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VHS-Adventskalender
Eintrag vom: 03.12.2008

Das VHS-Team wünscht eine besinnliche Adventszeit und wünscht viel Freude mit dem virtuellen Adventskalender (siehe rechte Spalte).
Klicken Sie doch einfach mal ein Türchen in unserem VHS-Adventskalender an. Es erwartet Sie jeden Tag eine neue Überraschung und Sie können von den täglich wechselnden Advents-Ermäßigungen profitieren.
 




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Ein gerechter und dauerhafter Frieden zwischen Israel und Palästina - Machbar oder nur eine Illusion?
Eintrag vom: 27.11.2008

Das war das Thema eines Vortrags, den Natasha Aruri aus Ramallah, Westbank, am 14. November 2008 in der VHS hielt. Sie gab einen guten Überblick über bisherige Friedensverhandlungen, ihre Ergebnisse und das Leben in Palästina. Sie führte den Zuhörerinnen und Zuhörern in anschaulichen Darstellungen und bewegenden Bildern die Entwicklung der Westbank der letzten Jahrzehnte unter der Besatzung Israels vor Augen. Neben dem stetig fortschreitenden Bau der von Israel durch Palästina errichteten Mauer, die das Land in kleine Enklaven zerstückelt, berichtete sie von den israelischen Siedlungen in Palästina und die Zerstörung palästinensischer Wohnhäuser und Felder, die Erfahrungen mit der israelischen Armee, z. B. an Checkpoints und über die Tötung und Inhaftierung zahlreicher Zivilisten. Das Leben wird für die Palästinenser immer schwieriger.
Der Gazastreifen ist von Israel blockiert. Dies verstößt gegen das humanitäre Völkerrecht, wie auch die UN-Kommissarin für Menschenrechte Navanethem Pillay erklärte. Eineinhalb Millionen Palästinensern würden dadurch grundlegendste Rechte vorenthalten. Israel solle Güter wie Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff in das Gebiet lassen und auch die Strom- und Wasserversorgung wiederherstellen, forderte Pillay. Die Versorgungslage wird immer kritischer.
Was die letzten Verhandlungen zwischen Präsident Mahmoud Abbas und Israel anbelangt, so sei das letzte Angebot für die Palästinenser nicht akzeptabel gewesen: eine zerstückelte Westbank ohne Wasserrechte, ohne Entgegenkommen in der Flüchtlingsfrage und mit israelischer militärischer Oberhoheit. Das Fazit von Natasha Aruri war, dass Verhandlungen unter solchen Bedingungen aussichtslos seien.
Natasha Aruri ist in Ramallah, Westbank, aufgewachsen. Seit 2003 ist sie Friedensaktivistin und war unter den Gründungsmitgliedern von PFF-Peace and Freedom Youth Forum, einer unabhängigen Graswurzelorganisation. Sie hat ihren Bachelor in Architektur in Ramallah erworben und macht jetzt ihren Master in Darmstadt und Barcelona.
Sie hielt den Vortrag auf Englisch und Ulrike Koebke (VHS) übersetzte ihn auf Deutsch.
Der Vortrag fand im Rahmen der Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ statt.

Infos hierzu


 




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Volkshochschulen - führende interkulturelle Bildungseinrichtungen in Deutschland
Eintrag vom: 26.11.2008

Bonn, 25.11.2008 -
Rund neun Millionen Menschen besuchten im Jahr 2007 eine Veranstaltung an einer der rund 1.000 deutschen Volkshochschulen.
Die soeben erschienene VHS-Statistik zeigt Steigerungen in fast allen Bereichen der Volkshochschularbeit. Besonders auffällig: die gestiegenen Zahlen bei VHS-Kursen: "Mit 562.000 Kurse im Jahr 2007 ist der höchste Stand an Kursen seit Beginn der Zählung im Jahr 1962 erreicht", so Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB, Vorsitzender des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. "Offenbar verbinden die Menschen mit Weiterbildung zunehmend eine Verbesserung ihrer beruflichen Chancen und eine Steigerung ihrer Lebensqualität." Die zwischen 2002 und 2005 zu beobachtende Phase des Rückgangs des Kurs- und Stundenvolumens ist damit endgültig gestoppt.
Besonders hebt Rossmann die Rolle der Volkshochschulen als die führende interkulturelle Bildungseinrichtung in Deutschland hervor: Rund 200.000 Zuwanderer haben seit 2005 an einem Integrationskurs teilgenommen und seit Herbst des Jahres bewähren sich die Volkshochschulen auch als exklusiver Partner von Bund und Ländern bei der Durchführung des Einbürgerungstests.
Die vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) erstellte Bilanz weist in fast allen Fachbereichen positive Trends aus:
In der beruflichen Weiterbildung an VHS ist 2007 die Anzahl der Auftragsmaßnahmen deutlich gestiegen, mit 5 Prozent mehr Unterrichtsstunden und 9,7 Prozent mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmern als im Jahr 2006. Unter Auftragsmaßnahmen fallen z. B. Kurse, die im Auftrag von Betrieben, Unternehmen oder Arbeitsagenturen durchgeführt wurden.
Den höchsten Zuwachs gab es erneut im Programmbereich "Grundbildung und Schulabschlüsse"; mit einer Steigerung von gut 6 Prozent bei den Unterrichtsstunden. In den Alphabetisierungskursen, die auch zu diesem Programmbereich gehören, setzen Volkshochschulen zunehmend auf blended learning: Zehntausende Lerner nutzen mittlerweile ergänzend zum Unterricht das mit Unterstützung des Bundesbildungsministeriums entwickelte Lernportal www.ich-will-lernen.de. Dessen mehrfach ausgezeichnete Lernangebote wurden nun um den Übungsbereich "Nachholen von Schulabschlüssen" erweitert.
Traditionell stark ist das Sprachkurs-Angebot der VHS mit etwas mehr als 40 Prozent aller Unterrichtsstunden. Ihm folgen die Programmbereiche Gesundheit (mit einem Anteil von 18 Prozent), Arbeit-Beruf (15,5 Prozent), Kultur-Gestalten (10,9 Prozent), Grundbildung/Schulabschlüsse (9,9 Prozent) und Politik/Gesellschaft/Umwelt (4,4 Prozent).
Mit 385 Millionen Euro brachten die Teilnehmer/-innen erstmals mehr Mittel für Volkshochschulkurse auf als Länder und Kommunen (381 Mio Euro). "Damit ist das Ende der Fahnenstange für die Bürger erreicht", so Rossmann. Er kritisiert das rückläufige Engagement des Staates, "denn was die Statistik nicht zeigt, ist die Tatsache, dass die Teilnahme an Weiterbildung immer häufiger am schmalen Geldbeutel scheitert."
Mehr Infos unter: www.die-bonn.de (Stichwort Service / Weiterbildungsstatistik).
 




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Politischer Islam und die rechtliche Situation von Frauen und Mädchen
Eintrag vom: 25.11.2008

 

Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE), kämpft gegen den politischen Islam, gegen diejenigen, die die Regeln des Islam, so wie sie ihn interpretieren, für die ganze Gesellschaft als verbindlich durchsetzen wollen. Am Dienstag, 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, spricht sie in der VHS.

Ihre Botschaft lautet: Gegen den politischen Islam zu kämpfen, bedeutet nicht gegen Musliminnen und Muslime zu kämpfen, sondern für sie! Es ist ein Emanzipationskampf für Freiheit, Chancengleichheit und Selbstbestimmung und gegen eine menschenverachtende, faschistoide und frauenfeindliche Ideologie. An diesem Kampf sollten sich alle beteiligen, die für die Werte von Humanismus und Aufklärung eintreten.
Themen des Vortrags sind:

  • Frauenbewegung in islamischen Ländern
  • Kampf gegen den politischen Islam
  • Scharia, Frauenrechte, Steinigung
  • Ehre, Kopftuch, Sexualität
  • Erfahrungen in der Islamischen Republik Iran
  • Politischer Islam in Europa und Deutschland
  • Religionsfreiheit und Säkularismus

 



weitere Informationen hier


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Fremdsprache im eigenen Land - Von Menschen, die lernen, in Gesten und Zeichen zu sprechen
Eintrag vom: 25.11.2008

Foto: Neue Westfälische/Elena Siemens

Herford. Gebärdensprache dient zur Verständigung von Hörgeschädigten. Doch auch Menschen, die hören, können diese Art von Kommunikation erlernen. „Es soll für sie keine andere Welt sein, in die sie da eindringen“, sagt ein Betroffener. Nur ein Herantasten an eine andere Art, sich untereinander zu verstehen, ohne dabei seine Stimme zu benutzen.

Zu Beginn des Unterrichts geht der Lehrer, wie in jedem Sprachkursus, die Anwesenheitsliste durch. Doch bei diesem Unterricht wird nicht gesprochen. Die Teilnehmer müssen ihre Namen in Gebärdensprache ausdrücken.

Das können sie, denn sie haben in diesem Grundkursus bereits viel gelernt. Jürgen Schlechter leitet ihn. Er ist ihr Lehrer, und er ist schon seit seinem ersten Lebensjahr gehörlos, wie auch seine Frau und seine beiden Kinder. Seit 14 Jahren ist er geprüfter Gebärden-Sprachdozent an der Volkshochschule. Seinen Schülern gegenüber ist er geduldig und vermittelnd. Die Teilnehmer sind berufstätig und müde nach der Arbeit. „Egal wie engagiert wir auch im Beruf sind, wir finden noch Zeit und Lust, hierher zu kommen, um etwas zu lernen“, erklärt Kornelia Broelhorst. Alle stimmen zu.

Die Motivation findet jeder woanders. „Meine Tochter übt mit mir zu Hause. Uns macht es beiden Spaß, diese faszinierende Sprache anzuwenden“, erzählt Broelhorst. Einige hatten schon länger vor, diese Sprache zu lernen, fanden jedoch keinen Kursus in ihrer Nähe oder kamen mit den Unterrichtszeiten nicht klar.

Nach dem Anwesenheitscheck geht es richtig los: wiederholen und lernen neuer Vokabeln in Gruppenarbeit, oder mit einem Partner. Sie sitzen sich gegenüber und sprechen mit ihren Händen. Wenn das Zeichen für eine Vokabel vergessen ist, wird einfach buchstabiert. Während der Kommunikation mit den Händen ist auch die Mimik entscheidend. Mit den Lippen werden die Worte geformt, die sie sonst aussprechen würden. Es sei am Anfang schwer, nicht sprechen zu dürfen, doch mit der Zeit gewöhne man sich daran.

„Aufmerksamkeit und Geduld sind wichtig. Man muss miteinander kommunizieren, um sich gegenseitig verstehen und helfen zu können“, sagt Anja Mende. Es sei nicht schlimm, wenn es zu Anfang nicht klappt. Auch hier gilt: Übung macht den Meister. Und dieses Motto nehmen sie ernst. Nach dem Unterricht glühen die Hände förmlich. Von ihnen ist keiner gehörlos. Alle haben ihre eigenen Gründe, warum sie die Gebärdensprache erlernen wollen. „Ich werde irgendwann ertauben, haben mir die Ärzte prognostiziert“, erzählt Birgit Pikowski-Kübel. In ihrem Ohr steckt ein kleines Hörgerät, ohne das sie fast nichts mehr hören könnte.

Alle sind sich einig: Die deutsche Gebärdensprache ist eine Fremdsprache im eigenen Land. Wenn sich zwei Menschen auf der Straße in Gebärdensprache verständigen, werden sie entweder komisch angeguckt, oder ausgelacht: „Gehörlose werden behandelt wie Außenseiter oder Behinderte“, bedauert Mende. Besonderes Jugendliche seien es, die sich auf der Straße, in Bus und Bahn über sie lustig machen würden.

„Das kommt daher, dass in Schulen und Kindergärten nicht genug aufgeklärt wird über Gehörlose, Blinde oder Menschen, die nicht sprechen können“, sagt Pikowski-Kübel. Auch in diesem Punkt stimmen alle Meinungen überein: Eltern sollten mit ihren Kindern über diese Menschen reden, aber nicht so als hätten sie eine schlimme Krankheit, sondern feinfühliger. Sie sollten es ihnen erklären und Fragen erwarten, denn etwas Neues ist zuerst immer fremd.

© 2008 Neue Westfälische, Herforder Kreisanzeiger, Dienstag 25. November 2008 ,von ELENA SIEMENS

Neue VHS-Kurse "Gebärdensprache" starten im Februar 2009.

Für weitere Informationen zu den Kursen bitte anklicken:

Gebärdensprache I - für Teilnehmende ohne Vorkenntnisse

Gebärdensprache II

Gebärdensprache III

„Ich will mein Ziel erreichen“

Foto: Neue Westfälische/Elena Siemens

KURZ GEFRAGT: Anja Mende

Anja Mende will Gebärdensprache lernen. Warum sie das macht, darüber sprach sie mit NW-Mitarbeiterin Elena Siemens.

Warum machen Sie diesen Kurs?

ANJA MENDE: Als ich zwölf Jahre alt war, habe ich zwei Mädchen im Zug beobachtet. Sie unterhielten sich in Gebärdensprache. Seitdem war es mein großes Ziel, Gebärdensprachlehrerin zu werden. Dazu musste ich aber studieren. Als ich dann schwanger wurde, musste ich mein Studium leider abbrechen. Jetzt mache ich eine Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin.

Was stellen Sie sich für ihre Zukunft vor, nachdem es mit dem Studium nicht geklappt hat?

MENDE: Ich möchte trotzdem in einen Beruf einsteigen, der etwas mit Hörgeschädigten zu tun hat. Ich habe vor, Kinder und Jugendliche zu betreuen und mit ihnen zu arbeiten.

Ist in ihrer Familie jemand Hörgeschädigt?

MENDE: Nein, mein Mann und mein Sohn sind gesund. Nur ich bin zu 30 Prozent schwerhörig.

Wie gefällt Ihnen der Kursus?

MENDE: Es macht mir viel Spaß hier zu sein und mit so netten Leuten zusammen lernen zu dürfen. Alle sind sehr freundlich und ehrgeizig. Wir lachen viel, was das Lernen wesentlich angenehmer macht.

Gibt es einen Unterschied zwischen diesem und einem normalen Sprachkursus?

MENDE: Der Unterschied besteht darin, dass wir alle hier zusammen halten und voneinander lernen. Ich denke, in keinem Sprachkursus gibt es so viel Gemeinschaft wie in unserem.

© 2008 Neue Westfälische
Herforder Kreisanzeiger, Dienstag 25. November 2008

 

 




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Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948
Eintrag vom: 23.11.2008

Diese Ausstellung war vom 4. bis 21. November 2008 in der VHS zu sehen. Sie beleuchtet zum 60. Jahrestag der israelischen Staatsgründung eine verdrängte Schattenseite der Geschichte: Mit einer Fülle historischen Bild- und Kartenmaterials illustriert sie die Ereignisse, die zur schrittweisen Umwandlung des einst arabischen Palästina zum heute jüdischen Israel führten.
Diesen Bevölkerungsaustausch beschreibt der israelische Historiker Ilan Pappe in seinem Buch: "Die ethnische Säuberung Palästinas". Die Palästinenser sprechen von der Katastrophe, arabisch: Nakba.
Damals wurden 720.000 Palästinenser aus dem damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina von jüdischen Milizen, später von der israelischen Armee vertrieben. Dörfer wurden systematisch zerstört.
"Die Thematisierung der Flucht und Vertreibung dieser Menschen, erst recht ihrer Forderung nach Rückkehr und Entschädigung, gilt bis heute vielfach als Tabubruch. Wir sind aber überzeugt, dass ohne die Kenntnis und ohne eine gebührende Anerkennung dieses Teils des Konflikts Aussöhnung, Gerechtigkeit und Frieden im Nahen Osten keine Chance haben werden. Hierzu will die Ausstellung einen Beitrag leisten", erläutern die Ausstellungsmacher des Vereins "Flüchtlingskinder im Libanon" ihr Anliegen.
In Zusammenarbeit mit Flüchtlingskinder im Libanon e.V. www.lib-hilfe.de
 




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Kulinarische Sprachreise durch die España verde
Eintrag vom: 21.11.2008


España verde - wenn die Menschen von dieser Region Spaniens hören, dann denken sie an das rauschende Meer, an eindrucksvolle Berge, den Jakobsweg, die Farbe grün …
An diesem Abend laden wir Sie ein, uns auf einer imaginären Reise durch die Espana verde zu begleiten. Wir werden gemeinsam Rezepte aus dieser Gegend kochen und genießen und dabei auch ein wenig Spanisch lernen. Geringe Kenntnisse der spanischen Sprache sind vorteilhaft.

¡Que aproveche! Guten Appetit!



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VHS-Geschichtswerkstatt: Gute Stube oder doch nur Flur
Eintrag vom: 21.11.2008


Bündes Einkaufsmeile entstand aus einem Feldweg
Wenn man heute über die Eschstraße flaniert und die Auslagen einer ganzen Reihe von gut positionierten Fachgeschäften betrachtet, mag man kaum glauben, dass dieser Straßenzug vor langer Zeit als Feldweg sein Dasein begann. Nur wenige Ackerbürgerhäuser erinnern an die landwirtschaftlich geprägte Vergangenheit dieser West-Ost-Verbindung und daran, dass die Benennung Esch weniger mit der Esche als Laubbaum wie vielfach vermutet, denn einer alten Flurform zu tun hat. Der genauen Bedeutung ist die VHS-Geschichtswerkstatt nachgegangen.
Der Begriff Esch oder auch Ösch stammt aus dem Gotischen, das ja selbst bereits etwa seit dem 8. Jahrhundert nicht mehr gesprochen wird, und ist somit ein sehr alter Begriff der übersetzt nichts anderes bedeutet, als Saatfeld oder Ackerland. Obwohl einer längst vergessenen Sprache entlehnt, wird im Münsterland, weiten Teilen im Nordwesten der Bundesrepublik und den angrenzenden Niederlanden dieser Begriff für eine bestimmte Flurform noch heute benutzt. Das charakteristische dieser Fluren ist es, dass sie sich durch die örtlichen Gegebenheiten nur in stark eingeschränktem Maße für die landwirtschaftliche Nutzung eignen. So wurde der von den örtlichen Bauern genutzte Teil der Eschflur in Bünde durch den Verlauf der Else eingegrenzt, die in den Uferzonen durch zu hohe Grundwasserfeuchte den Anbau von Getreide unmöglich machte. Ein weiteres Charakteristikum der lokalen Eschfluren ist die Aufteilung in lange schmale Streifen. Über dieses große Flurstück am Rande des alten Bünder Ortskerns verlief ein Weg in Richtung Spradow und Südlengern und im Laufe der Zeit gesellten sich zu den Ackerbürgerhäusern und Scheunen, deren Fronten am Verlauf des Weges ausgerichtet waren, mehr und mehr Wohnhäuser wohlhabender Zigarrenfabrikanten und Geschäftshäuser der örtlichen Gewerbetreibenden. Bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts dürften die Zeugen der landwirtschaftlichen Vergangenheit allmählich zur Minderheit in der Bebauung entlang des Weges über die Eschflur geworden sein. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Höfe Hurlbrink an der Ecke zur Fünfhausenstraße, Prasse Ecke Wehmstraße und Klinksiek an der Einmündung zur Hangbaumstraße schon die Ausnahmen.
Wie so vieles steht natürlich auch diese Entwicklung in direktem Zusammenhang mit der Zigarrenfertigung in Bünde. So stand z.B. die vielzitierte Wiege der Zigarre in Bünde an der Eschstraße. Georg Meyer fertigte an der späteren Ecke zur Elysiumstraße die ersten Zigarren in der Elsestadt, ein Jahr später folgte der legendäre Töns Wellensiek. Dieser begann mit der Produktion zunächst im elterlichen Haus auf dem Halloh in Ennigloh und bezog 1846 die erste Produktionsstätte auf Bünder Gebiet. Auch diese, wie später noch eine ganze Reihe weiterer, stand an der Eschstraße. Das Haus des Klempnermeisters Heine, im Schatten des späteren Bünder Rathauses gelegen, war dieses erste Domizil, bevor das Unternehmen Steinmeister & Wellensiek an der Ecke Kaiser-Wilhelm-Straße seinen endgültigen Standort fand.
Die Benennung Eschstraße für den Weg auf dem Esch wurde auf Antrag von Moses Levison am 8. August 1873 offiziell für den Straßenzug, doch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gestaltete Werbeanzeigen belegen, dass ein Unternehmen zwar offiziell an der Eschstraße gelegen hat, aber in gleichem Zuge die Anschrift als „Auf dem Esch“ angegeben wurde. Gerade so wie es auch heute noch viele alte Bünder nennen.
 

Text und Fotos: Jörg Militzer


 




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Flucht und Vertreibung der Palästinenser vor 60 Jahren
Eintrag vom: 12.11.2008

Vor 60 Jahren wurden 726.000 Palästinenser aus dem damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina von jüdischen Milizen, später von der Armee vertrieben. Dörfer wurden systematisch zerstört. In der VHS in Herford sehen Sie eine Ausstellung über die die Nakba, die Katastrophe, wie die Palästinenser diese Vertreibung nennen und über Auswirkungen, die dieses Ereignis bis heute hat.

Informationen zur Ausstellung




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Über Mauern hinweg
Eintrag vom: 08.11.2008

Am Samstag, 15. November 2008, 19.30 Uhr wird im LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho über ein Begegnungsprojekt zwischen jungen Erwachsenen aus Deutschland, Israel und Palästina berichtet. Dabei wurden Methoden der gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg angewandt.

Nähere Informationen dazu und allgemein über GFK über die Projektleiterin Susanne Kalkowski im AKE, Tel. 05733/95737, Mail susanne.kalkowski@ake-bildungswerk.de oder ahimsa@ake-bildungswerk.de

 




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VHS-Geschichtswerkstatt: Spradower Straßenzug erinnert nicht nur an bedeutenden Mediziner
Eintrag vom: 08.11.2008



Die Virchowstraße in Richtung Süden. Auf der linken Seite die heutige Psychiatrische Tagesklinik des Kreises Herford. Das Gebäude beherbergte lange Zeit eine orthopädische Klinik und war ursprünglich bekannt als das Ausflugslokal Spradower Schweiz. (Foto: Jörg Militzer)

Wer fällt Ihnen bei der Überschrift dieser neuen Folge unserer Reihe der Geschichte der Bünder Straßennamen ein? Che Guevara, Arzt und Mitstreiter Fidel Castro`s in der kubanischen Revolution? Doch es gab ja auch Revolutionen und Revolutionäre die zwar zeitlich in größerer Distanz, doch räumlich den Deutschen sehr viel näher liegen. So etwa die Deutsche Revolution der Jahre 1848/49, deren Ziele sowohl die nationale Einheit, als auch liberale Reformen waren. Auch hier waren Mediziner beteiligt.
Einer davon war Rudolf Ludwig Karl Virchow. Am 13. Oktober 1821 im pommerschen Schievelbein geboren, absolvierte er seine Schullaufbahn in der sogenannten Provinz und begann im Januar 1840 das Medizinstudium an einer Militärakademie in Berlin. Nach rund 2 ½ Jahren beendete er den theoretischen Teil der Ausbildung und wechselte zur weltberühmten Berliner Charité ins Praktikum, wo er auch nach dem Ausscheiden aus dem militärischen Dienst blieb.
In ministeriellem Auftrag untersuchte Rudolf Virchow 1848 eine Hungertyphus-Epidemie in Schlesien, die als Auswirkung der Missernten und Unterversorgung die Menschen geißelte. Die Ergebnisse dieser Arbeit brachten ihn so sehr auf, dass er in bislang nicht gezeigter Art und Weise die Versäumnisse der Regierung gegenüber der ländlichen Bevölkerung anprangerte und sich den Aktivisten der bereits erwähnten Deutschen Revolution anschloss. Leider führte dieser Aufstand jedoch nicht zu den erhofften Erfolgen und wie viele der Revolutionäre wurde auch Virchow seines Amtes an der Charité enthoben.
Er wechselte nach Würzburg, wo er an der Universität den Lehrstuhl für Pathologie übernahm. Trotz der wissenschaftlich überaus erfolgreichen Jahre in Franken, zog es den ehedem in Ungnade gefallene Mediziner bereits 1856 wieder zurück nach Berlin und dort blieb er dann bis zu seinem Tode im Jahre 1902. Durch seine Forschungen wurde er zu einem der bedeutendsten Mediziner überhaupt. Seine politischen Ambitionen brachte Virchow ab 1861 in die Deutsche Fortschrittspartei (kurz DFP), zu deren Gründervätern er neben Persönlichkeiten wie zum Beispiel auch Werner von Siemens zählte, mit ein.
So würde es für den heutigen Betrachter denn auch Sinn machen, die knapp 400m lange Nebenstraße an der Psychiatrischen Tagesklinik nach diesem Mann zu benennen. Doch ein Blick in die Verwaltungsakten der Jahre 1965/66 der ehemaligen Gemeinde Spradow verrät, die Straße „zwischen Lübbecker Straße (Brüning Nr. 263) bis Mühlenstraße (Klinik Nr. 34)“ wird zunächst als Virchower Weg ausgewiesen. Diese Formulierung lässt doch weniger auf die Benennung nach einer Persönlichkeit, denn nach einer Ortschaft schließen.
Und richtig, Virchow im Landkreis Dramburg war bis 1945 eine Gemeinde in der preußischen Provinz Pommern. Da ja bekanntlich nach 1945 viele Menschen die östlichen Gebiete des ehemaligen deutschen Reiches verlassen mussten und unter anderem auch in Ostwestfalen eine neue Heimat fanden, sind auch hier zahlreiche Straßen nach Orten in diesen Gebieten benannt. Neben Virchow sind so in Spradow z.B. auch noch Tilsit, Memel und Braunsberg im Straßenverzeichnis zu finden. Wann aus dem Virchower Weg dann die Virchowstraße wurde ist noch nicht eindeutig geklärt. Herauszufinden ob in diesem Zuge auch eine Umwidmung von der Gemeinde auf den Mediziner Virchow stattfand, bleibt ebenso eine weitere Aufgabe für die Bünder Geschichtswerkstatt. (Text: Jörg Militzer)
 




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Vertreibung und Flucht der Palästinenser vor 60 Jahren
Eintrag vom: 06.11.2008

 

 

Am 4. November hielt Iris Hefets-Borchardt einen Vortrag zum Thema „Die Nakba, die Vertreibung der Palästinenser vor 60 Jahren und ihre Leugnung in der israelischen Gesellschaft“. Sie berichtete in der gut besuchten Aula der VHS in Herford darüber, dass vor 60 Jahren 720.000 Palästinenser aus dem damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina von jüdischen Milizen, später von der israelischen Armee vertrieben wurden. Dörfer wurden systematisch zerstört. Die neuen Historiker Israels haben dies in den letzten Jahren dokumentiert. Nach wie vor wird die Nakba, die Katastrophe, wie die Palästinenser die Vertreibung nennen, in der israelischen Gesellschaft geleugnet, insbesondere in den Medien und in den Schulen. Die Vertreibung findet auch heute noch statt. In Israel werden immer mehr Stadtviertel judaisiert – so auch die offizielle Sprachregelung. Und im besetzten Westjordanland werden viele Häuser zerstört, landwirtschaftliche Flächen enteignet und jüdische Siedlungen sowie Plantagen errichtet.

Iris Hefets-Borchardt hat die israelische Staatsbürgerschaft, wohnt seit einigen Jahren in Deutschland und ist Mitglied der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost (EJJP).

Der Vortrag fand als Auftakt zu der Ausstellung über die Nakba, die noch bis zum 20. November in der VHS zu sehen ist, statt und in Kooperation mit dem Förderverein der VHS. Es war gleichzeitig ein historisches Datum: Es war der 13. Jahrestag der Ermordung des Friedensnobelpreisträgers und damaligen israelischen Premierministers Jitzchak Rabin.

 




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Fit für die Einbürgerung
Eintrag vom: 03.11.2008

Am vergangenen Freitag hat der erste Einbürgerungstest in der VHS im Kreis Herford stattgefunden. 22 Einbürgerungsbewerber/innen hatten sich dafür angemeldet. Sie haben die 33 Fragen in Rekordzeit beantwortet - die meisten waren bereits nach 15 Minuten fertig. Für sie ist die Sache mit dem Einbürgerungstest nun erledigt. Für die VHS hingegen noch lange nicht: Die Anmeldungen und Beratungen für den nächsten Einbürgerungstest am 1. Dezember laufen auf Hochtouren. Bis heute liegen schon 21 Anmeldungen vor.
 

Weitere Informationen rund um den Einbürgerungstest finden Sie hier




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Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948 Ausstellung vom 4. bis 20. November 2008
Eintrag vom: 31.10.2008

 

Zum 60. Jahrestag der israelischen Staatsgründung ist diese Ausstellung auf Tour, die eine verdrängte Schattenseite der Geschichte beleuchtet: Sie illustriert die Ereignisse, die zur Umwandlung des einst arabischen Palästina zum heute jüdischen Israel führten.
Diesen Bevölkerungsaustausch beschreibt der israelische Historiker Ilan Pappe in seinem Buch: "Die ethnische Säuberung Palästinas". Die Palästinenser sprechen von der Katastrophe, arabisch: Nakba.
"Die Thematisierung der Flucht und Vertreibung dieser Menschen, erst recht ihrer Forderung nach Rückkehr und Entschädigung, gilt bis heute vielfach als Tabubruch. Wir sind aber überzeugt, dass ohne die Kenntnis und ohne eine gebührende Anerkennung dieses Teils des Konflikts Aussöhnung, Gerechtigkeit und Frieden im Nahen Osten keine Chance haben werden. Hierzu will die Ausstellung einen Beitrag leisten", erläutern die Ausstellungsmacher des Vereins "Flüchtlingskinder im Libanon" ihr Anliegen.


 



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VHS-Integrationskurse: Teilnehmer simulieren eine Abschlussprüfung
Eintrag vom: 31.10.2008

Ohne zu Stocken stellt sich Iryna Derkach aus der Ukraine ihrem Gegenüber vor. Die deutschen Worte fallen der 34-jährigen Betriebsingenieuerin sofort ein. Und das, obwohl die Mutter eines kleinen Kindes gerade erst seit zwei Jahren in Deutschland lebt.

Vokabeln sitzen schon perfekt

Westfaen Blatt, Bünder Zeitung, Kathrin Weege (Text und Foto)
Bünde (BZ). Im Integrationskursus der Volkshochschule im Kreis Herford haben gestern Iryna Derkach und Natalya Traxel (33), Zahnärztin aus Kasachstan, eine mündliche Prüfung simuliert. Im Gespräch stellten sich die beiden gegenseitig vor. Dabei bemerkten sie, dass sie beide Zwillingsschwestern haben. Ein Schmunzeln lockert die Prüfungssituation auf. Neben der Vorstellung mussten die beiden Frauen über ein vorgegebenes Thema (Urlaub) sprechen und gemeinsam eine Aufgabe lösen (Party für einen Arbeitskollegen planen).
Vor den Augen der »Prüfer«, Kursleiter Wilfried Springhorn, und Andrea Dohmann, VHS-Fachbereichsleitung »Deutsch als Zweitsprache«, schlagen sich die Frauen wacker. »Sie sprechen schon hervorragend Deutsch, obwohl sie erst so kurz in Deutschland sind«, würdigt VHS-Leiterin Monika Schwidde. Damit meint sie nicht nur die beiden »Prüflinge« vorne am Tisch, sondern alle Teilnehmer des Kurses. Denn ohne Schüchternheit und mit sicherer Wortwahl hatten sich alle kurz vorgestellt. Einige von ihnen hatten auch einen Brief vorgelesen, in dem sich die Schüler in einen Zeitungsredakteur versetzten. Der Redakteur antwortete auf die Einladung zu einem Termin beim Integrationskursus.
Nach den Vorgaben des Zuwanderungsgesetztes bietet die VHS Integrationskurse an, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Selbstständiges Handeln im alltäglichen Leben ist das Ziel. 600 Stunden umfasst der Sprachkursus, hinzu kommt ein 45-stündiger Orientierungskursus. In diesem Seminar erhalten die Zuwanderer Informationen über Rechtsordnung, Geschichte und Kultur Deutschlands. Rechte und Pflichten, Wahlen sowie die Deutsche Einheit sind weitere Themen. Dieser Kursus ist allerdings nicht gleichzusetzen mit dem Einbürgerungstest, der noch etwas umfangreicher ist.
»Sprach- und Orientierungskursus schließen jeweils mit Prüfungen ab, die aus einem mündlichen und schriftlichen Teil bestehen. Mit der so genannten B1-Prüfung weisen Einbürgerungsbewerber ihren Sprachstand nach«, erklärt Andrea Dohmann.
Die VHS im Kreis Herford hat seit 2005 13 Integrationskurse in dieser intensiven Form anbieten können. Im März 2009 startet ein neuer Kursus, der in Bünde unter der Leitung von Wilfried Springhorn stattfinden wird. Infos gibt es bei einer Sprachberatung am 29. Januar, 16.30 bis 18 Uhr, im Rathaus in Bünde.
Artikel vom 31.10.2008


Einbürgerungstest

Seit dem 1. September 2008 müssen Ausländer in Deutschland zur Einbürgerung einen bundeseinheitlichen Einbürgerungstest bestehen. Er setzt sich zusammen aus 33 Fragen aus einem Katalog von 310 Fragen, von denen 17 richtig beantwortet werden müssen. Dabei kommt ein Single-Choice-Verfahren zum Zuge: zu jeder Frage werden vier Antwortmöglichkeiten vorgegeben, von denen genau eine als richtig gewertet wird. Die Volkshochschulen sind bislang die ausschließlichen Partner für die Einbürgerungskurse und Tests. Bisher haben sich 35 Bewerber für den Test bei der VHS im Kreis Herford angemeldet.
Artikel vom 31.10.2008 Herforder Kreisblatt, Bünder Ausgabe

 

Durchstarter im Deutsch lernen
16 Teilnehmer bereiten sich beim Sprach-Integrationskurses der VHS auf ihre Prüfung vor

© 2008 Neue Westfälische, Bünder Tageblatt, Freitag 31. Oktober 2008, VON PATRICK MENZEL

Bünde. Sie kommen aus vieler Herren Länder: Guinea, Kasachstan, Türkei, Ukraine, Tunesien, Irak, Polen, Brasilien. Doch von babylonischer Sprachverwirrung keine Spur – 16 Männer und Frauen, die sich anfangs buchstäblich mit Händen und Füßen verständigen mussten, können das jetzt schon ganz passabel auf Deutsch.

Und so schwer scheint die deutsche Sprache für sie gar nicht zu sein. Nach fast 600 Unterrichtsstunden im Sprach-Integrationskurs der Volkshochschule legen die Teilnehmer im November ihre Prüfung ab. Es ist bereits der 13. Kurs, den die Volkshochschule seit Inkrafttreten des neuen Zuwanderungsgesetzes in 2005 anbietet. „Diese Kurse werden gut angenommen“, sagt VHS-Leiterin Monika Schwidde. Die Erfolgsquote ist hoch, denn die Teilnehmer sind durchweg gut motiviert: „Es ist schon erstaunlich, mit wie viel Engagement die Frauen und Männer bei der Sache sind und welche Fortschritte sie im Laufe der vergangenen sechs Monate gemacht haben“, bestätigt Kursleiter Wilfried Springhorn.

Hochmotiviert ist auch Natalya Traxel. Die gebürtige Kasachin lebt zwar bereits seit zwei Jahren in Deutschland. Die Sprache jedoch ist ihr bislang recht fremd gewesen. Das habe sie ändern wollen. „Ich möchte die Sprache des Landes kennen, in dem ich lebe. Auch möchte ich meine zahnärztliche Zulassung in Deutschland bekommen“, beschreibt die 33-Jährige ihre Ziele. Auch Irijna Derkach möchte in Deutschland in ihrem Beruf als Betriebsingenieurin arbeiten. „Das kann ich aber nur, wenn ich die deutsche Sprache beherrsche“, sagt die 34-jährige Ukrainerin, die sich gestern bei einer Prüfungssimulation wacker geschlagen hat.

Im Kurs lernen die Teilnehmer aber nicht nur die deutsche Sprache kennen. Auch die grundlegenden Werte des deutschen Staates – Rechtsstaatlichkeit, die freiheitlich-demokratische Grundordnung – sowie grundlegendes Wissen über deutsche Geschichte und Einrichtungen werden in einem 45-stündigen Orientierungskurs vermittelt.

Andrea Dohmann, Fachbereichsleiterin Sprachen bei der VHS, unterstreicht zudem: „Sprach-Integrationskurse richten sich nicht ausschließlich an Zuwanderer, die sich um Einbürgerung bemühen. Sie sind ausdrücklich auch für Menschen gedacht, die bereits die deutsche Staatsbürgerschaft haben, die aber nur geringe oder gar keine Sprachkenntnisse haben.“
 

Fotos: VHS im Kreis Herford




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