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Die Feigheit der Frauen - Bascha Mika liest aus ihrem aktuellen Buch
Eintrag vom: 14.03.2011


 
Die Debatte über Quoten für Frauen in der Privatwirtschaft wird gerade zum x-ten Mal wiederbelebt. Es gibt zu wenige Frauen in Führungspositionen. Selber schuld, findet Bascha Mika. Frauen sind zu bequem und zu feige, um wirklich Karriere zu machen. Weitere Informationen finden Sie hier

Genug mit dem Geschlechtertheater! Frauen betrügen sich selbst. Geben wir es zu: Wir Frauen haben es vermasselt und pflegen unsere Geiselmentalität. Wir fordern ein eigenes Leben und stolpern doch in die selbstverschuldete Unmündigkeit. Wir reden von Selbstbestimmung und erliegen doch der Faszination traditioneller Rollen. Rhetorisch sind wir emanzipiert, doch in der Praxis versagen wir jämmerlich und bestärken die alte Geschlechterordnung.
Freiwillig! Weil es bequem ist, weil wir Konflikte scheuen, weil wir davon profitieren! In ihrer kontroversen Streitschrift "Die Feigheit der Frauen" bezieht die bekannte Journalistin und streitbare Kommentatorin Bascha Mika markant Position, polemisiert und geht mit weiblichem Verhalten kritisch ins Gericht.

Sind wir Frauen wirklich zu feige? Bascha Mika liest aus ihrem frisch erschienenen Buch und stellt sich der Diskussion.




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Tastschreiben für Kids
Eintrag vom: 11.03.2011

Ziel ist das Erlernen des Tastenfeldes nach dem Zehnfingersystem. Jedes Kind arbeitet alleine an einem PC.
Dieses Trainingsprogramm basiert auf neuartigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Während bei der herkömmlichen Lernmethode überwiegend der kognitive Gehirnteil (logisches, analytisches und abstraktes Denken) angesprochen wird, aktiviert das neue Trainingsprogramm zusätzlich den mentalen Teil (Kreativität, Bilder, Träume und Gefühle). Lernen Sie die Buchstaben- und Satzzeichen nach dem 10-Finger-System mit Spaß und wenig Zeitaufwand! Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Der Kurs ist geeignet für Kinder ab dem 4. Schuljahr.



weitere Informationen hier


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Finanzbuchhalter/in (VHS)
Eintrag vom: 10.03.2011

Kaufmännische Qualifizierung - Kurssystem und Zertifikat

Beim Zertifikat "Finanzbuchhalter/in (VHS)" handelt es sich um eine breit angelegte modulare Qualifikation (ca. 350 Unterrichtsstunden) im betrieblichen Rechnungswesen für Berufstätige und Berufsrückkehrer/innen aus Wirtschaft und Verwaltung.
Ziel: Sie sind in der Lage, alle im betrieblichen Rechnungswesen anfallenden Daten nach dem neuesten Stand der gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen zu verarbeiten. Mehr




Keywords: kaufmännisch, Buchführung, Zertifikat, Rechnungswesen

Vlothos Frauen feiern zusammen - Großer Andrang beim Fest der Frauengruppe im Türkischen Arbeitnehmerverein
Eintrag vom: 10.03.2011

Renate Mantey-Tunat schlägt die Klangschale an, bevor sie ihre stimmungsvollen Märchen erzählt.Zum Weltfrauentag erhält jede Frau eine Rose: Auch Monika Schwidde, Dagmar Ammon, Ayse Teke, Doris Piloth, Banu Keskin, Pamuk Bahcetepe und Meryem Arslan (von links) bekommen natürlich eine. Gemeinsam feiern sie in der Steinstraße.
Vlotho (VZ). Von Sprachbarrieren lassen sich Vlothoer jeder Nationalität nicht davon abhalten, neue Freundschaften zu schließen. Ganz in diesem Sinne haben Türkinnen und Deutsche den Internationalen Frauentag im Haus des Türkischen Arbeitnehmervereins gemeinsam gefeiert.

Schon von der Weserstraße aus ist sie zu hören: die charakteristische Mischung aus Musik, Gelächter, Gesprächen, dem Klappern von Tellern und Gläsern. Wo diese Laute erklingen, kann eine ausgelassene Party nicht weit sein.
Tatsächlich ist die Stimmung im Haus des Türkischen Arbeitnehmervereins von Anfang an hervorragend: Bereits im Flur bleiben die eintreffenden Frauen stehen, weil sie Bekannte oder Freundinnen zum Plaudern entdeckt haben.
Es kommt zu ersten Staus, als Besucherinnen ihre vollgeladenen Teller zwischen den Gesprächsgruppen hindurch zu einem sicheren Plätzchen balancieren wollen. Währenddessen packt der Discjockey sein Zubehör aus und Ayse Teke, Vorsitzende der Frauengruppe des Vereins, trommelt ihre Mitstreiterinnen für das Bühnenprogramm zusammen.
Kurz: Das Fest zum Weltfrauentag ist ein kunterbuntes, lautes, kreatives und fröhliches Durcheinander, wie es gar nicht besser zur Karnevalszeit passen könnte. Dieser Meinung ist auch Monika Schwidde, Leiterin der Volkshochschule im Kreis Herford: "Ich bin ganz überwältigt von der Atmosphäre hier, von der Herzlichkeit und Gastlichkeit. Das Essen schmeckt viel zu gut", sagt sie. "Vlotho kann sich glücklich schätzen, solche Frauen zu haben." Das "Zigarrenbrot" ist ebenso schnell aufgegessen wie der Spinatkuchen, der Kartoffelgratin und die anderen Leckereien. Gut, dass genügend Nachschub vorhanden ist - niemand muss hungrig nach Hause gehen.
Nach der Begrüßung der Gäste durch Ayse Teke und Doris Piloth erläutert Dagmar Ammon Hintergründe zum Weltfrauentag, die elfjährige Sema und die zwölfjährige Özdem führen einen Hip-Hop-Tanz auf und Renate Mantey-Tunat erfreut ihre Zuhörerinnen mit internationalen Märchen. Außerdem kann nicht nur Monika Schwidde die Erfolge der in der Steinstraße durchgeführten VHS-Kurse in Augenschein nehmen.
Drei Frauen aus dem Deutschkurs von Dagmar Ammon lesen in beiden Sprachen türkische Sprichwörter vor, wie zum Beispiel: "Eine Tasse Kaffee kann zu 40 Jahren Freundschaft führen." Eine Kurzgeschichte trägt besonders zum Amüsement der anwesenden Frauen bei: "Am sechsten Tag schuf Gott bekanntlich die Menschen. Mit dem Mann war er sehr schnell fertig." Aber auch deutsche Frauen aus dem Anfängerkursus von Atay Coskuntuna stellen unter Beweis, wie viel sie gelernt haben - Nicole Richter und Birgit Junker erklären auf Türkisch, dass sie die Sprache lernen, um sich im Urlaub besser verständigen zu können, und weil Türkisch einfach so schön klingt. Dafür ernten sie lauten Beifall.
Nach so viel kulturellem Austausch wird es Zeit, zum Wesentlichen zu kommen: zum Tanzen. Zusammen schwingen die Frauen enthusiastisch Hüften, Beine und Arme. Es sieht so locker und vergnügt aus, als könnten sie das stundenlang durchhalten. Und das tun sie dann auch.

(c)Vlothoer Zeitung, Artikel vom 10.03.2011 Von Heike Pfaff

 

Mit viel Frauenpower Brücken bauen
Türkischer Arbeitnehmerverein feiert Fest zum Weltfrauentag / Kooperation mit der Volkshochschule im Kreis Herford


Monika Schwidde, Ayse Teke und Renate Mantey-Tunat (v.r.) feierten den Weltfrauentag international mit den gastgebenden Türkinnen und deutschen Besucherinnen. Foto: Gisela Schwarze

Vlotho (G.S.). "Und plötzlich erkennen wir - waren wir blind? - dass wir innen uns äußerst ähnlich sind", lauten die letzten Zeilen eines Gedichts, das am Dienstag im Türkischen Arbeitnehmerverein die bunte Programmfolge zum Weltfrauentag bereicherte.
Treffender könne man Frauensolidarität wohl nicht ausdrücken, meinte Doris Piloth, die das Gedicht "Du und ich" als ihren Festbeitrag vortrug. Als Vorsitzende des örtlichen Kinderschutzbundes (DKSB) besuchte sie die Türkinnen an der Steinstraße.

© Vlothoer Anzeiger, 10.03.2011, von Gisela Schwarze




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Was wirklich reich macht - Haus der kirchlichen Dienste: Expertin spricht über alternatives Wirtschaften
Eintrag vom: 10.03.2011

Organisatorinnen und Referentin: (von links) Ella Kraft, Silke Vahrson-Hildebrand, Sabine Haverkamp, Veronika Bennholdt-Thomsen, Manuela Müller-Riepe, Helga Lütkefend.

Herford (HK). Wie kann Wirtschaften und Leben im 21. Jahrhundert aussehen - und zwar so, dass alle Menschen auf der Welt davon profitieren? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Veranstaltung im Haus der kirchlichen Dienste.

Eingeladen hatten die beiden Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Herford, Ella Kraft und Silke Vahrson-Hildebrand, sowie die Gleichstellungsbeauftragte des Kirchenkreises Herford, Manuela Müller-Riepe, die Vertreterin der VHS im Kreis Herford, Helga Lütkefend, und die Pfarrerin für Frauenarbeit im Kirchenkreis Herford, Sabine Haverkamp. Professorin Veronika Bennholdt-Thomsen führte in die Theorie der Subsistenz ein.
Die Subsistenzperspektive geht davon aus, dass jeder Mensch in der unmittelbaren Umgebung alles zum Leben bekommt, was er braucht. Sie ist aber nicht nur ein philosophisches Konzept, Subsistenz wird auch im Zusammenhang mit der Wirtschaftsform einfacher Gesellschaften verwendet. Hierbei befindet man sich in einem geschlossenen System, in dem wirtschaftliche Leistung nicht auf die Anhäufung von monetärem Reichtum, sondern auf Selbstversorgung und auf die Deckung des Eigenbedarfs ausgerichtet ist. Die Referentin erläuterte an Beispielen, wie Subsistenz auch im globalen Zusammenhang funktionieren kann.
Sie belegte ihre These mit dem Beispiel von Kleinbäuerinnen in Kenia, die statt Kaffee Gemüse anbauen, mit dem sie sowohl sich und ihre Kinder ernähren als auch auf dem Wochenmarkt ein gutes Einkommen erzielen können. Mit diesem Überschuss können sie das einkaufen, was sie sonst für den Lebensunterhalt der Familie brauchen. So haben sich die Frauen dort von der Weltwirtschaft unabhängig gemacht und konzentrieren sich heute auf das gute Leben im lokalen Umfeld. Auf Deutschland übertragen bedeutet dieses Wirtschaften, so Professorin Bennholdt-Thomsen, das Streben nach weniger Reichtum, nach Genügsamkeit und dem Alltäglichen. Diesem Streben liegt die Erkenntnis zugrunde, was man zum Leben wirklich braucht: Essen, Trinken, Kleidung, ein Dach über dem Kopf, Gemeinschaft.

(c)Herforder Kreisanzeiger, Westfalen Blatt, Artikel vom 09.03.2011




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Der Stiftberg liefert Baustoff, Dünger und Energie - Eckhard Möller untersucht die Naturgeschichte des "Heiligen Bergs" der Herforder / Die flächendeckende Besiedlung begann vor kaum 80 Jahren
Eintrag vom: 10.03.2011

100 Jahre Beharrlichkeit: Das Bild links (1803) zeigt den Kranz von Häusern um die Kirche (im Vordergrund die Werre in Höhe des Bergertors). Der Weg auf den Berg führt durch Wiesen und Felder - sowie auch hundert Jahre später noch. Die Postkarte (Bild rechts) ist aus der gleichen Richtung aufgenommen, stammt aus den Jahr 1907und zeigt, dass sich das dörfliche Bild erhalten hat.
Herford. Wo das Ravensberger auf das lippische Bergland trifft, ist der Stiftberg: Herfords Heiliger Berg, Ort germanischer Götterverehrung und der großen Marienvision vor 1.000 Jahren, Klosterstandort, geprägt von Acker und Wald. Die heutige Nutzung als Wohnsiedlung mit Kaserne ist noch nicht einmal 80 Jahre alt.

In die Naturgeschichte des Stiftbergs entführte der Biologe und Pädagoge Eckhard Möller jetzt sein 150-köpfiges Publikum in der voll besetzten Stiftberger Kirche. Mit Flurkarten und Zeichnungen, Gesteinsproben, Schriftstücken und Fotos machte er den Wandel im Umgang mit diesem Stück Landschaft anschaulich.

Um 1800 sah der "Stadtteil" so aus wie 500 Jahre vorher: Eine Kirche, umgeben von einem Kranz von Gebäuden inmitten von Feldern und Wiesen. 100 Jahre danach hat sich kaum etwas geändert, wie eine kolorierte Postkarte von 1907 zeigt: Gleich hinter der Marienkirche beginnt eine freie Fläche, die sich bis zum Stuckenberg erstreckt.

Große bäuerliche Anwesen sind in den Quellen nicht vermerkt. Möller schließt daraus, dass die landwirtschaftliche Bewirtschaftung vom Stift und vom Meyerhof an der Meierstraße aus erfolgte. In dem Gebiet fanden die Herforder auch Steine für ihre Bautätigkeit, oberhalb von Steinmeier und oben an der Vlothoer Straße.

Im Bereich des Schützenhofs, unterhalb des Langenbergs und zwischen Stadtholz- und Vlothoer Straße, befanden sich Tongruben: Ziegel wurden gebrannt. Der Stuckenberg, wie er sich heute darbietet, ist er das Ergebnis preußischer Forstwirtschaft. Davor wuchsen dort vor allem Rotbuchen - Stoff für die Energieversorgung des Stifts und der Stadt.

Außerdem bauten die Bauern Mergel zum Düngen ab. Baustoffe, Dünger, Brennholz. "Ohne den Berg wäre die Entwicklung der Stadt in der Form, wie wir sie kennen, nicht möglich gewesen," sagt der Redner.

Am Fuße dieses Berges hatte ein Hildesheimer Forscher 1851 einen neuen Ammoniten gefunden. Er heißt heute Arietites herrfordensis und ist das einzige (frühere) Lebewesen, das den Namen Herford trägt.

Spezielle Studien zur Tier- und Pflanzenwelt gibt es nicht. Nachgewiesen sind Orchideenvorkommen nahe Vlothoerbäumer. Möller glaubt, dass Waldeidechsen und Schlingnattern auf den buschigen Mergelflächen des Berghangs heimisch waren, dass neben Goldammern, Spatzen und Bluthänflingen auch Neuntöter und Feldlerchen sowie Schmetterlinge in großer Artenvielfalt Lebensraum fanden.

Auch als mit der Industrialisierung um 1870 die Bevölkerung stark wuchs, blieb der Stiftberg zunächst von Besiedlung verschont. Noch 1926 zeigen Flurkarten mit Ausnahme der Siedlung nahe der Maiwiese weithin freie Flächen.

Dann setzte ein Bauboom ein, in dessen Folge Mitte der 30er-Jahre die Kasernen entstanden und ringsum Siedlungen auch für kleine Geldbeutel.

Heute wohnen zwischen Lübbertor und Stuckenberg mehrere Tausend Menschen. Aber was passiert mit dem Stadt-Raum, wenn jetzt die Bevölkerung zurück geht? Wir der Natur etwas zurück gegeben ?

Hoffnung in die städtische Bauverwaltung und den Bauausschuss habe er nicht, bekennt Möller.

Er sieht Herford bis heute noch im Bann der Wachstums- und Siedlungsausdehnungs-Phantasien.

FOTO: KOMMUNALARCHIV HERFORD (KAH)

© 2011 Neue Westfälische
Herforder Kreisanzeiger, Donnerstag 10. März 2011 VON HARTMUT BRAUN

 




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Historisches wurde lebendig - Gelungener Auftakt des Kulturfrühstücks im Dammhaus mit Jörg Militzer
Eintrag vom: 10.03.2011

Erfolgreicher Auftakt: Erstmals hieß Ralf Grund (r.) im Namen des Stadtmarketings Bünde im Dammhaus zahlreiche Gäste der Kulturfrühstücksreihe Herzlich Willkommen. Erster Referent war Jörg Militzer, Leiter der VHS-Geschichtswerkstatt Bünde.

Bünde. Wer früher von "Der Ort" sprach, meinte ein Hohlmaß für Spirituosen, mit "Die alte Ort" jedoch war der historische Kern der Elsestadt gemeint. Ein Name, über den auch Jörg Militzer zuerst gestolpert war, als er sich auf die Spurensuche nach den historischen Wurzeln von Bünde begeben hatte. Nun stellte er seine Ergebnisse zum Auftakt der Kulturfrühstücksreihe im Dammhaus vor.

"Eine tolle Resonanz", urteilte der Leiter der VHS-Geschichtswerkstatt Bünde bereits im Vorfeld seines Referats, denn alle Plätze an den Tischen waren besetzt. Zeitzeugen, ehemalige Anwohner und Geschichtsinteressierte waren der Einladung des Stadtmarketings gefolgt und lauschten nun konzentriert den Ausführungen von Militzer. Obwohl erst vor acht Jahren aus dem Ruhrgebiet nach Ostwestfalen-Lippe gezogen, zählt er zu den engagiertesten Kennern hiesiger Historie.

Bis heute erhalten geblieben sind der Striediecksche Hof. "Heute ist in ihm das Tabakmuseum beheimatet", so Militzer. Außerdem existiert weiterhin der Rahningsche Hof gegenüber des Rathauses. Des Weiteren sind noch Überbleibsel vom Gut Hölzern Klinke zu finden und das Hurlbrinksche Haus hat nur den Standort gewechselt. "Von der Elsestraße hingegen ist ausschließlich der Name vorhanden", fügte der Stadtkenner hinzu. Mit der ursprüngliche Kerngasse in "Die alte Ort" hat die heutige Straße nichts mehr gemein.

"Würde ich ihrem alten Verlauf folgen, stünde ich in einer Hosenabteilung", scherzte Militzer, denn der Großteil der Fundamente von "Die alte Ort" liegen nun unwiederbringlich unter dem Beton und den Stahlkonstruktionen von Kauf- und Rathaus begraben. So auch die zweite Kerngasse des historischen Kerns: die Ort-Straße. "Von ihr ist einzig und allein ein kleiner Zipfel im Bereich der Zufahrt zum Rathausparkplatz übrig geblieben", weiß Militzer. All dies geschah im Zuge der vielen Stadtsanierungen in der 70er Jahren.

Allerdings schienen die Verantwortlichen damals nicht den Erhalt historischer Bausubstanz, sondern den Wunsch zur Modernisierung im Sinn zu haben. Ansonsten wäre das Gesicht des historischen Bünde heute ein anderes. Verschwunden sind die eng beieinanderstehenden Häuser, durch welche "Die alte Ort" geprägt war. Alle Nachbarn kannten sich untereinander. "Jeder wusste am Nachmittag von jedem, was es zu Mittag gegeben hatte", schmunzelte Militzer. In dem Vortrag wurde all das aber noch einmal lebendig. Inklusive Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Denn im Laufe ihrer über 1.100-jährigen Geschichte hat die Stadt zahlreiche Veränderungen erlebt.

Basis für all das war ein großer Fundus an Kartenmaterial und Fotos, die von Jörg Militzer mit Fachkenntnis ausgewählt und präsentiert wurden. Ideal für den Auftakt einer nunmehr regelmäßigen Veranstaltungsreihe im Dammhaus, zu der das Stadtmarketing Bünde an jedem ersten Sonntag im Monat einlädt. Geboten wird ein reich gedecktes Brötchenbüfett, Kaffee, Kaltgetränke und natürlich viel Kultur. Das nächste Mal am Sonntag, 8. April, von 10 bis 13 Uhr mit dem Plattdeutschen Gesprächskreis. "Sie werden Sketche, Dialoge, Geschichten und Humoriges vortragen", berichtete Ralf Grund.

"Im August werden wir eine Sommerpause machen", so der Leiter des Stadtmarketings weiter. Danach aber geht es bis zum Advent weiter. "Noch ist nicht jeder Termin komplett unter Dach und Fach", ergänzte Grund. Sobald es soweit ist, wird aber ein Flyer mit Informationen über die kommenden Veranstaltungen herausgegeben.

© 2011 Neue Westfälische
Bünder Tageblatt, Mittwoch 09. März 2011 VON STEFFEN MEYER


 




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Volkshochschulen fordern nationale Offensive zur Verbesserung von Lese- und Schreibkompetenzen
Eintrag vom: 08.03.2011

7,5 Millionen Erwachsene sind funktionale Analphabeten - Bonn/Berlin, 28.02.2011 -
"Das Ausmaß an fehlender Grundbildung und unzureichender Schriftsprachkompetenz in Deutschland stellt eine zentrale Herausforderung an das Bildungs- und Weiterbildungssystem und an alle gesellschaftlichen Kräfte dar. Die Volkshochschulen fordern deshalb Bund, Länder und Kommunen auf, eine nationale Offensive zur Stärkung von Lese- und Schreibkompetenzen zu starten." Mit dieser Stellungnahme reagierte Prof. Dr. Rita Süssmuth als Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV) auf eine Untersuchung der Universität Hamburg, nach der die Zahl der Erwachsenen, die nicht ausreichend schreiben und lesen können, größer ist als bisher angenommen.
Ziel müsse es sein, hinreichende Angebote zur Vermittlung schriftsprachlicher Kompetenzen flächendeckend und wohnortnah aufzubauen. Diese Angebote müssten den Menschen in jeder Lebensphase zur Verfügung stehen. Dazu, so Süssmuth, sei es notwendig, dass die Länder zusätzliche finanzielle Ressourcen für ein verlässliches, ausreichend dimensioniertes und qualitätsgesichertes Kursangebot bei den Volkshochschulen und anderen Trägern bereitstellen.
Begleitend bedürfe es aber auch einer bundesweiten medial gestützten "Ermutigungskampagne", die funktionale Analphabetinnen und Analphabeten motiviert, aus ihrer Anonymität herauszutreten und die Angebote zum Erwerb von Lese- und Schreibkompetenz wahrzunehmen. Zugleich müssten Ansprechpartner der Betroffenen in Betrieben, Kommunen und Arbeitsverwaltung geschult werden, damit sie Interessierte über vorhandene Beratungsangebote kompetent informieren können. "Aber nicht nur der Staat, auch sämtliche gesellschaftlichen Kräfte müssen einbezogen werden", fuhr die Präsidentin fort. "Wirtschaft, Gewerkschaften, Kirchen und Medien zum Beispiel können hier engagierte Partner sein." In diesem Zusammenhang begrüßte Süssmuth auch die Initiative der Bundesbildungsministerin für einen Grundbildungspakt.
Über die konkreten Erfordernisse dieser "Offensive" berät der DVV auf seiner ohnehin für Dienstag und Mittwoch nach Wiesbaden einberufenen Mitgliederversammlung.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband ist die bildungs- und verbandspolitische Vertretung der Volkshochschulen und der VHS-Landesverbände auf Bundes- und europäischer Ebene. Hinter ihm stehen die rund 1000 Volkshochschulen in Deutschland.



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Spanisch für die Reise
Eintrag vom: 08.03.2011



Die Tage werden wieder länger und milder, die Sonne wärmt schon ein wenig. Das Frühjahr rückt näher und damit auch der nächste Urlaub. Ist das Urlaubsziel Spanien oder Lateinamerika? Wir bieten Ihnen dazu den passenden Sprachkurs an. Es ist ein Kurs, in denen Sie genau die Vokabeln und Redewendungen lernen, die Sie für die Verständigung im spanischsprachigen Land benötigen (zum Beispiel beim Einkaufen oder für die Bestellung in einem Café). Viele Informationen zum Land runden den Kurs ab und erhöhen die Vorfreude auf Ihren Urlaub! ίBienvenido!

(Foto: HelmutKrückel_pixelio)



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Ausgezeichnetes Platt - Wilhelm Bockermann mit Bundesverdienstmedaille geehrt
Eintrag vom: 07.03.2011

Besondere Ehre: Wilhelm Bockermann zeigt seine Bundesverdienstmedaille. Mit ihm freuen sich seine Frau Gerlinde, Bürgermeister Klaus Rieke und Landrat Christian Manz (v. l.). Links neben dem Orden steckt die dazugehörige Miniatur-Ausgabe des Ordens.

Enger. Landrat Christian Manz hätte ihn gern auf Plattdeutsch begrüßt. "Aber das kann ich überhaupt nicht sprechen, und Sie als Fachmann hätten es fürchterlich gefunden." Manz musste darum aufs Hochdeutsche zurückgreifen, als er Wilhelm Bockermann gestern eine besondere Auszeichnung verlieh. Unter anderem für seine Verdienste um die plattdeutsche Sprache.

Die Bundesverdienstmedaille werde nur nach gründlicher Prüfung verliehen, betonte Manz. "Jeder der diese Auszeichnung bekommt, kann sicher sein, dass er sie sich auch verdient hat."

Wilhelm Bockermann hat sie sich verdient. Für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement. Fast 30 Jahre lang - von 1961 bis 1990 - war er Löschgruppenführer der Feuerwehr in Westerenger. In seiner Amtszeit stieg die Mitgliederzahl der aktiven Kameraden stetig an. Auch die Aktion "Tannenbaum" geht auf Bockermanns Initiative zurück. Seit 1971 sammelt die Feuerwehr dabei jedes Jahr nach Weihnachten ausrangierte Christbäume für einen guten Zweck ein.

Die Bundesverdienstmedaille werde Bockermann aber nicht nur wegen seines Engagements in der Feuerwehr verliehen. "Es kommt bei der Verleihung auf die Facetten einer Persönlichkeit an", betonte Manz.

Ausschlaggebend für die Auszeichnung sei darum auch Bockermanns Einsatz für die plattdeutsche Sprache gewesen. "Es ist wichtig und gut, dass Sie dieses Kulturgut in die Zukunft tragen", sagte Manz.

Seit 1992 ist der 80-Jährige als Dozent für Plattdeutsch an der Volkshochschule tätig. Allerdings ist Bockermann eher zufällig zu der alten Sprache gekommen. "Anfangs konnte ich Platt nicht mal sprechen", sagte er. Dann habe ihn jemand überredet, in einem plattdeutschen Theaterstück mitzuspielen. Heute leitet er die Theatergruppe, führt Regie und schreibt alle Stücke selbst. "Inzwischen sind es schon 20", sagte er.

Während der Feierstunde im Rathaus überbrachte auch Bürgermeister Klaus Rieke Grüße und Glückwünsche. Und anerkennend brachte er Bockermanns Engagement auf den Punkt: "Sie sind einfach ein toller Hecht."

Bockermann selbst bedankte sich vor allem bei seiner Frau Gerlinde, die ihm viel Freiraum für seine Ehrenämter eingeräumt habe. Und er betonte: "Die Auszeichnung ist für mich ein Dankeschön für alles, was ich in meinem Leben gemacht habe."

© 2011 Neue Westfälische
Tageblatt für Enger und Spenge, Samstag 05. März 2011, von MAREIKE PATOCK

 

Stets im Einsatz für die Feuerwehr - Wilhelm Bockermann erhält Bundesverdienstkreuz - Pflege der plattdeutschen Sprache


Wilhelm Bockermann (links) zeigt sein Bundesverdienstkreuz, das ihm Bürgermeister Klaus Rieke (Zweiter von rechts) und Landrat Christian Manz (rechts) am Freitagmorgen überreicht haben. Mit ihrem Ehemann freute sich Gerlinde Bockermann
Enger (EA). Die Feuerwehrarbeit und der Einsatz zum Erhalt der plattdeutschen Sprache sind für Wilhelm Bockermann nicht nur Steckenpferde, sondern weit mehr. Das Engagement in diesen beiden Bereichen hat sein Leben geprägt. Am Freitagmorgen ist er jetzt von Landrat Christian Manz und Bürgermeister Klaus Rieke mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.. "Das Bundesverdienstkreuz ist eine ganz besondere Auszeichnung. Zu dieser Ehre kommen nur wenige Bürger. Etwa ein Jahr dauert das Verfahren, in dem vom Bundespräsidenten genau geprüft wird, ob die Auszeichnung wirklich vergeben wird", unterstrich Landrat Manz die Bedeutung des Verdienstordens. Er würdigte Bockermanns unermüdlichen Einsatz für die Löschgruppe Westerenger. "1961 wurden Sie Löschgruppenführer und hatten diese Position ununterbrochen inne bis 1990. Unter Ihrer Leitung wurde das Feuerwehrgerätehaus Westerenger renoviert. Sie motivierten immer wieder junge Menschen, bei der Feuerwehr mitzuwirken", meinte Manz. Unter Bockermanns Leitung stieg die Zahl der Feuerwehrmitglieder stetig an. Seit 1973 nimmt die Löschgruppe Westerenger an den Leistungsnachweisen des Kreises Herford teil. "1971 wurde von Ihnen, Herr Bockermann, die Aktion Tannenbaum ins Leben gerufen. Gegen eine kleine Spende holt die Feuerwehr im Januar die ausgedienten Weihnachtsbäume ab, Der Erlös kommt seit jeher einer Schule für Kinder mit geistigen Beeinträchtigungen zugute!", so Manz weiter.
Stets im Einsatz zum Erhalt der Plattdeutschen Sprache ist Wilhelm Bockermann ebenfalls. "Seit 1992 arbeiten Sie als Dozent im Bereich Plattdeutsch an der VHS. Mit der Plattdeutschen Theatergruppe der VHS führen Sie jährlich ein Stück auf, das aus ihrer Feder stammt. Die Auftritte begeistern viele hundert Besucher«, wusste Manz zu berichten. Für ihn und Bürgermeister Klaus Rieke gab es prompt eine Einladung: "Sonntag wird zum letzten Mal das aktuelle Stück aufgeführt", sagte Wilhelm Bockermann. Rieke brachte es mit wenigen Worten auf den Punkt: "Sie sind einfach ein toller Hecht." Kräftiger, bestätigender Beifall folgte von Familie, Feuerwehr, Theatergruppe und Freunden.
Bockermann selbst dankte vor allem seiner Frau Gerlinde: "Danke, dass du mir die Freizeit gegeben hast, dass ich all das machen konnte." Außerdem berichtete er: "Früher konnte ich kein Platt sprechen. Aber die Theatergruppe brauchte einst einen weiteren Mitspieler. Man fragte mich. Ich habe mich gescheut, da ich kein Platt sprach. Doch ich konnte nicht absagen. Meine Frau unterstützte mich im Plattdeutschen und sagte: "Mach eben dieses eine Mal mit. Danach kannste es ja wieder lassen." Aus dem ersten Auftritt wurden zahlreiche mehr. Und Wilhelm Bockermann schreibt gar jährlich die Stücke. Für die Plattdeutsche Theatergruppe sprach Reinhard Lammering Glückwünsche aus.

(c)Engerscher Anzeiger,  Artikel vom 05.03.2011; Fotos von Kathrin Weege




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Arabischer Mauerfall - Nahost-Experte Demmelhuber ordnet die Ereignisse in der arabischen Welt ein
Eintrag vom: 03.03.2011

Mahnte zur Geduld mit  Ägypten: Politikwissenschaftler Dr. Thomas Demmelhuber von der Uni Nürnberg-Erlangen.
Herford. Politikwissenschaftler Dr. Thomas Demmelhuber hat am Dienstagabend über die revolutionäre Eigendynamik in Ägypten und der arabischen Welt referiert. Dabei bewertete der Nahost-Experte die jüngsten Ereignisse in Nordafrika als "historische Zäsur". Zugleich dämpfte er vor 60 Zuhörern in der Aula der Volkshochschule die Erwartungen an Ägypten und seine Nachbarstaaten.

Erst die Palastrevolution in Tunesien und der sanfte Militärputsch in Ägypten, dann die Proteste der Regimegegner unter anderem in Libyen, Bahrain und Jemen: Die Frage, ob in der arabischen Welt ein demokratischer Prozess entstehe, sei verfrüht, sagte Demmelhuber. "Es gibt keinen normativen Weg zur Demokratie." Der 30-jährige wissenschaftliche Mitarbeiter der Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg und Erlangen warnte zudem vor Revolutionsromantik; nicht zuletzt aufgrund der nationalen Spezifika in den arabischen Staaten und der unterschiedlichen Verfassungen. "Wir Europäer sollten keinen Dominoeffekt erwarten und in der Demokratisierungsrhetorik einen Gang runterschalten."

Demmelhuber, der eineinhalb Jahre in Ägypten forschte und im April an der Cairo University arbeiten wird, kritisierte die Staaten der Europäischen Union für ihr "unglaubwürdiges Verhalten". In den vergangenen 20 Jahren hat Europa eng mit den Despoten und Diktatoren zusammengearbeitet, denen sie nun die Konten sperren wollen. "Die EU schreckte immer vor Konflikten zurück", ob mit Ägyptens Präsident Husni Mubarak oder Libyens Diktator Muammar el Gaddafi, den Demmelhuber einen Psychopath nannte. Durch dessen Androhung eines Flüchtlingsstroms aus Nordafrika lasse sich die EU seit Jahren erpressen.

Die Despoten und Diktatoren in den arabischen Ländern seien selbst am meisten über die revolutionäre Eigendynamik überrascht gewesen, so Demmelhuber. Mubarak und Tunesiens Präsident Zine el Abidine Ben Ali, dessen Sturz den Start weiterer Proteste in der arabischen Welt markierte, fühlten sich in ihren Ämtern sicher. "Indem die Menschen ihren Unmut öffentlich vortrugen, haben sie die Mauer der Angst durchbrochen." 2011 sei damit bereits im Frühjahr ein wichtiges Jahr für die Geschichtsbücher.

Zuvor habe sich Ben Ali in Tunesien "wie in einem Selbstbedienungsladen verhalten", sagte der wissenschaftliche Angestellte aus Franken. In Ägypten leben nach wie vor 40 Prozent der Menschen von weniger als zwei Dollar am Tag. Diese frustrierende Perspektivlosigkeit - ohne Job kein Geld, ohne Geld keine Hochzeit, ohne Hochzeit kein Sex - ermutigte vor allem junge Leute, auf die Straße zu gehen und ihre Wut offen zu formulieren. In Ägypten ist die Mehrheit der Bevölkerung unter 30 Jahre. Al Jazeera, Facebook und Twitter verhalfen zudem zu neuer Stärke. Demmelhuber: "Ohne die Jugendbewegung wäre Mubarak noch im Amt."

In Ägypten behielt das Militär nach Ansicht des Politikwissenschaftlers eine gewisse Glaubwürdigkeit, da es sich zunächst aus dem Konflikt heraushielt. Diese Option sei in Libyen bereits verpasst, das Militär diskreditiert. Am Nil sei der Umwandlungsprozess trotz des Präsidentensturzes jetzt erst voll im Gang: "Mubarak ist zwar weg, das System aber noch nicht", sagte Demmelhuber, der sich wünscht, dass die Ägypter bis zur Wahl länger warten als einige Monate. Die seit Jahren heterogene Opposition müsse sich erst positionieren.

© 2011 Neue Westfälische
Herforder Kreisanzeiger, Donnerstag 03. März 2011, Text und Foto VON FLORIAN PFITZNER

 




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Zusammen ist man weniger allein - Filmvorführung in französischer Sprache
Eintrag vom: 28.02.2011

Die Liebe, die Sehnsucht, der Zufall und das Glück: "Ensemble, c'est tout" ist eine charmante Komödie und sensible Liebesgeschichte, die auf einzigartig zauberhafte Weise das Leben ernst nimmt - mit einem Lächeln. Monique Delaere-Horstkotte gibt eine kleine Einführung in diese Komödie, die aufzeigt, dass es zusammen viel leichter ist, Träume wahr werden zu lassen.
Die VHS zeigt dieses moderne, mit zärtlichem Humor erzählte Großstadtmärchen, über dieses komplizierte Gefühl, dass wir Liebe nennen, am Dienstag, den 8. März um 19.30 Uhr in der VHS-Aula. Einen kleinen Vorgeschmack finden Sie hier.

Alle weiteren Infos finden Sie hier




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Die Gärten Italiens von der Renaissance bis zum Barock
Eintrag vom: 27.02.2011

Lustwandeln in den Gärten von Fürsten, Kardinälen und der Medici, von diesem wahrhaftigen Gartenglück erzählt dieser Vortrag. Mittels einer Reise durch Garten- und Parkanlagen der Toskana und weiter in Richtung Rom werden sowohl Gartenimpressionen gezeigt als auch auf den gartenhistorischen Hintergrund eingegangen. Erzählt wird, wie die Gartenkunst des Orients nach Europa kam, über welche Wege sie sich dort weiterentwickelte und wie es gelang, den Geist der Renaissance in den Gärten Italiens erlebbar, ablesbar zu machen.
Die Italienischen Gärten zeigen sich weniger spektakulär wie die Barockanlagen Frankreichs, doch vielleicht spürt man gerade deswegen die pure Gartenlust in Anlagen wie dem Palazzo Farnese, dem klassischen Renaissancegarten der Villa Lante oder in dem Park der etwas anderen Art, dem surrealistisch anmutenden Bosco sacro in Bomarzo, der einem rätselhaften Traumbild gleich exotische Tier- und Fabelwesen, Ungeheuer und Giganten auftauchen lässt.



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Spanisch für die Reise
Eintrag vom: 25.02.2011

Herford. Die Volkshochschule bietet ab dem 15. März in Herford einen Spanischkurs an, der auf eine Reise nach Spanien oder Lateinamerika vorbereiten möchte. Vermittelt werden Vokabular und Dialogteile, die helfen, sich in typischen Alltagssituationen zurechtzufinden (zum Beispiel im Hotel, im Restaurant oder beim Einkaufen). Der Kurs richtet sich an Teilnehmende ohne Vorkenntnisse. Weitere Informationen erteilt die VHS gern unter 05221 5905 12 oder im Internet unter www.vhsimkreisherford.de unter der Kursnummer E3928.3B.



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"Der Islam ist nicht nur eine Religion" - Soziologin Necla Kelek spricht in Herford vor 120 Zuhörern
Eintrag vom: 24.02.2011

Die Soziologin Necla Kelek hat in Herford vor 120 Zuhörern über den politischen Islam in Deutschland gesprochen. 
Herford (fw). Nicht allein ist die Soziologin Necla Kelek am Dienstag nach Herford gekommen um über die Themen Islam und Integration zu sprechen. Zwei Beamte der Herforder Polizei sicherten den Aufritt der bekannten Islamkritikerin in der Aula der Volkshochschule.
Die Vorsichtsmaßnahme hat ihren Hintergrund. In der Vergangenheit nutzten radikale Muslime Auftritte der Soziologin, um sie zu beleidigen oder sogar mit dem Tode zu bedrohen. Für Necla Kelek ist Polizeischutz zum Alltag geworden.
"In islamischen Ländern kann ich nicht einmal unter Polizeischutz sprechen. In Deutschland bin ich froh, dass ich mit Hilfe der Polizei öffentlich über den Islam reden kann", sagte Necla Kelek, die in ihrer Rede deutlich machte, dass sie nicht die Muslime, sondern den Islam kritisiere. "Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern auch eine Weltanschauung", sagte die in Istanbul geborene Soziologin, und erklärte, dass besonders Frauen unter dieser Ideologie zu leiden hätten.
"Dass Mädchen unter 14 Jahren mit dem Kopftuch zur Schule geschickt werden, hat für mich nichts mit Religionsfreiheit zu tun, sondern ist eine Einschränkung der Menschenrechte. Auch islamische Mädchen haben ein Recht auf Kindheit", sagte die 53-Jährige, die sich in ihrer Jugend mutig gegen das Kopftuch entschied.
Auch zur derzeitigen Situation in Nordafrika äußerte sich Necla Kelek kritisch. "Es bleibt abzuwarten, ob in Ägypten wirklich Frauenrechte gestärkt oder die Religionsfreiheit eingeführt wird", erklärte Necla Kelek.
Nach der Rede nutzten viele der 120 Zuhörer die Gelegenheit, um der Soziologin Fragen zu stellen. Dabei ging es ruhig und sachlich zu. Beim nächsten Auftritt spricht in Necla Keleks Stimme die Angst jedoch wieder mit. "Denn für Muslime bin ich eine Verräterin", sagte die 53-Jährige, die weiterhin über die Schattenseiten des politischen Islams aufklären möchte.
Bünder Zeitung, 24.02.2011, Artikel und Foto vom 24.02.2011 Florian Weyand

Energisch: Mit Gesten verdeutlicht Dr. Necla Kelek in der Aula der VHS,welchen Eindruck sie vom Islam hat.

"Freiheit ist für Frauen nicht vorgesehen" - Soziologin Dr. Necla Kelek kritisiert die Haltung von Muslimen in Deutschland und der Türkei

© 2011 Neue Westfälische
Herforder Kreisanzeiger, Donnerstag 24. Februar 2011, Text und Foto Nico Buchholz


Herford. Dr. Necla Kelek ist eine Frau klarer Worte. "Kultureller und politischer Islam lassen sich nicht voneinander trennen", sagte die Soziologin bei ihrem Vortrag aus dem Buch "Himmelsreise" in der VHS. In dem ging die gebürtige Türkin hart mit den patriarchalen Strukturen in der muslimischen Welt und unter Migranten in Deutschland ins Gericht.

Die Brisanz des Themas zeigte sich schon am Eingang der Aula: Zwei Polizisten bewachten die Veranstaltung, zu der mehr als 100 Zuhörer gekommen waren.""In Hagen hatte ich schon einmal das Problem, dass Muslime die Veranstaltung gestürmt und mich als Ungläubige beschimpft haben". Wenige Minuten später zeigt sich warum. Denn die Islamkritikerin forderte Migranten in Deutschland zum Umdenken auf.

"Viele Muslime sehen sich noch immer als Türken. Sie akzeptieren Europa nicht als neue Heimat." Dabei spiele der Islam eine wichtige Rolle. Denn die Freiheit trage in der muslimischen Welt eine andere Bedeutung, als in der westlichen Welt. "Dort bedeutet sie die bewusste Entscheidung, dem Willen Allahs zu dienen", sagt Kelek, die mit dem Islam groß geworden ist. "Für Frauen ist die Freiheit nicht vorgesehen. Sie stehen unter dem Schutz der Männer oder Väter vor anderen Männern."

Diese Einstellung kollidiere mit europäischen Wertvorstellungen. Das Kopftuch sei ein Zeichen dafür. "Mit ihm wird die Rolle von Opfer und Täter verkehrt." Denn mit der Verhüllung habe die Frau dafür Sorge zu tragen, dass sie bei Männer kein Verlangen erregt. "Es trägt nicht der Täter eines sexuellen Übergriffes die Verantwortung, sondern die Frau, die sich nicht ausreichend verhüllt." Schon kleine Mädchen würden durch das Kopftuch als "Sexualobjekte" gekennzeichnet.

Muslime, die nach Deutschland kommen, seien größtenteils nicht willens, diese Ansichten abzulegen. Dabei sei das eine Voraussetzung für Integration.

Das Erlernen der Sprache reiche nicht aus. "Ich begreife die Freiheit in Deutschland nicht als Service-Station für fremde Kulturen, sondern als den Inhalt einer Wertegemeinschaft." Nicht umsonst wählte die Wissenschaftlerin zum Beschreiben dieser Inhalte die aufklärerischen Philosophen Kant und Montesquieu. "Der Islam als Religion hat die Aufklärung noch vor sich."

In der anschließenden Diskussion besprachen die Teilnehmer die Rolle des Islam bei den Revolutionen in Nordafrika. ""ch kann den jungen Menschen nur raten, sich weiterhin für die Freiheit im Land einzusetzen. Sonst könnte die Revolution eine Enttäuschung werden", sagte Kelek dazu. Auch das umstrittene Buch von Thilo Sarrazin wurde zum Thema. "Diese Angst in der Bevölkerung ist da, ob Sarrazin darüber schreibt oder nicht." Darum müsse man sich damit auseinandersetzen.

Schlüssel zur Lösung des Problems sei, dass Migranten sich nicht weiter als Opfer stilisierten und Europäer Muslime nicht als Mündel betrachteten. "Die Situation der Muslime in Deutschland ist nicht von der schlechten sozialen Lage bestimmt, sondern vom kulturellen und politischen Islam."

Für Zuhörerin Renate Thöle war der Vortrag aufschlussreich. "Ich suche nach einer Position in der Debatte um den Islam. Dieser Abend hat mich da ein ganzes Stück weiter gebracht."





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