ACHTUNG! Sie befinden sich auf einer Archiv-Webseite.
Die Seite, die Sie aufgerufen haben ist u.U. nicht mehr aktuell!
Aktuelle Veranstaltungen und Informationen finden Sie auf unserer neuen Webseite https://vhsimkreisherford.de
 
Aktuelles
Nachrichten

Pressemitteilungen



 

 


Infos
Anmelden

Beratung

Bildungsscheck, Bildungsprämie & Beratung zur beruflichen Bildung

Bildungsurlaub

Einbürgerung

Einstufungstests

Erwachsenenpädagogische Qualifizierung (EPQ)

Europäischer Referenzrahmen

Feedback

Förderverein

Fortbildungsangebote für Lehrer/innen

Gutscheine

Kontakt

Schulabschlüsse

Über uns

WhatsApp

Zertifikate



Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement nach ISO9001

e-Learning mit moodle
VHS-Moodle-Plattform
hier geht's direkt zur
Moodle-Plattform

Weitersagen
Empfehlen Sie diese Seite weiter

Aktuelles | Nachrichten

<<  1   2   3   4   5   6   7   8   9   10   11   12   13   14   15   16   17   18   19   20   21   22   23   24   25   26   27   28   29   30   31   32   33   34   35   36   37   38   39   40   41   42   43   44   45   46   47   48   49   50   51   52   53   54   55   56   57   58   59   60   61   62   63   64   65   66   67   68   69   70   71   72   73   74   75   76  >>    alle

VHS-Integrationskurse in Bünde
Eintrag vom: 08.07.2016

Unterricht: Das Erlernen der deutschen Sprache gilt als Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration von Asyl-
suchenden in die Gesellschaft.
FOTO: ANDREAS ZOBE

Grünes Licht für Sprachkurse
Politik: Bis Herbst soll die VHS drei Sprachkurse für Flüchtlinge anbieten, die aufgrund ihrer Herkunft durch das Bundesamt für Migration nicht gefördert würden

Bünde. Ein großer Teil der in Bünde lebenden Asylbewerber nimmt an Sprachkursen teil, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert werden. Das trifft aber nur auf Flüchtlinge aus Syrien, Iran, Irak und Eritrea zu. Nach Bünde sind aber Menschen aus mehr als 20 Staaten gekommen.

Der Ausschuss für Generationen und Soziales der Stadt Bünde hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, Geld für drei Sprachkurse bereitzustellen, die noch bis Herbst durchgeführt werden sollen. 8.100 Euro soll die Stadt Bünde dafür zur Verfügung stellen.

Zielgruppe sind dabei Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren, die über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen und aus vorgenannten Gründen bislang vom BAMF keine Förderung für Integrationskurse erhalten haben. "Auch für die Flüchtlinge ist es unerlässlich, sich im täglichen Umgang mit Behörden, Banken, beim Einkaufen, bei Arztbesuchen und in Schulen auf Basis grundlegendster Sprachkenntnisse verständigen zu können", so Bündes Erster Beigeordneter Günther Berg in einem Schriftstück für den Ausschuss.

Einen Kursus von 100 Stunden zu je 45 Minuten schlägt die Volkshochschule vor und legte ein Angebot über 2.700 Euro je Kursus vor. Derzeit erfüllten 185 Flüchtlinge in der Stadt die Voraussetzungen zur Teilnahme an diesen Sprachkursen. Bei vorgeschlagenen 22 Teilnehmern pro Kursus müssten neun Kurse durchgeführt werden. Personell sei diese Anzahl Kurse bis Herbst nicht zu schaffen, weshalb zunächst drei geplant sind, heißt es von Seiten der Volkshochschule.

Die Verwaltung und die politischen Gremien in Bünde wollen aus den drei Kursen, deren Finanzierung beschlossen wurde und die bis Herbst durchgeführt werden sollen, Erfahrungen ziehen und gegebenenfalls Geld für weitere Kurse im kommenden Jahr bereitstellen.

© 2016 Neue Westfälische 11 - Bünde, Freitag 08. Juli 2016, Gerald Dunkel

 




Keywords:

Als 400 Herforder in Asien dienten
Eintrag vom: 06.07.2016

Foto: Neue Westfälische/Verein für Herforder Geschichte

Vortrag: Verein für Herforder Geschichte und die Volkshochschule laden am 7. Juli um 19 Uhr ein

Kreis Herford (nw). Für Donnerstag, 7. Juli, 19 Uhr laden der Verein für Herforder Geschichte und die Volkshochschule zu einem Vortrag in den Historischen Sitzungssaal des Kreishaus, Amtshausstraße 2 in Herford, ein. Dort erzählt Jos Kaldenbach von den vielen Herfordern, die mit der Vereinigten Ostindischen Kompanie in Asien waren.

Ein kleines Land wie Holland, das sich zeitweise zur stärksten Wirtschaft Europas entwickelte, gab es nur mit deutscher - und auch Herforder - Hilfe. Die Republik der sieben Vereinigten Niederlande konnte sich im 17. Jahrhundert zur Weltmacht entwickeln, weil Saisonarbeiter die Defizite im heimischen Arbeitsmarkt wettmachten.

Das größte Unternehmen der Welt in dieser Zeit war die Verenigde Oostindische Compagnie (VOC/OIC), die mittels Aktien so viel Kapital auch von Deutschen sammelte, dass sie Schiffe, Geld und Güter nach Ost- und Westindien und Umgebung schicken konnte, um Handel zu treiben. Tauschhandel war dabei sehr wichtig, aber auch Silber, Gold und seltene Produkte - manchmal "peperduur" (sündhaft teuer) - wurden genutzt.

Kaldenbach hat bei seinen Recherchen etwa 400 Herforder gefunden, die im 17. und 18. Jahrhundert in der VOC aktiv waren. Er wird ihre bisher weitgehend unbekannten Schicksale mit ihren Daten, Berufen, Schiffen, Sterbefällen und ihrer manchmal glücklichen Rückkehr im Vortrag schildern.

Die vielen Hunderttausende Deutsche, die in der VOC als Soldat, Seemann oder Händler mitfuhren - fast die Hälfte der Gesamtbelegschaft -, wurden bereits digital erfasst, auch auf Deutsch (. Bei der Suche nach den Nachnamen ist aber viel Fantasie erforderlich: Die Schreiber, die einen Namen in deutschem Dialekt hörten, schrieben, wie sie es hörten.

Das ganze 18. Jahrhundert ist jetzt schon komplett - aus den VOC-Soldbücher - im Internet zu finden, das 17. Jahrhundert nur teilweise, weil es in der VOC nicht vollständig überliefert ist.

Alle 4.789 Musterungsbücher wurden an Land aufbewahrt, deshalb war es einfach, zu den zwei Dritteln der VOC-Bediensteten, die untergingen oder anderswie starben, genealogische Daten zu ermitteln. Unter den Toten waren etwa 300.000 Deutsche. Viele starben an sehr entfernten und unerwarteten Orten.

© 2016 Neue Westfälische 09 - Herford, Mittwoch 06. Juli 2016



weitere Informationen hier


Keywords:

Werburger Kreativtage
Eintrag vom: 05.07.2016

Die Künstler Peter Leiss (von links), Christine Sordel-Brockmann, Doro Köster, Elke Eickhoff, Andrea Dohmann (VHS-Fachbereichsleiterin) und Rosali Müller freuen sich auf die Kreativ-Tage an der Werburg vom 16. bis 25. August. Das Guts-Ensemble regt - das hat die Erfahrung gezeigt - bei vielen Menschen die Fantasie an. Im Hintergrund das Herrenhaus mit dem neuen Museum.
Foto: Gerhard Hülsegge

Spenge(WB). Künstlerisch begabte Zeitgenossen können sich vom 16. bis 25. August wieder in Spenge aktiv betätigen. Die Volkshochschule (VHS) veranstaltet zum 9. Mal die Werburger Kreativ-Tage.

»Es liegen bereits knapp 20 Anmeldungen für die neuen Kurse vor«, sagt Fachbereichsleiterin Andrea Dohmann. Seit 2008 bietet die VHS im Kreis Herford die Möglichkeit, in idyllischer Umgebung des ehemaligen Rittergutes (neuerdings auch mit Museum) unter professioneller Anleitung zu malen, zu zeichnen oder zu handwerkern. Zehn Kurse sind in diesem Jahr in der letzten Woche der Sommerferien geplant. Zwei der zehn Workshops richten sich speziell an Kinder.

Neu im Angebot ist unter anderem die Beschäftigung mit Drachen. Am Montag, 22., und Dienstag, 23. August, möchte Doro Köster, Künstlerin aus Bielefeld, mit Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren dem Geheimnis der Flieger im Wind auf die Spur kommen. Drachen können gemalt, gezeichnet oder auch geklebt werden. Zum Extra-Angebot für Kinder gehört auch der Ferien-Mal-Spaß mit Christine Sordel-Brockmann aus Spenge. Sie leitet auch den Kurs »Aquarell trifft Fotografie« (22./23. August von 10 bis 16 Uhr) . »Wir malen und zeichnen nach Fotos«, verrät Sordel-Brockmann. Und sie weiß auch schon, was sie erwartet: »Kinder wollen immer Tiere.«

»Natürlich zeichnen« heißt ein neuer Kurs, den Elke Eickhoff aus Herford am 17./18. August leitet. Die freischaffende Künstlerin ist zum zweiten Mal bei den Kreativ-Tagen an der Werburg mit dabei. Auf spontane Krickeleien als Lockerungsübung für Hand und Auge folgen schnelle und langsame Skizzen der Umgebung. Der Kurs findet wetterabhängig drinnen (in der Werburg-Scheune) oder draußen statt.

Neben Rosali Müller (Malen mit Pastellkreide), Sylvia Middel (Charakterköpfe aus Stein) und Sergej Poweliza (Holz neu entdecken) will Peter Leiss (70) aus Paderborn mit Interessierten »Metall in Form bringen«. Für Annegret Beckmann, Vorsitzende des Kulturausschusses des Rates der Stadt Spenge, sind die Werburger Kulturtage »identifikationsstiftend für die Stadt«. Am Dienstag, 25. August, von 17 bis 18.30 Uhr ist ein Abschlussfest mit Präsentation geplant. Anmeldungen nimmt die VHS bis 11. August unter Telefon 05221/59050 entgegen. Das Programm ist auch Internet zu finden. www.vhsimkreisherford.de

Westfalen-Baltt, Ausgabe Spenge, 01.07.2016, von Gerhard Hülsegge

 

Wilde Drachen und Köpfe aus Kalkstein
Neunte Auflage: Die Volkshochschule im Kreis Herford lädt Mitte August wieder zu den
Werburger Kreativtagen ein. Diesmal stehen zehn Kurse zur Auswahl


Spenge. Kunstvolles aus Metall, wilde Drachen aus Papier und fantasievoller Schmuck aus Holz - vom 16. bis 25. August steht an der Spenger Werburg wieder alles im Zeichen von Kunst und Kreativität: Dann lädt die Volkshochschule (VHS) im Kreis Herford wieder zu den Kreativtagen ein. Es ist bereits die neunte Auflage der Veranstaltung. "In diesem Jahr planen wir zehn Kurse", sagt Andrea Dohmann von der Volkshochschule.

Mit Ölfarben können die Teilnehmer in einem der beiden Workshops von Elke Eickhoff experimentieren (16. und 19. August). In ihrem anderen Kursus am 17. und 18. August dreht sich alles ums Zeichnen. "Dann werden wir mit verschiedenen Materialien arbeiten - mit Tusche und Feder oder auch mit Bleistift oder Kohle", sagt die freischaffende Künstlerin aus Herford. Naturstudien können dann zu Papier gebracht werden. "Oder erste Schnellskizzen von Menschen."

Im Kursus von Christine Sordel-Brockmann trifft Aquarell auf Fotografie (22. und 23. August). "Es wird ja immer gern nach Fotos gemalt - das ist eine gute Basis für ein Bild", sagt sie. Im Kursus würden die Teilnehmer dann lernen, wie sie das Bild am besten umsetzen, wie sie Spannung erzeugen oder Farbkontraste erzielen könnten.

Charakterköpfe können die Kreativen im Kursus von Sylvia Middel (19 bis 21. August) aus Kalkstein herausmeißeln.

Im Workshop von Peter Leiss wiederum dreht sich alles um die verschiedenen Metalle (16. bis 18. August). Aus Messing, Kupfer oder Eisen können die Kursteilnehmer dann Kunstobjekte für den Garten oder Schönes für die Wohnung formen.

Bei den Werburger Kreativtagen kann man aber auch Holz ganz neu entdecken. Im Workshop von Sergej Poweliza (22. bis 24. August) lassen sich mit Fantasie und handwerklichem Geschick besondere Kunst- und Schmuckgegenstände aus unscheinbarem Holz zaubern.

Rosali Müller wiederum lädt zum Malen mit Pastellkreiden ein (20. und 21. August). In ihrem Workshop lernen die Teilnehmer die grundlegenden Techniken kennen.

Malerei und Zeichnung kombiniert Doro Köster in ihrem Kursus (24. und 25. August). Thematisch dreht sich dann alles um Fahrräder. "Das sind interessante Gebilde. Sie bieten uns eine Unzahl von Formen, Linien und Flächen an, mit denen wir kreativ spielen können", berichtet sie.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder zwei Kurse für Kinder: Zum "Ferien - Mal - Spaß" lädt Christine Sordel-Brockmann die jungen Künstler am 17. und 19. August ein. Dann können die Kinder mit knallbunten Sommerfarben malen, aber auch mit verschiedensten Materialien basteln und gestalten.

Im zweiten Kinderkursus der Werburger Kreativtage, den Doro Köster am 22. und 23. August anbietet, stehen Drachen im Mittelpunkt. Die Kinder können die Fabelwesen zeichnen, malen oder eine Collage gestalten.

© 2016 Neue Westfälische 10 - Enger-Spenge, Montag 04. Juli 2016, von Mareike Patock




Keywords:

Werburger Kreativtage
Eintrag vom: 15.06.2016

Werburg in Spenge

In den letzten beiden Wochen der Sommerferien, genauer gesagt vom 16. bis 25. August, finden die diesjährigen Werburger Kreativtage in Spenge statt. Regionale Künstlerinnen und Künstler bieten rund zehn Kreativkurse an, wie sie unterschiedlicher kaum sein können: von zarter Aquarell- und Pastellmalerei über Holz- und Steinbildhauerei bis hin zu Metallarbeiten! Alle Informationen zu den Kursen finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der Werburg in Spenge!




Keywords:

Hohe Hürden der Integration
Eintrag vom: 09.06.2016

Maximal 25 Menschen dürfen pro Integrationskurs angemeldet sein.
Foto: Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Deutsch lernen: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gibt Kursanbietern strenge Vorgaben. Teilnehmer warten teils monatelang auf Zulassung

Kreis Herford. Jeden Tag wird Adile Gündogdu mit derselben Frage konfrontiert: Wann startet mein Deutschkurs? Die Leiterin des Fachbereiches Deutsch an der Volkshochschule (VHS) im Kreis Herford muss viel Geduld aufbringen, denn die VHS ist eine der ersten Anlaufstellen für Flüchtlinge, die darauf drängen, hierzulande Fuß zu fassen. Sprachkenntnisse sind dafür das A und O. Doch die Wartelisten für einen Platz im Integrationskurs sind lang - die bürokratischen Hürden hoch.

Jeder Zuwanderer muss beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen Antrag auf Zulassung zu einem Integrationskurs stellen. Bei der Antragserfassung helfen die Kursanbieter oder auch der Integration Point im Jobcenter Herford.

Allein die VHS hat seit Februar 290 Anträge gestellt, auf 50 gab es bislang eine Rückmeldung. "Bis zur Bearbeitung haben die Antragsteller eine Wartezeit von zum Teil acht bis zwölf Wochen", weiß Andreas Feuchert, Leiter des Integration Points. Die Zusage hat daraufhin eine Gültigkeit von drei Monaten - innerhalb dieser Zeit muss ein Kurs zur Verfügung stehen. Keine leichte Aufgabe, denn gleichzeitig sind die Auflagen vom BAMF für die Kursträger hoch.

"Es gibt Vorgaben für die Räume, die Teilnehmerzahl, die Qualifikation der Dozenten und die Vergütung", zählt Adile Gündogdu auf. Ein Raum muss zum Beispiel über ausreichendes Tageslicht verfügen. Die Vorgaben gingen so weit, dass die Mitarbeiter des BAMF auf die Art der Leuchtstoffröhren blicken und Flecken im Teppich monieren - "dadurch konnten wir bestimmte Räume nicht nutzen", meint Gündogdu. Zudem sei die vom BAMF vorgeschriebene Vergütung für die Dozenten niedrig, so sei es schwierig neue Dozenten zu gewinnen.

Zwölf Integrationskurse mit etwa 180 Teilnehmern biete die VHS derzeit an. Die laufenden Kurse sind alle voll belegt. "Etwa die Hälfte der Teilnehmer sind Flüchtlinge", sagt Gündogdu. Bis Ende des Jahres werde die VHS etwa 16 Kurse anbieten, schätzt sie. In den vergangenen Jahren habe es im Vergleich lediglich drei bis vier Kurse gegeben. "Der Anstieg liegt durchaus an der steigenden Zahl von Flüchtlingen", weiß VHS-Leiterin Monika Schwidde.

Kreisweit gibt es zehn Träger die derzeit 44 Integrationskurse anbieten. Im vergangenen Jahr habe es insgesamt 45 gegeben. Andreas Feuchert geht davon aus, dass es in diesem Jahr bis zu 100 Kurse geben muss, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Um den vielen Flüchtlingen im vergangenen Jahr etwas anbieten zu können, hatte die Bundesagentur für Arbeit Ende 2015 Basis-Sprachkurse für Flüchtlinge finanziert. Diese sollten der ersten Orientierung dienen und konnten von Flüchtlingen besucht werden, die keinen Aufenthaltstitel hatten, aber eine hohe Bleibeperspektive. Die VHS im Kreis Herford hatte 15 dieser Einstiegskurse angeboten. Diese umfassten 320 Stunden.

Die Teilnehmer der Kurse haben nun erste Deutschkenntnisse - müssen aber dennoch einen Integrationskurs besuchen, denn dieser ist für Menschen mit Aufenthaltserlaubnis verpflichtend. So zählen auch sie wieder zu den Antragsstellern.

© 2016 Neue Westfälische 09 - Herford, Donnerstag 09. Juni 2016, von Christina Römer




Keywords:

Mehr Ressourcen für die Weiterbildung - Landesregierung hat Hilferuf gehört
Eintrag vom: 08.06.2016

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat in ihrem Entwurf für den zweiten Nachtragshaushalt 2016 zusätzliche 6,25 Millionen Euro für die gemeinwohlorientierte Weiterbildung beschlossen. Weiterbildungsministerin Sylvia Löhrmann erklärte dazu: »Wir unterstützen damit die gemeinwohlorientierte Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen, die Herausforderungen der Zuwanderung zu bewältigen«.

Damit ist der Forderung des Gesprächskreises für Landesorganisationen der Weiterbildung in NRW Rechnung getragen worden, in die Struktur der Einrichtungen zu investieren, um die massiv gewachsenen Aufgaben im Bereich Integration auch personell abfedern zu können.
Begrüßt wird außerordentlich, dass die Landesregierung den Hilferuf der Weiterbildungslandschaft gehört hat.

Pressemitteilung:
Ministerin Löhrmann: Wir stärken die Weiterbildung in Zeiten gestiegener Zuwanderung
Rund 6,25 Millionen Euro zusätzlich für die gemeinwohlorientierte Weiterbildung


Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:
Mehr Ressourcen für die Weiterbildung - mit dieser guten Nachricht im Gepäck reist Weiterbildungsministerin Sylvia Löhrmann an diesem Sonntag zur Festveranstaltung der Volkshochschule Ahlen. Anlass ist das 25. Jubiläum der entwicklungspolitischen Veranstaltungsreihe "Wie weit ist Afrika?", bei der unter anderem auch Dr. Auma Obama zu den geladenen Gästen zählt. Die Landesregierung hat in ihrem Entwurf für den zweiten Nachtragshaushalt 2016 zusätzliche 6,25 Millionen Euro für die gemeinwohlorientierte Weiterbildung beschlossen. Weiterbildungs-ministerin Sylvia Löhrmann erklärte dazu: "Wir unterstützen damit die gemeinwohlorientierte Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen, die Herausforderungen der Zuwanderung zu bewältigen."
Vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags sollen jährlich rund 6 Milli-onen Euro mehr für die gemeinwohlorientierten Angebote des Weiterbildungsgesetzes zur Verfügung stehen. Davon entfallen eine Million Euro auf die Einrichtungen der Eltern- und Familienbildung im Geschäftsbereich des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport und fünf Millionen Euro auf Volkshochschulen und Weiterbildungseinrichtun-gen in der Zuständigkeit des Ministeriums für Schule und Weiterbildung. Damit wird die strukturelle Kürzung um fünf Prozent bis 2019 herabge-setzt.
Ministerin Sylvia Löhrmann sagte: "Das verschafft den Einrichtungen Planungssicherheit und hilft vor Ort, die gemeinwohlorientierten Ange-bote wie beispielsweise zur Grundbildung, zur politischen Bildung, zur arbeitswelt- und berufsbezogenen Weiterbildung sowie zur Eltern- und Familienbildung langfristig zu planen und durchzuführen."
Außerdem sollen im zweiten Nachtragshaushalt 2016 weitere 250.000 Euro für zusätzliche Sprachkurse für geflüchtete Erwachsene zur Verfügung gestellt werden. "Damit unterstützen wir den wichtigen Beitrag, den Weiterbildungseinrichtungen für die Integration von zugewanderten Menschen in NRW leisten. Sprache ist der Schlüssel für die Teilhabe in der Gesellschaft", so Ministerin Löhrmann.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.land.nrw




Keywords: Weiterbildung, Landesregierung

Basketball: Guillermo de la Puente lernt in der Sommerpause an der VHS in Herford.
Eintrag vom: 07.06.2016

Mit viel Eifer dabei: Guillermo De La Puente (li) mit Sprachlehrerin Christa Knöner. Foto: Yvonne Gottschlich

Menschen aus den verschiedensten Ländern mit verschiedensten Motivationen lernen an der Volkshochschule Deutsch. Und jeder Mensch hat seine eigene Geschichte. So auch Guillermo de la Puente, der zusammen mit 20 anderen Menschen einen Integrationskurs an der VHS im Kreis Herford besucht.

Ein Profi wie kein anderer
Der Spanier hat einen Sprachkurs bei der Volkshochschule belegt und lernt deutsch


Herford. "Er ist anders als die anderen Profis bei uns", kündigt Mitspieler Julian Schütz den Spanier Guillermo de la Puente an. Warum das so ist, erklärte er auch gleich: "Unsere Saison ist zu Ende, aber Guillermo ist immer noch hier in Herford", lacht Schütz, der von der Halle ins Teammanagement wechselt.

"Normalerweise sind unsere Profis im Sommer nicht hier, aber Guillermo hat schon für die kommende Saison zugesagt und fühlt sich hier sehr wohl", erklärt Schütz weiter. "Ich lerne Deutsch", sagt der Spanier stolz. Seit August 2015 ist er in Herford bei der BBG aktiv. "Anfangs lief es nicht so gut, aber wir haben uns gesteigert", sagt er langsam, aber auf deutsch. Seit kurzem drückt er die Schulbank: "Ich habe jeden Tag drei Stunden Sprachkursus", sagt er. "Er versteht sehr viel, wenn man langsam spricht", lächelt Schütz und hilft gelegentlich aus. "Aber Guillermo fordert mich immer wieder auf, dass wir deutsch mit ihm sprechen sollen", sagt Schütz. "Er ist sehr bemüht, sich hier zu integrieren, das waren wir bisher nicht so gewohnt", freut Schütz sich, der Guillermo de la Puente begleitet und ihm bei der Integration hilft.

"Wahrscheinlich mache ich mir mehr Gedanken um meine Zukunft als die anderen", zuckt er nur die Schultern. "Für mich ist es selbstverständlich, dass ich die Sprache lerne und mich hier integriere. Mir gefällt die Stadt", sagt der Basketballer. Viermal in der Woche wird trainiert, dazu kommen Kraft- und Fitnesstraining. "Da bleibt noch Zeit zum lernen", erklärt der 25-jährige Spanier.

"Er ist sympathisch und einfach anders. Ich kenne viele Mitspieler, die lange in Deutschland waren, die Sprache aber trotzdem nie gelernt haben", sagt Schütz über de la Puente. In der Mannschaft wird überwiegend englisch gesprochen, "aber für mein Masterstudium muss ich besser deutsch sprechen können", sagt der Schüler. In seiner spanischen Heimat in Madrid hat er seinen Bachelor in Wirtschaft abgeschlossen, demnächst soll in Paderborn der Master folgen.

Bis 2013 spielte de la Puente in Madrid, trug das Trikot von Eurocolegio Casvi und CD Codibar Rivas. "Danach bin ich nach Finnland in die 2. Liga gewechselt", berichtet er von de Jahren 2013 bis 2015. "Mit BC Jyvaskyla bin ich in die erste Liga aufgestiegen und habe noch ein Jahr dort berichtet der Basketballer.

Finnisch hat er nicht gelernt: "Ich spreche nur wenige Worte", lacht er verschmitzt. Bei den Herfordern wurde der Spanier sofort Stammspieler, erzielte durchschnittlich mehr als 14 Punkte und holte mehr als 9 Rebounds pro Spiel.

In der Sommerpause hat er viel Zeit zum Lernen. "Wir spielen viel Basketball oder ich grille mit Freunden, aber ich lerne auch viel", sagt der Spanier. Derzeit wohnt er allein in einer Wohnung, die ansonsten von den drei Profispielern der BBG gemeinsam genutzt wird. "Langweilig ist mir nicht", sagt er bestimmt. "Ich gehe auch gerne ins Kino", lacht er.

Bei Christa Knöner, Guillermo de la Puentes Lehrerin im Sprachkursus der Volkshochschule, ist er fleißig: "Er ist immer mit viel Freude bei der Sache und ein guter Schüler", freut sie sich über seinen großen Einsatz. Neben den 600 Stunden Sprachkurs gehören auch 60 Stunden Orientierungskurs dazu. "Hier lernen wir vom Leben in Deutschland, gerade geht es um die Geschichte Deutschlands und den Sozialstaat", so de la Puente.

© 2016 Neue Westfälische, 09 - Herford, Dienstag 07. Juni 2016, von Yvonne Grottschlich




Keywords:

Frauengeschichtstag in der VHS: Historikerin spricht über Damenstift und Äbtissinnen
Eintrag vom: 07.06.2016

Veranstalterinnen und Referentin: (von links, stehend) Lore Wörmann,
Angelika Bielefeld, Ingrid Otterpohl und Ella Kraft sowie (sitzend)
Dr. Teresa Schröder-Stapper und Volkshochschul-Leiterin Monika
Schwidde. Foto: Jana Budek

Große Bedeutung für die Stadt

Herford (HK). Die Bedeutung des Damenstifts für die Entwicklung der Stadt Herford sei nicht zu unterschätzen. Diese Meinung vertritt die Historikerin Dr. Teresa Schröder-Stapper. Sie war die Referentin des Frauengeschichtstags am Samstag. "Vier Frauen und ein Stift - Die letzten 100 Jahre des kaiserlich frei-weltlichen Stifts in Herford" lautete das Thema des Tages. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Frauengeschichtsgruppe "EigenSinn".

Sachkundig und unterhaltsam erzählten Lore Wörmann, Annika Krüger, Angelika Bielefeld, Ingrid Otterpohl und Ella Kraft im Wechsel mit der Referentin vom Leben der hochadeligen Damen. Dies waren: Charlotte Sophie von Kurland, Äbtissin von 1689 - 1728, die unablässig für die Unabhängigkeit des Stifts stritt und die meiste Zeit im Exil leben musste. Als Nachfolgerin kam Johanna Charlotte von Brandenburg-Schwedt. Sie "ergab" sich dem Drängen des Königs und verzichtete auf ihre weltlichen Herrschaftsrechte zugunsten Preußens. Und doch bedeutete ihre Herrschaft eine neuerliche kulturelle Blüte, verbunden mit einem Ausbau des Stifts.

Ihr folgte 1750 Hedwig Sophie Auguste von Holstein-Gottorf, die zugleich auch Pröbstin in Quedlingburg war und deren Anwesenheit daher eher nur sporadischer Natur war. Als letzte Äbtissin regierte Friederike Charlotte Leopoldine Luise von Brandenburg-Schwedt, auch Prinzessin von Preußen genannt. Schon als Fünfjährige wurde sie Stiftsdame in Herford, mit neun Jahren zur Nachfolgerin bestimmt und 1764 als Äbtissin inthronisiert. Ab 1766 bis zu ihrem Tod im Jahr 1808 lebte sie dauerhaft in Herford.

Darüber hinaus gab die Historikerin Teresa Schröder-Stapper einen Einblick in das höfische Leben des Hochadels und deren politische Verflechtungen. In ihrer Dissertation "Fürstäbtissinnen" beschäftigt sich die 34-Jährige intensiv mit der politischen und gesellschaftlichen Stellung der Äbtissinnen der Damenstifte Essen, Quedlingburg und Herford während des 17. und 18. Jahrhunderts.

Der bisher vorherrschenden Meinung, dass die Institution Stift in der Frühen Neuzeit vor allem als Versorgungseinrichtung für adelige Töchter galt, stellt sie entgegen, dass die Einkünfte der Stifte viel zu gering gewesen wären, um einen standesgemäßen Unterhalt der Frauen sichern zu können. Vielmehr wurden diese Kosten von den Herkunftsfamilien bestritten. Und auch wenn das Stift und die politische Stellung der Äbtissin zunehmend bedeutungsloser wurde, so die Historikerin weiter, dürfe dies heute nicht über deren Bedeutung für die Entwicklung der Stadt Herford hinwegtäuschen. Mehr noch - so sei zumindest ihr Eindruck als Auswärtige - spiele das Stift bis heute eine nicht zu unterschätzende Rolle im Geschichtsbewusstsein der Stadt und sei in ihr noch an vielen Orten präsent. "Man könnte da viel draus machen", lautete das Fazit von Schröder-Stapper.

Herforder Kreisblatt, Jana Budeck, 07.06.2016

Das Ende des Herforder Damenstifts und die letzten vier Äbtissinnen
6. Frauengeschichtstag: Historikerin Teresa Schröder-Stapper beschäftigte sich mit der Rolle der Herrscherinnen des Stifts. Dabei gilt das 18. Jahrhundert als Zeit des Niedergangs mit zunehmender Entmachtung

Herford. "Fast 1.000 Jahre lang herrschten in Herford Frauen über - zugegebenermaßen wenig - Land und Leute", sagte Historikerin Teresa Schröder-Stapper beim 6. Frauengeschichtstag in der Volkshochschule. Eingeladen hatte die Frauengeschichtsgruppe in Kooperation mit der VHS.

Etwas mehr als 50 Zuhörerinnen waren der Einladung gefolgt. Frauen der Geschichtsgruppe stellten den Besucherinnen die Biografien der letzten vier Äbtissinnen Charlotte Sophie von Kurland (1689-1728), Johanna Charlotte von Anhalt-Dessau (1729-1750), Hedwig Sophie Auguste von Holstein-Gottorf (1750-1764) und Friederike Charlotte Leopoldine Luise von Preußen (1764-1802, angegeben sind die Amtszeiten) vor. Schröder-Stapper, die sich in ihrer Dissertation "Fürstäbtissinnen" (2015) mit den Damenstiften Herford, Quedlinburg und Essen in der Zeit von 1648 bis 1802/03 beschäftigt hatte, übernahm die Aufgabe der wissenschaftlichen Einordnung.

"Den Damenstiften erging es grundsätzlich nicht wie anderen kleineren und mindermächtigen geistlichen oder weltlichen Herrschaften", sagte die Historikerin: "Alle hatten zunehmend Probleme, sich in der Zeit der Territorialstaatsbildung gegen die großen weltlichen Nachbarn zu behaupten und wurden schließlich entmachtet." Sowohl das Reich als auch die geistlichen Fürstentümer seien als Störfaktor für den Landesausbau und aufgrund ihrer Überlebt- und Unzeitgemäßheit zunehmend als Kuriositäten wahrgenommen worden. "Der Regierungsantritt der Markgräfin Charlotte von Brandenburg markiert eine wichtige Zäsur", sagte Schröder-Stapper. Mit ihrer Unterschrift unter ein vom preußischem König ausgefertigtes Revers besiegelte sie faktisch die Unterordnung des Stifts unter die preußische Herrschaft. Noch ihre Vorgängerin Charlotte Sophie von Kurland hatte vehement um die Unabhängigkeit gestritten. Trotz der Unterordnung erlebte das Stift unter der Herrschaft der Markgräfin noch einmal eine kulturelle Blüte. In diese Zeit fällt auch der Ausbau des Stifts zu einer kleinen barocken Residenz.

"Die zunehmende politische Ohnmacht und die schlussendliche Auflösung des Stifts dürfen nicht über dessen Bedeutung für die geschichtliche Entwicklung von Stadt und die gesamte Region hinwegtäuschen", lautet ein Teil des Fazits der Historikerin. "In der Gegenwart gilt die Besetzung höchster politischer Ämter durch Frauen als Kennzeichen von Modernisierung und Gleichberechtigung", sagte sie, "die Geschichte der Äbtissinnen zeigt nachdrücklich, dass Frauen über 1.000 Jahre selbstverständlich als politikfähig und fähig zur Herrschaftsausübung galten und auch Macht ausübten."

Dieses widerspreche der weit verbreiteten Vorstellung, dass Frauen in Deutschland erst 1919 mit der Einführung des allgemeinen, gleichen und gemeinen Wahlrechts Politikfähigkeit erlangt hätten. Die Äbtissinnen könnten gerade in Zeiten von Frauenquote und Frauen in Regierungsämtern als Vorreiterinnen gelten. Auch wenn die Historikerin den Eindruck hat, dass das Stift und die Äbtissinnen im Geschichtsbewusstsein und Stadtbild in Herford recht präsent seien, gelte es auch diesen Aspekt bei der Betrachtung der Geschichte herauszustellen.

"Die Frauengeschichtsgruppe Eigensinn hat mit ihrer Arbeit viel dazu beigetragen, die Rolle der Stiftsdamen ins Bild der Öffentlichkeit zu holen", sagte VHS-Leiterin Monika Schwidde.

© 2016 Neue Westfälische09 - Herford, Dienstag 07. Juni 2016, von Ralf Bittner

 

 




Keywords:

VHS-Bildungssommer
Eintrag vom: 04.06.2016

Wer die Sommermonate für die eigene Weiterbildung nutzen möchte, Körper und Geist durch Kreativitäts- und Gesundheitsangebote fördern oder endlich mal beginnen möchte, Italienisch oder Spanisch zu lernen, ist bei der VHS im Kreis Herford an der richtigen Adresse.
Schon lange beschränkt die Volkshochschule ihr Programmangebot nicht mehr auf das Frühjahrs- und Herbstsemester. In der Ferienzeit, wenn viele Urlaub haben, präsentiert die VHS auch in diesem Jahr wieder eine breit gefächerte Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.
So finden sich im Rahmen des Bildungssommers von Juni bis September viele Angebote von Pilates, Zumba oder Crossout, Golf- und Tennis-Schnupperkurs, Outdoortrainings oder aber Buchführung, Dreisatz, Bruchrechnung, Programmierung oder Bildbearbeitung. "Kreativ mit dem iPad" richtet sich ausdrücklich an junge Leute, aber auch "SCHRATCH - Erstes grafisches Programmieren" und Selbstverteidigung. Nicht zu vergessen die Werburger Kreativtage im August auf dem idyllischen Werburggelände in Spenge. Und wer den prominenten Vatikan-Insider und Autor Andreas Englisch live erleben möchte, kann sich ab sofort für den 13.09.16 an allen bekannten Vorverkaufsstellen des Widutickets oder auch online Karten reservieren.
Alle Angebote finden Sie unter http://www.vhs-bildungssommer.de




Keywords: Bildungssommer

Deutschkurs für Flüchtlinge: 17 junge Männer und Frauen aus sieben Ländern haben mit sehr guten Ergebnissen das Zertifikat
Eintrag vom: 02.06.2016

Haben Deutsch gelernt: 17 Männer und Frauen mit ihren Lehrern und einigen Mitgliedern vom Verein International. Zehn Prüflinge schlossen mit der Note "sehr gut" ab.             FOTO: MEIKO HASELHORST

Ein wichtiges Dokument

Bünde (nw). Sechs Monate lang hatten die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Schulbank im Dietrich-Bonhoeffer-Haus gedrückt und Deutsch gebüffelt. Die Mühe hat sich gelohnt: Nach schriftlichen und mündlichen Prüfungen halten jetzt alle stolz ihr Zertifikat "Deutsch A1 für Zuwanderer" in Händen - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur gelungenen Integration.

Der angebotene Sprachkurs ist eine Kooperation zwischen der Volkshochschule im Kreis Herford, dem Verein "International Bünde e.V." und der Evangelisch-Lutherischen Lydia-Kirchengemeinde - finanziell unterstützt von "Unser Herz schlägt hier", einer Herforder Stiftung für Bürger im ganzen Kreisgebiet.

Zehn der Prüflinge schlossen die Prüfung mit der Note "sehr gut" ab. Dazu mussten sie mindestens 90 von 100 möglichen Punkten erreichen. Unter diesen zehn Besten schafften zwei der Teilnehmerinnen gar 99 beziehungsweise alle 100 Punkte. Sechs weitere Prüflinge erreichten die Note "gut", also mindestens 80 Punkte. Überwiegend lag die erlangte Punktzahl bei 85 oder mehr. Ein Prüfling bestand mit 66 Punkten - aber bestanden ist bestanden.

In einem weiteren Deutschkurs hatten bereits acht weitere Männer und Frauen das Zertifikat "Deutsch A1 für Zuwanderer" erreicht.

Schüler aus Albanien, Ägypten, China, Eritrea, Marokko, Syrien, Tschetschenien

Die aus Albanien, Ägypten, China (Uigurien), Eritrea, Marokko, Syrien und Tschetschenien stammenden Flüchtlinge rechtfertigten durch ihren großen Erfolg das in sie gesetzte Vertrauen, wie es in einer Mitteilung des Vereins heißt. Besonders zu danken sei neben dem Geldgeber auch der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bünde-Lydia, die im Dietrich-Bonhoeffer-Haus die Räumlichkeiten für den genannten und weitere Sprachkurse zur Verfügung stellte - und weiterhin stellt. "Außerdem unterstützt sie die Kursarbeit durch Fahrkostenzuschüsse für einzelne Teilnehmer, Materialien, Hausmeister sowie für das Personal des Gemeindebüros", heißt es in der Mitteilung.

Die Gruppe der Lernenden hatte sich aus Handwerkern und Verwaltungsfachleuten mit Berufserfahrung, einem Diplomkaufmann, Studenten beziehungsweise Absolventen des Studiums der Betriebswirtschaft und einer Medizinerin mit abgeschlossenem Studium zusammengesetzt. "Sie sind entschlossen, weiter zu lernen und streben auf der Grundlage ihres großen Erfolges das drei Stufen höher liegende Zertifikat B 2 an", so die Mitteilung. Dafür würden sie etwa 25 bis 30 Stunden wöchentlich Deutsch im Rahmen ihres Kurses lernen. Außerdem, so heißt es, würden sie diese Lernbemühungen durch Aktivitäten im Freizeitbereich ergänzen, indem sie vielfältige Möglichkeiten suchten, das Erlernte zu praktizieren.

Alle Teilnehmer, so der Verein, seien "aufgrund ihrer beruflichen Qualifikationen, insbesondere aber aufgrund ihrer Einsatzbereitschaft, ihres Willens, sich sprachlich, beruflich und allgemein in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft".

Der Sprachkurs wird seit dem 18. April ausschließlich mit Mitteln des Vereins "International Bünde e. V." und der fortwährenden Unterstützung der Lydia-Kirchengemeinde weitergeführt. Staatliche Mittel stehen für den Kurs nicht zur Verfügung.

© 2016 Neue Westfälische
11 - Bünde, Donnerstag 02. Juni 2016

Prüfungen bestanden
Teilnehmer eines Deutsch-Sprachkurses erhalten Zertifikate

Bünde(BZ). Deutsch zu lernen ist gar nicht so einfach. Doch die 17 Teilnehmer eines Sprachkurses in Kooperation zwischen der Volkshochschule im Kreis Herford, dem Verein International Bünde und der evangelischen Lydia-Kirchengemeinde haben ihre Deutschprüfungen nun bestanden

Unter den aus Albanien, Ägypten, China, Eritrea, Marokko, Syrien und Tschetschenien stammenden Flüchtlinge sind Handwerker und Verwaltungsfachleute mit Berufserfahrung, ein Diplomkaufmann und Studenten aus dem Bereich Betriebswirtschaft und Medizin. Sie streben nun das nächsthöhere Zertifikat B2 an und wollen weiter lernen, um sich zu integrieren und bald schon ihren Beruf oder ihr Studium wieder aufzunehmen.

Der Unterricht findet im Dietrich-Bonhoeffer-Haus statt. Die Schüler lernen 25 bis 30 Stunden in der Woche, sprechen aber auch gern schon in ihrer Freizeit Deutsch um sich stetig zu verbessern. Eine Teilnehmerin berichtet: "Wir lernen hier nun seit sechs Monaten und ich bin glücklich, schon so gut Deutsch sprechen zu können."

Dabei werden sie von Lehrern und dem Verein International unterstützt, in dem sich Ute Fröhlich im Besonderen für die Flüchtlinge engagiert. Der Verein lebt von Spenden, um die Lernmöglichkeiten finanzieren zu können. Die Stiftung "Unser Herz schlägt hier" hat für die Flüchtlingsarbeit 4000 Euro gespendet damit die Qualifikationen der Zuwanderer in Zukunft ein Gewinn für die Gesellschaft sind. Durch die guten Ergebnisse, den Willen und die Lernbereitschaft der Teilnehmer steht dieser Zukunft wohl nichts mehr im Weg.

Ute Fröhlich setzt sich schon lange für die Flüchtlinge ein und erklärt: "Menschen, die bereit sind und den Mut haben, ihre angestammte Heimat zu verlassen, weil das Leben dort zu gefährlich ist und aufgrund von Korruption und Kriminalität keine Zukunft mehr möglich ist, sollte man unterstützen. Dieser Mut und diese Risikobereitschaft muss gewürdigt werden." Der Verein International Bünde trägt unter anderem dazu, bei ihnen neue Perspektiven zu ermöglichen und den Weg ins Berufsleben durch Sprachkurse zu erleichtern.

Von Rabea Sobolewski, Westfalen-Baltt, Bünder Zeitung 2. Juni 2016




Keywords:

Voiron zu Gast in Herford
Eintrag vom: 01.06.2016

Soyez les bienvenus, Herzlich Willkommen … hieß es am vergangenen Montag in der festlich geschmückten Aula der Volkshochschule. Rund 30 Gäste aus Voiron, der französischen Partnerstadt des Kreises Herford, wurden begrüßt. Der Leiter, Mitarbeitende und Teilnehmende der französischen Volkshochschule, der université pour tous, besuchen derzeit eine Woche lang Ostwestfalen. Organisiert wurde diese Reise auf privater Ebene von der langjährigen VHS-Dozentin Gudrun Streit. Frau Streit hat ein abwechslungsreiches Programm für die Französinnen und Franzosen zusammengestellt, wie zum Beispiel eine historische Stadtführung, einen Besuch des MARTA-Museums, und auch der Besuch der Herforder Brauerei darf natürlich nicht fehlen. Nicht fehlen durfte natürlich auch ein offizieller Empfang im VHS-Gebäude am Münsterkirchplatz. So hieß es auch "Soyez les bienvenus" von Herrn Golücke, dem stellvertretenden Landrat des Kreises Herford, der Leiterin der VHS Monika Schwidde und der Fachbereichsleiterin Andrea Dohmann. Auch alle Französisch-Dozentinnen und Dozenten sowie einige Teilnehmende waren gekommen, um die Gäste zu begrüßen. Bei Crémant und kleinen, kulinarischen Köstlichkeiten entstand ein reger Austausch über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der hiesigen und der dortigen VHS-Arbeit.
Wir wünschen unseren Gästen eine angenehme Zeit in Deutschland voller spannender Eindrücke und schöner Momente.

   

  

  



(Einen Eindruck von dem Empfang finden Sie in dieser Bildergalerie und in den Artikeln der Zeitungen)

Besuch aus Frankreich
40 Jahre Partnerschaft zwischen Kreis Herford und Voiron

Herford (HK/wst). Mit einem Empfang in der Volkshochschule Herford haben 28 Dozenten und Hörer der Université Pour Tous aus der französischen Partnerstadt Voiron am Montag ihren Besuch im Kreis Herford begonnen. Neben der VHS-Leiterin Monika Schwidde und dem stellvertretenden Landrat Hartmut Golücke erwarteten Lehrkräfte und Kursteilnehmer die französischen Gäste.
"Für viele Franzosen ist das der erste Besuch in Deutschland. Jetzt hoffen wir, dass sich private Kontakte und Freundschaften entwickeln", sagte Gudrun Streit, die die Besucher aus Voiron während ihres Aufenthaltes im Werrekreis betreut. Hartmut Golücke registrierte erfreut, dass sich die Franzosen das 40. Jahr der Partnerschaft zwischen dem Kreis Herford und der Stadt Voiron für ihren Besuch ausgesucht hatten. Ebenso wie der Leiter der Université Pour Tous, Jacques Mistral, ging der stellvertretende Landrat in einer Rede auf die Feierlichkeiten anlässlich des 100. Jahrestages der Schlacht von Verdun mit Präsident Hollande und Kanzlerin Merkel ein, um dann die deutsch-französische Freundschaft zu loben.
Noch bis Freitag werden sich die Besucher aus Voiron im Kreis Herford aufhalten. Auf ihrem Programm stehen unter anderen eine Besichtigung des Nixdorf-Museums in Paderborn und des Museums Marta in Herford sowie eine Fahrt zum Hermannsdenkmal in Detmold und zu den Extern Steinen.

Herforder Kreisblatt, 1. Juni 2016

Dozenten der Volkshochschule Voiron zu Gast
Herford (fm). Seit 40 Jahren gibt es die Partnerschaft zwischen dem Kreis Herford und der französischen Stadt Voiron. Zum ersten Mal besuchte jetzt eine Delegation aus 28 Dozenten der "Université pour Tous du Voironnais" - dem Gegenstück zur Volkshochschule - den Kreis Herford. Sie wurden gestern in der Aula der VHS vom stellvertretenden Landrat Hartmut Golücke (v. r.), VHS-Chefin Monika Schwidde, Dozentin Gudrun Streit und Fachbereichsleiterin Andrea Dohmann empfangen. Der Präsident der Schule aus Voiron, Jacques Mistral, bekam ein Buch mit Luftbildern geschenkt. Golücke und Mistral betonten den Wert der Partnerschaft in einer Zeit von Krisen und Terrorismusgefahr.

Neue Westfälische, 31. Mai 2016




Keywords:

Plattdeutsch erhalten - VHS-Gruppe trifft sich
Eintrag vom: 20.05.2016

In der Gaststätte »Zum Nonnenstein« hat das gemeinsame Heringessen
stattgefunden. Foto: Bünder Zeitung

Plattdeutsch erhalten
Gruppen treffen sich zum Heringsessen

Rödinghausen (BZ). Die Mitglieder der Plattdeutschgruppe der Landfrauen und der Volkshochschule Rödinghausen haben sich in der Gaststätte »Zum Nonnenstein« zum gemeinsamen Heringsessen getroffen. Es hat bei den beiden Gruppen schon Tradition, den Abschluss des Wintersemesters gemütlich ausklingen zu lassen.

Unter der Leitung von Magdalena Obrock treffen sich die Gruppen, um die plattdeutsche Sprache zu erlernen und weiter zu vertiefen. Es ist nach Ansicht der Teilnehmer ein wichtiges Kulturgut, das nicht verloren gehen darf.

Das Plattdeutsch ist mal deftig, mal humorvoll, es trifft aber oft den Kern der Sache haargenau. Alle Teilnehmer sind mit viel Spass und Freude dabei. Im September beginnt das neue Semester und alle Interessierten sin herzlich eingeladen.


Bünder Zeitung, 20. Mai 2016




Keywords:

Artikel "Online Banking" vom VHS-Experten im Stadtmagazin
Eintrag vom: 25.04.2016

Das Konto immer im Blick - Online Banking. Die Zahl der Banken, die nur noch online erreichbar sind und bei denen Beratungsgespräche online oder per Telefon geführt werden, steigt. Entsprechend verringert sich die Dichte der lokalen Bank- und Sparkassen-Filialen. Kleinere Zweigstellen verschwinden ganz, wodurch viele Menschen gezwungen sind, weitere Wege zur eigenen Bank zurück zu legen oder neue Möglichkeiten zu nutzen. Zu diesen gehört allen voran auch der Zugriff auf das eigene Bankkonto über das Internet - "Online Banking".
Aktuell gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten online auf ein Bankkonto zuzugreifen und Funktionen zu nutzen.
1. Per Internet-Browser über den Computer, das Notebook oder dem mobilen Endgerät:
Bei dieser Möglichkeit ist es lediglich erforderlich, Zugang zu einem Internet-Browser (Internet-Explorer, Firefox, Chrome, Safari, usw.) mit bestehender Internetverbindung zu haben. Über den Aufruf der entsprechenden Bank-Anmelde-Webseite gelangen die Kunden, nach Eingabe spezieller Anmeldedaten, meist direkt in den Bereich der eigenen Finanzübersicht. Aus dieser Hauptübersicht lassen sich dann ganz einfach weitere Funktionen, wie z. B. Anzeige der Umsätze, Zugriff auf Kontoauszüge, SEPA-Überweisung, Auslandsüberweisung, Daueraufträge, usw. starten. Ein eigener Bereich steht dem Kunden dann auch für eine direkte und sichere Kommunikation mit dem Bankberater zur Verfügung. Wichtig zu erwähnen ist, dass alle Dokumente, wie z. B. Kontoauszüge, usw. natürlich auch ausgedruckt werden können.
2. Per mobiler App über das Smartphone oder Tablet:
Smartphone- oder Tablet-Apps gibt es für jeden Einsatzzweck. Auch im Bereich des "Online Banking" können Kunden auf eine Vielzahl von speziellen Programmen für das eigene mobile Endgerät zurückgreifen. Diese Apps findet man in den entsprechenden Stores der Smartphone-Hersteller (Apple: App-Store, Google: Play Store, Microsoft: Microsoft Store). Grundsätzlich muss hier unterschieden werden zwischen bankeigener App (z. B. Online-Filiale+ der Volksbank) und App von Drittanbietern (z.B. Outbank für iOS). Die bankeigenen Apps erhalten die Kunden in den Stores meist kostenlos und sind speziell auf das Banking bei der einen Bank zugeschnitten. Apps von Drittanbietern sind in den meisten Fällen nicht kostenlos. In der Regel bieten diese einen etwas größeren Funktionsumfang und die Möglichkeit, Konten von unterschiedlichen Banken gleichzeitig anzulegen. Die o. g. Standardfunktionen bringen aber alle Apps mit.
3. Per eigenständiger Software über den Computer oder das Notebook:
Bei dieser, wahrscheinlich am wenigsten genutzten Variante, wird auf dem Computer eine eigene Banksoftware installiert. Der Zugriff auf das Konto erfolgt dann über dieses spezielle Programm. Auch diese Programme sind überwiegend nicht kostenlos, bieten alle o. g. Standardfunktionen und einige Zusatzfunktionen an. Hier liefert ein Blick in die Leistungsbeschreibung der Software die nötigen Informationen.

In der Praxis gelten für alle o. g. Varianten gleiche Voraussetzungen. Um auf ein Bankkonto online zugreifen zu können, muss das entsprechende Konto von der Bank für "Online Banking" freigeschaltet sein. Es werden Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) benötigt. Aufträge oder Aktionen, z. B. eine SEPA-Überweisung, die über den Browser oder eine App ausgeführt werden sollen, müssen immer mit einer sogenannten Trans-Aktions-Nummer (TAN) bestätigt werden. Dieser Vorgang ist bei allen Banken und Aktionen erforderlich und bietet dem Kunden ein hohes Maß an Sicherheit. In wenigen Fällen werden diese TANs von den Banken in Listenform auf Papier bereitgestellt, was nicht mehr dem heutigen Sicherheitsstandard entspricht. Üblicherweise bieten die Banken aber andere Systeme, wie z.B. TAN per SMS, an. Hier erhält der Kunde zur Bestätigung der Aktion eine TAN als SMS auf das eigene Smartphone.

Wichtig, beim Thema "Online Banking" ist, dass Grundregeln beachtet werden müssen, durch die das Thema Sicherheit deutlich verbessert wird. Klar ist aber auch, dass es einen vollkommenen Schutz nie geben wird. Seien Sie daher aufmerksam und reagieren Sie z. B. nicht auf Phishing-Mails ("Unter Phishing versteht man Versuche, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen und damit Identitätsdiebstahl zu begehen. [Wikipedia]).

Bei weiteren Fragen rund um das Thema "Online-Banking" oder Sicherheit steht Ihnen Ihr Bankberater zur Verfügung. Auch in unserem VHS-Programm finden Sie Angebote zum Thema.




Keywords: Citylive; City Live, Online-Banking

Frauengeschichtstag am 4. Juni in der VHS Herford
Eintrag vom: 21.04.2016

Die Arbeitsgruppe Frauengeschichte und die Herforder Volkshochschule veranstalten den 6. Frauengeschichtstag am 4. Juni: (von links) Ella Kraft, Ingrid Otterpohl, Angelika Bielefeld, Monika Schwidde, Lore Wörmann und Karola Althoff-Schröder. Foto: Bärbel Hillebrenner

Vier Äbtissinnen und ein Stift
Frauengeschichtstag am 4. Juni in der Volkshochschule - Anmeldung bis zum 15. Mai

Herford(HK/hil). Launisch sollen sie gewesen sein, nicht regierungsfähig und als »Dummchen« verkannt. Mit diesen Vorurteilen über vier Herforder Äbtissinnen räumt der 6. Frauengeschichtstag am 4. Juni in der VHS auf.

In den letzten 100 Jahren des »Kaiserlich freien weltlichen Stifts« haben vier Fürstäbtissinnen regiert: Charlotte Sophie von Kurland (1689-1728), Johanna Charlotte von Brandenburg-Schwedt (1729-1750), Hedwig Sophie Auguste von Holstein-Gottorf (1750-1764) und Friederike Charlotte Leopoldine Luise von Brandenburg-Schwedt (1764-1802). Wie verlief ihr Leben? Aus welcher Adelsfamilie stammen sie? Wie haben ihre Herrschaftsfamilien in der Dynastie zueinander funktioniert? Mit diesen und vielen anderen Fragen hat sich die Historikerin Dr. Teresa Schröder-Stapper in ihrer Doktorarbeit befasst. »Sie hat Archive gewälzt, einen ganz anderen Blickwinkel auf die Fürstäbtissinnen bekommen und dadurch deren Zeit in einem neuen Licht betrachtet«, sagt Angelika Bielefeld von der Arbeitsgruppe Frauengeschichte. Sie ist durch Zufall auf die Historikerin aus Essen gestoßen und konnte sie sofort für den Frauengeschichtstag in Herford begeistern.

Am 4. Juni soll von 9.30 bis 17 Uhr die Geschichte der vier Fürstäbtissinnen lebendig werden. Angelika Bielefeld, Ella Kraft, Ingrid Otterpohl und Lore Wörmann werden die adeligen Frauen in Dialogen, Erzählungen, Rollenspielen und Bildern portraitieren, Dr. Teresa Schröder-Stapper wird die Zeitreise durch das 18. Jahrhundert mit ihren Recherchen ergänzen. Damit die Veranstalter planen können, müssen sich Teilnehmer des Frauengeschichtstages bis zum 15. Mai anmelden bei der Volkshochschule in Herford, Telefonnummer 05221?/590?50.


Herforder Kreisblatt, 21.04.2016, Bärbel Hillebrenner



weitere Informationen hier


Keywords:

VHS-Geschichtswerkstatt: Jörg Militzer forscht über interessanten Aspekt der Stadtgeschichte
Eintrag vom: 12.04.2016

Ortshistoriker Jörg Militzer mit der Broschüre, die sich unter anderem dem Thema Fischzucht in Bünde widmet. Im Hintergrund der Steinmeisterteich, der früher zur Fischzucht diente. Foto: Hilko Raske

Als im Park noch Fische gezüchtet wurden

Bünde(BZ). Das Flüsschen Else prägt das Bild der Stadt Bünde. Dass es einst einen Ortsteil namens Fischerstadt und im heutigen Steinmeisterpark eine bedeutsame Fischzucht gegeben hat, dürften allerdings die wenigsten Bünder wissen. Ortshistoriker Jörg Militzer hat sich damit auseinandergesetzt. Das Ergebnis seiner Forschung konnte er nun präsentieren.

20 Seiten ist die Broschüre stark, die den Titel »Im Elsetal« trägt. Damit lehnt sich der Ortshistoriker an eine Sonderbeilage des »Bünder Tagesblattes« an, einer Zeitung, die bis in die 1950er Jahre noch in Bünde erschien. »Die Idee zu dieser Broschüre ist in der VHS-Geschichtswerkstatt entstanden«, erzählt Militzer. Realisiert und finanziert habe er sie dann aber selber. Drei Aufsätze sind es, die der geschichtlich interessierte Leser in der Broschüre findet: »Die Fischerei auf der Eltz«, das Unternehmenporträt »Die Else-Fischzüchterei« und eine Kurzbiografie über Walter Steinmeier. »Die Else ist reichlich befischt worden«, so Militzer. Das Fischen sei aber durchaus nicht etwas für jedermann gewesen. »Die Fischereirechte gehörten zum ›Edelsitz Hölzerne Klinke‹.« Ältere Bünder dürften sich noch an den Hauptsitz erinnern - das Gebäude befand sich praktisch gegenüber der heutigen Gaststätte Zur Klinke. In den 1960er Jahren sei der Fachwerkbau, von dem noch einige wenige Fotos existieren, abgetragen worden. Heute befindet sich an gleicher Stelle die Altentagesstätte Klinkstraße 18b. »Im Bereich der ›Hölzernen Klinke‹ scheint eine Art gewerbsmäßige Fischerei betrieben worden zu sein«, vermutet Militzer. Dafür spreche unter anderem, dass die Familie Hüffmann ganz in der Nähe eine Gaststätte mit dem Namen »Fischerstadt« betrieben habe. Dieses Gebäude gebe es heute auch nicht mehr - es habe dem Ausbau der Kreuzung Klinkstraße/Levisonstraße weichen müssen.

Die Geschichte der Stadt Bünde ist im 19. und frühen 20. Jahrhundert auch wesentlich durch die Familie Steinmeister geprägt worden. August Steinmeister (1820-1874) zog gegen 1857 nach Bünde, wo er als Teilhaber der Zigarrenfabrik Steinmeister & Wellensiek zu beträchtlichem Wohlstand gelangte. »Sein Sohn August Steinmeier junior dürfte zu den eifrigsten Unternehmern aus der Reihe der Familienangehörigen gezählt haben.« Auf dem Gelände zwischen Nordring und Else - dort, wo heute Freibad, Steinmeisterpark, BTW-Halle und das Else-Stadion sind - habe er insgesamt 59 Teiche anlegen lassen, in den unter anderem Hechte, Karpfen, Lachse und Forellen gezüchtet wurden. Diese »Steinmeister’sche Fischzuchtanlage« sei immerhin so bekannt gewesen, dass Professor Hermann Landois, der Gründer des Münsteraner Zoos, 1894 einen ausführlichen Bericht darüber verfasst habe. Für die Aufzucht sei sogar extra ein Bruthaus gebaut worden. Dies stehe heute noch und sei inzwischen das DLRG-Vereinsheim.

Nach dem Tod von August Steinmeier junior im Jahr 1914 sei die Familie aber nicht mehr wirklich an der Fischzucht interessiert gewesen. In der Folge seien auch Beteiligungen an den Vorgängerfirmen von Staloton, Imperial und Fleischwaren Wolf & Co. - später Dörfler - verkauft worden. »Ein Teil der Fläche des Fischzuchtbetriebes wurde in den 1930er für die Errichtung des Schwimmbades übernommen.« Von den zahlreichen Fischteichen sei nur noch der große im Steinmeisterpark übrig geblieben.

Die Broschüre »Im Elsetal - Neues von gestern« ist reich mit historischen Fotos bebildert. Sie ist gegen eine Schutzgebühr von 3 Euro im Stadtmarketingbüro (Rathaus) erhältlich.

Die Broschüre »Im Elsetal - Neues von gestern« ist reich mit historischen Fotos bebildert. Sie ist gegen eine Schutzgebühr von 3 Euro im Stadtmarketingbüro (Rathaus) erhältlich.

Westfalen-Blatt/Bünder Zeitung, 08.04.2016, von Hilko Raske



weitere Informationen hier


Keywords:

<<  1   2   3   4   5   6   7   8   9   10   11   12   13   14   15   16   17   18   19   20   21   22   23   24   25   26   27   28   29   30   31   32   33   34   35   36   37   38   39   40   41   42   43   44   45   46   47   48   49   50   51   52   53   54   55   56   57   58   59   60   61   62   63   64   65   66   67   68   69   70   71   72   73   74   75   76  >>    alle

 



Suche
Browser-Such-Plugin
Bookmark and Share

Wo ist was?
in Bünde

in Enger

in Herford

in Hiddenhausen

in Kirchlengern

in Rödinghausen

in Spenge

in Vlotho

Übersichtskarte


VHS Agentur
Bildung auf Bestellung

Projektbeispiele



SEPA

 

Seite erzeugt in 1.0314 sec.
Anregungen, Fehler oder Kritik an Webmaster  |  Impressum/Disclaimer/Datenschutz
VHS im Kreis Herford, VHS Bünde, VHS Vlotho, VHS Kirchlengern, VHS Spenge, VHS Enger, VHS Rödinghausen, VHS Hiddenhausen
VHS im Kreis Herford | ... | Nachrichten