählen
Geologe entdeckt eine kleine Sensation an der Marienkirche auf dem Stiftberg

VON CORINA LASS

Herford. Im Turm der Münsterkirche wölben sich die Kuppeln wie Eier aus dem Boden. Über Bretter gelangt der Besucher zum Nordturm. Dort presst der Geologe Jörg Bowitz einen grauen Blechkasten gegen einen Wandstein. Zusammen mit Stadtführer Mathias Polster ist der 58-Jährige historischen Sensationen auf der Spur. Einige hat er schon entdeckt.

Das Gerät des Diplom-Geologen misst die Schwingungen der im Stein enthaltenen Mineralien-Moleküle. Das Profil, das sich aus den Daten ergibt, ist einzigartig. Bowitz gleicht es mit den Daten ab, die er aus geologischen Archiven und hunderten Steinbrüchen gewonnen hat. Weit mehr als 1.300 Vergleichsdaten hat er so gesammelt.

Daher weiß er: Das Gewölbe, auf dem er im Nordturm steht, ist aus Rhätquarzit vom Stuckenberg. Die Turmwand im unteren Bereich wurde ebenfalls aus diesem Material gesetzt, der obere Bereich besteht aus Schilfsandstein. Er wurde "In der Kuhle" abgeräumt, einem kleinen, flächigen und nicht offenen Steinbruch in Schwarzenmoor. Ganz in der Nähe gibt es den Steinbruck Fricke, von dort stammt das Material des Bismarckturms.

Deshalb weisen beide Bauwerke ähnliche Schäden auf, sagt Polster, der aber auch auf einen Fehler bei der Verarbeitung hinweist: Steine bestehen aus waagerecht verlaufenden Schichten, die auch waagerecht verlaufend verbaut werden müssen. "Sonst können Schadstoffe eindringen", sagt Polster und bröselt vorsichtig eine Schicht von einem - der vielen - falsch verbauten Schilfsandsteine im Nordturm der Münsterkirche ab.

Beim Bau des Bismarckturms 1905/1906 sei eigentlich schon bekannt gewesen, wie die Steine verbaut werden müssen, sagt Polster. Sein Blick spricht Bände: Damals haben die Bauarbeiter geschlampt.

Im Nordturm der Münsterkirche weist Polster auf einige besonders kleine Steine, "zu kleine", wie er sagt. "Wenn man solche kleinen Steine verbaut, ist das, als wolle man Apfelsinen stapeln. Irgendwann rutschen sie einem weg." Eigentlich sind Polster und Bowitz in den Nordturm gestiegen, um den so genannten "Herforder Oelschiefer" zu finden, einen Mergel, der 2002 von Restauratoren an der Außenwand entdeckt wurde. Er könnte im 13. Jahrhundert aus dem Stadtgraben zwischen Bergertor und Lübbertor gebrochen worden sein. Wenn das der Fall ist, dann handelt es sich um Material, das sich zu zersetzen beginnt, sobald es mit Sauerstoff in Kontakt kommt.

Als Baumaterial für einen Kirchturm ist das natürlich fatal. Das würde aber erklären, warum in der Vergangenheit immer wieder Schäden an bestimmten Stellen des Nordturms auftauchten. Möglicherweise wäre das zudem ein Hinweis, warum der Turm im 18. Jahrhundert um eine Ebene abgebrochen wurde.

Gefunden hat Bowitz diesen Stein nicht, für eine weitere Untersuchung muss der 58-Jährige noch einmal zurückkommen.

Einige Tage vorher hat er aber etwas anderes entdeckt, und das war für ihn und auch Polster eine Sensation: In der Mauer der Marienkirche auf dem Stiftberg wurde Pottersandstein verbaut. Der Stein wurde an der Weser abgebaut und taucht in Herford erstmals im 1865 errichteten Amtsgericht auf. Die Mauer der Marienkirche, in der Bowitz den Stein entdeckte, wurde aber schon um 1320 errichtet, zu einer Zeit, als der weite Transport dieses Steins viel zu aufwändig gewesen ist, als dass die Bauherren dies auf sich genommen hätten. Polster erklärt sich den Fund so: Die Marienkirche wurde auch als Pilger-Kirche errichtet. Beim Bau halfen Gläubige mit, die sich davon einen Ablass ihrer Sünden erhofften. Sie hätten den Stein vermutlich aus dem Raum Minden mitgebracht. Dennoch: Der Fund ist ein "ein Horror für jeden Geologen", sagt Polster. Er ist aber auch "ein Knaller".

© 2011 Neue Westfälische 08 - Herford, Freitag 30. September 2011




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Volkshochschulen zu teuer? Nein, meint der Bund der Steuerzahler
Eintrag vom: 27.09.2011

....,aber manche Angebote gehören dringend aussortiert. Die Kosten, die die Volkshochschulen bei den Kommunen verursachen, sind höchst unterschiedlich. Das hat eine Umfrage des BdSt ergeben. Ursache dafür sind vor allem die Kurse, die angeboten werden. So sind insbesondere Schulabschlüsse sehr kostenintensiv. Mit ihnen erfüllen die Volkshochschulen jedoch eine ihrer Hauptaufgaben. Kritisch sieht der BdSt hingegen Sportangebote oder Schminkkurse und Farbberatungen. Denn nach Ansicht des Verbandes haben diese Aufgaben nichts mit dem Bildungsauftrag der Volkshochschulen zu. Düsseldorf. Viel zu viele überflüssige Kurse, mit denen Steuergelder verschwendet werden. Immer wieder äußern Bürger diese Kritik über ihre örtliche Volkshochschule und fordern den Bund der Steuerzahler auf, dieser "Verschwendung" nachzugehen. Der BdSt hat dies zum Anlass genommen, alle Städte in Ostwestfalen-Lippe sowie die kreisfreien Städte nach ihren Ausgaben im Jahr 2010 für ihre VHS zu fragen. Weiter wollte der Verband wissen, wie viele Kursteilnehmer die jeweiligen Volkshochschulen im vergangenen Jahr hatten, wie viele Kurse angeboten wurden und wie hoch der Kostendeckungsgrad war.

Inzwischen haben die meisten Städte geantwortet. Das Ergebnis: Ein Vergleich oder die Ermittlung eines Durchschnittwerts ist nicht möglich. Denn es gibt zu viele Unterschiede.

So müssen einige Volkshochschulen Miete für die Räume bezahlen, in denen die Kurse stattfinden. Andere haben eigene Räume und wieder andere veranstalten ihre Kurse ohne Mietkosten in Schulen oder anderen städtischen Räumen ihrer Kommune. Auch bei der Organisationsform gibt es bedeutende Unterschiede. Längst nicht jede Kommune hat ihre eigene Volkshochschule. Viele Städte und Gemeinden haben sich zu sogenannten Zweckverbänden zusammengeschlossen. Doch mal gehören diesem Zweckverband nur zwei Städte an, mal sind es mehrere.

Diese Zweckverbände sparen Organisationskosten. Dennoch heißt das nicht, dass sie generell weniger Geld für ihre Volkshochschulen ausgeben, als Kommunen mit einer "eigenen" VHS. Der Grund ist das Angebot, das unterschiedlich viel Geld verschlingt. So bieten längst nicht alle Volkshochschulen jeden Schulabschluss an. Diese Abschlüsse sind aber besonders kostspielig, da sie ganz besonderen Anforderungen entsprechen müssen. Zudem beteiligen sich einige Volkshochschulen an den offenen Ganztagsschulen, andere führen Integrationskurse durch, wieder andere bieten berufliche Eingliederung an und die nächsten haben alles im Programm. Das verursacht hohe Kosten. Die Einrichtungen kommen damit aber ihrem Bildungsauftrag gemäß dem Weiterbildungsgesetz NRW nach. Die Ausgaben für diese Kurse sind also mehr als gerechtfertigt.

Es gibt Kurse, die aussortiert werden sollten
Genau daran hat der BdSt NRW bei einigen anderen Kursen aber erhebliche Zweifel. Denn in § 3 Weiterbildungsgesetz NRW heißt es: Das Bildungsangebot der Einrichtungen der Weiterbildung umfasst Inhalte, die die Entfaltung der Persönlichkeit fördern, die Fähigkeit zur Mitgestaltung des demokratischen Gemeinwesens stärken und die Anforderungen der Arbeitswelt bewältigen helfen. Es umfasst die Bereiche der allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Weiterbildung und schließt den Erwerb von Schulabschlüssen und Eltern- und Familienbildung ein. Was Kurse wie "Wenn Frauen zu sehr lieben - der Wege zur Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse", "Liebesbrief schreiben", "Entrümpeln, praktische Tipps für aufgeräumte Handtaschen und Schubladen", Schminkschule, Farbberatung oder "Schluss mit dem Single-Dasein - Mut zur selbstbewussten Partnersuche", mit dieser Anforderung zu tun haben, erschließt sich dem BdSt nicht.

Auch Tennis-, Reit-, Golf-, Yoga oder andere Sportkurse haben nach Auffassung des Verbandes im Angebot der Volkshochschulen nichts zu suchen. Da es in jeder Region ausreichend Vereine oder private Träger gibt, die solche Kurse anbieten, bedarf es nicht der Volkshochschule und damit der kommunalen finanziellen Unterstützung. Gleiches gilt für manches Reiseangebot, dass einige Volkshochschulen unterbreiten. An betreffende Volkshochschulen appelliert der BdSt NRW, das kommende Programm entsprechend anzupassen und auszumisten. Damit würden sich die Kommunen auch die berechtigte Kritik vieler Bürger, überflüssige VHS-Kurse anzubieten, endlich ersparen.

Siehe auch Bund der Steuerzahler

Unser Kommentar: Die Aussagen, die der Steuerzahlerbund zum Aussortieren von Kursen macht, zeigen, dass der Steuerzahlerbund die Finanzierungsstrukturen der Volkshochschulen wohl leider nicht ganz verstanden hat. Die finanziellen Auswirkungen durch Streichungen dieser Angebote würde den kommunalen Zuschussbedarf erhöhen und nicht senken, was diverse Volkshochschulen ihren Trägern bereits in der Vergangenheit nachweisen mussten und konnten (z. B. VHS Gütersloh im Februar 2010).






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Die Verteilung der Bildungsausgaben ist ungerecht - Verhindert der Bildungsföderalismus Investitionen in Bildung?
Eintrag vom: 26.09.2011

(red/pm) Die Bundesländer zahlen am meisten für das Bildungssystem, doch ist ihre Rendite am geringsten. Neben den leeren Länderkassen erschweren auch die geringen Erträge der Länder notwendige Reformen im Bildungssystem. Die heute von der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlichte Studie von Bildungsökonom Dr. Dieter Dohmen zeigt, wie sehr Kosten und Erträge von Bildungsinvestitionen zwischen Bund, Ländern und Kommunen auseinanderfallen.
Der größte Nutznießer ist - allerdings erst nach den Sozialversicherungen - der Bund. Die Kommunen profitieren meist mehr als die Länder. Von einer stärkeren Beteiligung des Bundes an der Bildungsfinanzierung würden gerade die Länder profitieren.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlicht heute die Ergebnisse einer Studie, die von Dr. Dieter Dohmen, dem Direktor des Berliner Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie, durchgeführt wurde. Sie zeigt, wie die Kosten und Erträge von Bildungsinvestitionen auf die drei föderalen Ebenen - Bund, Länder und Kommunen - entfallen und wie sich diese Finanzflüsse im Falle einer größeren Bundesfinanzierung verändern. Die Länder tragen in den meisten Bildungsbereichen die größten finanziellen Lasten, profitieren aber am wenigsten im Vergleich zu Bund, Kommunen und insbesondere Sozialversicherungen.
Die Länder übernehmen zwei Drittel der Bildungsausgaben (66 Prozent), die Kommunen ein Fünftel (20 Prozent) und der Bund ein Siebtel (14 Prozent). Die Kommunen tragen jedoch den Löwenanteil für die Kinderbetreuung und der Bund finanziert vor allem die Weiterbildung. In den anderen Bereichen sind die Länder der Hauptfinanzier. Sie haben zwar die Bildungshoheit, aber angesichts leerer Kassen und der Schuldenbremse kaum Spielraum für dringend erforderliche Bildungsinvestitionen.
Sind Bildungsinvestitionen erfolgreich, dann stehen den Ausgaben sinkende Sozialausgaben sowie steigende Einnahmen der besser Qualifizierten bei Steuern und Sozialversicherungen gegenüber. Vor allem im Kita-Bereich, aber auch bei den Ganztagsschulen kommen Beschäftigungseffekte bei den Eltern und pädagogischen Fachkräften hinzu. In den einzelnen Bildungsbereichen ergibt sich folgende Situation:
1. Ein Ausbau der frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangebote im Krippenbereich würde - in einer mittleren Variante - zu fiskalischen Erträgen von insgesamt 17 Prozent führen, von denen 9 Prozent auf die Sozialversicherungen und durchschnittlich 8 Prozent auf die öffentlichen Haushalte entfallen. Betrachtet man die föderalen Ebenen getrennt, dann beträgt die Rendite des Bundes 11 Prozent, die der Länder 7 Prozent. Die Erträge der Kommunen belaufen sich hingegen nur auf 5 Prozent, da sie die Hauptlast der Finanzierung tragen. Bezieht man zudem die Beschäftigungseffekte in die Rechnung mit ein, die sich aus einem besseren Kinderbetreuungsangebot ergeben, dann vergrößert sich der Renditevorsprung von Bund und Ländern weiter, da diese einen höheren Anteil an der Lohn- und Einkommensteuer erhalten.
2. Der Ausbau der Ganztagsschulen würde - ausgehend von einem Nutzungszeitraum von zehn Jahren - zu einer Gesamtrendite von 5,5 Prozent führen; allein gut 4 Prozent davon gingen an die Sozialversicherungen und nur knapp 1,5 Prozent auf die Gebietskörperschaften. Von diesen hätte wiederum der Bund (4 Prozent), gefolgt von den Kommunen (3 Prozent), die höchsten Erträge. Die Länder hingegen, die den größten Anteil der Kosten im Schulbereich tragen, hätten nur eine geringe Rendite von 0,2 Prozent. Zu beachten ist dabei, dass die Erträge eines Ausbaus der Ganztagsschulen nur deshalb sehr niedrig erscheinen, weil die gesamten Investitionen in den Berechnungen nur über einen Zeitraum von zehn Jahren genutzt werden. Bei einer Ausweitung der Nutzungsdauer auf 20 Jahre würde sich die Rendite verdoppeln.
3. Deutlich höher sind die fiskalischen Erträge einer stärkeren Berufsorientierung oder einer geringeren Schulabbrecherquote. Eine bessere Berufsorientierung, etwa durch mehr Praxisbezug, wäre mit einer Nettorendite von insgesamt 24 Prozent verbunden, davon 13 Prozent für die Sozialversicherungen und durchschnittlich 11 Prozent für die öffentlichen Haushalte. Auf den Bundeshaushalt entfielen hier 26 Prozent, 13 Prozent auf die kommunalen und knapp 6 Prozent auf die Länderhaushalte, die aber wiederum das Gros der Kosten zu tragen hätten. Könnte die Zahl der Schulabbrüche gesenkt werden, ergäbe sich eine Nettorendite von insgesamt 19 Prozent, von der 12 Prozent an die Sozialversicherungen gingen und 7 Prozent an die öffentlichen Haushalte. Der Bund hätte eine Rendite von 27 Prozent, die Kommunen von 8,5 Prozent und die Länder von 3 Prozent.
4. Der derzeitige Ausbau des Hochschulsystems führt zu einer Gesamtrendite von 28,5 Prozent, darunter 12,5 Prozent Sozialversicherungen, das heißt, hier ist die fiskalische Rendite der Gebietskörperschaften mit 16 Prozent ausnahmsweise höher. Teilen sich Bund und Länder die Ausbaukosten, wie dies im Hochschulpakt verabredet ist, erzielen beide eine gleich hohe Rendite von jeweils 13 Prozent. Normalerweise würden die Länder aber 80 Prozent der Ausbaukosten finanzieren. Dadurch würde sich ihr Nettoertrag auf 7,5 Prozent verringern und der des Bundes sich auf 40 Prozent erhöhen. Dies zeigt, dass der Hochschulpakt einen Weg aufzeigt, wie sich Bund und Länder auf gemeinsame Schritte verständigen können.
Ferner ist zu beachten, dass Wanderungsbewegungen der Hochschulabsolventen zwischen den Ländern zu Verschiebungen bei den Kosten und Erträgen führen können: Während die Länder, in die Akademikerinnen und Akademiker zuwandern, profitieren, erzielen die Länder, in denen die Absolventen vorher studiert haben, Verluste. So haben die ostdeutschen Länder bezogen auf den Absolventenjahrgang 2005 beispielsweise einen "Nettoinvestitionsverlust" von über 200 Millionen Euro, während die süddeutschen Länder einen Investitionsgewinn von über 250 Millionen Euro haben. Diese Diskrepanz wird auch durch den Länderfinanzausgleich nicht aufgefangen.
"Unsere Berechnungen zeigen somit sehr deutlich", so fasst Dr. Dieter Dohmen, der Direktor des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie die Ergebnisse der Studie zusammen, "dass die Verteilung der Bildungsausgaben auf Bund, Länder und Kommunen ungerecht ist und ein Investitionshemmnis darstellt. Im bestehenden System werden die Länder überproportional belastet, während insbesondere der Bund profitiert. Unter ökonomischen Gesichtspunkten ist eine stärkere Beteiligung des Bundes dringend geboten," meint der erfahrene Bildungsökonom. "Unsere Berechnungen zeigen deutlich, dass sich die Rendite der Länder erhöhen würde, wenn sich der Bund stärker beteiligen würde, wie beispielsweise beim Hochschulpakt. Die Länder wären die Gewinner einer solchen stärkeren Bundesbeteiligung."
Die Berechnungen zu den fiskalischen Renditen von Bund, Ländern, Kommunen sowie Sozialversicherungen werden mit dem vom Forschungsinstitut entwickelten Simulationsmodell EduSim© vorgenommen, das jährlich präzise Prognosen von Studienanfängerzahlen auf Bundes- und Länderebene hervorbringt und auch detaillierte Berechnungen zum Fachkräfteangebot zulässt.

 




Keywords: Bildungsausgaben, Bildung, Föderalismus

Mehr Besucher im Theater und in der VHS - Kultureller Rückblick auf 2010/2011
Eintrag vom: 23.09.2011

Herford. Eine eher durchwachsene Bilanz zur vergangenen Saison 2010/2011 zogen die Vertreter der verschiedenen Kultureinrichtungen auf der Sitzung des Kulturbeirates am Mittwochabend im Foyer des Stadttheaters.

Sehr zufrieden war Theaterleiter Karl-Heinz Rohlf mit den Besucherzahlen insgesamt: 27.059 Menschen sind in der Spielzeit 2010/2011 ins Theater gekommen, das sind gut 2.000 Besucher mehr als in der Vorsaison (24.966). Verluste, so Rohlf, gäbe es im klassischen Abo-Bereich. "Das ist aber eine Entwicklung, die nicht nur in Herford, sondern bundesweit zu beobachten ist", erklärte der Leiter. Zeitgemäßer sei da wohl das Wahl-Abo, das sich großer Beliebtheit erfreue.

Thomas Steingrube, Leiter der Musikschule, sprach von "zurückgehenden Schülerzahlen, wenn auch nicht in sehr bedenklicher Weise". Am stärksten machten sich die Rückgänge im Bereich der Musikschulzwerge (von 23 in der Vorsaison auf 10) und der Musikschulwichtel (von 21 auf 15) bemerkbar. Ein leichter Rückgang (von 933 auf 890) sei auch im Instrumental- und Vokalunterricht zu verzeichnen. Das vor drei Jahren eingeführte Konzept "Musik für Kinder" (MuKi), das sich wachsender Beliebtheit erfreut, ändert nichts daran, dass die Gesamtbelegungen von 1.721 Schülern in der Vorsaison auf 1.573 gesunken sind.

Sinkende Besucherzahlen verzeichnet auch die Nordwestdeutsche Philharmonie (NWD). 7.497 Besucher kamen 2010/2011 zu den Sinfoniekonzerten. Damit setzt sich ein Abwärtstrend fort, der nach der Saison 2007/2008 eingesetzt hatte, als noch 7.991 Klassik-Fans in den Konzertsaal pilgerten. Kammer- und Schulkonzerte hingegen weisen einen leichten Aufwärtstrend auf.

Über einen solchen - allerdings sehr beständig - kann sich auch die Volkshochschule freuen, und zwar sowohl auf Stadt- als auch auf Kreisebene. Während in der Saison 2009/2010 am Standort Herford 42.632 Menschen die Kurse und Veranstaltungen besuchten, waren es in der abgelaufenen Saison 44.709. Auf Kreisebene fiel die Steigerung mit 81.253 gegenüber mehr als 78.425 Besuchern in einer ähnlicher Größenordnung aus.

© 2011 Neue Westfälische
08 - Herford, Freitag 23. September 2011 VON MEIKO HASELHORST




Keywords:

Islamfeindlichkeit ? - Berichterstattung in deutschen Medien und Auswirkung auf das gesellschaftliche Zusammenleben (Vortrag)
Eintrag vom: 19.09.2011

Dr. Dirk Halm geht der Frage nach, wie sich das medial vermittelte Bild des Islams in Deutschland in den letzten Jahren gewandelt hat und welche Wirkungen dieser Wandel auf das Zusammenleben von Muslimen und Mehrheitsgesellschaft in Deutschland hatte. Der Vortrag findet im Rahmen der interkulturellen Woche in Herford statt.



weitere Informationen hier


Keywords: Islam, Medien, Deutschland, Zusammenleben, Muslim, Toleranz

Zusätzlicher Kurs Finanzbuchhaltung
Eintrag vom: 16.09.2011

Einen zusätzlichen Kurs EDV-Finanzbuchhaltung mit Lexware in den Herbstferien hat die VHS auf Wunsch von Teilnehmenden eingerichtet. Der Kurs ist Teil des Kurssystems Finanzbuchhalter/in (VHS). Das Modul kann mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Über die Inhalte des Kurses und die erforderlichen Vorkenntnisse können Sie sich hier informieren:

Erforderliche Vorkenntnisse: Entsprechend Buchführung III (z. B. Nr. F4633.1A) und außerdem PC-Erfahrung (insbesondere gute Kenntnisse im Umgang mit dem Windows-Explorer und mit Windows-Anwendungsprogrammen).


Inhalte:
Stammdaten anlegen, verändern und löschen: Firmen-, Sachkonten- und Personenstammdaten, Festkonten, Steuerdaten
Buchen von Eröffnungsbeständen
Vor- und Aufbereitung des Buchungsmaterials
Buchen praxisbezogener Geschäftsvorfälle: Ausgangs- und Eingangsrechnungen, Rechnungen mit Aufteilungsbuchungen, Gutschriften, Zahlungsverkehr mit Offene-Posten-Ausgleich und Skonti sowie Anzahlungen, Kassen- u. Bankbuchungen, Stornobuchungen, Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Wechselbuchungen, Privatentnahmen und -einlagen, Kauf und Verkauf von Anlagevermögen
Bewertungsbuchungen am Jahresende, Abschlussbuchungen
Auswertung u. Ausdrucke: Journal, Offene-Posten-Listen, betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), Auswertungskennziffern, Umsatzsteuervoranmeldung, Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz



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Keywords: Lexware Finanzbuchhaltung

MARTa sucht Bürgerporträts - Bürgermeister Wollbrink fragt, Museumsdirektor Nachtigäller antwortet
Eintrag vom: 16.09.2011


MARTa-Direktor Roland Nachtigäller und Bürgermeister Bruno Wollbrink in der aktuellen Design-Ausstellung: In ihr wird eine Szenerie aus dem Rathaus aufgegriffen.
Herford (HK). Wieviel Bürgerbeteiligung kann es in einem Museum geben? Dies war eine der Fragen, die MARTa-Direktor Roland Nachtigäller im Gespräch mit Bürgermeister Bruno Wollbrink diskutierte.
Und da sich auch die Zuhörer beteiligen konnten, entwickelte sich das Frage-Antwort-Spiel irgendwann zur Grundsatz-Diskussion über das MARTa in Herford. Initiator der Gesprächsrunde war die Volkshochschule.
Eine der Fragen, die sich Bruno Wollbrink überlegt hatte: "Gehen Sie auf Wünsche der Besucher ein?" Er selbst habe in einem Gästebuch noch nie von Änderungswünschen gelesen, antwortet Roland Nachtigäller: "Dass zum Beispiel jemand sagt oder schreibt, dieses Bild würde ich anders hängen". Dass es diese Art von Vorschlägen geben könnte, wäre aus Sicht des MARTa-Direktors allerdings nur konsequent: "Das wäre dann der Höhepunkt der Emanzipation des Publikums."
Auf eine andere Art von Bürgerbeteiligung zielte der Hinweis eines Besuchers, wonach Herford über einige potenzielle Leihgeber von künstlerischen Exponaten verfügt. Nur müsse man das Vertrauen der Menschen gewinnen. Nachtigäller erwähnte in diesem Zusammenhang die nächste große MARTa-Ausstelllung, in der die Groß-Installation "Die Wirtschaftswerte" von Joseph Beuys gezeigt werden soll. Für diese Arbeit sucht das Museum noch nach lokalen Bürger-Porträts aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Vielleicht gebe es auch die Möglichkeit, dass Herforder einen Raum gestalten, war ein weiterer Vorschlag seitens der Zuhörer, die bedauerten, dass das MARTa in Herford noch immer auf Ablehnung stößt.
Bevor die Diskussion über die zukünftige Akzeptanz des Museums so richtig in Fahrt kam, hatte Bürgermeister Wollbrink sein Erstaunen über die neue Design-Ausstellung zum Ausdruck gebracht - und zwar hinsichtlich der Eingangsszenerie, in der eine Rathaus-Situation samt Bürgermeister-Ahnengalerie nachgestellt ist. Hier werde etwas Vertrautes in einen anderen Zusammenhang gestellt, das sei in der Kunst nichts Ungewöhnliches, erläuterte Roland Nachtigäller. Dabei gehe es nicht darum, das Rathaus als unmodern vorzuführen, sondern es stelle sich angesichts des Mobiliars die spannende Frage: "Warum empfinden wir ein bestimmtes Design heute als veraltet?" Oder: "Was ist zeitloses Design?"
Werbefachleute wissen, dass übers Design eine Botschaft transportiert wird. Der Aussagegehalt, der von den Rathaus-Möbeln aus den 60ern ausgeht, könnte laut Roland Nachtigäller lauten: "Die Stadt Herford gibt ihr Geld für wichtigere Dinge aus."

Herforder Kreisblatt, Artikel vom 16.09.2011, von Hartmut Horstmann




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Programmtipp: Überleben in der freien Natur - Survival-Programm mit der Natur- und Wildnisschule Teutoburger Wald im WDR
Eintrag vom: 13.09.2011


Am 7. Oktober startet die VHS in Kooperation mit der Natur- und Wildnisschule Teutoburger Wald erneut die erfolgreiche Weiterbildung "Natur- und Wildnispädagogik"
Wenn Sie sich einen Eindruck von der Arbeit der Natur- und Wildnisschule verschaffen wollen, schalten Sie in dieser Woche zwischen 16.15 und 18.00 Uhr den Fernseher ein. In der Sendung "Daheim und unterwegs" errichtet der WDR für Sie ein Survivalcamp.
Der Natur- und Wildnispädagoge Robert Woitas von der Natur- und Wildnisschule Teutoburger Wald kennt alle Tricks, um in der freien Natur zu überleben. Er führt das Survivalcamp durch die Woche und wird dabei täglich von einem weiteren Experten aus der Wildnisschule unterstützt. Lassen Sie sich zusammen mit den Moderatoren des WDR für die Natur begeistern. Reflektieren Sie mit ihnen über Ihren Alltag. Lernen Sie, wie man aus der Beschäftigung mit der Natur Selbstbewusstsein für den Alltag gewinnen kann. Und erfahren Sie, wie man in Notsituationen in Wald und Wildnis überleben kann.

Weitere Informationen und das komplette Survivalcamp-Programm finden Sie hier.




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Wortlos geht die Sonne auf - Der gehörlose VHS-Dozent Jürgen Schlechter bringt Hörenden die Gebärdensprache bei
Eintrag vom: 13.09.2011



Ich kann dich nicht hören,aber ich verstehe dich: Brigitte Lüking,Timo Everding, Christiane Everding, Renate Junge, Katharina Hohaus, Birthe Oberschachtsiek, Natalie Peitzmeier und Wiebke Selzer (v. l.) lernen von Jürgen Schlechter das Gebärdensprachenzeichern für die Sonne.

Herford. Eine andere Sprache lernen, endlich einen Volkshochschulkurs besuchen und loslegen. Das ganze ohne Vokabelheft und Hilfsverben: Das geht. Seit Februar lernt die 20-jährige Natalie Peitzmeier das Sprechen mit Händen, Füßen, Gestik und Mimik: Die Gebärdensprache.

Mit ausgestrecktem Finger zeigt Natalie Peitzmeier auf ihr Gegenüber, dann streicht sie sich mit zwei Fingern über die Wange, nimmt anschließend die Hände zur Seite und hebt die Schultern mit fragenden Blick. Gerade hat sie die Frage "Wie heißt du?" gemimt.

"Eigentlich mag ich Sprachen lernen überhaupt nicht. Englisch und Französisch - das war nichts für mich. Aber die Gebärdensprache hat mich schon immer fasziniert. Von der ersten Stunde an war ich begeistert", sagt die werdende Erzieherin.

Unterrichtet wird sie von Jürgen Schlechter. Seit 18,5 Jahren bringt er als Dozent der VHS Herford Hörenden die Deutsche Gebärdensprache bei. Seitdem er als kleiner Junge an einer Gehirnhautentzündung erkrankte, ist er gehörlos. Die erste Unterrichtsstunde wird noch von einer Dolmetscherin begleitet. Doch danach verständigen sich die Kursteilnehmer schon alleine mit ihrem Lehrer. Für Nathalie war das kein Problem: "Das war sehr einfach: Jürgen kann von den Lippen lesen und ist sehr gut auf unsere Fragen eingegangen."

Die ersten einfachen Worte, Monate, Wochentage, Tätigkeiten, Perosnenbeschreibungen und Smalltalk standen auf dem Stundenplan. Die Sprache wurde direkt in kleinen Dialogen angewandt. In Sprachspielen wie stiller Post mit Gebärden, Bingo mit dem Fingeralphabet oder dem zuordnen von Bildern zu gemimten Personenbeschreibungen wurde das Wissen vertieft.

Die Worte sind bildhaft und logisch aufgebaut: Ein Fingerzeig auf die Armbanduhr und das Andeuten eines Dutts am Hinterkopf bedeutet "Uroma". "Mit dem ganzen Körper aktiv sein, mit Bewegungen sprechen: Das fühlt sich sehr lebendig an und ist etwas ganz Besonderes", sagt Natalie und grinst. Passend zu ihrem Namen in der Gebärdensprache. Die Namen werden nicht buchstabiert, sondern nach typischen Merkmalen der Personen vergeben. Eine schnelle bogenförmige Handbewegung unterhalb des Mundes ahmt ihr Lächeln nach und ist ihr Markenzeichen.

Aber nicht nur auf die Gestik kommt es an. Viele Gebärden haben mehrere Bedeutungen. Die Mimik und das Mundbild sind entscheidend. Vielleicht mit ein Grund, warum Menschen, die Gebärdensprache können, eine so intensive Mimik und Körpersprache haben. Ihre Gesichtszüge zeigen ausdrucksstark die Emotionen - das weckt Sympathie. Heute ist die Gebärdensprache offiziell als vollständige Sprache anerkannt.

Die Herforderin Heide Osterkamp erinnert sich an andere Zeiten. Sie selbst wuchs schwerhörig auf. Ihre Schwester war gehörlos. "In der Schule mussten wir sprechen lernen - das war hart und grausam. Wir durften nicht gebärden, taten wir es doch, bekamen wir Schläge auf die Finger", erzählt sie aus ihrer Schulzeit.

Heute kämen die Kinder, die gehörlos zur Welt kommen, schneller voran. Sie besuchen Schulen, in denen auf sie eingegangen wird, können danach studieren und die meisten Berufe ergreifen. Christian Rathmann ist der erste gehörlose Professor in Deutschland. Er ist Lehrstuhlinhaber am Department für Sprache, Literatur und Medienwissenschaft an der Universität Hamburg. Das sind erste Schritte, doch es bestehen auch noch viele Verbesserungsmöglichkeiten.

Deutschland hat sich das Ziel gesetzt die Inklusion von Menschen mit Behinderung in den kommenden Jahren zu vergrößern. Am 26. März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft getreten. "In Deutschland gibt es nur etwa 13 Prozent Inklusion für Menschen mit Behinderung. Andere europäische Staaten sind uns weit voraus. Dort beträgt die Inklusion 50 bis 60 Prozent", so Joachim Paul aus dem Behindertenbeirat Herford.

Jürgen Schlechter möchte auch hierzu einen Beitrag leisten: Er hat die Idee, einen Gehörlosenservice einzurichten. Geschäfte, Arztpraxen oder Restaurants, in denen Gebärdensprache gesprochen wird , sollen mit einem Hinweisschild versehen werden.

Ein neuer Gebärdensprachenkurs für Anfänger/innen startet am Montag, 26. September.
Unter Leitung von Jürgen Schlechter findet der Kurs immer montags von 19.30 bis 21 Uhr im Gehörlosenzentrum in der Abteistraße, 2a statt. Anmeldeschluss ist am 19. September bei der Volkshochschule Herford (VHS). Für Anmeldung und weitere Informationen bitte hier klicken

© 2011 Neue Westfälische 08 - Herford, Dienstag 13. September 2011 VON DANIELA SCHUMACHER




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